Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Netto Taschenradio TR150USBMP3-Idee mit Infrarot ?


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von Siggi (Gast)


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Hallo Leute,
Ich habe hier kürzlich mal etwas zum Thema Taschenradio TR120
 nachrüsten mit Infrarot Fernbedienung nachzurüsten, gelesen. Ich hab so 
ein Radio, was es bei Netto für nur 12,95€ zu kaufen gab. Da mir gerade 
das Radio zufällig in die Hände fiel, dachte ich, ich frage hier mal 
dazu etwas nach.

Offenbar ist der ursprüngliche Beitrag aber weg, oder  ist gelöscht 
worden?.

Also, ich fand diese Idee mit der Fernbedienung interessant, nur weiß 
ich nicht mehr, wie derjenige das bewerkstelligt hat. Der Controller, 
der in besagtem Taschenradio verbaut ist, scheint einer aus der 8052er 
uC-Reihe zu sein, aber da ich keine Applikation dazu finde, wo man denn 
den Infrarotempfänger anschließen muss, wollte ich hier mal nachfragen, 
ob das jemand schon mal nachgebaut hat. Funktioniert das denn überhaupt? 
Kann ich mir nicht wirklich vorstellen, denn dazu müßte der Controller 
ja eine Programmierung dafür bekommen haben. Oder liege ich hiermit 
falsch?  Was mich in diesem Zusammenhang auch interessiert, ist, ob es 
irgendwo dazu ein Vorführvideo und einen Schaltplan dazu gibt.

Also, mein Radio hat ja nur die 6 Tasten, und das ist ja auch ok, aber 
wenn man das Radio aufmotzen kann, dann würde ich dank eurer Hilfe das 
mal probieren. Weiß hier jemand, wo und wie man das aufbaut?

Soweit mir noch im Gedächtnis geblieben ist, war das wohl ganz einfach, 
aber da der Beitrag nicht auffindbar ist, kann mir hier jemand bestimmt 
helfen.

Ich hab sowas änliches vor 1 Jahr mal mit einem Würfel probiert, dort 
funktionierte das sogar. Aber der existiert nicht mehr, weil das Teil 
durch einen geplatzten Akku unreperabel zerstört wurde. Mir würde schon 
helfen, wenn mir jemand hier schreiben könnte, wo man den 
Infrarotempfänger anschließen muss und welche Fernbedienung dazu 
geeignet ist.

Achja, was mir hierzu noch im Gedächtnis blieb: Im ehemaligen Beitrag 
stand etwas davon, dass man hier jeden beliebigen Infrarotempfänger aus 
Altgeräten verwenden könne, oder hab ich das falsch gelesen? Das wäre ja 
ideal, so spart man sich ja einiges an Teilebeschaffung.


Danke euch schon mal und wünsche einen schönen Abend noch.

Gruß Siggi aus Eutin

von Bernd D. (Firma: ☣ ⍵ ☣) (bernd_d56) Benutzerseite


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von Siggi (Gast)


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Bernd D. schrieb:
> Beitrag "TR120/TR150 "Soundmaster" mit IR nachrüsten"

oh, danke.. hab das nicht gefunden.. Super.

von Siggi (Gast)


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Habe das gleich ausprobiert, und muss sagen, das geht wirklich! Musste 
zwar einen SAT Reciever schlachten, wegen des Infrarot-Empfängers, aber 
da der eh noch analog war, war das kein Hindernis. Hatte ja keinen 
einzelnen herumliegen. Der erste Test des damit aufgemotzten Kleinradios 
kann sich begeisternder Weise sehen lassen. Es funktioniert genau so, 
wie im Ursprungsbeitrag beschrieben.

Jetzt kann ich das Radio auch fernbedienen, obwohl zwar die 
Tastenbelegung nicht ganz übereinstimmt, aber die nötigen Funktionen für 
die Lautstärke, Sendersuchlauf, Mp3-Wiedergabe mit Spulmöglichkeit im 
Titel, sowie die Direkteingabe einer Titelnummer bzw. Radiofrequenz und 
Senderplätze klappt prima.

