Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Aktuelle Arbeit, Jobangebot, Pest oder Cholera: Eagle vs Arduino


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von Alex -. (alex796)


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Hi
Ich würde gerne ein paar Meinungen zu meiner jetzigen Situation 
einholen, und ob ein beruflicher Wechsel von Eagle zu Arduino Sinn 
ergibt.

Mir wurde in meinem vorigen Job vor ein paar Monaten aufgrund Covid 
gekündigt, habe aber glücklicherweise sofort eine neue Stelle in einem 
jungen Tech-Unternehmen (7 Jahre jung) bekommen. Das Produkt ist 
spannend und ich sehe eine rosige Zukunft für die Firma.
Ich bin dort der "Lead" Elektronikentwickler (allerdings auch eine 
1-Mann-Armee) und bin für die ganze Elektronik zuständig. Die Elektronik 
im jetzigen Produkt ist bis dato recht überschaubar, so dass ich das 
alleine bis jetzt sehr gut meistern kann. Ich bin in den letzten 10 
Jahren in der Leistungselektronik unterwegs gewesen, und fühle mich in 
dem Bereich sehr wohl und auch recht kompetent. In den letzten 1-2 
Jahren habe ich jedoch mehr und mehr Interesse an embedded software 
gewonnen, und könnte mir gut vorstellen, dort mehr relevante 
Arbeitserfahrung zu sammeln. Bewerbungen auf embedded Stellen in großen 
Firmen wurden verständlicherweise mit Absagen aufgrund fehlender 
Erfahrung beantwortet. Der Arbeitsmarkt im Bereich Leistungselektronik 
ist in meiner Region eher mau im Vergleich zu embedded Software. Ein 
Wechsel ist also Interesse gepaart mit einer gewissen 
Zukunftssicherheit.

Was mich an meiner jetzigen Stelle als Elektronikentwickler stört, ist, 
dass die ganze bestehende Elektronik mit Eagle erstellt wurde, und die 
vorigen Entwickler (2 Konsulenten und 1 Juniorentwickler) keinerlei 
Sinn/Erfahrung für vernünftige Komponentbibliotheken haben. Stattdessen 
verwendet man einen generischen 0402 Widerstand, und ändert im Design 
lediglich den Wert. Oder ein Bauteil ist in der Bibliothek mit einem 
DBVT Package angegeben, und der Name des Bauteils wurde im eigentlichen 
Design mit einem DCKT Package angegeben. Entsprechend wurde das richtige 
Bauteil im falschen Package auf die Platine gelötet.
Wir haben keine richtige Schnittstelle zu unserem PCBA Partner, so dass 
dieser im Endeffekt unsere BOM Listen manuell in deren System eintragen 
muss. Gibt es Änderungen bei uns im Design, müssen wir die BOM Liste 
manuell händisch ändern mit dem entsprechenden Bauteil, und unser PCBA 
Partner muss dann deren Liste händisch abändern.
Unsere BOM Listen haben sich in den letzten 7 Jahren zum reinsten Chaos 
entwickelt, und passen teilweise nicht mit dem eigentlichen Design 
zusammen (siehe Beispiel oben), weil aufgrund der händischen Handhabung 
zu viele Fehler passieren, die nicht entdeckt werden. In den letzten 2 
Wochen sind zahlreiche unserer Produkte in der Produktion abgebrannt, 
weil falsche Bauteile plaziert wurden (aufgrund der falschen BOM Liste). 
Ich sehe allerdings Hoffnung, dass, wenn ich die neue Elektronik für 
künftige Produkte entwickle, ich die Bauteilbibliothek richtig aufsetze, 
und die ganze bestehende Elektronik unter Legacy verbucht wird.

