Forum: Offtopic Online-Shopping - Wieso wollen sie mein Geld nicht?


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von D. C. (gnd)


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Servus,

ich habe einfach kein Bock mehr auf Online-Shopping!
Ich habe Geld und will es in Deutschland und Europa ausgeben, aber ich 
habe keine Zeit stundenlang auf den besch*ssenen Websiten von reichelt, 
völkner und tme suchen zu müssen.
Die Suchfunktionen sind kompletter Müll außer man hat direkt schon die 
Herstellernummer parat. Die Kategorisierung ist auch absolut unlogisch 
und es werden Begriffe verwendet auf die man gar nicht kommen würde.
Die Filter sind völlig absurd, damit hat man eigentlich keine Chance das 
zu finden was man sucht, da ein und die selbe Eigenschaft unter zig 
Bezeichnungen zu finden ist.
Die Webseiten sind völlig überladen und langsam beim suchen und laden.
Die mobilen Seiten fürs Smartphone sind nicht bedienbar.
Artikelbeschreibungen sind entweder zu kurz und die Hälfte fehlt (z.B. 
was ist im Lieferumfang enthalten) oder zu lang und ganze Romane werden 
verfasst um zu beschreiben was der schnöde Ethernet-Switch alles kann.
Datenblätter fehlen fast immer wenn man sie braucht.
Bilder sind schlecht aufgelöst, fehlen oder zeigen mehr als im 
Lieferumfang mit drin ist.

Man könnte meinen sie wollen kein Geld verdienen. Haben die denn keinen 
Bastler in der ganzen Firma der mal die Webseite testet?

Manchmal denke ich dann, man müsste eine Alternative etablieren, ein 
Online-Shop von Bastlern für Bastler. Mit richtigen Filtern einer 
performanten Webseite und zu jedem Artikel ausreichend Daten. Also 
Fotos, 3D Modelle, Datenblätter und alle notwendigen Angaben. Und die 
Qualität des Artikels prüfen. Zum Bespiel: eine ESD Matte 
(reichelt/velleman) stank dermaßen, dass meine ganze Wohnung 
kontaminiert war obwohl die Matte auf dem Balkon lag. Sowas würde ich 
weder dem Lageristen noch dem Kunden zumuten.

Habt ich auch einen Bedarf an einem guten Online-Shop bzw. kennt ihr 
Gute? Geht euch das auch alles so auf die Nerven?

von Cyblord -. (cyblord)


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In Bezug auf elektronische Bauelemente gebe ich dir 100% recht. Es gibt 
keine guten Händler dafür in D. Aber was solls? Es gibt Mouser und 
Digikey und die verhalten sich astrein gegenüber Privatkunden. Natürlich 
hat man den Mindestbestellwert ab dem die Versandkosten wegfallen. Das 
ist bei den Versandkosten obligatorisch. Aber danach? Ist ja sogar 
Verzollung und alles komplett mit drin. Und die Lieferung erfolgt 
schnell, meist innerhalb von 3 AT. Ich weine da deutschen Distris keine 
Träne hinterher und sehe auch keinen Bedarf für einen Bastler-Shop. Der 
hätte das gleiche Problem wie tme und co. Man braucht nun mal die volle 
Auswahl und die gut gepflegten Kategorien und Filter. Und das können nur 
große Distris bieten. Kein Bastlershop kann das.

von Percy N. (vox_bovi)


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D. C. schrieb:
> Bilder sind schlecht aufgelöst, fehlen oder zeigen mehr als im
> Lieferumfang mit drin ist.

Letzteres sollte eigentlich als "Serviervorschlag" gekennzeichnet sein. 
;-)

von Klaus B. (butzo)


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D. C. schrieb:
> Servus,
>
> ich habe einfach kein Bock mehr auf Online-Shopping!
> Ich habe Geld und will es in Deutschland und Europa ausgeben, aber ich
> habe keine Zeit stundenlang auf den besch*ssenen Websiten von reichelt,
> völkner und tme suchen zu müssen.
Blätter halt im gelben Bürklin Katalog.