Also war der Beitrag doch nicht ganz umdonst. Man lernt sogar hier etwas 
dazu.

Und wenn das beim nächsten Würfel genauso gut klappt, dann hat sowas 
wohl einen Daumem hoch verdient. Die Chinesen können vermutlich sowas 
nicht mal so herstellen, wo es doch ein solches Kleingerät unterstützt. 
Und in einem BT-Lautsprecher von Technaxx war das sogar vorgesehen, nur 
haben die den Infrarot Empfänger und die Fernbedienung dazu einfach 
weggelassen.  Dort musste ich ja nicht mal fummeln, sondern nur einen 
passenden Empfänger auflöten.  Die Markierung auf der Leiterplatte war 
ja schon vorhanden. Fertig.  Und siehe da, das geht mit einer 
Mini-Fernbedienung von einem MP3-USB-Modul sogar 1:1 Tasten mit 
zusätzlichen Funktionen wie Equalicer, 
Play,Stop,Mode,Lautstärke,Titeldirektwahl,Sendersuchlauf usw. Das hab 
ich nämlich damals aus dem Ursprungsbeitrag entnommen, und wollte das 
ursprünglich auf eine JBL-Boombox anwenden. Leider haben diese 
Boomlautsprecher aber keine eigene USB-Playerfunktion, sondern nur über 
Bluetooth oder Line-In. Deshalb war das dort nicht nachbausicher 
anwendbar und somit das Thema erst mal vom Tisch.

Prima wäre in dem Zusammenhang noch, zu erfahren, ob das auch bei den 
unzähligen Sondbars geht, die im.Original keine Fernbedienung haben. Ich 
habe so eine von Blaupunkt, und weil die so großist und fest an der Wand 
verschraubt, ist das lästig, das Gerät immer nur mit den Gerätetasten zu 
steuern. Vom Sessel aus wäre da vorteilhafter.

Denn solche Geräteaufwertung ist ja offensichtlich ohne Probleme zu 
bewerksteligen.

Eines habe ich hier noch nicht erwähnt: Wer das hier nachbastelt, und 
keine passend Fernbedienung hat, dem kann ich entweder empfehlen, sich 
die im Ursprungsbeitrag erwähne Fernbedienung bei Amazon oder Ebay zu 
bestellen, die gibts da einzeln oder im 5er oder 10er Pack für  nur 
0,99€/Stück. Und als anderen Tip noch: Auch die änlich aussehenden 
Mini-Fernbedienungen zu den LED-Streifen (bei Obi und anderswo), 
funktionieren sogar. Denn eine solche habe ich mal ausprobiert. 
Entsprechend der Tastenanordnung beschriftet etikettiert, ist das dazu 
passend. Auch gibts beim schwarzen Netto ein 3 er RGB-LED-Lampenset incl 
Fernbedienung für nur 3,90€/Set. Auch diese funktioniert zur Bedienung 
von Würfel und Taschenradio.

Mein 2. Radio - der erwähnte große Bruder, das TR150, wird jetzt gleich 
im Anschluss auch damit aufgerüstet. Denn das soll ja da auch 
funktionieren.

Zu guter Letzt hier noch ein Tip: Sobald ich das andre Radio fertig 
aufgerüstet habe, schicke ich hier mal ein Schaltbild und ein Video 
dazu, wie das in einzelnen Umrüstschritten gemacht wurde, und wie das 
danach dann praxistechnisch funktioniert. Interesse hatte  ja hier noch 
jemand.

Ein Teil ist bereits aufgenommen, muss dann nur noch zusammengefügt 
werden.