Ich wurde vergangenen Monat von einem anderen Unternehmen (10 Jahre 
jung) angeschrieben, dass zur Verstärkung im Team einen 
Elektronikentwickler mit embedded software Kenntnisse sucht. Also 
eigentlich genau das, was ich mir auf lange Sicht gut vorstellen könnte. 
Was mich jedoch abschreckt, ist, dass der jetzige embedded Entwickler 
das ganze Produkt mit einem Arduino aufgesetzt hat, mit dem Argument, 
dass man mit wenig Aufwand schnelle Ergebnisse erzielen kann. Im 
Programm sind keinerlei Interrupts vorhanden, sondern alles über Polling 
und State machine.
In der neuen Firma würde ich neben Elektronikentwicklung auch zum großen 
Teil embedded Software sowie im gewissen Umfang ein wenig APIs mittels 
.NET entwickeln. Tätigkeitsbeschreibungen sind offiziell 
Elektronikentwicklung, low level Treiber in C/C++ sowie teilweise .NET 
API. Der jetzige Entwickler geht in den nächsten 3-5 Jahren in Rente, 
und ich soll ihn auf lange Sicht ablösen. Wir hätten also ein paar Jahre 
zusammen. Chef und Projektleiter erwähnten im Jobinterview auf meinen 
Kommentar bezüglich Arduino, dass man in Zukunft grundsätzlich offen für 
eine andere, alternative Plattform zu Arduino wäre. Aber Stand der Dinge 
jetzt und hier ist, dass Arduino benutzt wird, um nicht zu viel Änderung 
auf einmal vorzunehmen (Entwicklung ist in vollem Gang).
Mitarbeiter und Personalabteilung in der neuen Firma sind sehr nett, und 
in den 10 Jahren, in der die Firma besteht, hat lediglich 1 Mitarbeiter 
neue Herausforderungen gesucht.

Gehalt und Arbeitsbedingungen sind in beiden Firmen recht ähnlich und 
gut. Beiden Firmen traue ich eine rosige Zukunft aufgrund deren Produkt 
zu, und beide Unternehmen werden organisatorisch wachsen.
Grund zum Wechsel wären entsprechend lediglich Tätigkeit (weniger 
Elektronik und mehr embedded) sowie nette Kollegen und vernünftige 
Personalabteilung.

Auch wenn es Arduino ist, wäre es ein Schritt in die gewünschte 
Richtung. Meine Hoffnung.

Ich stehe momentan also vor der Entscheidung "Elektronik in Eagle vs 
embedded in Arduino" und bin ein wenig unentschlossen, wie ich mich 
entscheiden soll.

Wie seht ihr das?

Gruß,

von Lerninstructor (Gast)


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Alex -. schrieb:
> Was mich an meiner jetzigen Stelle als Elektronikentwickler stört, ist,
> dass die ganze bestehende Elektronik mit Eagle erstellt wurde, und die
> vorigen Entwickler (2 Konsulenten und 1 Juniorentwickler) keinerlei
> Sinn/Erfahrung für vernünftige Komponentbibliotheken haben. Stattdessen
> verwendet man einen generischen 0402 Widerstand, und ändert im Design
> lediglich den Wert.

Und was ist daran  schlecht?!

von MaWin (Gast)


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Bleibe bei deinem jetzigen Job und räume die Bibliotheken und was dir 
sonst nicht gefällt auf.

Arduino ist Spielzeug, kein Job.

Freue dich, dass du Leistungselektronk beherrscht.

von Falk B. (falk)


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Alex -. schrieb:

> Erfahrung beantwortet. Der Arbeitsmarkt im Bereich Leistungselektronik
> ist in meiner Region eher mau im Vergleich zu embedded Software. Ein
> Wechsel ist also Interesse gepaart mit einer gewissen
> Zukunftssicherheit.

Klingt doch gut. Es spricht wenig dagegen.

> Was mich an meiner jetzigen Stelle als Elektronikentwickler stört, ist,
> dass die ganze bestehende Elektronik mit Eagle erstellt wurde,

Was an sich kein Mangel ist. Man kann mit fast JEDEM CAD-System gute 
Daten erstellen oder auch Chaos erzeugen.

 und die
> vorigen Entwickler (2 Konsulenten und 1 Juniorentwickler) keinerlei
> Sinn/Erfahrung für vernünftige Komponentbibliotheken haben.

Das ist schon eher ein Thema.

> Stattdessen
> verwendet man einen generischen 0402 Widerstand, und ändert im Design
> lediglich den Wert.

Was sollte man sonst tun? Willst du in Eagle eine vollausgebaute 
Datenbank mit Hersteller- und Lieferantennummern hochziehen, wo es dann 
hunderte 0402er Widerstände gibt? Viel Spaß!

> Oder ein Bauteil ist in der Bibliothek mit einem
> DBVT Package angegeben, und der Name des Bauteils wurde im eigentlichen
> Design mit einem DCKT Package angegeben.

