Forum: Mechanik, Gehäuse, Werkzeug Kaufentscheidung Lötstation für Hobbygebrauch


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von Oliver H. (oliver_h826)


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Ich möchte als Hobby mit dem Löten beginnen (nur 
Mikrokontroller/Platinen, vorerst THT auf Lochraster, später SMD auf 
PCBs) und suche hierfür eine Lötstation. Mein Preisrahmen bewegt sich so 
um die 150 EUR.

Ich habe derzeit die folgenden Modelle im Auge, die alle in etwa gleich 
viel kosten (145 bis 160 EUR) und würde mich über eure Meinung zu 
folgender Frage freuen:

Habe ich wesentliche Punkte für oder gegen das jeweilige Modell 
übersehen, die für euch eines der Modelle ganz klar zum Favoriten machen 
bzw. ein totales No-Go sind?

ERSA i-CON PICO
+ Schnelle Aufheizzeit
~ Programmierbar mittels SD Karte (ist das nicht umständlich?)
~ Wackeliger Ständer
- Gewinde und Lötspitzenhalterung am Lötkolben aus Plastik, scheinen 
leicht kaputt zu gehen

ERSA RDS 80
+ Gute Lötkolbenablage
+ Starres Kabel soll inzwischen durch ein Silikonkabel getauscht worden 
sein
~ Abenteuerliche Montage der Lötspitzen (habe nicht vor, Spitzen oft zu 
tauschen)

Weller WE 1010
+ Gutes Kabel und Lötkolben
+ Günstige Ersatzspitzen
- Geringer Funktionsumfang (z.B. kein Temperaturspeicher)
- Fehlende Sicherung, was wenig Vertrauen erweckt (keine Ahnung, ob das 
bei ERSA anders ist)

Derzeit tendiere ich zur ERSA RDS 80, weil ich keine wesentlichen 
Nachteile erkennen kann.

Ansonsten gäbe es noch die Möglichkeit, auf günstige chinesische Modelle 
wie Zhongdi ZD-931 (48 W, 40 EUR) und ZD-981 (60 W, 60 EUR) zu setzen. 
Bei denen ist mir natürlich klar, dass die Verarbeitung schlechter ist, 
allerdings scheint insb. die Weller WE 1010 in dieser Hinsicht auch 
nicht gerade zu glänzen.

von Crazy H. (crazy_h)


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Schau dir mal bei Reichelt die von RND an

von g457 (Gast)


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> ERSA RDS 80
> + Gute Lötkolbenablage
> + Starres Kabel soll inzwischen durch ein Silikonkabel getauscht worden
> sein

Meine (grob 9a alt) hat das relativ gstarrige Kabel (das allerdings auch 
damals schon als "hochflexibel" beworben worden ist). Mich störts nicht, 
und es würde mich auch nicht von einer erneuten Beschaffung abhalten. 
Und ja, ich kenne die (weicheitauglichen,) flexiblen Kabel von Ersa, 
Weller und JBC, alle schon ausführlich benutzt, stört mich trotzdem 
nicht.

> ~ Abenteuerliche Montage der Lötspitzen (habe nicht vor, Spitzen oft zu
> tauschen)

Völlig unproblematisch. Mit einer (flachen, glatten) Flachzange kann man 
die Feder problemlaus aus- und einhängen. Wenns sein muss sogar in heiß.

> Ansonsten gäbe es noch die Möglichkeit [..]

Von allem, wo nicht Ersa, Weller oder behelfsweise JBC draufsteht, würde 
ich Abstand halten.

HTH

von Hans (Gast)


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Ich hab so ne d80 Station von Conrad schon viele Jahre und die geht 
durchaus sehr gut. Wenn man nicht unbedingt auf den aufgedruckten Namen 
abfährt kann man mit sowas auch gut arbeiten..und haltbar ist es 
offenbar auch

von Michael B. (laberkopp)


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Oliver H. schrieb:
> Ich möchte als Hobby mit dem Löten beginnen

Aktuell empfiehlt man Yihua 936B.

Ersa hat seit der Übernahme durch Kurtz eine Menge negativer Berichte.

von Günstig, nicht Billig (Gast)


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Ich kann die Quicko T12 empfehlen. Da passen alle Spitzen, welche auch 
zur Hakko T12 passen hinein. Diese Spitzen sind zudem günstig zu 
erhalten.

Ich habe die Variante ohne eingebautem Netzteil - da ich den in China 
entworfenen Netzteilen nicht mein Leben anvertrauen möchte. Ich verwende 
ein geerdetes Dell-Netzteil, bei welchem DC- mi der Erde verbunden ist 
(und deshalb auch meine Lötspitze).

von g457 (Gast)


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> Aktuell empfiehlt man Y[..]

Wobei wie Empfehlung im Wesentlichen "gar nicht erst auspacken, gleich 
wegwerfen" ist. Y-Qualität kann z.B. dadort [0] "bewundern".

[0] https://www.youtube.com/watch?v=0GdV7XBae74

von Alexander K. (Gast)


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Ich hab die Zhongdi ZD-931 mit Digital-Anzeige. Die Temperatur ist 
überraschend genau. Ich habe aus Spaß mal mein 
Laser-Temperatur-Messgerät dran gehalten.

Was mir besonders gefällt ist, das auch die Ersatzteile günstig sind. 
Ich habe mir jede Menge unterschiedlicher Spitzen und ein 2 Lötkolben 
dazu gekauft. Hat mich unter 30 Euro gekostet. 4 Sets a 4 Spitzen + 1 
Kolben.

Für mein bisschen Hobbylöten (inkl. SMD bis 805) reicht das völlig aus. 
Für kleiner bin ich zu taterik :(

Gruß

  Pucki

von Hannes J. (Firma: _⌨_) (pnuebergang)


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Oliver H. schrieb:
> Ansonsten gäbe es noch die Möglichkeit, auf günstige chinesische Modelle
> wie Zhongdi ZD-931 (48 W, 40 EUR) und ZD-981 (60 W, 60 EUR) zu setzen.
> Bei denen ist mir natürlich klar, dass die Verarbeitung schlechter ist,
> allerdings scheint insb. die Weller WE 1010 in dieser Hinsicht auch
> nicht gerade zu glänzen.

Du hast dir unter den Markengeräten Einsteigergeräte heraus gesucht. Die 
werden leider mittlerweile auch mit ziemlich eingeschränkter Qualität 
gebaut. Da kannst du auch direkt auf eine chinesische Marke gehen.

Für deinen angepeilten Preis von 150,- würdest du bei einem Chinagerät 
auch eine Kombi-Station mit Heißluft oder zwei einzelne Geräte Heißluft 
und Lötstation bekommen. Genauer, du könntest sogar fast vier 
Kombigeräte bekommen, da die Chinesen einem ihre Billiggeräte nachwerfen 
https://de.aliexpress.com/item/32747661606.html Wenn du diesen Weg gehst 
unbedingt vor der ersten Benutzung das Gerät aufschrauben und 
überprüfen.

Die von dir erwähnten Zhongdi-Stationen bekommst du von deutschen 
Importeuren. Das hat den Vorteil, dass du eine Garantie bekommst. Bei 
selbst importierten Geräten lachen dich die Chinesen aus wenn du denen 
später mit Garantie kommst.

von PIClig (Gast)


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> als Hobby mit dem Löten beginnen

Kauf dir einen Aldiloetkolben.
Mehr braucht es nicht um DIPse und THT auf Lochraster zu tackern.
Dazu empfiehlt der Chef Cuisine bleihaltiges Lot mit genug Flux.

von MAHWE (Gast)


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Würde ERSA Lötstation Analog 60 60 Watt  anstelle der 80er in digital.
Ist deutlich besser. Als Lötspitzen nur die teure Variante kaufen 084X 
nicht die 083X kaufen.

von Manfred (Gast)


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Lötstation die siebenundfuffzichste im Forum :-(

Ich würde noch immer Holzbalken von Hand sägen, drei Stunden zu Fuß zur 
Arbeit laufen, Bilder von Hand malen und im kalten Haus sitzen, wenn ich 
ein Forum bräuchte, welche Säge, welches Auto, welche Kamera und welche 
Heizung gut funktionieren.
Auf dem Klo rufe ich immer 'Mutti, ich bin fertig'!

Es gibt Kataloge und Produktbeschreibungen, die gucke ich mir an und 
kaufe dann das, was mir sinnvoll erscheint.

