Guten Abend zusammen.
Ich würde gerne mit einem Mikrocontroller (atmega328) den
spannungsnulldurchgang am 230v ac Netz erkennen. Dazu würde ich gerne
eine möglichst einfache Schaltung mit einem optokoppler nutzen.
Folgende Schaltung habe ich unter anderem gefunden:
http://learn.edwinrobotics.com/wp-content/uploads/Schematics_LTV816_updated.png
Aber kann das so klappen?
Die Wechselspannung wird gleichgerichtet und liegt dann bei ca. 325v.
Zusammen mit dem led vorwiderstand ergibt sich damit ein Led Forward
strom von (325v - 3v)/390k = 0.8mA und folglich eine Verlustleistung von
ca. 26mW im widerstand. Gut die verlustleistung wäre ja ok. Aber wie
kann ein Strom von 0.8mA für die Led des optokopplers (bspw. LTV816)
reichen?
Wenn man einen kleineren widerstand wählt würde ja die verlustleistung
ansteigen.
Habe ich etwas vergessen bzw. Falsch betrachtet? Oder ist die Schaltung
so nicht möglich ?
Danke vorab.
CTR eines OK ist normalerweise im Bereich von 1.
0,8 mA am Eingang sind also auch ~0,8 mA am Ausgang. Macht an 10kΩ einen
(maximalen) Spannungsabfall von 8V. Bei einer 3,3/5V Logik mehr als
genug.
ttom schrieb:> Die Wechselspannung wird gleichgerichtet und liegt dann bei ca. 325v.> Zusammen mit dem led vorwiderstand ergibt sich damit ein Led Forward> strom von (325v - 3v)/390k = 0.8mA und folglich eine Verlustleistung von> ca. 26mW im widerstand. Gut die verlustleistung wäre ja ok. Aber wie> kann ein Strom von 0.8mA für die Led des optokopplers (bspw. LTV816)> reichen?
Hier wird zwar "Gleichgerichtet", aber keine Gleichspannung erzeugt. Du
hast immer noch einen Sinus, nur das die Negative Halbwelle quasi ins
Positive umgeklappt ist. Deine 0,8mA liegen also nur im Scheitelpunkt
an. Das interessante ist jetzt wo auf dem Sinusbogen dein OK aufhört
vernünftig zu Leiten bzw. die nachfolgenden Schaltung ein "low" erkennt
und glaubst einen Nulldurchgang zu erkennen. Da wird es einen
Zeitversatz zum Tatsächlichen Nulldurchgang gaben - wenn die Freq.
konstant ist, ist dieser aber ebenfalls konstant und kann z.B. in der
Software entsprechend berücksichtigt werden.
Spannungsfestigkeit des Widerstandes beachten.
Bei bedrahteten widerständen die 390k aus mindestrns zwei widerständen
in reihe erzeugen. Bei kleineren smd bauformen noch deutlich mehr.
ttom schrieb:> *Korrektur meines tippfehlers: es sind ca. 260mW verlustleistung*
Wenn dir die 260mW zu viel sind, erfüllt die Schaltung deinen Ansatz
"möglichst einfache Schaltung" vielleicht deine Anfordernungen nicht
wirklich.
Du kannst mit etwas Aufwand die Leuchtdauer der LED verkürzen und durch
das geringere Tastverhältnis die mittlere Verlustleistung reduzieren.
Hier die Schaltung von www.dextrel.net/diyzerocrosser.htm
https://d1.amobbs.com/bbs_upload782111/files_40/ourdev_643643NSY57M.pdf
Statt der Gleichrichtung könntest du auch einfach eine Diode in Reihe
mit R und Optokoppler schalten. Dann hast du nur den halben Verlust
(übern Daumen.) dann nutzt du einfach die Punkte des ein und ausschalten
vom Optokoppler
Hi
>Statt der Gleichrichtung könntest du auch einfach eine Diode in Reihe
|>mit R und Optokoppler schalten.
Oder einfach einen Optokoppler mit AC-Eingang verwenden. Z.B. LTV814.
MfG Spess
ttom schrieb:> Habe ich etwas vergessen
Na ja, verrechnet, aber 10k an 5V sind 0.5mA, das kann ein mit 0.8mA
versorgter Optokoppler knapp schalten.
Ich würde Wechselstromoptokoppler wie PC814 nutzen wie hier:
http://dse-faq.elektronik-kompendium.de/dse-faq.htm#F.9.3
Und die aufwändigeren Beispiele dort haben auch ihre Vorteile gegenüber
der 'möglichst einfachen' Lösung.