Wenn sie mechanisch kompatibel sind, ist das ja wohl kein Problem.

> Entsprechend wurde das richtige
> Bauteil im falschen Package auf die Platine gelötet.

Das ist schon ein Problem.

> Wir haben keine richtige Schnittstelle zu unserem PCBA Partner, so dass
> dieser im Endeffekt unsere BOM Listen manuell in deren System eintragen
> muss. Gibt es Änderungen bei uns im Design, müssen wir die BOM Liste
> manuell händisch ändern mit dem entsprechenden Bauteil, und unser PCBA
> Partner muss dann deren Liste händisch abändern.

Das ist halt so. Aber damit bist du nicht allein, wir machen das in der 
Firma auch so. Ist nicht super sexy, aber man muss auch sehen, daß es 
ein DEUTLICHER Aufwand ist, wenn man da 2 EDV-Systeme kopplen will.
Klar, bei vielen größeren Firmen ist das deutlich stärker automatisiert 
und wenn es denn einmal läuft will man es auch nicht mehr hergeben.

> Unsere BOM Listen haben sich in den letzten 7 Jahren zum reinsten Chaos
> entwickelt, und passen teilweise nicht mit dem eigentlichen Design
> zusammen (siehe Beispiel oben), weil aufgrund der händischen Handhabung
> zu viele Fehler passieren, die nicht entdeckt werden.

Kann sein. Kann aber auch Faulheit und mangelnde Disziplin bei der 
Datenerstellung- und Pflege sein.

> In den letzten 2
> Wochen sind zahlreiche unserer Produkte in der Produktion abgebrannt,
> weil falsche Bauteile plaziert wurden (aufgrund der falschen BOM Liste).
> Ich sehe allerdings Hoffnung, dass, wenn ich die neue Elektronik für
> künftige Produkte entwickle, ich die Bauteilbibliothek richtig aufsetze,
> und die ganze bestehende Elektronik unter Legacy verbucht wird.

Was willst du denn konkret machen? Und welchen Aufwand und Nutzen siehst 
du dabei?

> Ich wurde vergangenen Monat von einem anderen Unternehmen (10 Jahre
> jung) angeschrieben, dass zur Verstärkung im Team einen
> Elektronikentwickler mit embedded software Kenntnisse sucht. Also
> eigentlich genau das, was ich mir auf lange Sicht gut vorstellen könnte.
> Was mich jedoch abschreckt, ist, dass der jetzige embedded Entwickler
> das ganze Produkt mit einem Arduino aufgesetzt hat, mit dem Argument,
> dass man mit wenig Aufwand schnelle Ergebnisse erzielen kann. Im
> Programm sind keinerlei Interrupts vorhanden, sondern alles über Polling
> und State machine.

Hehe. Aber auch in der Arduino-IDE darf und kann man Interrupts 
verwenden.

> In der neuen Firma würde ich neben Elektronikentwicklung auch zum großen
> Teil embedded Software sowie im gewissen Umfang ein wenig APIs mittels
> .NET entwickeln. Tätigkeitsbeschreibungen sind offiziell
> Elektronikentwicklung, low level Treiber in C/C++ sowie teilweise .NET
> API. Der jetzige Entwickler geht in den nächsten 3-5 Jahren in Rente,

Das ist aber noch ne Menge Zeit. Zeit, in der du dich mit ihm schön 
zoffen kannst! Wenn er nur 1-2 Jahre wären, könnte man sich das 
überlegen. Denn "der Alte" wird GAR NICHTS mehr anders machen oder gar 
Fehler einsehen. Das geht bei 99,9% der Menschen in dem Alter nicht 
mehr. "Hab ich schon immer so gemacht".

> und ich soll ihn auf lange Sicht ablösen. Wir hätten also ein paar Jahre
> zusammen. Chef und Projektleiter erwähnten im Jobinterview auf meinen
> Kommentar bezüglich Arduino, dass man in Zukunft grundsätzlich offen für
> eine andere, alternative Plattform zu Arduino wäre. Aber Stand der Dinge
> jetzt und hier ist, dass Arduino benutzt wird, um nicht zu viel Änderung
> auf einmal vorzunehmen (Entwicklung ist in vollem Gang).

