Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Funktion ewiges Pendel


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von Karl B. (gustav)


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Da der Thread
Beitrag "Re: Transistor für ewiges Pendel GC 100 pnp - Transistor (NF)"
interessant zu sein scheint, aber an eine Dateileiche rangepappt wurde,
möchte ich hier einen neuen Faden starten, der nebenbei wohl mit 
aussagekräftigerem Titel evtl. spätere Suchfunktionen erleichtern hilft.

Die Frage nach der Beschaffung der "richtigen" Spule tauchte da auf.
Weiter oben im Thread ist zwar schon eine ausführlichere Beschreibung 
mit Bildern etc.,
Beitrag "Re: Transistor für ewiges Pendel GC 100 pnp - Transistor (NF)"
scheint aber nicht nachbausicher zu sein.

Man wird nicht umhin kommen, echt zu basteln.
Oder... Frage an alle:
Kennt jemand solch einen Bausatz mit fertigen Bauteilen?
Uups.
Beitrag "Re: Transistor für ewiges Pendel GC 100 pnp - Transistor (NF)"

ciao
gustav

: Bearbeitet durch User
von oszi40 (Gast)


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Google: Jakubaschk Pendel und Transistor sollte einige Treffer liefern.
Die Beschaffung einer Spule dürfte dabei das Mühsamste sein? Evtl. 
könnte eine Relaiswicklung als Organspender nützlich sein.

von spess53 (Gast)


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Hi

>Jakubaschk Pendel und Transistor sollte einige Treffer liefern.

Jakubaschk hat eh nur aus 'Westzeitschriften' geklaut (eigene 
Erfahrung). Und selten etwas selbst aufgebaut. Na gut, Das Pendel könnte 
evtl. funktionieren. Nie selbst getestet.

MfG Spess

von Michael U. (amiga)


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Hallo,

spess53 schrieb:
> Jakubaschk hat eh nur aus 'Westzeitschriften' geklaut (eigene
> Erfahrung). Und selten etwas selbst aufgebaut. Na gut, Das Pendel könnte
> evtl. funktionieren. Nie selbst getestet.

gab es im Westen damals wirklich solch seltsame Schaltungslösungen, die 
er klauen konnte?
Es waren ja fast immer Sachen, die eine bestimmte Funktion mit 
minimalistischem Aufwand und teilweise fragwürdigen Mitteln, erreicht 
haben.
2 Transistoren, 5 Widerständen un Werteangaben wie R1 10k...100k, R2 
30...500 Ohm usw. waren an der Tagesordnung. Ich habe bei ihm eigentlich 
nie nachbausichere Schaltungen gesehen.
Allerdings war eigentlich alles mit Geduld und viel probieren 
tatsächlich zur Funktione zu bekommen.
Das Pendel läuft wunderbar, auch wenn es ewig her ist, daß ich es gebaut 
habe.
Ein paar andere Sachen von ihm habe ich damals auch genutzt, anderes 
entnervt in die Kiste geworfen.

Gruß aus Berlin
Michael

von Lügendetektor (Gast)


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spess53 schrieb:
> Hi
>
>>Jakubaschk Pendel und Transistor sollte einige Treffer liefern.
>
> Jakubaschk hat eh nur aus 'Westzeitschriften' geklaut (eigene
> Erfahrung). Und selten etwas selbst aufgebaut. Na gut, Das Pendel könnte
> evtl. funktionieren. Nie selbst getestet.
>
> MfG Spess

Ohh...

DDR-Meisterschaft im Verleumden?

Sieger ist "Spess53"
Applaus.
:(

Ansage: Hagen Jakubaschk hatte eines der best eingerichtetesten 
Laboratorien, die ich je gesehen habe. Es befand sich auf dem Gelände 
der GST in Neuenhagen. Der war sicher nicht auf Beiträge von solchen 
Krampen wie Dir angewiesen.

von Harald W. (wilhelms)


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Michael U. schrieb:

> Das Pendel läuft wunderbar, auch wenn es ewig her ist, daß ich es gebaut
> habe.

