Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Haben Spannungsquellen eine fest definierte Stromstärke?


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von stromstark (Gast)


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Hallo,

eine grundsätzliche Frage zur Elektrizität. Ich verstehe den 
Zusammenhang zwischen Spannung und Stromstärke nicht bzw. wann die 
Stromstärke relevant ist. Ich habe den Eindruck, man hört nur von 
Spannungswerten im Alltag (z. B. 9 Volt Batterie, 380 kV 
Starkstromleitungen, Umspannwerke, ...)

In Zusammenhang mit Batterien habe ich z. B. noch nie "10 Ampere" oder 
sowas gehört. Kann man sagen, wieviel Ampere eine 230 Volt-Steckdose 
liefern kann? Oder verstehe ich das ganz falsch und die Stromstärke ist 
nicht so eine "feste Einheit"...?

von Köder Verteiler (Gast)


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Nein.

von Köder Verteiler (Gast)


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stromstark schrieb:
> Oder verstehe ich das ganz falsch und die Stromstärke ist
> nicht so eine "feste Einheit"...?

Spannung ist auch nicht fest, die läuft aus Batterien aus, bis da nur 
noch oV drin sind

von No Y. (noy)


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Ja, schau auf deine Sicherung im Sicherungskasten....

von Köder Verteiler (Gast)


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Köder Verteiler schrieb:
> stromstark schrieb:
>> Oder verstehe ich das ganz falsch und die Stromstärke ist
>> nicht so eine "feste Einheit"...?
>
> Spannung ist auch nicht fest, die läuft aus Batterien aus, bis da nur
> noch oV drin sind

D.H. nicht die Spannung läuft aus, sondern der Strom, der macht die 
Spannung klein.

von Harald W. (wilhelms)


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stromstark schrieb:

> Kann man sagen, wieviel Ampere eine 230 Volt-Steckdose liefern kann?

Typisch wären da die 16A, die man in Haushalten im Zählerkasten hat.
Da diese Sicherungsautomaten verhältnismäßig langsam ansprechen,
können kurzzeitig auch deutlich höhere Ströme entnommen werden

von Dunno.. (Gast)


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stromstark schrieb:
> Kann man sagen, wieviel Ampere eine 230 Volt-Steckdose liefern kann?

16A, danach fliegt die Sicherung.

von Köder Verteiler (Gast)


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Köder Verteiler schrieb:
> Köder Verteiler schrieb:
>> stromstark schrieb:
>>> Oder verstehe ich das ganz falsch und die Stromstärke ist
>>> nicht so eine "feste Einheit"...?
>>
>> Spannung ist auch nicht fest, die läuft aus Batterien aus, bis da nur
>> noch oV drin sind
>
> D.H. nicht die Spannung läuft aus, sondern der Strom, der macht die
> Spannung klein.

Is halt wie Wasserkraftwerk mit Staumauer und kleinem grünen 
Steibbeisser.

von Köder Verteiler (Gast)


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Köder Verteiler schrieb:
>>
>> D.H. nicht die Spannung läuft aus, sondern der Strom, der macht die
>> Spannung klein.
>
> Is halt wie Wasserkraftwerk mit Staumauer und kleinem grünen
> Steibbeisser.

Da die Staumauer einen Widerstand gegenüber dem Wasserstrom darstellt, 
steht die Staumauer unter Spannung.

von Köder Verteiler (Gast)


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Köder Verteiler schrieb:
>>>
>>> D.H. nicht die Spannung läuft aus, sondern der Strom, der macht die
>>> Spannung klein.
>>
>> Is halt wie Wasserkraftwerk mit Staumauer und kleinem grünen
>> Steibbeisser.
>
> Da die Staumauer einen Widerstand gegenüber dem Wasserstrom darstellt,
> steht die Staumauer unter Spannung.

beisst jetzt der kleine grüne Steinbeisser ein Stück vom Widerstand 
'Staumauer' wech, strömt das Wasser und die Spannung wird kleiner. Je 
größer das Loch, das de kleine grüne Steinbeisser beisst, desto kleiner 
der Widerstand und desto größer der Strom bis die Spannung 0 (und demit 
der Strom).

von Cyblö D. (cybloed)


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Es gibt auch noch Stromquellen, die haben keine fest definierte 
Spannungsstärke. Spannungsquellen werden auch gerne Stromquellen 
genannt, was völliger Blödsinn ist. Auch Spannungsquellen sind nie 
Spannungsquellen, außer sie sind ideal, aber ideale Spannungsquellen 
gibt es nicht, außer in der Theorie.

von Cyblö D. (cybloed)


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Köder Verteiler schrieb:
> beisst jetzt der kleine grüne Steinbeisser ein Stück vom Widerstand
> 'Staumauer' wech, strömt das Wasser und die Spannung wird kleiner. Je
> größer das Loch, das de kleine grüne Steinbeisser beisst, desto kleiner
> der Widerstand und desto größer der Strom bis die Spannung 0 (und demit
> der Strom).

Nicht alles, was hinkt, ist ein Vergleich. Dein kleiner grüner 
Steinbeißer kann sich zwar kein Bein brechen, hinkt aber trotzdem.

von stromstark (Gast)


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Hmmm. Also könnte man jetzt nicht sagen "schau, da oben in dieser 
Hochspannungsleitung herrscht gerade eine Stromstärke von 800 Ampere"? 
Ist die Stromstärke an dieser Stelle also nicht definiert?

von stromstark (Gast)


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Laut Datenblatt einer LED darf im Stromkreis maximal 50 mA sein. Kann 
ich mit einer 9 Volt Batterie jemals über 50 mA kommen?

von Cyblö D. (cybloed)


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stromstark schrieb:
> Hmmm. Also könnte man jetzt nicht sagen "schau, da oben in dieser
> Hochspannungsleitung herrscht gerade eine Stromstärke von 800 Ampere"?
> Ist die Stromstärke an dieser Stelle also nicht definiert?

Man sagt nicht, dass Stromstärke herrscht, sondern dass Strom fließt. 
Und wenn dort 800 A fließen, glüht es kurz und dann fließt nichts mehr. 
Eben weil es eine Spannungsquelle ist und keine 800 A-Quelle.

von Cyblö D. (cybloed)


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stromstark schrieb:
> Laut Datenblatt einer LED darf im Stromkreis maximal 50 mA sein. Kann
> ich mit einer 9 Volt Batterie jemals über 50 mA kommen?