Es mag nicht immer optimal sein, aber, während andere Leute noch 
palawern, säge und fahre ich schon längst!

von Gerhard O. (gerhard_)


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Ich wage dann noch die japanische Hakko FX-888D in den Haufen zu werfen. 
Wem's interessiert, weiterlesen...

Ich kaufte mir nach Weihnachten aus reiner Neugier die besagte niedliche 
blaugelbe Hakko Lötstation aus den USA für USD$85. Seitdem habe ich sie 
im täglichen Betrieb.. Als Old School Design kann sie sich natürlich 
nicht mit direkt heizenden Konzepten wie die JBC, Weller RT oder Metcal 
messen. Ich habe da auch noch eine Weller We1010 und WESD51. Im 
Vergleich mit beiden Wellern hat die Hakko einen schlankeren Lötkolben. 
Der Hülsendurchmesser ist etwas geringer und auch ein bischen kürzer zum 
Handgriff. Jedenfalls liegt der Kolben sehr angenehm in der Hand und das 
hitzebeständige Kabel ist sehr flexibel. Der Kolbengriff bleibt auch bei 
längerem Löten angenehm Temperiert. Bis jetzt zeigt die Lötspitze noch 
keine Alterungserscheinungen (340/370 Grad) und der Lötteil glänzt immer 
noch wie am ersten Tag. Den (Original) Hakkospitzen wird allerdings 
generell exzellente Verarbeitungsqualität nachgesagt. Time will tell. 
Der Kolbenstand sieht sehr durchdacht aus und hat sowohl Schwamm wie 
auch Messingwolle. Der Kolben läßt sich ohne Hinschauen leicht 
herausziehen oder zurücklehen und wird sicher gehalten.

Hitzelieferungsmäßig ist der Kolben etwas besser wie der WE1010. Manche 
Leute stören sich (vielleicht zu Recht) am "abenteuerlichen" 
Bedienkonzept. Da aber bis zu fünf voreinstellbare Temperaturen zur 
Verfügung stehen, sehe ich das nicht als großes Manko da man Temperatur 
in der Praxis eigentlich nur recht selten ändert.

Die größte Unterlassungssünde ist das Fehlen eines Abschalttimers wie 
bei der WE1010 und bzw. Temperaturerniedrigung beim Abstellen.

Hier ein paar Informationen zur Kolbenleistung:
Beitrag "Lötstationen dauerhafter Hitzelieferungs Leistungsvergleich und Hakko FX-888D Kommentar"

Wer sich die Hakko kaufen will soll aber Chinesische Imitationen von 
Station, Kolben und Spitzen wie die Covid-19 Plage vermeiden. Im 
Internet und in der Bucht werden viele chinesische Imitation veräussert. 
Da ist das Qualtätsrisiko enorm. Es kann gut sein, oft ist es aber 
nicht. Speziell bei den Spitzen tut man gut daran nur Originalware zu 
erstehen. Mit "Billig" kann man möglicherweise viel Ärger haben. Siehe 
auch meinen verlinkten Beitrag. Die Qualität und Verarbeitungstoleranzen 
und Materialien sind deutlich schlechter.

Das Auf- und Ablöten von SMD TO-220, sowie FR4 Lötfäden an FR4 Säumen 
macht bei 370 Grad keine Schwierigkeiten. Bleifrei ist für die meisten 
kleineren Sachen auch kein Thema. Ist gibt natürlich Situationen wo die 
JBC T-470 natürlich besser die notwendige Hitzenachfuhr bereitstellt.

Nach fast fünf Monaten Betrieb ist mir die Hakko kolbenmäßig lieber wie 
beide Weller und bin eigentlich damit sehr zufrieden. Die Weller RP 
Spitzenhalterung finde ich übrigens auch viel weniger angenehm beim 
Löten. Ist für meine Finger einfach zu "Petit". Der JBC Kolben fühlt 
sich da im Gegensatz wesentlich besser an und wäre meine Wahl zwischen 
JBC und Weller RP. Über Ersa kann ich nichts sagen weil es sie bei uns 
nicht gibt. Und mein alter Ersa30 aus meiner Jugendzeit zählt nicht 
wirklich obwohl er mit einem 220V Trafo immer noch funktioniert.

Es war nicht meine Absicht eine verkappte Werbung für die Hakko zu 
machen. Ich wollte lediglich meine Erfahrungen kundtun und daß man 
vielleicht doch ab und zu über den Tellerrand schauen sollte. Made in 
Germany hat (für mich) mittlerweile den ehemaligen Glanz verloren weil 
auch viele deutsche Hersteller heutzutage fast alles im Ausland 
herstellen. Die Hakko ist zumindest in Malaisien hergestellt und nicht 
in China.

Schönes Wochenende noch,
Gruß,
Gerhard

: Bearbeitet durch User
von Andre (Gast)


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Oliver H. schrieb:
> - Gewinde und Lötspitzenhalterung am Lötkolben aus Plastik, scheinen
> leicht kaputt zu gehen

Ich habe die "große" i-con Station, inzwischen seit über 5 Jahren. In 
dieser Zeit habe ich noch keine einzige Hülse abgebrochen, die sind 
stabiler als sie aussehen. Der Lötkolben übrigens auch, mir ist da im 
Umzugs-Keller-Chaos was drauf gefallen und das Heizelement ist seitdem 
krumm, aber läuft noch.

von Oliver H. (oliver_h826)


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Danke für die vielen Antworten!

Crazy H. schrieb:
> Schau dir mal bei Reichelt die von RND an

Habe mir die Modelle angesehen, allerdings haben sie mich nicht so 
angesprochen und günstig sind sie leider auch nicht.

Hans schrieb:
> Ich hab so ne d80 Station von Conrad schon viele Jahre und die geht
> durchaus sehr gut. Wenn man nicht unbedingt auf den aufgedruckten Namen
> abfährt kann man mit sowas auch gut arbeiten..und haltbar ist es
> offenbar auch

Ich schätze, du meinst die Toolcraft ST-80D, oder? Sieht ganz 
vielversprechend aus, wobei ich mancherorts Bedenken zur 
Wärmeübertragung und Qualität des Lötkolbens selbst gelesen haben. Mit 
120 EUR ist sie nicht sonderlich preiswert, ich werde es mir aber durch 
den Kopf gehen lassen.

Michael B. schrieb:
> Aktuell empfiehlt man Yihua 936B.
>
> Ersa hat seit der Übernahme durch Kurtz eine Menge negativer Berichte.

g457 schrieb:
> Wobei wie Empfehlung im Wesentlichen "gar nicht erst auspacken, gleich
> wegwerfen" ist.

Wenn man Dave Jones Voreingenommenheit gegen günstige Nicht-Markenware 
mal außen vorlässt bzw. den ständigen Unterton in seinem Review 
ignoriert, finde ich, dass man sein Fazit als durchaus passabel bzw. dem 
Preis entsprechend werten kann, da die Station keine massiven Mängel 
besitzt.

Nichtsdestotrotz scheint mir die Leistung bzw. Wärmeübertragung relativ 
schwach zu sein, was mir meine Pläne, bleifrei zu löten, vermutlich 
erschweren wird. Daher kommt diese für mich nicht in Betracht.

Günstig, nicht Billig schrieb:
> Ich kann die Quicko T12 empfehlen. Da passen alle Spitzen, welche auch
> zur Hakko T12 passen hinein. Diese Spitzen sind zudem günstig zu
> erhalten.

Die T12 basierten Lötstationen klingen an sich sehr reizvoll, da sie die 
überlegene Technik der Lötspitzen mit integriertem Heizelement und 
Temperatursensor in eine sehr leistbare Preisregion bringen.

Günstig, nicht Billig schrieb:
> Ich habe die Variante ohne eingebautem Netzteil - da ich den in China
> entworfenen Netzteilen nicht mein Leben anvertrauen möchte. Ich verwende
> ein geerdetes Dell-Netzteil, bei welchem DC- mi der Erde verbunden ist
> (und deshalb auch meine Lötspitze).

Wie du jedoch selbst geschrieben hast, gibt es bei diesen Stationen 
Sicherheitsbedenken, z.B. was die Erdung des Gehäuses angeht. Wie 
verhält es sich z.B. bei den Geräten ohne Netztei? Müsste da das Gehäuse 
nicht dennoch geerdet sein?

Da ich solche Aspekte selbst nicht wirklich erkennen/beurteilen kann, 
werde ich trotz des reizvollen Angebots Abstand davon nehmen.

