Forum: Fahrzeugelektronik Empfehlung für einfachen Pedelec-Umrüstsatz Vorderrad?


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von rolli (Gast)


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Grüße an alle,

ich möchte für einen älteren Herrn ein normales Fahrrad (legal) als 
Pedelec umbauen mit Vorderradmotor. Hat das jemand schon gemacht - wie 
waren Eure Erfahrungen, wer kann einen Umbausatz empfehlen? Budget mit 
Akku so bis 500€ wäre möglich..

von Lieber nicht (Gast)


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Wenn der Motor in die Gabel passt und das gewaltige Rückdrehmoment der 
Achse sauber aufgefangen und an der Gabel abgestützt werden kann, kein 
Problem. Wenn es nicht passt, war es ein Griff ins Klo. Ob es passt, 
weißt du, wenn du es gekauft hast.

Willst du den Motor in das alte Laufrad einspeichen? Dann viel Freude 
bei der Auswahl der Speichen und beim Einspeichen. Nimmst du einen 
bereits eingespeichten Motor, gibt es möglicherweise Probleme mit den 
Bremsen.

Dann muss ein schwerer Akku irgendwie am Rahmen befestigt werden. 
Abnehmbar und abschließbar ist Pflicht. Dann braucht es einen 
Tretlagersensor. Muss auch passen. Dann einen Controller. Dann ein 
Display. Dann viel Kabelgewurstel und dazwischen eine Menge 
Steckverbinder. Wasserdicht wird das Ganze auch nie.

Sowas würde ich nur für mich selber zusammen frickeln. Solche Basteleien 
sind i.d.R. nicht sonderlich alltagstauglich. Der alte Herr kommt mit 
dem Ding 1x in den Regen und dann kannst du wieder frickeln. Würde ich 
mir nicht geben.

von kenny (Gast)


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Für 500€ Budget bekommt man meist nur Schrott.
Meinen Erfahrungen nach sind Vorderrad Motoren ziemlich bescheiden, da 
sie das Lenkverhalten beeinflussen.

Mal ganz davon abgesehen, bist Du für den Umbau verantwortlich.
Bricht die Gabel, der Rahmen,... aufgrund von erhöhter Belastung durch 
den Umbau, bist Du erstmal der schuldige.

Mir persönlich wäre das ganze zu heiß, dann lieber ein 800€-1000€ 
Baumarkt E-Bike.

von Christian B. (luckyfu)


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kenny schrieb:
> Mir persönlich wäre das ganze zu heiß, dann lieber ein 800€-1000€
> Baumarkt E-Bike.

Was du getrost genauso vergessen kannst...

Wenn das Ding mehr als nur ein paar Wochen halten soll wirst du wohl 
mindestens das doppelte der eben genannten Spanne ausgeben müssen. Mit 
vernünftiger, brauchbarer Reichweite vermutlich eher das 3 fache. Da 
geht es dann so langsam los.

von Walta S. (walta)


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Es gibt fertige Umbausätze bei ebay (conversion kit oder so). 500 Euro 
ist sehr knapp aber möglich. Bei mir funktioniert so einer seit 3 
Jahren. Fahre damit in die Arbeit, das ganze Jahr.

Vor dem Kauf hab ich viel gelesen im Pedelecforum.

walta

von kenny (Gast)


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Christian B. schrieb:
> kenny schrieb:
>> Mir persönlich wäre das ganze zu heiß, dann lieber ein 800€-1000€
>> Baumarkt E-Bike.
>
> Was du getrost genauso vergessen kannst...
>
> Wenn das Ding mehr als nur ein paar Wochen halten soll wirst du wohl
> mindestens das doppelte der eben genannten Spanne ausgeben müssen. Mit
> vernünftiger, brauchbarer Reichweite vermutlich eher das 3 fache. Da
> geht es dann so langsam los.

Dessen bin ich mir bewusst.
Für die Fahrt zum Einkaufen,.. wird es wohl reichen.
Zumindest ist dies bei einem älteren Nachbarn so.

Ich persönlich würde mir kein E-Bike (MTB) unter 5000€ kaufen; wobei ich 
schon recht hohe Anforderungen habe :-)

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Schaue die mal die Velospeeder an und andere Nachrüstarten:

http://www.velogical-engineering.com/velogical-velospeeder---standard-fahrradmotor-nachr%C3%BCstbar

https://www.add-e.at/

Copenhagen Wheel ist aber Hinterrad.

Die ersten zwei würde ich zum Nachrüsten am ehesten sehen.

von Hans (Gast)


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Ihr müsst alle zu den Großverdienern gehören. 😁

kenny schrieb:
> Mir persönlich wäre das ganze zu heiß, dann lieber ein 800€-1000€
> Baumarkt E-Bike.

Christian B. schrieb:
> Mit vernünftiger, brauchbarer Reichweite vermutlich eher das 3 fache.

Deshalb habe ich kein eBike. Die sind einfach viel zu teuer für den 
Massenmarkt. Für den Preis gibts ja schon einen Gebrauchtwagen.

von René H. (mumpel)


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Hans schrieb:
> Die sind einfach viel zu teuer für den Massenmarkt.

Sie es mal aus Sicht der Umwelt. Billigräder halten oft nicht lange und 
belasten somit die Umwelt. Bei den teuren Rädern lohnt sich wenigstens 
noch ein Umbau zu normalen Fahrrädern. Mal davon abgesehen muss man doch 
nicht alles haben was die Industrie uns kredenzt, viele meiner alten 
Kollegen (alle Ü70) fahren mit normalen Fahrrädern Strecken für die 
viele jüngere Menschen zu faul sind.

von Programmierer (Gast)


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kenny schrieb:
> Für die Fahrt zum Einkaufen,.. wird es wohl reichen.

Und dafür braucht's ein E-Bike? Nicht lieber ein qualitativ hochwertiges 
normales Rad, welches u.a. durch Gewichtsersparnis komfortabel wird? Ein 
Tonnen schweres E-Bike aus dem Fahrradschuppen oder erhöhten Ständer 
wuchten ist nichts für ältere Herren. Da lieber was modernes leichtes & 
wartungsarmes. Mit z.B. Riemenantrieb und Nabenschaltung bleibt das auch 
fast ohne Pflege lange super leichtgängig. Langer Radstand, gefederter 
Sattel, breite Reifen, Lenkungsdämpfer, aufrechte Sitzposition machen es 
komfortabel und leicht kontrollierbar. Ich kann verstehen dass viele 
Menschen keine Lust auf Muskelantrieb haben, weil sie nur klapprige, 
schwere + schwergängige schlecht gewartete Baumarkt-Räder kennen. Dabei 
kann man auch ohne Hilfsmotor mit wenig Kraftaufwand auskommen. Außer 
die Gegend ist sehr hügelig und man hat ständig Gegenwind ;-)

Hans schrieb:
> Für den Preis gibts ja schon einen Gebrauchtwagen.

Gebraucht-(E)-Bikes sind natürlich auch billiger... viele Menschen 
unterschätzen die Kosten für ein Auto. Mit Versicherung, Sprit, Wartung, 
... ist das immer noch viel teuerer als ein E-Bike.

René H. schrieb:
> viele meiner alten Kollegen (alle Ü70) fahren mit normalen Fahrrädern
> Strecken für die viele jüngere Menschen zu faul sind.

Das kommt mir auch bekannt vor. Mein Großvater ist auch noch sehr lange 
Rad gefahren... wie sehr unsere Gesellschaft vom Auto abhängig ist und 
wie sehr es für selbstverständlich, alternativlos und auch als 
Lebensmittelpunkt gesehen wird ist eine andere Geschichte...

von Nachdenklicher (Gast)


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René H. schrieb:
>> Die sind einfach viel zu teuer für den Massenmarkt.
>
> Sie es mal aus Sicht der Umwelt. Billigräder halten oft nicht lange und
> belasten somit die Umwelt.

Ich bin seit 3 Jahren im Besitz eine NCM-Rades (NCM Essen - Lyon Cycle). 
Trekking-Rad, Hinterradmotor, Akku unter dem Sattel. Butter und Brot 
eben.
Hat mich 800€ gekostet und mittlerweile knapp 5000km weit gebracht. 
Wartung bisher 0€ (Bis auf etwas Wasser, Lust, Öl und Fett)

Reicht für mein Nutzungsprofil vollkommen aus und wenn etwas kaputt 
gehen sollte, ist keine prioritäre Technik verbaut.

Jetzt die Frage: Was ist nachhaltiger? Das 5000€ Carbonverbundrad mit 
Mittelmotor,Akkus im Rahmen und Handy-App oder das Butter-und-Brot-Bike 
mit Ausrüstung von der Stange?

Nachdenklicher

von Programmierer (Gast)


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Nachdenklicher schrieb:
> Jetzt die Frage: Was ist nachhaltiger? Das 5000€ Carbonverbundrad mit
> Mittelmotor,Akkus im Rahmen und Handy-App oder das Butter-und-Brot-Bike
> mit Ausrüstung von der Stange?

Weil man für 800€ bei einem E-Bike wahrscheinlich nur sehr einfache 
Komponenten (Schaltung, Bremse ...) bekommt, müssen die möglicherweise 
auch öfters ersetzt werden. 5000km ohne Wartung? Da würd ich gern mal 
den Zustand der Kettenblätter und Bremsbeläge sehen...

von René H. (mumpel)


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Nachdenklicher schrieb:
> Das 5000€ Carbonverbundrad mit Mittelmotor,Akkus im Rahmen und Handy-App

Sowas muss man ja nicht kaufen. Es gibt auch hochwertige Räder mit 
"Standardakku" und "Standard-Bordcomputer". Für mich ist das ein 
Kaufkriterium. Ich möchte auch in 15 Jahren noch einen Akku bekommen. 
Und Shimano XT ist mindestens Pflicht.

