Hallo Zusammen,
ist es noch überhaupt noch zeitgemäß, dass die staatlich geprüften
Techniker für Elektrotechnik bzw. Bachelor Elektrotechnik
"Operationsverstärkerschaltungen" lernen und verstehen müssen?
lg Mark
Mark schrieb:> Hallo Zusammen,>> ist es noch überhaupt noch zeitgemäß, dass die staatlich geprüften> Techniker für Elektrotechnik bzw. Bachelor Elektrotechnik> "Operationsverstärkerschaltungen" lernen und verstehen müssen?>> lg Mark
Welche Gründe würden dagegen sprechen?
Das einzige was dir 10 Jahre nach deiner Ausbildung noch bleibt sind die
Grundlagen, weil die sich nicht geändert haben. Alles andere ist
veraltet.
Alte Bauernregel:
Je digitaler die Technik, desto kürzer die Halbwertszeit.
Michael
Björn S. schrieb:> Mark schrieb:>> Hallo Zusammen,>>>> ist es noch überhaupt noch zeitgemäß, dass die staatlich geprüften>> Techniker für Elektrotechnik bzw. Bachelor Elektrotechnik>> "Operationsverstärkerschaltungen" lernen und verstehen müssen?>>>> lg Mark>> Welche Gründe würden dagegen sprechen?
Gute Frage. Ich würde vermuten die späteren Anforderungen im Job . OPs
brauchen doch nur Entwickler. Die meisten Projekte laufen doch heute
eher softwarebasiert oder?
Um es mit Loriot zu sagen:
Ein Leben ohne Operationsverstärker ist möglich, aber sinnlos.
OPV sind auch heute noch zentrale Bauelemente vieler elektronischer
Schaltungen und an Ihnen kann sehr viel gezeigt werden.
Meine Meinung: Ja, absolut!
Mark schrieb:> Ich würde vermuten die späteren Anforderungen im Job
Darauf kannst du ein Studium so oder so nicht ausrichten. Ein Studium
ist keine Berufsausbildung, war es nie, wollte und wird es nie sein.
Mark schrieb:> OPs> brauchen doch nur Entwickler. Die meisten Projekte laufen doch heute> eher softwarebasiert oder?
Sinnlose Aussage, Software wird auch entwickelt. Ein µC oder FPGA
alleine ist ohne analoge Schaltungstechnik drumrum vollkommen nutzlos.
Mark schrieb:> ist es noch überhaupt noch zeitgemäß, dass die staatlich geprüften> Techniker für Elektrotechnik bzw. Bachelor Elektrotechnik> "Operationsverstärkerschaltungen" lernen und verstehen müssen?
Ja!
Mark schrieb:> Evtl. mal ein FPGA-Projekt von Anfang bis zum Ende machen.
In einem Studium ist keine Zeit um überhaupt irgendein Projekt von
Anfang bis zum Ende zu machen.
Alle Grundlagen mal gehört haben, die wichtigsten Gleichungen und (aber
da gehört schon Glück dazu) Anwendungsfälle kennen und dann ist das
Studium auch schon rum.
Mark schrieb:> ist es noch überhaupt noch zeitgemäß, dass die staatlich geprüften> Techniker für Elektrotechnik bzw. Bachelor Elektrotechnik> "Operationsverstärkerschaltungen" lernen und verstehen müssen?
Was soll man denn Deiner Ansicht nach stattdessen lernen? Oder soll
es da zwei verschiedene Fachrichtungen "Analoge Elektronik" und
Digitale Elektronik" geben? (Und einen dritten für DA und ADWandler.)
Harald W. schrieb:> Von Helmchen schrieb:>> Schafft doch gleich das Ohmsche Gesetz ab!>> Warts ab bis nach der nächsten Bundestagswahl.
Ja, es verursacht zu viel CO2.
Mark schrieb:> ist es noch überhaupt noch zeitgemäß, dass die staatlich geprüften> Techniker für Elektrotechnik bzw. Bachelor Elektrotechnik> "Operationsverstärkerschaltungen" lernen und verstehen müssen?
Nein.
Ich würde ausschliesslich noch YouTube Videos ansehen und YouTube Kanäle
erstellen als Lehrinhalt der degenerierten Generation zulassen.
Die Arbeit machen die Chinesen, wie wir alle wissen, man braucht im
Sackschaukelland keine Fakten mehr kennen.
Mark schrieb:> Die meisten Projekte laufen doch heute eher softwarebasiert oder?
Das deckt sich mit der allgemeinen Softwarequalität.
Software für den Selbstzweck.
Keinerlei Verständnis für physikalische Vorgänge und die reale Welt.
MoneyRules schrieb im Beitrag #6320883:
> Solange das Gehalt stimmt baue ich auch Bomben für Afrika
Erzähl mir mehr davon.
Bomben, um Afrika wegzubomben? Warum Afrika wegbomben?
Bomben an Afrika verkaufen? Wen will Afrika so wegbomben?
wer schrieb:> Warum nicht bzw. was würdest du denn stattdessen lehren/lernen wollen?
Rassisten in der E-Technik: Shockley und seine Arbeiten um die Genetik.
Danach spüren wir alle Denkmäler von ihm auf und kippen sie vom Sockel,
seine Forschungsarbeiten werden verbrannt und der Transistor verboten.
Gehirnchirurg schrieb:> und der Transistor verboten
Back to the roots äh.. toobs?
Jeder der hier was schreibt incl. der TO haben ein Gerät in/an der Hand,
welches mindestens einen Operationsverstärker enthält. Egal ob es ein
Smartphone oder ein PC oder ein sonstiger Computer ist.
mfg mf
Nein, sie können jederzeit Wissenslücken durch Nachlesen im großen
Internet schnellstens überwinden. Dann noch ein Video mit Animaton
anschauen... Wozu die OPVs noch lernen und verstehen?
MfG
Gerüchten zufolge soll es sogar Absolventen von der Uni geben, die mit
OPVs überfordert sind.
Ich würde gerne mal im VG den "Weedeater" ausporobieren:
https://www.edn.com/the-weed-eater-circuit/
Hallo
neben so einigen typischen "Antworten" hat es ja z.B von Michael D.,
Chris D. (sogar auf sehr angenehmer Art und Weise), und einigen mehr
schon sinnvolle Antworten und Hinweise gegeben.
ich verlinke mal auf einen Beitrag von mir (Eigenlob stinkt aber so
soll's ich mach es trotzdem...)
https://www.mikrocontroller.net/topic/499194?goto=new#6320985
Bei uns im Betrieb musste sogar eine Technikerbausbildung (welche genau
weis ich allerdings nicht) vorliegen um in einer Abteilung zu Arbeiten
die sich "nur" mit der Arbeitsvorbereitung beschäftigt und manchmal
Arbeitsanweisungen (die eigentlich so gut wie nie einer an der "Front"
braucht bzw. nicht auf die Punkte eingeht wo dann doch bedarf an
Erklärungen besteht, na ja...) erstellt.
Dort wird sogar nur in den seltensten Fällen die Kenntnis des Ohmschen
Gesetz notwendig sein und eigentliche sllte eine Facharbeiterausbildung
im E-Technik Bereich, Arbeitserfahrung und ein wenig Einarbeitung in die
"Spezialitäten", wie halt überall und immer, ausreichen.
Was glaubst du wie "verar..t" sich diese Leute fühlen werden, bzw. sich
fragen wofür überhaupt das Ganze (?) - alles nur für irgendeinen (in
diesen Umfeld) sinnfreien Titel.
Realist
Auszug Lehrplan:
"Lernfeld 4 Elektronische Schaltungen undBaugruppen
konzipierenZeitrichtwert: 240 Ustd.
Die Fachschülerinnen und Fachschüler besitzen die Kompetenz, ausgehend
von technischen Anforderungen elektronische Schaltungen zu
entwerfen und zu erproben.Die Fachschülerinnen und Fachschüler
analysieren Aufträge und leiten daraus die An-forderungen an
elektronische Schaltungen ab. Sie planen die Konzeption elektronischer
Schaltungen und Baugruppen. Dazurecher-chieren sieden Aufbau von und die
Wirkungszusammenhänge zwischen den Kompo-nenten elektronischer
Schaltungen und Baugruppen. Sie ermitteln die Funktionen der
Komponenten als einzelne Bauelementeund innerhalb der Schaltung mit dem
Ziel der auftragsgerechten Applikation sowie der effektiven
Fehlersuche.Sie realisieren Aufträge der Übertragungstechnik und
setzen dazu analoge Schaltun-gen entsprechend den Auftragsbedingungen
ein. Die Fachschülerinnen und Fachschü-ler analysieren und
dimensionieren die Schaltungen systematisch (Transistorschaltun-gen,
Operationsverstärker mit statischer und dynamischer Beschaltung als
Komparator, Spannungsregler, Referenzelemente). Dazu beschaffen sie sich
aktuelle Informationen in deutscher und englischer Sprache aus Literatur
und elektronischen Medien.Die Fachschülerinnen und Fachschüler
entwerfen und dimensionieren auftragsbezo-gen ausgewählte
Spannungsversorgungen für die Baugruppen. Dafür recherchieren sie
in Datenblättern und wählen die Bauelemente aus. Die Fachschülerinnen
und Fachschüler realisieren digitale Schaltungen für
steuerungs-technische Aufgaben gemäß den Vorgaben der Auftraggeber.
