Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Wie groß sind eure Margen?


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von Klaus R. (Gast)


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Hallo,

als die MwSt. noch 11% betrug, arbeitete ich mal in einem Fachgeschäft 
für elektronische Bauelemente. Klassisches Ladengeschäft in der 
Innenstadt einer Landeshauptstadt. 6 Angestellte in Vollzeit, 2 
Lehrlinge, 8 Kundenparkplätze im Hof. Der Chef hatte 2 kleine Kinder, 
wohnte im eigenen Haus und fuhr einen netten Sportwagen. Die Frau half 
zwei Nachmittage in Büro aus. Hat irgendwie alles gut funktioniert. Und 
ja, es kamen auch Kunden, die wollten nur einen Transistor, einen 
Widerstand und eine LED. Die Rechnung für die drei Teile war dann noch 
von Hand zu schreiben. Der Verkaufspreis ALLER Bauteile berechnete sich 
aus EK * 1,6 + MwSt. Ein Mitbewerber (ebenfalls in der Innenstadt 
ansässig) hatte übrigens genau die gleiche Kalkulation, was regelmäßig 
durch dortige Testkäufe kontrolliert wurde.

Heute lebe ich in einer Kleinstadt. Die Tage war ich bei der örtlichen 
Schilderbude, ein drittes Kennzeichen prägen lassen und die Dame sagt 17 
Euro. Rein zufällig stolpere ich dann bei Ebay über drei Schilder für 13 
Euro incl. Versandkosten.

Dann die Tage eine Blisterpackung Markenbremsbeläge beim örtlichen 
Fahrradhändler gekauft. Der Chef sagt 15 Euro. Rein interessehalber mal 
bei Ebay geschaut, da kosten zwei dieser Blisterpackung 8 Euro, wieder 
incl. Versandkosten.

Da die Anbieter bei Ebay ihr Zeug nicht unter EK abgeben werden (m.W. 
aus kartellrechtlichen Gründen auch nicht dürfen), kann man ungefähr auf 
die Einkaufspreise schließen.

Hat jemand eine Ahnung, wieso man heute so hinlangen muss? Wobei man 
dann noch laufend lesen muss, dass es den Ladenbesitzern nicht wirklich 
gut geht (schon vor Corona).

Wie müsst ihr hinlangen, damit der Kopf über Wasser bleibt?

Klaus

von Richard (Gast)


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Wenn du Geld machen möchtest, dann verkaufe Sauerstoffsensoren für AU 
Tester, Beim Sensorhersteller kosten die um die 10€, normaler Marktpreis 
liegt so bei 50€ bis 100€ und müssen regelmäßig getauscht werden ;)

von Programmierer (Gast)


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Klaus R. schrieb:
> Dann die Tage eine Blisterpackung Markenbremsbeläge beim örtlichen
> Fahrradhändler gekauft. Der Chef sagt 15 Euro. Rein interessehalber mal
> bei Ebay geschaut, da kosten zwei dieser Blisterpackung 8 Euro, wieder
> incl. Versandkosten.

Exakt diesen Fall hatte ich auch letztens. Zusammen mit der Montage 
(dauert ca 1 Minute, werkzeugfrei) hat der Laden 50€ genommen.

Die Fahrrad-Läden waren und sind immer voll, sie haben immer noch 
gewisse Vorteile ggü. Online-Handel, es ist immer eine Schlange im/vorm 
Laden, man kriegt kaum Termine für Reperaturen weil ausgebucht, die 
Margen sind anscheinend riesig, gerade der E-Bike-Boom dürfte viel Kohle 
bringen, in größeren Städten können sich viele solcher Läden halten, 
aber angeblich kratzen sie alle am Existenzminimum. Wie passt das 
zusammen?

von Nickel (Gast)


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Klaus R. schrieb:
> Hallo,
>
> als die MwSt. noch 11% betrug, arbeitete ich mal in einem Fachgeschäft
> für elektronische Bauelemente.

Das ist ja schon 42 Jahre her. 42, die Antwort auf alles..

von Jack V. (jackv)


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Klaus R. schrieb:
> Hat jemand eine Ahnung, wieso man heute so hinlangen muss?

Teufelskreis: Ladengeschäft kostet, also muss der Kram zunächst etwas 
teurer angeboten werden → weniger Leute kaufen dort, sondern im Netz, 
weil’s dort billiger ist → um die Kosten fürs Ladengeschäft zu decken, 
wird der Kram noch teurer angeboten → noch mehr Leute kaufen im Netz. 
Und irgendwann kostet’s im Laden dann das Doppelte von dem, was im Netz 
dransteht, und der Laden macht zu, weil keiner mehr dort kauft.

Klaus R. schrieb:
> Wie müsst ihr hinlangen, damit der Kopf über Wasser bleibt?

Kann ich leider nix zu sagen, weil ich „nur“ meine Zeit verkaufe. Die 
gibt’s nicht billiger bei e‎bay :)

: Bearbeitet durch User
Beitrag #6380401 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Jan H. (j_hansen)


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Damals hat das Zeug halt noch Geld gekostet. Da waren 60% etwas.
Heutzutage kostet das im Einkauf nichts mehr, mal 1,6 ist immernoch 
nichts.

von Programmierer (Gast)


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Klaus R. schrieb:
> Der Verkaufspreis ALLER Bauteile berechnete sich aus EK * 1,6 + MwSt.