: Bearbeitet durch User
von Nachdenklicher (Gast)


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Programmierer schrieb:
> Weil man für 800€ bei einem E-Bike wahrscheinlich nur sehr einfache
> Komponenten (Schaltung, Bremse ...) bekommt, müssen die möglicherweise
> auch öfters ersetzt werden. 5000km ohne Wartung? Da würd ich gern mal
> den Zustand der Kettenblätter und Bremsbeläge sehen...

Vorne ist eine Scheibenbremse mit Seilzug verbaut und hinten eine 
normale Felgenbremse. Nachgestellt habe ich schon mal, aber noch nicht 
gewechselt.
Das wird aber demnächst wohl anstehen.

Ansonsten hätte man wohl bei meinem Nutzungsprofil auch auf die 
Gangschaltung verzichten können:
Ich habe sogut wie immer den höchsten Gang (hat nur 7) drin, schwinge 
mich in den Sattel, trete kurz an und der Motor schiebt lost. Belastung 
über die Kette fast 0 (Pseudopedalieren). Sobald es dann gegen die 
25km/h geht, übernehme ich so langsam, bis die Motorunterstützung dann 
aussetzt. Dann trete ich selber bis ca. 28...30km/h (für mich die 
angenehmste Geschwindigkeit). Es sind pro Tag ca. 25km, ebenerdig, keine 
Hügel, asphaltierte Straße/Radweg und freies Sichtfeld fast bis zum 
Horizont)
Ich versuche also die Kette gleichmäßig zu belasten und so wenig wie 
möglich zu schalten. Bremsen nur beim Anhalten nach knapp 12,5km... :)

Was ich damit sagen will ist, ich habe mir das Fahrrad genau für diesen 
Anwendungszweck gekauft. Ich möchte keine 100km-Touren machen, keine 
Downhill oder das Rad mit in den Urlaub nehmen. Ich will einfach bei 
schönem(!) Wetter auf Arbeit fahren und das reicht mir.

Jetzt also einem Renter ein 3000€-Bike für die Fahrt zum Bäcker zu 
empfehlen, dürfte also am Ziel vorbeigeschossen sein. ;)

Nachdenklicher

von Programmierer (Gast)


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Nachdenklicher schrieb:
> Ich habe sogut wie immer den höchsten Gang (hat nur 7) drin, schwinge
> mich in den Sattel, trete kurz an und der Motor schiebt lost.

Das dürfte aber ein ungewöhnliches Nutzungsprofil sein. Die meisten 
Leute werden durchaus öfter schalten. In zu hohem Gang fahren ist 
schlecht für die Knie; man sollte immer so schnell wie möglich 
pedalieren, im niedrigst-möglichen Gang. In den Pedalen stehen sollte 
man fast nie. Viele werden auch auf dem E-Bike auch mal unter den 25 
km/h ohne Motorunterstützung fahren wollen, und da braucht's die 
Gangschaltung.

Nachdenklicher schrieb:
> Bremsen nur beim Anhalten nach knapp 12,5km... :)

Auch sehr ungewöhnlich! In der Stadt und auf Stadt-nahen Feldwegen muss 
man eigentlich ständig bremsen, gerade wenn man mit > 25 km/h fährt, bei 
roten Ampeln, träumenden Fußgängern (mit Hund an Leine und Kleinkind 
ohne Leine) auf dem Radweg, schnarchlangsamen (E-)Radlern... Gerade in 
Corona-Zeiten sind die Radwege vollgepackt und es wird zum Stop&Go.

Nachdenklicher schrieb:
> Jetzt also einem Renter ein 3000€-Bike für die Fahrt zum Bäcker zu
> empfehlen, dürfte also am Ziel vorbeigeschossen sein. ;)

Das schon. Aber wenn das Radeln Spaß macht, könnte die Lust auf längere 
Touren kommen.

Nachdenklicher schrieb:
> Das wird aber demnächst wohl anstehen.

Mach das, kauf die Ersatz-Beläge online und montiere sie selbst; pass 
nur auf dass sich die Beläge nicht berühren. Es gibt auf YT auch gute 
Anleitungen von Park Tool. Lass dir vom lokalen Fahrradladen nicht 
erklären wie teuer und aufwendig so ein Wechsel doch sei.

von Rainer S. (enevile)


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René H. schrieb:
> viele meiner alten
> Kollegen (alle Ü70) fahren mit normalen Fahrrädern Strecken für die
> viele jüngere Menschen zu faul sind.

https://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Anlage/G/fahrradmonitor-2017-ergebnisse.pdf?__blob=publicationFile
Zitat(S.7): "Die jüngste Altersgruppe (14-19 Jahre) fährt am häufigsten 
mit dem Fahrrad, am zweithäufigsten die Gruppe der 20-29-Jährigen; mit 
zunehmendem Alter geht die Nutzung weiter zurück."

Bitte schere nicht alle über den Kamm. Ich gehöre selber zu der jungen 
Generation auch wenn mein Name alt rüber kommt.

Zur Arbeit und Alltag nutze ich mein ganz normales Fahrrad für 100€.
In der Freizeit bin ich meinen Ebike Downhiller(3500€) im Wald 
unterwegs.

Für den TO würde ich ein gebrauchtes Pedlec holen und das Alter von Akku 
berücktsichtigen. Vorderantrieb ist m.M. totaler Mist, weil die Dinger 
unkontrolliert gesteuert werden und am Lenkrad kein Antrieb gehört. 
Einfach um bessere Kontrolle zu haben. Ein Ausuferndes Hinterrad kann 
man kontrollieren, aber ein Vorderrad nicht.

Hinterradmotor oder Mittelmotor sind die bessere Wahl.
https://www.elektrobike-online.com/e-bike-kaufberatung/die-vor-und-nachteile-der-motorpositionen/

Ist natürlich alles Nice to have

von René H. (mumpel)


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Rainer S. schrieb:
> Bitte schere nicht alle über den Kamm. Ich gehöre selber zu der jungen
> Generation auch wenn mein Name alt rüber kommt.

Ich schrieb ja auch "viele", und nicht "alle".

von Nachdenklicher (Gast)


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Ich radle vom Dorf auf dem ausgebauten Treidelweg an den Stadtrand. Bei 
der Ankunft falle ich quasi vom Radweg in die Firma. Da ist früh um 7 
noch keiner Unterwegs und auch abends ist es eher leer.

Ich gehe vollkommen mit Dir mit, dass bei dem genannten städtischen 
Profil wahrscheinlich ein anderes Rad gewählt hätte. (Da wäre ich aber 
eher auf Auto/Bahn/Bus umgestiegen, da ich am Leben hänge...)

Aber ich habe auch irgendwie den Zeitpunkt verpasst, als sich das Fahrad 
vom billigem Fortbewegungsmittel zum Statusobjekt gewandelt hat.
Bessere Komponenten kann ich ja verstehen, aber erhöht das den Preis 
wirklich so extrem oder wird es ab einer bestimmten Schwelle nur noch 
Marketing-Bling-Bling?
So wie bei den Fernsehern mit 365 Aufklebern um den Bildschirm: Die 
rechtfertigen ja auch den Preis...und wehe es fehlt einer!

Das mit der Scheibenbremse werde ich mir mal in Ruhe bei einem Bier 
ansehen und dann in Ruhe versuchen. Mehr als nicht gehen geht ja nicht. 
:)

Nachdenklicher

von René H. (mumpel)


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Nachdenklicher schrieb:
> Bessere Komponenten kann ich ja verstehen, aber erhöht das den Preis
> wirklich so extrem oder wird es ab einer bestimmten Schwelle nur noch
> Marketing-Bling-Bling?

Da geht es mehr um Gewicht. Es gibt Radler die versuchen jedes noch so 
kleine Gramm zu sparen. Da spielt dann das Material eine Rolle, das 
lassen sich die Hersteller gut bezahlen. Bei Edelstahl gibt es 
unterschiedliche Qualitäten.

: Bearbeitet durch User
von Programmierer (Gast)


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Nachdenklicher schrieb:
> Da ist früh um 7
> noch keiner Unterwegs und auch abends ist es eher leer.

Schätze dich glücklich :) Kurven und den obligatorischen 
Schlagloch-Slalom sollte man auch nicht mit voller Geschwindigkeit 
angehen...

Nachdenklicher schrieb:
> Aber ich habe auch irgendwie den Zeitpunkt verpasst, als sich das Fahrad
> vom billigem Fortbewegungsmittel zum Statusobjekt gewandelt hat.

Naja, wenn man sein Geld nicht für das Statusobjekt "Auto" ausgibt, kann 
man mehr fürs Fahrrad ausgeben! Man kann ein Fahrrad nur zur 
Fortbewegung nutzen, oder eben auch für Freizeit-Spaß.

Nachdenklicher schrieb:
> Bessere Komponenten kann ich ja verstehen, aber erhöht das den Preis
> wirklich so extrem oder wird es ab einer bestimmten Schwelle nur noch
> Marketing-Bling-Bling?

Hängt immer davon ab wo und wie viel man fährt... Es macht schon Spaß 
auf einem guten und leichten Rad durch die Landschaft zu brausen, erst 
recht wenn man dann auch aerodynamische Klamotten trägt. Kostet 
natürlich alles, aber ist halt ein Hobby. Andere kaufen sich Sportwagen 
oder fliegen um die Welt. Wenn man im Leben nur das absolut Nötige kauft 
und keinen Euro für Spaß ausgibt, bereut man das früher oder später.
Beim Fahrrad kann man das Schöne mit dem Nützlichen verbinden - wenn man 
aufs Auto verzichtet und alles mit dem Rad erledigt, kann man sich vom 
gesparten Geld schon ein (oder mehrere) sehr gutes Rad + Equipment 
leisten.
Wenn du dir mal die hiesigen Straßen anschaust - alles was größer als 
ein Ford Focus o.ä. ist, ist unnötiges Bling-Bling. Trotzdem leisten 
sich viele sowas (gerne auch auf Pump). Wie viel 
Ultra-High-End-Rennräder kann man sich für den Preis eines Audis 
kaufen...? Und mit einem Rennrad hat man bestimmt mehr Spaß als mit 
einem Focus :)

Nachdenklicher schrieb:
> Das mit der Scheibenbremse werde ich mir mal in Ruhe bei einem Bier
> ansehen und dann in Ruhe versuchen.