Dabei beachten sie wirt-schaftliche Aspekte und passen ihre Lösungen an
gegebenenfalls vorhandene Kompo-nenten an. Sie entwickeln
Verknüpfungssteuerungen (Boole’sche Algebra, technische Codes,
Schaltungssynthese mit KV-Diagramm) und sequentielle Schaltungen
(Flip-flops, Petri-Netzwerke).Die Fachschülerinnen und Fachschüler
implementieren Verbindungsschaltungen zwischenanalogen Komponenten und
digitalen Schaltungen mit Digital-Analog-bzw.
Analog-Digital-Wandlern.Sie testen die Schaltungen, nehmen sie in
Betrieb und dokumentieren sie. Sie weisen die Praxistauglichkeit der
Baugruppen durch geeignete Tests nach.Die Fachschülerinnen und
Fachschüler kommunizieren bei Rückfragen und auftreten-den
Problemen lösungsbezogen mit den Auftraggebern. Die entwickelten
Schaltungen und die Dokumentationen übergeben sie an die Auftraggeber.
Sie reflektieren die Auf-tragsdurchführung und bewerten selbstkritisch
die entwickelten Schaltungen."
nach:
https://www.bsw-fachschulen.de/fileadmin/user_upload/fachschulen/Schulwesen/Lehrplan_FS_Elektrotechnik_2009_2017_2018.pdf
Mark schrieb:> Hallo Zusammen,>> ist es noch überhaupt noch zeitgemäß, dass die staatlich geprüften> Techniker für Elektrotechnik bzw. Bachelor Elektrotechnik> "Operationsverstärkerschaltungen" lernen und verstehen müssen?>> lg Mark
Die braucht man. Mindestesns die Grundschaltungen sollte man sicher
beherrschen, und auch die Datenblätte sollte man lesen können.
Sicher macht man heute viel digital, aber jeder ADC benötigt ein bischen
analoge Signalverarbeitung.
Schließlich frisst kein ADC direkt einen Strom, oder eine höhere oder
sehr kleine Spannung. Auch Filter braucht man immer wieder, auch aktive.
--> Das Thema ist auf alle Fälle aktuell, insbesonders auch dort, wo
digitale Signalverarbeitung im Spiel ist.
Noch ein kleines Beispiel aus der Praxis:
Man nehmen einen Helligkeitssensor, im konkreten Fall für die Helligkeit
eines Displays. Die Helligkeit stellt ein µC ein.
Der Sensor ist eine Fotodiode.
Die liefert einen winzigen Strom, den ein ADC nicht vernünftig auswerten
kann. Man kann das mit einem Transimpedanzverstärker lösen, der liefert
eine Spannung. Die kann man gleich so einstellen, dass die maximale
Helligkeit der maximalen Aussteuerung des ADC entspricht.
Und das geht am Besten mit einem OPV. Schon hat man eine
OPV-Grundschaltung benötigt.
Jaja, gibts mit I2C, kostet aber mehr. Oder auch nicht. Ist hier nicht
das Thema ;-)
> Die braucht man. Mindestesns die Grundschaltungen sollte man sicher> beherrschen, und auch die Datenblätte sollte man lesen können.
Gilt das auch für "Alt-Ingenieure", denen man im Berufsleben in
irgendwelchen tollen Firmen so begegnet? Ich fände es ja schön und würde
es befürworten, aber die allermeisten kriegen nicht mal einen
Impedanzwandler aka Pufferverstärker ohne Nachschlagen fehlerfrei hin.
Ich würde es so sehen - solange die großen Halbleiterhersteller immer
weiter neue, tolle und noch bessere Operationsverstärker auf den Markt
werfen, scheinen die immer noch in Neuentwicklungen verbaut zu werden.
Also sind sie bestimmt noch "zeitgemäß" und gehören als Grundelement der
Schaltungstechnik in ein Studium oder eine Technikerlehre rein.
Mark schrieb:> ist es noch überhaupt noch zeitgemäß,> dass die staatlich geprüften Techniker
Du bist entweder stinkefaul oder ein Troll.
Wenn ich so überlege, was mir an Technikern über den Weg gelaufen ist
... ich weiß nicht, was die überhaupt gelernt haben.
Ich kenne einen einzigen, der in Elektronik-Grundlagen sattelfest ist,
vermutlich ist das eher seiner vorherigen Berufstätigkeit als der
Technikerschule geschuldet.
MaWin schrieb:> Nein.> Ich würde ausschliesslich noch YouTube Videos ansehen und YouTube Kanäle> erstellen als Lehrinhalt der degenerierten Generation zulassen.
Das scheint auch auf viele Jungingenieure zuzutreffen.
Gerhard schrieb:>> Die braucht man. Mindestesns die Grundschaltungen sollte man sicher>> beherrschen, und auch die Datenblätte sollte man lesen können.>> Gilt das auch für "Alt-Ingenieure", denen man im Berufsleben in> irgendwelchen tollen Firmen so begegnet? Ich fände es ja schön und würde> es befürworten, aber die allermeisten kriegen nicht mal einen> Impedanzwandler aka Pufferverstärker ohne Nachschlagen fehlerfrei hin.
Ein Maschinenbau-Ingenieur muß das nicht können. Die
Elektronikingenieure in meinem Umfeld können sowas, und noch einiges
mehr.
Die Betonung liegt da aber auf "Alt-Ingenieure", ab 45 Lebensjahren.
Die Elektronik nimmt im Studium der Elektrotechnik einen viel zu kleinen
Raum ein. Wozu studiert man Elektrotechnik wenn man hinterher keine
Ahnung von Verstärker- und Oszillatordesign hat? Viele Studenten haben
sogar noch nie etwas von einem FPGA gehört. Man sagt, chinesische
Hochschulen sind da besser.
Alex schrieb:> Wozu studiert man Elektrotechnik wenn man hinterher keine> Ahnung von Verstärker- und Oszillatordesign hat?
Die Frage ist absolut berechtigt!
Elektronik kam auch in meinem Studium der el. Energietechnik definitiv
zu kurz!
Ich lernte viel mehr Elektronik selber nebenbei (ADC und DAC) am µC und
konnte viel aus meiner Ausbildung zum RFS Techniker nutzen, auch heute
noch! Aus dem Studium fast nichts mehr.
Alex schrieb:> Die Elektronik nimmt im Studium der Elektrotechnik einen viel zu kleinen> Raum ein. Wozu studiert man Elektrotechnik wenn man hinterher keine> Ahnung von Verstärker- und Oszillatordesign hat? Viele Studenten haben> sogar noch nie etwas von einem FPGA gehört.
Studium ist immer das, was man daraus macht. Und zum Studium gehört mehr
als im Hörsaal sitzen und mit geringsten Aufwand die nötigsten Scheine
resp. ESTS-Punkte machen. Vom FPGA hören reicht noch lange nicht,
Minimum ist ein längeres Projekt, bspw. Abschlussarbeit selbstständig
mit FPGA's abzuarbeiten.
> Man sagt, chinesische Hochschulen sind da besser.
Dann sagt man es falsch. Richtig gesagt wäre "Chinesische Studenten sind
besser".
Wenn man ein Studium aus Interesse und durch studiumsbegleitende Praxis
(Werksstudent, Ingenieurspraktikum, Arbeit vor der Studentenzeit) ergibt
sich m.E. von allein das man sich während der Studiumszeit auf das
konzentriert was man im Beruf einsetzen kann und möchte.
Chris D. schrieb:> Um es mit Loriot zu sagen:> Ein Leben ohne Operationsverstärker ist möglich, aber sinnlos.
Hahaha!
Klo könnte man auch abschaffen, gibt es auch schon viel zu lange.
Also wirklich, Operationsverstärker kommen heute auch überhaupt nicht
mehr in der Elektronik vor.
Lerne Bäcker!
Hi
Mark schrieb:> ist es noch überhaupt noch zeitgemäß, dass die staatlich geprüften> Techniker für Elektrotechnik bzw. Bachelor Elektrotechnik> "Operationsverstärkerschaltungen" lernen und verstehen müssen?