A. K. schrieb:
> Ich hab die Zhongdi ZD-931 mit Digital-Anzeige.
> [...]
> Für mein bisschen Hobbylöten (inkl. SMD bis 805) reicht das völlig aus.

Danke für den Erfahrungsbericht :-)

Hannes J. schrieb:
> Du hast dir unter den Markengeräten Einsteigergeräte heraus gesucht. Die
> werden leider mittlerweile auch mit ziemlich eingeschränkter Qualität
> gebaut. Da kannst du auch direkt auf eine chinesische Marke gehen.

Das Gefühl habe ich leider auch, insb. wenn man sowas wie Plastikgewinde 
oder fehlende Sicherungen sieht...

Hannes J. schrieb:
> Wenn du diesen Weg gehst unbedingt vor der ersten Benutzung das Gerät 
aufschrauben und überprüfen.

Ich bin derzeit definitiv nicht versiert genug, um solche Aspekte 
beurteilen zu können, insb. was die Sicherheit angeht. Daher sind diese 
Geräte für mich aufgrund meines Wissenstands derzeit keine Option.

> Die von dir erwähnten Zhongdi-Stationen bekommst du von deutschen
> Importeuren.

Hier hoffe ich, dass der Import durch ein deutsches Unternehmen und das 
damit einhergehende CE Kennzeichen wenigestens ein Mindestmaß an 
Sicherheit mit sich bringt.

PIClig schrieb:
> Kauf dir einen Aldiloetkolben.
> Mehr braucht es nicht um DIPse und THT auf Lochraster zu tackern.
> Dazu empfiehlt der Chef Cuisine bleihaltiges Lot mit genug Flux.

Fast unisono hier im Forum als auch anderswo wird gerade für Anfänger 
eine temperaturgeregelte Lötstation empfohlen, daher werde ich wohl 
dabei bleiben.

MAHWE schrieb:
> Würde ERSA Lötstation Analog 60 60 Watt  anstelle der 80er in digital.
> Ist deutlich besser.

Kannst du erläutern, was an der analogen Station "deutlich besser" ist? 
Auch wenn es manche als technischen Schnick-Schnack ansehen, bevorzuge 
ich eine Station mit digitaler Anzeige.

MAHWE schrieb:
> Als Lötspitzen nur die teure Variante kaufen 084X nicht die 083X kaufen.

Nur für mein Verständnis: Die 084X sind besser, weil sie mehr Masse 
haben und dadurch die Temperatur länger gehalten werden kann, oder?

Manfred schrieb:
> Lötstation die siebenundfuffzichste im Forum :-(

Mir ist bewusst, dass es bereits einige Threads zum Thema Lötstation 
gibt. Darum habe ich auch eigentlich gezielt die Frage nach 
Unterschieden zwischen den Einsteigermodellen von ERSA und Weller 
gestellt. Ist halt passiert, dass sich die Diskussion verbreitert hat.

Manfred schrieb:
> Auf dem Klo rufe ich immer 'Mutti, ich bin fertig'!

So stelle ich mir eine sachliche und erwachsene Diskussion vor. Ein 
kleiner Tipp von mir: Du kannst diesen Thread ja einfach ignorieren.

Gerhard O. schrieb:
> Ich wage dann noch die japanische Hakko FX-888D in den Haufen zu werfen.
> Wem's interessiert, weiterlesen...

Die Hakko FX-888D wäre durchaus interessant, allerdings ist sie hier 
sehr schwer zu bekommen. Wenn es schon (für mich) teure Markenware wird, 
sollte sie und ggf. mal Ersatzteile/Zubehör gut zu beziehen sein. Wo 
hast du deine gekauft?

Andre schrieb:
> Ich habe die "große" i-con Station, inzwischen seit über 5 Jahren. In
> dieser Zeit habe ich noch keine einzige Hülse abgebrochen, die sind
> stabiler als sie aussehen. Der Lötkolben übrigens auch, mir ist da im
> Umzugs-Keller-Chaos was drauf gefallen und das Heizelement ist seitdem
> krumm, aber läuft noch.

Mein Kommentar hat sich weniger auf die Hülse und mehr auf das 
Plastikgewinde am Lötkolben selbst bezogen. Das Gewinde ist ja ab der 
Nano aus Metall, bei der Pico jedoch aus Plastik. Ein Ersatzkolben ist 
ja im Vergleich zur gesamten Station sehr teuer.

von Bacon (Gast)


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Bakon BK950D.

+ ist kompakt
+ T12 /13 System (kommt aufs Modell an)
+ 75W
+ Voreingestellte Profile 200-400°C (und auch selber erweiterbar meine 
ich)
+ heizt WIRKLICH schnell hoch und hält die Temp. auch.
+ sehr große Auswahl an günstigen Spitzen (~3$/stk)

Vergiss diese veralteten Ersa, Weller und Co Stationen, die sich nur auf 
ihrem Namen ausruhen und dem Kunden unverschämt teure Spitzen mit 
umständlichen Montageystem andrehen wollen.

Wie bereits ein anderer Forist sagte: "Wer auf den aufgedruckten Namen 
abfährt".

g457 schrieb:
>> Ansonsten gäbe es noch die Möglichkeit [..]
>
> Von allem, wo nicht Ersa, Weller oder behelfsweise JBC draufsteht, würde
> ich Abstand halten.
>
> HTH

Ja moin. Diese Aussage strotzt ja richtig vor Kompetenz... Du empfehlst 
wohl auch einen A7 wenn jemand eine Karre sucht, um die täglichen 10km 
zur Arbeit zu pendeln was?

von Oliver H. (oliver_h826)


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g457 schrieb:
>> ERSA RDS 80
>> + Gute Lötkolbenablage
>> + Starres Kabel soll inzwischen durch ein Silikonkabel getauscht worden
>> sein
>
> Meine (grob 9a alt) hat das relativ gstarrige Kabel (das allerdings auch
> damals schon als "hochflexibel" beworben worden ist). Mich störts nicht,
> und es würde mich auch nicht von einer erneuten Beschaffung abhalten.
>
>> ~ Abenteuerliche Montage der Lötspitzen (habe nicht vor, Spitzen oft zu
>> tauschen)
>
> Völlig unproblematisch. Mit einer (flachen, glatten) Flachzange kann man
> die Feder problemlaus aus- und einhängen. Wenns sein muss sogar in heiß.
>

Danke für den Erfahrungsbericht, klingt gut.

Bacon schrieb:
> Bakon BK950D.
>
> + ist kompakt
> + T12 /13 System (kommt aufs Modell an)
> + 75W
> + Voreingestellte Profile 200-400°C (und auch selber erweiterbar meine
> ich)
> + heizt WIRKLICH schnell hoch und hält die Temp. auch.
> + sehr große Auswahl an günstigen Spitzen (~3$/stk)
>
> Vergiss diese veralteten Ersa, Weller und Co Stationen, die sich nur auf
> ihrem Namen ausruhen und dem Kunden unverschämt teure Spitzen mit
> umständlichen Montageystem andrehen wollen.
>
> Wie bereits ein anderer Forist sagte: "Wer auf den aufgedruckten Namen
> abfährt".

Ich bin mir sicher, dass für die Bakon BK950D die gleichen guten 
Argumente sprechen wie für die anderen T12 basierten Lötstationen. Es 
ist einfach die bessere Technologie, die man in Markenware nur in einem 
höheren Preissegment findet.

Aber ebenso gelten die gleichen Argumente, die für mich dagegen 
sprechen.

von Günstig, nicht Billig (Gast)


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Oliver H. schrieb:
> Wie du jedoch selbst geschrieben hast, gibt es bei diesen Stationen
> Sicherheitsbedenken, z.B. was die Erdung des Gehäuses angeht. Wie
> verhält es sich z.B. bei den Geräten ohne Netztei? Müsste da das Gehäuse
> nicht dennoch geerdet sein?

Ic habe bei meiner ein altes 20V Dell Notebooknetzteil im Einsatz. 
Dieses gibt es mit geerdetem und ungeerdetem Kabel (das Kabel vom 
Netzteil zur Steckdose kann einfach getauscht werden). Was mir damals am 
Notebook aufgefallen ist: Wenn das ungeerdete Kabel verwendet wurden, 
spürte ich manchmal beim tippen ein leichten "Stromschlag", auch bekannt 
als Ableitstrom/Berührstrom, welcher noch innerhalb der Normen ist.
Er kommt davon, dass sich das Gerät sozusagen "statisch auflädt", d.h. 
auf einem höheren Potential als die Erde ist. Ein geerdetes Netzteil 
hingegen verbindet DC- mit der Erde. Dies führt dazu, dass, falls das 
Gehäuse geerdet ist das Potential dor 0 ist oder, falls nicht, es sich 
nur über die "Luft" oder DC+ aufladen kann, was faktisch bedeutet dass 
man keinen merkbaren Ableitstrom mehr hat.