Vielen Dank für die verschiedenen Vorschläge. Viele Wege führen nach
Rom, merkt man immer wieder.
Ich hab mich für die folgende Lösung entwchieden:
Wolfgang schrieb:> ttom schrieb:> *Korrektur meines tippfehlers: es sind ca. 260mW verlustleistung*>> Wenn dir die 260mW zu viel sind, erfüllt die Schaltung deinen Ansatz> "möglichst einfache Schaltung" vielleicht deine Anfordernungen nicht> wirklich.> Du kannst mit etwas Aufwand die Leuchtdauer der LED verkürzen und durch> das geringere Tastverhältnis die mittlere Verlustleistung reduzieren.> Hier die Schaltung von www.dextrel.net/diyzerocrosser.htm> https://d1.amobbs.com/bbs_upload782111/files_40/ourdev_643643NSY57M.pdf
Ist zwar vom Teile aufwändig höher scheint aber sehr präzise zu sein.
Viele Dank an alle :)
Hi,
nimm Dioden mit mehr Spannung.
1N4148 ist zu mickrig. Und Nanosekunden schaltest Du eh nicht.
Der Versatz ist wichtig. Denn ein Triac wird auch nicht exakt im
Nulldurchgang getriggert werden können.
Schau Dir das im Oszillogramm mal an.
Du wirst überrascht sein.
Versatz kann mit Kondensatörchen (C3) erreicht werden.
ciao
gustav
neuer PIC Freund schrieb im Beitrag #6187519:
> Der Strom wird durch die 440k begrenzt.
Hi,
Du gehst von Simulationen aus, die die tatsächlichen Verhältnisse auf
der Netzleitung keineswegs berücksichtigen.
Die 1N4148 ist eine schnelle Schalterdiode, findet man oft in HF-Kreisen
etc.
Manchmal wird die mit Schottkydioden gleichgesetzt, weil Werte fast an
die von Schottkies rankommen.
Wozu so eine schnelle Schalterdiode? Willst Du die Oberwellen des
Lichtnetztes bewusst auch noch gleichrichten?
Bin gespannt, wenn der erste Schaltkracher kommt und Dir die 1N4148 um
die Ohren fliegen. (EM513 ist das Mindeste.)
Warum das Rad neu erfinden?
https://www.ebay.de/itm/2-x-MOC3083-S21ME8-Optotriac-800v-Nullspannungsschalter-/153459059282
ciao
gustav
>Du gehst von Simulationen aus
Nö. Habe die Schaltung auch aufgebaut. Bisher unauffällig und
zuverlässig. Mit Varistor nach Netzfilter mache ich mir bei 6kV Impulsen
keinen Kopf.
>Warum das Rad neu erfinden?
Der TO möchte ein Signal für den uC, also irgendwas zwischen 0 ... 5V im
Gleichspannungsbereich. Da löscht sich ein Thyristor/Triac recht
schlecht.
neuer PIC Freund schrieb im Beitrag #6188538:
> Der TO möchte ein Signal für den uC, also irgendwas zwischen 0 ... 5V im> Gleichspannungsbereich.
Hi,
Lösungen für Laststeuerung im Nulldurchgang gibt es genug.
Dazu benötigt man nicht extra eine softwaremäßige Lösung.
Das Design sollte noch einmal überdacht werden.
spess53 schrieb:> Oder einfach einen Optokoppler mit AC-Eingang verwenden. Z.B. LTV814.
ciao
gustav
ttom schrieb:> Aber kann das so klappen?
Warum nicht? Wenn du Sorge hast das es nicht reicht ändere einfach die
Werte. Man kann auch den Optokoppler (OK) in einen Spannungsteiler legen
etc.
Was jetzt kommt ist etwas off topic da andere Schaltung:
Das Netz ist heute durch Schaltregler so verseucht so das es manchmal
schwer ist überhaupt einen Sinus zu erkennen.
Der Nulldurchgang ist auch noch der empfindlichste Moment mit dem
geringsten Störabstand. Mit einer LED im OK kommst du immer nur in die
Nähe Sie altert, verschiebt ihre Kennlinie und der Phototdetektor auf
der anderen Seite hat ähnliche Probleme. Empfindlich für Überspannung
ist Sie auch noch. Vom Prinzip ungeeignet, aber billig wenn man auf
alles pfeift.