Nun, um in seinem Leben nicht nur den Moment leben zu können, sondern
auch für die zukünftigen Anforderungen gewappnet zu sein, braucht es
Grundlagen. Du lernst Sprechen auch nicht, weil es aktuell ist, sondern
die Basis zur Verständigung. Auch das kleine und große Einmaleins ist
die Basis bis hin zur höheren Mathematik. Lesen und Schreiben haben
schon die alten Griechen beherrscht und es stellt auch zu Zeiten von
"Alexis" und anderen Spracherkennungsprogrammen niemand in Frage, ob es
zeitgemäß ist, dieses zu lernen. Auch wenn heutzutage vieles mit µC
aufgebaut und erledigt wird, gibt es die Berechtigung der
elektrischen/elektronischen Bauteile vom Draht, Schalter, Diode,
Transistor und was da sonst noch alles verbaut wird. Alles ist für sich
Basis, so auch der OPV. Nicht immer bringt gleich ein AD-Wandler sofort
ein Ergebnis und nicht selten müssen die Signale erst aufgearbeitet
werden. Gut, wenn man dann schon mal was vom OPV gehört hat. Mit ein
wenig Einsatz vom Langzeitgedächtnis läßt sich dann vielleicht auch eine
Problemlösung finden und das ist es, was wir Zeit unseres Lebens im
Beruf machen... Probleme lösen. Von den Problemmachern mal abgesehen.
dafür brauchen wir Basiswissen und aktuelle Sachkenntnis. Und da in der
Ausbildung die Bandbreite der speziell einer Person zugeordneten Aufgabe
nicht bekannt ist, lehrt man Grundlagen. Damit ist eine Basis
geschaffen, auf die jeder entsprechend seiner beruflichen Anforderung
aufbauen kann. Manches braucht man zeitlebens nicht, aber Karl von
nebenan vielleicht. Also, nicht immer so klein im eigenen Pool denken,
es ist das Meer, wo wir alle drin schwimmen.
Gruß oldmax
Blumpf schrieb:> Noch ein kleines Beispiel aus der Praxis:> Man nehmen einen Helligkeitssensor, im konkreten Fall für die Helligkeit> eines Displays. Die Helligkeit stellt ein µC ein. Der Sensor ist eine> Fotodiode
Unsinn, der heutige Elektromeisterlehrling nimmt einen digitalen
Helligkeitssensorshield an seinem Arduino und kopiert dazu das
Sampleprogramm aus der Webseite der indischen Roboterbaugruppe.
Man BRAUCHT keine OpAmps mehr, der Verstand wird heute vor solchen
Belästigungen abgeshielded. Grundlagenverständnis ist was für
Entwicklungsländer. Wir sind high-tech Länder.
Achim M. schrieb:> Gehirnchirurg schrieb:>> und der Transistor verboten>> Back to the roots äh.. toobs?>> Jeder der hier was schreibt incl. der TO haben ein Gerät in/an der Hand,> welches mindestens einen Operationsverstärker enthält. Egal ob es ein> Smartphone oder ein PC oder ein sonstiger Computer ist.>> mfg mf
Das wage ich zu bezweifelen dass Du in einem Smartfon von heute noch nen
OPV findest. Auch nicht für den Mikrofonvorverstärker.
Jetzt mal eine ganz andere Sichtweise dazu.
Einige hier wissen, dass ich weder Ing. noch E-Techniker bin, auch habe
ich kein Abitur.
Ich bin Service Techniker für Gabelstapler und das seit 32 Jahren.
Gelernt habe ich Bergmechaniker und Fluggerätemechaniker. Noch einige
Zusatzausbildungen und verschiedene Lehrgänge.
Klar, bei meiner Arbeit habe ich mit Elektrik und Elektronik zu tun und
ja (darf ich hier gar nicht schreiben), ab und zu habe ich auch schon
mal einen Leiterplatte oder Steuerung repariert. Gehöt aber überhaupt
nicht zu meinen Aufgaben.
Vor mehreren Jahren (weiß gar nicht mehr wie lange das her ist) habe ich
angefangen mit Arduino. Schnell merkte ich, dass ich noch sehr viel mehr
als das wissen muss. Und natürlich habe ich mir auch die ganzen
Grundschaltungen der Operationsverstärker angeeignet.
Und da ist der Punkt. Es macht doch auch Spaß so was zu lernen und dann
Vorgänge zu verstehen. Leider sehe ich das bei vielen jungen Leuten nur
noch, dass sie das lernen, was die Prüfung erfordert. Die wollen gar
nicht mehr verstehen. Selbst bei den Medizin Studenten ist das so. Es
zählt nur noch was abgefragt wird. Die Hintergründe interessieren keinen
mehr.
Deshalb braucht man sich nicht zu wundern, dass mir der Tumor erst aus
dem Bauch operiert wurde, nachdem er Kinderfußball Größe hatte.
Ich finde das sehr traurig, dass es so viele gibt, die das alles gar
nicht mehr ergründen wollen.
Ich habe auch nicht in Spice simuliert sondern aufgebaut und später in
Spice simuliert und gesehen, dass die Oszikurve der von der Spice
Simulation sehr nahe kam.
Das macht doch Spaß, wenn man das versteht und dieses Verständnis auf
andere Situationen anwenden kann.
Vielleicht sollten die Schüler (Oberbegriff) das auch einmal in Betracht
ziehen.
Daddy Kuhl schrieb im Beitrag #6321550:
> Die folgenden Aussagen passen einem der Moderatoren nicht in den Kram> und wurden in einem anderen Forenteil gelöscht.
Jajajaja, inszeniere Dich mal weiter als Moderatorenopfer, glaubt Dir
sowieso keiner außer die anderen Selbst-Inszenierten Moderatorenopfer.
> Ich bin stolz darauf, eine Aufgabe mit diskreten Bauelementen lösen zu> können und nicht das Warten auf Spezialbauelemente als Ausrede> gebrauchen zu müssen.
Das interessiert doch keine Sau.
> Ich weiß, daß ich mit dieser Einstellung ein Exot bin
Träum weiter, jährlich werden Zehntausende im Umgang mit diskreten
Bauteilen geschult.
https://files.vogel.de/vogelonline/vogelonline/files/8787.pdf
Mark S. schrieb:> Das wage ich zu bezweifelen dass Du in einem Smartfon von heute noch nen> OPV findest. Auch nicht für den Mikrofonvorverstärker.
Du meinst, den haben sie aus Einzeltrasnsistoren zusammengestoppelt?
Harald W. schrieb:> Mark S. schrieb:>>> Das wage ich zu bezweifelen dass Du in einem Smartfon von heute noch nen>> OPV findest. Auch nicht für den Mikrofonvorverstärker.>> Du meinst, den haben sie aus Einzeltrasnsistoren zusammengestoppelt?
Er meint, daß man keinen OPV als IC mehr drin findet, das ist alles
höchstintergiert auf einem IC.
Überheblicher schrieb im Beitrag #6321701:
> Ich schlage vor, Fehler in Anlagen und auf Platinen überhaupt nicht mehr> auf Bauteilebene zu suchen.
Das machen die allermeisten Firmen schon!
> Der ganze Schaltschrank wird getauscht!
Jaja, die liebe Polemik!
Schon mal drüber nachgedacht, wieviel Zeit und Aufwand eine
Fehlersuche, vor allem auf komplexeren Platinen kostet? Da ist es am
Ende egal, daß das defekte Bauteil, wenn man es denn wirklich findet,
nur ein paar Euro kostet!
Du lebst in der Vergangenheit, wo die Bauteile und Geräte noch DEUTLICH
teurer und schwerer beschaffbar als Neuware waren! Das ist aber
geschätzt 30 Jahre++ her!
> Wäre ja noch schöner, wenn man wissen müsste, wie ein OPV oder> vielleicht nur ein einzelner Bipolarttransistor funktioniert!
Wenn gleich dieses Wissen das kleine 1x1 des Elektronikers ist, so nützt
es in der realen Welt der Platinenfehler nur bedingt was, vor allem
unter kommerziellen Aspekten. Es hat schon seinen Grund, warum man mit
Reparaturservice bei TV-und Medienkram heute keinen Schnitt mehr machen
kann!
1) Der didaktische Grund: Schüler und Studenten lernen bei
OPV-Schaltungen zum Ersten Mal das Abstrahieren d.h. das entkoppeln des
physikalischen Aufbaus von der mathematischen Beschreibung/logischen
Funktion. Das gleiche passiert bei der elektrischen Zweitortheorie, die
üblicherweise im Bachelor ja auch in den ersten Semestern drankommt.
2) Der praktische Grund: OPV-Schaltungen bleiben nach wie vor wichtig
und sind ein wichtiger Bestandteil in modernen Geräten. Auch wenn immer
mehr Funktionen in Software verlagert werden, bleiben OPVs wichtig für
z.B. Vorverarbeitung von Signalen bevor sie zu einem AD-Wandler kommen.