Es ist also absolut sicher, so eine Quicko T12 mit externem Netzteil zu 
nutzen, solange das externe Netzteil sicher ist (was bei 
Notebooknetzteilen von bekannten Anbietern zu erwarten ist).

von Hannes J. (Firma: _⌨_) (pnuebergang)


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Oliver H. schrieb:
> Ich bin mir sicher, dass für die Bakon BK950D die gleichen guten
> Argumente sprechen wie für die anderen T12 basierten Lötstationen. Es
> ist einfach die bessere Technologie, die man in Markenware nur in einem
> höheren Preissegment findet.

Leider muss man auch bei T12-Stationen vorsichtig sein (oh, wie die 
Fanboys sich wieder aufregen werden).

T12 ist der Typ einer Spitze von Hakko. Irgendwann sind "Maker" auf die 
Idee gekommen, dass sie um die Spitzen herum eine Lötstation bauen 
könnten. Die haben sich gegenseitig kopiert und irgendwas 
zusammengenagelt, zum Teil mit sehr fragwürdiger Qualität.

Dann haben die Chinesen mitbekommen, dass man auf Basis der 
Bastellösungen preiswert Lötstationen und Bausätze anbieten kann. Was 
man bekommt hängt davon ab von wo die Chinesen kopiert haben und wie 
viel sie in der Produktion sparen wollen.

Dann ist das passiert, was natürlich passieren musste. Um noch mehr zu 
sparen haben die Chinesen auch die T12 Spitzen kopiert, und das 
Handstück sowieso. Natürlich mit so vielen Einsparungen wie möglich. Von 
wegen bessere Technologie. Hauptsache sieht irgendwie wie eine T12 
Spitze aus und wird irgendwie heiß. Die ehrlicheren Firmen sagen dass es 
Nachbauten sind. Die anderen kleben "original Hakko" drauf.

Überhaupt ist das Kopieren von Hakko ein großer Sport chinesischer 
Firmen. Nachbauten der Hakko 936 mit Handstück 907 gehen vielleicht 
schon in die Millionen. Eine Hakko 888 bei einem Internet-Versender 
kaufen? Viel Glück. So und jetzt die T12. Wenigstens werden diesmal 
nicht die eigentlichen Stationen komplett kopiert.

von Bacon (Gast)


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Also auf meinen T13 steht fett "Bakon" drauf. Bakon steht auch dazu, 
dass es eigenfabrikate sind. Du kannst ja mal gerne eine Kartusche von 
Hakko und eine von "hierChinesischenAnbieterEinfügen" aufschneiden und 
vergleichen. Ich bin mir zu 99,99% sicher, dass in beiden jeweils ein 
Heizelement und ein Widerstand drinn steckt. Eigentlich muss das sogar 
so sein, denn sonst wären die Spitzen nicht beliebig kompatibel.

Hannes J. schrieb:
> Leider muss man auch bei T12-Stationen vorsichtig sein (oh, wie die
> Fanboys sich wieder aufregen werden).

Ohje, wenn von erwachsenen (?) Menschen solche Sprüche kommen...
Frustrieren euch eure "rumschraubsteckhülsen" Spitzen denn so sehr, dass 
man solche Aussagen macht?

von Thomas O. (kosmos)


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meine letzte Station war die YIHUA 995D+
http://yihua-gz.com/Product/Mult_100000158373216.html
weil ich Heißluft benötigte und dann gleich zu einem Kombigerät 
gegriffen habe. Ich werde mir jetzt aber noch eine mit Station bauen mit 
JBC T245 Lötkolben und Spitzen.

Die YIHUA 995D+ krankt aber am selben Problem wie die meisten anderen 
auch. Sie bringt zwar den Keramikheizer "schnell" auf Temperatur (von 
Raumtemp auf 350° in 25 Sekunden). Allerdings ist der Wärmeübergang in 
die Spitze nicht so gut. Bei der YIHUA liegt das am schlechten Kontakt, 
da die Spitzen mit so einer Überwurfhülse befestigt werden und da etwas 
viel Spiel und dadurch wenig Kontaktfläche vorhanden ist. Bis die Spitze 
auf 350°C kommt dauert es nochmal 30 Sekunden länger. Hier hätte der 
Hersteller einen kurzen Overboost programmieren sollen, damit das 
Keramikelement etwas darüber aufheizt.

Anderseits wird das Handstück des Lötkolbens nicht warm, und ist sehr 
kompakt. Deswegen will ich hier am Wärmeübergang etwas optimieren da ich 
die Station ansonsten gut finde. Sehr großes Display, 3 abspeichbare 
Temps wodurch man diese sehr schnell aufrufen kann, ein Drehencoder 
anstatt von + und - Tasten, die Temperatur lässt sich abgleichen, 
Sleepzeit einstellen. Also sehr leicht und schnell bedienbar. Im 
Vergleich zur RDS80 liefert Sie aber eben 65W.

Ansonsten schau dir mal die Unisolder oder T12 Station an. Erstere 
müsste direkt für JBC Kolben und Spitzen gedacht sein, ich denke was 
besseres bekommt man zur Zeit nicht. Die Spitzen sind etwas teurer da 
Sie die Heizung und das Thermoelement integriert haben, den Kolben 
bekommt man allerdings von Jabe um einiges billiger.

Von deinen 3 vorgeschlagenen Stationen würde ich zw. der Pico und der 
RDS80 wählen die Pico scheint zwar sehr schnell aufzuheizen, aber das 
könnte an der kleinen Lötspitze liegen, welche vielleicht nicht viel 
Übertragen kann.

von Roland F. (rhf)


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Hallo,
Bacon schrieb:
> Vergiss diese veralteten Ersa, Weller und Co Stationen, die sich nur auf
> ihrem Namen ausruhen und dem Kunden unverschämt teure Spitzen mit
> umständlichen Montageystem andrehen wollen.

Es gibt auch Hersteller, die "dem Kunden unverschämt teure Spitzen 
andrehen", bei denen man Selbige innerhalb von 4 Sekunden wechseln kann.
Das war für mich ein Grund solch eine Station zu kaufen.

> Wie bereits ein anderer Forist sagte: "Wer auf den aufgedruckten Namen
> abfährt".

Ja, ja, Markenprodukte sind völlig überteuert und wer sich für so was 
entscheidet ist nur dummer Tor, der vom manipulativen Marketing 
indoktriniert wurde, blablabla.
Da ist es natürlich viel besser zu chinesischen Nachbauen eben jenen 
völlig überteuerten Markenprodukte zu greifen. Das man dann, wie hier 
beschrieben wurde, erst mal die Station öffnen muss um zu überprüfen ob 
die grundlegendsten elektrischen Sicherheitsmerkmale eingehalten werden, 
ist natürlich völlig normal.

> g457 schrieb:
>> Von allem, wo nicht Ersa, Weller oder behelfsweise JBC draufsteht, würde
>> ich Abstand halten.
>
> Ja moin. Diese Aussage strotzt ja richtig vor Kompetenz... Du empfehlst
> wohl auch einen A7 wenn jemand eine Karre sucht, um die täglichen 10km
> zur Arbeit zu pendeln was?

Die Fähigkeit eine technisch einwandfreie Lötverbindung herzustellen 
gehört zu den absoluten Grundvoraussetzungen wenn man sich mit dem 
Aufbau elektronischen Schaltungen beschäftigt, egal ob als Profi oder 
als Amateur. Da man bei den hier oft genannten Geräten und ihrem Zubehör 
nie genau weiß
ob das gewährleistet ist, habe ich mich (trotz Hobbyeinsatz) für "den 
A7" unter den Lötstationen entschieden und es bisher nicht bereut.

rhf

von Günstig, nicht Billig (Gast)


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Hannes J. schrieb:
> Was
> man bekommt hängt davon ab von wo die Chinesen kopiert haben und wie
> viel sie in der Produktion sparen wollen.

Dem kann ich zustimmen. Die Stationen von Quicko und KSGER haben aber 
beide eine sehr gute Qualität, was ich auch von den Spitzen behaupten 
kann.