Logisch, never change a running system. Und wie gesagt, auch mit Arduino 
kann man Interrupts nutzen. Und wenn die Aufgaben ohne Interrupts und 
nur mit Statemachines lösbar sind, ohne sich sinnlos zu verrenken, 
mach es einfach!

> Auch wenn es Arduino ist, wäre es ein Schritt in die gewünschte
> Richtung. Meine Hoffnung.

Kann sein.

> Ich stehe momentan also vor der Entscheidung "Elektronik in Eagle vs
> embedded in Arduino" und bin ein wenig unentschlossen, wie ich mich
> entscheiden soll.

Beides sind brauchbare Optionen. Wirf ne Münze ;-)

von Embedded Dev‘ler (Gast)


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Ich sehe bei der neuen Stelle das Problem: noch bist du Anfänger in der 
SW Entwicklung. Wenn dort aber niemand ist, von dem du lernen kannst, 
bleibt dein Know How auf einem niedrigen Niveau...

Bleib bei der aktuellen Stelle und suche weiter nach einer Stelle, in 
der die persönlichen/fachlichen Entwicklungsmöglichkeiten besser sind.

von Optimist (Gast)


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Falk B. schrieb:
> Das ist aber noch ne Menge Zeit. Zeit, in der du dich mit ihm schön
> zoffen kannst! Wenn er nur 1-2 Jahre wären, könnte man sich das
> überlegen. Denn "der Alte" wird GAR NICHTS mehr anders machen oder gar
> Fehler einsehen. Das geht bei 99,9% der Menschen in dem Alter nicht
> mehr. "Hab ich schon immer so gemacht".

Ein unglaublich wichtiger Punkt. Menschen sind nicht viel anders als 
Affen, die mit Scheiße werfen. Gepaart mit mangelnder Flexibilität und 
der Aussicht auf Rente, kann man NULL Zusammenarbeit erwarten. Ab 60 
erinnert das Verhalten vieler (nicht aller) dann zunehmend daran wie 
sich Kinder verhalten.

von Hannes J. (Firma: _⌨_) (pnuebergang)


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Alex -. schrieb:
> Ich bin dort der "Lead" Elektronikentwickler (allerdings auch eine
> 1-Mann-Armee) und bin für die ganze Elektronik zuständig.

Ab hier verstehe ich das ganze schon nicht mehr. Wenn du dort der Chef 
im Ring bist, dann kannst du das doch alles (langsam, schrittweise) 
ändern.

> Die Elektronik
> im jetzigen Produkt ist bis dato recht überschaubar, so dass ich das
> alleine bis jetzt sehr gut meistern kann.

Das heißt du hast auch Zeit Dinge zu ändern.

> In den letzten 2
> Wochen sind zahlreiche unserer Produkte in der Produktion abgebrannt,
> weil falsche Bauteile plaziert wurden (aufgrund der falschen BOM Liste).

So pervers es klingt, dass ist doch gut. Das ist nämlich ein guter Grund 
mit dem Chef zu reden und zu sage

"Chef, das kostet richtig Zeit, Geld und Reputation. Da müssen wir 
unbedingt ran. Hier ist der Plan wie wir das angehen sollten."

Wichtig ist mit einem Plan zu kommen.

> Ich wurde vergangenen Monat von einem anderen Unternehmen (10 Jahre
> jung) angeschrieben,

> Was mich jedoch abschreckt, ist, dass der jetzige embedded Entwickler
> das ganze Produkt mit einem Arduino aufgesetzt hat, mit dem Argument,
> dass man mit wenig Aufwand schnelle Ergebnisse erzielen kann.

Arduino, damit ist das Thema doch durch. Willst du in den Kindergarten? 
Du hast einen Job in der dir Altlasten nicht gefallen und willst in 
einen Job in dem gerade Altlasten mit Kindergartenprodukten kreiert 
werden. Warum?

> Der jetzige Entwickler geht in den nächsten 3-5 Jahren in Rente,
> und ich soll ihn auf lange Sicht ablösen. Wir hätten also ein paar Jahre
> zusammen.

Das ist eine 100% Garantie, dass du dort in den nächsten 3-5 Jahren an 
dem Arduino-Kindergarten-Murks nichts grundsätzliches ändern kannst.

