Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Schneller NPN mit kleinem Vbe?


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von Trigger (Gast)


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Hallo Leute,

ich suche einen NPN (ideal in SOT23) der >=200MHz und eine Vbe(sat) 
<<0,7V hfe > 100 und min 100mA Last verträgt.
Aktuell habe ich die (2N/MMBT/SMBT)3904. Der passt schon fast gut. Nur 
ist seine Vbe mit 650-950mV noch recht hoch. Gibt es überhaupt BJTs mit 
noch geringerer Spannung? - Nach diesen Parametern kann man nirgends so 
richtig suchen - und nach ~30 Datenblättern bin ich recht platt..

Ich brauche die für eine lineare Stromregelung die in <<1µs reagieren 
muss..

von HildeK (Gast)


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Trigger schrieb:
> Vbe(sat)<<0,7V
Du brauchst nicht weitersuchen, den gibt es nicht ...

von Mitlesa (Gast)


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Trigger schrieb:
> Nur ist seine Vbe mit 650-950mV noch recht hoch.

Du solltest vielleicht mal begründen wozu das gut sein soll.
Solche weltfremden Forderungen hegen den Verdacht dass du
nicht weisst was du machst bzw. machen willst.

von Harald W. (wilhelms)


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HildeK schrieb:

>> Vbe(sat)<<0,7V
> Du brauchst nicht weitersuchen, den gibt es nicht ...

Doch, als Germaniumtransistor. Aber der schafft keine 200MHz.

von MaWin (Gast)


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Trigger schrieb:
> Gibt es überhaupt BJTs mit noch geringerer Spannung

Du musst sie nur heissmachen, die UBE ist zwar durch den 
Halbleiterprozess bei Silizium physikalisch vorgegeben (Bandlücke) ist 
doch extrem variabel, vor allem geht direkt die Temperatur ein.
Alle 50 GradC mehr liegt sie 0.1V tiefer. Und es gibt Transistoren, die 
bis 300 GradC funktionieren...
Nur Mut....

von 2 Cent (Gast)


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Trigger schrieb:
> Ich brauche die für eine lineare Stromregelung die in <<1µs reagieren
> muss..
Idealerweise SOT23??? Bei 100mA Last??? SOA?

MaWin schrieb:
> ...heissmachen... Nur Mut...
YMM:D

von Udo K. (Gast)


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Trigger schrieb:
> Hallo Leute,
>
> ich suche einen NPN (ideal in SOT23) der >=200MHz und eine Vbe(sat)
> <<0,7V hfe > 100 und min 100mA Last verträgt.
> Aktuell habe ich die (2N/MMBT/SMBT)3904. Der passt schon fast gut. Nur
> ist seine Vbe mit 650-950mV noch recht hoch. Gibt es überhaupt BJTs mit
> noch geringerer Spannung? - Nach diesen Parametern kann man nirgends so
> richtig suchen - und nach ~30 Datenblättern bin ich recht platt..
>
> Ich brauche die für eine lineare Stromregelung die in <<1µs reagieren
> muss..

Der 3904 hat eher 0.9 Volt @ 100 mA.  Du brauchst einen 
Leistungstransistor,
die verstecken sich manchmal im SOT23 Gehäuse.
Der FMMT619 liegt bei etwas unter 0.7 Volt.  Die NXP BISS Serie ist noch
etwas besser, der OnSemi NSS4020 schafft 0.65 Volt.
Echte Leistungstransistoren schaffen 0.6 Volt.
Wenn dir das nicht reicht, kannst du mehrere parallel schalten :-)
Oder eine Hilfsspannungsversorgung erfinden.

von Falk B. (falk)


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Trigger schrieb:
> Ich brauche die für eine lineare Stromregelung die in <<1µs reagieren
> muss..

Schnelle, lineare Stromquellen arbeiten nicht im Sättigungsbereich. Und 
warum meinst du, die letzten paar hundert mV einsparen zu müssen? Ist 
deine Versorgungsspannung sooo klein? Zumal die Ube nebensächlich ist, 
denn das ist ja der Steuereingang. Oder hast du einen Stromspiegel?

von Marek N. (bruderm)


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Es gab sehr wohl UHF-Transistoren in Germanium, aber darum geht es hier 
nixht.

