Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Kaufempfehlung/hinweise Trenn/Stelltrafo


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von Timo N. (tnn85)


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Hallo,

bei was gilt es grundsätzlich beim Kauf oder Selbstbau eines gebrauchten 
Stell/Trenntrafo zu achten?

Hauptanwendung: Reparatur und Analyse von einphasig versorgten 
Haushaltsgeräten und Werkzeugen. Ich dachte so an max. 350VA.

Sind wirklich alte Trenntrafos (mehr als 30 Jahre alte) zu empfehlen. 
Hab da ehrlich gesagt etwas Vorbehalte wegen möglichem Windungsschluss 
(PU-Isolierung der Kupferlackdrähte löst sich auf, oder was weiß ich.

von MaWin (Gast)


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Timo N. schrieb:
> bei was gilt es grundsätzlich beim Kauf oder Selbstbau eines gebrauchten
> Stell/Trenntrafo zu achten?

Ausreichende Leistung, Überlastungsschutz.

> Hab da ehrlich gesagt etwas Vorbehalte wegen möglichem Windungsschluss
> (PU-Isolierung der Kupferlackdrähte löst sich auf, oder was weiß ich.

Normal ist ja ein Spar-Stelltrafo und ein Sicherheitstrenntrafo 
hintereinander. Da darf der Stelltrafo schon mal Windungsprobleme haben, 
der Sicherheitstrafo hat bei besseren 2-Kammer Wicklung oder 
Schirmwicklung.

Ich sehe in einem älteren gebrauchten also kein Problem.

Man möchte aber gerne eine Strom/Spannungsanzeige:

Dieses 20A Modell 
Ebay-Artikel Nr. 233561465993 
lässt sich so umbauee, daß es 0-250V anzeigt versorgt aus der Spannung 
vor dem Stelltrafo und arbeitet ohne ungenauen Stromwandeltrafo.

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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Wenn Du einen alten Trafo findest, der noch funktioniert, würde ich den 
bedenkenlos einsetzen. Die sind von der Qualität oft besser als neue 
Geräte. Im Extremfall kann man den auch einmal prüfen lassen, aber wenn 
die nicht überlastet wurden oder so halten die normalerweise ewig.

von Christoph db1uq K. (christoph_kessler)


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Ostalgie...
Wir haben drei unterschiedlich große aus der Reihe hier in der Firma. 
Anscheinend hat die Conrad mal importiert. Der Dicke hat einen 
Stufeneinschalter zur Einschaltstrombegernzung.

von Timo N. (tnn85)


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MaWin schrieb:
> Ausreichende Leistung, Überlastungsschutz.

Hast du vollkommen Recht. Überlastschutz muss dann auch noch rein und ne 
Sicherung (bei Eigenbau, bei fertigen Geräten setze ich das voraus).
Ausreichende Leistung: 350VA, ok? Oder reicht da noch weniger. Gerade 
bei Werkzeugen komme ich sicher an die Leistung ran.

MaWin schrieb:
> Normal ist ja ein Spar-Stelltrafo und ein Sicherheitstrenntrafo
> hintereinander. Da darf der Stelltrafo schon mal Windungsprobleme haben,
> der Sicherheitstrafo hat bei besseren 2-Kammer Wicklung oder
> Schirmwicklung.

Der Sicherheitstrenntrafo ist der Knackpunkt. Woran erkenne ich, ob der 
Trafo eine 2-Kammer-Wicklung hat (von Fotos online). Wie steht sowas auf 
dem Typenschild?

Ben B. schrieb:
> Im Extremfall kann man den auch einmal prüfen lassen
Hm so ein anbahnender Windungsschluss fällt halt von außen kaum auf und 
ich wüsste jetzt direkt auch nicht, wie ich den korrekt zu prüfen hätte. 
Tipps?

von Timo N. (tnn85)


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Christoph db1uq K. schrieb:
> Wir haben drei unterschiedlich große aus der Reihe hier in der Firma.

Von den Thalheimern hab ich auch schon oft bei meiner Suche gelesen. 
Allerdings neu und jung gebraucht weit außerhalb meines Budgets.

von Ach Du grüne Neune (Gast)


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Christoph db1uq K. schrieb:
> Wir haben drei unterschiedlich große aus der Reihe hier in der Firma.
> Anscheinend hat die Conrad mal importiert.