Nein, das würde ja dem Datenblatt der LED widersprechen.

von stromstark (Gast)


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Danke!

von stromstark (Gast)


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Cyblö D. schrieb:
> stromstark schrieb:
>> Hmmm. Also könnte man jetzt nicht sagen "schau, da oben in dieser
>> Hochspannungsleitung herrscht gerade eine Stromstärke von 800 Ampere"?
>> Ist die Stromstärke an dieser Stelle also nicht definiert?
>
> Man sagt nicht, dass Stromstärke herrscht, sondern dass Strom fließt.
> Und wenn dort 800 A fließen, glüht es kurz und dann fließt nichts mehr.
> Eben weil es eine Spannungsquelle ist und keine 800 A-Quelle.

Danke!

von stromstark (Gast)


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Cyblö D. schrieb:
> stromstark schrieb:
>> Laut Datenblatt einer LED darf im Stromkreis maximal 50 mA sein. Kann
>> ich mit einer 9 Volt Batterie jemals über 50 mA kommen?
>
> Nein, das würde ja dem Datenblatt der LED widersprechen.

Begrenzt also die LED die Stromstärke im Stromkreis? Oder wie meinst du 
das?

von Cyblö D. (cybloed)


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Kann man so sagen. Aber eigentlich begrenzt das Datenblatt die 
Stromstärke im Stromkreis.
Du würdest ja auch nicht sagen, dass die Einbrecher Plünderungen 
verhindern, sondern es sind die Gesetze, die dafür sorgen.

von stromstark (Gast)


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Sorry für die blöden Fragen, aber ich würde die Theorie gerne richtig 
verstehen.

Kann man also sagen, dass die LED die Stromstärke im Stromkreis vorgibt? 
Nehmen wir an eine rote LED benötigt 5 Ampere und erhält sie 5 Sekunden, 
dann ist die Batterie leer. Eine grüne LED benötigt 10 Ampere und erhält 
sie 2,5 Sekunden, bis die Batterie leer ist?

von Sebastian S. (amateur)


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Ich fürchte, dass deine Kenntnisse bezüglich Elektrizität so gering 
sind, dass Du auch eine klare Antwort nicht verstehen würdest.

Eine Steckdose kann (normalerweise) bis zu 16 A liefern. Prinzipiell 
aber beliebig viel. Der Strom wird halt begrenzt.

Im Auto kommen, vor allem wenn der Anlasser was zu tun hat auch mal 
Ströme von weit mehr als 100 Ampere zusammen.

Auch in Deinem PC sind Ströme von 100 Ampere, vor allem bei 
Hochleistungsrechnern keine Besonderheit.

Auch wird Dir die Info:
Bei den 16 A hinter der Haushaltssteckdose geht es eventuell um 3600W.
Die 100 A im Auto sind aber gerade mal für 1200W gut.
Im Rechner kommen bei 100 A kaum mal 100 W zusammen.

von Egon D. (egon_d)


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stromstark schrieb:

> eine grundsätzliche Frage zur Elektrizität. Ich verstehe
> den Zusammenhang zwischen Spannung und Stromstärke nicht

Das geht vielen Leute so.

Berühmter Vergleich: Die elektrische Spannung entspricht
dem Wasserdruck, der elektrische Strom dem Durchfluss
(Liter pro Sekunde).


> bzw. wann die Stromstärke relevant ist.

Wenn Arbeit verrichtet wird bzw. Leistung irgendwo
abfällt.


> Ich habe den Eindruck, man hört nur von Spannungswerten
> im Alltag (z. B. 9 Volt Batterie, 380 kV
> Starkstromleitungen, Umspannwerke, ...)

Klar.
Das liegt daran, dass die Verbraucher alle parallel-
geschaltet werden und deshalb alle die gleiche Spannung
aushalten müssen. Ein 230V-Motor funktioniert schlecht
in einem 24V-System, und ein 24V-Motor am 230V-Netz
brennt durch.


> In Zusammenhang mit Batterien habe ich z. B. noch nie
> "10 Ampere" oder sowas gehört.

Doch, hört man auch, aber ... das ist kompliziert.


> Kann man sagen, wieviel Ampere eine 230 Volt-Steckdose
> liefern kann?

Klar.
Kurzzeitig KANN sie bestimmt über 100A liefern. Was sie
auf Dauer liefern DARF, kann man an der vorgeschalteten
Sicherung im Sicherungskasten ablesen. Normalerweise
sind das heute 16A.


> Oder verstehe ich das ganz falsch und die Stromstärke
> ist nicht so eine "feste Einheit"...?

Naja... was heißt hier "feste Einheit"?

Wenn wir den Nahrungsverbrauch der Menschen allgemein in
"Brötchen" messen würden -- wäre das dann eine "feste
Einheit"?
Immerhin verspeist ein Stahlwerker am Tag deutlich mehr
Brötchen als ein fünfjähriges Kind -- jeder nimmt sich
soviel, wie seinem Hunger entspricht.

So ähnlich ist es mit dem elektrischen Strom... :)

von Harald W. (wilhelms)


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stromstark schrieb:

> Hmmm. Also könnte man jetzt nicht sagen "schau, da oben in dieser
> Hochspannungsleitung herrscht gerade eine Stromstärke von 800 Ampere"?
> Ist die Stromstärke an dieser Stelle also nicht definiert?

Die Stromstärke kann gemessen werden und sie wird es auch von
den Netzbetreibern. Es wäre aber zuviel verlangt, das an der
Leitung ein Display für Spaziergänger angebracht, an dem man
die Stromstärke ablesen kann. Es gibt auch eine höchstzulässige
Stromstärke für eine Leitung und die Betreiber sorgen dafür,
das diese nicht überschritten wird.

von Sascha W. (sascha-w)


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stromstark schrieb:
> Laut Datenblatt einer LED darf im Stromkreis maximal 50 mA sein. Kann
> ich mit einer 9 Volt Batterie jemals über 50 mA kommen?
Auch wenn ein 9V Block nicht viel hergibt für mehr als 50mA wirds schon 
reichen. Da die LED aber in kürzester Zeit kaputt geht fließt dann 
wieder kein Strom mehr.