Um die Scheibe ggf. zu justieren braucht man einen scharfen Blick, da 
würde ich vom Bier abraten ;-)

Nachdenklicher schrieb:
> Mehr als nicht gehen geht ja nicht.

Du glaubst gar nicht wie sehr eine schleifende Bremse nerven kann!

von Nachdenklicher (Gast)


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Ich gehöre zu der Fraktion, bei denen die Rente näher ist als der 
Berufseinstieg. Dazu ist im Hintergrund eine Familie, wo sich 50% der 
Leute nicht selbst versorgen können. Wenn ich Single oder DINK (Double 
Income No Kids) wäre, hätte ich vielleicht dazu auch eine andere 
Einstellung. ;)
Mit dem Auto bin ich in knapp 10 Minuten auf Arbeit, mit dem Rad brauche 
ich knapp eine halbe Stunde (Tür zu Tür). Deswegen muss man sich schon 
ganz schön zwingen, ob man pro Tag 20 Minuten Auto oder eine ganze 
Stunde Rad verfährt.
In der Zeit wo man das Fahrrad aus dem Schuppen holt und dann auf Arbeit 
am Fahhradständer anschließt um zum Tor zu schlurfen, war schon die 
komplette Fahrzeit mit dem Auto inklusive parken. ;) (vom Umziehen des 
Team-Telekom-Dresses noch garnicht gesprochen). Hobby ist bei mir Haus, 
Hof und der große Garten. ;) (und Trecker fahren)

In der Wohnumgebung kenne ich keinen der ein Fahrrad >1000€ hätte.
Wozu auch? Die Dinger landen bei abstellen entweder am Feld im Graben 
oder werden beim Dorffest im Busch "fallen gelassen"... Teure Räder 
kauft man sich einfach nicht. :D

Was ich allerdings sehe, sind ältere Leute mit (preisgünstigen) eBikes. 
Das erhöht ihre Mobilität und damit auch ihre körperliche Beweglichkeit. 
Opa Horst schwingt sich eher mal aufs Radl um ans Dorfende zu Opa 
Wolfgang zu fahren, als das er sich das Auto nimmt. (Vor allem kann er 
mit dem Rad noch ein Bier trinken...oder heimwärts beim Bäcker noch 
etwas mitbringen).

Ist also eine Win-Win-Win Situation für alle drei. :)

Was allerdings wichtig ist, dass man dieser "Umsteigerfraktion" nicht 
nur das Ding hinstellt, sondern erklärt und mit ihnen eine längere Tour 
unternimmt. (und mit erklären meine ich nicht das Verkaufsgespräch!)
Nichts ist gefährlicher als Oma Erna mit dem nagelneuen eBike vom Enkel 
und dem "...setzt Du Dich einfach drauf und fährst los!"
Und ja: Helm gehört auch dazu!

Wie gesagt: Das eine ist Hobby und das andere Mobilität

Apropos Bremse: Einfach so lange bremsen bis es nicht mehr schleift... 
:D

von Programmierer (Gast)


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Nachdenklicher schrieb:
> Mit dem Auto bin ich in knapp 10 Minuten auf Arbeit, mit dem Rad brauche
> ich knapp eine halbe Stunde (Tür zu Tür).

Na, das ist auch schon ungewöhnlich. 12,5 km in 10 Minuten macht 75 km/h 
Durchschnittsgeschwindigkeit - das muss man in der Stadt auch erstmal 
schaffen. Ich bin mit dem Fahrrad am Schnellsten im Büro; mit dem Auto 
steht man im ewigen Stau und der Bus ist natürlich am Langsamsten.

Nachdenklicher schrieb:
> Deswegen muss man sich schon
> ganz schön zwingen, ob man pro Tag 20 Minuten Auto oder eine ganze
> Stunde Rad verfährt.

Dafür ist die Rad-Strecke schon Fitness inklusive - die Zeit braucht man 
dafür nicht im Fitness-Studio o.ä. verbringen... Gerade bei Bürojobs ist 
die tägliche Dosis Frischluft und Sonne nicht zu verachten.

Nachdenklicher schrieb:
> war schon die
> komplette Fahrzeit mit dem Auto inklusive parken. ;)

Das ist dann aber auch ein Extrem. Hier ist die Zeit die man für die 
Parkplatzsuche und Ampel-Warten verbraucht schon länger als die gesamte 
Fahrrad-Fahrdauer...

Nachdenklicher schrieb:
> Wozu auch? Die Dinger landen bei abstellen entweder am Feld im Graben
> oder werden beim Dorffest im Busch "fallen gelassen"...

Viele Häuser und auch Büros haben abschließbare Schuppen/Keller... Eine 
Kollegin von mir fährt täglich 2x30km mit dem sündhaft teuren 
Carbon-Rennrad. Auf Dauer rentiert sich möglicherweise sowohl 
Anschaffungspreis als auch die Fahrzeit, wenn man sich Fitnessstudio, 
Auto, und Gesundheitskosten spart/reduziert - radeln reduziert das 
Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Nachdenklicher schrieb:
> Teure Räder
> kauft man sich einfach nicht. :D
Aber teure Autos schon? Versteh ich nicht...

Nachdenklicher schrieb:
> Was ich allerdings sehe, sind ältere Leute mit (preisgünstigen) eBikes.
> Das erhöht ihre Mobilität und damit auch ihre körperliche Beweglichkeit.

Das ist natürlich sehr zu begrüßen. Wobei diese E-Bike-Rentner gern mal 
den Verkehr aufhalten :-/

Nachdenklicher schrieb:
> Was allerdings wichtig ist, dass man dieser "Umsteigerfraktion" nicht
> nur das Ding hinstellt, sondern erklärt und mit ihnen eine längere Tour
> unternimmt.

Das sowieso... Vielen Verkehrsteilnehmern haben sowieso gefährliche 
Wissenslücken.

Nachdenklicher schrieb:
> Wie gesagt: Das eine ist Hobby und das andere Mobilität

Man kann es eben auch vereinen.

Nachdenklicher schrieb:
> Apropos Bremse: Einfach so lange bremsen bis es nicht mehr schleift...
> :D

Ist gar nicht so falsch, manche Fehl-Justierung gleicht sich so aus...

Nachdenklicher schrieb:
> Dazu ist im Hintergrund eine Familie, wo sich 50% der
> Leute nicht selbst versorgen können.

Auch für Familien tut sich auf dem Fahrrad-Markt was; es gibt diverse 
Räder zum Transport von Großeinkäufen und Kindern, z.B.:
https://radpowerbikes.eu/products/radwagon-electric-cargo-bike

In der Stadt durchaus eine Alternative zum Auto.

von René H. (mumpel)


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Nachdenklicher schrieb:
> oder werden beim Dorffest im Busch "fallen gelassen"...

Zum Saufen geht man ja auch zu Fuß. 😉

von M. P. (matze7779)


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Um mal was sachliches beizutragen:
Ich habe einen Umrüstsatz von NCB im Hinterrad.

Fürs Vorderrad wäre z.B. dieser: 
https://www.atmparts.eu/p24_eu/eshop/de/2W/ENC36250-28-FWD

Akku habe ich diesen: https://www.amazon.de/gp/product/B01IF6NH82/

Für die Elektronik brauchste noch eine Box oder Tasche.
Ich hab diese: https://www.amazon.de/gp/product/B00ER1IHNU

Das wären dann so ca. 450,-€.
Da haste noch etwas Reserve für einen neuen Ganghebel o.ä.

Lass dich nicht von den Pessimisten hier verrückt machen.
Felge ist fertig eingespeicht, Stecker sind wasserdicht usw...

: Bearbeitet durch User
von Walta S. (walta)


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Genau so einen Umbausatz in der Art hab ich. Und bin glücklich damit auf 
meinem 15 Jahre altem City-bike und seit 3 Jahren elektrisch.

Besser wäre ein Motor fürs Hinterrad aber bis 250W geht auch vorne.

walta

von Bio-Biker (Gast)


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Nachdenklicher schrieb:
> Jetzt also einem Renter ein 3000€-Bike für die Fahrt zum Bäcker zu
> empfehlen, dürfte also am Ziel vorbeigeschossen sein.

Der Rentner denkt möglicherweise etwas weiter. Denn er weiß, dass er 
sein Bio-Bike auf den Müll schmeißen kann, wenn er sich ein Pedelec von 
der Stange holt. Denn jedes der zig. Mio. verkauften Pedelecs ersetzt 
i.d.R. ein Bio-Bike. Da man für sein altes Bio-Bike keinen roten Heller 
bekommt, kann eine Elektrifizierung durchaus Sinn machen.

Dem Rentner liegt die Umwelt möglicherweise mehr am Herzen als den 
Jungen mit ihrer Ex-und-Hopp Mentalität. Wobei es die Jungen sind, die 
in dem Dreck leben müssen.

von oszi40 (Gast)


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Bio-Biker schrieb:
> kann eine Elektrifizierung durchaus Sinn machen

Sein altes Wald-und Wiesenfahrrad muß auch die höheren Belastungen 
verkraften!!! Nach meinem Rahmenbruch tendiere ich doch eher zu 
geeigneter Hardware. Gesunde Knochen sind im Alter wertvoll habe ich 
gehört.

von Jack V. (jackv)


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oszi40 schrieb:
> Nach meinem Rahmenbruch tendiere ich doch eher zu
> geeigneter Hardware.