> Die Suchfunktionen sind kompletter Müll außer man hat direkt schon die
> Herstellernummer parat.
Google?
Händler sind halt Händler und keine Vermögensberater die per Stundensatz 
den Aufwand abrechnen.

Immer diese Deutschen mit ihren Sonderlocken,
einfach die BOM aus dem Reference Kit des Hersteller samt 
Projektrabatten nehmen und initial 1 Mio Teile in China fertigen lassen.

> Man könnte meinen sie wollen kein Geld verdienen. Haben die denn keinen
> Bastler in der ganzen Firma der mal die Webseite testet?
Im Gegenteil, mit Bastlern ist kein Geld zu verdienen, ich bin
froh wenn es noch Hersteller gibt die Muster an "Hobbyist" herausgeben.

> Geht euch das auch alles so auf die Nerven?
Im Gegenteil,
für Elektronik ist die absolut beste Zeit: JETZT!

Datenblätter ein Mausklick weit weg, Teile vom ganzen Globus in sechs 
Wochen auf dem Tisch und Kurse von Unis aller Länder problemlos zu 
geniessen.


Butzo

von Cyblord -. (cyblord)


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>> Die Suchfunktionen sind kompletter Müll außer man hat direkt schon die
>> Herstellernummer parat.
> Google?
> Händler sind halt Händler und keine Vermögensberater die per Stundensatz
> den Aufwand abrechnen.

Nun andere Distris zeigen ja wie es besser geht.

> Immer diese Deutschen mit ihren Sonderlocken,

Darum gehts ja. Ausländische Shops können es besser.

> Im Gegenteil, mit Bastlern ist kein Geld zu verdienen, ich bin
> froh wenn es noch Hersteller gibt die Muster an "Hobbyist" herausgeben.

Genau darum kann man in D nicht mehr gescheit als Bastler einkaufen. 
Darum genau gehts hier.

von Helwein V. (forgoden)


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Interessanter wäre die Frage ob hier jemand weiss wie Google/Ebay 
Suchmaschine funktioniert? Wie sieht der Code aus? Wie funktioniert der 
Suchalgorithmus? Ist der Code komplex geschrieben? Diesen Code muss man 
dann an den Onlineshop-Händlern verkaufen.

: Bearbeitet durch User
von Sven S. (schrecklicher_sven)


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Klaus B. schrieb:
> Blätter halt im gelben Bürklin Katalog.

Von 2016. Das war der letzte seiner Art.

von Jack V. (jackv)


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Shopsoftware ist das Eine. Parametrische Suche ist nicht zu aufwendig in 
der Umsetzung. Aber: bei ’nem Bestand von mehreren 10k verschiedenen 
Artikeln fällt der Aufwand, die für die Software passend zu erfassen, 
schon sehr ins Gewicht. Ich habe mal beim Aufziehen eines sehr viel 
kleineren Shops mit einem Sortiment von weniger als 100 Artikeln 
mitgewirkt, und trotzdem hat das Erfassen des Bestandes die meiste Zeit 
in Anspruch genommen. Selbst, wenn, sagen wir, Reic​helt nun hingeht, 
und zehn Leute drauf ansetzt, würde das vermutlich Jahre dauern. Und die 
Leute wollen bezahlt werden.

Aber ja: der Onlineshop von R​eichelt ist ein herausragendes schlechtes 
Beispiel – auch abseits der Suchfunktion. Das ginge schon erheblich 
besser, ohne die Daten auch nur anzurühren – womit die Kosten und die 
potentiellen Probleme überschaubar bleiben dürften. Keine Ahnung, warum 
sie ihren Kunden sowas zumuten.

: Bearbeitet durch User
von Rolf B. (falker)


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Der Thread ist wirklich unheimlich wichtig im Mikrocontroller.net?