Deshalb ja auch "ewiges Pendel".

von Hoch mit der Mauer (Gast)


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Lügendetektor schrieb:
> Ohh...
>
> DDR-Meisterschaft im Verleumden?
>
> Ansage: Hagen Jakubaschk hatte eines der best eingerichtetesten
> Laboratorien, die ich je gesehen habe. Es befand sich auf dem Gelände
> der GST in Neuenhagen.
Ja, die überlegenen DDR Labore, wer kennt sie nicht. Deshalb hoch mit 
der Mauer, dann kann der Osten wieder ungestört seine Überlegenheit 
feiern und der Westen muss das dumme Gelaber nicht länger finanzieren, 
kann statt dessen das Geld sinnvoll im eigenen Land ausgeben.

> Der war sicher nicht auf Beiträge von solchen
> Krampen wie Dir angewiesen.
Als Hagen Jakubaschk dein geliebtes Heimatland verlassen hat galt noch 
Schießbefehl. Lag seine Auswanderung am Labor oder an seinen 
Landsleuten?

von Axel S. (a-za-z0-9)


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Harald W. schrieb:
> Michael U. schrieb:
>
>> Das Pendel läuft wunderbar, auch wenn es ewig her ist, daß ich es gebaut
>> habe.
>
> Deshalb ja auch "ewiges Pendel".

Das wäre dann eher ein "ewig heriges Pendel" ;)

SCNR


Was Jakubaschk angeht: einige Schaltungen von ihm waren in der Tat mit 
der heißen Nadel gestrickt. Etliche mehr enthielten in der gedruckten 
Version Fehler, die sehr wahrscheinlich nicht er, sondern das Lektorat 
verschlampt hat. Andererseits hat der Mann auch einen unglaublich großen 
Output gehabt. Nur wer nichts macht, macht keine Fehler.

von Zeno (Gast)


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Michael U. schrieb:
> 2 Transistoren, 5 Widerständen un Werteangaben wie R1 10k...100k, R2
> 30...500 Ohm usw. waren an der Tagesordnung. Ich habe bei ihm eigentlich
> nie nachbausichere Schaltungen gesehen.
> Allerdings war eigentlich alles mit Geduld ...

Ja so wie Du schreibst war es. Er hat eigentlich eher Anregungen zu 
Projekten gegeben und der Weg bis es funktioniert hat war oftmals 
mühsam, insbesondere dann wenn keine oder nur minimalistische Messmittel 
zur Verfügung hatte.
Allerdings ist man dabei nicht dümmer geworden, weil man sich mit dem 
Konzept auseinandersetzen mußte.
Blind nachbauen war bei seinen Schaltungen fast nie möglich da bei den 
Bauteilwerten eigentlich immer von bis Angaben waren.

Einzig in seinem Buch Amateurtontechnik waren die meisten Schaltungen 
recht nachbausicher, wenn auch meist sehr aufwändig, was beim Schüler 
dann am Budget scheiterte.

von Zeno (Gast)


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Hoch mit der Mauer schrieb:
> Ja, die überlegenen DDR Labore, wer kennt sie nicht. Deshalb hoch mit
> der Mauer, dann kann der Osten wieder ungestört seine Überlegenheit
> feiern und der Westen muss das dumme Gelaber nicht länger finanzieren,
> kann statt dessen das Geld sinnvoll im eigenen Land ausgeben.

Typischer Dummschwätzer! Entweder nie den Osten wirklich erlebt ("so 
genannter Besserwessi") oder ein verbitterter Ossi, der alles hasst was 
im Osten war.

von Bürovorsteher (Gast)


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>  Na gut, Das Pendel könnte evtl. funktionieren. Nie selbst getestet.

Das Pendel lief 1A. Selbst aufgebaut vor über 50 Jahren. Die Spule war 
dabei von derselben Bauart wie die der Gabelschaltung im W38 - 
stabförmig mit einseitig entferntem Blechpaket.
Das benutzte Pendel war ein Strasser-Kompensationspendel von einer 
Hauptuhr aus dem VEB Fernmeldewerk Leipzig und steht immer noch bei mir 
im Keller.

von Hoch mit der Mauer (Gast)


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Zeno schrieb:
> Typischer Dummschwätzer! Entweder nie den Osten wirklich erlebt ("so
> genannter Besserwessi") oder ein verbitterter Ossi, der alles hasst was
> im Osten war.