Rahmenbruch … an welcher Stelle und unter welchen Umständen ist der 
Rahmen denn gebrochen, wenn ich fragen darf? Ich mein’: der Motor ist 
direkt am Rad, dessen Masse belastet den Rahmen nicht weiter. Der Akku 
wiegt zwei, drei Kilogramm – das sollte der Rahmen auch gerade noch 
aushalten können. Die betreffenden Motoren haben üblicherweise um die 
40Nm Drehmoment maximal – das ist nicht direkt ’ne extreme Belastung, 
selbst wenn man’s ständig auf der höchsten Stufe hat. Die Motoren 
unterstützen bis 25km/h – das ist nicht direkt ’ne extreme 
Geschwindigkeit für ein Fahrrad.

Wenn ein Rahmen den zusätzlichen Belastungen nicht gewachsen ist, und 
sie mit ’nem Bruch quittiert, dann war er auch für den normalen Betrieb 
zu schwach dimensioniert, oder er war beschädigt, und wäre vermutlich 
auch ohne Elektrifizierung des Rades früher oder später gebrochen. 
Verschleiß/Probleme an Gabel und Steuerkopflager, die für die Belastung 
durch ein angetriebenes Vorderrad nicht ausgelegt sind, und an den 
Bremsen, die in erster Linie durch die höheren 
Durschnittsgeschwindigkeiten stärker belastet werden, sind zu erwarten – 
aber wenn der Rahmen bricht, war da vorher bereits was faul.

: Bearbeitet durch User
von René H. (mumpel)


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Bio-Biker schrieb:
> Da man für sein altes Bio-Bike keinen roten Heller bekommt

Sagt wer?

von Harald W. (wilhelms)


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Jack V. schrieb:

> Verschleiß/Probleme an Gabel und Steuerkopflager, die für die Belastung
> durch ein angetriebenes Vorderrad nicht ausgelegt sind,

Ein Problem beim Vorderradmotor ist das Gegenmoment das sowohl
vom Rad, als auch von der Gabel aufgenommen werden muss. Beim
Bremsen gibt es zwar auch ein Gegenmoment, aber bei normalen
Fahrrädern entsteht das an der Felge, sodas weder das Rad,
noch die Gabel dadurch belastet wird. Ich denke, das zumindest
bei Billigfahrrädern diese Teile nicht stärker als nötig dimen-
sioniert werden.

von Markus M. (Gast)


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oszi40 schrieb:
> Sein altes Wald-und Wiesenfahrrad muß auch die höheren Belastungen
> verkraften!!!

Da hat die Hirnwäsche der Pedelec-Lobbyisten richtig gut gewirkt!!!

Die 2kg für den Motor und die 3kg für die Batterie überlasten sofort 
Rahmen und Bremsen. Wenn eine 100kg Person aufsteigt, ist das jedoch in 
Ordnung. Dass scheinbar gescheite Leute jeden Schwachsinn nachplappern 
(und nicht die Interessen dahinter sehen) ist mir ein Rätsel.

von Markus M. (Gast)


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René H. schrieb:
> Bio-Biker schrieb:
>> Da man für sein altes Bio-Bike keinen roten Heller bekommt
>
> Sagt wer?

Angebot und Nachfrage

von Harald W. (wilhelms)


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Markus M. schrieb:

> Die 2kg für den Motor und die 3kg für die Batterie überlasten sofort
> Rahmen und Bremsen. Wenn eine 100kg Person aufsteigt, ist das jedoch in
> Ordnung. Dass scheinbar gescheite Leute jeden Schwachsinn nachplappern
> (und nicht die Interessen dahinter sehen) ist mir ein Rätsel.

...und was ist mit dem Gegenmoment des Motors? Etwas Grundwissen
über Mechanik sollte man bei einem solchen Umbau schon haben.
"Publikumsbeschimpfung" kann solch Wissen nicht ersetzen! :-(

von Programmierer (Gast)


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Markus M. schrieb:
> Die 2kg für den Motor und die 3kg für die Batterie überlasten sofort
> Rahmen und Bremsen.

Bei einem einfachen Fahrrad ohne Scheibenbremsen wird am unteren Teil 
der Gabel praktisch überhaupt keine Kraft übertragen, nur das Gewicht 
des Fahrers und Stöße von Bodenwellen. Das Drehmoment des Motors gibt 
aber eine große Kraft an die Achse und die Ausfallende und die untere 
Gabel, es würde nicht nicht wundern wenn sich da was verbiegt oder die 
Achsmutter sich in den Rahmen frisst o.ä. Gabeln für Scheibenbremsen 
sind robuster, aber auch hier wird die Kraft nicht direkt an der Achse 
übertragen sondern an der Bremsenhalterung. Auch das Headset wird hier 
in die entgegengesetzte Richtung belastet als die, für die es eigentlich 
ausgelegt ist (beim Bremsen). Das dürfte aber in alle Richtungen robust 
sein.

von Jack V. (jackv)


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Harald W. schrieb:
> ...und was ist mit dem Gegenmoment des Motors?

Wie geschrieben: das kann Probleme mit Steuerkopflager und Gabel 
verursachen. Gabel kann man verhältnismäßig günstig durch ein stabileres 
Modell ersetzen; die Lager bei Verschleiß auszutauschen ist auch weder 
Hexenwerk, noch exorbitant teuer. Bremsen dürften schneller 
verschleißen, aber auch wieder nicht übermäßig schnell – üblicherweise 
fährt jemand mit so einem Rad auch nicht schneller, als ein trainierter 
Mensch ohne Unterstützung.

Wenn ich ein Rad nachrüsten wollte, würde ich einen Hinterradantrieb 
wählen, btw. – damit vermeidet man das Problem mit der Gabel und so, es 
lässt sich immer noch verhältnismäßig einfach nachrüsten (jedenfalls bei 
Rädern mit Kettenschaltung oder ohne Schaltung), und es entlastet gar 
noch andere Komponenten, die entsprechend länger halten dürften 
(Tretlager, Kettenblätter, Kette, Ritzel). Das Fahrverhalten dürfte auch 
erheblich günstiger sein, als beim Vorderradantrieb.

von Walta S. (walta)


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In ein Vorderrad baut man einen Motor mit max. 250W ein. Das halten alle 
einigermassen normal gebaute Gabeln aus.
Der Hauptgrund für vorne ist natürlich - es ist einfach.

walta

von Harald W. (wilhelms)


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Walta S. schrieb:

> In ein Vorderrad baut man einen Motor mit max. 250W ein. Das halten alle
> einigermassen normal gebaute Gabeln aus.

In meinem (Normal-)Fahrrad ist vorn eine Trommelbremse verbaut, die
gegenüber andere Bremsen einige Vorteile hat. Deshalb wäre bei mir
ein solcher Umbau wohl möglich. In einem älteren Fahrradtechnikbuch
habe ich aber gelesen, das man solche Bremsen nicht in Normalgabeln
einbauen dürfte, weil diese für das erzeugte Gegenmoment nicht aus-
reichend stabil seien.

von oszi40 (Gast)


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Programmierer schrieb:
> praktisch überhaupt keine Kraft übertragen,

Naja mit dem alten Rad fuhr ich oft ca. 15km/h und mit dem E-Bike meist 
21km/h durchweg. Da sollte man schon "etwas" bessere Bremsen haben. Mit 
einem normalen Rad schaffte ich ca. 500W gemessene Spitzenleistung, mit 
dem E-Bike kommen da noch 250 od. auch 500W hinzu, die im Notfall auch 
praktisch weggebremst werden sollten... Ob jedes beliebige alte Rad 
dafür ausgelegt wurde?

von Jack V. (jackv)


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oszi40 schrieb:
> mit
> dem E-Bike kommen da noch 250 od. auch 500W hinzu, die im Notfall auch
> praktisch weggebremst werden sollten... Ob jedes beliebige alte Rad
> dafür ausgelegt wurde?

Ich sag mal so: wieviel Energie ich zum Erreichen der Geschwindigkeit 
reingesteckt habe, und woher die gekommen ist, ist vollkommen 
unerheblich für die Frage, wieviel Energie beim Bremsen aus ’ner 
gegebenen Geschwindigkeit umgesetzt werden muss. Da sind alleine die zu 
bremsende Masse und die evt. vorhandene Steigung/das Gefälle von 
Bedeutung.

Wenn du während des Bremsens weitertrittst, wodurch der Motor auch noch 
Energie reinschiebt, und du die Summe dieser Energie noch mit wegbremsen 
musst, dann machst du etwas sehr falsch, und solltest nochmal zur 
Radfahrschule.

: Bearbeitet durch User
von oszi40 (Gast)


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Jack V. schrieb:
> Radfahrschule.
Viel Spaß. Kraft=Masse mal Beschleunigung.

von Jack V. (jackv)


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oszi40 schrieb:
> Kraft=Masse mal Beschleunigung.

Schrieb ich doch. Die Beschleunigung ist beim Bremsen negativ – wie du 
vorher auf die Geschwindigkeit gekommen bist, ist dabei völlig 
unerheblich. Ebenso, ob die 5kg mehr im Rucksack stecken, oder sich aus 
Akku+Motor zusammensetzen.

Normalerweise gibt der Radhersteller eine zulässige Gesamtmasse an – 
solange man die nicht überschreitet, sollten keinerlei 
Überlastungserscheinungen durch die höhere Masse des Antriebssystems 
auftreten.

: Bearbeitet durch User
von Programmierer (Gast)


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oszi40 schrieb:
> Ob jedes beliebige alte Rad dafür ausgelegt wurde?