Selber würde ich einen Printtrafo nehmen )nebst Spannungsteiler (evtl.
ein 50 Hz Filter wenn man das ganz gründlich machen will). Da ist dann
die Entstörspule durch die hohe Induktivität des Trafos gleich
eingebaut. Probleme mit Überspannung sind vom Design her nahezu
ausgeschlossen. Man kann das ganze auch gleich damit versorgen.
Messtechnisch bist du frei. Du kannst das auf einen A/D Wandler legen
und Spitzen messen (die halbe Zeit dazwischen ist der Nulldurchgang)
oversamplen so viel du willst oder klassisch nen Interrupt nutzen.
Ist nur nichts für Massenware, da etwas teurer und fast unkaputtbar ;-).
MaWin schrieb:> Karl B. schrieb:>> Nullspannungsansteuerung_.jpg>> Uff, wer kommt auf so einen Bauteileoverkill ?
Hi,
das war das Beispiel für "diskrete Bauteile". Hatte ich vergessen
anzugeben.
Die Schaltung des TO erinnerte mich stark daran.
Dieses ominöse Machwerk war so um 1975 (ich kann mich garnicht mehr
genau dran erinnern) das Ergebnis des Versuchs eine
Foto-Vergrößerungsapparatlampe in der Lebensdauer zu verlängern durch
Nullspannungsansteuerung. Zu der Zeit waren MOCs noch Fremdworte aus
einer anderen Galaxie.
Im Verlaufe des Threads hier kamen schon ander Vorschläge von mir:
Karl B. schrieb:> Warum das Rad neu erfinden?> Ebay-Artikel Nr. 153459059282
Aber der TO sagt ja immer: "Nein, meine Suppe ess ich nicht".
Dann eben nicht.
ciao
gustav
So obwohl ich eigentlich gedanklich schon bei der oben genannten Lösung
war. Das Thema MOC ist natürlich interessant.
Gibt es diese auch mit nem normalen Transistor Ausgang also ohne
thyristor?
Das wäre dann ja die einfachste Lösung.
Danke jedenfalls.
ttom schrieb:> Habe ich etwas vergessen bzw. Falsch betrachtet? Oder ist die Schaltung> so nicht möglich ?
Doch, hab's fast genauso gemacht.
Verbesserung:
Die 390k durch vier 100k vor dem Gleichrichter ersetzen, vorzugsweise
MiniMelfs (200V) oder Melfs (350V).
Bei den Widerständen auf Spannungsfestigkeit achten und mit 2/4/8kV als
Störspikes rechnen, ggf. noch mehr Widerstände in Reihe.
Butzo
ttom schrieb:> Aber kann das so klappen?
IMHO nein.
> Falsch betrachtet?
Ja:
Du willst den Nulldurchgang, rechnest aber den Strom für die LED vom
Spitzenwert aus, also maximal weit weg vom Nulldurchgang. Und ganz in
der Nähe des Nulldurchgangs fließt fast kein Strom, jedenfalls zu wenig,
um den OK zu betreiben. Ab wann genügend fließt und deinen OK-Ausgang
schaltet ist deshalb reichlich undefiniert.
Ich habe mal eine Schaltung angehängt, die das Problem nicht hat. Die
LED D2 wäre für die galvanische Trennung für den Rest der Schaltung. Der
abgebildete Teil ist natürlich auf Netzpotential.
Karl B. schrieb:> das war das Beispiel für "diskrete Bauteile".
Die angegebene Schaltungsalternative nutzt nur diskrete Bauteile.
> Hatte ich vergessen anzugeben.
Hast du wohl auch vergessen dir anzugucken.
Karl B. schrieb:> Machwerk war so um 1975
Ja, das ist das schreckliche hier, Schaltungen aus der Kinderzeit der
heutigen Rentner werden empfohlen und zeigen nur, dass der Betreffende
seit dem nichts mehr hinzugelernt hat.
Nachtrag: Für R1 gilt natürlich das, was Klaus B. gesagt hat: aufteilen
in zwei oder drei, Spannungsfestigkeit beachten.
Immerhin verbrät der fast 3W. Man kann R1 auch größer wählen, kommt dann
aber immer weiter vom Nulldurchgang weg.