Der einzige Punkt ist wirklich die PSU, welche besser nicht verwendet 
werden soll. Reviews zu diesen Stationen findet man haufenweise:
https://www.youtube.com/watch?v=AMvZfOWkApw
https://www.reddit.com/r/aliexpressreviews/comments/8lbs36/quicko_t12_mini_soldering_station/

Hier ein Video über die PSU:
https://www.youtube.com/watch?v=7Sj9vDhEbAM

Und noch ein Blog dazu
https://www.eevblog.com/forum/beginners/t12-soldering-station-with-alternative-power-supply/

von Zeno (Gast)


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@TO
Google mal nach "Quicko Lötstation". Die kosten unter 100€ und sind 
wirklich nicht schlecht.
Ich habe mal bei einem Kumpel so ein Teil ausprobiert und es 
funktioniert eigentlich ordentlich. Die preiswerten Teile können zwar 
keine Temperaturprofile speichern, man braucht dieses Feature aber nicht 
wirklich. Ich habe es zumindest noch nicht gebraucht. Wenn man mal mehr 
Dampf braucht dreht man's halt höher und mit der Digitalanzeige ist es 
auch kein Problem die alte Einstellung zu restaurieren.

Ich selbst habe mittlerweile JBC und möchte diese nicht mehr missen. 
Wichtig bei einem Lötkolben ist halt das er ordentlich Wärme nachliefert 
sobald man an der Lötstelle ist. Bei vielen ist das leider nicht der 
Fall und die Leute behelfen sich, indem sie die Temperatur ordentlich 
aufdrehen.

von Gerhard O. (gerhard_)


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Oliver H. schrieb:
> Die Hakko FX-888D wäre durchaus interessant, allerdings ist sie hier
> sehr schwer zu bekommen. Wenn es schon (für mich) teure Markenware wird,
> sollte sie und ggf. mal Ersatzteile/Zubehör gut zu beziehen sein. Wo
> hast du deine gekauft?

In den USA bei einem offiziellen Großhändler für Usd$85. Ich bin 
allerdings in Kanada wohnhaft und die Station ist ein 120V/60Hz Modell.

Ersatzteile und Zubehör bezieht man am Besten über Newark Canada oder 
Digikey.

Hakko Zubehör über die Bucht zu beziehen ist wegen der Imitationsgefahr 
problematisch. Wie in meinem Link berichtet sind bei Immitationen große 
Qualitätsunterschiede.

Wenn ich in D leben würde, dann wäre eine JBC meine erste Wahl. JBC ist 
bei uns sehr verteuert und Zubehör bekomme ich nur aus den USA. Sonst 
wäre bei uns die Weller WE1010 die beste Wahl weil die Stationen und 
Zubehör überall gehandelt werden. Spitzen der ET Reihe sind billig und 
halten lange. Ich hatte vorher mit der Vorgängerstation WESD51 sehr gute 
Ergebnisse und sie funktioniert auch immer noch gut. Im Vergleich mit 
Hakko, finde ich den Kolben bei der Hakko ergonomischer und schlanker 
und etwas kürzer. Auch ist die Anheizzeit kürzer. Irgendwie gefällt mir 
die niedliche Hakko. Die WE1010 wirkt im Vergleich viel klobiger und 
nimmt mehr Tischplatz weg. Auch hat sie keine Voreinstellungen wie sie 
bei der Hakko zu finden sind. Nachteil bei der Hakko ist der seitlich 
angebrachte Netzschalter. Das finde ich ab und zu unbequem.

Sonst wäre noch Selbstbau diverser Konzepte möglich. Einige hier im 
Forum und sonstwo im Internet bauten sich irgendwelche Designs 
erfolgreich selber und kaufen sich dazu nur die Kolben und Spitzen. Die 
schnellheizenden direktheizenden Kartuschen JBC und Weller RT Nachbauten 
sind sehr populär und beliebt.

Da man in D als Hobbyist praktisch gezwungen ist bleifrei zu arbeiten 
ist eine gut regelnde Station mit guter Hitzenachlieferung und 
Temperaturreglung viel notwendiger als früher. Da ist die JBC oder 
vergleichbar eine sehr viel bessere Wahl. Leider sind die Kartuschen 
generell relativ teuer.

Als billige deutsche Alternative ist wahrscheinlich nur Weller WE1010 
oder diverse Ersatztypen von realen Interesse. Bei den Chinesen kann man 
möglicherweise reinfallen.

Sonst wären ältere gebrauchte geregelte Weller Stationen von Interesse. 
Der WSP80 Kolben ist sehr angenehm und hat gute Leistung.

Leider in D nicht so leicht zu bekommen, finde ich übrigens die PACE 
Stationen und Kolben sehr perfomant. Die PACE Kolben haben sehr gute 
Hitzenachlieferung und eignen sich für bleifrei sehr gut. Auch liegen 
sie gut und angenehm in der Hand. Leider sind die Preise bei uns hoch 
und man bekommt Zubehör nur von Newark oder direkt aus den USA.

Metcal Stationen sind auch sehr gut. Ich kaufte mir vor Jahren eine 
defekte Station in der Bucht für unter $100 und reparierte sie (ein 
kaputter WIMO C) und sie funktioniert seitdem sehr gut. Leider sind 
Kartuschen sehr teuer und nur in den USA erhältlich und verwende sie 
deshalb nur für Spezialzwecke. Die Hitzenachlieferung ist tatsächlich 
beeindruckend. Auch ist der Kolben sehr angenehm handzuhaben und leicht. 
Weniger angenehm ist, daß man die Hitze wie bei der Magnastat nur durch 
Wahl drr entsprechenden Kartuschen bewerkstelligen kann.

Abschliessend möchte ich noch bemerken, daß mir prinzipiell lokal 
vertriebenes Lötwerkzeug wie die WE1010 doch lieber sind. Spitzen und 
Zubehör sind billig und schnell zugänglich. Die Hakko ist sozusagen nur 
ein Experiment. Bestellungen aus den USA sind bei uns teuer weil die 
meisten USA Firmen zu faul sind zur Post zum Versand gehen und alles 
lieber mit Courier senden wollen. Da fallen dann immer ziemlich hohe 
Einfuhrkosten(Brokerage) an. Da ist man sogar mit Newark oder Digikey 
viel besser bedient. Lieferungen von den USA werden bei uns wegen der 
GST fast immer vom Zoll geschnappt und dann fallen extra 
Bearbeitungskosten und zwei Wochen Zeitverlust an.

: Bearbeitet durch User
von Thomas W. (goaty)


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Ich liebe meine ersa Icon Pico, aber richtig dass Gewinde ist Plastik 
und außerdem sind manche Spitzen offensichtlich nicht tief genug 
gebohrt, so dass der Überwurf Ring bei mir erst nicht gegriffen hat.
Sonst top, schnell und vor allem kurzer Abstand griff zu Spitze.
Momentan allerdings Problem, das Temperatur seltsam springt. Stelle 310 
ein, und wenn ich etwas am Kolben wackel plötzlich 390, 320, 290 , 310 
voll wild.
Keine Ahnung. Kontakt oder Thermoelement langsam an Ende.

von Bacon (Gast)


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Roland F. schrieb:
> Die Fähigkeit eine technisch einwandfreie Lötverbindung herzustellen
> gehört zu den absoluten Grundvoraussetzungen wenn man sich mit dem
> Aufbau elektronischen Schaltungen beschäftigt, egal ob als Profi oder
> als Amateur. Da man bei den hier oft genannten Geräten und ihrem Zubehör
> nie genau weiß
> ob das gewährleistet ist, habe ich mich (trotz Hobbyeinsatz) für "den
> A7" unter den Lötstationen entschieden und es bisher nicht bereut.

Du wirst wahrscheinlich schockiert sein aber auch die von dir genannten 
"Premiumanbieter" (wohl eher Traditionsanbieter) lassen überwiegend in 
China fertigen oder klopfen nur China-Komponenten zusammen (sieher dazu 
auch diverse Threads zu Ersa-Lötstationen bezüglich brummender 
China-Trafos).

Aber ich verstehe schon - alles "ohne Stern" ist Schrott und die 
Chinesen bauen nur Müll.
Darum lassen unsere ganzen OEMs ihre Autoteile und Elektronik auch da 
fertigen.

von Alexander K. (Gast)


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Das ist meine, auch da gekauft.

https://www.pollin.de/p/loetstation-daytools-ls-937-450-0c-840185

Die Spitzen sind mit der ZD-931 baugleich. Und sie hat die in DE übliche 
Rechtsgrundlage (VDE,CE,Garantie etc.).  Und für den Preis würde ich mir 
keine Discounter-Zeug kaufen.