Eine ideale Spannungsquelle könnten einen unendlich hohen Strom liefern. 
Da sie aber nicht ideal ist hat sie einen Innenwiderstand der von Haus 
aus für eine Begrenzung des Stroms sorgt. Je nach dem wie groß der 
maximale Strom dadurch werden könnte, kann man das einfach so hinnehmen 
(Batterie Alkali) oder benötigt eine Sicherung (Generator->Steckdose, 
Bleiakku, LiPo-Akku) um die Spannungsquelle selbst und/oder die Kabel 
zum Verbraucher zu schützen.
Im Stromkreis wird aber immer nur der Strom fließen der sich durch die 
Summe der Widerstände von Spannungsquelle, Verkablung und Verbraucher 
einstellt. Wenn eine Spannungsquelle mit 10V 1A hat und der Verbraucher 
einen Widerstand von 1kOhm hat dann fließen halt nur 10mA.

Sascha

von Cyblö D. (cybloed)


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Sebastian S. schrieb:
> Eine Steckdose kann (normalerweise) bis zu 16 A liefern. Prinzipiell
> aber beliebig viel. Der Strom wird halt begrenzt.

Schwachsinn. Eine Steckdose hat keine Strombegrenzung, sondern eine 
Sicherung. Wenn dir der Unterschied nicht klar ist, mach doch bitte 
keinen auf Erklärbär.

Sebastian S. schrieb:
> Auch in Deinem PC sind Ströme von 100 Ampere, vor allem bei
> Hochleistungsrechnern keine Besonderheit.

Wo im PC oder Hochleistungsrechner fließen bitteschön 100 A?

von fchk (Gast)


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Ideale (theoretische) Spannungsquellen haben keine Strombegrenzung. Wird 
eine Last angeschlossen, stellt sich im Gleichstromfall ein Strom ein, 
der sich nach dem ohmschen Widerstand der Last errechnet.

Reale Spannungsquellen bestehen im einfachsten Fall aus einer idealen 
Spannungsquelle plus einem dahinter geschalteten Widerstand, der den 
Innenwiderstand der Spannungsquelle darstellt. Dieser Innenwiderstand 
ist im Fall einer Autobatterie ein Bruchteil eines Ohms, bei einer 
Knopfzelle können das aber schon mehrere 100 Ohm sein. Der 
Innenwiderstand muss auch nicht unbedingt konstant sein, sondern kann 
von der Temperatur, dem Ladezustand und von irgendwelchen 
Verschleißfaktoren abhängen.

fchk

von Egon D. (egon_d)


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stromstark schrieb:

> Kann man also sagen, dass die LED die Stromstärke
> im Stromkreis vorgibt?

Nein... im strengen Sinne nicht.
LED ist grade ein blödes Beispiel.

Eine Heizplatte wäre ein guter Beispiel, oder auch ein
Elektromotor mit fester Belastung.


> Nehmen wir an eine rote LED benötigt 5 Ampere und erhält
> sie 5 Sekunden, dann ist die Batterie leer. Eine grüne
> LED benötigt 10 Ampere und erhält sie 2,5 Sekunden, bis
> die Batterie leer ist?

Hmmja... die Richtung stimmt schon.

In der Batterie ist (in chemischer Form) eine bestimmte
Arbeit gespeichert (eine gewisse Anzahl "Brötchen"). Ist
ein Verbraucher "hungriger" und verzehrt "mehr Brötchen
pro Zeit", ist die Batterie schneller leer. Logo.

von Harald W. (wilhelms)


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Egon D. schrieb:

> Immerhin verspeist ein Stahlwerker am Tag deutlich mehr
> Brötchen als ein fünfjähriges Kind

...wenn er sich diese Brötchen vorher verdient hat...

von stromstark (Gast)


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Egon D. schrieb:

>
> Naja... was heißt hier "feste Einheit"?
>
> Wenn wir den Nahrungsverbrauch der Menschen allgemein in
> "Brötchen" messen würden -- wäre das dann eine "feste
> Einheit"?
> Immerhin verspeist ein Stahlwerker am Tag deutlich mehr
> Brötchen als ein fünfjähriges Kind -- jeder nimmt sich
> soviel, wie seinem Hunger entspricht.
>
> So ähnlich ist es mit dem elektrischen Strom... :)
Danke Egon. Das ist eine guter Vergleich. Mir war nicht klar, dass die 
Stromstärke vom Verbraucher abhängt. Und quasi nicht wie die Leistung 
eines Motors im Auto (Batterie) definiert ist.

von Egon D. (egon_d)


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Cyblö D. schrieb:

> Wo im PC oder Hochleistungsrechner fließen bitteschön
> 100 A?

Am Prozessor vielleicht?

Oder wie erklärst Du sonst Leistungsumsätze jenseits von
100W mit Kernspannungen unter 1V?
Natürlich fließen dort 100A oder mehr bei Volllast; deshalb
werden auf den Mainboards m.W. auch Mehrphasen-Schaltregler
verbaut, weil das mit einer Phase nicht mehr sinnvoll zu
beherrschen ist.

Ach ja: Ein ERHEBLICHER Anteil der vielen Pins eines
Prozessors (Hälfte oder Drittel, so in dem Dreh) dienen
der Versorgung, d.h. führen Betriebsspannung oder Masse.

von Random .. (thorstendb) Benutzerseite


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> Haben Spannungsquellen eine fest definierte Stromstärke?
- Reale Spannungsquellen halten eine Spannung konstant, bis zum 
Erreichen einer maximalen Stromstärke (bauartbedingt).
- Reale Stromquellen halten eine Stromstärke konstant, bis zum Erreichen 
einer maximalen Spannung (bauartbedingt).
- Leitungen innerhalb eines Vesorgungsnetzes arbeiten gewöhnlicherweise 
auf einer konstanten Spannung, und sind mit einer Abschalteinrichtung 
gegen Überlast abgesichert (z.B. die 10A oder 16A Sicherung im HA 
Kasten). Die treibende Spannungsquelle kann idR. eine sehr viel höhere 
Stromstärke liefern.

: Bearbeitet durch User
von Harald W. (wilhelms)


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stromstark schrieb:

> Mir war nicht klar, dass die
> Stromstärke vom Verbraucher abhängt. Und quasi nicht wie die Leistung
> eines Motors im Auto (Batterie) definiert ist.

Die Leistung im Auto ist auch nicht definiert, sondern ergibt sich
aus Geschwidigkeit, Reibung und so weiter. Der feste Wert, der im
KFZ-Schein steht, ist nur der mögliche Maximalwert. Beim normalen
Fahrbetrieb liegt die Leistung des Motors deutlich unter diesem
Maximalwert.

von Köder Verteiler (Gast)


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Cyblö D. schrieb:
> Wo im PC oder Hochleistungsrechner fließen bitteschön 100 A?