Für mich bleibt die Lehre von OPVs aus diesen beiden Gründen daher
unverzichtbar.
H. K. schrieb:> 2) Der praktische Grund: OPV-Schaltungen bleiben nach wie vor wichtig> und sind ein wichtiger Bestandteil in modernen Geräten.
Im Prinzip hat doch der OPV die Berechnung von Verstärkerschaltungen
gegenüber der "alten" Methode, solche Verstärker aus Einzeltransistoren
zu bauen, sehr erleichtert!
Mark schrieb:> ist es noch überhaupt noch zeitgemäß, dass die staatlich geprüften> Techniker für Elektrotechnik bzw. Bachelor Elektrotechnik> "Operationsverstärkerschaltungen" lernen und verstehen müssen?
Wenn man nur L;tknecht werden sill, reicht auch eine dreiwöchige
Anlernphase.
Mark schrieb:> Evtl. mal ein FPGA-Projekt von Anfang bis zum Ende machen.
Ja, könnte man auch. Sowas kann man übrigens auch toll nebenher machen,
weil es dafür an jeder Ecke EVAL-Boards gibt, die man nur in seinen PC
einstecken muss. Voila, Labor fertig.
Für Operationsverstärkerschaltungen ist der Aufwand für ein Labor
beginnend bei der Versorgung bis zur Verdrahtung und zur Messtechnik
bedeutend höher.
Oder andersrum: ein Bachelor oder ein Techniker darf nach Abschluss
seiner jeweiligen Schule ruhig mehr wissen, als das, was er in der
Schule beigebracht bekommen hat.
Joachim B. schrieb:> Ich lernte viel mehr Elektronik selber nebenbei
Auch ich habe das Studium eher als "Ergänzung" zum echten Leben genutzt.
Ich wusste vorher schon, dass bestimmte Schaltungen funktionieren. Das
Studium hat mir nur gezeigt, warum und wie sie funktionieren.
Mark schrieb:> ist es noch überhaupt noch zeitgemäß, dass die staatlich geprüften> Techniker für Elektrotechnik bzw. Bachelor Elektrotechnik> "Operationsverstärkerschaltungen" lernen und verstehen müssen?
Wer denn sonst?
Mark schrieb:> Die meisten Projekte laufen doch heute eher softwarebasiert oder?
Ja, das analoge Frontend wird durch hochauflösende ADC einfacher. Aber
auch ein Softie täte gut daran, sein analoges Frontend zu kennen. Und es
ggfs. sogar bewerten zu können. Denn wenn das keine 16 Bit hergibt, dann
kann er noch so herumprogrammieren, er bekommt einfach keine brauchbaren
16 Bit aus dem ADC.
Alex schrieb:> Man sagt, chinesische Hochschulen sind da besser.
Das ist sicher ein Grund dafür, dass so viele Deutsche dort studieren.
Hallo
H. K. schrieb:> 1) Der didaktische Grund: Schüler und Studenten lernen bei> OPV-Schaltungen zum Ersten Mal das Abstrahieren d.h. das entkoppeln des> physikalischen Aufbaus von der mathematischen Beschreibung/logischen> Funktion.
Wenn ich mir als nicht studierter aber daraus auch an Details und
Hintergründen interessierte typische Literatur und andere Medienquellen
anschaue welche sich an zukünftige Techniker (da geht es noch so
einigermaßen) oder noch "schlimmer" an Ingenieure wendet - also diesen
Wissen und das wie und warum vermitteln sollen, muss ich sagen das das
maximal unverständlich und extremst Abstrahiert (nicht) vermittelt wird.
Das sind (für mich) keine Erklärungen, geschweige denn "Anleitungen"
sondern wildes (sorry) Mathematikonanieren von einigen wenigen
Zeitgenossen ("Lehrern") die halt auf so einen Kram stehen - auf kosten
der meisten Schülern (Studenten, Weiterbildungswilligen) die sich wohl
nur gequält fühlen wird und trotz hoher Motivation und echten Interesse
fragt: "Warum der Schei...?"
Wenn von Didaktik die Rede ist sollte das auf beiden Seiten so sein und
"Erklärungen" Herleitungen wirklich verständlich sei und niederschwellig
(relativ) anfangen.
Das sehe ich bei Quellen die im Netz zugänglich sind und aus den
erwähnten Bereich stammen "nie" (extrem selten) gegeben selbst die
Wikipedia versagt da wenn es um die verständliche Übermittlung der
Mathematischen Beschreibung im E-Technikumfekd ganz allgemein geht - und
das als Onlinelexikon das Laien Dinge, Funktionen und zusammenhänge
vermitteln soll.
Praktiker
Lothar M. schrieb:> Ja, das analoge Frontend wird durch hochauflösende ADC einfacher.
Das sehe ich nicht so.... zumindest nicht, wenn ich die hohe Auflösung
auch nutzen will. Dann bist du ganz schnell wieder bei den richtigen
Basics!
Lothar M. schrieb:> Denn wenn das keine 16 Bit hergibt, dann> kann er noch so herumprogrammieren, er bekommt einfach keine brauchbaren> 16 Bit aus dem ADC.
Tjo wenn's der Softi versteht, dass es einfach nicht gehen kann, dann
wird der Projektleiter sagen, er solls gehend machen, weil die
Hardwareänderung zu lange dauern wird und zu viel kostet. Frei nach dem
Motto: "Software ist gratis und mit mehr Druck wird's schon gehen."
Dito bei der Signalverarbeitung. Mann kommt nicht immer mit dem 0815
gleitenden Mittelwert durch der zu 90% auch noch nicht "richtig" - also
mit einer echten Tiefpass Charakteristik - implementiert wurde.
Dann wird mit fetten FIR Filtern geschossen und aus Angst ein STM32H7
verwendet bevor man sich auf die Basics zurückzieht, einen Schritt
zurück macht und einfach sauber entwickelt.
Dummerweise sind all die ganzen Libraries/Beispielschaltungen einfach zu
verlockend. Da pfuscht man schnell was hin was auch irgendwie geht aber
dann im Feld nur Probleme macht.
Aber gut, streichen wir so etwas Grundlegendes wie OPVs... Ich hab dann
bis zu meiner Pension in 30 Jahren ausgesorgt, wenn keiner mehr die
Grundlagen der Regelungstechnik versteht.
Ja es gibt Leute, die behaupten doch tatsächlich, dass man zuerst mal
die zeit- und wertkontinuierliche Regelungstechnik verstanden haben
sollte bevor man sich der digitalen Regelung widmet.
73
Das Prinzip der Gegenkopplung begegnet uns auch im Alltag in vielen
nicht-technischen Disziplinen: Biologie, Politik, Wirtschaft, Soziologie
und Psychologie...
Lothar M. schrieb:> Alex schrieb:>> Man sagt, chinesische Hochschulen sind da besser.> Das ist sicher ein Grund dafür, dass so viele Deutsche dort studieren
Das liegt wohl eher an der Sprache.
Ich kenne nun zufällig jemanden, der Unis in China, Schweiz und
Deutschland besucht (hat). Da liegt eine Exzellenzinitiative-Uni aus
Deutschland ganz ganz weit hinten, bei Lehrinhalten, technischer
Umsetzung der Lehre (gerade in Cotonazeiten fällt der technische
Rückstand enorm auf), und nicht zuletzt dem Spass den es macht.
Hans W. schrieb:> Lothar M. schrieb:>> Ja, das analoge Frontend wird durch hochauflösende ADC einfacher.> Das sehe ich nicht so.... zumindest nicht, wenn ich die hohe Auflösung> auch nutzen will. Dann bist du ganz schnell wieder bei den richtigen> Basics!
Wenn ich durch den 16 Bit ADC nur einen Spannungsteiler (oder sogar gar
nichts) brauche, dann ist das immer einfacher, als wenn ich nur einen 10
Bit ADC habe und ein Signal mit zei OPs erst noch in den Messbereich
skalieren muss. Das muss man ich aber einschätzen und bewerten können.
Das Schlimmste ist nämlich, wenn einer den billigen 10 Bit ADC nimmt,
dann zwei billige OPs davor frickelt und somit viel Geld gespart, dabei
aber sämtliche Schmutzeffekte (Offset, Drift, Leckströme,
Spannungsbreiche, ...) der eingesetzten Bauteile ignoriert hat.
Hans W. schrieb:> Ja es gibt Leute, die behaupten doch tatsächlich, dass man zuerst mal> die zeit- und wertkontinuierliche Regelungstechnik verstanden haben> sollte bevor man sich der digitalen Regelung widmet.
Ich denke, die liegen nicht ganz falsch.
Alex schrieb:> Wozu studiert man Elektrotechnik wenn man hinterher keine> Ahnung von Verstärker- und Oszillatordesign hat?