Wenn die Schaltung mit einem 3904 läuft, dann tut sie das auch mit 
ziemlich jedem anderen Transistor. Denn der 3904 hat nur eine einzige 
besondere Eigenschaft: Er ist billig und überall verfügbar. So gut wie 
jeder andere BJT ist ihm elektrische überlegen.

Also, dürfen wir die geheimnisvolle Schaltung jetzt sehen?

von Michael U. (amiga)


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Hallo,

Harald W. schrieb:
> HildeK schrieb:
>
>>> Vbe(sat)<<0,7V
>> Du brauchst nicht weitersuchen, den gibt es nicht ...
>
> Doch, als Germaniumtransistor. Aber der schafft keine 200MHz.

Doch, schafft er, z.B. AF139, AF239...
Kann man auch noch bei ebay günstig kaufen.

Gruß aus Berlin
Michael

von Werner H. (werner45)


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Leider können die schnellen Germanen nur 10 mA verkraften...

von michael_ (Gast)


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Es gab auch andere!

Michael U. schrieb:
> Doch, schafft er, z.B. AF139, AF239...

Er will NPN, da wird es eng.

von buggy (Gast)


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Mein Valvo-Buch '69 kennt noch den AF239 mit einer ft von 650/780MHz und 
der kann ganze 15mA ;)

Ausserdem musste ich über Rth dreimal nachdenken: 0.75°/mW. Das liegt 
mit einem 4 stelligen Faktor neben aktuelleren....

zb AU103 mit 1.5°/W (haha aktueller....)

Das Valvo Buch kennt leider recht wenige und ich deshalb habe ich mir 
extra mal zwei,drei andere besorgt, aber die finde ich gerade nicht.


Wie hat man denn in den 60ern einen HF-Leistungsverstärker gebaut? z.B. 
50MHz, 1A in 50Ohm.
Sind die AF... alle nur für 10...15mA? oder fehlen meinem Buch nur die 
stärkeren?

von Trigger (Gast)


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Grob will ich den Kurzschlussstrom einer Batterie begrenzen - so um 100A 
bei einem 15S LiFePo4.
Ich brauche eine möglichst kleine Vbe Stecke, da der Shunt sonst schnell 
unangenehm groß wird, also seine Verluste.
Ich habe ähnliches auch schon mit OPs versucht, bin da aber nie auf 
einen grünen Nenner gekommen, was die Ansprechzeit angeht.
Da gibt es ein Dokument mit der beschreibung "A comparison between 
different LCL architectures
in space power systems" von Antonio Gabriele (Firma Sitael) die das 
selbe beschreibt.

Ich ziehe bei meiner Lösung mit dem NPN der über einem Shunt hängt im 
Kurzschlussfall die Gatespannung welche durch einen hochohmigen Treiber 
angelegt wird etwas weg, so das der FET in den linearen Bereich fällt. 
Als FET habe ich den PSMN4R8-100BSE ausgesucht, der ist für den linearen 
Modus gemacht worden. Ich plane nachher mehrere dieser Einheiten 
parallel zu setzten um die Qualen der FETs auf mehrere zu verteilen - 
und da jeder "Strang" seine eigene Grob-Regelung hat, sollte das auch 
(mit Streuung) gut zu bewerkstelligen sein.

Dieser "Gate-Dieb" wirkt natürlich nur ein paar µs lang - danach hätte 
ich vermutlich plasmaartige Zustände am FET :P Darum ist noch ein µC 
dabei, der per differentieller Messung die Eingangsspannung und die 
Ausgangsspannung als auch den Ausgangsstrom misst und dann per I²T und 
SOA des FETs abschaltet.