Die Bremskraft wird aber nicht an der Achse, d.h. am Ende der Gabel, 
übertragen, sondern an der Bremse selbst. Aber ja, gute Bremsen sind was 
feines. Auf vielen Rädern würde ich mich gar nicht trauen schnell zu 
fahren, weil ich Angst hätte im Zweifelsfall nicht schnell genug bremsen 
zu können...
Mir ist letztens urplötzlich so ein Depp auf dem Radweg entgegen 
gekommen (d.h. er auf der falschen Straßenseite), während ich flott ein 
Gefälle herunter rollte, den hab ich erst im letzten Moment gesehen 
(Baugerüst und Bäume verdeckten ihn), da musste ich rabiat bremsen. Ohne 
die frisch ersetzten Scheibenbremsen hätte das schief gehen können...

von Haba (Gast)


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Programmierer schrieb:
> da musste ich rabiat bremsen.

Eben, dann stelle man sich mal eine 100kg Person vor, die rabiat bremsen 
muss. Wer ahnt, wie viel Prozent der Bremsleistung vom Vorderrad 
übernommen werden? Wer ahnt, welche brachialen Kräfte bei einer rabiaten 
Bremsung auf die Gabel einwirken?

Aber sich dann bei 250 Watt vorne und 5kg zusätzlich in die Hose machen. 
Wie kann man nur von so gar nichts eine Ahnung haben und sich derart 
einseifen lassen? Manch einem reicht das noch nicht und er seift sich 
gleich selber ein. Die klassische vorauseilende Selbsteinseifung.

von René H. (mumpel)


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Haba schrieb:
> Wer ahnt, welche brachialen Kräfte bei einer rabiaten Bremsung auf die
> Gabel einwirken?

Ich glaube viel mehr, dass es kaum einen wirklich interessiert, das "Ich 
bin wichtiger"-Gefühl ist stärker.

von Programmierer (Gast)


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Haba schrieb:
> Wer ahnt, wie viel Prozent der Bremsleistung vom Vorderrad
> übernommen werden?

Jeder, der schonmal Fahrrad gefahren ist, weiß dass fast alle 
Bremsleistung vorne erfolgt. Die hintere Bremse ist eigentlich nur eine 
Notbremse, für wenn die vordere versagt. Deswegen sollte man 
normalerweise nur vorne bremsen, oder hinten ETWAS mitbremsen zur 
gleichmäßigeren Abnutzung/Erhitzung bei längeren Abfahrten, um das 
"Fishtailing" zu vermeiden.

Haba schrieb:
> Aber sich dann bei 250 Watt vorne und 5kg zusätzlich in die Hose machen.

Nochmal: Die Bremskraft wirkt WOANDERS als die Antriebskraft. Erstere an 
der Bremsaufhängung, zweitere an der Achse. Die Achshalterung selbst 
nimmt NIE die gesamte Bremskraft auf und ist auch nicht dafür ausgelegt, 
und eben auch nicht für einen Motor. Bei Scheibenbremsen gibt es rechts 
eine Scherkraft die das Rad aus dem Lager heben will, weshalb 
Scheiben-Bremsen-Gabeln hier robuster und daher noch eher geeignet sind.

von Christian B. (luckyfu)


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Programmierer schrieb:
> Jeder, der schonmal Fahrrad gefahren ist, weiß dass fast alle
> Bremsleistung vorne erfolgt. Die hintere Bremse ist eigentlich nur eine
> Notbremse, für wenn die vordere versagt.

Das ist, zumindest auf dem Mountainbike im Gelände, kompletter Blödsinn. 
Zwar stimmt es, daß die Hinterradbremse nicht zur allzugroßen 
Geschwindigkeitsreduktion taugt, aber sie ist sehr gut darin, bei 
Gefällefahrten in Kurven zu verhindern, daß die Geschwindigkeit steigt 
ohne zusätzliche Kräfte auf das Vorderrad einzuleiten.

Und weiters: Natürlich übernimmt die Achse auch Bremskräfte. Die Achse 
sorgt dafür, daß die Nabe in der Mitte des Rades immer an der selben 
Stelle der Gabel ist. Wenn das Rad nun abgebremst wird entstehen 
Verzögerungskräfte, welche das Rad auf dem Untergrund verlangsamen, 
entgegen der Trägheit also eine Beschleunigung. Damit diese inverse 
Beschleunigung den Rest des Rades und schlussendlich den Fahrer erreicht 
wird diese Kraft natürlich über die Achse eingeleitet, wie denn sonst? 
sie ist ja auch das Widerlager für die Bremsvektoren.

: Bearbeitet durch User
von was (Gast)


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Programmierer schrieb:
> Die Achshalterung selbst nimmt NIE die gesamte Bremskraft auf

Stimmt, die muss knapp das doppelte der Bremskraft aufnehmen, 
zusätzlich zur Gewichtskraft. Hebelgesetz?

von Programmierer (Gast)


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Christian B. schrieb:
> bei
> Gefällefahrten in Kurven zu verhindern, daß die Geschwindigkeit steigt
> ohne zusätzliche Kräfte auf das Vorderrad einzuleiten.

Achso, ich bin mehr so der Rennradler... In Kurven hinten bremsen 
bewirkt da eher dass man sich sofort auf die Nase legt. Was ändert das 
Gefälle daran?

Christian B. schrieb:
> Und weiters: Natürlich übernimmt die Achse auch Bremskräfte.

Das ist aber eine Linear-Beschleunigung und kein Drehmoment, wie es der 
Motor erzeugt.

von Harald W. (wilhelms)


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Haba schrieb:

> Eben, dann stelle man sich mal eine 100kg Person vor, die rabiat bremsen
> muss. Wer ahnt, wie viel Prozent der Bremsleistung vom Vorderrad
> übernommen werden? Wer ahnt, welche brachialen Kräfte bei einer rabiaten
> Bremsung auf die Gabel einwirken?

So gut wie keine bei Felgenbremsen. Grosse Kräfte bei Trommel-
oder Scheibenbremsen, die nur von einer passend dimensionierten
Felge aufgenommen werden können

> Aber sich dann bei 250 Watt vorne und 5kg zusätzlich in die Hose machen.
> Wie kann man nur von so gar nichts eine Ahnung haben und sich derart
> einseifen lassen? Manch einem reicht das noch nicht und er seift sich
> gleich selber ein. Die klassische vorauseilende Selbsteinseifung.

Hast Du Dich wenigstens ansatzweise mal mit Technischer Mechanik
beschäftigt?

: Bearbeitet durch User
von Christian B. (luckyfu)


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Programmierer schrieb:
> In Kurven hinten bremsen
> bewirkt da eher dass man sich sofort auf die Nase legt. Was ändert das
> Gefälle daran?

Nichts. Man muss halt dosiert bremsen, wie gesagt, wenn man mit hoher 
Geschwindigkeit in eine Kurve geht kann man die Geschwindigkeit kaum 
reduzieren, aber halten kann man sie (mit schleifender Bremse) wirklich 
Geschwindigkeit reduzieren geht nicht, das würde dazu führen, daß sich 
das Rad aufrichtet und das will man in der Kurve nicht. Wenn man aber 
bergab in engen Kurven immer schneller wird verliert man irgendwann die 
Haftung, das will man auch nicht. Also: Mit genug Erfahrung die 
Geschwindigkeit vor der Kurve entsprechend anpassen und mit der 
Hinterradbremse durch die Kurve halten. Auch kann man die Bremskraft am 
Hinterrad etwas erhöhen, wenn man beim Bremsen mit dem Arsch weit hinter 
kommt. Das senkt den Schwerpunkt und verlagert ihn gleichzeitig nach 
hinten, beides gewollt. Das wird dir aber beim Rennrad nicht passieren, 
da die Bodenhaftung der Räder zu gering ist um solch große Bremskräfte 
auf die Straße zu bringen. Das geht nur mit dem MTB, deshalb haben die 
auch deutlich größere und schon deutlich länger Bremsscheiben. Beim RR 
setzen sie sich aber wohl langsam auch durch, da man damit bei Nässe 
wenigstens noch etwas Bremskraft hat

Harald W. schrieb:
> So gut wie keine bei Felgenbremsen.
Das ist doch auch Quatsch. die gesamte Bremskraft des Vorderrades 
gelangt nur und ausschließlich über die Gabel zum restlichen Rad + 
Fahrer. Einzig die Kraftverteilung ist eine andere. Bei der Felgenbremse 
eher nah am Gabelschaft, bei Trommel- und Scheibenbremse eher nah an der 
Nabe.

Programmierer schrieb:
> Das ist aber eine Linear-Beschleunigung und kein Drehmoment, wie es der
> Motor erzeugt.

Auf die Achse kann kein Drehmoment wirken, wenn die Lager noch in 
Ordnung sind.

: Bearbeitet durch User
von Friedhofsgärtner (Gast)


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Harald W. schrieb:
>> Bremsung auf die Gabel einwirken?
>
> So gut wie keine bei Felgenbremsen. Grosse Kräfte bei Trommel-
> oder Scheibenbremsen, die nur von einer passend dimensionierten
> Felge aufgenommen werden können

Wenn gebremst wird, schiebt auch die Masse des Fahrers. Je besser die 
Bremse greift, desto mehr Kräfte wirken auch auf den Rahmen und die 
Verbindungen des Steuerrohrs (siehe Skizze aus Wiki ergänzt mit Pfeil).

von Harald W. (wilhelms)


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Christian B. schrieb:

> setzen sie sich aber wohl langsam auch durch, da man damit bei Nässe
> damit man bei Nässe wenigstens noch etwas Bremskraft hat.

Nun, das ist der grosse Vorteil meiner Trommelbremse. Die wird durch
das Wetter überhaupt nicht beeinflusst.

> Einzig die Kraftverteilung ist eine andere. Bei der Felgenbremse
> eher nah am Gabelschaft, bei Trommel- und Scheibenbremse eher nah
> an der Nabe.

...und genau deshalb muss die Gabel dann unten verstärkt werden.

von Ach Du grüne Neune (Gast)


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Ich habe auch mal ein Fahrrad mit einem Vorderrad Nabenmotor zum Pedelec 
umgebaut:

Beitrag "Re: Fahrrad zu E-Bike (Pedelec) umbauen legal?"

