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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Es stand auf dieser Seite-Steckernetzteil mit Abblockkondensator


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von Susi (Gast)


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Hallo
Bin mir ziemlich sicher, es stand mal hier auf diesen Seiten. Kann es 
aber leider nicht mehr finden.
Es wurden 2 verschiedene Steckernetzteile vorgestellt. Der Unterschied 
bestand in einem Kondensator. Dieser war zwischen L(N) und Masse 
angeschlossen. Hatte zur Folge das einige Typen lieber nicht als 5V 
Quelle für Prozessoren verwendet werden sollte. Es gav sogar ein paar 
Innenschalten der Netzteile dazu.
Doch wo stand das?
LG Su.si

: Verschoben durch Moderator
von MaWin (Gast)


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Alle Schaltnetzteile brauchen eine Kondensator-Verbindung zwischen 
primär und sekundär, damit die Störungen des Schaltnetzteils die üer die 
Wicklungskapazität übertragen werden kurzgeschlossen werden. Das sind 
kleine Y1 Kondensatoren. Wahlweise nach N, nach L oder nach beiden, aber 
nie ohne.

Verbindet man irgendetwas auf irgendeine Spannung aufgeladenes mit so 
esem Netzteil, fliesst ein Ausgleichsladestrom über diesen Kondensator.

Jede Elektronik, die EMV Kriterien einhält, übersteht das ohne 
Störungen. Nur Hobbybastlerpfusch zeigt Fehlfunktion oder geht sogar 
kaputt.
Allerdings kann Audio gestört werden (brummen).

Ein klassisches Kleintrafonetzteil ist auch keine Lösung, auch dort gibt 
es die Wicklungskapazität zwischen primär und sekundär, in ähnlicher 
Grössenordnung.

von Susi (Gast)


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Es wurden für beide Netzteile auch Schaltungen gezeigt.
Kennt jemand den Beitrag?

von Karl B. (gustav)


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MaWin schrieb:
> Alle Schaltnetzteile brauchen eine Kondensator-Verbindung zwischen
> primär und sekundär,

Hi,
Manche verbinden den Ausgang (GND/Masse Minus) direkt mit PE. Das ist 
dann Schutzklasse III. Funktionserdung.
Was das bei Audiogeräten bewirkt:

MaWin schrieb:
> Allerdings kann Audio gestört werden (brummen).

MaWin schrieb:
> Ein klassisches Kleintrafonetzteil ist auch keine Lösung, auch dort gibt
> es die Wicklungskapazität zwischen primär und sekundär, in ähnlicher
> Grössenordnung.

Die hochohmige Messung bringt Fehlerspannungen. Siehe Bild.
Umpolen des Netzsteckers bringt nicht viel Änderung.
Besser Trafo mit Schutzwicklung/Schirmwicklung.

Zum Vergleich:
Wird mit niederohmigem Messgerät gemessen, zeigt der Zeiger in
verschiedenen Messbereichen fast dieselbe Spannung an.
Das heißt: Wird Spannungsquelle belastet, bricht sie zusammen.


Susi schrieb:
> Es wurden für beide Netzteile auch Schaltungen gezeigt.
> Kennt jemand den Beitrag?

Ist das der vielleicht?
Beitrag "Störungsfreie Schaltnetzteile gesucht"

Es sind auch nicht die 50 Hz sondern die Frequenz des Zwischenkreises,
die abgeleitet werden muss. Siehe Thread:
Beitrag "Re: Netzteil Elektromagnetische Strahlung"
Beitrag "Netzteil Elektromagnetische Strahlung"

ciao
gustav

: Bearbeitet durch User
von Michael Gugelhupf (Gast)


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MaWin schrieb:
> Alle Schaltnetzteile brauchen eine Kondensator-Verbindung zwischen
> primär und sekundär,

Nein, brauchen sie nicht. Das ist nur die Billiglösung um 
Störaussendungen zu begrenzen damit man durch die Prüfung kommt.

von Karl B. (gustav)


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Michael Gugelhupf schrieb:
> Nein, brauchen sie nicht. Das ist nur die Billiglösung um
> Störaussendungen zu begrenzen damit man durch die Prüfung kommt.

Hi,
ich finde auf den Bildern keine Kondensatoren, die an L oder N 
angeklemmt sind mit der Entstöraufgabe.

ciao
gustav

von MaWin (Gast)


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Karl B. schrieb:
> ich finde auf den Bildern keine Kondensatoren, die an L oder N
> angeklemmt sind mit der Entstöraufgabe.

Hat dein Modell auch nicht.

Ich hätte schreiben sollen:

Jedes ordentliche SK II Schaltnetzteil....

von Karl B. (gustav)


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Hi,
das SKIII umgemodelt. PE mit 2x 100 nF unterbrochen.(Platzgründe)
Also, Brummschleife weg, HF-Störungen weitestgehend unterbunden.

War das eines der Bilder, das der TO suchte?

ciao
gustav

von susi (Gast)


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Nö, das ist nicht was ich meine. Es waren 2 Schaltbilder dabei mit den 
beiden unterschiedlichen C. Waren auch nur Steckernetzteile, keine 
grösseren.
Eigentlich geht es dabei auch um die Frage, kann ich ein Prozessor mit 
den 5V aus so einem Netzteil betreiben. Könnte mir ja theoretisch das 
ganze Netzteil Gedöns sparen.
LG Su.si

von Stefan ⛄ F. (stefanus)


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susi schrieb:
> Eigentlich geht es dabei auch um die Frage, kann ich ein Prozessor mit
> den 5V aus so einem Netzteil betreiben.

Na klar, warum denn nicht?

von Susi (Gast)


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Habe irgendwo gelesen, das es zu Störungen kommen kann. Einmal sind die 
5V nicht konstant, können höher sein oder halt ein bischen tiefer je 
nach Schaltung. Dann das Thema Lastschwankung. Wie verhalten sich manche 
Netzteile wenn durch eine kurzzeitige Ansteuerung ein sehr starker 
Lastwechsel ist. Und als letztes, sind die Störungen aus dem Netzteil zu 
vernachlässigen?
Ansonsten kann man sich den ganzen Kram sparen und einfach NT dran und 
kein 7805 oder anderes gedöns.

von Susi (Gast)


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Sorry noch was vergessen. Was ist mit USB, da sind doch auch 5V?

von Stefan ⛄ F. (stefanus)


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Susi schrieb:
> Einmal sind die 5V nicht konstant,

Das kommt dann aber nicht von diesem Entstörkondensator.

> sind die Störungen aus dem Netzteil zu vernachlässigen?

Ein ordentlich funktionierendes Schaltnetzteil hat einen spezifizierten 
maximalen Ripple mit der Schaltfrequenz (typischerweise deutlich unter 
100mV). Und die kannst du in digitalen Schaltungen vernachlässigen.

Alle anderen "Störungen" kommen von Fehldesign oder wenn du ein Netzteil 
missbrauchst, dass für eine Andere Art der Anwendung vorgesehen ist. 
Handy-Ladegeräte sind zum Beispiel nur zu Laden der Akkus vorgesehen.

von Karl B. (gustav)


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susi schrieb:
> Eigentlich geht es dabei auch um die Frage, kann ich ein Prozessor mit
> den 5V aus so einem Netzteil betreiben.

Hi,
mach einen Test.
Fass einen Anschluss an und verspürst Du die Kitzelspannung?
Jetzt stell Dir vor, diese Spannung fließt über einen offenen Port des 
µC.
Was passiert da?
OK. Es kann zu ungewolltem Verhalten des µC kommen. Genau so wie bei 
Trafonetzteil mit schlechter Isolation.
Auf jeden Fall musst Du Deine µC-Schaltung so designen, dass 
irgendwelche empfindlichen Eingänge etc. mit entsprechender 
Schutzbeschaltung versehen sind. Das kann von Pullups/Pulldowns bis zu 
"echten" Busabschluss-R/C-Kombinationen gehen. Alles, was nötig ist.

Aber:
Bei Basteleien am Küchentisch ohne Antistatikmatte mit fliegender 
Verdrahtung, barfuß auf Fliesen stehend,  etc. würde ich erst einmal mit 
den stinknormalen Trafonetzteilen arbeiten. Möglichst Trafo mit 
Schutzwicklung an PE und die ausreichend dimensionierten 
Spannungsregler.

Viele EVA-Boards haben nicht umsonst die Gleichrichtung und 
Spannungsstabilisation on board. Netzanschluss über Steckernetzteile, 
die AC am Ausgang liefern. So läuft bei mir das Atmel STK500.

ciao
gustav

: Bearbeitet durch User

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