Der kleine LTS002 aus dem Conrad Katalog von 1984 hatte damals 329,- DM 
gekostet.

Hier noch ein nostalgisches Foto vor einer Nussbaumvertäfelung mit Herrn 
Klaus Conrad und seinen Beiräten bei der Arbeit.

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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Hmmm ich würde sagen kommt aufs Gerät an. Aufmachen und reinschauen. 
Wenn der Trenntrafo aus zwei Kammern besteht und da nichts heiß geworden 
aussieht, hätte ich keine Probleme damit, das Ding zu benutzen.

Anonsten evtl. zum Elektromotoren-Instandsetzer gehen, der müsste solche 
Messgeräte haben. Eingang und Ausgang gegen Erdschluß prüfen und Eingang 
gegen Ausgang. Frag mich nicht mit welchen Spannungen, ich vermute 
irgendwas um 3kV gegen Erde und 3..4kV Eingang gegen Ausgang. Nur den 
Trenntrafo selbst, keine evtl. vorhandene Regelung oder 
Entstörkondensatoren.

von Timo N. (tnn85)


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Ben B. schrieb:
> Frag mich nicht mit welchen Spannungen, ich vermute
> irgendwas um 3kV gegen Erde und 3..4kV Eingang gegen Ausgang. Nur den
> Trenntrafo selbst, keine evtl. vorhandene Regelung oder
> Entstörkondensatoren.

Oh gut. Dann bräuchte ich nur noch den Isolationsprüfer ;). Wird aber 
sowieso langsam Zeit.

von michael_ (Gast)


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Ist aber eine zerstõrende Prüfung.
Da brauchst du mehrere.
Ich hab sowas, geht bis 4500V ~.
Vorkriegsmodell.

von Wollvieh W. (wollvieh)


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Wenns ein Trenntrafo mit getrennten Wicklungen ist, braucht man sich bei 
geerdetem Kern keine Sorgen zu machen.

Hat schonmal jemand einen Trenntrafo mit IT-System wie im medizinischen 
Bereich aufgebaut? Idee ist, wenn man versehentlich doch reingreift, 
kann man damit eine Fehlerstromabschaltung realisieren. Geht natürlich 
nicht, wenn man mit der Oszi-Erdklemme rumfuhrwerkt. Aber gerade wenn 
man freischwebend mit dem Multimeter arbeitet, scheint mir eine 
Schaltung recht praktisch, die erkennt, wenn man nicht mehr frei 
schwebt, sondern mit der Hand im Getriebe gelandet ist. :)

Ein passendes Überwachungsmodul von Bender habe ich dafür. Den 
dazugehörigen Trenntrafo mit 6kVA konnte ich leider nicht mitnehmen, und 
er wäre auch nichts für den Schreibtisch (knapp 100kg Lebendgewicht.)

von 2 Cent (Gast)


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Timo N. schrieb:
> Wie steht sowas auf
> dem Typenschild?
Habe im Prinzip dasselbe Problem mit meinem ur_ur_uraltem Trenntrafo. 
Der hat mich niemals im Stich gelassen, sonst könnte ich hier nicht 
senfen :D

Lese gerade nochmal
https://de.wikipedia.org/wiki/Schutzisolierung
Hilft uns aber leider auch nicht wirklich weiter, sorry :/

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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Der Sinn von medizinischen IT-Netzen ist aber eher, daß man sie bei 
einem Erdschluß weiterbetrieben werden können und nicht sofort 
ausfallen.

von Dieter (Gast)


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Früher gab es günstige einstellbare Trenntrafos, die als Steller den 
Mechanismus haben wie dieser Stelltrafo:

https://www.reichelt.de/ringkern-stelltrafo-0-250-v-4-a-1000-w-analog-mcp-1000-analog-p255916.html
Vorsicht, der ist nicht galvanisch isoliiert.

Heutzutage, wenn man es günstig haben möchte, bleibt einem oft nur übrig 
einen Trenntrafo zu kaufen und schaltet so einen Stelltrafo dahinter.
So sind das 70 Euro Stelltrafo + 130 Euro Trenntrafo, rund 200 Euros.

