Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Identifizierung von Bauteil aus Milchaufschäumer Steuerungselektronik


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von Horst H. (nochjemand)


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Hallo zusammen!

Das vorliegende Küchengerät hat den Geist aufgegeben, und ein Blick auf 
die Platine ließ den geschädigten schnell erkennen. Dem Bauteil auf dem 
angehängten Bild hat es den Hut weg gesprengt.

Leider ist dabei auch die Bauteilnummer flöten gegangen.

Ich kenne mich kaum bis gar nicht mit typischen elektronischen 
Schaltungen aus, kann hier nur erkennen, dass es sich eher auf der 
Hochspannungs Seite der Schaltung befindet und davor und danach jeweils 
Spule und Kondensator zusammen abhängen. Könnte also irgendwas mit der 
Spannungsregelumg zu tun haben.

Jetzt seid ihr gefragt, die ihr schon nach dem ersten Klick auf das Bild 
kopfschüttelnd die Bauteil Bezeichnung vor euch hin genuschelt habt. 
Erleuchtet mich! (und meinen nespresso - what Else Milchaufschäumer)

Vielen Dank und guten Abend

HH

von Mark S. (voltwide)


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Dieser 7-Beiner sieht nach dem altbekannten und berüchtigten LNK304 aus. 
Dieses IC ist berühmt für seine übertriebende Höflichkeit, bei jeder 
Gelegenheit den Hut zu ziehen.

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von Horst H. (nochjemand)


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Hallo Mark, danke, ich bin beeindruckt! Tatsächlich wurde genannter Chip 
hier auch schon diskutiert Beitrag "LNK304 circuit of death: warum stirbt er?"

Gibt es evtl. eine revidierte Version dieses Chips, oder sollte ich 
einfach ein 10er Pack kaufen und einen Lötkolben mit in die Küche 
stellen?

Gruß
HH

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Horst H. schrieb:
> und einen Lötkolben mit in die Küche stellen?

Kannst ja eine IC-Fassung einlöten … das spart dem IC-wechselnden 
Küchenbenutzer den Lötkolben. :) Allerdings sollte er trotzdem eine 
Elektrofachkraft sein, denn er muss wissen, wie er mit der Energie auf 
den Ladekondensatoren gefahrlos umgeht.

von Horst H. (nochjemand)


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Gar keine so schlechte Idee mit dem sockel!
Die Energie aus den Kondensatoren wird in meinem Haushalt immer für 
später eingefroren..

Was sind die Unterschiede zwischen lnk304pn und lnk304gn? Ja, ich weiß, 
gimf, aber ich konnte auf die schnelle mit meinem mobilteil nichts 
herausfinden. Auch weil das Vergleichen auf einem 4.3" Display schwer 
fällt, selbst wenn ich dieses praktisch direkt gegen meinen 
frontalkortex drücke..

Beste Grüße

Edit: hat es etwa nur mit der Fußform zu tun?

: Bearbeitet durch User
von hinz (Gast)


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Horst H. schrieb:
> Gar keine so schlechte Idee mit dem sockel!

Schlechte Idee, weil dann die Wärmeabfuhr noch schlechter wird.



> Was sind die Unterschiede zwischen lnk304pn und lnk304gn?

Spitzfußindiander vs Plattfußindianer.


Und ob es ein LNK304 ist weißt du noch gar nicht. Das könnte ebenso 
einer seiner Blutsbrüder aus der LNK-Reihe sein.

von Klugscheißer (Gast)


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Mach auch den dicken Widerstand mit neu, den reißt es auch immer, wenn 
dem LNK der Schalttransistor stehengeblieben ist.

Nur so am Rande.

von Horst H. (nochjemand)


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hinz schrieb:
> Das könnte ebenso einer seiner Blutsbrüder aus der LNK-Reihe sein.