Alle Teile, bis auf den Controller, waren bei der Antriebsnabe mit dabei 
(Umrüstsatz). Den Hersteller weiß ich leider nicht mehr.
Die Sache mit dem Rahmenbruch ist mir dann natürlich auch leider 
passiert! 😐

von Dummis ab in die Wüste (Gast)


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Harald W. schrieb:
> So gut wie keine bei Felgenbremsen.

Ach, bei einer brachialen Bremsung vorne wirken "so gut wie keine" 
Kräfte auf die Gabel, solange man denn Felgenbremsen nutzt? Schon mal 
überlegt, wo das Vorderrad eingebaut ist? Auf welcher Schule warst du 
denn?

Harald W. schrieb:
> Hast Du Dich wenigstens ansatzweise mal mit Technischer Mechanik
> beschäftigt?

Das wollte ich dich gerade eben fragen.
An Selbstvertrauen fehlt es dir aber nicht, meinen Glückwunsch.

von Ach Du grüne Neune (Gast)


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Dummis ab in die Wüste schrieb:
> Schon mal überlegt, wo das Vorderrad eingebaut ist?

Überleg erst mal selber!

von Harald W. (wilhelms)


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Ach Du grüne Neune schrieb:

> Ich habe auch mal ein Fahrrad mit einem Vorderrad Nabenmotor zum Pedelec
> umgebaut:
>
> Beitrag "Re: Fahrrad zu E-Bike (Pedelec) umbauen legal?"

Hier im Forum lernt man doch immer noch was dazu. Z.B. habe ich
bislang noch nie etwas von einem "Taxischnitzel" gehört. :-)

von Ach Du grüne Neune (Gast)


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Harald W. schrieb:
> habe ich
> bislang noch nie etwas von einem "Taxischnitzel" gehört. :-)

Haha. Das sehe ich jetzt erst. 😂
Da hat mein Freund Werner, der Pommesbudenbesitzer, sicher nur die 
Buchstaben vertauscht. Das sollte wohl eher Schnitzeltaxi heißen.
Da werde ich ihn mal direkt drauf ansprechen. 👍

von Werner A. (Gast)


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Christian B. schrieb:
> Harald W. schrieb:
>> So gut wie keine bei Felgenbremsen.
> Das ist doch auch Quatsch.

Gerade bei den Radlern melden sich immer mehr Leute recht dominant zu 
Wort, die von Tuten und Blasen keine Ahnung haben. Und die dann noch so 
ganz nebenbei den Wissenden ans Bein pinkeln. Offensichtlich kann man 
heute als Blender so richtig punkten.

von Old P. (old-papa)


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Ist euch Bremsmraftverstärkern schonmal aufgefallen, dass der TO (rolli) 
inzwischen das Weite gesucht hat? Wahrscheinlich hat er längst einen 
billigen Chinabausatz montiert und ist um den halben Globus damit.
Und das ist gut so...

Old-Papa

von Harald W. (wilhelms)


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Old P. schrieb:

> Wahrscheinlich hat (der TE) längst einen
> billigen Chinabausatz montiert und ist um den halben Globus damit.

Oder sein Rahmen ist gebrochen, so wie bei "Ach Du grüne Neune"
und er liegt im Krankenhaus ohne Internetanschluss.

von Old P. (old-papa)


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Harald W. schrieb:
> Old P. schrieb:
>
>> Wahrscheinlich hat (der TE) längst einen
>> billigen Chinabausatz montiert und ist um den halben Globus damit.
>
> Oder sein Rahmen ist gebrochen, so wie bei "Ach Du grüne Neune"
> und er liegt im Krankenhaus ohne Internetanschluss.

Glaube ich nicht, ein Dachziegel auf den Kopf ist öfter....

Old-Papa

von Christian B. (luckyfu)


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Werner A. schrieb:
> Offensichtlich kann man
> heute als Blender so richtig punkten.

Wenn du der Meinung bist, daß beim Abbremsen des Vorderrades keine 
Kräfte auf die Gabel wirken dann würde ich das gern mal begründet sehen. 
Ich behaupte weiterhin, daß bei einer Beschleunigung des Rades, egal in 
welche Richtung, natürlich Kräfte auf die Gabel wirken. (Schließlich ist 
sie Konstruktiv das Einzige Bauteil, welches die Kräfte an den Rahmen 
und somit an den Fahrer weiterleiten kann) Wenn du anderer Meinung bist 
dann unterstreiche die bitte mit Fakten.

von Aufgewacht und mitgemacht (Gast)


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Christian B. schrieb:
> Werner A. schrieb:
>> Offensichtlich kann man
>> heute als Blender so richtig punkten.
>
> Wenn du der Meinung bist, daß beim Abbremsen des Vorderrades keine
> Kräfte auf die Gabel wirken dann würde ich das gern mal begründet sehen.


Lies richtig!

Harald ist der Behaupter dieses Unsinns. Werner staunt nur darüber.

von Christian B. (luckyfu)


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Gut, dann bin ich ja ganz bei Ihm.

von Ach Du grüne Neune (Gast)


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Achtung! Bevor es hier Missverständnisse gibt! Die Vorderachse übt beim 
Bremsen kein Drehmoment auf die Ausfallenden von der Gabel aus, aber die 
Gabel wird trotzdem in Lenkkopfnähe auf Biegung beansprucht!

von Dieter (Gast)


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Christian B. schrieb:

> Ich behaupte weiterhin, daß bei einer Beschleunigung des Rades, egal in
> welche Richtung, natürlich Kräfte auf die Gabel wirken.

Nur beim Bremsen mit der Vorderbremse wirken die Kräfte auf die Gabel. 
Bei den anderen Beschleunigen stimmt das nicht.

Bei einer normalen Bremsung (26er Rad) mit 1m/s auf der Ebene sind das 
bei 100kg (20 Rad + 80 Fahrer) rund 300Nm. Bremsen bei 12% Steigung 
wären noch mal zusätzliche 40-60Nm. Der Pedelecmotor bringt maximal ca. 
40-60Nm auf.

Der kräftig tretende Mensch verursacht dabei Momentenstöße von Rund 
100Nm in den kleinen Gängen. Momentenstöße sind am stärksten 
materialermüdend.

von Harald W. (wilhelms)


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Ach Du grüne Neune schrieb:

> Achtung! Bevor es hier Missverständnisse gibt! Die Vorderachse übt beim
> Bremsen kein Drehmoment auf die Ausfallenden von der Gabel aus, aber die
> Gabel wird trotzdem in Lenkkopfnähe auf Biegung beansprucht!

Letzteres sind die normalen Kräfte, für die die Gabel auch ausgelegt
ist. Mir ging es aber um die Kräfte in der Nähe des Ausfallendes.
Dort gibt es bei Felgenbremsen praktisch keine zusätzlichen Drehmo-
mentkräfte, wohl aber bei Trommelbremsen, Scheibenbremsen und Elek-
motoren. Dafür sind normale Felgenbremsengabeln nicht ausgelegt.
Für diese Anwendungen braucht man spezielle, nahe der Ausfallenden
verstärkte Gabeln.

von Dieter (Gast)


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Harald W. schrieb:
> Dort gibt es bei Felgenbremsen praktisch keine zusätzlichen Drehmo-
> mentkräfte, wohl aber bei Trommelbremsen, Scheibenbremsen und Elek-
> motoren.

Das Drehmoment ist auch hier weiterhin vorhanden, aber das Drehmoment 
ist durch die anderen Hebelarme halb so gross im unteren Bereich. Für 
die Belastung am Lenklager ändert sich insgesamt nichts.

von Harald W. (wilhelms)


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Dieter schrieb:
> Harald W. schrieb:
>> Dort gibt es bei Felgenbremsen praktisch keine zusätzlichen Drehmo-
>> mentkräfte, wohl aber bei Trommelbremsen, Scheibenbremsen und Elek-
>> motoren.
>
> Das Drehmoment ist auch hier weiterhin vorhanden, aber das Drehmoment
> ist durch die anderen Hebelarme halb so gross im unteren Bereich. Für
> die Belastung am Lenklager ändert sich insgesamt nichts.

Wohl aber die Belastung in der Nähe der Ausfallenden. Hier sind die
Rohre deutlich dünner als oben am Lenkerlager.

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Trotzdem werden diese beim normalen Bremsen deutlich mehr belastet, als 
mit dem Motorantrieb des Umbausatzes.

Kannst bei Gelegenheit mal bestimmen, wie viel höher die Belastung im 
Falle der Vollbremsung wäre.

von Harald W. (wilhelms)


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Dieter D. schrieb:

> Trotzdem werden diese beim normalen Bremsen deutlich mehr belastet, als
> mit dem Motorantrieb des Umbausatzes.

...sagt ein Hobbytheoretiker ohne irgendwelche Ahnung von 
Festigkeitslehre.

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Nach der technischen Mechanik sind die Kräfte und Momente beim 
Komfortbremsen mit 1m/s höher als mit dem Elektromotor. Unpassende 
Montage wurde natürlich weggelassen.

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Auf jeden Fall ist, wie old-papa schon erwähnte, der TO bereits weg. Das 
er als Hersteller nach dem Produkthaftungsgesetz im Schadensfalle in die 
Pflicht genommen wird, hat ihm sicher gar nicht gefallen.
Ein kräftiger E-Antrieb am Vorderrad ist vor allem kritisch, wenn die 
Straße glatt sein sollte. Damit dieser universell praktisch bei den 
meisten Rädern eingebaut werden kann, hatten viele dieser Motoren auch 
nur um die 25Nm.
Von normalen Fahrrädern mit den geworbenen Sondermerkmal 
Aluleichtbaurahmen, es gab auch welche, die warben mit Carbonanteilen, 
gehen wir hier nicht aus.

von Oliver S. (oliverso)


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Dieter schrieb:
> Das Drehmoment ist auch hier weiterhin vorhanden, aber das Drehmoment
> ist durch die anderen Hebelarme halb so gross im unteren Bereich.