Ich glaube es nicht, über was man(n) echauffieren kann.

von Jack V. (jackv)


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Rolf B. schrieb:
> Ich glaube es nicht, über was man(n) echauffieren kann.

Du meinst, man solle lieber „das Maul halten und nehmen, was einem 
angeboten wird“, um’s salopp auszudrücken? Ich meine: nein.

von Rolf B. (falker)


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ich meine auch nein, nur muß das hier breitgetreten werden, jeder hat 
doch die Möglichkeit sich zu wehren, wo auch immer. Aber deswegen hier 
einen Thread zu öffnen halte ich für unpassend und überflüssig.

von Jack V. (jackv)


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Andersrum: du kannst den Leuten schreiben, dass ihre Shopsoftware 
grottig ist – der Supportmitarbeiter wird das lesen, löschen, und mit 
dem weitermachen, womit er gerade beschäftigt war – außer ihm und dir 
weiß keiner davon, und er sagt’s nicht weiter.

Oder du kannst öffentlich drauf hinweisen, andere könnten zustimmen, und 
wieder andere könnte das animieren, sich den genannten Alternativen 
zuzuwenden – das baut möglicherweise dann doch noch den notwendigen 
Druck auf, da zumindest die gröbsten Probleme zu anzugehen, bzw. sorgt 
vielleicht überhaupt erst dafür, dass die Probleme an Stellen bekannt 
werden, die etwas dagegen tun könnten.

Solche Threads sind halt die zweite Variante, und daher imho schon 
sinnvoll.

von Gerald B. (gerald_b)


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Komisch, ich habe früher beim blauen Claus und in Sande bestellt und tue 
es jetzt bei TME, Digikey und bei Aliexpress.
Letzterer ist die größte Herausforderung, was zu finden, will ich 
meinen. Weil man nie weiß, ob man deutsch, englisch, oder was der 
Chinese dafür hält, suchen soll.
Und in China was kaufen, ist wie beim Ferengi was kaufen ;-)
Bei einem neuen Shop ist es auch mal schön, einfach zu stöbern. Danach 
weiß man dann halbwegs, wie die Shopsoftware tickt.
Und wenn ich ein Datenblatt vermisse, suche ich beim Hersteller, oder 
bei Google.
Ich bin sehr zufrieden, so wie es ist.
Hast du in den Achtzigern gebastelt?
Da brauchte man fast die Spürnase eines Kriminalisten. Bauteile hatte 
kein Shop alles und wenn, dann hatte er nicht den besten Preis. 
Datenblätter gab's für privat nicht, oder die Ausdrucke kosteten was 
oder du durftest dir für 20 Mark Datenblattsammlungen in Buchform, oder 
auf CD kaufen. Ob das Gewünschte wirklich dabei war, war trotzdem 
fraglich. Dagegen haben wir jetzt paradiesische Zustände.
Der neue TME Auftritt ist allerdings schnarchlangsam. Ich komme mir vor, 
wie zu Modemzeiten.

von Michael B. (laberkopp)


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D. C. schrieb:
> Man könnte meinen sie wollen kein Geld verdienen.

Das machte Conrad ja erfolgreich vor.

Eine WebSeite zum Davonlaufen, grottenlangsam, mit viel zu vielen 
Suchergebnissen dank 'oder' statt 'und', und nutzlosen Attributen (Farbe 
bei Widerständen statt Wert).

Zuerst schloss man cXtrem, dann Digitalo, inzwischen schreibt wohl ganz 
Conrad Verluste und verkauft praktisch keine Elektronikteile mehr an 
Privatkunden.