Beim Core i7 3970X Extreme Edition bei einer leistungsaufnahme von 150W 
wären es bei einer typischen Core-Spannung v. 1.32V nach P=U*I ca. 110 A 
.

von Hennes (Gast)


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Hallo

nein...

falls die Frage ernst gemeint ist,die hohen Stromstärken im Zusammenhang 
mit  LEDs in einen E-Technikforum deuten auf gewolltes Unruh stiften 
-trollen- hin, aber sei drum:

Schau dir mal an wie Strom und Spannung Kindern erklärt wird, und das 
ist jetzt durchaus ernst gemeint.
Ich weiß jetzt nicht ob es davon auch was von der "Sendung mit der Maus" 
gibt, würde mich aber wundern wenn das nicht der Fall ist, die erklären 
eigentlich immer sehr gut und nicht so stark vereinfachend das es schon 
ins verfälschende geht.

Wenn du das dann verstanden hast dann informiere dich was der 
elektrische Widerstand ist, warum es den (fast) immer gibt, und worin 
die Ursachen liegen.
Dann kannst du dich an das Ohmsche Gesetz wagen und wirst auch verstehen 
warum es zutreffen muss.

Jetzt sei dir schon mal weit vorauseilend mitgeteilt das jede reale 
Spannungsquelle einen Innenwiderstand hat die den Strom begrenzt.

Das in der Praxis Elemente eingebaut werden die bei überschreiten den 
Stromkreis unterbrechen bzw. teilweise den Strom tatsächlich begrenzen 
liegt darin das man "unschöne" ;-) Effekte verhindern möchte.

Hennes

von stromstark (Gast)


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Vielen Dank an alle. Ich finde dieses Thema super interessant. Ich habe 
schon viel über das Ohmsche Gesetz gelesen, aber so klar wie ihr es 
formuliert habt, kam es mir noch nie rüber.

von Harald W. (wilhelms)


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Hennes schrieb:

> Schau dir mal an wie Strom und Spannung Kindern erklärt wird, und das
> ist jetzt durchaus ernst gemeint.

Ja, es macht Sinn, wenn der TE mal sein Physikbuch aus der Schulzeit
hervorkramt.

von Stefan ⛄ F. (stefanus)


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stromstark schrieb:
> Haben Spannungsquellen eine fest definierte Stromstärke?

Nein, aber Stromquellen haben das. Wobei die beiden Begriffe oft 
verwechselt werden.

Vergleichen wir die Batterie mit einem Turm voll Wasser, wo am unteren 
Ende ein Zapfhahn befestigt ist.

Die Füllhöhe des Turms bestimmt den Druck, der unten raus kommt. Das ist 
die Spannung.

Die Stromstärke ist die Menge Wasser, die dort unten heraus fließt. Sie 
hängt von der Spannung ab, und wie weit zu den Zapfhahn (=Widerstand) 
öffnest.

Strom = Spannung / Widerstand

Diese simple Formel stellt den Zusammenhang dar.

> Kann man sagen, wieviel Ampere eine 230 Volt-Steckdose liefern kann?

Normalerweise 16A, kurzzeitig auch etwas mehr. Die Begrenzung gibt hier 
der Sicherungsautomat vor, der bei mehr Strom abschaltet. Ohne 
Sicherungsautomat wären einige hundert Ampere möglich - je nach 
Widerstand der Leitungen. Aber bei mehr als 16A für längere Zeit gehen 
die Leitungen kaputt, weil sie überhitzen.

> Laut Datenblatt einer LED darf im Stromkreis maximal 50 mA sein.
> Kann ich mit einer 9 Volt Batterie jemals über 50 mA kommen?

Ja durchaus. Frische 9V Block Batterien können einige hundert 
Milliampere liefern. Baue einen Widerstand in den Stromkreis ein, um die 
Stromstärke zu reduzieren. Welchen Wert du brauchst, ergibt sich 
wiederum aus der obigen Formel.

Wenn die Batterie 9V liefert und die LED z.B. 3V Betriebsspannung hat, 
dann bleiben für den Widerstand 6V übrig. Ergo: Widerstand = 6V / 0,05A 
= 120Ω.

> Begrenzt die LED die Stromstärke im Stromkreis?

Nein, tut sie nicht. Genau deswegen muss man LEDs immer entweder an eine 
Stromquelle mit definierter Stromstärke betreiben, oder die Stromstärke 
durch einen passend gewählten Widerstand (bzw. einer elektronischen 
Ersatzschaltung) begrenzen.

: Bearbeitet durch User
von Hennes (Gast)


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Hallo

Cyblö D. schrieb:
> Du würdest ja auch nicht sagen, dass die Einbrecher Plünderungen
> verhindern, sondern es sind die Gesetze, die dafür sorgen.

Netter Nickname (Muss man als Neuling in diesen Forum jetzt nicht 
verstehen...)

Zum Thema:
Wobei der Einbrecher und Plünderer aber gegen das Gesetz verstoßen kann.

Das ist bei naturwissenschaftlichen Gesetzten nicht der Fall, diese 
Gesetze sind gegeben und wenn jemand meint das er das Gegenteil bewiesen 
hat liegt es an Messfehlern und daran das man andere Effekte übersehen 
hat.

Übrigens: Wenn die mal verstanden hast wie Strom, Spannung, Widerstand 
und Leistung zusammenhängen wirst du trotzdem noch einige nette 
Überraschungen erlegen wenn du dich mal mit Wechselspannung und 
Wechselstrom auseinandersetzen solltest.
Etwas übertrieben, aber meist zutreffend kann man sagen:
Gleichspannung und Gleichstrom entspricht den Grundrechenarten
Wechselspannung und Wechselstrom entspricht der Algebra und noch 
"schlimmer".

von stromstark (Gast)


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Danke Hennes. Und ich wollte ganz sicher nicht trollen. Mich 
interessiert das wirklich und die verfälschenden Werte zu den LEDs habe 
ich nur der Vereinfachung wegen gewählt.