Gruß

   Pucki

von Roland F. (rhf)


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Hallo,
Bacon schrieb:
> ...aber auch die von dir genannten "Premiumanbieter" (wohl eher
> Traditionsanbieter) lassen überwiegend in China fertigen oder
> klopfen nur China-Komponenten zusammen...

Es geht nicht darum wo Produkte hergestellt werden, sondern darum unter 
welcher Zielsetzung. Solange bei der Produktion auf die Einhaltung von 
Qualitätsstandards geachtet wird ist eine Produktion in China nicht zu 
beanstanden.
Problematisch wird es erst, wenn Fremdprodukte unter eigenem 
(Marken-)Namen angeboten werden, die massive Qualitätsprobleme aufweisen 
oder (aus Preisgründen) bewusst in Kauf genommen werden.

> Aber ich verstehe schon...

Nein, du versteht gar nichts, deine Argumentation strotzt nur so vor 
Vorurteilen bezüglich Markenprodukten:

> ...- alles "ohne Stern" ist Schrott und die Chinesen bauen nur Müll.

Das hat niemand behauptet. Die Chinesen bauen das was sie bezahlt 
bekommen.

> Darum lassen unsere ganzen OEMs ihre Autoteile und Elektronik auch da
> fertigen.

Frage: womit verdienen den unsere deutschen Automobilzulieferer ihr 
Geld? Warum wird denn überhaupt noch in Deutschland produziert?

Im Übrigen kannst du davon ausgehen das deutsche Automobilhersteller 
ihren chinesischen Zuliefern genaueste Vorgaben bezüglich der Qualität 
machen.
Wenn nicht, passiert genau das was jetzt beim Brückenneubau der 
Rheinbrücke in Leverkusen, beim der Errichtung eines Stahlwerk von 
Thyssen-Krupp in Brasilien vor ein paar Jahren oder beim Bau eines 
Autobahnabschnittes in Polen passiert ist: die abgelieferte Qualität ist 
so schlecht, das sich diese Projekte wesentlich verzögert haben oder in 
einem Desaster endeten.

Ich habe Jahre lang mit Lieferanten (nicht aus der Elektronikbranche) 
zusammengearbeitet, die ihre Produkte zum Teil aus China bezogen b.z.w. 
dort herstellen ließen. Wenn die Produkte einen hohen Qualitätsstandard 
aufwiesen, wurden sie entweder in eigenen Tochterfirmen hergestellt oder 
unter (teilweise vor Ort) Kontrolle der Auftragnehmer. Und das 
ausnahmslos! Alles andere war von (teilweise extrem) schlechter 
Qualität.

Mit diesen Erfahrungen stand für mich beim Kauf meiner Lötstation fest 
das ich mir keine Billigstation aus China kaufen werde, um dann 
womöglich Modifikationen durchzuführen zu müssen, damit das Ding 
betriebssicher betrieben werden kann.

rhf

von Roland F. (rhf)


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Hallo,
Gerhard O. schrieb:
> Oliver H. schrieb:
>> Die Hakko FX-888D wäre durchaus interessant...
>> Wo hast du deine gekauft?
>
> In den USA bei einem offiziellen Großhändler für Usd$85. Ich bin
> allerdings in Kanada wohnhaft und die Station ist ein 120V/60Hz Modell.

und

> Wenn ich in D leben würde, dann wäre eine JBC meine erste Wahl. JBC ist
> bei uns sehr verteuert und Zubehör bekomme ich nur aus den USA.

und

> Die PACE Kolben haben sehr gute Hitzenachlieferung und eignen sich
> für bleifrei sehr gut...
> ...Leider sind die Preise bei uns hoch und man bekommt Zubehör nur
> von Newark oder direkt aus den USA.

und

> Metcal Stationen sind auch sehr gut...
> ...Leider sind Kartuschen sehr teuer und nur in den USA erhältlich
> und verwende sie deshalb nur für Spezialzwecke.

Was ist los bei euch? Gibt es da keine Importeure oder Niederlassungen 
der Hersteller so das ihr alle aus den USA beziehen müsst? So klein ist 
Canada ja nun auch nicht.

> Da ist die JBC oder vergleichbar eine sehr viel bessere Wahl.
> Leider sind die Kartuschen generell relativ teuer.

Ja stimmt, es relativiert sich andererseits aber auch wieder, da die 
Spitzen endlos halten.

> Als billige deutsche Alternative ist wahrscheinlich nur Weller WE1010
> oder diverse Ersatztypen von realen Interesse. Bei den Chinesen kann man
> möglicherweise reinfallen.

Ich bin nicht überzeugt:
https://www.eevblog.com/2018/12/13/eevblog-1152-240v-120v-magic-smoke/

> Lieferungen von den USA werden bei uns wegen der GST...

Was ist GST?

rhf

von Gerhard O. (gerhard_)


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Roland F. schrieb:
> Was ist los bei euch? Gibt es da keine Importeure oder Niederlassungen
> der Hersteller so das ihr alle aus den USA beziehen müsst? So klein ist
> Canada ja nun auch nicht.
Es ist leider so, dass außer den Großfirmen keiner etwas auf Lager 
halten will. Z.B. die Hakkovertretung in Edmonton hat überhaupt nichts 
auf Lager. Alles muss bestellt werden. Da muss man in den sauren Apfel 
beißen und entweder von Newark oder den USA bestellen. Ist leider so. 
Frag mich nicht warum;-)
>
>> Da ist die JBC oder vergleichbar eine sehr viel bessere Wahl.
>> Leider sind die Kartuschen generell relativ teuer.
>
> Ja stimmt, es relativiert sich andererseits aber auch wieder, da die
> Spitzen endlos halten.
Das muss man fairerweise berücksichtigen.
>
>> Als billige deutsche Alternative ist wahrscheinlich nur Weller WE1010
>> oder diverse Ersatztypen von realen Interesse. Bei den Chinesen kann man
>> möglicherweise reinfallen.
>
> Ich bin nicht überzeugt:
> https://www.eevblog.com/2018/12/13/eevblog-1152-240v-120v-magic-smoke/
>
>> Lieferungen von den USA werden bei uns wegen der GST...
>
> Was ist GST?
Mehrwertsteuer von 5%.

GST steht für "Goods and Services Tax".

https://en.wikipedia.org/wiki/Goods_and_services_tax_(Canada)

https://www.canada.ca/en/revenue-agency/services/tax/businesses/topics/gst-hst-businesses.html

5% sieht sich gering an. Wenn es aber der Zoll bearbeitet wird noch eine 
$11 Bearbeitungsgebühr beaufschlagt. Bei Courier Sendungen ist es noch 
schlimmer weil da unter $20 Warenwert Brokerage anfällt. So much for 
Free Trade!

Viele Firmen in den USA versenden nur mit Courier. Das kostet dann meist 
zwischen $20-50 Bearbeitungsgebühr. Ja. Im Handel gibt es allerlei 
Parasiten, die sich da immer etwas abschneiden wollen.

Sendungen aus den USA werden bei uns in der Regel verzollt. Alles andere 
ist unbearbeitet. Man scheint also nur den USA Versand zu beobachten.

von Thomas O. (kosmos)


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Was erwartet man bei so einer Fehlbedienung?

Dave’s 120V Weller WE1010 released the magic smoke when plugged into 
240V…

Da hatte auch eine 120V JBC die Fühler gestreckt.

von Bacon (Gast)


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Roland F. schrieb:
> Nein, du versteht gar nichts, deine Argumentation strotzt nur so vor
> Vorurteilen bezüglich Markenprodukten:

Nett. Du unterstellst mir ich hätte Vorurteile und "argumentierst" im 
gleichen Post, dass die Chinesen allein nichts auf die Reihe bekommen 
auf Grundlage deiner subjektiven Wahrnehmung.

Dann kauf eben weiter deinen überteuerten, umgelabelten Auslandsimport. 
Ist ja dein Geld. Aber hör auf anderen Leuten einreden zu wollen alles 
ausser Marke sei Schrott.

von Roland F. (rhf)


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Hallo,
Bacon schrieb:
> Nett. Du unterstellst mir ich hätte Vorurteile und "argumentierst" im
> gleichen Post, dass die Chinesen allein nichts auf die Reihe bekommen
> auf Grundlage deiner subjektiven Wahrnehmung.

