Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Anfängerfrage zur Abschirmung neuer Versuch


Announcement: there is an English version of this forum on EmbDev.net. Posts you create there will be displayed on Mikrocontroller.net and EmbDev.net.
von Hans (Gast)


Bewertung
-1 lesenswert
nicht lesenswert
Leider war Punkt 2 stark missverständlich formuliert. Deshalb auf ein 
neues, weil der ganze Thread dadurch nicht zielführend wurde.

1. Wenn man ein Handy in eine (nicht geerdete) Drahtfolie einwickelt,
hat es keinen Empfang mehr.

2. Wenn man ein abgeschirmtes Kabel verlegt, aber den Schirm überhaupt 
nicht anschliesst, funktioniert die Abschirmung nicht.

Warum ist beides wahr?

von Mani W. (e-doc)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Und wozu jetzt ein neuer Thread von Dir?

Aber Punkt 1 ist ein Faradayscher Käfig, Punkt 2 nicht...

: Bearbeitet durch User
von Hans (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Na das ist doch mal ne glasklare Aussage. Danke :)

von Mani W. (e-doc)


Bewertung
1 lesenswert
nicht lesenswert
Wenn Du im Google eingibst:

Schirmung von Kabeln und Geräten, dann findest Du auch fundierte
Lösungen dazu...

von A. S. (achs)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hans schrieb:
> 2. Wenn man ein abgeschirmtes Kabel verlegt, aber den Schirm überhaupt
> nicht anschliesst, funktioniert die Abschirmung nicht.

Das ist so nicht richtig. Die Abschirmung funktioniert auch da. Nur ist 
rd selten der Fall, dass der Schirm rundum ist, aber nicht 
angeschlossen.

von Germann P. (mattann)


Bewertung
3 lesenswert
nicht lesenswert
Jeder Gegenstand hat eine Kapazität gegen seine Umgebung. Ein Draht hat 
Kapazität gegen das Lichtnetz und empfängt dadurch Brummspannung aus dem 
Feld er Lichtleitungen. Die Abschirmung des Drahtes empfängt den Brumm 
ebenfalls. Wenn man diese erdet, auch wenn sie nur einseitig geerdet 
ist, wird der durch die Brummspannung induzierte Strom abgeleitet und 
der Draht im Inneren der Abschirmung befindet sich im feldfreien Raum.
Anders liegt der Fall bei hochfrequenten Feldern. Diese induzieren in 
einer Metallwand Ströme, die den auftreffenden Wellen entgegengesetzt 
sind. Hinter der Metallwand ist ein feldfreier Raum. Doch gibt es den 
Effekt der Beugung der Wellen. Diese beugen sich um die Metallwand 
herum, ausgenommen es handelt sich um einen geschlossenen 
Metallbehälter. Der ist im Inneren feldfrei (Faradayscher Käfig) aber 
wehe, er hat irgendwo ein Loch. Da ist der Abschirmeffekt nur mehr 
gering, besonders bei hohen Frequenzen. Beispiel: Wenn man ein Handy in 
eine (ausgeschaltete!) Mikrowelle legt, hat es immer noch Empfang denn 
die Mikrowelle ist eine sehr "löchrige" Abschirmung.

von Sven S. (schrecklicher_sven)


Angehängte Dateien:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hans schrieb:
> Drahtfolie

Siehe Bild.

Oder meintest Du was Anderes?

von Dieter (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hans schrieb:
> 1. Wenn man ein Handy in eine (nicht geerdete) Drahtfolie einwickelt,
> hat es keinen Empfang mehr.

Da müssen aber auch die Enden auch sauber mehrfach eingeschlagen werden. 
Sonst hätte man noch eine Öffnung, die als Schlitzantenne funktioniert.
Oder die Drähte an den Enden werden leitend verbunden, so dass ein 
aradayscher Käfig entsteht.

> 2. Wenn man ein abgeschirmtes Kabel verlegt, aber den Schirm überhaupt
> nicht anschliesst, funktioniert die Abschirmung nicht.

Je nach Frequenz (Wellenlänge gegenüber dem Kabel) und Ausrichtung zu 
Quelle wäre das Ergebnis auch wieder unterschiedlich.

Ein neuer Thread macht das auch nicht immer einfacher. Es ist halt 
Physik der elektromagnetischen Felder und Wellen. Es kommt dabei auch 
auf die Unterfallentscheidungen an.

von Karl B. (gustav)


Bewertung
1 lesenswert
nicht lesenswert
Hi,
für Elektrostatik:
Influenzierung heißt das Zauberwort:
Beitrag "Re: Leitende Kugel umgeben von einer Schale mit Ladungsdichte"
Zitat:
"...Von den durch Influenz auf die Außenwand verschobenen positiven 
Ladungen gehen neue Feldlinien in den Raum hinaus, bis sie auf 
entsprechende Ladungen auf dem Fußboden etc. treffen.
Für geerdete Schirme bedeutet dies, dass die Feldlinien des positiven 
Innenleiterpotenzials ebenfalls an negativen Ladungen auf der Innenseite 
des Schirms landen, während die äußeren positiven Ladungen gegen Erde 
abfließen.
Bei Wechselspannung erfolgt ein ständiges Umpolen des inneren Feldes.
Entsprechend werden die influenzierten Ladungen über die Erde 
ausgetauscht..."
/Zitat sinngemäß
ISBN:3-8023-0610-4 Seite 230

ciao
gustav

von Hans (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
@Sven: Es war ein 50x50cm Fliegengitter aus Draht. Dort habe ich das 
Handy drin verpackt und den Falz umgeschlagen, so dass kein Luftschlitz 
mehr da war. Man konnte dann sehen, dass das Handy keinen Empfang mehr 
hatte.

von Günter Lenz (Gast)


Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
von Hans schrieb:
>2. Wenn man ein abgeschirmtes Kabel verlegt, aber den Schirm überhaupt
>nicht anschliesst, funktioniert die Abschirmung nicht.

Wo oder wie hast du den HF-Detektor zweipolig angeschlossen?
Um nachzuweisen ob HF vorhanden ist oder nicht mußt
du den Detektor oder Empfänger ja irgendwo anschließen.
Zeig mal dein Meßaufbau.

Antwort schreiben

Die Angabe einer E-Mail-Adresse ist freiwillig. Wenn Sie automatisch per E-Mail über Antworten auf Ihren Beitrag informiert werden möchten, melden Sie sich bitte an.

Wichtige Regeln - erst lesen, dann posten!

  • Groß- und Kleinschreibung verwenden
  • Längeren Sourcecode nicht im Text einfügen, sondern als Dateianhang

Formatierung (mehr Informationen...)

  • [c]C-Code[/c]
  • [avrasm]AVR-Assembler-Code[/avrasm]
  • [code]Code in anderen Sprachen, ASCII-Zeichnungen[/code]
  • [math]Formel in LaTeX-Syntax[/math]
  • [[Titel]] - Link zu Artikel
  • Verweis auf anderen Beitrag einfügen: Rechtsklick auf Beitragstitel,
    "Adresse kopieren", und in den Text einfügen




Bild automatisch verkleinern, falls nötig
Bitte das JPG-Format nur für Fotos und Scans verwenden!
Zeichnungen und Screenshots im PNG- oder
GIF-Format hochladen. Siehe Bildformate.

Mit dem Abschicken bestätigst du, die Nutzungsbedingungen anzuerkennen.