Was ich in etwa vor habe, könnte man in teilen dieser Patentschrift 
entnehmen: 
https://patentimages.storage.googleapis.com/cc/a4/0d/4fdd2ab70bcd10/WO2016147179A1.pdf 
Wobei ich echt nicht weiß, warum man normales "Engineering" patentieren 
muss. Sowas hab ich (und sicherlich auch viele andere) "früher" schon 
bei kleineren Strömen und PFETs gemacht. Ladungspumpen sind ja auch 
nichts neues mehr.

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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buggy schrieb:
> Wie hat man denn in den 60ern einen HF-Leistungsverstärker gebaut? z.B.
> 50MHz, 1A in 50Ohm.

Mit Röhren. Wobei die wenigsten Leute auf 50MHz senden wollten.

buggy schrieb:
> Sind die AF... alle nur für 10...15mA?

Jo. Die wurden für HF in Eingangs-, ZF- und Oszillatorstufen konstruiert 
und da brauchts keine hohen Ströme.
Genauso war es überflüssig, für diese Zwecke NPN-Germanium zu benutzen. 
Also gab es nur ganz wenige Ge-NPN und die sind alle für NF.

: Bearbeitet durch User
von buggy (Gast)


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Dem Mikrocontroller würde ich das nicht anvertrauen.

Ich habe soetwas ähnliches auch schon gebaut und mich hat ebenfalls der 
grosse Shunt gestört.

Also habe ich den Shunt um den Faktor 10 verkleinert (also ca. 70mV bei 
erreichen der Grenze) und dann einen nicht invertierenden OP (ganz 
einfache Grundschaltung) die Spannung um diesen Faktor wieder 
vergrössert.
Damit dann auf die Basis des Gate-Diebes.

Den SOA Schutz habe ich aber mit AD534 (oder wars AD634, nicht mehr 
sicher) Analogmultiplizierer realisiert. Ein Mikocontroller wäre mit 
ziemlicher Sicherheit zu langsam. Überprüft habe ich das aber nicht. Den 
Multiplizierer hatte ich schon da, daher war das naheliegend...

von buggy (Gast)


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@Matthias, ah gut, danke für die Infos :)

von MaWin (Gast)


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buggy schrieb:
> Wie hat man denn in den 60ern einen HF-Leistungsverstärker gebaut? z.B.
> 50MHz, 1A in 50Ohm.

Mit Röhren.

Trigger schrieb:
> Grob will ich den Kurzschlussstrom einer Batterie begrenzen - so um 100A

> Ich ziehe bei meiner Lösung mit dem NPN der über einem Shunt hängt im
> Kurzschlussfall die Gatespannung welche durch einen hochohmigen Treiber
> angelegt wird etwas weg, so das der FET in den linearen Bereich fällt.

Das ist bei 100A aber tödlich. Der muss abschalten. Und zwar 
schlagartig. Eine simple Strombegrenzungsschaltung
1
             |
2
--R--+------|I
3
     |       |S
4
     >|------+
5
    E|       |
6
     |    Rshunt
7
     |       |
8
GND -+-------+
tut es dafür also sowieso nicht, die grillt den MOSFET.

Entweder ein FlopFlop das vom uC eingeschaltdt wird und von der 
Überstromerkennung abgeschaltet
1
    +----+   |
2
----|S  Q|--|I
3
    |    |   |S
4
 +--|R   |   |
5
 |  +----+   |
6
 |           |
7
 +-----------+
8
             |
9
          Rshunt
10
             |
11
            GND
oder wie es die überstromerkennenden MOSFET Gate Treiber machen ein 
MonoFlop das nach Überstrom eine gewisse Zeit abschaltet vor dem 
nächsten Versuch.

von Trigger (Gast)


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buggy schrieb:
> Den SOA Schutz habe ich aber mit AD534 (oder wars AD634, nicht mehr
> sicher) Analogmultiplizierer realisiert.

Das klingt interessant! Hättest du ein paar mehr Infos für mich?

buggy schrieb:
> lso habe ich den Shunt um den Faktor 10 verkleinert (also ca. 70mV bei
> erreichen der Grenze) und dann einen nicht invertierenden OP (ganz
> einfache Grundschaltung) die Spannung um diesen Faktor wieder
> vergrössert.
> Damit dann auf die Basis des Gate-Diebes.