Ich sage es nochmal, bei chinesichen Firmen bekommt man das was man 
bezahlt. Die Qualität stimmt nur wenn sie auch von Besteller gefordert 
und_ kontrolliert _und bezahlt wird. Und das schlägt sich dann auch im 
Preis wieder, der dann oft gar nicht mehr so günstig ist.

Und wo ist das Subjektivität, die von mir genannten Beispiel kannst du 
doch nachprüfen.

> Dann kauf eben weiter deinen überteuerten, umgelabelten Auslandsimport.

Du weißt doch gar nicht was ich gekauft habe und wo das Produkt 
hergestellt wurde, von daher begehst du gerade eine Unterstellung.

> Aber hör auf anderen Leuten einreden zu wollen alles ausser Marke sei
> Schrott.

Ich habe niemanden eingeredet das alles außer Marke Schrott sei, es gibt 
auch gute NoName-Produkte, aber die muss man auch finden. Ich habe nur 
darauf reagiert das du per se alle Markenprodukte als "überteuerte, 
umgelabelte Auslandsimporte" ab-qualifizierst. Das zeugt meiner Meinung 
nach von tief sitzenden Vorurteilen. Für meinen Teil kann ich dir nur 
sagen, das ich etliche Produkte von Markenherstellern seit Jahren 
(teilweise Jahrzehnten) ohne jede Probleme einsetze, während viele 
"Billig"-Produkte nach kurzer Zeit defekt oder völlig abgenutzt waren.

Schlechte Erfahrungen habe ich eigentlich nur mit Markenprodukten 
gemacht, wenn sie aus Billiglinien stammten, die nur deshalb auf den 
Markt gebracht wurden um preislich mit Billiganbietern mitzuhalten.

rhf

von Roland F. (rhf)


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Hallo,
Thomas O. schrieb:
> Was erwartet man bei so einer Fehlbedienung?

Ja, das stimmt. Es ist eindeutig ein Bedienfehler. Andererseits hätte 
eine vorhandene Sicherung sicherlich so früh angesprochen, das sich das 
Gerät nicht in Rauch aufgelöst hätte.

> Da hatte auch eine 120V JBC die Fühler gestreckt.

Zumindest hat JBC eine Sicherung auf der Primärseite eingebaut.

rhf

von Michael B. (laberkopp)


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Roland F. schrieb:
> bei chinesichen Firmen bekommt man das was man bezahlt.

Na, immerhin. Bei Deutschen zahlt man aber bekommt China.

von MeierMüllerSchulz (Gast)


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Manfred schrieb:
> Es gibt Kataloge und Produktbeschreibungen, die gucke ich mir an und
> kaufe dann das, was mir sinnvoll erscheint.

Jo, vor allem "Abbildung ähnlich" und frei erfundene techn. Daten helfen 
ungemein bei der Entscheidungsfindung.

> ... aber während andere Leute noch
> palawern, säge und fahre ich schon längst!

Frägt sich nur wie lange. Aber die Müllhalde ist groß und der nächste 
Plunder ist bestimmt noch billiger.

von Froschmütze (Gast)


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Die Müllhalden sind leider voll von teurem und billigem Plunder. Der 
Plunder ist das Problem.

von Roland F. (rhf)


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Hallo,
Froschmütze schrieb:
> Die Müllhalden sind leider voll von teurem und billigem Plunder. Der
> Plunder ist das Problem.

Das Problem sind die Kunden, die den Plunder kaufen.

rhf

von Thomas O. (kosmos)


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ansonsten schau dir noch die 2 Stationen an, da kannst du mit den JBC 
Lötspitzen arbeiten. Die werden die RDS80 und die WE1010 sicher 
ausstehen warscheinlich auch die i-CON

Jabe UD-1200 mit dem mittlerem Lötkolben (T245)
https://www.aliexpress.com/item/4000073506197.html

Kaisi T26 mit dem kleinen (T210)
https://www.aliexpress.com/item/4000845052069.html

von MeierMüllerSchulz (Gast)


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Roland F. schrieb:
> Das Problem sind die Kunden, die den Plunder kaufen.

Auch.

Das Hauptproblem ist, dass Plunder ungestraft so beworben und 
dargestellt wird, als könne der Plunder wertigen Produkten das Wasser 
reichen.

Zudem schaut der Gesetzgeber bei einer Menge Schweinereien zu: Da darf 
man "Made in Germany" draufschreiben, obwohl keine Komponente in Germany 
produziert und das fertige Produkt auch nicht in Germany montiert wird.

Dann darf jeder ungestraft GRUNDIG, KREIDLER, TELEFUNKEN, ZÜNDAPP, AEG, 
BLAUPUNKT usw. auf seinen Plunder schreiben. Dem Kunden dann den 
schwarzen Peter zuzuschieben, wenn so Zeugs kauft, ist zu einfach.

von Manfred (Gast)


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MeierMüllerSchulz schrieb:
>> ... aber während andere Leute noch
>> palawern, säge und fahre ich schon längst!
>
> Frägt sich nur wie lange.

Es heißt "Fragt", ohne Umlaut!

Generell hält Werkzeug bei mir sehr lange: Ich bin bereit, für gutes 
Werkzeug entsprechend Geld auszugeben und gehe pfleglich damit um. Ein 
Schraubenzieher ist kein Brecheisen und mit dem Lötkolben 'bohrt' man 
keine Löcher in Plastik. Es gehört zur Lebenserfahrung, Katalogen nicht 
blind zu vertrauen und nicht alles direkt aus China zu bestellen.

Als Lötstation wollte ich gerne eine direkt beheizte Weller, da war dann 
die Preisgrenze für Hobbybedarf doch mal überschritten. Ergebnis war ein 
Eigenbau mit Arduino-Nano und Weller-RT-Spitze im originalen Griffstück, 
die ganz sicher zweistellige Jahre halten wird.

> Aber die Müllhalde ist groß und der nächste
> Plunder ist bestimmt noch billiger.

Die Müllhalde hält sich bei mir in deutlichen Grenzen, ich bin sparsam, 
aber nicht geizig. Man kann natürlich auch mal daneben greifen: Die 
Handkreissäge und Bohrmaschine haben sich als sehr robust erwiesen, der 
Bandschleifer vom selben Hersteller ist leider Müll.

MeierMüllerSchulz schrieb:
> Dann darf jeder ungestraft GRUNDIG, KREIDLER, TELEFUNKEN, ZÜNDAPP, AEG,
> BLAUPUNKT usw. auf seinen Plunder schreiben. Dem Kunden dann den
> schwarzen Peter zuzuschieben, wenn so Zeugs kauft, ist zu einfach.

Ja und nein: Der informierte Kunde erkennt, dass es hohle Marken sind 
und meidet diese Produkte.

von Omar al Opa (Gast)


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Hallo

und wo informiert sich der potentielle Kunde bei nur etwas spezielleren 
Gütern wie eine Lötstation?

In einen Forum ;-) ?
Das Ergebnis ist ja in diesen Thread zu bewundern - einige sinnvolle 
Antworten aber auch sehr viel unglaublicher Mist und Glaubenskämpfe.
Blöd halt wenn man als unwissender Einsteiger, gerade bei solchen 
spezielleren Sachen wie eine Lötstation, kaum erkennen kann welche 
Beträge Inhaltlich nun sinnvoll sind und welche nicht (Extreme mal 
ausgenommen - die aber überhaupt keinen Wert haben).

Bei Online (Fachzeitschriften - das ist "richtigen" E-Technikbereich 
schon länger Geschichte) Rezessionen?

Schwierige Sache - zu schnell hat der Präsentator oder Tester eigene 
Interessen und eigentlich ganz andere Absichten als wirklich 
unvoreingenommen zu Informieren.
Der Youtuber ab einer bestimmten Größe (im Sinne von Reichweite, 
Nutzerzahlen) muss eine Show abliefern - und macht es dann auch oft.
Ausserdem sind auch Youtuber, "normale" ;-) Seitenbetreiber und was es 
sonst noch so an Informationsquellen gibt auch nur Menschen die ihre 
Vorlieben haben die oft nicht mit harten Fakten zu tun haben (Andere 
Baustelle in diesen Punkt schon vergleichbar: Autos)

Tja und was von Datenblätter bzw. den Hersteller (Verkäufer) 
Informationen zu halten ist braucht ja nicht gesagt zu werden - oder?