Aua. Das Drehmoment ist bei gleicher Bremswirkung selbstverständlich bei 
allen Bremsentypen gleich groß. Die zum Aufbringen des Bremsmomentes 
erforderliche Kraft hängt allerdings vom Hebelarm ab, und ist damit bei 
der Felgenbremse sehr viel kleiner als bei Scheiben- oder 
Trommelbremsen.

Oliver

: Bearbeitet durch User
von Jobst Q. (joquis)


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Gegenüber den Bremskräften vor allem bei Vollbremsung ist das 
Gegendrehmoment eines Antriebsmotors Pillepalle.

Die Belastung des Rades ist also mehr vom Verhalten des Fahrers 
abhängig, wie schnell er fährt und wie vorrausschauend er bremst. Ein 
Fahrrad, das einen jugendlichen Draufgänger als Fahrer aushält, wird 
auch nicht bei einem Opa mit E-Motor aufgeben.

von Ach Du grüne Neune (Gast)


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Ein Drehmoment auf der Welle und somit auch an den Ausfallenden, 
entsteht ausschließlich nur beim Vortrieb durch einen Nabenmotor und 
nicht beim Bremsen (ausgenommen bei einer Rekuperation)!
Es ist auch egal um welche Bremsanlage es sich dabei handelt.

Bei einem 0 Grad Endo aus der BMX-Rad Szene wird das nochmal 
verdeutlicht:

Youtube-Video "How to endo & "endo turn" a mountain bike"

von Dieter (Gast)


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Oliver S. schrieb:
> Dieter schrieb:
>> Das Drehmoment ist auch hier weiterhin vorhanden, aber das Drehmoment
>> ist durch die anderen Hebelarme halb so gross im unteren Bereich.
>
> Aua.

Wenn der Fahrer bremst und die Bremskraft am Boden habe 1000N, dann ist 
das Moment zur Gabelm, F*r, mit einem Hebelarm von rund 75cm.
Das Moment bis zur Radaufhängung hat den halben Hebelarm, den 
Raddurchmesser.

Das ist der Fall des Balkens, der an einem Ende eingespannt, dh fixiert 
ist. Die fixierte Seite ist die Gabel mit der Felgenbremse. Die 
Bremskraft auf der Straße ist die Punktlast am anderen Ende des Balkens.

von Dieter (Gast)



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Nun noch ein Bild dazu ergänzt.

von Oliver S. (oliverso)


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Dieter schrieb:
> Die
> Bremskraft auf der Straße ist die Punktlast am anderen Ende des Balkens.

Um die Kraft gehts aber nicht. Die Diskussion geht um die Kraft, die zur 
Erzeugung des Bremsmomentes aufgebracht werden muß.

Oliver

von oszi40 (Gast)


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Nach dem Btems-Video hebt es das Hinterrad an und ein Teil der Kraft 
wird in Drehung umgesetzt. Der Druck auf die Gabel und deren Lagerung 
sowie die Schweißnähte des Rahmens bleibt aber (bis der 100kg-Fahrer 
über den Lenker fliegt).

von Olaf W. (Gast)


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Dieter D. schrieb:
> Trotzdem werden diese beim normalen Bremsen deutlich mehr belastet, als
> mit dem Motorantrieb des Umbausatzes.
>
> Kannst bei Gelegenheit mal bestimmen, wie viel höher die Belastung im
> Falle der Vollbremsung wäre.

Endlich ein Sehender unter den Blinden!

Dass jedes vom Endverbraucher elektrifizierte Bio-Bike den Verkauf eines 
hochlukrativen E-Bikes verhindert und finstere Mächte dagegen arbeiten, 
soweit denkt offensichtlich niemand. Dass Behauptungen wie Gabel und 
Bremsen seien überfordert vom anscheinend hochgebildeten Publikum auch 
noch nachgeplappert wird, ist ein Armutszeugnis von seltener Güte.

von Olaf W. (Gast)


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Harald W. schrieb:
> Letzteres sind die normalen Kräfte, für die die Gabel auch ausgelegt
> ist. Mir ging es aber um die Kräfte in der Nähe des Ausfallendes.
> Dort gibt es bei Felgenbremsen praktisch keine zusätzlichen Drehmo-
> mentkräfte, wohl aber bei Trommelbremsen, Scheibenbremsen und Elek-
> motoren. Dafür sind normale Felgenbremsengabeln nicht ausgelegt.
> Für diese Anwendungen braucht man spezielle, nahe der Ausfallenden
> verstärkte Gabeln.

Seltsam allerdings, dass man bei Bikes mit unterschiedlichen Bremsen 
nicht selten ab Werk die gleiche Gabel findet.

von oszi40 (Gast)


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Olaf W. schrieb:
> nicht selten ab Werk die gleiche Gabel findet

Einige Radlerkollegen sind auch schon wegen gebrochener Gabel böse 
"abgestiegen". Es scheint also noch offene Fragen zu geben. Siehe 
Radlerforen.

von Dieter (Gast)


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oszi40 schrieb:
> Einige Radlerkollegen sind auch schon wegen gebrochener Gabel böse
> "abgestiegen".

Das liegt daran, dass durch die EU die strengeren deutschne Vorgaben für 
die Verbindungen, hier die Schweißungen des Lenkers und am Gabelschaft, 
ausser Kraft sind. Leider sind die Fahrer so intelligent, dass diese 
fast alle angeben, wie toll sie selbst fahren, das Material an ihre 
Grenzen gebracht haben und deshalb jede ... Saison dieses Teil neu 
brauchen, statt einzusehen, dass dies eigentlich ein Mangel ist. Das 
Kind ist bereits in den Brunnen gefallen. Das ist nicht mehr zu ändern.
Diese neuralgischen Punkte werden alle durch den Motor gegenüber den 
Bremskräften und Stoßkräften so gut wie gar nicht beansprucht.

von Programmierer (Gast)


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Dieter schrieb:
> Das liegt daran, dass durch die EU die strengeren deutschne Vorgaben

Olaf W. schrieb:
> und finstere Mächte dagegen arbeiten

Jetzt gibt es schon Fahrrad-Verschwörungs-Theorien. Big-E-Bike 
kontrolliert zusammen mit den Echsenmenschen die Regierungen um zu dünne 
Bio-Bike-Rahmen und zu dicke E-Bike-Rahmen zu verkaufen? Ihr sitzt alle 
zu viel drinnen.

von Dieter (Gast)


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Programmierer schrieb:
> Jetzt gibt es schon Fahrrad-Verschwörungs-Theorien. Big-E-Bike

Diese Erosion bei den Vorschriften zu den Metallverbindungen bei den 
Fahrrädern hat bereits vor dem E-Bike-Boom eingesetzt. Big-E-Bike gab es 
da noch nicht.

Es gibt technische Verschlechterungen bei den Fahrrädern bedingt durch 
die E-Bikes. Zum Beispiel das maximale Verhältnis des schaltbaren 
Übersetzungsverhältnisses hat sich verschlechtert, von 1:6..8 auf 
1:5..6.

von Dieter (Gast)


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Oliver S. schrieb:
> Um die Kraft gehts aber nicht. Die Diskussion geht um die Kraft,
> die zur Erzeugung des Bremsmomentes aufgebracht werden muß.

F=a*m   a=1m/s, m=20kg+80kg (zum einfacher rechnen, statt 30kg+110kg 
Gewichtszunahme im Alter).

F=1000N

Reibungswiderstand/-koeffizient auf der Felge beträgt ungefähr 0.5 für 
Gummi auf Stahl/Alu.
Für 1000N muss jeder der beiden Bremsbacken 500N beitragen. Bei einem 
Reibungskoeffizienten von 0,5 muss dazu die einzelne Bremsbacke mit 
500N/0.5=1000N gegen die Felge gepresst werden.

von oszi40 (Gast)


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Dieter schrieb:
> 1000N gegen die Felge gepresst werden.

Das mag eine schöne Rechnung sein, aber Bremsen können sehr verschieden 
sein. Die Belastung der Gabel und des Rahmens auch. Während Opa mit 
5km/h zum Bäcker radelt, gehts mit dem E-Bike mit durchschnittlich 21 
km/h. Dann sollte das RICHTIGE Material an der richtigen Stelle sein.

von Dieter (Gast)


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Beim Pedelelec wird bis 25km/h die Unterstützung abgeregelt. Wer ohne 
Motor immer sehr schnell fährt, weil der die Kondition hat, bringt die 
gleiche Beanspruchung zustande.

Das E-Bike geht ggf. bis 45km/h und liegt dann darüber, wenn es kein 
Profi-Rennradler mit Rennrad ist. Das ist mit Anlehnung an den 
unterschiedlichen Sprachgebrauch.

So wäre es korrekt:
https://www.adac.de/rund-ums-fahrzeug/zweirad/fahrrad-ebike-pedelec/vorschriften-verhalten/pedelec-ebike/

Alle mit Tretunterstützung wäre Pedelcs, die anderen E-Bikes.

Im Sprachgebrauch vieler sind Pedelecs alles was juristisch wie 
Fahrräder behandelt wird, die anderen E-Bikes.

Im Englischen sind alles E-Bikes und Pedelec ist eine Teilmenge davon.

von Jobst Q. (joquis)


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oszi40 schrieb:
> Einige Radlerkollegen sind auch schon wegen gebrochener Gabel böse
> "abgestiegen". Es scheint also noch offene Fragen zu geben. Siehe
> Radlerforen.