Karl B. schrieb:> nimm Dioden mit mehr Spannung.> 1N4148 ist zu mickrig. Und Nanosekunden schaltest Du eh nicht.
recht aufwendig geht auch einfacher.
erfordert aber ein diac oder ein triac mit integriertem diac.
mfg
da die Frequenz ja gleichbleibend ist spielt es ja eh keine Rolle wo
getriggert wird, da man das in der Software wieder ausgleichen kann.
https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Sinusspannung2.svg#/media/Datei:Sinusspannung2.svg
Wenn also der Trigger bei 120° liegt, dann brauche ich noch 20mSek/360°
x 60° also 3,333 mSek bis man den 10 mSek Timer startet, danach braucht
man den Trigger nur noch zur Kontrolle um ggf. etwas nachzuregeln.
MaWin schrieb:> dass der Betreffende> seit dem nichts mehr hinzugelernt hat.
H Mawin,
liest du eigentlich richtig?
Karl B. schrieb:> Im Verlaufe des Threads hier kamen schon ander Vorschläge von mir:>> Karl B. schrieb:>> Warum das Rad neu erfinden?>> Ebay-Artikel Nr. 153459059282
ciao
gustav
MaWin schrieb:> Die angegebene Schaltungsalternative nutzt nur diskrete Bauteile.
Mit einem Übertrager auf nen analogen Eingang wäre es sogar nur ein
diskretes analoges Bauteil ;-).
war ja nur ein Beispiel. Kommt eben auf den Strom durch die LED an und
da man ja nicht nur auf die steigende sondern auch auf eine fallenden
Flanke triggern kann sollte es auch möglich sein "auf der dunklen Seite"
zu triggern.
Karl B. schrieb:> Karl B. schrieb:>> Im Verlaufe des Threads hier kamen schon ander Vorschläge von mir:>>
Hi,
das Ding läuft schon seit 20 Jahren.
Mit 2 kW Last(!)
Heute anderer Triac.
Die BTA-Serie käme zum Einsatz.
Braucht keine Glimmerscheibe,
höhere Spannung,
kann auch snubberless betrieben werden.
Nur das Stichworte der Verbesserungsvorschläge.
ciao
gustav
Thomas O. schrieb:> enn also der Trigger bei 120° liegt, dann brauche ich noch 20mSek/360°> x 60° also 3,333 mSek bis man den 10 mSek Timer startet, danach braucht> man den Trigger nur noch zur Kontrolle um ggf. etwas nachzuregeln.
Das ist vermutlich jedem hier klar. Du musst dann nur noch eine
Schaltung bauen die das kann. Darum geht es hier m.E.
Thomas O. schrieb:> sondern auch auf eine fallenden Flanke triggern
Das ist ne super Idee, bringt mehr Zeit und schaltet ggf. im kürzest
möglichen Moment.
Karl B. schrieb:> das Ding läuft schon seit 20 Jahren. Mit 2 kW Last(!)
Schöne Schaltung.
Der TE wollte m.W. nur den Nulldurchgang erkennen. Ob er damit nen 50 Hz
Generator, ne Uhr oder nen Braunkohlebagger steuern wollte ist unbekannt
;-)
Karl B. schrieb:> das Ding läuft schon seit 20 Jahren.
Bitte verschone uns mit dem Steinzeigkram.
Obwohl immerhin ein VDR mit Thermoschalter verbaut wurde,
sie also ganz modernen Gesetzen genügt.
Allerdings frage ich mich, welche 10A Sicherung den BT139
vor Kurzschlüssen an der Last schützen kann. Dazu müsste
das Schmelzintegral der Sicherung kleiner sein als das des
TRIACs.
Leider macht die Schaltung das, was seit der Steinzeit
übersehen wird: Sie legt an die Basis der BC618 eine
negative Spannung an die deutlich grösser ist als UBErev
im Datenblatt (12V) erlaubt. Diese Art des Multivibrators
lebt nämlich davon, die Transistoren durch negative
Basisspannung zu sperren und erfordert oberhalb der UBErev
eine Diode in Leitrichtung vor der Basis.
Die Nullspannungsansteuerug kommt hier übrigens höchstens von
einem geeigneten MOC (dessen Typennummer fehlt). Die Schaltung
ist bloss eine PWM.
MaWin schrieb:> welche 10A Sicherung den BT139> vor Kurzschlüssen an der Last schützen kann.Karl B. schrieb:> Heute anderer Triac.> Die BTA-Serie käme zum Einsatz.> Braucht keine Glimmerscheibe,> höhere Spannung,> kann auch snubberless betrieben werden.> Nur das Stichworte der Verbesserungsvorschläge.
Das mit den "Sicherungen" vor (Leistungs-)Halbleitern ist wohl nur eine
Sache, um gröbste Knalleffekte zu verhindern.
