Forum: Mechanik, Gehäuse, Werkzeug Lötöse an eine fette Cu-Stromschiene punkschweißen


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von asd (Gast)


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Hallo,

Kann man dünne Bleche auch an eine fette Stromschiene punktschweißen, so 
ähnlich wie hier?
Beitrag "Akku-Kontakte Punktschweissen"

Oder zieht eine 200 qmm Cu-Stromschiene zu viel Wärme weg? Ich will 
irgendwas befestigen woran ich dann dünne Drähte anlöten kann. Ist da 
diese Art Punktschweißen geeignet?
Das soll in einer mittleren Serie passieren, das soll also so 
einigermaßen (Preis-)Effizient passieren. Bohren, Gewinde schneiden und 
Lötöse fest schrauben will ich deswegen vermeiden.

von Rote T. (tomate)


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Loch bohren und Schraube+Mutter mit Lötöse ranschrauben zu viel Arbeit?
Einfacher als Lötöse ranwigsen wirds wahrscheinlich sein.

Punktschweissen geht nicht, da Cu bereits den 2. niedrigsten Widerstand 
von allen Metallen hat.

von Dieter W. (dds5)


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Mit einem Bolzenschweißgerät sollte schon ein Gewindebolzen auf die 
Schiene schweißbar sein.

von g457 (Gast)


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> Mit einem Bolzenschweißgerät [..]

Oder mit WIG.

von Terminalor (Gast)


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Ich würde auch ein kleines Loch in die Schiene bohren und dann ein 
Gewinde schneiden. Denn selbst wenn du deine Öse angepunktet hast, wird 
es dir IMHO später immer noch die Wärme wegziehen.

Alternativ kann man noch mit einem dickerem Kabel von der Schiene auf 
eine Art Terminal gehen. Das bekommt man vielleicht einfacher fest?

Oder du benutzt eine Sammelschienenklemme, für oft 1,5mm² kein Thema. 
Alternativ dann meine Lösung 2.

von asd (Gast)


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> Loch bohren und Schraube+Mutter mit Lötöse ranschrauben zu viel Arbeit?

An 2 der 5 Stellen könnte man das mit Durchgangloch arbeiten, an 3 
Stellen soll das eher an die kurze Seite, da bräuchte man Sackloch mit 
Gewinde.

> Einfacher als Lötöse ranwigsen wirds wahrscheinlich sein.

Hätte gehofft das ginge mit ran halten -> brzzz -> fertig, wesentlich 
schneller als o.g. Bohren, Gewinde schneiden, Schrauben...

> Mit einem Bolzenschweißgerät

An drei Stellen kommt man schlecht von hinten ran... Ich frag unseren 
Masch-Bauer aber mal ob das ginge wenn er von hinten ran kommt.

Es ist eine zur Spule gebogene Kupferstange, halb Starkstrom ,halb 
Hochfrequenz-Filter. Ich will da tatsächlich bedrahtete Kondensatoren an 
die Lötösen Löten. Eher dünne Drähte weil da nicht der hohe DC-Strom 
durch fließt (das wird ein Tiefpass-Filter für viel DC-Strom)

Dann hab ich 3 Bilder gefunden:
widerstands_punktschweiss.png : Das ist das was unser Masch-Bauer kann 
wenn er von hinten ran kommt

batt_spot_weld.jpg : Das war das auf das ich gehofft hatte. wenn die 
Batterie ein dicker Kupferblock ist, sollte das doch trotzdem den 
Stromfluß und die Schmelze wie im Bild ermöglichen? Der Lötkontakt muss 
nicht Kupfer sein, da fließt nicht viel Strom drüber

resistantce_welding.jpeg : Das wäre doch sowas wie das erste Bild, nur 
dass die Elektroden beide von oben kommen?!?

Am Ende suche ich eine Firma die mir das machen kann weil sie die 
passende Maschine schon hat. Muss nicht hausintern gehen.

von asd (Gast)


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> Oder mit WIG.

Ein Freund von mir hat ein WIG Gerät und seit dem gilt für alles was 
auch mit Schrauben befestigt werden könnte eher: Hammer->Nagel
Den frag ich mal...

von yxcvbnm (Gast)


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asd schrieb:
> Kann man dünne Bleche auch an eine fette Stromschiene punktschweißen, so
> ähnlich wie hier?