Regelltrenntransformator dagegen liegt bei 650...1000 Euros.
https://www.reichelt.de/regeltrenntransformator-0-250-v-ac-br-351-p100665.html?&trstct=pos_0&nbc=1

Oder es findet sich ein günstiges gebrauchtes Gerät.

von Christoph db1uq K. (christoph_kessler)


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Vor ein paar Jahren lag hier ein Stelltrafo im Müll, 
Kunststoffbefestigungslasche abgebrochen, sonst vermutlich ok. Ich habe 
ihn jedenfalls sichergestellt für karge Zeiten.

Hersteller Schuntermann Nähe Düsseldorf:
https://www.schuntermann.de/de/stelltransformatoren
Der Download-Button funktioniert nicht, irgendwer hat die pdf zu jpg 
umbenannt, sind aber unter diesem Pseudonym unter Downloads abrufbar, 
hier die Stelltrafos:
https://www.schuntermann.de/storage/app/uploads/public/5e9/64b/f1b/5e964bf1bffc6643942331.pdf

Auf dem Foto mit Conrad ist auch der frühere Funkschau-Chefredakteur 
Prof. Karl Tetzner abgebildet
https://www.google.com/search?tbm=bks&q=%22karl+tetzner%22

: Bearbeitet durch User
von Horst S. (petawatt)


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Mit größer werdender Trafoleistung steigt die Wahrscheinlichkeit einer 
Sicherungsauslösung im Einschaltmoment. Trafo zuerst über kleinen 
Widerstand zuschalten und dann über Zeitrelais (ev. mit zusätzlichem 
Schütz) den Widerstand kurzschließen. Erspart das Gerenne zum 
Sicherungskasten.
Grüße von petawatt

von Christoph db1uq K. (christoph_kessler)


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Sag ich ja, im Schaltplan zum LTS006 ist ein Schutzwiderstand 22 Ohm zu 
sehen. der beim Einschalten mit dem Netz-Drehschalter ohne zu rasten 
kurzzeitig vorgeschaltet ist, bevor er in der Endstellung überbrückt 
wird. Einfach aber wirksam ohne zusätzliche Elektronik.

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Beitrag #6255184 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #6255212 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Manfred (Gast)


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Christoph db1uq K. schrieb:
> Sag ich ja, im Schaltplan zum LTS006 ist ein Schutzwiderstand 22 Ohm zu
> sehen. der beim Einschalten mit dem Netz-Drehschalter ohne zu rasten
> kurzzeitig vorgeschaltet ist, bevor er in der Endstellung überbrückt
> wird.

So ist es auch im Grundig RT5A realisiert, ca. 60er / 70er Jahre.

Der Vorgänger RT5 hat keine Einschaltstrombegrenzung, den konnte ich für 
lau abernten, weil der defekt ist, immer die Sicherung wirft :-) An der 
trägen Schmelzsicherung funktioniert der aber bestens, für Betrieb im 
Haus an B16 hat er dann eine Begrenzung mit Relais und eigenem Netztrafo 
bekommen.

von Timo N. (tnn85)


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Manfred schrieb:
> Einschaltstrombegrenzung

Gibt es diese Schalter auch irgendwo einzeln zu erwerben? Hab nun ein 
schönes Gehäuse, samt verstellbarem Spartrafo mit 1000VA.
In dem Gehäuse (Messgerät) war außerdem ein 1000VA Trafo 230V/40V (25A) 
hinter den Spartrafo geschaltet.
Den Trenntrafo hol ich mir noch separat. Sicherung war schon vorhanden, 
aber ich werde mir das auch nochmal genauer ansehen.