Die technischen und gesellschaftlichen Zustände in Deinem geliebten aber 
untergegangen Heimatland habe ich erlebt, durfte aber zum Glück wieder 
raus und konnte so vergleichen. Deshalb habe ich kein Problem damit ein 
"so genannter Besserwessi" zu sein. Ein "realer Schlechterossi" zu sein 
fände ich weit schlimmer, besonders so einer, der alles liebt was im 
Osten war, weil er es seit 30 Jahren nicht geschafft hat in der 
Zivilisation anzukommen. Hagen Jakubaschk war dagegen von deinem 
geliebten Land offensichtlich nicht ganz so begeistert wie du es immer 
noch bist.

von Hugo E. (Gast)


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Hoch mit der Mauer schrieb:
> weil er es seit 30 Jahren nicht geschafft hat
> in der Zivilisation anzukommen.

Zeno hat recht.
Bist einfach ein Dummschwätzer und nichts weiter.

von Harald W. (wilhelms)


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Bürovorsteher schrieb:

> Das benutzte Pendel war ein Strasser-Kompensationspendel

Der Sekundentakt wird aber trotzdem nicht sehr präzise gewesen sein.

von Hugo E. (Gast)


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Harald W. schrieb:
> Bürovorsteher schrieb:
>
>> Das benutzte Pendel war ein Strasser-Kompensationspendel
>
> Der Sekundentakt wird aber trotzdem nicht sehr präzise gewesen sein.

Verglichen mit einer Atomuhr sicherlich nicht. Da gibt dir jeder Recht.

von Bürovorsteher (Gast)


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> Der Sekundentakt wird aber trotzdem nicht sehr präzise gewesen sein.

Etwa 1 s/d sind kein größeres Problem - ca 10 exp-6, sofern der Tag 
wirklich 86400 s hat.
Das Pendel entstammt einer Uhrenanlage mit dem Baujahr 1947.
Für eine genaue Nachführung konnte man noch die Gewichte auf den Teller 
am oberen Ende der Pendelstange drauflegen bzw abnehmen.
Aus Volumengründen bin ich dann ein paar Jahre später auf den Bau 
thermostatierter Quarzoszillatoren umgestiegen. Mit den um 1970 in der 
DDR für mich verfügbaren Quarzen konnte ich allerdings auch keine 
besseren Werte erreichen.

von oszi40 (Gast)


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Bürovorsteher schrieb:
> Etwa 1 s/d sind kein größeres Problem

Wenn die Pendellänge stimmt. Pendelformeln anbei.

von Harald W. (wilhelms)


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oszi40 schrieb:

>> Etwa 1 s/d sind kein größeres Problem
>
> Wenn die Pendellänge stimmt. Pendelformeln anbei.

Der einfache elektrische Antrieb verfälscht das ansich genaue Pendel.
Wenns wirklich genau werden soll, muss man schon etwas mehr Aufwand
treiben. https://de.wikipedia.org/wiki/Shortt-Uhr
Grundsätzlich ist die Pendelschwingung natürlich noch vom Ort der
Aufstellung abhängig. 
https://de.wikipedia.org/wiki/Schwerefeld#Erdschwerefeld

von Mani W. (e-doc)


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von Zeno (Gast)


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Hugo E. schrieb:
> Hoch mit der Mauer schrieb:
>> weil er es seit 30 Jahren nicht geschafft hat
>> in der Zivilisation anzukommen.
>
> Zeno hat recht.
> Bist einfach ein Dummschwätzer und nichts weiter.

Ja mit seinem 2. Post hat er es ja noch einmal unterstrichen. Merkt man 
ganz deutlich daran, das er mir Worte in den Mund legt, die ich so nicht 
gesagt habe.

von Bürovorsteher (Gast)


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> Wenn die Pendellänge stimmt.
Die Pendellänge lässt sich verstellen - immer. Das macht die Mutter mit 
dem Feingewinde am unteren Ende der Pendelstange.

> Pendelformeln anbei.
Merci beaucoup, die kannte ich schon.

> Der einfache elektrische Antrieb verfälscht das ansich genaue Pendel.
Ja, das kann beim Antrieb über Anker und Ankerrad natürlich nie 
passieren :-)

Die Zeit der Präzisionspendeluhren dürfte seit Scheibe und Adelsberger 
vorbei sein.
Der heiße Scheiß von gestern ist der Schrott von heute.
Der heiße Scheiß von heute ist der Schrott von morgen.

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