Ja, ich schrob ja, das habe ich das auch versucht, aber die OPs sind 
einfach viel zu langsam und die schwebenden Potentiale sind auch nicht 
so ganz ohne. Aber wie gesagt, da bin ich nicht der einzige, wie man aus 
dem Dokument von Sitael entnehmen kann.

von Peter D. (peda)


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Trigger schrieb:
> Grob will ich den Kurzschlussstrom einer Batterie begrenzen - so um 100A
> bei einem 15S LiFePo4.

Für sowas gibt es fertige ICs, z.B. TPS2493PW.
Die Ansprechspannung am Sensewiderstand beträgt ~25mV.

von Falk B. (falk)


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Trigger schrieb:
> Grob will ich den Kurzschlussstrom einer Batterie begrenzen - so um 100A
> bei einem 15S LiFePo4.

Das geht auch anders.

> Ich brauche eine möglichst kleine Vbe Stecke, da der Shunt sonst schnell
> unangenehm groß wird, also seine Verluste.

Nö. Das ist die Triviallösung.

> Ich habe ähnliches auch schon mit OPs versucht, bin da aber nie auf
> einen grünen Nenner gekommen, was die Ansprechzeit angeht.

Das ist dein spezifisches Problem. Man kann das schon mit einem OPV 
ausreichend schnell machen. Eigentlich reicht ein Komparator, denn als 
nix anderes soll dein Transistor arbeiten. Dann kann man auch mit einem 
kleineren Shunt arbeiten.

> Ich ziehe bei meiner Lösung mit dem NPN der über einem Shunt hängt im
> Kurzschlussfall die Gatespannung welche durch einen hochohmigen Treiber
> angelegt wird etwas weg, so das der FET in den linearen Bereich fällt.

Kein gute Idee. Wenn schon, dann hart abschalten und eine minimale 
Ausschaltzeit einhalten, vielleicht 100ms. Dann wieder einschalten.

> Als FET habe ich den PSMN4R8-100BSE ausgesucht, der ist für den linearen
> Modus gemacht worden. Ich plane nachher mehrere dieser Einheiten
> parallel zu setzten um die Qualen der FETs auf mehrere zu verteilen -

Wozu? Was bringt der Linearbetrieb mit 100A?

> Dieser "Gate-Dieb" wirkt natürlich nur ein paar µs lang - danach hätte
> ich vermutlich plasmaartige Zustände am FET :P Darum ist noch ein µC
> dabei, der per differentieller Messung die Eingangsspannung und die
> Ausgangsspannung als auch den Ausgangsstrom misst und dann per I²T und
> SOA des FETs abschaltet.

Schöner Bastlermurks.

> Wobei ich echt nicht weiß, warum man normales "Engineering" patentieren
> muss.

Weil die Kapitalisten maximalen Profit draus ziehen wollen oder einfach 
dem Mitbewerber ein Bein stellen wollen.

von Marek N. (bruderm)


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buggy schrieb:
> Wie hat man denn in den 60ern einen HF-Leistungsverstärker gebaut? z.B.
> 50MHz, 1A in 50Ohm.
> Sind die AF... alle nur für 10...15mA? oder fehlen meinem Buch nur die
> stärkeren?

Vielleicht so: http://www.zl1bjq.co.nz/qqeo6p3.html
Meines Wissens nach, wurden bis in die 80-er hinein UHF-Sender mit TWTs 
wie Klystrons etc. gebaut.

von buggy (Gast)


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Trigger schrieb:
> Das klingt interessant! Hättest du ein paar mehr Infos für mich?

Uff... Das ist glaube ich schon mehr als 20 Jahre her, Details weiss ich 
nicht mehr.

Die Schaltung arbeitet wie MaWin auch vorgeschlagen hat mit einer Art 
"Flip-Flop", was aber ganz simpel nur aus einem Transistor in 
Selbsthaltung besteht.