Wofür steht denn sein Nickname? :D

von foobar (Gast)


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Ampere gibt an, wieviele Elektronen pro Sekunde durch einen Leiter 
fließen (1 Ampere grob 6E18 Elektronen/Sekunde).  Es ist also eine Art 
"Verbrauchseinheit" und der Grund, warum es nur bedingt sinnvoll ist, 
die irgendwo dran zu schreiben.  Was man häufig dran schreibt, ist, 
wieviel ein Quelle maximal liefern kann, wieviel ein Verbaucher aufnimmt 
oder wieviel ein Leiter aushält.

von Stefan ⛄ F. (stefanus)


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Einfache sogenannte "ohmsche" Lasten mit konstantem Widerstandswert 
nehmen mehr Strom auf, je höher die Spannung ist. Das ergibt sich aus 
der Formel

Strom = Spannung / Widerstand

Bei Glühlampen ist der Widerstand in kaltem Zustand gering und in heißem 
Zustand bedeutend höher. Deswegen steigt dort der Strom nicht linear mit 
der Spannung an, sondern schwächer. Darum eignen sich Glühlampen gut für 
schwankende Spannungen wie am Fahrrad, KFZ oder auch der Taschenlampe.

LEDs sind ein gemeiner Sonderfall. Bei ihnen hängt die Stromstärke 
ebenfalls von der Spannung ab, aber alles andere als linear und außerdem 
ist die Temperaturabhängigkeit genau umgekehrt, wie bei der Glühbirne. 
Schau Dir dazu das Diagramm dieser fiktiven weißen LED an.

Du siehst hier, dass diese LED erst bei ungefähr 2,5V zu leuchten 
beginnt. Die Stromstärke ist dann aber beinahe Null, entsprechend 
schwach wird sie leuchten. Bei 3,5V und 40°C hast du aber schon 400mA. 
Sie wird hell leuchten. Doch dabei erwärmt sie sich. Wenn sie 80°C 
erreicht hat, und die Spannung uverändert 3,5V bleibt, fließen schon 
700mA. Sie wird noch heller und noch heißer. Bei 100°C geht die 
Stromstärke schon auf weit über 1000mA. Die LED leuchtet noch heller und 
wird noch heißer.

Ein Teufelskreis.

Deswegen kann man LEDs dieser Leistungsklasse nicht sinnvoll ohne 
zusätzliche Strombegrenzung betrieben - selbst wenn man die Spannung 
individuell an die eine LED anpasst und ganz genau einhält.

von Hennes (Gast)


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Such mal nach den Nutzer "Cyblord" in diesen Forum...

Der freundlichste, geduldigste, entspannteste und einfühlsamte  Mensch 
den man sich so vorstellen kann.
Oder habe ich da jetzt was verwechselt...? ;-)

von Harald W. (wilhelms)


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Hennes schrieb:

> Such mal nach den Nutzer "Cyblord" in diesen Forum...
>
> Der freundlichste, geduldigste, entspannteste und einfühlsamte  Mensch
> den man sich so vorstellen kann.
> Oder habe ich da jetzt was verwechselt...? ;-)

Hallo Hennes,
bist Du der nichtangemeldete Cyblord?
:-)

von Cyblö D. (cybloed)


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Köder Verteiler schrieb:
> Cyblö D. schrieb:
>> Wo im PC oder Hochleistungsrechner fließen bitteschön 100 A?
>
> Beim Core i7 3970X Extreme Edition bei einer leistungsaufnahme von 150W
> wären es bei einer typischen Core-Spannung v. 1.32V nach P=U*I ca. 110 A
> .

Ja und nach P=100*U*I wären es 1.1 A.

Man, man, man, man kann sich nicht irgendeine Formel suchen wie es einem 
passt und dann Werte einsetzen. Man muss den Zusammenhang verstehen und 
die dafür passende Formel verwenden.

Was du da rechnest ist, als ob ich sagen würde jeder Mensch hat 
Herzströme in der Größenordnung von 10^-6 A. Es gibt 8*10^7 Menschen, 
also fließen durch unsere Füße 80 A. Wie kann man nur so einen Stuss 
glauben!

von Gerald K. (geku)


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Es gibt eine einfache Beziehung :

Ri ist der Innenwiderstand der Spannungsquelle
RL ist der Lastwiderstand

In der Praxis wird der Strom allerdings in vielen Fällen durch eine 
Sicherung begrenzt!

von Wolfgang (Gast)


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Stefan ⛄ F. schrieb:
> Darum eignen sich Glühlampen gut für
> schwankende Spannungen wie am Fahrrad, KFZ oder auch der Taschenlampe.

Fahrrad ist nun ein denkbar schlechtes Beispiel. Zumindest der 
klassische Dynamo ist eher eine Stromquelle. Selbst eine LED kannst du 
vernünftig daran betreiben.

von foobar (Gast)


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> Man, man, man, man kann sich nicht irgendeine Formel suchen wie es einem
> passt und dann Werte einsetzen. Man muss den Zusammenhang verstehen und
> die dafür passende Formel verwenden.

Hat er ja.  Alternativ könnte man auch ins Datenblatt schauen - s. 
Anhang

von Gerald K. (geku)


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Cyblö D. schrieb:
> uch Spannungsquellen sind nie
> Spannungsquellen, außer sie sind ideal, aber ideale Spannungsquellen
> gibt es nicht, außer in der Theorie.

Auch ideale Stromquellen gibt es in der Praxis nicht. Wenn einer idealen 
Stromquelle kein Strom entnommen wird, dann wird die Spannung unendlich.

Es liegt immer eine Mischung vor.

Ri<<RL => Spannungsquelle
Ri>>RL => Stromquelle

von Joachim B. (jar)


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stromstark schrieb:
> Kann man sagen, wieviel Ampere eine 230 Volt-Steckdose
> liefern kann?

kannst du lesen?
manchmal ist es eingeprägt
https://i.ebayimg.com/images/g/dPEAAOSwOyJX5Uta/s-l1600.jpg

mich wundert ja das dich nicht wundert das ein Handyladeteil nicht 
explodiert obwohl aus der Steckdose auch genug Strom für einen 
Tischgrill rauskommt.

An welcher Stelle im Physikunterricht hast du geschlafen?

von Dirk J. (dirk-cebu)


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Joachim B. schrieb:
> An welcher Stelle im Physikunterricht hast du geschlafen?

In der Hilfsschule gibt es keinen Physikunterricht.

von Michael D. (nospam2000)


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Hennes schrieb:
> Ich weiß jetzt nicht ob es davon auch was von der "Sendung mit der Maus"
> gibt,

https://www.wdrmaus.de/filme/sachgeschichten/a-bis-z.php5?filter=strom

von stromstark (Gast)


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Es kommt mir vor, als hätte ich hier so manchen mit meiner Frage 
gestört. Freut man sich nicht, wenn sich jemand interessiert und man 
sein Wissen weitergeben kann? Entschuldigung, dass ich nicht alles weiß.

von stromstark (Gast)


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Ich habe mir jetzt nochmal alles mit Sinn und Verstand durchgelesen und 
möchte es nun mit meinen eigenen Worten zusammenfassen: die fließende 
Stromstärke in meinem Stromkreis (z. B. Steckdose -> Handykabel -> 
Steckdose) resultiert aus dem Widerstand, der im Handynetzteil verbaut 
ist.

