Pull-Ups: Wohin damit?

Gast #6300258
Lesenswert?

Hallo Leute,

ich habe einen FPGA mit 1,8V I/O und einige "Current Limiting Power 
Distribution Switches" ala MIC2005.

Um den Status "FAULT" des MIC2005 abzufragen, bedarf es einen Pullup, da 
er einen Open-Drain Output bereit stellt. Jetzt ist die 1,8V aber sehr 
lokal am FPGA geroutet und nicht quer über das PCB verlegt. Spricht 
etwas dagegen, den Pullup dicht am FPGA statt am MIC2005 vorzusehen - 
die Stecke der Leiterbahn ist insgesamt < 3cm. Das würde mir eine (bzw. 
durch den symmetrischen Aufbau des PCBs zwei)  ganze Lagen sparen, im 
meinem Fall hätte ich dann nur 6 statt 8 Lagen.
Gast #6300270
Lesenswert?

Falk B. schrieb:
> Die Lage der allermeisten Pull-Up Widerstände ist unkritisch. Sie wirken
> so oder nur statisch bzw. bei derartig kleinen Frequenzen, bei denen der
> Wellenwiderstand und andere HF-Eigenschaften keine Rolle spielen.

Super, Danke für diese Auskunft. :)

Kannst du mir vielleicht auch sagen, ob man für nahezu Statische Signale 
wie ein Enable eine Serienterminierung vorsehen sollte? Bei schnellen 
Signalen (SPI o.Ä.) setze ich immer 22-47Ohm in Serie an den Sender. Bei 
Nahezu statischen Signalen wie einem Enable, der vielleicht alle paar 
Minuten mal schaltet wäre er meiner Einschätzung nach überflüssig, 
richtig?
Gast #6300273
Lesenswert?

Dergute W. schrieb:
> Kannste denn die Pullups nicht direkt in die IO-Zellen des FPGA
> reinverlegen?

Stimmt, das müsste ich noch mal prüfen... Für einige diff. Busse kann 
man ja auch die Terminierung im Chip machen, warum dann nicht für 
Pullups. Das Prüfe ich gleich mal nach :)

Auch dafür Danke :)
#6300284
Lesenswert?

Fine Pitcher schrieb:
> Kannst du mir vielleicht auch sagen, ob man für nahezu Statische Signale
> wie ein Enable eine Serienterminierung vorsehen sollte?

Kommt darauf an.

> Bei schnellen
> Signalen (SPI o.Ä.) setze ich immer 22-47Ohm in Serie an den Sender. Bei
> Nahezu statischen Signalen wie einem Enable, der vielleicht alle paar
> Minuten mal schaltet wäre er meiner Einschätzung nach überflüssig,
> richtig?

Meistens schon. Denn was passiert im Extremfall, wenn das Enable-Signal 
am Empfänger ein wenig klingelt? Dann schaltet halt enable innerhalb 
einiger Dutzend Nanosekunden mehrfach ein/aus. Selbst wenn das ein 
schneller IC ist, reagiert der auf Enable etwas langsamer als auf seine 
Datensignale oder gar Takte. Es muss nur sichergestellt sein, daß der 
Datenverkehr nicht nach extrem kurzer Zeit auf ein stabiles 
Enable-Signal angewiesen ist. Sprich, wenn der erst nach ein paar 
Dutzend Nanosekunden beginnt, ist es unkritisch.

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren