Die Schaltung ist Murks aus dem letzten Jahrtausend, als es
noch nichts bessres gab, und Elektronik so teuer war,
das man jeden einzelnen Verstärker mit 10 Stellschrauben einstellen
konnte (musste).
Zeit für einen Reality Check:
- Schnelle JFets gibts praktisch nicht mehr zu kaufen (2n4416 ist auch
schon RIP) Ich schätze mal, dass es in 5 Jahren nur mehr ein Handvoll
Wald und Wiesen JFets gibt.
- Offset und Temperaturstabilität ist bescheiden
- Reproduzierbarkeit ist ein Horror
- Es gibt inzwischen gute JFets Opamps, die besser und billiger sind.
- Sogar der eine oder andere Cmos Opamp macht JFET Konkurrenz,
auch beim Rauschen, und hat glaube ich kein Popcorn Noise.
- Wenn man wirklich superrauscharm und superhochohmig sein muss,
nimmt man besser was anderes...
der 2n4416 ist da völlig von Cmos abgeschlagen.
- Die Spice Modell sind gerade bei Jfet ein Trauerspiel - da kannst
du die Schaltung auch auf Papier hinkritzeln.
- Wenn du die Schaltung besser machen möchtest, dann nimmst du
einen möglichst identischen Jfet als Drain-Stromquelle.
Das ganze dann beim richtigen Drainstrom betreiben - damit die
Temperaturabhängigkeit sich aufhebt.
Dann brauchst du für jeden JFet noch eine Fet Kaskade, weil
die alle eine ausgeprägte Drain-Gate Spannungsabhängigkeit des Stroms
haben. Die Kapazitäten sind dann auch erträglich und konstant.
Und nicht vergessen - jeden einzelnen Jfet musst du matchen...
Low Voltage < 10 Volt kannst du damit aber vergessen, und in
Summe driftet die Schaltung noch immer mehr als ein Präzisions-Opamp
um
3 Dollar.
Ach ja, der Widerstand begrenzt die Schleifenverstärkung, sonst kann
sowas schon mal schwingen...