Was sollte außer nem Anzeigeinstrument denn noch so alles in einen 
vernünftigen Stell/Trenntrafo. Die Thalheimer haben ja auch nicht viel 
mehr.

von Horst S. (petawatt)


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Mein Stelltrafo hatte einen Schalter an der Schleiferachse bei 0V. Hab 
ich in die Schaltung zur Einschaltstrombegrenzung integriert. Das Zu- 
und Abschalten des Trafos erfolgte über 2 Taster und ein selbsthaltendes 
Schütz. Die Zuschaltung kann nur in Stellung 0V erfolgen.
Die Integration der Spannungs- und Strominstrumente in Ausschnitte des 
Eisengehäuses war ein Reinfall, da die Instrumente magnetisch nicht 
abgeschirmt waren. Der zusätzliche Pfad für die magnetischen Feldlinien 
im Eisenblech schwächt das Feld im Luftspalt und die Instrumente zeigen 
zu wenig an!
Grüße von petawatt

von Timo N. (tnn85)


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Horst S. schrieb:
> Mein Stelltrafo hatte einen Schalter an der Schleiferachse bei 0V. Hab
> ich in die Schaltung zur Einschaltstrombegrenzung integriert. Das Zu-
> und Abschalten des Trafos erfolgte über 2 Taster und ein selbsthaltendes
> Schütz. Die Zuschaltung kann nur in Stellung 0V erfolgen.

Ist dein Stellspartrafo auch hinter deinem Trenntrafo?
Der Einschaltstrom ist doch unabhängig davon ob der Ausgang belastet 
wird hoch. Was bringt dir diese Einstellung?
Vor allem: Welches Schütz hast du verwendet, dass diese Belastung 
aushält?

Messinstrumente werde ich vermutlich digitale nehmen.

von Dieter (Gast)


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Intern würde ich ein Gerät mit Hutschinenmontage einbauen, zB. so etwas:

https://www.voelkner.de/products/425436/Camtec-3041081002-Einschaltstrombegrenzer-16-440Hz-ESB101.23.html?manufacturers_id=13125
50-60 Euros

Also in den Kasten eine kleine Hutschine und alles schon sauber 
verdrahtet.

Zum Dazwischenschalten:
https://www.voelkner.de/products/294208/Unitec-41748-Einschaltstrom-Begrenzer-Schwarz.html?offer=929238a0d3a0d033efbb95a4685bdc4e
35-40 Euros

https://de.elv.com/elv-einschaltstrombegrenzung-esb-54-2-komplettbausatz-105795
30-40 Euros (Beim Bausatz kann man die Platine einbauen und das Gehäuse 
für etwas anderes verwenden.)

von Horst S. (petawatt)


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Timo N. schrieb:
> Ist dein Stellspartrafo auch hinter deinem Trenntrafo?
War nur Stelltrafo. Keine Trenntrafofunktion.

Timo N. schrieb:
> Der Einschaltstrom ist doch unabhängig davon ob der Ausgang belastet
> wird hoch. Was bringt dir diese Einstellung?
Angeschlossenes Gerät durfte nicht irrtümlich bei höherer Spannung 
zugeschaltet werden.

Timo N. schrieb:
> Welches Schütz hast du verwendet, dass diese Belastung
> aushält?
Drehstrom-Motor-Schütz

Grüße von petawatt

von Manfred (Gast)


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Timo N. schrieb:
>> Einschaltstrombegrenzung
>
> Gibt es diese Schalter auch irgendwo einzeln zu erwerben?

Dazu sollten sich im µC-net Threads finden lassen. Da man auch mal in 
zeitlich kurzen Abständen schaltet, darf es keine Lösung mit NTC sein.

Ich gucke immer nach, was ich so an Material vorrätig habe, verdammt 
viel, und greife zum Lötkolben.

Der 'Trick' an meiner Lösung ist, dass das linke Relais den Elko des 
rechten bei Wegfall der Spannung zügig entlädt, also auch bei mehrfach 
Ein/Aus die Begrenzung wieder greift.

> Was sollte außer nem Anzeigeinstrument denn noch so alles in einen
> vernünftigen Stell/Trenntrafo.

Im Grundig RT-5A sind zwei Dreheiseninstrumente für Spannung und Strom, 
das genügt mir vollkommen. Ich will nur die Größenordnung sehen, wenn es 
genau sein muß, kommt ein TrueRMS Fluke in die Leitung. Den 
handelsüblich billigen Digitaleinbaudingern traue ich nicht, ich habe 
schon oft genug unglaubwürdige Werte gesehen, wenn die Last krumm ist.

von Timo N. (tnn85)


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Horst S. schrieb:
> Angeschlossenes Gerät durfte nicht irrtümlich bei höherer Spannung
> zugeschaltet werden.