Das hat übrigens nichts mit dem Alter zu tun, sondern mit "das ist mein 
Baby". Rede mal mit einem Hippster-Technologen darüber, was die 
grundsätzliche Ursache ist warum sein Müll aus 
Cloud-Kubernetes-Istio-Microservices im Backend und 15 JavaScript 
Frameworks im Frontend mit DevOps-Kinderbetreuung ständig Probleme macht 
...

> Chef und Projektleiter erwähnten im Jobinterview auf meinen
> Kommentar bezüglich Arduino, dass man in Zukunft grundsätzlich offen für
> eine andere, alternative Plattform zu Arduino wäre.

Ja ne, is klar.

> Aber Stand der Dinge
> jetzt und hier ist, dass Arduino benutzt wird, um nicht zu viel Änderung
> auf einmal vorzunehmen

Das wird in 3-5 Jahren noch so sein. Lieber mit tausend Hacks weiter 
gebastelt als einmal richtig gemacht.

> (Entwicklung ist in vollem Gang).

Das heißt wohl dass es momentan nicht richtig läuft. Was hat diese Firma 
eigentlich die letzten 7 Jahre gemacht?

: Bearbeitet durch User
von Senf D. (senfdazugeber)


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Wenn ich die Geschichte vom Threadersteller so lese, wird mir mal wieder 
bewusst, wie glücklich ich mich schätzen kann in einem großen 
Unternehmen angestellt zu sein, wo professionell gearbeitet wird.

Auch hier ist vielleicht nicht alles Gold, was glänzt, aber diese 
Frickelei, um nicht zu sagen: so ein Pfusch, würde mich als Ingenieur 
zur puren Verzweiflung bringen.

Beide Jobs klingen nicht ansprechend, aber der zweite mit 
Arduino-Einsatz klingt tatsächlich wie der Vorhof zur Hölle. Im direkten 
Vergleich kann ich dir nur raten, dir den bloß nicht anzutun. Such 
lieber in Ruhe weiter nach einem vernünftigen Job ohne solch schlimmen 
Voraussetzungen.

von Echter Dipl. Ingenieur (Univ.) (Gast)


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Ja Qwertz du bist sowieso der Geilste im IGM Konzern mit 5500 Netto und 
Neuwagen jedes Jahr. Das hätten wir fast vergessen.

von ;) (Gast)


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Wenn die aktuelle Firma erst mal aufgeräumt und modernisiert
werden muss, ist doch prima. Kann das die andere Firma auch bieten?
Das wäre doch eine Perspektive sich unentbehrlich zu machen
was nachhaltig wäre. Man muss auch für die Zukunft planen.
Arduino ist ja nichts wirlich schlechtes, nur ist das ein
Fix-Prozessor-Konzept mit dem man Mikrokontroller etwas leichter
lernen kann. Für kleine Projekte in der Wirtschaft mag das erstmal
ausreichen, aber was ist, wenn die Projekte größer werden, die
der eingesetze Prozessor irgend wann nicht mehr schafft?
Man wird langfristig wohl auf leistungsfähigere Prozessoren
angewiesen sein und die sind wegen der Arduino-Architektur dann
wohlmöglich nicht mehr möglich weil nicht kompatibel.
Auch muss man bedenken, dass man vielleicht mal vor dem Problem
steht, dass die verwendete Version abgekündigt wird und man keinen
Ersatz mehr so einfach bestellen kann.
Das kann natürlich auch bei Prozessor-Familien passieren, aber
man muss das mal unter dem Licht mehrer Intanzen einer
Wirtschaftskette beleuchten.

Prozessor-Hersteller -> Händler -> Arduino-Hersteller -> Händler
-> Anwender.

Prozessor-Hersteller -> Händler -> Anwender

Alex -. schrieb:
> allerdings auch eine 1-Mann-Armee

Dann überzeuge deine Chefs doch, noch einen Helfer einzustellen,
der dir deinen Kopf frei hält. Ein Elektroniker oder Techniker
würde doch reichen.

von DADU (Gast)


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Alex -. schrieb:
> Der jetzige Entwickler geht in den nächsten 3-5 Jahren in Rente,
> und ich soll ihn auf lange Sicht ablösen.

Wirf den Rest des Textes weg, das ist in meinen Augen die wichtigste 
Aussage.