Wer "gute" Datenblätter und Hersteller bzw. Produktinformationen bei 
spezielleren Produkten wie eine Lötstation wirklich versteht und 
dementsprechend eine Auswahl trifft - ja der ist schon durch Erfahrung, 
Ausbildung, oft teuren Lehrgeld, glücklich Umstände 
(Zugriffsmöglichkeiten im Beruf, Ausbildung...) informiert, aber Leute 
wie der TO haben das nicht...

Also alles nicht so einfach wie sich das so mancher vorstellt der durch 
jahrelange oft teure Erfahrungen und viel ausprobieren sich ganz 
automatisch informiert hat.

Um es mal allgemein zu sagen:
Niemals von sich auf andere schließen, jeder Jeck ist anders heißt es 
absolut treffen und nichts, wirklich absolut nicht ist im Bereich des 
Wissens selbstverständlich.

Omar al Opa

W

von Thomas O. (kosmos)


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deswegen sollte man unbedingt mal was neues ausprobieren. Jeder wird 
sagen seine Lötstation ist gut, bis er etwas besseres getestet hat und 
dann wird man erst zugeben, ja das was ich vorher hatte war nicht das 
Gelbe vom Ei.

Beitrag #6243448 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Oliver H. (oliver_h826)


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Danke euch für die vielen Meinungen und Vorschläge, auch wenn sich die 
Diskussion leider gegen Ende schon sehr stark von meiner ursprünglichen 
Frage entfernt hat und teilweise nicht mehr so konstruktiv/fachlich 
verlaufen ist. Danke an Omar al Opa für die passende Zusammenfassung.

Ich bin schlussendlich bei meinem ursprünglichen Favoriten geblieben. 
Für mich war im Endeffekt entscheidend, dass die ERSA RDS 80 ein 
komfortables "Rundum-Sorglos-Packet" bildet, welches zwar teurer ist, 
dafür hoffentlich Out-of-the-Box zuverlässig funktioniert und keine 
groben Sicherheitsmängel aufweist.

Die Wahl ist konkret auf die ERSA RDS 80 statt auf ERSA i-Con Pico und 
Weller WE 1010 gefallen, weil ich bei diesem Modell keine wesentlichen 
Nachteile finden konnte und dieser Thread auch keine neuen aufgezeigt 
hat. Ich kann außerdem bestätigen, dass das viel kritisierte PVC Kabel 
am Lötkolben inzwischen durch ein sehr flexibles Silikonkabel getauscht 
wurde. Hakko habe ich aufgrund der schlechten Verfügbarkeit in 
Deutschland/Österreich nicht in Betracht gezogen.

Die auf T12 Spitzen basierenden Lötstationen aus China klingen an sich 
sehr gut, die Qualität scheint bei Quicko/KSGER prinzipiell zu passen 
und ich bin weiterhin überzeugt, dass Lötspitzen mit integriertem 
Heizelement der alten Technik und somit auch meiner ERSA RDS 80 
überlegen sind. Allerdings fehlt mir derzeit das Know-How, um über die 
Funktionalität und Sicherheit solcher aus China importierten Geräte 
selbstständig urteilen zu können. Wäre ich im Internet nicht zufällig 
über Berichte gestolpert, dass das Metallgehäuse der KSGER Stationen 
nicht geerdet ist und damit ein großer Sicherheitsmangel besteht, hätte 
ich das nie und nimmer von selbst erkannt. Das ist mir gegenwärtig dann 
doch zu riskant.

Die diversen Bastel-Lösungen mit Original Lötkolben haben durchaus ihren 
Reiz, allerdings fehlt mir auch hier derzeit ausreichend Wissen und ich 
habe keinen Zugang zu einer Lötstation, was zu einem Henne Ei Problem 
führt :-)

Ich habe mich gegen die Zhongdi Stationen entschieden, da sie scheinbar 
öfter kaputt gehen und ich gerade am Anfang schwer feststellen kann, ob 
meine Lötversuche aufgrund fehlenden Könnens oder defekter Ausrüstung 
scheitern.

Ich möchte an dieser Stelle außerdem betonen, dass ich fest davon 
überzeugt bin, dass man Qualität nicht am Produktionsland festmachen 
kann. Nicht alles, was in Deutschland/Europa produziert wird, ist gut 
und nicht alles, was in China/Asien produziert wird, ist schlecht. Man 
darf ja auch nicht vergessen, dass ein großer Teil der 
Elektronikprodukte in China/Asien hergestellt wird.

In Deutschland/Europa gibt es jedoch strengere Vorschriften und Gesetze, 
die meiner Meinung nach aus gutem Grund Mindeststandards bei wichtigen 
Aspekten wie Sicherheit setzen. Bei Eigenimporten aus China/Asien sollte 
man sich dessen bewusst sein, dass man auf die Einhaltung derer 
potentiell verzichtet. Ich habe für mich entschieden, dass das für mich 
gegenwärtig nicht in Frage kommt.

Ich habe meine Lötstation schon und freue mich auf den ersten Einsatz. 
Leider muss ich noch ein bisschen auf das restliche Equipment wie 
Lötzinn usw. warten, da ich bei verschiedenen Händlern bestellt habe ^^ 
Ich melde mich nochmal in ein paar Wochen, wie es mir ergangen ist.

von Andreas B. (bitverdreher)


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Thomas O. schrieb:
> deswegen sollte man unbedingt mal was neues ausprobieren. Jeder wird
> sagen seine Lötstation ist gut, bis er etwas besseres getestet hat und
> dann wird man erst zugeben, ja das was ich vorher hatte war nicht das
> Gelbe vom Ei.

Da könnte was dran sein. Ich habe z.B. noch nie eine JBC in der Hand 
gehabt. ;-)

Oliver H. schrieb:
> Allerdings fehlt mir derzeit das Know-How, um über die
> Funktionalität und Sicherheit solcher aus China importierten Geräte
> selbstständig urteilen zu können.

Einfache Abhilfe: Du kaufst Dir nur den T12 Controller nebst Lötkolben 
und schließt ein 24V 3A Netzteil Deiner Wahl an. Kostet als BS ca. 25€.

von Paul (Gast)


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Meine Loetstation ist von ERSA, Loetkolben mit Holzgriff, Loetspitze aus 
reinem Kupfer, Salmiakstein, Kolophonium, Loetwasser, und als Ablage 
dient eine Wuerstchendose.

von Paul (Gast)


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Ich vergaß zu erwähnen dass das Netzkabel aus einem echten geschmeidigen 
Gummi besteht.

von Andreas B. (bitverdreher)


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Paul schrieb:
> Meine Loetstation ist von ERSA, Loetkolben mit Holzgriff, Loetspitze aus
> reinem Kupfer, Salmiakstein, Kolophonium, Loetwasser, und als Ablage
> dient eine Wuerstchendose.

Wir reden hier eigentlich über Elektronikwerkzeuge und keine 
Dachdeckerutensilien.

von Jack V. (jackv)


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Oliver H. schrieb:
> ich [kann] gerade am Anfang schwer feststellen [], ob
> meine Lötversuche aufgrund fehlenden Könnens oder defekter Ausrüstung
> scheitern.

Wenn’s Lötzinn nicht schmilzt, liegt es äußerst selten am fehlenden 
Können. Das Löten ist nun auch keine Raketenwissenschaft, bei der alle 
Komponenten vom Besten und fein aufeinander abgestimmt sein müssen, 
damit es überhaupt funktioniert.

von Paul (Gast)


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Jack V. schrieb:
> Oliver H. schrieb:
>> ich [kann] gerade am Anfang schwer feststellen [], ob
>> meine Lötversuche aufgrund fehlenden Könnens oder defekter Ausrüstung
>> scheitern.
>
> Wenn’s Lötzinn nicht schmilzt, liegt es äußerst selten am fehlenden
> Können. Das Löten ist nun auch keine Raketenwissenschaft,


Heutzutage schon weil es kaum noch jemand richtig kann!

von René F. (therfd)


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Paul schrieb:
> Heutzutage schon weil es kaum noch jemand richtig kann!

Naja das trifft eher nur auf den Nachwuchs zu, wir haben ein paar mal 
junge Bewerber mal löten lassen (ist sowas wie eine Grundvorraussetzung 
bei uns, weil wir häufig auch mal Einzelstücke bei uns bestücken 
müssen).

THT hat bei den meisten noch irgendwie geklappt, SMD war jedes Mal eine 
Katastrophe, obwohl es einfache Packages waren (1206, ICs mit 1,27er 
Pitch etc..)

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