Also nur Einzel-Bauteile, nicht für größere Geräte wie Fernseher?

von Nickel (Gast)


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Klaus R. schrieb:

> Ein Mitbewerber (ebenfalls in der Innenstadt
> ansässig) hatte übrigens genau die gleiche Kalkulation, was regelmäßig
> durch dortige Testkäufe kontrolliert wurde.

Frage:
Die Preise sind doch ausgeschrieben? Also damals wusste man doch schon 
was es kosten würde? Oder gehte man damals an die Kasse und bekam da den 
Preis mitgeteilt?

Ich frage deshalb, weil dann ein "Testkauf" (schon damals) total dumm 
war!

von IchGlaubeEsNicht (Gast)


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Jajaja schrieb im Beitrag #6380401:
> Die Margen muessen Dank der Politik der EU weiter in astronomische
> Hoehen steigen. Das geht nicht anders weil die Fixkosten so hoch sind.

Klasse, ein Experte der zu doof ist, den Unterschied zwischen Marge und 
Fixkosten zu kennen.

von Bürovorsteher (Gast)


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> Wie groß sind eure Margen?
Saublöde Frage, ich muss nehmen, was der Markt hergibt.
Der Wareneinkauf macht bei mir ca 21% des Umsatzes aus. So, jetzt könnt 
ihr rechnen.

von Maxe (Gast)


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Klaus R. schrieb:
> Da die Anbieter bei Ebay ihr Zeug nicht unter EK abgeben werden (m.W.
> aus kartellrechtlichen Gründen auch nicht dürfen), kann man ungefähr auf
> die Einkaufspreise schließen.
Nicht unbedingt. Die Haendler beziehen ihre Teile auch nicht beim 
Hersteller sondern beim Grosshaendler, der selbst eine ordentliche Marge 
draufschlaegt. Einfach weil der Haendler sich nicht um 1000 
Einzellieferanten bemuehen kann. Er muesste dann auch die ganze Logistik 
organisieren und fuer 5 Packungen Flickzeug im Monat lohnt ein 
guenstigerer Preis auch nicht, bzw. der EK ist bei so kleinen Mengen 
einfach hoch. Und dann kommt es bei so Reparaturwerkstaetten auch auf 
Anderes an, z.B. dass jeden Tag Lieferungen reinkommen, die gestern 
bestellt wurden, damit man bei der Reparatur nicht aufgehalten wird.

Schaut man sich die Preise von bspw. Werkzeughaendlern wie Hoffmann oder 
Wuerth an, dann sind oft die "Eigenmarken" schon teurer wie Markenware 
aus dem Internet. Einfach weil fuer die Firmenkunden die schnelle 
Verfuegbarkeit und die Auswahl in Verbindung mit nicht-suchen-muessen 
den Mehrpreis wert ist.

Im Sinne einer festen Marge sind Einzelhaendler auch gar nicht an 
niedrigen Einkaufspreisen interessiert. Bloed wird es erst, wenn es 
guenstige Konkurrenz gibt. Die Hersteller versuchen da auch den Markt so 
gut es geht zu kontrollieren, haben aber andere Abwaegungen wie die 
Einzelhaendler.

von Harald W. (wilhelms)


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Klaus R. schrieb:

> Wie groß sind eure Margen?

Ich kaufe für 1€ und verkaufe für 3€ und von den 2% lebe ich. :-)

von Niemand (Gast)


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Klaus R. schrieb:
> Hat jemand eine Ahnung, wieso man heute so hinlangen muss? Wobei man
> dann noch laufend lesen muss, dass es den Ladenbesitzern nicht wirklich
> gut geht (schon vor Corona).
>
> Wie müsst ihr hinlangen, damit der Kopf über Wasser bleibt?

Du bist doch sicherlich Angestellter, also frag mal das deinen Chef wenn 
du selber nicht drauf kommst?
Oder schon mal auf deinen Lohnzettel geschaut, was da für Abzüge jeden 
Monat drauf sind, was bekommst dafür für die ganzen Abzüge?
Mindest-Rente , bei der KV wird auch fast nichts mehr richtig geleistet, 
Vieles muß man zusätzl. extra auf eigene Kosten zahlen.
Wenn man sein Leben lang gesund und leistungsfähig ist fällt einem das 
gar nicht so auf. Es sei denn man sieht was die ganzen Kranken so 
kosten, und wo die ganzen Beiträge wirklich versickern.

Als Unternehmer mit dem Geschäftsmodell hast du laufend große Abnehmer 
als dauerhafte Kunden, also einen durchlaufenden Posten der dir 
automatisch Geld in die Kasse spült?
Marktwirtschaft im Einzelhandel für solche Angebote war noch nie was für 
Logiker oder Mathematiker, denn Bedarf und Aufträge lassen sich ja wohl 
nicht voraussehen, noch dazu im Wettbewerb.
Solche Fragen aber auch immer, kaufmännisches Denken ist doch wohl 
einfacher als fachliches?

von Toby P. (Gast)


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Klaus R. schrieb:
> Der Verkaufspreis ALLER Bauteile berechnete sich aus EK * 1,6 + MwSt.