Also, ich habe noch keinen Lampendimmer zum Beispiel gesehen, bei dem
eine
5 x 20-er wirklich den Triac geschützt hätte.
Der war auch immer kaputt. So oder so.
Dioden sind nicht gezeichnet.
Sind aber drin...
Zeichne nicht jedesmal extra um,
andere sollen auch mitdenken.
Das muss man Dir lassen.
Das kannst Du.
Habe aber noch eine Anmerkung
zum Thema:
Was macht man bei DC-Offset der 50 Hz Netzwechselspannung bei
asymmetrischer (Halbwellen-) Belastung?
Der Nulldurchgang wird sich da, zumindest kurzzeitig, oder bei Schalt-
und Hochlaufvorgängen verschieben.
http://www.thel-audioworld.de/module/Netzfilter/DC-Filter.htm
ciao
gustav
Karl B. schrieb:> Also, ich habe noch keinen Lampendimmer zum Beispiel gesehen,> bei dem eine 5 x 20-er wirklich den Triac geschützt hätte.
Die üblichen kommerziellen 300W UP Dimmer können das. Kenne da
mehrere Exemplare, die trotz spektakulär durchbrennender
Halogenbirne oder Kurzschluss am blöd angebrachten Deckenlampenkabel
(man sollte Laien verbieten an Elektrik rumzuschrauben) immer nur
eine defekte Sicherung hatten und immer einen überlebenden TRIAC.
Dank UP-Plastikgehäuse weiss ich aber nicht welcher TRIAC verbaute
wurde, BT139 dürfte aber passen, nur die flinken Sicherungen waren
viel kleiner, 1.25, 1.6 oder 2.5A je nach dem.
MaWin schrieb:> Die üblichen kommerziellen 300W UP Dimmer können das.
Hi,
also, entweder habe ich das falsch abgezeichnet, oder da sind keine
Schmelzsischerungen vorgesehen. Der rot eingekreiste Widerstand hatte
tatsächlich 300 kOhm.
Und so etwas ist serienmäßig.
Zwei mal durchgeknallt.
Und aus dem Grunde hatte ich bei dem 2 kW Impulspaketgerät eine
Sicherung vorgesehen, damit beim Anschluss eines Gerätes mit höherer
Leistung ein Überlastschutz vorhanden ist.
Hatte es auch ausprobiert.
2 Stück 2 kW Heizradiatoren parallel, und da löst dann nach ein paar
Sekunden die 10 A Sicherung aus. Der Triac ist auf Kühlkörper montiert
und kann tatsächlich die 4 kW ab. Ist nicht kaputtgegangen.
Bei sattem Kursschluss glaube ich nicht an sein Überleben. Dafür war es
auch nicht gedacht.
Aber wieso bei einem Zwischensteckerdimmer, bei dem man auf die Idee
kommen könnte, einen Heizer anzuschließen, keinerlei (bis auf den PTC)
Sicherung vorgesehen ist, müsste man mal den Hersteller fragen.
Übrigens, war noch auf der Grabbelkiste, Filialleiter hat diese
Zwischensteckerdimmer dann aus dem Sortiment genommen.
ciao
gustav
MaWin schrieb:> Bitte verschone uns mit dem Steinzeigkram.
Abgesehen davon, dass der Stein z e i g kram in den meisten Fällen immer
noch "state of art" ist, nervt der ewige Dinosauriervergleich einfach
nur. Heute ist es in der Regel alles nur kleiner (integriert mit
minimaler Außenbeschaltung vielleicht) und demzumtrotz nicht automatisch
besser! Die grundsolide Schaltung von Gustav z.B. wird durch "kleiner
machen, auch wenn gut gemacht" nicht automatisch besser, höchstens
marginal (Schutzbeschaltung, EMV, ect.)! Und die Schaltung ist nun mal
30 Jahre alt oder älter. Also what :-)
Gruß Rainer
Rainer V. schrieb:> Abgesehen davon, dass der Stein z e i g kram in den meisten Fällen immer> noch "state of art" ist, nervt der ewige Dinosauriervergleich einfach> nur. Heute ist es in der Regel alles nur kleiner (integriert mit> minimaler Außenbeschaltung vielleicht) und demzumtrotz nicht automatisch> besser! Die grundsolide Schaltung von Gustav z.B. wird durch "kleiner> machen, auch wenn gut gemacht" nicht automatisch besser, höchstens> marginal (Schutzbeschaltung, EMV, ect.)! Und die Schaltung ist nun mal> 30 Jahre alt oder älter. Also what :-)
Das wäre ja alles schön, wenn es nicht fake news wären.