Der Abgriff vom Shunt knipst (verstärkt durch den OP) die Selbsthaltung 
aus, ebenso der Ausgang des Multiplizierers.
Das war ein "wired-or", welches die beiden Signale zusammenführte. Ich 
glaube mich zu errinnern, dass ich da irgendwas mit Dioden (1n4148 zum 
verodern) genommen habe, da irgendwas nicht ging/falsch lief, ohne die 
Dioden.

Abgeschaltet wird bei Überstrom, durch den Shunt erkannt, oder bei 
"Über-Leistung", errechnet aus der Spannung über dem Transistor x Strom 
durch ihn.

Der OP war Feld-Wald-Audio-Typ (würde vermuten ein NE5534 oder 
NJM/RC/.../4558) und der Multiplizierer eben ein AD534 oder 634.

Die Schaltung läuft heute noch, nur habe ich die nach 1..2 Jahren im 
Gartenhaus vergossen, da sie anfing zu rotten. Heute sieht man da nur 
noch die Kappe des Multiplizierers sowie 8stk. parallele FETs und deren 
Treier-Päärchen.

Die ersten FETs habe ich zweimal tauschen müssen (waren zuerst nur 4). 
Deshalb nur halb vergossen.
Den Typ der FETs bekomm ich nicht mal mehr ansatzweise hin, ich kann 
nachsehen wenn ich das nächste mal dort bin.
Aber ob ich drandenke.... Scheint aber auch nicht wichtig für dich zu 
sein, da du ja schon welche ausgewählt hast.
Die Parametrische Suche bei den Herstellern/Versänden hilft sicher 
schneller weiter, als auf irgend einen aus dem Internet zu warten ;)

Zusammengestellt habe ich diese Schaltung aus Appnotes und Datenblättern 
von Analog Devices. Ich glaube, die Grudlagen waren ein 
Audio-Power-Meter und ein Transistor in Selbsthaltung.

von Axel S. (a-za-z0-9)


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Trigger schrieb:
> Grob will ich den Kurzschlussstrom einer Batterie begrenzen - so um 100A
> bei einem 15S LiFePo4.
> Ich brauche eine möglichst kleine Vbe Stecke, da der Shunt sonst schnell
> unangenehm groß wird, also seine Verluste.

Anstatt deine (und schlimmer: unsere) Zeit mit der Suche nach einem 
Wunderbauteil zu verschwenden, solltest du besser deine Kenntnisse in 
analoger Schaltungstechnik vertiefen.

DC-Signale weit unterhalb der U_be kann man hervorragend mit bipolaren 
Transistoren verstärken, wenn man zwei Transistoren zu einem 
Differenzverstärker kombiniert.

> Ich habe ähnliches auch schon mit OPs versucht, bin da aber nie auf
> einen grünen Nenner gekommen, was die Ansprechzeit angeht.

Klar. Bevor man einen Marathon laufen kann, muß man erstmal den 
aufrechten Gang erlernen. Du bist anscheinend noch beim Krabbeln.

Echt mal. Keinerlei Kenntnisse in Schaltungstechnik, aber mit 100A 
hantieren wollen? So wird das nichts.

von buggy (Gast)


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Achja, die Daten ganz vergessen:

Ursprünglich gebaut um 4 parallele 120Ah Batterien zu schützen bzw die 
Verkabelung und vorallem das Holz-Haus aussenrum.
Rechnerisch eingestellt auf 75A Abschaltstrom. Mangels Messmittel konnte 
ich den tatsächlichen Strom damals nicht messen. Mein Ziel war aber 
erreicht, die Kabel schmorten nicht ab bei Kurzschluss.
Ich denke, dass da ganz erhebliche Toleranzen reinfunken und das 
irgendwo zwischen 50A und 100A auslöst.

Von dem Gerät gehe ich dann über Feinsicherungen im Bereich von 0.5A bis 
10A an die jeweiligen Verbraucher.