Margen kann man nicht verallgemeinern. Sie sind u.a. abhängig von 
Branchen und Vertriebskanal.

Gastronomie z.B hat Faktor 4. Einkaufspreise sind da nur ein kleiner 
Teil der Kosten. Der Gast zahlt fürs Abwaschen, Bedienen, Heizen und 
Kochen mehr als für die Pizzateig und das Bier.

Bauelemente werden nicht schlecht und Ladenhüter eher selten. Da 
rechnete sich mal eine kleine Marge. Heute auch nicht mehr, weil die 
meisten sehr günstig sind.

> Dann die Tage eine Blisterpackung Markenbremsbeläge beim örtlichen
> Fahrradhändler gekauft. Der Chef sagt 15 Euro. Rein interessehalber mal
> bei Ebay geschaut, da kosten zwei dieser Blisterpackung 8 Euro, wieder
> incl. Versandkosten.

Die Differenz ist für die sofortige Verfügbarkeit und ggf. Austausch, 
den Service das jemand vor Ort ist, für den direkten Kontakt zum 
Fachmann und und und. Die 15 Euro sind ein Angebot bei dem du das alles 
mit kaufst.
Heutzutage ist das natürlich alles relativ und das kann im Netz besser 
funzen als im Laden.

Wer das nicht brauchst musst so ein Angebot auch nicht annehmen.


> Da die Anbieter bei Ebay ihr Zeug nicht unter EK abgeben werden (m.W.
> aus kartellrechtlichen Gründen auch nicht dürfen), kann man ungefähr auf
> die Einkaufspreise schließen.

Es würde auch keinen Sinn machen weniger zu verlangen als man selber 
zahlt.
Dumping ist zwar verboten funzt aber sowieso nicht mehr. Die anderen 
Händler kaufen deine Ware auf und verticken Sie über andere Channels mit 
plus.

> Hat jemand eine Ahnung, wieso man heute so hinlangen muss? Wobei man
> dann noch laufend lesen muss, dass es den Ladenbesitzern nicht wirklich
> gut geht (schon vor Corona).

Du hast halt Kosten ohne Ende. Die Lagerhalle muss der Ebay Verkäufer 
weder so stark heizen wie ein Ladengeschäft, auch nicht so oft putzen, 
Fenster zum putzen gibt es eh nicht.


Die Löhne sind in den Gegenden wo die Dinger stehen geringer. Ebenso für 
die die Tätigkeit als Packer. Damit auch die Sozialversicherung die noch 
oben drauf kommt. Die Miete pro m² ist geringer und die Gewerbesteuer.

Er braucht keine Werkstatt, keine Werkzeuge und auf den Meisterzwang 
(bei "nicht unerheblichen Reparaturanteil") muss er auch nicht achten. 
Der wird aber im Fahrradladen immer akuter je weniger Kunden dort 
Handelsware kaufen.

Also müssen Ersatzteile das mit Abdecken, die dürfen im Laden aber nicht 
günstiger sein sonst fühlt sich der Kunde über den Tisch gezogen. Die 
Konkurrenz im Netz hingegen hat die Beratung auf ein Minimum reduziert 
und bei Reparatur und Garantieabwicklungen muss er am Rad rumschrauben 
während die Konkurrenz für 2-3 Euro ein Paket schickt.

Er braucht nen Showroom für die Räder, muss Sie montieren und ist noch 
haftbar wenn da was falsch läuft.

Der Internet Händler macht pro m² wesentlich mehr Umsatz. Kein Kunde 
muss warten. Im Gegenteil, er kann eine beliebige Zahl parallel 
"bedienen" weil die Kunden das selbst machen. Er muss kein einziges Rad 
auspacken, fahrbereit machen, die  Einweisung entfällt usw. usf.

Das es neben Klamotten, Kosmetik, ein Euro Shops, Pizza-, Döner-, 
Pommesbuden und Wettbüros überhaupt noch Einzelhandel gibt ist ein 
Wunder.

Ähh Moment mal ... .

> Wie müsst ihr hinlangen, damit der Kopf über Wasser bleibt?

Bei Hardwarefertigung Faktor 2,5.

The Economics Of Pricing Hardware in
https://www.eevblog.com/2014/05/28/the-economics-of-selling-your-hardware-project/


Bei Software/Beratung gilt ein Stundensatz.

von Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne) Benutzerseite


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Klaus R. schrieb:
> Hat jemand eine Ahnung, wieso man heute so hinlangen muss? Wobei man
> dann noch laufend lesen muss, dass es den Ladenbesitzern nicht wirklich
> gut geht (schon vor Corona).
>
> Wie müsst ihr hinlangen, damit der Kopf über Wasser bleibt?
>
> Klaus

Ja habe ich, Da meine Fixkosten überschaubar sind folgende Positionen 
sind mit 160h per Monat abzudecken inklusive Angebote Erstellen Einkauf 
Büro, etc.