Gustavs Schaltungen sind eben nicht grundsolide,
sondern überschreiten absolute maximum ratings aus
dem Datenblatt der verwendeten Bauteile (BC618 UBErev
und I2s des BT139 vs. I2s der 10A Feinsicherung),
sind unvollständig (Basis-Dioden, fehlende Typennummer
des MOC damit wirklich eine zero cross Pulspaketsteuerung
draus wird) und hat darüber hinaus noch den eklatanten
Fehler daß die Pulspakete nach Zufallsprinzip nicht
gleichspannungsfrei sind.
Das war schon vor 30 Jahren nur Hobbyistenniveau,
und wird heute nicht alleine dadurch geadelt,
das es alt ist.
MaWin schrieb:> Das war schon vor 30 Jahren nur Hobbyistenniveau,> und wird heute nicht alleine dadurch geadelt,> das es alt ist.MaWin schrieb:> Meinst du nicht, daß so eine Schaltung sinnvoller ist ?
Z0103NA
Ein Vierquadranten Triac. Und? Was beweist das?
MaWin schrieb:> und hat darüber hinaus noch den eklatanten> Fehler daß die Pulspakete nach Zufallsprinzip nicht> gleichspannungsfrei sind.
Habe Oszillogramme, die das Gegenteil beweisen.
Auf positive Halbwelle folgt bei nächster Ansteuerung immer Start mit
der negativen.
Das macht der ausgewählte "MOC" schon von sich aus. Der ist intelligent
genug. Auch so Exoten wie Telefunken U106.
Deswegen hatte ich mich von der Lösung mit "diskreten" Bauteilen
verabschiedet.
ciao
gustav
Ich glaube, hier muß sich keiner Rechtfertigen...auch nicht indirekt :-)
Vielmehr ist es doch so, dass jemand, der sich von einem der Vorschläge
aus dem Forum angesprochen fühlt, die Schaltung erst mal für sich
verstehen muß und Simulation hin oder her, dann auch mal aufbauen muß!
Dabei sind natürlich Hinweise auf Fehler, Schwachstellen,
Ungereimtheiten zulässig und absolut erwünscht. Ich glaube aber nicht,
dass hier jemand einen "Bierdeckelentwurf" einstellt, nur um auch mal
was zu sagen...Da sieht es z.B. bei der Software-Fraktion - auch in
unseren Foren - deutlich schlimmer aus :-) Lange Rede kurzer Sinn, ich
fände eine etwas freundlichere Kritik insgesamt einfach angemessener.
Aber wenn schon Erni und Bert 2 Paletten Klopapier im Keller haben...
Und zur Sache. Tatsächlich empfehle auch ich dem TO erst einmal die
Lösung mit einem kleinen (Print-)Trafo. Kann beim Herumbasteln der
Gesundheit nur zuträglich sein! Später kann man ja dann mal direkt ans
Netz gehen...
Gruß Rainer
Karl B. schrieb:> Habe Oszillogramme, die das Gegenteil beweisen.> Auf positive Halbwelle folgt bei nächster Ansteuerung immer Start mit> der negativen.> Das macht der ausgewählte "MOC" schon von sich aus
Nein, natürlich nicht.
Wenn du deine Schaltung verstehen würdest, wäre auch dir klar, dass es
reiner Zufall ist, abhängig von der variablen Impulsdauer des Astabilen
Multivibrators.
MaWin schrieb:> dass es> reiner Zufall ist, abhängig von der variablen Impulsdauer des Astabilen> Multivibrators.
Zitat:
"...3.2.2 Vollwellensteuerung beim TFK106BS:
...immer nur Pulspaare erscheinen können, und zwar immer beginnend mit
einem Puls im positiven Nulldurchgang..."
/Zitat
Beim gezeigten Teil:
Langzeitüberwachung zeigte auch bei Steuer-Impulsdaueränderung immer
erst positiv dann negativ Triggerung.
Unterbricht man die Stromversorgung mittendrin, dann wechselt die
"Polarität" nicht alternierend.
Also die Logik wird dann wohl resettet.
Die Datenblätter des verwendeten MOC schweigen sich da leider aus. Man
kann es nicht damit untermauern.
Oszillogramm-Bilder stammen n i c h t von einem TFK 106 (!)