Ein Arbeitgeber der halbwegs mitdenkt. Ist aber halt auch eine 
Einbahnstraße die Stelle, Kampf allein auf verlorenem Posten wenn der 
dafür nur eine Person beschäftigt.

PS: embedded Software ist relativ langweilig. Überleg es dir gut. Ich 
bereue es im Nachhinein, nicht irgend etwas anderes als Elektrotechnik 
mit Ausrichtung auf Software studiert zu haben. Förster ist finde ich 
eine interessante Tätigkeit. Oder Jäger.

von Arduino Fanboy (Gast)


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MaWin schrieb:
> Arduino ist Spielzeug, kein Job.

Was ist das für ein Blödsinn? Arduino ist die Zukunft und 
Raketenwissenschaft!

von Echter Dipl. Ingenieur (Univ.) (Gast)


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DADU schrieb:
> Förster ist finde ich eine interessante Tätigkeit. Oder Jäger

Woanders ist das Gras (oder in diesem Fall der Wald) immer grüner. Nach 
2 Jahren kennst du alle Bäume und Rehe mit Namen und dann willst du wohl 
Friseur werden.

von Senf D. (senfdazugeber)


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DADU schrieb:
> PS: embedded Software ist relativ langweilig. Überleg es dir gut. Ich
> bereue es im Nachhinein, nicht irgend etwas anderes als Elektrotechnik
> mit Ausrichtung auf Software studiert zu haben.

Und das wusstest du nicht vorher, dass man da im Wesentlichen am 
Schreibtisch vorm PC sitzt? Was hast du dir denn sonst darunter 
vorgestellt? Die Frage ist nicht rhetorisch, sondern ernst gemeint.

> Förster ist finde ich eine interessante Tätigkeit. Oder Jäger.

Das kann ich nicht ernst nehmen. Hast du dich mal informiert, wie da das 
Gehalt aussieht? 😖

von Jens M. (schuchkleisser)


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>Implizierend, das man mit Eagle keine guten Layouts machen kann
>Implizierend, das man mit Eagle keine guten Stücklisten machen kann
>Implizierend, das man mit Eagle keine Bauformen wechseln und richtig benennen 
kann
>Implizierend, das man mit Arduino-kompatibler Hardware keine professionellen 
Geräte bauen kann
>Implizierend, das man mit der Arduino-IDE keine gute Software bauen kann
>Implizierend, das man gute Software nur mit Interrupts bauen kann

Junge, das ist so viel "mimimi ich kann mein Werkzeug nicht bedienen 
aber der da hat nicht mal welches", das ich glatt auf den Kalender 
gekuckt hab ob nicht Freitag ist.

- Lege neue Bauformen für die fraglichen Teile an
- Library Update
- fertig: Bauform ist richtig, Bauteilname in der BOM ist richtig
- Wenn man sein Werkzeug zu nutzen weiß, kommen auch so schon richtig 
benannte Teile aus der BOM
- Ändere die Scripte wie sie dir gefallen, dann klappt das noch besser
- Fass die Software im neuen Betrieb besser nicht an: wenn du meinst das 
funktionierende Produkt durch hinzufügen von Interrupts zu verbessern 
nur damit dann Interrupts drin sind, hast du nix verbessert nur 
verkompliziert

von Alex -. (alex796)


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Hi

vielen Dank für eure Rückmeldungen. Die haben mir auf jeden Fall ein 
Stück weitergeholfen.

Ich lasse das ganze übers Wochenende sacken und werde am Montag die 
Entscheidung treffen.

Vielen Dank.

Gruß,

von _Gast (Gast)


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Hm,


Was ist an Eagle schlimm?

Wenn man seine Bibliotheken richtig erstellt ist das nicht wirklich ein 
Problem, und das mit dem BOM ist einfach Schlamperei!