nach aufwand gestaffelt:
Geschäftiche Ausgaben:
Sozialversicherungsbeiträge(KK, Renten 
Unfallversicherung),Mindestbeitrag + progressiver Gewinnanteil
Steuern Mwst + Einkommenssteuer(progressiv)
Mobilität(Leasing + Unterhalt und Betriebskosten)
Miete für Geschäfts/Lagerräume
Betriebshaftpflichtversicherung
Werkzeugeränzung
Liquiditätssicherung

Dazu der pers. Lebensunterhaltsbedarf


Marktüblicher Stundensatz
EK* 1,5...3 + MWST

Mitbewerber
EK * 1...10 + Mwst

Namaste

von Pandur S. (jetztnicht)


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Meine Teile haben von den Einkaufspreisen her wahrscheinlich Faktor 15 
drauf. Ich peile Faktor 30 an. Allerdings ist noch etwas Entwicklung 
dabei.

von unscharf (Gast)


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Ist zwar leider nicht direkt themenbezogen, zeigt aber mMn den Anstieg 
der Kosten anschaulich auf (und erweitert vielleicht den Horizont etwas 
:)

"... Nach dem Erwerb einer Farm begann er 1864 seine Imkerlaufbahn mit 
zwei eingefangenen Bienenschwärmen der damals üblichen schwarzen Biene. 
Der Ertrag seiner Bienenvölker reichte aus, um ihren Unterhalt und 
Erweiterungen des Betriebs zu finanzieren.

Gegen Ende des Sezessionskrieges 1865 besaß Dadant neun Bienenvölker. 
..."
https://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Dadant
Gut, der war jetzt nicht nach Deutschland ausgewandert, sondern USA, 
aber in heutiger Zeit spricht man von mindestens rund 100 Bienenvölkern, 
die zum vollständigen Broterwerb in Deutschland notwendig sind. Dabei 
eingerechnet ist sicherlich noch der eine oder andere Subventionseuro. 
Ein erzwungener Anstieg der Kapazität 5000% innerhalb ca. 150 Jahren 
macht grob 33% Steigerung pro Jahr, um den reinen Lebensunterhalt zu 
bestreiten.

von Jan H. (j_hansen)


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unscharf schrieb:
> Ein erzwungener Anstieg der Kapazität 5000% innerhalb ca. 150 Jahren
> macht grob 33% Steigerung pro Jahr, um den reinen Lebensunterhalt zu
> bestreiten.

Das mit dem Zinseszins liest du nochmal nach.
Und damals gehörte eine S-Klasse halt auch noch nicht zum "reinen 
Lebensunterhalt".

von Niemand (Gast)


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Winfried J. schrieb:
> Marktüblicher Stundensatz
> EK* 1,5...3 + MWST
>
> Mitbewerber
> EK * 1...10 + Mwst
>
> Namaste

Du kaufst also Arbeits-Std. wo dann bitte ein, und haust dann deinen nur 
1,5-Faktor drauf?
Das klappt doch bei ´nem Lehrling schon mal gar nicht, oder vllt. doch?
Nur bist du kein Lehrling oder Geselle sondern der Chef mit Planungs- 
und Kakulations-Verantwortung, von der fachl. mal ganz abgesehen.

 von Toby P. (Gast)
22.08.2020 15:44
Du machst HW-Fertigung und dann mit festem Aufschlag auf was?

Toby P. schrieb:
> Bei Hardwarefertigung Faktor 2,5.

Toby P. schrieb:
> Bei Software/Beratung gilt ein Stundensatz.
Wie die RA wenn sie des Spinnen anfangen, die Kunden möchte ich sehen 
die das mitmachen!

Bürovorsteher schrieb:
> Saublöde Frage, ich muss nehmen, was der Markt hergibt.
Genau, nur um das auszuloten macht es auch schon einen ganz schönen 
Aufwand!
> Der Wareneinkauf macht bei mir ca 21% des Umsatzes aus. So, jetzt könnt
> ihr rechnen.
AZ entsteht bei dir immer gleich und fest und ist in den 21% mit drin?
Das ist ja dann echt langweilig, und das läuft so Monat für Monat?
Umsatz war hier aber nicht die Frage....

von Manfred (Gast)


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Klaus R. schrieb:
> Wie müsst ihr hinlangen, damit der Kopf über Wasser bleibt?

Die Masse der Endkundenpreise sind "Marktpreise", man nimmt, was man 
bekommen kann und nicht das, was man betriebswirtschaftlich unbedingt 
bräuchte. In der Masse aller Läden sind das Mischkalkulationen, einige 
(größere) Artikel sehr knapp, andere mit extrem hohen Margen.

Niemand schrieb:
> Du kaufst also Arbeits-Std. wo dann bitte ein,

Beim Mitarbeiter natürlich.

> und haust dann deinen nur 1,5-Faktor drauf?