Für Interessenten hier noch die getesteten Geräte, wo diese Aufr7stung 
sicher funktioniert.:

> Technaxx mobile USB-SD-Lautsprecher
> Soundmaster TR 120/TR 150 (Kaida, Intersoom,  JOC-USB, JRC-138REC, TR2006MP3, 
als baugleiche Modelle, nur mit anderen Stempelmarken,
> sowie Bassrollen und Basswürfel von Technaxx, JayTech, Rencforce aus der 
SB-101-Baureihe, die es u.a. bei Conrad, Pollin, Sparkfun gibrt.

Alle diese Gerätetypen besitzen intern einen 48-Pin Microcontroller von 
Jotrin oder JT, mit dem Suffix ACxxxx oder AUxxxx. Dort ist meist der 
Pin 13 oder Pin 20, oder Pin 32 oder Pin36, oder Pin 40 der 
Infrarot-Pin. Das kann man ganz  leicht herausfinden, indem man an einen 
dieser Pins einen normalen Infrarotsignalempfänger ob 36 khz, 38 khz 
oder andere, spielt hier offensichtlich keine Rolle, denn eigens 
probiert habe ich verschiedenste von Sony, Sanyo, Philips, Matsui u.ä. 
Ohne vorher zu wissen, auf welcher Frequenz welche arbeiten. anschliesst 
und eine der möglichen Minifernbedienungen testet.

>  In den  Würfeln von Technaxx oder JayTech am AU6850/6860 der Pin 32 der 
Infrarot-Pin. Das als kleine Hilfe nebenbei.
> Beim TR120 und TR 150 ist es Pin 13. Auch  in einigen anderen 
Creative-Basslautsprechern ist ein AC 1222 bis AC1229 verbaut, der hier den IR-Pin 
13 benutzt. Das ist mehrfach getestet in verschiedenen Modellen.

Bis demnächst.

: Wiederhergestellt durch Moderator
von Siggi (Gast)


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Was ich noch vergessen habe, zu diesem Them hier, ist die Tatsache, dass 
ich anhand mir bisher unbekannter Geräte, nach Vorliegen von Kompletten 
Schalplänen zu solchen Geräten herausgefunden habe, dass es noch eine 
Möglichkeit gibt, solche Geräte mit Fernbedienung aufzuwerten, wo der 
Infrarot-Pin nicht am Controller eindeutig idendifiziert werden kann. 
Dazu verhilft folgender Trick:

> Am ADKEY-Pin parallel zu den einzelnen Bedientasten, legt man hier in Reihe 
einen 270 k Widerstand an den Infrarotempfänger-Pin 1 (Ausgang), und testet hier 
dann eine Minifernbedienung. Dazu habe ich mehrere Versuche an verschiedenen 
Geräten nach diesen erwähnten Schaltungsvorlagen gemacht, und das funktioniert 
sogar fast immer. Möglicherweise sind nur dann nicht alle Zusatzfunktionen 
verwendbar, aber die Wiedergabesteuerung, Standby, Mode und Zifferntastatur 
arbeitet auch 1:1..

Als allgemeine Information zum Thema Infrarotempfänger :
>Hier muss aber beachtet werden, daß es bei diesen Mobilplayern Einschränkungen in 
der Versorgung des Infrarotempfängers  mit 3,3Volt  gibt.

>Auch ein 5 Volt-Typ geht hier schon recht gut, allerdings ist dann die Reichweite 
unterhalb  4-6 m.

> Ein 3,3 Volt-Infrarotempfänger dagegen erzielt hier erstaunlicherweise  bei 
frischer Fernbedienungsbatterie bis zu 10-12 m.

Also das wollte ich noch noch ergänzen zum Thema.

: Wiederhergestellt durch Moderator
Beitrag #6348227 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Peter, K. Landau (Gast)


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Hallo Siggi,

also ich hab das auch testen können. Aber bei mir ging das nur am 
Adkey-Pin, wie du beschrieben hast, nur mit einem 220 KO statt 270 KO 
Widerstand. Die Reichweite ist ok, aber ist aufgefallen, dass dann die 
Play und 0 Taste am Gerät was andres macht, als vorgesehen. Hier hab ich 
was geändert: Den 22KO Widerstand von der VDD zum Adkey-Widerstand auf 
10 KO reduziert und siehe da, alles bfunktioniert bestens. Benutzen tue 
ich eine TV-Fernbedienung von JayTech, da geht sogar alles 1:1 mit der 
Stummschaltung, und die Source-Taste schaltet im MPU um auf die andren 
Quellen wie USB oder Bluetooth..