Na, ich würde vorschlagen, die Stromschiene vorher zu reinigen.
Vielleicht klappt es dann.

von L. H. (holzkopf)


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asd schrieb:
> An drei Stellen kommt man schlecht von hinten ran... Ich frag unseren
> Masch-Bauer aber mal ob das ginge wenn er von hinten ran kommt.
>
> Es ist eine zur Spule gebogene Kupferstange, halb Starkstrom ,halb
> Hochfrequenz-Filter. Ich will da tatsächlich bedrahtete Kondensatoren an
> die Lötösen Löten. Eher dünne Drähte weil da nicht der hohe DC-Strom...

Denke Du mußt beim Punktschweißen nicht unbedingt von hinten rankommen.
Es sollte auch funktionieren können, wenn Du irgendwo die gebogene 
Cu-Stange an den Schweiß-Strom anschließt, um danach dann irgendwas 
anpunkten zu können.

Wichtig ist dabei nur, daß Du Druck auf das anzuschweißende Teil ausüben 
kannst.

von Mani W. (e-doc)


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Eine Schusspistole mit Gas, entsprechende Kabelschuhe, draufhalten
und Peng...

So eine gibt es z.B. auf Baustellen, mit denen haben wir mit
Spitzbolzen die Lochbänder für E-Installation in Beton geschossen, hält 
bombenfest...

von Doofkopp Du (Gast)


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asd schrieb:
> Hallo,
>
> Kann man dünne Bleche auch an eine fette Stromschiene punktschweißen, so
> ähnlich wie hier?
> Beitrag "Akku-Kontakte Punktschweissen"
>
> Oder zieht eine 200 qmm Cu-Stromschiene zu viel Wärme weg? Ich will
> irgendwas befestigen woran ich dann dünne Drähte anlöten kann. Ist da
> diese Art Punktschweißen geeignet?
> Das soll in einer mittleren Serie passieren, das soll also so
> einigermaßen (Preis-)Effizient passieren. Bohren, Gewinde schneiden und
> Lötöse fest schrauben will ich deswegen vermeiden.

Siehe oben

von Cu Cu, Cu Cu! ruft's aus dem Chemiekasterl (Gast)


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> Es ist eine zur Spule gebogene Kupferstange, halb Starkstrom ,halb
> Hochfrequenz-Filter. Ich will da tatsächlich bedrahtete Kondensatoren an
> die Lötösen Löten. Eher dünne Drähte weil da nicht der hohe DC-Strom
> durch fließt

Ich gehe davon aus dass die Enden der CuStange als Anschlüsse der Spule 
dienen und Tabu sind.

An einer Stelle ein "flachwinkliger" Schnitt anbringen, sodass eine 
leicht abstehende "Schuppe" entsteht: diese ist nun relativ zur Stange 
dünn und leitet beim Löten weniger Wärme ab.
Ob per Säge oder per Meissel, das Cu ist ja weich. Also wie ein 
Hobelspan bei Holz.
Kante von 4-kant geht halt besser als Rundstange.

Anderseits: wie wird die Spule, an ihren Enden, denn kontaktiert?
Gibt's da keine Ansätze für ein dünner C-Draht die Kontaktierung 
miteinzubeziehen?

von Cu Cu, Cu Cu! ruft's aus dem Chemiekasterl (Gast)


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und ja: Cu ist so anders in Schnitt- & Fliesseigenschaften im Vergleich 
zu Stahl, dass Spanabhebende Bearbeitung mit "normalem" Alltagswerkzeug 
zur Glückssache wird.
Einzelstücke kann man freilich hinfrickeln, aber bereits für Kleinserien 
lohnt die Anschaffung von Cu-spezifischem Werkzeug. (n.b. ditto Alu, 
Cromstahl, ...)

von Nick M. (muellernick)


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Das lässt sich auch ganz schnöde mit einem MAG und SG2/SG3 (Stahl-Draht) 
schweißen. Ohne irgendwelches Gezapple. Nur großzügig mit dem Strom 
sein.

von Armin X. (werweiswas)


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asd schrieb:
> hatte. wenn die Batterie ein dicker Kupferblock ist, sollte das doch
> trotzdem den Stromfluß und die Schmelze wie im Bild ermöglichen?