Ausserdem fällt mir noch ein:
In dem Telefunken Laborbuch aus irgendwann 70er-80er (blau, kleiner als 
A5, ca. 5cmm dick) und in den hellblauen Siemens-Halske Büchern (A5, ca. 
3cm dick) hatte ich auch Elektronische Sicherungen gefunden. und vor 
kurzem glaube ich im Netz auf elektronik-kompendium.

von buggy (Gast)


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Axel S. schrieb:
> Echt mal. Keinerlei Kenntnisse in Schaltungstechnik, aber mit 100A
> hantieren wollen? So wird das nichts.

Echt mal. Keinerlei Umgangsformen oder Anstand, aber mit Menschen 
hantieren wollen. So wird das nichts.

von Harald W. (wilhelms)


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Michael U. schrieb:

> Harald W. schrieb:
>>>> Vbe(sat)<<0,7V
>> Doch, als Germaniumtransistor. Aber der schafft keine 200MHz.
> Doch, schafft er, z.B. AF139, AF239...

Ich hätte doch vorher mal ins Datenblatt sehen sollen. Mea culpa.
Allerdings macht es sicherlich keinen Sinn, heutzutage neue Schal-
tungen mit derart alten Transistoren zu entwickeln.

von michael_ (Gast)


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Gibt es hier zwei Projekte?
Eins von buggy und eins von Trigger?

Beitrag #6330467 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #6330487 wurde vom Autor gelöscht.
von Joachim B. (jar)


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HildeK schrieb:
> Du brauchst nicht weitersuchen, den gibt es nicht .

echt nicht, was ist mit AF Transistoren, OK PNP aber stört doch nicht.
Es gibt keinen Grund PNP zu meiden!
https://elw-elektronik.com/Produkte/Halbleiter/Transistor/AF
AF 239 S GERMANIUM PNP UHF-V-M-700MHZ
pdf.datasheetcatalog.com/datasheet/siemens/Q60106-X239.pdf
Veb 0,3V

oder
https://www.mos-electronic-shop.de/gf-147---af-239--p-220.html

: Bearbeitet durch User
von HildeK (Gast)


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Joachim B. schrieb:
> echt nicht, was ist mit AF Transistoren, OK PNP aber stört doch nicht.

Naja, Germanium war nicht mein erster Gedanke, gebe ich zu. Auch schon 
deshalb, weil ich seit bestimmt 4 Jahrzehnten keinen mehr in der Hand 
hatte.
Dass die überhaupt noch gefertigt werden?

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Joachim B. schrieb:
> was ist mit AF Transistoren, OK PNP aber stört doch nicht.

Doch, hier taugen GE Transis nicht:

* Die Dinger kann man kaum als hochsperrend bezeichnen, der Leckstrom 
ist beträchtlich.
* Keiner kann 100mA vertragen geschweige denn steuern.
* Die Dinger (vor allem AF116/117) leiden schwer an Tin Whiskers, sie 
sind nicht neu zu bekommen und NOS taugt wg. der Tin Whiskers nicht.

Ein schneller Komparator ist hier die moderne und richtige Wahl - oder 
eben ein Durchflusssensor a là LEM oder Allegro. Für 100A sind sicher 
die LEMs eine gute Wahl und es ist kein Shunt nötig.

: Bearbeitet durch User
von Joachim B. (jar)


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Matthias S. schrieb:
> Doch, hier taugen GE Transis nicht:

OK vermutlich ist das Konzept vom TO schon broken by Design

Trigger schrieb:
> Ich brauche die für eine lineare Stromregelung die in <<1µs reagieren
> muss..

Falk B. schrieb:
> Schöner Bastlermurks.

dito und das braucht keinen NPN mit kleiner Vbe

Es geht auch mit NPN schnell und kleinen Shunts, muss halt noch etwas 
Elektronik dabei sein.

von Jörg B. (joergb2)