In diesem speziellen Beispiel wird sogar noch die 230 Volt Spannung aus 
der Steckdose mit Hilfe des Handynetzteils herunter reguliert. Sodass 
der Handywiderstand nicht auf die 230 Volt zu beziehen ist, sondern auf 
die zuvor herunter regulierte Spannung. Ist das so korrekt?

Insofern ist meine ursprüngliche Frage (haben Spannungsquellen eine fest 
definierte Stromstärke) eigentlich nicht zu beantworten, da immer der 
Verbraucher im Stromkreis einbezogen werden muss.

von Joachim B. (jar)


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stromstark schrieb:
> Insofern ist meine ursprüngliche Frage (haben Spannungsquellen eine fest
> definierte Stromstärke) eigentlich nicht zu beantworten, da immer der
> Verbraucher im Stromkreis einbezogen werden muss.

durch manches würde man mit nachdenken auch selber rausbekommen.

Warum heisst es Spannungsquelle?
Warum heisst es anderswo Stromquelle?

können das 2 verschiedene Quellen sein?

Die Eine liefert eine definierte (meist) relativ feste Spannung in ihren 
möglichen Grenzen.
Die Andere liefert einen definierten (meist) relativ festen Strom in 
ihren möglichen Grenzen.

von Maxe (Gast)


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Das ist eindeutig ein Troll. Er benutzt die Fachbegriffe viel zu 
treffsicher dafuer dass er scheinbar gar nichts ueber den elektr. Strom 
weiss.

Troll Lives Matter!

von Harald W. (wilhelms)


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stromstark schrieb:

> die fließende Stromstärke in meinem Stromkreis resultiert aus dem
> Widerstand, der im Handynetzteil verbaut ist.

Falsch. Sie ergibt sich aus dem aussen angeschlossenem Widerstand.
Grundsätzlich gilt die Regel: Verdoppelt sich die Spannung, dann
verdoppelt sich der Strom. Leider gilt das nicht für alle Verbrau-
cher. Ganz speziell verhalten sich da die LEDs. Deshalb sind die
erst im Fortgeschrittenenkurs dran. :-)

> Es kommt mir vor, als hätte ich hier so manchen mit meiner Frage
> gestört. Freut man sich nicht, wenn sich jemand interessiert und man
> sein Wissen weitergeben kann? Entschuldigung, dass ich nicht alles weiß.

Nun, wenn nicht wenigstens ein gewisses Grundwissen, also das, welches
man typisch im Physikunterricht in der Schule lernt, vorhanden ist,
macht eine Diskussion über komplizierte Bauelemente, wie LEDs, keinen
Sinn. Wenn man z.B. noch nicht einmal die vier Grundrechnungsarten
beherrscht, kann man auch nicht die Erklärung verstehen, wie man
Differentialgleichungen löst.

von HildeK (Gast)


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stromstark schrieb:
> In diesem speziellen Beispiel wird sogar noch die 230 Volt Spannung aus
> der Steckdose mit Hilfe des Handynetzteils herunter reguliert. Sodass
> der Handywiderstand nicht auf die 230 Volt zu beziehen ist, sondern auf
> die zuvor herunter regulierte Spannung. Ist das so korrekt?
Ja, das ist korrekt. Ich vermute, Harald W. hat etwas missverstanden.

Wenngleich auch das Handy beim Laden kein einfacher Widerstand ist.
Das Ladegerät macht aus den 230V~ zunächst mal 5V=. Es ist so ausgelegt, 
dass eine bestimmte maximal Stromstärke liefern kann, z.B. 1A oder 3A 
oder was auch immer. Das hängt von der Konstruktion ab. Das Handy hat 
eine Elektronik drin, die dafür sorgt, dass der Akku richtig geladen 
wird; so dass er zügig voll wird, aber auch so, dass er keine Schaden 
nimmt. Deshalb ist es kein einfacher Widerstand, eher ein elektronisch 
veränderlicher, ein Laderegler eben ...

Deshalb lassen wir das Handy laden mal weg und schließen statt dessen 
einen einfachen Verbraucher an, z.B. ein Glühlämpchen oder noch besser, 
einen einfachen Widerstand. Nun bestimmt dessen Widerstandswert den 
Strom, der aus dem Ladegerät entnommen wird, nach der einfachen Formel 
von Ohm: I = U/R. Ist der Widerstand groß, wird wenig Strom entnommen, 
ist er klein, dann eben mehr. Ist er zu klein, dann kann der am 
Ladegerät angegebene Maximalstrom überschritten werden und es kann 
Schaden nehmen oder schaltet sich im besten Fall einfach ab.
Das selbe gilt auch an einer Steckdose: So wird ein Haartrockner evtl. 
knapp 10A aus der Steckdose entnehmen, eine 100W Glühlampe weniger als 
1A - an der selben Steckdose.
Schließt du 2 Haartrockner an, dann wird der Maximalstrom, der durch die 
Sicherung im Haus festgelegt ist, überschritten; sie schaltet ab. Das 
dient nur dem dem Schutz deiner Installation bzw. zur Verhütung von 
Bränden. Denn in einem zweiten Raum, der eine eigene Sicherung hat, 
kannst du parallel dazu trotzdem den zweiten Haartrockner anschließen. 
Das kannst du so lange weiter treiben, bis die Hauseingangssicherung 
ansprechen.

> Insofern ist meine ursprüngliche Frage (haben Spannungsquellen eine fest
> definierte Stromstärke) eigentlich nicht zu beantworten, da immer der
> Verbraucher im Stromkreis einbezogen werden muss.
Richtig. Der Verbraucher bestimmt mit seinem Widerstand den Strom (bei 
einer festen Spannung), siehe Ohmsches Gesetz. Die reale Spannungsquelle 
hat nur eine obere Grenze für den Strom - mehr kann oder darf sie nicht. 
Wird die Grenze überschritten, löst eine Sicherung aus oder die 
Spannungsquelle geht kaputt oder irgendwas fängt an zu glühen/brennen.
Im besten Fall (Labornetzgerät z.B.) gibt es eine elektronische 
Begrenzung des Stroms.