Damit lassen sich keine Angestellten bezahlen, Urlaub, Sozialbgaben, 
Krank - da ist eher Faktor drei realistisch.

von Bürovorsteher (Gast)


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> AZ entsteht bei dir immer gleich und fest und ist in den 21% mit drin?
Nimm bitte mal ein Übungsbuch für Kaufleute in die Hand. Ich empfehle 
"Industrielles Rechnungswesen" von Schmolke/Deitermann.

von Joachim B. (jar)


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Toby P. schrieb:
> Der Internet Händler macht pro m² wesentlich mehr Umsatz. Kein Kunde
> muss warten.

was für ein Unsinn, oft wird Ware angeboten (ab Lager) auf die man 
warten muss bis der Händler genug bestellen kann.
Zu oft wird mit "auf Lager" gelogen oder nie gesagt in welchem Lager auf 
der Welt!

Das ärgert mich am Meisten, wenn ich was sofort brauche, bereit bin auch 
mehr dafür zu bezahlen und dann wochenlang warten muss.
Auch wenn nach der Bestellung die Mail kommt "die Ware wurde 
elektronisch angekündigt" und dann erst mal tagelang nichts passiert.

Also schnell und nicht warten + Internet geht doch nie zusammen.

von Jack V. (jackv)


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Joachim B. schrieb:
> oft wird Ware angeboten (ab Lager) auf die man
> warten muss bis der Händler genug bestellen kann.
> Zu oft wird mit "auf Lager" gelogen oder nie gesagt in welchem Lager auf
> der Welt!

Hängt vom Händler ab. Wenn man den billigsten Wohnzimmerhändler der 
Preisvergleichswebsite nimmt, der eingehende Aufträge lediglich an einen 
Lieferanten weiterleitet, den ihm seine Händlerpreisvergleichsseite als 
derzeit billigsten Lieferanten anzeigt, mag es so sein. Es gibt 
allerdings auch genug bekannte Händler, bei denen man der „sofort 
lieferbar“-Anzeige trauen kann.

Joachim B. schrieb:
> Also schnell und nicht warten + Internet geht doch nie zusammen.

Je nachdem. Wenn ich vor der Frage stehe, ob ich nun einen oder zwei 
Tage warte, bis der lokale Händler es geliefert bekommen hat, und ich 
hinfahren kann, um es abzuholen, oder ob ich es gleich selbst bestelle, 
was mich weniger kostet (sowohl Geld, als auch Zeit), dann werde ich 
mich für die zweite Option entscheiden.

von Joachim B. (jar)


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Jack V. schrieb:
> Je nachdem. Wenn ich vor der Frage stehe, ob ich nun einen oder zwei
> Tage warte, bis der lokale Händler es geliefert bekommen hat, und ich
> hinfahren kann, um es abzuholen,

ich wollte mal einen lokalen Händler unterstützen, aber als mir gesagt 
wurde er bestellt es gerne nur dann hätte ich kein Rückgaberecht bin ich 
lieber wieder aufs Internet ausgewichen, wie soll ich eine Ware prüfen 
ohne sie in den Fingern zu haben?

Ich wollte schon sehen was ich bekomme, nicht "Abbildung ähnlich" oder 
"Bild kann abweichen"

von Claus M. (energy)


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Klaus R. schrieb:
> Die Tage war ich bei der örtlichen Schilderbude, ein drittes Kennzeichen
> prägen lassen und die Dame sagt 17 Euro. Rein zufällig stolpere ich dann
> bei Ebay über drei Schilder für 13 Euro incl. Versandkosten.

Das ist noch günstig. Hier bei den Schilderbuden nahe der 
Zulassungsstelle nehmen sie 33 bis 40 Euro für einfache Kennzeichen. 
Rechnen wohl damit, dass es den Leuten die ein Auto gekauft haben darauf 
nun auch nicht mehr ankommt.

von Klaus R. (Gast)


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Programmierer schrieb:
> Klaus R. schrieb:
>> Der Verkaufspreis ALLER Bauteile berechnete sich aus EK * 1,6 + MwSt.
> Also nur Einzel-Bauteile, nicht für größere Geräte wie Fernseher?

Wir verkauften elektronische Bauteile und keine Fernseher. Größere 
Geräte wie z.B. Oszilloskope beschafften wir nur auf Bestellung. Ob hier 
die Marge anders war, entzieht sich meiner Kenntnis. Solche Geräte waren 
früher sündhaft teuer und wurden nahezu ausschließlich von der Industrie 
geordert. Diese Verkäufe hat der Chef immer selber abgewickelt.

Niemand schrieb:
> Du bist doch sicherlich Angestellter, also frag mal das deinen Chef wenn
> du selber nicht drauf kommst?

Ich WAR Angestellter und habe (aus heutiger Sicht) die guten Zeiten 
erlebt. Damals war der Kunde und der Händler zufrieden. Heute ist den 
Kunden alles zu teuer und die Händler nagen scheinbar durchgehend am 
Hungertuch.

von pOpel (Gast)


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Harald W. schrieb:
> Ich kaufe für 1€ und verkaufe für 3€ und von den 2% lebe ich. :-)

Naja , ich weiß was du meinst aber die Mathe kann man hier echt nicht 
übersehen...

von Eulenspiegel (Gast)


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Programmierer schrieb:
> Die Fahrrad-Läden waren und sind immer voll, sie haben immer noch
> gewisse Vorteile ggü. Online-Handel, es ist immer eine Schlange im/vorm
> Laden, man kriegt kaum Termine für Reperaturen weil ausgebucht, die
> Margen sind anscheinend riesig, gerade der E-Bike-Boom dürfte viel Kohle
> bringen, in größeren Städten können sich viele solcher Läden halten,
> aber angeblich kratzen sie alle am Existenzminimum. Wie passt das
> zusammen?