Weil Elektrotechnik etwas anderes als Elektronik ist.
Hallo auch dir
F. F. schrieb:> Und da ist der Punkt. Es macht doch auch Spaß so was zu lernen und dann> Vorgänge zu verstehen. Leider sehe ich das bei vielen jungen Leuten nur> noch, dass sie das lernen, was die Prüfung erfordert. Die wollen gar> nicht mehr verstehen. Selbst bei den Medizin Studenten ist das so. Es> zählt nur noch was abgefragt wird. Die Hintergründe interessieren keinen> mehr.
Dann schau dir mal die absurd hohe Schlagzahl in der Ausbildung (damit
meine ich alle Ausbildungen - also auch ein Studium usw.) an - ist ja
seit nun vielen Jahren für uns die nie was damit zu tun hatte kein
Problem mehr da sehr viel im Netz zu finden ist.
Da wird der Spaß und das echte Interesse und brennen für die Sache
nahezu vorsätzlich kaputt gemacht (bei der Medizin wohl noch ein gutes
Stück mehr als im E-Technik Umfeld wo man schon sehr gut im perfiden
Rennen und kaputtmachen liegt).
Nochmal weil du es so gut ausgedrückt hast und ich es ähnlich "Wirklich"
gelernt habe - da mein Weg zwar doch anders aber vom Prinzip recht
ähnlich von deinen war und ist:
F. F. schrieb:> Und da ist der Punkt. Es macht doch auch Spaß so was zu lernen und dann> Vorgänge zu verstehen.
Und der wird schon selbst in der Facharbeiterausbildung sprich Lehre oft
genug kaputt gemacht.
Auch wenn es auf den ersten Blick so gar nicht damit zu tun hat so hat
Korona in einer seiner Auswirkungen doch sehr gut gezeigt warum es (of)
so ist wie du es beschreibt:
Prüfungen mussten unbedingt Stattfinden egal was es kostet, um ein
"Jahr" bzw mehrere Semester verschieben und den Zeitraum wo überhaupt
nicht ging (und teilweise immer noch nicht geht) darf auf keinen Fall
sein, dann hätte es ja sein können das halt alle ein Jahr (mehre Monate)
später im Berufsleben, Studium usw. eingestiegen hätte müssen,
Katastrophe, Weltuntergang...
Oder gar die Idee irgendwelche Prüfungen als automatisch bestanden
ausfallen zu lassen bzw. die Bestandteile die nicht vermittelt werden
können raus zu lassen...
"Hängt ihn höher" "Steinigt ihn" wären wohl noch die nettesten
Wortmeldungen gewesen die aus den Kultusministerium (oder wie
zuständigen halt in anderen Staaten auch genannt werden) Arbeitgebern,
Ausbildern und den die halt ein vollständige Prüfungen machen mussten
(also alle davor) zu hören gewesen wären.
Und das Weltweit, egal ob unser Land, Frankreich, China...
Mit solch einen Selbstverständnis (Abschlussgeilheit, Hauptsache der
Titel ist vorhanden, nur Noten, Punkte und die Bildungseinrichtung bzw.
deren Namen zählen) bleibt halt mehr oder weniger nur Prüfungslernen.
Das ist eben nicht die Schuld der "jungen Leute" und den "nur noch"
lernen - für mehr bleibt einfach keine Zeit und die wenigen die so
begabt sind das sie den Prüfungsstoff locker erlernen können,
überspringen gerne irgendwelche Schritte, sind schneller als andere ja
es wird sogar erwartet das sie das tun...
So wie du und auch ich (wenn auch leicht anders) z.B. erlernt haben was
alles mit einen OP gemacht werden kann und was dahintersteht läuft es
leider in der Bildung nicht ab. Ich kann dir gar nicht sagen wie sehr
ich das bedauere und falsch finde.
Praktiker
Lothar M. schrieb:> Wenn ich durch den 16 Bit ADC nur einen Spannungsteiler (oder sogar gar> nichts) brauche, dann ist das immer einfacher
In dem Fall - FULL ACK!
Keep it simple/stupit!
73
Lothar M. schrieb:> Das Schlimmste ist nämlich, wenn einer den billigen 10 Bit ADC nimmt,> dann zwei billige OPs davor frickelt und somit viel Geld gespart, dabei> aber sämtliche Schmutzeffekte (Offset, Drift, Leckströme,> Spannungsbreiche, ...) der eingesetzten Bauteile ignoriert hat.
Noch schlimmer ist es dann, wenn man glaubt, durch "digitale Tricks"
die Genauigkeit des 10Bit-Wandlers problemlos auf 16Bit steigern zu
können. Sowas habe ich hier im Forum schon häufiger gelesen.
Hm,
das glaube ich nicht:
>Dann schau dir mal die absurd hohe Schlagzahl in der Ausbildung (damit meine ich
alle Ausbildungen - also auch ein Studium usw.) an...
Meiner Meinung liegt hier eher das Problem, das heute viel mehr
ungeignete Leute in diesen Fach unterwegs sind. Wenn ich hier dann erst
mal ewig auf den Grundlagen rumkauen muß, weil die Leute diese nicht
verstehen, wie soll dann das mal fertig werden???
Entweder man hat ein Gespür für die E-Technik oder nicht, dann wird das
nie was.
(Gilt übrigens für eigentlich alle Berufszweige)
mfg
Gast
Alex schrieb:> Die Elektronik nimmt im Studium der Elektrotechnik einen viel zu> kleinen> Raum ein. Wozu studiert man Elektrotechnik wenn man hinterher keine> Ahnung von Verstärker- und Oszillatordesign hat? Viele Studenten haben> sogar noch nie etwas von einem FPGA gehört. Man sagt, chinesische> Hochschulen sind da besser.
Also in meinem Studiengang (E-Technik FH) gab es eine Vorlesung
"Schaltungstechnik", wo unter Anderem OPV-Grundschaltungen ziemlich
auführlich behandelt wurden. Wie auch die wichtigsten
Transistorschaltungen, Schaltnetzteile und so weiter.
Wenn ich mir heute das Skript ansehe, finde ich es eigentlich nicht
schlecht. Alle Grundlagen sind drin.
Eigentlich sind solche Dinge aber sowieso Nebenschauplätze. Von einem
echten Entwickler kann man erwarten, dass er sich solche Sachen leicht
anlesen kann. Und ja, die nötigen Informationenen sind größtenteils frei
verfügbar.
Wer glaubt, ein E-Technik Studium wäre eine Ausbildung zum
Schaltungsentwickler, irrt sowieso. Das ist ein Studium der
Elektrotechnik, nicht Schaltungstentwicklung. Und entsprechend liegt der
Fokus auf den Grundlagen und Theorie, nicht auf der Praxis.
Auch in der FH.
Ich habe so gut wie alles praxisbezogene NACH dem Studium im Beruf
gelernt. Meiner Meinung nach braucht es mindestens 10 Jahre Praxis,
bevor man sattelfest komplexere Schaltungen entwickeln kann. Und selbst
dann hat man ein Spezialgebiet.
Praktiker schrieb:> Dann schau dir mal die absurd hohe Schlagzahl in der Ausbildung (damit> meine ich alle Ausbildungen - also auch ein Studium usw.) an
Was für eine hohe Schlagzahl? Gerade in der echten Ausbildung ist man
vom Vorgeben von konkreten Inhalten weg. Statt dessen wird nur noch von
Kompetenzfeldern oder Lernfeldern geredet, denen Handlungen zugeordnet
werden. Das ist Neusprech für irgendwie machen und oberflächlich
drüberhudeln. Als Krönung entscheidet der Auszubildende selber wann er
glaubt etwas gut genug zu können (in der Praxis: wenn er keine Lust mehr
hat).
> Oder gar die Idee irgendwelche Prüfungen als automatisch bestanden> ausfallen zu lassen bzw. die Bestandteile die nicht vermittelt werden> können raus zu lassen...
Ich hätte den Leuten ja auch einen "Notabschluss" gegeben. Warum? Weil
es egal ist. Die Anforderungen an die Abschlüsse sind in den letzten
Jahrzehnten immer weiter gesunken. Da kann man die Ansprüche auch auf
"War, ausgenommen das letzte Halbjahr, anwesend" senken.
He, Helmut Kohl hat mit einem Notabitur promoviert und ist Kanzler
geworden. So hätte man das begründen können.
> Das ist eben nicht die Schuld der "jungen Leute" und den "nur noch"> lernen - für mehr bleibt einfach keine Zeit
Die Inhalte sind doch viel weniger geworden. Klar, dass bisschen Lernen
stört wenn man stundenlang CS:GO spielen möchte und man Lernen "nicht
fühlt".
Hallo
Hannes J. schrieb:> Gerade in der echten Ausbildung ist man> vom Vorgeben von konkreten Inhalten weg. Statt dessen wird nur noch von> Kompetenzfeldern oder Lernfeldern geredet,...