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Das Problem, eine schnelle Strombegrenzung/Überstromabschaltung zu 
realisieren, hatte ich auch schon mehrfach. Will man wirklich schnell 
sein, dann ist ein Bipolartransistor, den man mit der Shuntspannung 
aufsteuert, und der dann am Gate zieht, die beste Lösung. 
Reaktionszeiten von 50 ns bekommt man so hin. Beim Bipolartransistor 
sucht man nach etwa 1A, 20-60V, >200 MHz. Der braucht dann aber noch 
einen Widerstand im Emitter und vor der Basis, damit diese Regelung im 
Kurzschlussfall nicht übel zu schwingen anfängt.
Hat man etwas mehr Zeit, kann man einen Komparator nehmen, dahinter ein 
latchendes Zeitglied, und damit geht man auf den Inhibit des 
Transistortreibers. Als Komparator sollte man allerdings nicht den 
Standard-LM339 nehmen, der ist zu lahm. Eher tauglich ist sowas wie der 
MCP6561 mit 50 ns Reaktionszeit. Wenn man den Transistor für 1-10 ms 
wegschaltet, sollte das in den meisten Fällen ausreichen. 
Transistortreiber (Low side, Verzögerung 10-150 ns) finden sich viele. 
Einfach mal schauen. 250 ns Reaktionszeit sind realisierbar.
Der Shunt ist dann noch mal eine häßliche Sache zum Dimensionieren. Je 
kleiner man ihn macht, und je kleiner die Abschaltspannung dann ist, 
desto mehr Mühe muss man sich geben, die ganzen Störungen 
herauszufiltern und desto langsamer wird es. Aus dem Bauch heraus würde 
ich aber nicht unter 50 mV gehen.

von michael_ (Gast)


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Matthias S. schrieb:
> Doch, hier taugen GE Transis nicht:
>
> * Die Dinger kann man kaum als hochsperrend bezeichnen, der Leckstrom
> ist beträchtlich.

Interessiert hier nicht.

> * Keiner kann 100mA vertragen geschweige denn steuern.

Schau dich mal in den Russen-Datenblättern um.

> * Die Dinger (vor allem AF116/117) leiden schwer an Tin Whiskers, sie
> sind nicht neu zu bekommen und NOS taugt wg. der Tin Whiskers nicht.

Hast du noch mehr Horror-Geschichten?

Joachim B. schrieb:
> HildeK schrieb:
>> Du brauchst nicht weitersuchen, den gibt es nicht .
>
> echt nicht, was ist mit AF Transistoren, OK PNP aber stört doch nicht.
> Es gibt keinen Grund PNP zu meiden!

Meinst du NPN zu meiden?

Das frag ich mich auch.
Der TO hat keinen blassen Dunst von Elektronik.

von Joachim B. (jar)


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michael_ schrieb:
> Meinst du NPN zu meiden?

oder so, er sucht ja NPN also meidet er PNP

und ich antworte, es gibt keinen Grund PNP zu meiden, sowie es keinen 
Grund gibt NPN zu meiden und auch keinen Grund gibt das die Vbe stört!

Es gehört "nur"

Joachim B. schrieb:
> muss halt noch etwas
> Elektronik dabei sein.

michael_ schrieb:
> Der TO hat keinen blassen Dunst von Elektronik.

das muss ich auch denken wie auch Andere!

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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michael_ schrieb:
>> * Keiner kann 100mA vertragen geschweige denn steuern.
>
> Schau dich mal in den Russen-Datenblättern um.

Erstens haben wir hier von der AF Serie geredet und zweitens würde ich 
sicher niemals irgendwelche Transistoren aus Russland verbauen. Ich 
denke mal, das das für den TE auch gilt.
Sicher weiss ich, das es z.B. AC und AD Transistoren mit 100mA und mehr 
Kollektorstrom gibt, aber davon ist nicht die Rede gewesen. Überhaupt 
ist die Diskussion um Ge-Transistoren sinnlos und eine Schnapsidee von 
einem der oberen Beiträge gewesen.

michael_ schrieb:
>> * Die Dinger (vor allem AF116/117) leiden schwer an Tin Whiskers, sie
>> sind nicht neu zu bekommen und NOS taugt wg. der Tin Whiskers nicht.
>
> Hast du noch mehr Horror-Geschichten?

Kein Horror, sondern Realität. Google mal nach AF117...

von Peter D. (peda)


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Jörg B. schrieb:
> Der Shunt ist dann noch mal eine häßliche Sache zum Dimensionieren. Je
> kleiner man ihn macht, und je kleiner die Abschaltspannung dann ist,
> desto mehr Mühe muss man sich geben, die ganzen Störungen
> herauszufiltern und desto langsamer wird es.