Die Löhne für die Angestellten kratzen am Existenzminimum. Den 
Eigentümern / wirtschaftlich am Unternehmenserfolg Berechtigten geht es 
blendend.

von Volker S. (sjv)


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Nickel schrieb:
> Frage:
> Die Preise sind doch ausgeschrieben? Also damals wusste man doch schon
> was es kosten würde? Oder gehte man damals an die Kasse und bekam da den
> Preis mitgeteilt?
>
> Ich frage deshalb, weil dann ein "Testkauf" (schon damals) total dumm
> war!

Du kennst die Läden von damals nicht. Vorne war ein Tresen, wo man sich 
anstellte und dahinter wuselten die Verkäufer und holten die gewünschten 
Teile aus Wänden voller Schubladen. Das waren noch Zeiten!

von MaWin (Gast)


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Volker S. schrieb:
> Du kennst die Läden von damals nicht. Vorne war ein Tresen, wo man sich
> anstellte und dahinter wuselten die Verkäufer und holten die gewünschten
> Teile aus Wänden voller Schubladen. Das waren noch Zeiten!

Bassenberg, Braunschweig. Preise haben die auch nicht, du sagst was du 
zahlen möchtest, legst klugerweise einen Zettel mit dem Preis von 
woanders vor, dann bekommst du es zu dem Preis.

Klaus R. schrieb:
> Wie müsst ihr hinlangen, damit der Kopf über Wasser bleibt?

Na ja, Softwareentwickler haben eine Marge von knapp 100%, den PC 
braucht jede andrere Firma ja auch, schon wegen dem Finanzamt.

von Klaus R. (Gast)


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Claus M. schrieb:
> Klaus R. schrieb:
>> Die Tage war ich bei der örtlichen Schilderbude, ein drittes Kennzeichen
>> prägen lassen und die Dame sagt 17 Euro. Rein zufällig stolpere ich dann
>> bei Ebay über drei Schilder für 13 Euro incl. Versandkosten.
>
> Das ist noch günstig. Hier bei den Schilderbuden nahe der
> Zulassungsstelle nehmen sie 33 bis 40 Euro für einfache Kennzeichen.
> Rechnen wohl damit, dass es den Leuten die ein Auto gekauft haben darauf
> nun auch nicht mehr ankommt.

Günstig? Für ein Auto benötigt man i.d.R. zwei Kennzeichen. Zwei mal 17 
Euro wären nach Adam Riese 34 Euro, das passt doch eigentlich.

von Klaus R. (Gast)


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Volker S. schrieb:
> Du kennst die Läden von damals nicht. Vorne war ein Tresen, wo man sich
> anstellte und dahinter wuselten die Verkäufer und holten die gewünschten
> Teile aus Wänden voller Schubladen. Das waren noch Zeiten!

Ha, ein Kenner der Materie ;-)

Genau so war es: Wollte man wissen, was der Mitbewerber für die 
aktuellen Halbleiter nimmt, musste man selbige aus den vielen Schubladen 
kaufen, die für die Kundschaft nicht zugänglich waren. Und es galt 
damals nicht als besonders chic, vorab nach dem Preis zu fragen.

Die gekauften Halbleiter wurden dann in unsere Schubladen einsortiert. 
Von dort hat sie dann möglicherweise die Konkurrenz wieder 
zurückgekauft, die ihrerseits Testkäufe bei uns machten. Denn man kannte 
seine Pappenheimer.

War übrigens immer ein netter Auftrag, während der Arbeitszeit bei der 
Konkurrenz zu stöbern. Eine angenehmere "Arbeit" konnte man sich kaum 
vorstellen.

von Senf D. (senfdazugeber)


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Klaus R. schrieb:
> Günstig? Für ein Auto benötigt man i.d.R. zwei Kennzeichen. Zwei mal 17
> Euro wären nach Adam Riese 34 Euro, das passt doch eigentlich.

Ich habe das letzte mal nur knapp 13 € für zwei neue PKW-Kennzeichen 
inkl. Versand bei einem eBay-Händler gezahlt. Die Schmarotzer neben der 
Zulassungsstelle bekommen von mir keinen einzigen Cent.

von Versager (Gast)


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Senf D. schrieb:
> Klaus R. schrieb:
> Günstig? Für ein Auto benötigt man i.d.R. zwei Kennzeichen. Zwei mal 17
> Euro wären nach Adam Riese 34 Euro, das passt doch eigentlich.
>
> Ich habe das letzte mal nur knapp 13 € für zwei neue PKW-Kennzeichen
> inkl. Versand bei einem eBay-Händler gezahlt. Die Schmarotzer neben der
> Zulassungsstelle bekommen von mir keinen einzigen Cent.