Harald W. schrieb:
> Nun, wenn nicht wenigstens ein gewisses Grundwissen, also das, welches
> man typisch im Physikunterricht in der Schule lernt, vorhanden ist,
Vielleicht hat er gerade Physikunterricht im Home-Schooling und ein 
Verständnisproblem?

von Elektrofan (Gast)


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> ... können das 2 verschiedene Quellen sein?

> Die Eine liefert eine definierte (meist) relativ feste Spannung in
> ihren möglichen Grenzen.
> Die Andere liefert einen definierten (meist) relativ festen
> Strom in ihren möglichen Grenzen.

Manchmal wird es lustig:
Was ist eigentlich ein Fahrraddynamo?            ;-)

von Joachim B. (jar)


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Elektrofan schrieb:
> Was ist eigentlich ein Fahrraddynamo?

dasselbe wie m/w/d , halt divers :)

von Jemand (Gast)


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Hallo

stromstark schrieb:
> Es kommt mir vor, als hätte ich hier so manchen mit meiner Frage
> gestört. Freut man sich nicht, wenn sich jemand interessiert und man
> sein Wissen weitergeben kann? Entschuldigung, dass ich nicht alles weiß.

In wenigen Worten genau das beschrieben was so manchen Thread hier im 
Forum kaputt macht:

Du bzw. man "muss" einen bestimmtes Grundlagenwissen haben.
Auf die Idee das aber Grundlagenwissen im E-Technikbereich eben kein 
Allgemeinwissen ist kommen viele der Forenteilnehmer nicht.
Auch ich habe (sogar mehr) als die Grundlagen schon im Kinderalter 
erlernt - aber eben weil schon damals ein besonders starkes Interesse, 
eine echte "innere" Begeisterung daran bestand, wie wohl bei so vielen 
anderen auch ->hier in diesen Forum<-.
Aber es soll wohl Menschen geben ;-) die ihr Herzblut nicht der 
E-Technik verschrieben haben und die, wenn es denn überhaupt im ihrer 
schulischen Laufbahn vorgekommen ist, ganz schnell verdrängt haben was 
das Ohmsche Gesetz ist oder dank der "guten" vorausgegangen "Erklärung" 
was Strom und Spannung ist es nie auch nur ansatzweise verstanden haben.

Wir E-Technik Jünger sind nicht der Mittelpunkt der Welt, unser internes 
Grundwissen (ABC) ist eben kein Allgemeinwissen oder für die Mehrheit 
eine Selbstverständlichkeit und dermaßen logisch das sich jede Frage 
erübrigt.

Stellt euch mal vor ihr würdet euch in ein Literaturforum verirren und 
ihr würdet blöd angemacht werden weil ihr noch nie ein Buch von einen 
der "großen und wichtigen" Autoren gelesen habt - eben weil die Werke 
eben oft so sperrig und unlesbar (für mich und wohl auch so einige 
weitere "E-Techniker" im weitesten Sinne) sind.
Auch dort wäre man als "unbedarfter Anfänger" froh wenn einfühlsam und 
in wenigen einfachen und klaren Worten kurz erklärt werden würde wie es 
wenigsten vereinfacht "funktioniert".
Einfach mal über den Tellerrand des eigenen Interessen- und 
Wissensbereich hinaus schauen und verstehen das keinerlei Wissen und 
Interessen selbstverständlich sind, selbst wenn es irgendwann mal in der 
Schule beigebracht worden ist (oder auch nicht...)

Jemand

von Joachim B. (jar)


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Jemand schrieb:
> Auf die Idee das aber Grundlagenwissen im E-Technikbereich eben kein
> Allgemeinwissen ist kommen viele der Forenteilnehmer nicht.

Nicht für die Schule sondern für das Leben sollte gelernt werden.
Immer mehr verweigern dieses.
Man muss nicht E-Technik studieren aber die grundlegensten 
Physikkenntnisse der 9 Klasse in unserer technisierten Welt auch nie 
vergessen, oder nie sowas basteln wollen.
Wer dieses Grundwissen vergessen hat, nicht schlimm, das kann leicht 
nachgeholt werden wer will, aber von Anderen fürs EIGENE Basteln 
verlangen das fertige Lösungen kostenlos von Anderen präsentiert werden 
ist eine etwas übertriebene Anspruchshaltung und dann jammern wenn die 
Welt nicht so reagiert wie es gewünscht ist.

Hier helfen viele gerne, aber nicht bei grenzenloser Faulheit.

von Stefan ⛄ F. (stefanus)


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stromstark schrieb:
> Es kommt mir vor, als hätte ich hier so manchen mit meiner Frage
> gestört. Freut man sich nicht, wenn sich jemand interessiert und man
> sein Wissen weitergeben kann?

Die einen freuen sich darüber, die anderen freuen sich über eine neues 
Opfer.

stromstark schrieb:
> die fließende Stromstärke in meinem Stromkreis
> (z. B. Steckdose -> Handykabel -> Steckdose) resultiert aus dem
> Widerstand, der im Handynetzteil verbaut ist.

Jein. So ein Smartphone ist wesentlich komplexer, als ein simpler 
Widerstand. Jedenfalls bestimmt das Smartphone selbst, wie viel Strom es 
aufnehmen will.

Da gibt es vier Teile, welche die Stromaufnahme dominieren

1) Der Laderegler des Akkus. Da das Netzteil mehr Spannung liefert, als 
der Akku aufnehmen kann, befindet sich darin je nach Aufbau
1a) Ein Transistor (der hier als regelbarer Widerstand dient), der den 
Überschüssigen Teil der Spannung verheizt, oder
1b) Ein Schaltwandler, der die Spannung mit Hilfe einer Spule 
transformiert.

Bei den meisten Smartphones hat der Laderegler noch die besondere 
Fähigkeit, zu erkennen, wie viel Strom das Netzteil liefern kann, und 
sich dem anzupassen. Mein Smartphone kann den Akku z.B. mit 1A laden. 
Aber wenn das Netzteil nur 500mA liefert, dann geht das auch - dauert 
nur länger.

Offenbar erkennen manche Smartphones dies daran, dass die Spannung etwas 
unter 5V absinkt. Es gibt aber auch klügere Lösungen, wo das Netzteil 
seien Leistung durch Widerstände oder gar richtige Kommunikation auf den 
Datenleitungen des USB Steckers mitteilt.

2) Das Display, also Leuchtdioden. Auch deren Stromaufnahme muss durch 
zusätzliche Bauteile wie bei Punkt 1a oder 1b geregelt werden.