So lange Zufall über Stunden ?
ciao
gustav
Vergesst die kleinen Printtrafos und .. Speisung darueber machen. Diese
kleinen Printtrafos 1..3W haben eine starke Leerlaufueberhoehung.
Bedeutet ein 12V 1W Trafo hat im Leerlauf auch gerne 30V. Nach einem
Gleichrichter sind's dann 45V, zuviel fuer einen LM7812. Der ist kaputt
befor der Rest eingesteckt ist.
Das Gebot der Stunde nennt sich stromkompensierte Dossel. Das ist ein
kleiner Ferrittrafo mit 1:1 Wicklung, und vielleicht 1mH Induktivitaet.
Davon haengt man eine Wicklung mit je einem 50nF ans Netz. Dabei hat man
die Netztrennung erst ueber die Kondensatoren, dann ueber die Drossel.
Wo im Eingangsposting war eigentlich die Rede von 230V Last schalten mit
dem Mikrocontroller?
Es ging lediglich um die Erkennung des Nulldurchgangs.
Mit der Information kann man schon ein wenig mehr anfangen als "nur"
eine Last schalten. Insofern sind alle Lastschalter, DIAC, TRIAC und was
sonst noch vorgeschlagen wurde.... am Thema vorbei..
Aufgabenstellung : Erkennung des Nulldurchgangs mit einem atmega...
PUNKT.
Wahnsinn...
Manuel X. schrieb:> Aufgabenstellung : Erkennung des Nulldurchgangs mit einem atmega...> PUNKT.
Ja, denke ich auch schon eine ganze Zeit.
Der TO hat nie gesagt, wozu er das verwenden will - außer in den µC
einlesen. Und er scheint auch nicht mehr mit dabei zu sein ...
Weg mit dem Troll schrieb:> Dabei hat man> die Netztrennung erst ueber die Kondensatoren, dann ueber die Drossel.
Und einen verschobenen Nulldurchgang. Was bringt das gleich gegenüber
einem kleenen OK in Reihe mit einem Kondensator?
Karl B. schrieb:> "...3.2.2 Vollwellensteuerung beim TFK106BS:> ...immer nur Pulspaare erscheinen können, und zwar immer beginnend mit> einem Puls im positiven Nulldurchgang..."
Natürlich, so machen das die ICs der Profis
zur Vermeidung eines Gleichstromanteils,
sie sind gesetzlich (TAB) übrigens dazu gezwungen.
Übrigens nicht TFK106, sondern U106 von TFK.
Aber nicht deine Hobbyistenunsinnsschaltung
mit einem MOC.
Karl B. schrieb:> Also die Logik wird dann wohl resettet.
Nein, da ist leicht für jeden erkennbar
der Grundzüge elektronischer Bauelemente kennt
keine Logik drin. Nur der Phasenversatz zwischen
PWM und Netzfrequenz wird neu.
Weg mit dem Troll schrieb:> Vergesst die kleinen Printtrafos und .. Speisung darueber machen. Diese> kleinen Printtrafos 1..3W haben eine starke Leerlaufueberhoehung.> Bedeutet ein 12V 1W Trafo hat im Leerlauf auch gerne 30V. Nach einem> Gleichrichter sind's dann 45V, zuviel fuer einen LM7812. Der ist kaputt> befor der Rest eingesteckt ist.
Schau mal bitte in meine Schaltung:
https://www.mikrocontroller.net/attachment/447776/schema-inverter-kondensatormotor-arduino-zu-sketch_20200306.pdf
D9 löst Dein Problem.
Für einen 12V Trafo nimmst Du eine (mindestens) 17V Z-Diode.
Scheitelwert der sek. Nennspannung.
LG
old.
>Und einen verschobenen Nulldurchgang. Was bringt das gleich gegenüber
einem kleenen OK in Reihe mit einem Kondensator?
Ein Optokoppler braucht zuviel Strom. Und der Strom ist am hoechsten
beim Maximum. Man kann den nehmen, muss den Nulldurchgang aber
rechnen/zaehlen/warten
Man kann den Optokoppler auch mit einem Kondenser koppeln, um den
Widerstand wegzulassen, und hat dann den hoechsten Strom am
Nulldurchgang. Wobei auch hier der effektive Nulldurchgang
gerechnet/geaehlt/wartet werden muss.
Weg mit dem Troll schrieb:> Und der Strom ist am hoechsten> beim Maximum.
Ja, das ist mir auch schon mal aufgefallen. :)
Das mit dem C-L Übertrager könnte mal ne Alternative sein, sehe aber
generell nicht den Vorteil.