Für die oben genannten Überwachungs-ICs ist das egal. Diese ICs benutzen 
4-Leiteranschluß, d.h. haben 2 Senseingänge. Damit sind wenige mV 
überhaupt kein Problem.
Praktisch ist auch, daß man gleich einen Ausgang für die Strommessung 
hat.

: Bearbeitet durch User
von Marek N. (bruderm)


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Matthias S. schrieb:
> würde ich
> sicher niemals irgendwelche Transistoren aus Russland verbauen.

Warum???

von Axel S. (a-za-z0-9)


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Leute, dieser Thread ist dermaßen albern. Ichr schlagt euch hier die 
Köppe ein beim Vergleich irgendwelcher Uralt-Germanen ohne auch nur 
einmal darüber nachzudenken, ob die Frage des TE nach so einem 
Transistor überhaupt sinnvoll ist.

Tip: ist sie nicht.

Man muß die Überstromerkennung beileibe nicht so aufbauen, daß man mit 
einem einzelnen Transistor die Spannung am Shunt auswertet und beim 
Erreichen von U_be abregelt bzw. abschaltet.

Wenn man nicht gleich zu einen geeigneten Spezial-IC oder einem 
schnellen Komparator greifen will, reicht es auch, einfach zwei 
Transistoren zu verwenden. Eine Anregung liefert die Schaltung im 
Beitrag "Re: Konstantstromquelle weniger als 0,5V Spannungsabfall"

Die kann man wahlweise als Stromspiegel mit Nachbrenner ansehen. Oder 
als Differenzverstärker, der aber nicht an den Basen, sondern an den 
Emittern gesteuert wird. Im Beispiel wird die Spannung am Shunt auf 50mV 
geregelt. Bei 100A gibt das zwar immer noch 5W, aber das erscheint mir 
zumindest handhabbar. Besser als die 70W bei 0.7V allemal. Wenn die 
Schaltung nicht schnell genug sein sollte, kann man den rechten 
Transistor des Stromspiegels auch in eine Kaskode einfügen. Dann hat er 
eine konstante U_ce und parasitäre Kapazitäten fallen raus.

von Sven S. (schrecklicher_sven)


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Axel S. schrieb:
> reicht es auch, einfach zwei
> Transistoren zu verwenden...

Bleibt noch die Frage, ob das auch mit russischen 
PNP-Germaniumtransistoren geht.

von Oldschool (Gast)


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Also früher war ja der OC612 und OC614 mein Favorit.

von michael_ (Gast)


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Axel S. schrieb:
> Leute, dieser Thread ist dermaßen albern. Ichr schlagt euch hier die
> Köppe ein beim Vergleich irgendwelcher Uralt-Germanen ohne auch nur
> einmal darüber nachzudenken, ob die Frage des TE nach so einem
> Transistor überhaupt sinnvoll ist.
>
> Tip: ist sie nicht.

Wo du Recht hast, hast du Recht!

von Joachim B. (jar)


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Axel S. schrieb:
> ob die Frage des TE nach so einem
> Transistor überhaupt sinnvoll ist.
>
> Tip: ist sie nicht.

michael_ schrieb:
> Wo du Recht hast, hast du Recht!

hihi es wurde alles gesagt, nur noch nicht von Jedem :)

von Harald W. (wilhelms)


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Matthias S. schrieb:

> zweitens würde ich sicher niemals irgendwelche Transistoren aus
> Russland verbauen.

Genau. In denen werden nämlich kleine Spionagesender versteckt. :-)

von Mark S. (voltwide)


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Harald W. schrieb:
> Matthias S. schrieb:
>
>> zweitens würde ich sicher niemals irgendwelche Transistoren aus
>> Russland verbauen.
>
> Genau. In denen werden nämlich kleine Spionagesender versteckt. :-)

Ja, und zwar noch in guter alter Röhrentechnik!

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