3) Die Funkschnittstelle wandelt Energie aus dem Akku in Radiowellen um, 
welche das Gerät verlassen.

4) Die meisten anderen Bauteile verbrauchen Strom, weil sie intern 
Millionen winzig kleine Kondensatoren enthalten. Bei jedem Umladevorgang 
wird in jedem dieser Kondensatoren ein bisschen Strom verbraucht. Hier 
dominieren nicht Widerstände, sondern Kondensatoren.

: Bearbeitet durch User
von Elektrofan (Gast)


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@Joachim B.

>> Was ist eigentlich ein Fahrraddynamo?

> dasselbe wie m/w/d , halt divers :)

Das merk' ich mir!                   ;-)

von Otto (Gast)


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Jede Stromquelle ist auch eine Spannungsquelle und umgekehrt. Das kann 
man gegenseitig umrechnen wie man will.

von M.A. S. (mse2)


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Übrigens:
Die Frage "Ich habe einen Verbraucher, der 1A bei 12V zieht, und ein 
Netzteil mit 12V/6A. Darf ich das benutzen oder geht der Verbraucher 
kaputt, weil er ja nur 1A aushält?" höre ich aus dem Feld von Kunden und 
Vertrieblern gefühlt einmal pro Woche.
:)

von Stefan ⛄ F. (stefanus)


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M.A. S. schrieb:
> Darf ich das benutzen

Normalerweise ja.

Viele Netzteile benötigen eine gewisse Mindestlast, um ordnungsgemäß zu 
funktionieren. Also kann man diese Frage nur nach einem Blick ins 
Datenblatt absolut sicher beantworten.

: Bearbeitet durch User
von HildeK (Gast)


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M.A. S. schrieb:
> höre ich aus dem Feld von Kunden und
> Vertrieblern gefühlt einmal pro Woche.

Ja, und die hatten alle mal Physik, einschließlich E-Technik in der 
Schule.
Man kann das nicht verlangen, ich erlebte mal ein ähnliches Beispiel bei 
einem Azubi im 3. Jahr: "Nein, ich fasse nicht an das Netzgerät 
(25V/20A), das bringt ja 20A. Ab 50mA wird es kritisch ... ".
In der Schule bekommt das mal vorgesetzt, lernt vielleicht für 'ne 
Klassenarbeit URI richtig anzuwenden und vergisst das danach einfach 
wieder.

Deshalb sollte man durchaus ernsthaft einem Fragenden helfen, der 
erkennt, dass er hier ein Verständnisproblem hat. Der denkt wenigstens 
selber drüber nach, das ist imho immer eine Unterstützung wert!

von Joachim B. (jar)


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HildeK schrieb:
> Der denkt wenigstens
> selber drüber nach, das ist imho immer eine Unterstützung wert!

da bin ich bei dir, hätte der TO mit Nachdenken nicht rausbekommen 
können das:

Joachim B. schrieb:
> mich wundert ja das dich nicht wundert das ein Handyladeteil nicht
> explodiert obwohl aus der Steckdose auch genug Strom für einen
> Tischgrill rauskommt.

: Bearbeitet durch User
von Jemand (Gast)


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Hallo

M.A. S. schrieb:
> Darf ich das benutzen oder geht der Verbraucher
> kaputt, weil er ja nur 1A aushält?" höre ich aus dem Feld von Kunden und
> Vertrieblern gefühlt einmal pro Woche.

Von "unseren" Standpunkt betrachtet ein Lacher und ziemlich traurig.

Aber wer sind eure Kunden (Branchen) und wer (Beruf, Abteilung) beim 
Kunden ist dann der reale Ansprechpartner?

Es gibt ganz bestimmt auch Bereiche wo sich "unsereins" lächerlich bis 
traurig anstellt ohne das ihn das überhaupt bewusst ist.
Bei mir wäre das mit ziemlicher Sicherheit der Fall wenn man mich auch 
"nur" theoretisch mit Ballett oder Modedesign konfrontieren würde.

Bedenkenwert ist es allerdings wenn sowohl bei "deiner" Firma als auch 
bei den Kunden ausgerechnet die zum Gespräch ausgewählt werden die so 
gar keine Ahnung haben, bzw. scheinbar überhaupt kein Interesse am 
eigentlichen Produkten haben das die Firma vertreibt bzw. was erworben 
werden soll.
Immerhin befindet ihr euch doch in einen professionellen Umfeld wo es 
wahrscheinlich auch um viel Geld (zumindest aus der privaten Hobbysicht) 
geht.

Na ja... als "einfacher" Facharbeiter im E-Technik Umfeld so gar nicht 
meine Welt - wahrscheinlich denke ich einfach nur "falsch" um dieses 
Umfeld auch nur Ansatzweise zu verstehen...?!

Jemand

von Carlo (Gast)


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Vielleicht hilf LTspice für das Verständnis weiter

Programm gibt es hier:
https://www.analog.com/en/design-center/design-tools-and-calculators/ltspice-simulator.html

Danach ansehen
stromquelle in spannungsquelle umwandeln
https://www.youtube.com/watch?v=Jb0GIMbZwjA



wenn Programm installiert ist ...
folgende Datei in Verzeichnis speichern und starten  ...

Stromquelle
Beitrag "Re: Stromquelle in LtSpice"
und
Beitrag "LTspice "Pulse" Spannungsquelle - komische Signalform"

Spannunges- und Widerstandswerte können frei gewählt werden..
Das hilft bstimmt dem Verständnis

Erklärungen und einfacher Einstieg in LTspice
http://www.gunthard-kraus.de/LTSwitcherCAD/index_LTSwitcherCAD.html
http://www.gunthard-kraus.de/LTSwitcherCAD/LTSpice%20XVII_Tutorial_korr.pdf

von Günter Lenz (Gast)


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Hier ist mal der Zusammenhang zwischen Spannung
Strom und Widerstand lustig erklärt.

https://denkwerkstatt-physik.de/denkwerkstatt-physik/awk/w_ohmsches_gesetz.html

von Michel M. (elec-deniel)


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und hier ...

Ideale und reale Spannungsquelle
https://www.youtube.com/watch?v=IkJloV_E-KA

reale Spannungs- und Stromquelle
...https://www.youtube.com/watch?v=gwjNfsD3H3w

Arbeitspunkt
https://www.youtube.com/watch?v=esgfADFs5DY

viel Spaß
danach müßte das meiste klar sein :-)

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