Das kann ich bei "unseren" Azubis mit den wir (ungefragt, bekommt man
einfach aufgedrückt....) in Kontakt kommen -"Schlosser" und
"Energieelektroniker" in mehr oder weniger Industriellen Umfeld absolut
nicht feststellen.
Berichtsheft, die Gespräche der Azubis untereinander was die Ausbildung
betrifft, Freitags schön antreten beim Meister der Abteilung oder beim
"Ausbildungschef" , auch was sie so erzählen wenn sie gefragt werden,
auch wie sie halt in den Abteilungen und Werkstätten behandelt werden
ist nicht so unterschiedlich zu dem was ich vor nunmehr 30ig Jahren
erleben durfte, eher sogar in einigen Punkten (zumindest wäre es so für
mich gewesen) schlimmer - irgendein Sozialkram der auf keinen Fall mit
irgendeinen handwerklichen Beruf und wohl auch in kaufmännischen Bereich
nicht mal andeutungsweise zu tun hat und auch nicht zum "Produkt"
(eigentlich eine essentielle Dienstleistung) unserer Firma passt.
So was hatten wir zum Glück (für mich) nicht.
Mich hatten schon so wichtige Fächer wie Sport und Religion gestört (Zum
Glück brauchte man in der Praxis nicht an Sport teilnehmen und erhielt
eine brauchbare Note, und für Religion reichte hin und wieder etwas zu
labern).
Aber so was was heute, zumindest in unserer Firma ("Konzern") als Extras
bei der Ausbildung abläuft - Nein Danke das brauch(t)e ich nicht, ich
hatte schon sehr bewusst einen Beruf im technisch, handwerklichen
Bereich ausgewählt und nichts im Sozialbereich.
Praktiker
Falk B. schrieb:> Ist das nicht das Bundes(Zwergen)land mit der blühenden Wirtschaft und> der überdurchschnittlichen Buntheit? Hmmm . . .
Hat zwar nicht mit dem Original-Post zu tun, aber wenn hier schon so
wild diskutiert wird, sollte man auch den ganzen Artikel zusammenfassen
und nicht nur dass, was einem in den Kram passt:
Bremen war der Dritte in der Reihe, zuerst kam Sachsen, dann Berlin und
danach erst Bremen.
Frage: In welchem Bundesland wohnt Falk gleich wieder? (Ich weiß es
wirklich nicht und würde es gerne wissen.)
Hoschti schrieb:> Ich weiß es> wirklich nicht und würde es gerne wissen.
Mach mal den Anfang und poste Deine Daten.
Vielleicht schliesst Falk sich dem dann an.
Bis dahin geht uns das wohl einfach nichts an.
Hier sind ein paar wirklich gestörte unterwegs und als ich noch unter
Realnamen geschreiben habe, wurde mehr als einmal meine webpage,
Facebookacount etc. hier gepostet, weil ich jemanden auf die Füsse
gestreten habe.
Es steht Dir frei Falk eine PM zu schicken, aber alleine die Frage nach
persönlichen Daten die Falk offensichlich Dir nicht mitteilen will,
finde ich eine Frechheit.
Mark S. schrieb:>> Das wage ich zu bezweifelen dass Du in einem Smartfon von heute noch nen> OPV findest. Auch nicht für den Mikrofonvorverstärker.
Doch! Vielleicht nicht mehr als eigenständiges BE, aber ganz sicher als
Bestandteil der diversen Chipsätze. Ohne Grundlagen in Elektronik steht
man schnell im Wald oder vor der Firmentür...
Wird heute eigentlich noch die Funktionsweise von Elektronenröhren
gelehrt?
Old-Papa
M. K. schrieb:> Mach mal den Anfang und poste Deine Daten.> Vielleicht schliesst Falk sich dem dann an.
Kann ich gerne machen Herr Oberpolizist:
Abitur 1978 in NRW gemacht
Warum Du dich hier aber so aufregst? Entweder gibt Falk die Info preis
oder nicht. Kann Dir doch egal sein!
Es ist für mich nur interessant, weil die Stadt-Staaten gern so mir
nichts, dir nichts runtergemacht werden. Und genau das finde ich doof.
(nur die Aussage, keinesfalls die Person, um dem gleich vorzubeugen!)
M. K. schrieb:> Es steht Dir frei Falk eine PM zu schicken, aber alleine die Frage nach> persönlichen Daten die Falk offensichlich Dir nicht mitteilen will,> finde ich eine Frechheit.
Der einzige, der das als Frechheit empfinden darf, ist wohl Falk selber.
Wenn er sein Bundesland nicht nennt, ist das für mich auch OK. Darüber
solltest Du dir aber keine Gedanken machen. Oder sollte diese deine
Einstellung ein Grund für die Angriffe auf Facebook Co. gewesen sein?
Nicht, dass ich sowas in Ordnung finde. Ganz sicher nicht! Aber manchmal
ist das Echo auf die eigenen Äußerungen halt schwer zu ertragen.
Hoschti
PS:
Ich bin zur Zeit nur aus Faulheit nicht angemeldet. Mein Nick ist aber
der Echte!
Old P. schrieb:> Wird heute eigentlich noch die Funktionsweise von Elektronenröhren> gelehrt?
Schon lange nicht mehr. Auch von Relais habe ich im Studium nichts
gehört - und mein Diplom ist schon 20 Jahre alt.
Praktiker schrieb:> das das> maximal unverständlich und extremst Abstrahiert (nicht) vermittelt wird.
Es mag Leerkörper geben, die gerne alles
auf Erklärungen mit Bier reduzieren.
Ob das darauf deuten lässt, dass man Alkoholiker ist?
Chris D. schrieb:> Ein Leben ohne Operationsverstärker ist möglich, aber sinnlos.
Und wieder ist ein Thread in die Binsen gegangen.
Du hast natürlich Recht - aber die Frage greift eigentlich tiefer: Man
fragt "wozu ist mir Bildung nütze?"
Für mich ist es eigentlich erschreckend, daß Bildung in jeglicher Form
als eine Art Belästigung empfunden wird.
Und was dabei herauskommt, sind Leute, die nichts wissen, nichts können,
die erwarten daß alles um sie herum "eben von selbst" geht - und die es
auch nicht gelernt haben, selbst zu denken. Letzteres ist mE das
Allerschlimmste.
Und hier im Forum erlebt man Leute, die nicht mal richtig lesen (nämlich
verstehend lesen) können und die auch nicht mehr Grammatik und
Rechtschreibung beherrschen.
W.S.
Klaus schrieb:> Old P. schrieb:>> Wird heute eigentlich noch die Funktionsweise von Elektronenröhren>> gelehrt?>> Schon lange nicht mehr. Auch von Relais habe ich im Studium nichts> gehört - und mein Diplom ist schon 20 Jahre alt.
Beides wird aber auch heute noch verwendet. Ok, Relais sicher viel mehr
als Röhren. Das zumindest diese nicht mehr angesprochen werden ist schon
komisch.
Old-Papa
Klaus schrieb:> Old P. schrieb:>> Wird heute eigentlich noch die Funktionsweise von Elektronenröhren>> gelehrt?>> Schon lange nicht mehr. Auch von Relais habe ich im Studium nichts> gehört - und mein Diplom ist schon 20 Jahre alt.
Elektronenstrahlröhre war Prüfungsfrage in Physik. Also stark
vereinfachte Ablenkung und wo der Strahl auf der Scheibe auftrifft, war
gefragt.
In den Elektronik Vorlesungen wurde die Röhre kurz angerissen, weil sie
ja in einigen Aspekten nicht sooo viel anders reagiert wie der FET...
73
Hallo
W.S. schrieb:> Für mich ist es eigentlich erschreckend, daß Bildung in jeglicher Form> als eine Art Belästigung empfunden wird.
Das hängt aber auch stark damit zusammen wie sie vermittelt wird wenn es
ernst wird.
Solange , wenn es Ernst wird (Titel, Abschlüsse usw.) nur noch
Leistungsdruck, Zwang, Bewertung, Vorselektion und ähnliches ausgeübt
wird handelt es sich auch um eine Belästigung.
Wenn mir Wissen in Gebieten an den ich einfach kein Interesse habe
aufgedrückt wird ist es einfach ein Belästigung.
Bildung wie sie sein sollte und wie sie eigentlich alle gerne annehmen
und oft sogar Spaß dran haben geht ganz anders - mit Geduld, keinen oder
maximal leichten Druck, keine (unfreiwillige) Leistungsüberprüfungen
usw.
Die Bildung welche von der Mehrzahl als Belästigung angesehen wird ist
aber genau die "Hau drauf" Bildung die dann oft genug über die
Lebensqualität entscheidet (Berufsmöglichkeiten, Bezahlung) dieses
bescheidene Spiel muss man mitmachen wenn man nicht vollständig abhängt
werden will.