Ich lese schon noch mit so ists ja nicht. Sehr interessant wie immer :)
Um eventuell etwas Licht ins dunkle zu bringen (und eventuell eine neue
Diskussion zu entflammen):
Ich würde gerne den Nulldurchgang bestimmen um einen großen Trafo ans
Netz schalten zu können ohne das gleich die Sicherung fliegt.
Dazu möchte ich den Nulldurchgang erkennen und dann am Scheitelpunkt
(1/4 Periode nach dem Nulldurchgang) per SSR den Trafo ans Netz nehmen.
Ich muss primärseitig schalten da ich hier im Vergleich zur
sekundärseite noch geringe Ströme habe.
Nach all den interessanten Ansätzen ist mein Vorgehen so sinnvoll ?
Hi gast, grundsätzlich ist es kein guter Stil, sich an einen
bestehenden Faden dranzuhängen. Mach' einen eigenen auf und sage am
Anfang, dass du diesen oder jenen Faden als "Anregung" gefunden hast!
Dann kann man sehen.
Gruß Rainer
Ich glaube das sollt in diesem Fall in Ordnung sein, da ich ja den
Thread gestartet habe und jetzt auf Nachfrage zusätzlich Infos gebe.
Aber danke für den Hinweis.
ttom schrieb:> Dazu möchte ich den Nulldurchgang erkennen und dann am Scheitelpunkt> (1/4 Periode nach dem Nulldurchgang)
Also den Scheitelpunkt mit einem Opto zu detektieren
ist einfach. Das schaust Du Dir da ab:
Beitrag "Rückspeisung ins Netz aus Zwischenkreis"Aus der W. schrieb:> Die Gleichrichterschaltung aus D6, C5, R5 bildet einen> Scheiteldetektor zur Kommutierung von M1.
LG
old.
ttom schrieb:> Dazu möchte ich den Nulldurchgang erkennen und dann am Scheitelpunkt> (1/4 Periode nach dem Nulldurchgang) per SSR den Trafo ans Netz nehmen.
Warum am Scheitelpunkt?
Aus der W. schrieb:> Also den Scheitelpunkt mit einem Opto zu detektieren> ist einfach. Das schaust Du Dir da ab:> Beitrag "Rückspeisung ins Netz aus Zwischenkreis"
Wie ist das gemeint? Die Schaltung ist doch sehr aufwändig.
Da wäre es einfacher am Nulldurchgang einem Timer zu starten und den
Scheitelpunkt nach Zeit zu triggern.
Da aber das ganze per uC erfolgen soll ist das alles overkill.
Da ist es einfachst die Zeiten zwischen zwei Nulldurchgängen zu messen
und bei t/2 zu triggern.
Mit einem internen Timer kann man prüfen ob die Abstände plausibel sind,
oversamplen (Mittelwertbildung) zum Störungen zu filtern, pretriggern
usw usf.
Wolfgang schrieb:> Hier die Schaltung von www.dextrel.net/diyzerocrosser.htm> https://d1.amobbs.com/bbs_upload782111/files_40/ourdev_643643NSY57M.pdf
Die Schaltung in dieser PDF sollte gut und sicher funktionieren. Die
Simulation hat ergeben, das die Pulslänge um den Nullpunkt herum etwa
1,25ms lang ist. Dabei ist es egal wie hoch die Eingangsspannung ist. An
den 10µF liegen maximal 5V an. Ein C von 10µF/10V X7R kann genommen
werden.
ttom schrieb:> Ich würde gerne den Nulldurchgang bestimmen um einen großen Trafo ans> Netz schalten zu können ohne das gleich die Sicherung fliegt.> Dazu möchte ich den Nulldurchgang erkennen und dann am Scheitelpunkt> (1/4 Periode nach dem Nulldurchgang) per SSR den Trafo ans Netz nehmen.
Das wäre ganz bestimmt schon am Anfang eine wichtige Information
gewesen!
Du wolltest da den Nulldurchgang finden und eigentlich willst du den
Scheitelpunkt wissen. Deine Ursprungsschaltung hatte schon weitgehend
den Scheitelpunkt ermittelt, wenn auch mit viel Ungenauigkeit. Auch
andere Vorschläge ermitteln den Scheitelpunkt.
Abgesehen davon: ich bin mir nicht sicher, ob ein SSR nicht sowieso nur
im Nulldurchgang schaltet ... Kann sein, dass es beide Varianten gibt.