Machs halt selber. Blech stanzen und fertig

von Michael_Ohl (Gast)


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Grade das Auto zeigt uns doch wo die Reise hin gegangen ist. Eine 
Unterdruck Pumpe für mein E-Auto sollte 708€ beim Renault Händler 
kosten, 408€ ohne Einbau beim Teilehöker und 120€ mit falschem Stecker 
in der Bucht.
Bremsscheiben und Klötze sollten mit Einbau beim Händler knapp unter 
1000€ kosten beim Autoteile Discounter 220€, die Anhängekupplung mit 
Einbau 650€ beim Händler bei E-Bay 135€ + 65€ für den E-Satz.
Wer sich nicht zu helfen weiß wird bei uns halt ausgeplündert wie eine 
Weihnachtsgans.

mfG
Michael

von Senf D. (senfdazugeber)


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Michael_Ohl schrieb:
> Wer sich nicht zu helfen weiß wird bei uns halt ausgeplündert wie eine
> Weihnachtsgans.

Man kann aber nicht alles selbst machen am Auto, oder hast du zum 
Beispiel eine private Lackierwerkstatt?

Es kann zudem auch einfach angenehm sein, wenn man manche (vor allem 
handwerkliche) Dinge von Profis erledigen lässt. Klar kostet das was, 
aber dafür hat man auch nicht den Ärger und die Arbeit, kann seine Zeit 
anderweitig nutzen, und Geld ist ja nicht das Problem.

von Programmierer (Gast)


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Senf D. schrieb:
> Es kann zudem auch einfach angenehm sein, wenn man manche (vor allem
> handwerkliche) Dinge von Profis erledigen lässt. Klar kostet das was,
> aber dafür hat man auch nicht den Ärger und die Arbeit

Bei Autos ja. Bei Fahrrädern hab ich z.B. leider die Erfahrung gemacht, 
dass selber machen weniger Ärger und Zeit kostet, weil die Fahrrad-Läden 
chronisch überlastet sind, man keine gute Beratung bekommt, man ewig auf 
einen Termin warten muss, und es am Ende doch nicht gut repariert ist 
und man nochmal hin muss.

Teilweise ist es sogar billiger sich die Spezialwerkzeuge selbst zu 
kaufen, weil der Laden mehr Geld nimmt das Werkzeug einmal anzusetzen 
als das Werkzeug selbst kostet, selbst bei so Dingen wie 
Drehmomentschlüsseln.

von oszi40 (Gast)


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MaWin schrieb:
> Na ja, Softwareentwickler haben eine Marge von knapp 100%,

Zwischen einem Computer, Software und Hosenträgen gibt es kleine 
Unterschiede. Der Hosenträgerkunde ist glücklich und kommt nie wieder. 
Der Computerkunde kommt bald wieder und mäkelt weil er z.B. ein Symbol 
in den Papierkorb geschoben hat. Es ist also weiterer Aufwand nötig, der 
irgendwie kalkuliert werden sollte. So gesehen sind Margen schwer 
vergleichbar. Man sollte davon leben können.

von Erich E. (Gast)


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Senf D. schrieb:
> Es kann zudem auch einfach angenehm sein, wenn man manche (vor allem
> handwerkliche) Dinge von Profis erledigen lässt.

Wenn das mit den Profis denn immer so hinhauen würde, wäre die 
Einstellung in Ordnung. Nur ist das oft nicht so. Wer die Arbeiten an 
Fahrzeugen (oder generell von Handwerkern) regelmäßig kontrolliert, dem 
stehen nicht selten die Haare zu Berge. Bei den sog. Profis sieht das 
dann auch mal so aus:
Beitrag "Re: Schraubklemme oder Federkraftklemme"

Und das ist noch harmlos, da habe ich schon ganz andere Geschichten 
gesehen. Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel.

von Lutz S. (lutzs)


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Autohäuser mit angeschlossener Werkstatt haben seit einigen Jahren das 
Problem dass sie am Verkauf der Fahrzeuge nichts verdienen, das muss 
dann mit den Reparaturen und der Wartung kompensiert werden.

Beitrag #6384827 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Senf D. (senfdazugeber)


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Lutz S. schrieb:
> Autohäuser mit angeschlossener Werkstatt haben seit einigen Jahren
> das Problem dass sie am Verkauf der Fahrzeuge nichts verdienen, das muss
> dann mit den Reparaturen und der Wartung kompensiert werden.

Das geht in Ordnung - leben und leben lassen.

von D. C. (gnd)


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von Manfred (Gast)


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Anfang 2017 habe ich zehn Döschen Feuersteine gekauft, für 0,94 € direkt 
aus China. Später sind mir die bei einem deutschen Versandhändler 
begegnet.

Wie vieles, leider beim Chinamann deutlich teurer geworden - aber die 
Marge ist noch immer ganz gut.

von Christian B. (luckyfu)


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Programmierer schrieb:
> Bei Autos ja. Bei Fahrrädern hab ich z.B. leider die Erfahrung gemacht,
> dass selber machen weniger Ärger und Zeit kostet, weil die Fahrrad-Läden
> chronisch überlastet sind, man keine gute Beratung bekommt, man ewig auf
> einen Termin warten muss, und es am Ende doch nicht gut repariert ist
> und man nochmal hin muss.

