pimp da old Magnastat-Masta

Gast #6190954
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Salut die Bastler in Quarantaine,

vorn paar Wochen zog ich dieses Schätzchen aus der E-Schrottmulde. Total 
schmutzig, aber es funzt absolut defektfrei(!)

Also hab ich Grosse Zerlegung gemacht und mit Spüli und div. Bürsten 
gründlich gereinigt.

Danach habe ich einen Klappdeckel angebracht, gegen Staub der in der 
Spanabhebenden Werkstatt auch zum "ergruseln" des Abstreifschwammes 
beiträgt.
Hinter dem "Sandkastenrand" des Schwammerls habe ich ein 
zurechtgehobeltes Stück Hartholz angeschraubt. Kleben ginge sicher auch. 
Als Scharnierbolzen dienen 2mm RK-Holzschrauben mit Schaft.

Kostenpunkt: 3 Spritzer Spülmittel + 1 neuer Schwamm.
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Gast #6191011
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> Schraubklemmen an die Station zu befestigen?

"Station" ist ja ein echt Überdimensioniertes/Overengineered Wort: drin 
steckt ja bloss ein Netztrafo für 24V sekundär.
Anders als neuzeitige "Standfüsse" aus Dosenblech oder gar Kunststoff 
ist das aber ein hervorragender Boatanchor denn seine Masse erlaubt 
auch den Lötkolben wie ein Dart in die Halterung zu werfen ohne dass der 
Zirkus vom Tisch fällt.

Vom Alter der Geräteserie her komme ich in Versuchung es der /spanischen 
Grippe/ zuzuschreiben: Hygienevorschriften erforderten dass jeder sein 
persönlicher Lötkolben mitbrachte... (analog den Schlackertasten bei den 
altvorderen Kommunikationshandwerkern)
;-)
Gast #6191153
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olaf schrieb:
> Wie sind eigentlich unser Vorväter auf die
> Idee gekommen den Lötkolben mit solchen
> Schraubklemmen an die Station zu befestigen?

In den zwei Generationen davor war der Lötkolben mit einer Lüsterklemme 
angeklemmt, Plastiksteckdeckel drüber und fertig. Es gab noch nicht 
einmal einen Netzschalter.

Das war garnicht so doof, sich nicht mit einem herstellerspezifischen 
Stecker ärgern zu müssen, wenn mal das Kabel defekt war.

Zu den Laborklemmen: Ich hatte schon frühzeitig zwei Lötkolben, da 
Bananenstecker dran gemacht und nach Bedarf gewechselt.
Gast #6191201
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Hundertwortbid schrieb:
>> Das war garnicht so doof, sich nicht mit einem herstellerspezifischen
>> Stecker ärgern zu müssen, wenn mal das Kabel defekt war.
>
> Was für ein  Unsinn haste jetzt gestrickt? Wieso musst Du Dich mit
> Steckern ärgern wenn Kabel defekt sind?

Neuere Stationen hatten doch einen modifizierten Diodenstecker - oder 
verwechsele ich das mit der elektronisch geregelten Version?
#6191322
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collectionneur de trouvailles schrieb:
> "Station" ist ja ein echt Überdimensioniertes/Overengineered Wort: drin
> steckt ja bloss ein Netztrafo für 24V sekundär.

Bus station ist ja auch nur ein Dach. ;-)
Für mich hat "Station" eher die Bedeutung, das man den Lötkolben dort 
abstellen kann.

An den TO: Diese Magnastat halten ewig. Ich habe auch noch einen (neuere 
Version). Das einzige Teil, wo man aufpassen muß, ist der 
Magnetschalter.
#6191356
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olaf schrieb:
> Wie sind eigentlich unser Vorväter auf die
> Idee gekommen den Lötkolben mit solchen
> Schraubklemmen an die Station zu befestigen?
> Wurde da damals noch anderes angesteckt?
>
> Olaf

Na ja, die NEW GENERATION lötet halt mit ner APP und wundert sich, daß 
das Lot nicht warm wird. Dann wird ein Forum bemüht und nach einer 
Abhilfe gefragt. So ändern sich halt die Zeiten.

Hab auch noch so nen Magnastaten in Gebrauch. Funktioniert halt ohne App 
und ohne Netzwerkzugriff.

Es muß nicht Alles schlecht sein, was unsere Väter und Großväter in der 
Vor-Internet und Handy- Zeit erfunden haben.