Die perfide Idee und den Grundgedanken dahinter zeigen ja "vorbildlich"
die Pisa Studien - ein ungesunder Wettkampf der von und auf Kosten der
Kinder, Jugend und jungen Erwachsenen ausgetragen werden muss.
Das es anders gehen kann zeigt ja was in manchen Bildungssystemen
(Staaten) bis so ganz grob zum 12-14 Lebensjahr gemacht wird - danach
aber auch dort der ewig gleiche Weg und die Abschlussglaube und
Bewertungsfetisch.
Praktiker
Hoschti schrieb:> Bremen war der Dritte in der Reihe, zuerst kam Sachsen, dann Berlin und> danach erst Bremen.> Frage: In welchem Bundesland wohnt Falk gleich wieder? (Ich weiß es> wirklich nicht und würde es gerne wissen.)
In Dresden, Sachsen. Das Bundesland der Coronakritiker und auch sonst
oft nicht ganz so linientreuen Menschen. Ja, auch in Sachsen ist es ein
Unfug, die Noten nachträglich zu verschönern! Weil nur Bürokraten und
Akademiker in den Positionen sitzen, wo die Aufgaben erstellt werden,
keine Praktiker!
Bildung ohne Leistungsüberprüfung funktioniert doch nicht. Bildung heißt
auch Anstrengung und Einsatz und erfordert Selbstdisziplin. Bildung ist
nicht nur Spaß und Abschlüsse/Titel dürfen nicht einfach verschenkt
werden.
Old P. schrieb:> Wird heute eigentlich noch die Funktionsweise von Elektronenröhren> gelehrt?
Genausowenig wie die von Grammophonen und Faustkeilen. Ok, im
Physikunterricht sollte da was drin sein, aber nicht als Bauelement der
Schaltungstechnik. Bestenfalls mal in einem kurzen, historischen
Überblick, so wie Lochbänder etc.
Hoschti schrieb:> Es ist für mich nur interessant, weil die Stadt-Staaten gern so mir> nichts, dir nichts runtergemacht werden. Und genau das finde ich doof.
Irrtum. Die Kritik basiert auf Fakten, wenn gleich die nur allzuoft
nicht sonderlich schön sind. Bremen ist ein Berlin im XXS Format.
Old P. schrieb:> Beides wird aber auch heute noch verwendet. Ok, Relais sicher viel mehr> als Röhren. Das zumindest diese nicht mehr angesprochen werden ist schon> komisch.
Keine Ahnung wo die heute angesprochen werden, zu meiner Zeit waren sie
zumindest kurz in der Digitaltechnik im Abitur zur Einführung dran,
Logische Verknüpfungen mit UND/ODER/XOR. In der FH hörte man davon nix,
was aber OK ist! So einen Krümelkram muss man sich als Student der
E-Technik selber erarbeiten, denn das wird defakto als Wissen
vorausgesetzt.
Falk B. schrieb:> Hoschti schrieb:>> Es ist für mich nur interessant, weil die Stadt-Staaten gern so mir>> nichts, dir nichts runtergemacht werden. Und genau das finde ich doof.>> Irrtum. Die Kritik basiert auf Fakten, wenn gleich die nur allzuoft> nicht sonderlich schön sind. Bremen ist ein Berlin im XXS Format.
Das ist nur eine Behauptung. Fakten können Sie bestimmt nicht liefern.
Falk B. schrieb:> In der FH hörte man davon nix,> was aber OK ist! So einen Krümelkram muss man sich als Student der> E-Technik selber erarbeiten, denn das wird defakto als Wissen> vorausgesetzt.
So ein "Krümelkram" ist das auch nicht. Schaltgeschwindigkeit, Trägheit,
Einschwingverhalten, Kontaktprellung, usw. Alles nicht trivial. Aber
gebraucht habe ich es auch noch nicht.
Diese Röhrentriode
https://www.ehretphysik.de/geraeteverkauf/triode-leybold-typ-55508-neu-im-angebot/
haben wir in Physik (Ende der 90-er) benutzt, um die Elektronenladung
und Steuerung zu beweisen.
Röhrengrundlagen kann man sich heute problemlos selbst erarbeiten, wenn
es einen interessiert. Man darf nur nicht auf das esoterische
Geschwurbel aus der Audiophilen-Szene sich einlassen ("Röhre X klingt
viel besser als Y, man kann es nicht messen, aber hören" würg).
Barkhausen und Ratheiser schwirren im Netz rum. Englischsprachige
Literatur gibt es mehr, als man in einem Menschenleben überhaupt
durcharbeiten kann.
Auch aus dem Ostblock gibt es ausreichend Literatur, sofern
Sprachkenntnise vorhanden.
1T4, DF96, 27SH2L etc. AÜs und Netztrafos sind auch heute noch in
ausreichender Menge verfügbar.
Wer sich mit der Statistik von Elektronen näher beschäftigt, stellt
sowieso fest, dass die hergeleiteten Formeln sich verdammt ähneln, egal
ob Vakum, Plasma, homogener Festkörper oder Heterostruktur.
Schaltungen mit einem OPV gehören doch eher zu den Grundlagen als die
Röhrentechnik.
Die Technik dürfte Inhalt einer Aus- und Weiterbildung zum Funktechniker
sein. Im Studium wäre es dann auch eine Vertiefungsrichtung.
H. Wenzel schrieb:> Falk B. schrieb:>>> Jetzt bis du dran!>> Es ist einfach ein lümmelhaftes Benehmen andere ungefragt zu duzen.
Nein. In Internetforen ist das "Du" üblich und das "Sie" negativ
behaftet. In Foren siezt man Leute, die man nicht leiden mag. Diese
Sitte ist aus dem Usenet entstanden.
Klaus schrieb:> In Foren siezt man Leute, die man nicht leiden mag.
Dazu passt folgendes Zitat aus der Politik:
"Mit Verlaub, Herr Präsident, Sie sind ein Arschloch."
Qwertz schrieb:> STK500/Besitzer schrieb:>> Im Studium wäre es dann auch eine Vertiefungsrichtung.>> Nö, das gehört ins Grundstudium (heißt heutzutage Bachelor).
Naja, man könnte es in gleicher Weise ansprechen wie TTL und CMOS.
STK500/Besitzer schrieb:> Schaltungen mit einem OPV gehören doch eher zu den Grundlagen als die> Röhrentechnik.> Die Technik dürfte Inhalt einer Aus- und Weiterbildung zum Funktechniker> sein.
"Röhren" haben nicht nur was mit Funk zu tun. Es gab sogar Computer mit
Röhren. Es gibt auch Gleichrichter, Stabis, Thyratrons usw. in
Röhrenbauarten. Sicher heute kaum noch gefragt, außer vielleicht in der
Hochspannungstechnik.
Zumindest finde ich es von angehenden Fachleuten schon schräg, wenn man
meint, OPV-, Transistor- und andere BE-Grundlagen müssen nicht mehr
gelehrt werden.
Nicht alles wird man im zukünftigen Job mit Steckernetzteil, Arduino,
Shields und Gedöhns lösen können.
Old-Papa
Old P. schrieb:> "Röhren" haben nicht nur was mit Funk zu tun. Es gab sogar Computer mit> Röhren. Es gibt auch Gleichrichter, Stabis, Thyratrons usw. in> Röhrenbauarten. Sicher heute kaum noch gefragt, außer vielleicht in der> Hochspannungstechnik.
"...gab..."
Sie spielen im "Normalgebrauch" nicht mehr die Rolle, die sie z.B. in
den 1970ern spielten, als Fernseher noch voll von den Dingern waren.
Old P. schrieb:> Zumindest finde ich es von angehenden Fachleuten schon schräg, wenn man> meint, OPV-, Transistor- und andere BE-Grundlagen müssen nicht mehr> gelehrt werden.
Tja, wenn man ein Handy bedienen oder ein WLAN einrichten kann, ist man
heute doch schon ein König.
Es gibt leider immer wieder Leute, die meinen etwas enrscheiden zu
können, obwohl ihnen das entsprechende (Hintergrund-)Wissen fehlt.
Das gilt nicht nur für Elektrotechnik.
Old P. schrieb:> Nicht alles wird man im zukünftigen Job mit Steckernetzteil, Arduino,> Shields und Gedöhns lösen können.
Seonsoren haben heute doch alle eine digitale Schnittstelle ;)
Hans W. schrieb:> In den Elektronik Vorlesungen wurde die Röhre kurz angerissen, weil sie> ja in einigen Aspekten nicht sooo viel anders reagiert wie der FET...
Was ich nie vergessen habe: In der Berufsschule "Es wird mal einen
Transistor geben, der sich wie eine Röhre verhält".