Deine Bilder beziehen sich auf Fremdmaterialien die mittels 
Kupferelektroden verschweißt werden.
Nicht MIT dem Kupfer.
Ich meine, dass man zum Verschweißen von Kupfer Grafitelektroden 
verwendet.
Gesehen habe ich den Vorgang aber noch nirgends.

von Stephan (Gast)


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Wäre eine Klemme geeignet?
Z.B. 
https://www.rittal.com/de-de/product/show/variantdetail.action?productID=3451500
Sieht professionell aus, ist flexibel, erprobt und von vielen 
Herstellern für alle möglichen Masse erhältlich.
Vg Stephan

von Stephan (Gast)


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„Sammelschienenklemme“ stand weiter oben schon. Sorry.

von ryven (Gast)


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Tja, Laserschweisen geht, HF Schweissen geht.
Widerstandsschweisen kannst knicken.

Wig geht auch. Elektronenstrahlschweissen.

Macht fast alles nur in großen Stückzahlen Sinn.

Schrauben ist da sehr schnell.
Bohren, Gewinde formen, Schraube rein.

von Perverser (Gast)


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Rote T. schrieb:
> ranwigsen

Höhöhö

von Christian B. (luckyfu)


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ryven schrieb:
> Schrauben ist da sehr schnell.
Sehe ich auch so.

in der Mittleren Serie sollte entsprechendes Werkzeug vorhanden sein, 
damit ist
> Bohren, Gewinde formen, senken
in einem Arbeitsgang erledigt.
das 2. schnellste wird Anschweißen eines Gewindebolzens sein.
Vom Anschweißen einer Lötöse würde ich absehen. die zieht dir danach 
genauso die wärme weg, wie es das kupfer selbst täte. Da wirst du ohne 
Dackdeckerlötkolben kein Kabel angelötet bekommen.

: Bearbeitet durch User
von asd (Gast)


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Hallo an alle,
vielen Dank für die konstruktive Diskussion. Jetzt sind mir die Vor- und 
Nachteile verschiedener Methoden sehr viel klarer. Dachte mal kurz 
Punktschweißen wie bei Akkus kann doch kein Problem sein - ein 
Kupfer-Block ist dann doch was anderes als eine Akku-Elektrode. Bin eben 
eher ein Schwachstromelektiker und kein Masch-Bauer.
Ich hab mir die ganze Sache nochmal angesehen, und es gibt Möglichkeiten 
die Konstruktion so abzuändern dass Durchgangsloch + Anschrauben an 
allen Stellen möglich gemacht werden kann.

von Philipp K. (philipp_k59)


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Also ich kenne Stromschienenabnehmer.. da sind als Schleiffläche 
Kupferblöcke an denen 25mm² angeschweisst sind.. wenn die runter sind 
sieht man das ein Loch vor dem Schweißen vorgebohrt wurde.

: Bearbeitet durch User
von Armin X. (werweiswas)


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Philipp K. schrieb:
> Also ich kenne Stromschienenabnehmer.. da sind als Schleiffläche
> Kupferblöcke an denen 25mm² angeschweisst sind..

Bist Du Sicher, dass das keine Kohlen mit Kupferbemengungen sind?
Nur Kupfer in Stromschienen, egal aus Kupfer, Alu oder Edelstahl gleitet 
nicht dauerhaft und hat viel zu viel Verschleiß.

von Philipp K. (philipp_k59)


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Armin X. schrieb:
> Bist Du Sicher, dass das keine Kohlen mit Kupferbemengungen sind?

Das könnte die komische Farbe erklären..

von Armin X. (werweiswas)


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Hi

Sehr gut sieht man das bei den Ladekontakten.
Die werden zwar nicht weit über die Gegenüberliegende Kupferplatte 
gezogen, sind aber auch immer eine Mischung aus Kohle und Kupfer.
https://vahle.de/fileadmin/user_upload/pdf/Kataloge/deutsch/Cat_10a_de_Ladekontakte_Rev03.indd.pdf

Schleifkohlen die mehr Weg machen müssen wie z.B. die an 
Regalbediengetäten enthalten mehr Kohleanteile und sind entsprechend 
dunkler.

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