Beitrag "Hört Conrad mit dem Verkaufen von Bauteilen auf?"
https://www.channelpartner.de/a/die-verwirrende-online-aufstellung-von-conrad,2621892
https://www.welt.de/wirtschaft/bilanz/article166099168/Der-oberpfaelzer-Elektronikhaendler-soll-verkauft-werden.html
https://www.channelpartner.de/a/conrad-rutscht-in-die-roten-zahlen,3337382

Ein Lehrbeispiel wie man eine Marke ruiniert, viele Filialen schliessen 
ja auch nachdem ihre Mitarbeiter durch Dummköpfe ersetzt wurden.

Die Web Designer von Conrad scheinen nun bei Pollin tatkräftig an deren 
Untergang zu arbeiten, deren WebSeite lässt meinen Prozesserlüfter mehr 
röhren als das heftigste Computerspiel.

Und den Untergang von Reichelt hat Dätwyler eingeleitet, mit 
regelmässigen Preissteigerungen in einer Branche in der die Preise 
eigentlich ständig sinken.

Macht nichts, mit TME und Mouser und DigiKey gibt es neben all den 
chinesischen Händlern (weltweiter Standortvorteil: günstiges Porto) mehr 
als genug bessere Konkurrenz. Ein Versender muss nicht im Inland sitzen.

: Bearbeitet durch User
von A. N. (bastelmaniac)


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Michael B. schrieb:
> Ein Versender muss nicht im Inland sitzen.

Bis dann wer irgendjemandem irgendwann irgendwo ein Handelsembargo, 
exorbitante Zölle usw. aufdrückt.

Gerade in der EU machen wir ja bereits den ersten Schritt mit der 
Aufhebung der Zollfreigrenze ab 2021.

Ansonsten stimme ich zu. Es ist ein Trauerspiel was in Deutschland und 
EU abgeht bezgl. "High Tech" für die breite Masse.

von Klaus B. (butzo)


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Sven S. schrieb:
> Klaus B. schrieb:
>> Blätter halt im gelben Bürklin Katalog.
>
> Von 2016. Das war der letzte seiner Art.
Upps,
die Zeiten ändern sich, gibts wenigstens noch was als PDF?


Butzo

von Klaus B. (butzo)


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A. N. schrieb:

> Gerade in der EU machen wir ja bereits den ersten Schritt mit der
> Aufhebung der Zollfreigrenze ab 2021.
Mal sehen wie der Zoll die Masse bewältigt.

> Ansonsten stimme ich zu. Es ist ein Trauerspiel was in Deutschland und
> EU abgeht bezgl. "High Tech" für die breite Masse.
In Summe das Ergebnis von 40 Jahren Vollkaskomentalität der Bevölkerung.

Wie konnten wir nur ohne Produkthaftung, CE Kennzeichung, RoHS, WEE,
Mülltrennung 200 weiteren Verordnungen überleben?


Butzo

von Tom K. (nextcc)


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Michael B. schrieb:
> Eine WebSeite zum Davonlaufen, grottenlangsam, mit viel zu vielen
> Suchergebnissen dank 'oder' statt 'und', und nutzlosen Attributen (Farbe
> bei Widerständen statt Wert).

Falsche Website erwischt oder Fakenews?
Ich kann bei Conrad schon nach Wert, Belastbarkeit und Toleranz filtern:
https://www.conrad.de/de/o/metallschicht-widerstaende-0241230.html
Nach Farbe eher nicht...

Michael B. schrieb:
> Die Web Designer von Conrad scheinen nun bei Pollin tatkräftig an deren
> Untergang zu arbeiten, deren WebSeite lässt meinen Prozesserlüfter mehr
> röhren als das heftigste Computerspiel.

Was mag das nur für ein Computer sein? Sicher daß nicht irgend ein 
Chrypto-Miner im Hintergrund schürft? :-)
Die Pollin Seite läuft selbst auf einem 10 Jahre(?) alten Core2 hier in 
der Werkstatt absolut Problem- und Geräuschlos. TabS6 hat keine Lüfter 
und kann die Seite sogar mit Batteriestrom anzeigen! ;-)

Michael B. schrieb:
> Macht nichts, mit TME und Mouser und DigiKey gibt es neben all den
> chinesischen Händlern (weltweiter Standortvorteil: günstiges Porto) mehr
> als genug bessere Konkurrenz. Ein Versender muss nicht im Inland sitzen.