Ok. würde sowieso einen schaltbaren Ausgang vorsehen.

Horst S. schrieb:
> Drehstrom-Motor-Schütz
Hast du n Typ für mich?

Manfred schrieb:
> Dazu sollten sich im µC-net Threads finden lassen. Da man auch mal in
> zeitlich kurzen Abständen schaltet, darf es keine Lösung mit NTC sein.

Auch wenn ich das einfach hinbekommen sollte, möchte ich es einfach 
halten.
Die Thalheimer hatten damals auch nur einen Widerstand, der eben durch 
den Schalter vor dem Durchgang geschaltet wurde. Wie der zufall so will, 
hab ich in meinem Gehäuse einen fetten 40 Ohm Leistungswiderstand 
verbaut, den ich dafür nutzen könnte. Dh. ich könnte erst den schalten 
und dann ein Schütz für den vollen Durchgang. Im Prinzip reicht doch da 
ein kleines Schütz, dass nur für die Gebrauchskategorie AC1 einen hohen 
Strom liefern kann, da ich ja nicht den hohen Eingangstrom überr die 
Relaiskontakte fließen lasse.
Oder mache ich da einen Denkfehler?
Denke da an irgend einen Finder-Schütz für die Hutschiene

Dein im Schaltplan verwendetes Relais:
https://www.zettlerelectronics.nl/wp-content/uploads/az735.pdf
scheint mir auch nicht den Eindruck zu machen, als könnte es große 
induktive Lasten ab, wenn es normal belastet würde, also gehe ich mal 
davon aus, dass ich da nicht so kritisch sein muss.

Mit deinen zweifeln an den Digitalinstrumenten hast du natürlich Recht. 
Wollte aber immer mal so in Ding haben und würde es testen bevor ich mir 
meine Frontplatte fräse.

von Horst S. (petawatt)


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Timo N. schrieb:
> Horst S. schrieb:
>> Drehstrom-Motor-Schütz
> Hast du n Typ für mich?

Kenne deine Trafoleistung nicht. Motorschütze gibt es wie Sand am Meer.
z.B. bei Reichelt 
https://www.reichelt.de/motorschuetze-c8501.html?&nbc=1

Bei höheren Anforderungen nach AC6a (Schalten von Transformatoren) 
aussuchen z.B. 
https://www.schuetze24.com/leistungsschuetze/3-polig/leistungsschuetz-k3-10 
. Bei einer Einschaltstrombegrenzung aber überzogen.

Grüße von petawatt

von Andreas V. (Firma: IGL) (andreas_va)


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Hallo zusammen,

ich habe seit zwei Jahren einen Trenntrafo von Murr mit 400VA 230V auf 
230V.
Das Ding ist super. Ich habe es mit einer 4A Neozed Sicherung 
abgesichert, weil ich die noch da hatte. Die 4A braucht der Trafo wegen 
des Einschaltstromes auch. Die Sicherung habe ich noch nie durchgefetzt.
Im Nachhinein ärgere ich mich nur das ich sekundär nicht 2x115V statt 
230V genommen habe. Die 115V hätte ich schon manchmal brauchen können.

Letzte Woche kaufte ich mir deswegen einen China Kracher Stelltrafo von 
Tengen mit 500W aus der Bucht.

Der Stelltrafo macht mir für heutige Verhältnisse einen guten Eindruck. 
Also ich bin jetzt erst mal begeistert. Der hat eine Analoganzeige bis 
250V und so weit geht er auch. Die Skala am Stellknopf stimmt zwar nicht 
ganz mit der Realität überein, aber das Problem haben auch andere 
Hersteller. Allerdings kann man für 40€ + Versandkosten nicht mehr 
erwarten.
Eine Sicherung hat das Gerät allerdings nicht.

Gruß
Andreas

: Bearbeitet durch User
von Andreas V. (Firma: IGL) (andreas_va)


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Noch etwas zur Sicherheit:
Ich kenne den techn. Hintergrund nicht und möchte niemandem zu nahe 
treten.