Es gibt halt Gute und Schlechte. Einen guten Fahrradhändler zu finden 
ist nicht so leicht, geht aber. Aber selbst wenn man das geschafft hat 
würde ich nicht alles dort machen lassen. Allein schon, da die 
Werkstätten voll sind. Andererseits ist eine kompetente Beratung auch 
sehr viel wert, vor allem, wenn man ein richtiges Fahrrad kaufen will. 
Das sind ja nicht mehr die billigsten Anschaffungen. (wobei vernünftige 
Modelle noch nie billig waren).
Ich hab so einen Laden gefunden und fahre auch gern ca. 40km owbohl wir 
in der Stadt 3 Radhändler haben, die haben mich aber alle nicht 
überzeugt. Allerdings fahre ich die Strecke nur, wenn ich es mit einem 
Besuch bei meiner Verwandschaft, 20km weiter, vereinbaren kann.

von suchtberater (Gast)


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Fahrradläden sind die Ausgeburt der Hölle. Da wirste schon angeschnautzt 
wenn du noch nicht mal den Laden betreten hast, der andere jammert dir 
die Ohren voll, dass die Leute ihren Kram zum Service bringen, dann soll 
er halt keinen Service anbieten. Der andere hatte ständig zu wenn man 
hinkam: Heute geschlossen/bin icht da/komme gleich wieder/heute erst ab 
13 Uhr/von 9-11/... geöffnet. Der nächste ist gestorben, tja wie kommste 
jetzt an dein Rad? Der nächste hatte dicht gemacht, jetzt kann man sich 
dort tätowieren lassen. Bei den grossen Händlerketten wartest du ewig, 
inzw. egal zu welcher Jahreszeit, da geht gar nix mehr. Der letzte 
brauchbare Händler ging hier vor ein paar Jahren in Rente, da gabs dann 
noch nen anderen Rentner der noch nach Feierabend seinen Laden betrieb, 
der ist inzw. auch weg. Was hier neu aufmacht sind ahnungslose 
Abzockbuden, betrieben von Vollbarthippstern, mit Kind im Wickeltuch 
aufm Rücken schrauben die an den Rädern rum, die Alte steht nur im Weg 
rum und telefoniert den ganzen Tag oder hockt auf der Bank vorm Laden. 
Wenn ich schon sowas sehe krisch' plaq'!

Da macht man dann notgedrungen den Mist selber weil es keine brauchbaren 
Läden gibt.

von Niemand (Gast)


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Lutz S. schrieb:
> Autohäuser mit angeschlossener Werkstatt haben seit einigen Jahren das
> Problem dass sie am Verkauf der Fahrzeuge nichts verdienen, das muss
> dann mit den Reparaturen und der Wartung kompensiert werden.

Komisch, bei den Elektronik-Läden für Konsumer-Zeugs klappt das doch 
auch noch, die haben sicherlich nicht mehr Grips als die Autohäuser!
Wenn man allein bedenkt was so eine Neuwagenbestellung an Kohle für den 
Händler mit der Anliefer- oder Bereitstellungs-Pauschale bringt, da 
reichen keine 500 Ocken mehr. Oder gibts die gar nicht mehr?
Wenn man sich natürlich von seinem Lieferanten so abhängig macht, dass 
man da fast keinen Gewinn am Verkauf mehr rausholt, oder so hohe 
laufende Kosten oder Betriebsausgaben hat .. dann sollte man vllt. mal 
das Überlegen zum Sparen anfangen?
Tag u. Nachts beleuchtete Show-Räume u. Ausstellungsflächen etc pp.

suchtberater schrieb:
> Fahrradläden sind die Ausgeburt der Hölle.

suchtberater schrieb:
> Was hier neu aufmacht sind ahnungslose Abzockbuden, betrieben von
> Vollbarthippstern, mit Kind im Wickeltuch aufm Rücken schrauben die an
> den Rädern rum, die Alte steht nur im Weg rum und telefoniert den ganzen > Tag 
oder hockt auf der Bank vorm Laden.
> Wenn ich schon sowas sehe krisch' plaq'!

> Da macht man dann notgedrungen den Mist selber weil es keine brauchbaren
> Läden gibt.
Dann bezahl doch mal die Leute in der Branche richtig dann bekommste 
auch wieder Qualität! Oder meinste das ist ne Sklaven-Domäne für 
SM-Fetischisten wie so Vieles hier in dem Land?

von Qwertz (Gast)


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von Wolfgang (Gast)


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oszi40 schrieb:
> So gesehen sind Margen schwer vergleichbar. Man sollte davon leben können.

Aber man muss nicht so gut "davon leben" können, dass man am Ende seines 
Arbeitslebens nicht mehr weiss, wohin mit dem Geld und gezwungen ist, es 
über Stiftungen zu verteilen oder Weltorganisationen wesentlich mit zu 
finanzieren, die als Institution staatlich und unabhängig von 
wirtschaftlichen Interessen arbeiten sollten.

von Extra virgine (Gast)


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Ja das Internet hat einige lustlose Händler flottgemacht. Können jetzt 
nicht mehr einfach das verkaufen was sie grade dahaben.

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