Ich muß zugeben, beim Chinesen bin ich tatsächlich bereit uralte 
Handelsgrundsätze (erst die Ware, dann das Geld) den günstigen Preisen 
zu opfern. Traurig genug...

Ansonsten bestelle ich allerdings grundsätzlich nur gegen 
Händlerrechnung oder ggf. per Nachnahme.
Letzteres um sicherzustellen daß die Sendung persönlich übergeben wird 
und nicht irgendwo in der Nachbarschaft oder im Vorgarten landet.
Ansonsten wie gesagt nur gegen Händlerrechnung. Und damit ist Conrad für 
mich ganz klarer Favorit!

Beim Polenshop, Mouser und DigiKey stößt schon unangenehm auf daß 
Versand- und Bezahlinfos nicht wirklich gut auffindbar sind.

Erwartungsgemäß wollen die aber alle zuerst meine Kohle und versenden 
dann irgendwann irgendwas. Und im Reklamationsfall kann ich meinem Geld 
hinterher rennen. Nö, kommt normalerweise* nicht in Frage!

*Ausnahmen bestätigen die Regel: bei DigiKey mußte ich schon 
Audioübertrager bestellen die sonst nicht zu bekommen waren. Abwicklung 
per Kreditkarte war tatsächlich schnell und problemlos.

von Thorsten M. (pappkamerad)


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Tom K. schrieb:
> Ansonsten bestelle ich allerdings grundsätzlich nur gegen
> Händlerrechnung oder ggf. per Nachnahme.
Ich bestelle grundsaetzlich nur auf Vorkasse.
Schufa und Konsorten muessen ja nicht jede Bestellung mitkriegen

Es gab auch erst eimmal Probleme:
Ebai-Haendler hat die Reklamation im System akzeptiert aber die 5-99 nie 
ueberwiesen und sich tot gestellt.
Normale Internetshops sind auch durchschnittlich serioeser als 
Ebai/Amazou-Haendler

von Percy N. (vox_bovi)


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Klaus B. schrieb:
> die Zeiten ändern sich, gibts wenigstens noch was als PDF?

Bei Reichelt schon, was aber nicht immer hilft. Immerhin gibt es eine 
nichtleere Schnittmenge der Angebote online und katalogmäßig.

von Helwein V. (forgoden)


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A. N. schrieb:
> Gerade in der EU machen wir ja bereits den ersten Schritt mit der
> Aufhebung der Zollfreigrenze ab 2021.

Conrad bietet immer so eine mickrige Auswahl an Bauteilen. Natürlich 
können die alternden Deutschen nicht so viele verschiedene Sachen 
produzieren wie die Chinesen. Also soll die Zollfreigrenze nicht 
aufgehoben werden. Das wäre ein Schuss ins Eigentor.

Ich brauche eine riesige Auswahl an billigen Bauteilen, umso kreativer 
werden die vollendeten Machwerke.

Und glaub mir: Online-Händler ist so ein Scheissjob. Überlasse es den 
Chinesen!

: Bearbeitet durch User
von Michael B. (laberkopp)


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Helwein V. schrieb:
> Und glaub mir: Online-Händler ist so ein Scheissjob. Überlasse es den
> Chinesen!

Man könnte es auch den Chinesen nachmachen: Automatisieren.

Wenn man das Sortiment etwas beschränkt auf Gurtware,
könnte man alle Rollen (SMD & bedrahtet) in eine automatisierte 
Feeder-Maschine einlegen (mit 100000 Feedern), die für die Bestellung 
automatisch abschneidet, in eine Tüte fallenm lässt, und die in die 
Versandverpackung fallen lässt,
ähnlich wie ein Pick&Place die Teile einzeln von den Feedern auf die 
Platine klatscht.