Jahre später ein Bekannter in Umschulung zum Elektroniker, der war oft
bei mir: "Eine Röhre soll sich ähnlich verhalten wie ein FET".
W.S. schrieb:> Und hier im Forum erlebt man Leute, die nicht mal richtig lesen (nämlich> verstehend lesen) können und die auch nicht mehr Grammatik und> Rechtschreibung beherrschen.
Laut Pisastudien ist das nicht nur hier so.
STK500/Besitzer schrieb:> Naja, man könnte es in gleicher Weise ansprechen wie TTL und CMOS.
Ich hoffe doch, dass man Gattergrundschaltungen aktuell noch lehrt? Es
könnte durchaus hilfreich sein, nicht nur irgendwas im Programmeditor
einzutippen, sondern auch in Hardware darstellen zu können.
Manfred schrieb:> Was ich nie vergessen habe: In der Berufsschule "Es wird mal einen> Transistor geben, der sich wie eine Röhre verhält".
LOL! Du meinst, er wird eine Lebensdauer von 1000 Stunden haben, unnötig
Energie im Leerlauf verheizen, wenn er runterfällt, kaputt gehen,
unnötig groß und anfällig für Mikrofonie sein und niemals einen
komplementären Kumpel haben?
Wer braucht sowas?
Selbstverständlich gehört sich das Thema OP und seine Variationen in die
"Lehre".
Er ist zum funktionalen Standardbauteil oder eben auch Schaltungsteil
geworden - selbst wenn "irgendein" IC auch nur einen Schaltungsteil
enthält, der das berühmte Dreieck mit + und - an seinen Eingängen
graphisch zeigt, wie soll es der Lernende jemals anwenden können ( das
IC) wenn er schon diese relativ einfache Schaltungstheorie nicht gelernt
und verstanden hat?
Da könnte man ja gleichnoch Dioden, Transistoren, ja sogar Widerstände
aus dem Lehrplan nehmen...
Macht ja heute alles die Software!?!
Natürlich nicht.
Nichtverzweifelter schrieb:> Da könnte man ja gleichnoch Dioden, Transistoren, ja sogar Widerstände> aus dem Lehrplan nehmen...
Jeder, der einigermassen mit einem Browser umgehen kann, braucht doch
sowieso keine Ausbildung mehr. Schliesslich kann man jedes beliebige,
elektronische Problem doch einfach durch eine Frage im Forum lösen.
Manfred schrieb:> Hans W. schrieb:>> In den Elektronik Vorlesungen wurde die Röhre kurz angerissen, weil sie>> ja in einigen Aspekten nicht sooo viel anders reagiert wie der FET...>> Was ich nie vergessen habe: In der Berufsschule "Es wird mal einen> Transistor geben, der sich wie eine Röhre verhält".
Berufsschule und Studium sind verschiedene Welten.
Und OPV, Röhre, Transi, ... ist doch egal.
Damals wurde das nur Aktive el. Bauelemente genannt.
Das war ein Kasten.
Und da gab es Eingangs- und Ausgangsparameter.
Auch wurde da die Röhre kurz mit einbezogen.
Kein Wunder, war ja auch 1972.
Natürlich müssen Grundlagen zu OPV gelehrt werden.
Oder wird auch keine Fourier analyse mehr gelehrt?
Harald W. schrieb:> Jeder, der einigermassen mit einem Browser umgehen kann, braucht doch> sowieso keine Ausbildung mehr. Schliesslich kann man jedes beliebige,> elektronische Problem doch einfach durch eine Frage im Forum lösen.
Nein, man kann unendlich viele Antworten erhalten, die spätestens nach
der vierten überhaupt nichts mehr mit der Frage zu tun hat. Man kann
sehen, wie sich plötzlich über VDE-Bestimmungen, Kabelfarben oder
Grammatik gestritten wird oder wie Leute ihren eigenen (oft sehr
beschränkten) Horizont zum Weltmaßstab erheben wollen.
Man findet auch Leute, die fix irgendwas aus Wikipedia interpretieren
und schon dabei völlig falsch liegen! Man findet aber auch Leute, die
einigermaßen verstehen was sie schreiben, die dennoch im nächsten Post
gleich wieder runter gemacht werden.
Alles Sachen, die einem in einer ordentlichen Univorlesung erspart
bleiben ;-)
Kann aber auch sein, dass Uni deshalb langweilig ist...
Old-Papa
Harald W. schrieb:>> You can say you to me ;-)>> Or she. :-)
und bei /d für divers?
Harald W. schrieb:> Schliesslich kann man jedes beliebige,> elektronische Problem doch einfach durch eine Frage im Forum lösen.
spätestens bei der hundertsten abweichenden Anwort verflucht man es das
man früher nicht besser augepasst hatte.
Ich habe mir das übliche "Aufeinander herum gedresche" sei es nun
sarkastisch oder boshaft gemeint, einfach mal runter gescrollt.
Also.
Zu der ursprünglichen Frage, ob es zeitgemäß ist, noch OPVs zu lernen.
Zu meiner Technikerausbildung (Schwerpunkt Daten und
Kommunikationstechnik) - bin mittlerweile seit meinem Abschluss in der
Entwicklung tätig.
Und ich kann nur sagen, OPVs verfolgen einen.
So digital dein (verzeih mir bitte) Wunschponyhof mit FPGA Fliesen und
Controllerornamenten auch sein mag.
Um diskrete Analogtechnik, wie um Grundschaltungen wirst Du nie herum
kommen.
Ehrlich gesagt, sind das die trivialen Dinge, die man einfach so hin
nimmt, wie die Fähigkeit sich die Zähne zu putzen.
Klar gehört das dazu und sollte viel intensiever unterrichtet werden.
Und ehrlich gesagt, gerade jemand der seinen Techniker macht, maße ich
an, dass er einen gewiss engeren Praxisbezug hat (es sei denn ich kann
mich da nicht als Referenz nehmen)
FPGAs oder komplexere uC in der Technikerschule zu unterrichten habe ich
mir damals auch gewünscht.
Aber wozu? Auf welches Pferd willst Du setzen?
Ich wurde damals auch noch mit 80C51 getollschockt, wobei ich schon
längst dspic und AVR Assembler konnte.
Es gibt gewisse Grundlagen, die sich für manch einen altbacken anfühlen.
Und ich muss es mal drastisch formulieren.
Wer nicht in der Lage ist, zuhörenderweise (sei es beim Techniker oder
im Studium) aus dem ihm vorgesetzten Stoff selbst sich in tiefere
Materie einzuarbeiten ist deplatziert und sollte as Facharbeiter
weiterarbeiten (was nicht abwertend gemeint ist - im Gegenteil)
So eine Ausbildung soll dir gewisse Grundlagen vermitteln auf denen Du
aufbauen kannst (oder in meinem Fall (und scheinbar auch deinem )) -
einfach nur einen Schein zu machen, um zu dokumentieren dass das was Du
ohnehin schon kannst, auch zu beweisen. Ich jedenfalls habe meinen
Techniker nur des Abschlusses wegen gemacht.
Es ist schön für dich, wenn Du über dem Horizont hinaus bist und vieles
als für dich überholt ansiehst, weil es für dich langweilig sein mag.
Diese Arroganz habe ich seinerzeit auch an den Tag gelegt.
Und zum Glück bin ich im Berufsleben nicht darüber gestolpert.
Aber auch wenn man laufen kann. Im Berufsleben lernt man seine Schritte
immer wieder neu. Auch mit alten Hüten.
Daher. JA - es muss unterrichtet werden.
Und es sollte (meine Meinung) auch tiefer in diskrete Schaltungstechnik
eingetaucht werden. Damit man die Chance bekommt ein Gefühl zu
entwickeln, was auf der Platine so vor sich geht.
Ehrlich gesagt würde ich sogar einen Schritt weiter gehen und würde
Technikerschüler auch nicht in C programmieren lassen, wenn sie mit
Controllern zu tun haben, sondern in Assembler. Grund: Eine andere
Denkweise im Umgang mit einem Controller. Und nicht eifach Stumpf einen
Compiler ein Hallo Welt Programm runter raspeln lassen.
Ich hoffe Du fühlst dich zwischen den Zeilen nicht angegriffen.
Mir hätte ein mentaler Dämpfer damals gut getan.
Viel Erfolg,
Chrstian
Christian schrieb:> bin mittlerweile seit meinem Abschluss in der Entwicklung tätig.>> Und ich kann nur sagen, OPVs verfolgen einen.> So digital dein (verzeih mir bitte) Wunschponyhof mit FPGA Fliesen und> Controllerornamenten auch sein mag.
Ich würde sogar noch einen Schritt weiter gehen: Wer glaubt, in der
Entwicklung ohne Operationsverstärker auszukommen, ist für dieses
Tätigkeitsgebiet nicht geeignet.