- Einen Stelltrafo nie ohne Trenntrafo betreiben! Es gibt keine 
galvanische Trennung bei einem Stelltrafo/Spartrafo. !!!Lebensgefahr!!!

- Eine Sicherung ist unabdingbar notwendig! 500W => 4A.

- Die Sicherung muss geeignet sein die entsprechenden Ströme 
auszuhalten. Eine Feinsicherung würde ich deshalb nie nehmen.

- Hutschienen zur Befestigung der Klemmen sind immer eine gute Idee.

- Das Gehäuse eines Trafos muss schutzisoliert oder bei leitenden 
Werkstoffen geerdet sein.

- Der Ausgang der Sekundärseite des Trenntrafos und auch der 
Stelltraffo/Sparstrafo dürfen keine Verbindung mit der Erdung haben, 
sonst ist der ganze Schutz dahin!

: Bearbeitet durch User
von ~Mercedes~  . (lolita)


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Wer man sich einen älteren, gebrauchten Trafo anschafft,
sollte unbedingt prohylaktisch (schreibt man das so?)
den Störschutzfilter auswechseln!
Wenn der abbrennt (weil der Kondensator nen "kurzen" hat),
bekommst Du den Gestank verdammt schwer wieder weg!


mfg

von W.S. (Gast)


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Ben B. schrieb:
> Hmmm ich würde sagen kommt aufs Gerät an. Aufmachen und reinschauen.
> Wenn der Trenntrafo aus zwei Kammern besteht und da nichts heiß geworden
> aussieht, hätte ich keine Probleme damit, das Ding zu benutzen.

Aufmachen und reinschauen? Nö. Das geht höchstens mit Eigenbauten. Bei 
den Trennstelltrafos die ich kenne, ist der Trenntrafo im Gehäuse voll 
vergossen. Da sieht man GARNICHTS vom Trenntrafo. Der anschließende 
Regeltrafo ist hingegen offen. Logisch...

W.S.

von Andreas V. (Firma: IGL) (andreas_va)


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Andreas V. schrieb

Manfred schrieb:
> So ist es auch im Grundig RT5A realisiert, ca. 60er / 70er Jahre.

Bei der Schaltung ist auf folgendes zu achten:
- Der Schalter schaltet in Stellung 1 nur Kontakt1 auf zu.
- Der Schalter schaltet in Stellung 2 den Kontakt2 auf zu und überbrückt 
den Anlaßwiderstand. Der Kontakt 1 darf beim Übergang von Stellung 1 auf 
Stellung 2 nicht schalten. Der Kontakt 1 darf nicht aufgehen! Das ist 
ganz wichtig!!!

Als Anlaßwiderstand kann man einen NTC-Widerstand (also einen 
Heißleiter) oder eine Glühbirne nehmen.

von Timo N. (tnn85)


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Andreas V. schrieb:
> Bei der Schaltung ist auf folgendes zu achten:
> - Der Schalter schaltet in Stellung 1 nur Kontakt1 auf zu.
> - Der Schalter schaltet in Stellung 2 den Kontakt2 auf zu und überbrückt
> den Anlaßwiderstand. Der Kontakt 1 darf beim Übergang von Stellung 1 auf
> Stellung 2 nicht schalten. Der Kontakt 1 darf nicht aufgehen! Das ist
> ganz wichtig!!!
>
> Als Anlaßwiderstand kann man einen NTC-Widerstand (also einen
> Heißleiter) oder eine Glühbirne nehmen.

Lass den NTC (bzw. bei mir einen Lastwiderstand) sowieso drin. Der wird 
nur beim Ausschalten komplett rausgenommen. Stört ja nicht.

Für die Sicherung dann wohl eher was Träges, oder? Wollte sowohl Ausgang 
als auch Eingang absichern. Leider gibts kine günstigen 
Leitungsschutzschalter mit dem Bemessungsstrom, den ich benötige. Aber 
ich denke Einmalsicherungen tun es auch.

von Manfred (Gast)


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Timo N. schrieb:
> Dein im Schaltplan verwendetes Relais:
> https://www.zettlerelectronics.nl/wp-content/uploads/az735.pdf
> scheint mir auch nicht den Eindruck zu machen, als könnte es große
> induktive Lasten ab, wenn es normal belastet würde,

Das Relais hat wenig zu tun: Im Anlauf sind 20 Ohm in Reihe zum Trafo, 
das Relais muß dann nur die paar Volt überbrücken. Auch beim Abschalten 
hat es 20 Ohm parallel zum Kontakt - ich sehe das vollkommen unkritisch.