Gäbe es eine Möglichkeit dies durch Messen herauszufinden? (Wenn er 
nicht kaputt wäre)
Und austauschbar sind die ja eher nicht, da ihr Verhalten ja durch die 
umliegenden Komponenten gesteuert wird, oder? Könnte man anhand dieser 
zumindest einige Kollegen ausschließen?

Jetzt sind die lnk Experten gefragt..

Danke und Gruß

von Michael Gugelhupf (Gast)


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Horst H. schrieb:
> Gäbe es eine Möglichkeit dies durch Messen herauszufinden? (Wenn er
> nicht kaputt wäre)

Zeichne dir die Schaltung raus, auf Neudeutsch Reverse-Engineering.

Wenn die Anschlussbelegung passt (Datenblatt), wenn die Dimensionierung 
der Bauteile drumherum passt, wenn die Ausgangsspannung passt, dann wird 
er das wohl sein.

Wie schon jemand erwähnte, auch mindestens R16 tauschen. Der scheint auf 
dem ersten Bild sogar einen Riss zu haben.

von AKF (Gast)


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Die Platine kenn ich doch.
So einen musste ich letztes Jahr wegen einem anderen Fehler auch mal 
zerlegen, und auf dem Erinnerungsfoto ist ein LNK306 zu sehen.

Gruß Klaus

von hinz (Gast)


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Also braucht der TE mindestens den LNK306, einen 22Ohm/2-3W 
Sicherungswiderstand. Die Netzgleichrichterdiode und die Entstördrossel 
sollte er unbedingt noch prüfen.

von Lothar K. (megastatic)


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Die LNKs sterben imho auch deswegen, weil sich die PCB-Designer nicht 
ans Datenblatt halten:

"The part is board mounted with SOURCE pins soldered to a
sufficient area of copper to keep the SOURCE pin tempera-
ture at or below 100 °C."

Im Layoutvorschlag sind da ca. 200 mm² Kupfer vorgesehen. (die hab ich 
in einem Consumergerät aber noch nie so gesehen)

von Horst H. (nochjemand)


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AKF schrieb:
>[...] So einen musste ich letztes Jahr wegen einem anderen Fehler auch mal 
zerlegen, und auf dem Erinnerungsfoto ist ein LNK306 zu sehen.
>
> Gruß Klaus

Genial, welch ein Zufall, danke dafür!

hinz schrieb:
> Also braucht der TE mindestens den LNK306, einen 22Ohm/2-3W 
Sicherungswiderstand.

Was heißt in diesem Fall 'mindestens'? Benötigt nicht jede Variante ganz 
bestimmte begleitkomponenten um die gewünschte Regulation zu erzielen?

> Die Netzgleichrichterdiode und die Entstördrossel sollte er unbedingt noch 
prüfen.

Dann wird er das tun.

Michael Gugelhupf schrieb:
> Wie schon jemand erwähnte, auch mindestens R16 tauschen. Der scheint auf dem 
ersten Bild sogar einen Riss zu haben.

Jo, wird getauscht.

Lothar K. schrieb:
> "The part is board mounted with SOURCE pins soldered to a
> sufficient area of copper to keep the SOURCE pin temperature at or below 100 
°C."

Ob es hilft, ein kleines Stück Alu mit Rippen oben drauf zu kleben? Oder 
sollte die Wärme direkt über den Pin abgeführt werden?

von hinz (Gast)


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Horst H. schrieb:
> hinz schrieb:
>> Also braucht der TE mindestens den LNK306, einen 22Ohm/2-3W
> Sicherungswiderstand.
>
> Was heißt in diesem Fall 'mindestens'? Benötigt nicht jede Variante ganz
> bestimmte begleitkomponenten um die gewünschte Regulation zu erzielen?

Er war so gemeint: diese beiden Teile sind auf jeden Fall defekt.

von hinz (Gast)


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Horst H. schrieb:
> Ob es hilft, ein kleines Stück Alu mit Rippen oben drauf zu kleben?

Keine gute Idee an einem Chip, der direkt an Netzspannung hängt.

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