Dann stehen auch die Kosten des Eintütens im Verhältnis zu den 
Bauteilkosten und die Mitarbeiter legen nur noch Rollen nach, oder falls 
man das Sortiment nicht beschränkt fassen sie wenigstens nur grosse 
teure Teile an.

Aber für solche Innovation ist man bei Reichtelt & Co sicher zu blöd, 
und wer dumm ist, der muss halt gehen. Bei Mouser habe ich den Eindruck, 
da sind Bauteilpreise (fast identischer Teile) EXTEM unterschiedlich, 
ich denke manche werden automatisiert verpackt, andere manuell, und das 
wirkt sich bei denen im Bauteilpreis aus.

von Stefan H. (Firma: dm2sh) (stefan_helmert)


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Helwein V. schrieb:
> Interessanter wäre die Frage ob hier jemand weiss wie Google/Ebay
> Suchmaschine funktioniert? Wie sieht der Code aus? Wie funktioniert der
> Suchalgorithmus? Ist der Code komplex geschrieben? Diesen Code muss man
> dann an den Onlineshop-Händlern verkaufen.

Freitextsuchen nutzen Word-, Phrase- oder Sentence-Embeddings. Sie 
werden unsupervised trainiert. Grundsätzlich sind diese Algorithmen auf 
Github frei verfügbar, aber halt keine einfach nutzbaren 
Komplettlösungen.

Bei Bauteilen ist allerdings die formale Datenbeschreibung wichtiger. 
Diese könnte man evtl. auch so zusammenscrapen, aber da gibt es auch 
Datenbanken. Leider sind diese sehr schlecht, siehe Octoparts.

von Markus M. (adrock)


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Diese Freitextsuchen für Elektronikbauteile sind eine Seuche. Als 
Alternative für Nicht-Bauteile vlt. ganz OK, aber kann für letztere 
niemals eine parametrische Suche ersetzen.

Bei Conrad ist es extrem krank. ich wähle z.B. die Kategorie 
Bauteile/Aktiv/ICs und geben dann im Suchefeld "max232" ein.

Das wird dann aber brav auf alle Kategorien angewendet und die ersten 
Treffer sind irgendwelche Etikettendrucker (Refurbished!) die diesen 
Text oder Teile (mir erschließt sich auch dort die Logik nicht) in ihrer 
Produktbeschreibung enthalten.

Wer auch immer diesen Webshop vom Entwickler "abgenommen" hat gehört 
geteert und gefedert.

Bei TME muss man manchmal etwas kreativ denken was die Bezeichnungen 
angeht, aber das ist bei Digikey oder Mouser nicht anders, hängt 
sicherlich auch damit zusammen das sie nicht von deutschen 
Muttersprachlern sind. Die parametrische Suche ist ansonsten bei TME 
brauchbar.

Aber je nachdem was man kauft lohnt auch vergleichen, bei manchen Sachen 
war auch z.B. RS-Components schon günstiger als TME.

: Bearbeitet durch User
von Stefan H. (Firma: dm2sh) (stefan_helmert)


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Markus M. schrieb:
> Bei Conrad ist es extrem krank. ich wähle z.B. die Kategorie
> Bauteile/Aktiv/ICs und geben dann im Suchefeld "max232" ein.
>
> Das wird dann aber brav auf alle Kategorien angewendet und die ersten
> Treffer sind irgendwelche Etikettendrucker (Refurbished!) die diesen
> Text oder Teile (mir erschließt sich auch dort die Logik nicht) in ihrer
> Produktbeschreibung enthalten.

Das ist doch logisch! Der MAX232 ist doch ein Treiber für die serielle 
Schnittstelle und diese Drucker haben auch eine serielle Schnittstelle. 
Die Kosinus-Distanz der Konzepte ist dann halt sehr gering, hat die KI 
so entschieden!

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