In den 70er und 80er Jahren habe ich aus Sperrmüll-Fahrradteilen wieder 
fahrtüchtige Fahrräder gemacht. Dabei habe ich eine Menge arg verbogene 
Gabeln gesehen, aber nie eine gebrochene. Allerdings waren sie damals 
auch alle hartgelötet mit Muffen, während man heute auch immer mehr 
geschweißte sieht.

: Bearbeitet durch User
von Christian B. (luckyfu)


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Jobst Q. schrieb:
> Dabei habe ich eine Menge arg verbogene
> Gabeln gesehen, aber nie eine gebrochene.

Damals gab's auch noch keine Federgabeln welche heute jedoch quasi 
Standard sind (Rennräder und Gravelbikes mal ausgenommen). Qualitativ 
gibt es da jedoch massivste Unterschiede. Die Spanne ist so groß, von 
elastomergefederten (wenn man da überhaupt von Federung sprechen kann) 
im low budget Bereich über Stahlfedern bis hin zu Luftfederung. Mit und 
Ohne Dämpfung. Auch an den Gabelkronen gibt es sehr viele verschiedene 
Varianten.
Allgemein wird der Motor das Rad nicht überlasten. Ob dieses Konstrukt 
den Eigner schlussendlich glücklich macht ist halt die Frage. Für mich 
persönlich wäre es schon deshalb nix, weil es das Vorderrad sehr viel 
schwerer macht und außerdem noch das Lenkverhalten des Rades 
beeinflusst. Wenn man damit aber nur auf asphaltierten Radwegen 
herumlungert stellt das eher kein Problem dar. Ich versuche halt, diese 
Wege eher zu meiden und fahre lieber auf unbefestigten Wegen, da kann 
man derartiges aber nicht gebrauchen. Außerdem stellt sich die Frage der 
Reichweite, aber das ist bei jedem E-Bike so.

von Ach Du grüne Neune (Gast)


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Ach Du grüne Neune schrieb:
> Ein Drehmoment auf der Welle und somit auch an den Ausfallenden,
> entsteht ausschließlich nur beim Vortrieb durch einen Nabenmotor und
> nicht beim Bremsen (ausgenommen bei einer Rekuperation)!

Falls die offenen Langlöcher an den Ausfallenden zu groß für die 
beidseitig abgeflachte Welle des Nabenmotors sind, kann man eine 
Durchrutschsperre mit auf die Welle schrauben und mit einer zusätzlichen 
Strebe an der Gabel abstützen.

Außerdem wird das Rahmenrohr vom Lenkkopf zum Tretlager mit einem 
zusätzlichen Blech verstärkt, damit die Zugkräfte beim Beschleunigen 
nicht zum, weiter oben erwähnten, Rahmenbruch führen können:

Ach Du grüne Neune schrieb:
> Die Sache mit dem Rahmenbruch ist mir dann natürlich auch leider
> passiert!

von Ach Du grüne Neune (Gast)


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Hier noch das Foto vom Rahmenbruch.

von Ach Du grüne Neune (Gast)


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Harald W. schrieb:
> Z.B. habe ich
> bislang noch nie etwas von einem "Taxischnitzel" gehört. :-)

Ich war an der Pommesbude und habe meinen Freund Werner gefragt. Er 
behauptet, dass es sich nicht um eine Buchstabenverwechselung handelt, 
sondern absichtlich als Blickfang so geschrieben wurde.

von Stephan S. (outsider)


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Ach Du grüne Neune schrieb:
> Hier noch das Foto vom Rahmenbruch.

Da ist ja nicht mal die Schweißstelle, sondern das komplette Rohr 
abgebrochen, ziemlich krass... Vielleicht war es an einer Stelle 
geschwächt, z.B. durch Bohrungen durch die Leitungen oder Bowdenzüge 
geführt werden sollten, von wo aus sich Risse ausbreiten konnten? Unten 
rechts sieht man an der Bruchstelle grüne Farbe, offenbar war da schon 
vor der Lackierung ein Riss oder eine Bohrung.

von MeierMüllerSchulz (Gast)


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Ach Du grüne Neune schrieb:
> damit die Zugkräfte beim Beschleunigen
> nicht zum, weiter oben erwähnten, Rahmenbruch führen können

Die Zugkraft eines 250 Watt Nabenmotors (mit einem Gang) halten sich in 
Grenzen. Fahre mal mit deinem Auto im letzten Gang an und freue dich 
über die gewaltige Beschleunigung. Wenn so ein 250 Watt Motörle vorne 
einen Rahmenbruch verursacht, dann taugt der Rahmen nichts.

von oszi40 (Gast)


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Stephan S. schrieb:
> Da ist ja nicht mal die Schweißstelle

Beim Schweißen wird auch das Metall in der Nähe erwärmt und ausgeglüht. 
Man sollte an dieser Stelle die Hebelwirkung nicht unterschätzen. Mein 
Rahmen war an ähnlicher Stelle unten gebrochen.

von Harald W. (wilhelms)


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oszi40 schrieb:

> Beim Schweißen wird auch das Metall in der Nähe erwärmt und ausgeglüht.

Früher hiess es mal, das Fahrrad(eisen-)rohre nicht geschweisst
werden dürfen, weil sie dann ihre Festigkeit verlieren. Deshalb
wurden Fahrradrahmen hartgelötet. Ob das heutzutage auch noch
gilt, weiss ich nicht.

von Jobst Q. (joquis)


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Harald W. schrieb:
> oszi40 schrieb:
>
>> Beim Schweißen wird auch das Metall in der Nähe erwärmt und ausgeglüht.
>
> Früher hiess es mal, das Fahrrad(eisen-)rohre nicht geschweisst
> werden dürfen, weil sie dann ihre Festigkeit verlieren. Deshalb
> wurden Fahrradrahmen hartgelötet. Ob das heutzutage auch noch
> gilt, weiss ich nicht.

Vermutlich wurde es im Rahmen der Neoliberalisierung erlaubt. Es wirkt 
sich ja negativ auf die Wirtschaft aus, wenn die Sachen zu lange halten. 
Eine andere Ursache vom obigen Rahmenbruch ist der Einrohrrahmen, 
wahrscheinlich aus modischen Gründen. Es wäre ja zu langweilig, wenn 
immer weiter bewährte Technik angewendet würde.

von Harald W. (wilhelms)


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Jobst Q. schrieb:

> Eine andere Ursache vom obigen Rahmenbruch ist der Einrohrrahmen,
> wahrscheinlich aus modischen Gründen. Es wäre ja zu langweilig, wenn
> immer weiter bewährte Technik angewendet würde.

Nun, auch Fahrräder mit Einrohrrahmen können viele Jahre
halten, wenn sie richtig berechnet wurden (und auch nicht
z.B. durch Motoreinbau zusätzlich belastet werden). Beim
oben beschriebenen Rahmenbruch tippe ich aber eher auf
Materialfehler, z.B. Lunker o.ä.

von Walta S. (walta)


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Harald W. schrieb:
> oszi40 schrieb:
>
>> Beim Schweißen wird auch das Metall in der Nähe erwärmt und ausgeglüht.
>
> Früher hiess es mal, das Fahrrad(eisen-)rohre nicht geschweisst
> werden dürfen, weil sie dann ihre Festigkeit verlieren. Deshalb
> wurden Fahrradrahmen hartgelötet. Ob das heutzutage auch noch
> gilt, weiss ich nicht.

Inzwischen gibt es Schweißverfahren wo man dünne Rohre problemlos und 
stabil verbinden kann.

walta

von Dieter (Gast)


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Nach der Bruchstelle wäre das Rohr durch Bremsen gebrochen. Ein 
Materialfehler ist daher die wahrscheinlichste Ursache. Vorne werden 
Motore mit mildem Drehmoment eingesetzt damit auf Kies das Rutschrisiko 
des Vorderrades nicht zu stark erhöht wird.

Man sollte auch einen Blick auf das maximale zulässige Gesamtgewicht von 
einem Rad schauen. Das gibt auch einen Hinweis, ob das Rad nicht schon 
bereits zu schwach ausgelegt wurde.

https://www.kurbelix.de/blog/wissenswertes/allgemein/was-ist-das-systemgewicht-beim-fahrrad

Das übliche Systemgewicht eines Fahrrades beträgt ca. 110 kg. Es gibt 
aber auch Fahrräder, die für ein deutlich höheres Gewicht ausgelegt 
sind.
Das ist das Gewicht des Fahrers plus Radgewicht plus Gepäck.

Früher lag diese höher und den niedrigen Wert haben wir der EU zu 
verdanken. Soll ja nicht zu lange halten so ein Rad. Und wenn Du eine 
halbfette Sau wirst, sollst Du ja ein neues teures kaufen gehen.

Wäre mal eine schöne Kontrolle. Jedem der kräftigen Sportler das Rad 
einziehen wegen Überschreitung des Gesamtgewichtes und zu Fuß 
heimschicken. Yeah, that will be fun.

von trolldetector (Gast)


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Dieter schrieb:

> Das übliche Systemgewicht eines Fahrrades beträgt ca. 110 kg. Es gibt
> aber auch Fahrräder, die für ein deutlich höheres Gewicht ausgelegt
> sind.
> Das ist das Gewicht des Fahrers plus Radgewicht plus Gepäck.
>
> Früher lag diese höher und den niedrigen Wert haben wir der EU zu
> verdanken.

Quelle? Kann man das irgendwo nachlesen?
Also das nach dieser Aussage ja wohl genormte frühere Systemgewicht von 
110kg, als auch die diesbezügliche Modifikation durch die EU?

Google findet zu "Systemgewicht 110kg" wenig. Außer daß "zulässiges 
Gesamtgewicht" eine eher gebräuchliche Formulierung zu sein scheint.

von Dieter (Gast)


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Lesen zu spaeter Stunde kann haeufiger zu Missverstaendnissen fuehren.

Literatur waeren die Hefte der Stiftung Warentest zwischen 1985 bis 2005 
und die Testberichte der Fahrraeder darin zu vergleichen.

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