Gruß
fossi
Gast #6191441
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> An den TO: Diese Magnastat halten ewig. Ich habe auch noch einen (neuere
> Version). Das einzige Teil, wo man aufpassen muß, ist der
> Magnetschalter.

Wie, aufpassen? Man kann nur einschalten, löten, ausschalten - oder es 
bleiben lassen.

Es gibt eine alte Modifikationsanleitung dazu von Elektor: der 
Schaltkontakt steuert einen Triac und wird somit vom Heizstrom 
dispensiert. Passt mit wenig Gefummel in den Griff des Lötkolben.
Gast #6191577
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Für den Servicekoffer ist mir dieser Trafo zu klotzig. Also habe ich 
einen elektronischen Trafo modifiziert auf 24V. Dazu in eine Leitung 
einen kleinen Ringkern als Stromwandler eingefügt der eine LED treibt 
solange der Lötkolben heizt. All dies in eine kleine Kunststoffbox und 
fertich.
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#6191587
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mark space schrieb:
> Andreas B. schrieb:
>> weil dabei 2V
>> verlorengehen.
>
> Nö, nur 1V.
Den Triac mit 1V Spannungsabfall möchte ich sehen. Nachgemessen?

> Da der Schalter nun im gate-kreis des TRIAC liegt entfallen
> jegliche Funkenabrisse und der Magnetschalter hält ewig. Diese
> Modifikation hat bei mir über Jahrzehnte funktioniert.
Das ist allerdings korrekt.
Gast #6192491
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Andreas B. schrieb:
> Den Triac mit 1V Spannungsabfall möchte ich sehen. Nachgemessen?

mark space schrieb:
> Hm, den TRIAC mit 2V möchte ich sehen. Nachgemessen?

An einem BTA24 an Netzspannung habe ich 1,3 Volt bei 9,5 Ampere 
gemnessen. Das war jetzt ein Exemplar, aber passt recht gut zum 
Datenblatt.

> Seit Ewigkeiten rechne ich mit 1V
> und daraus folgend mit 1Weff/1Aee Verlust.

Auch bei dem geringen Strom von nur 2 A könnte es etwas mehr werden, 
geschenkt.

> Für den Weller also 2W Verlust. Das ist zu verschmerzen.

Auch, wenn es 2,5..2,7 Watt werden, wird es dank der überschaubaren 
Einschaltzeit beherrschbar bleiben.

Ich überschlage mal, was das für die Leistung am Heizelement bedeutet - 
auch zu vernachlässigen, rund 5%. Also: Machen!

Henrik V. schrieb:
> Soeine Heizanzeige habe ich mir auch in die (eine ;) ) Zuleitung
> geflochten.. Bild siehe Q&D

Vor ganz vielen Jahren liefen mir ein paar hochwertige Netztrafos mit 
28V zu. Da habe ich zwei Ohm in Reihe zum Lötkolben und eine rote LED 
(samt Beschaltung) über diesen Widerstand gemacht. Eine katatrophale 
Effizienz, aber spielt noch immer.

Diese Station, ich habe da zwei Trafos drin und zwei Magnastaten drauf, 
hat zusätzlich Laborklemmen und Schalter, so dass ich auch die 28V-AC 
daraus nutzen kann, ohne den Lötkolben zu befeuern. Tolle Idee, aber 
fast nie gebraucht.
Gast #6193176
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> Die Station stammt wohl aus den 80er Jahren.

Die Lötstation des TO dürfte aus den frühen 1970er-Jahren
stammen. WELLER hat sich das Magnastat-Prinzip bereits 1960
patentieren lassen. Entsprechende Lötkolben kamen etwa Mitte
der 60er auf den Markt.
Gast #6193992
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Jochen L. schrieb:
>> Die Station stammt wohl aus den 80er Jahren.
>
> Die Lötstation des TO dürfte aus den frühen 1970er-Jahren stammen.

Ja, irgendwoher hab ich 70er - nur weiss ich nicht mehr woher.
Jedenfalls nicht vom Typschild. Ev. von einem gestempelten Bauteil im 
inneren.
Mal sehen ob ich den "Bratstein" nochmals aufschrauben werde.
Gast #6194170
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Mark S. schrieb:
> Den vorhandenen Trafo ausgelötet, die frei zugängliche Sekundärwicklung
> abgewickelt und die doppelte Windungszahl (Kupferlackdraht) aufgewickelt
> und wieder eingebaut.

Da hatte ich mehr Glück, die doppelte Zahl passte noch auf den freien 
Platz, später noch eine Windung abgewickelt - schont die Spitzen.

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