Auch bei Dir sehe ich nicht, dass es ein fettes Schütz sein muß, das tut 
jedes Relais, welches den Betriebsstrom tragen kann.

von Uwe (Gast)


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MaWin schrieb:
> Dieses 20A Modell
> Ebay-Artikel Nr. 233561465993
> lässt sich so umbauee, daß es 0-250V anzeigt versorgt aus der Spannung
> vor dem Stelltrafo und arbeitet ohne ungenauen Stromwandeltrafo.

@ MaWin
Interessantes Teil, würde ich mir gerne bestellen und auch wie von dir 
beschrieben umbauen wollen.
Hättest du nähere Infos zu diesem Umbau?

Danke
Uwe

von Andreas V. (Firma: IGL) (andreas_va)


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von Andreas V. (Firma: IGL) (andreas_va)


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Timo N. schrieb:
> Für die Sicherung dann wohl eher was Träges, oder? Wollte sowohl Ausgang
> als auch Eingang absichern. Leider gibts kine günstigen
> Leitungsschutzschalter mit dem Bemessungsstrom, den ich benötige. Aber
> ich denke Einmalsicherungen tun es auch.

Du willst ja den Trafo absichern und nicht irgendwas Anderes. 
Mittelträge sollte auch gehen, aber wozu? 4A für einen 400VA Trafo ist 
OK. Die Stelltrafos oder Trenntrafos die man so kaufen kann haben bei 
500 VA eine 5A Sicherung drinnen und die sind mit Sicherheit alle träge. 
Ein Trafo erhitzt sich nicht so schnell. Aber grössere Sicherungen würde 
ich auf gar keinen Fall nehmen. FI macht bei einem Trenntrafo keinen 
Sinn und ohne Trenntrafo arbeiten ist überhaupt nicht ratsam! Es besteht 
Lebensgefahr!

400VA 4A träge
500VA 4A träge (oder 5A träge)

Am Ausgang kommt's dann darauf an was man machen will und was man 
schützen will. Ist doch zum Testen!

von Timo N. (tnn85)


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Manfred schrieb:
> Auch bei Dir sehe ich nicht, dass es ein fettes Schütz sein muß, das tut
> jedes Relais, welches den Betriebsstrom tragen kann.

Recht hast du. Es wird auch ein Standard-Relais von Finder für die 
Hutschiene.
Das mit dem Motor-Schütz war rein interessehalber und hätte damit nichts 
zu tun.

Andreas V. schrieb:
> 4A für einen 400VA Trafo ist OK.

War auch der Plan bzw ist jetzt schon drin.

Andreas V. schrieb:
> FI macht bei einem Trenntrafo keinen
> Sinn und ohne Trenntrafo arbeiten ist überhaupt nicht ratsam!

Wofür denn FI? Ist doch Quatsch. Bau doch keinen FI da rein ;)

von Wollvieh W. (wollvieh)


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Ich hatte mal einen niederkapazitiven Trenntrafo gefunden. Leider ließ 
er sich nicht bergen, weil er $zuviel wog und ich ihn in meiner Wohnung 
eher in Wandnähe hätte aufstellen müssen, damit der Boden nicht 
durchbricht. Vom Flackern der Straßenbeleuchtung im Viertel beim 
Einschalten ganz abgesehen.

Irgendein amerikanisches Fabrikat mit 5 oder 10 pf Kapazität zwischen 
den Wicklungen, wenn ich das recht erinnere. Damit würde das in einem 
Thema nebenan erwähnte Problem mit dem Kribbeln einer 12V-Pumpe in einer 
Regentonne wohl nicht auftreten.

Wollte ich nur mal einwerfen, um neue Begehrlichkeiten hinsichtlich 
technischer Superlative zu wecken ("waaas, dein alter Trenntrafo hat 
beide Wicklungen auf einem Schenkel? Geht ja gaaar nicht")

: Bearbeitet durch User

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