Was ich dazu fragen wollte: Wie kann man denn statt Dauerplus vom Akku 
über 120 KO (kommt vom Akku, danach in Reihe zur Masse liegt noch ein 
100 KO Widerstand), der Knotenpunkt beider Widerstände geht direkt an 
einem MPU-Pin,  verhindern, dass sich der Akku deshalb nicht entlädt? 
Weil, wenn der Akku leer ist, sind auch alle eingestellten Senderplätze 
vom Radioteil weg. Solange der Akku noch genug Spannung hat, und das 
Gerät selbst auch ausgeschaltet ist, ist der durch diese beiden 
genannten Widerstände nämlich wieder schnell leer. Werden die aber 
entfernt, hält der Senderspeicher und eingestellte Lautstärke auch 
nicht. Also muss der Pin am MPU Dauerversorgung bekommen, was aber den 
Akku zeitnah leert.

Ein Goldcap hilft nur auch nicht weiter, der ist sofort wieder leer und 
das beschriebene Speicherproblem ist wieder da.

Kann man das irgendwie anders lösen, damit die Voreinstellungen auch 
ohne Dauerversorgung erhalten bleiben. Wenn ich den 2. Widerstand gegen 
Masse wegnehme, bekommt dann der MPU zuviel Spannung? Denn im Original 
liegen an diesem Knoten ca 1/2 VDD an, also etwa 2V bei vollem Akku. 
Wenn der Widerstand 100 KO nach Masse nur entfernt wird, um diesen 
"Kurzschluss im weitesten Sinne" zu lösen, kann hier der MPU dann 
Schaden nehmen? Weil: Platz für einen 2. Akku ist keiner, der dann nur 
dafür zuständig wäre und auch kleiner ausfallen würde, nur eben um den 
Hauptakku nicht ungewollt zwangsentladen wird?

Mir war mal etwas vor längerer Zeit änlich dieses Problems bekannt 
geworden. Da fehlte nur der EEPROM 24C02, der mit SCLK und SDATA mit der 
MPU verbunden werden musste, so blieben dann automatiscj auch alle 
Voreinstellungen selbst bei Akku leer, erhalten.

Verbaut ist ein AC1914 - das steht auf dem  48 QFP MPU.

Wo da die beiden I2C Anschlüsse sind, weiß ich aber nicht. Gibts hierzu 
irgendwo Unterlagen? Das wäre genial, weil sonst ohne einer Lösung des 
Speichererhaltes bei Akku leer eine andere Lösung her muss. nur wie?

Ich danle schon mal vorab fur deine Tipps.

Grüße Peter K., Landau/Isar

: Wiederhergestellt durch Moderator
Beitrag #6374458 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #6374708 wurde von einem Moderator gelöscht.
von W.S. (Gast)


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DUSTASI schrieb im Beitrag #6374458:
> Stempelei der MCU's, die allesamt immer mit
> AC12xx beginnen, diese gibts aber lt. Internet garnicht

Tja, es ist eben so: wenn man was sucht und partout nicht findet, dann 
kann dem einen oder anderen schon mal der völlig sinnlose Wutausbruch 
kommen.

Aber das hilft auch bloß nicht.

An solchen Beispielen sieht man deutlich, wie wichtig es ist, 
Informationen in offenen Foren auszutauschen. Sowas wird auch von den 
Suchmaschinen gefunden und hilft dann irgendwann später auch denjenigen, 
die danach suchen.

In solchen Fällen sollte man nicht ausrasten, sondern ein ordentliches 
Bild des Chips posten. Vielleicht erkennt dann jemand anderes das Logo 
des Herstellers oder so.

W.S.

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