Normalerweise wird die Prototypen Platine bestellt und währenddessen der 
BOM erstellt, anschließend wird die Platine exakt nach BOM bestückt und 
getestet, dann wird der Prototyp nochmals überarbeitet oder finalisiert. 
Anschließend wird die Fertigungsdokumentation erstellt und geht zu den 
EMS-Dienstleistern und es werden die entsprechenden Angebote eingeholt. 
Wenn diese Alternativen vorschlagen, werden diese geprüft und mit in den 
BOM aufgenommen fertig!
Ich habe noch von keinen EMS-Dienstleister Beschwerden gehört wegen der 
BOM, es kam nur meistens der Wunsch ob wir diesen als Excel-Datei 
mitliefern können, was wir jetzt schon immer standardmäßig machen. 
(Getreu der Devise jede Rückfrage ist nur einmal zulässig dann muss das 
die Doku hergeben)

Das klappt wunderbar, und sogar bei unseren Produkten die vom TÜV und 
Konsorten geprüft und zertifiziert werden!

Und ja ich habe mir auch den Altium Designer angesehen, klar kann der um 
einiges mehr als Eagle, aber im Endeffekt heißt das nicht das dieser 
wirtschaftlicher ist, vor allen wenn man nur ein paar Platinen im Jahr 
erstellt.

mfg
Gast

von Arduino Fanboy (Gast)


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_Gast schrieb:
> Und ja ich habe mir auch den Altium Designer angesehen, klar kann der um
> einiges mehr als Eagle, aber im Endeffekt heißt das nicht das dieser
> wirtschaftlicher ist, vor allen wenn man nur ein paar Platinen im Jahr
> erstellt.

Ich würde sogar so weit gehen und nicht mal Eagle benutzen. Vor allem 
nicht Eagle > V8. KiCad kann alles was man benötigt, um Leiterplatten im 
kleinen Stil anzufertigen. Also bis über 1000 Bauteile.

von Erich L. (loktarogar)


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nimm einfach solidworks. des bisschen cad kann auch ein gymnasiumsnast 
erledige

von Schlaumaier (Gast)


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Wo ist das Problem. ?

Es ist doch üblich das man die Schlamperei seines Vorgängers aufräumen 
muss. Was glaubt man denn wieso man sonst den Job hat. Die Antwort ist : 
"Der Chef war mit den anderen so unzufrieden, das er ihn gefeuert hat 
ODER der Arbeiter war mit den Job so unzufrieden das er ein schlampig 
gemacht hat".

Alex -. schrieb:
> Ich bin dort der "Lead" Elektronikentwickler (allerdings auch eine
> 1-Mann-Armee) und bin für die ganze Elektronik zuständig.

Das bedeutet besondere Fähigkeiten und deren Folgen.

DU bist deine eigene Abteilung. Der Chef erwartet Ergebnisse. Den juckt 
es nicht die Bohne wie du daran kommst.

Also räum deine Hütte auf. Mach es wie du es für richtig hältst. Setze 
dich durch, halte dich an Normen und wenn du das richtig machst und gut 
bist, kannst du bald die Beine auf den Tisch legen und es dir gemütlich 
machen.

Ich habe über 20 Jahre als 1-Mann-EDV-Abteilung gearbeitet in einer 
Firma. Das hat mich am Anfang immer viel Arbeit gekostet und manche 
Überstunde um Fristen einzuhalten. Aber irgendwann kommt alles wieder. 
Und wenn ich eine Arbeit 3 x gemacht habe, habe ich mir in meiner 
"Arbeits-Freizeit" eine Software geschrieben die mir die Drecksarbeit 
erledigt hat o. größte Teile davon.

Was ich sagen will ist. Sobald man alles aufgeräumt + optimiert hat, 
wird der Job gemütlich und leicht. Wenn es nicht so ist, such dir was 
anderes. Aber dann riskierst du das du ein Chef hast der was davon 
versteht was du macht, und dir sagt wie du es machen sollst.

Meiner hat mir vertraut und wollte nur Ergebnisse sehen. Leg bei 
Zeitanfragen immer 20-30 % drauf, etwas Puffer schadet nie.

von Wühlhase (Gast)


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Falk B. schrieb:
>> Stattdessen
>> verwendet man einen generischen 0402 Widerstand, und ändert im Design
>> lediglich den Wert.
>
> Was sollte man sonst tun? Willst du in Eagle eine vollausgebaute
> Datenbank mit Hersteller- und Lieferantennummern hochziehen, wo es dann
> hunderte 0402er Widerstände gibt? Viel Spaß!

Hehe, das ist doch die ideale Gelegenheit auf ein CAD umzusteigen, daß 
solchen Kram vernünftig verwalten kann.

Vor allem, wenn der Firma der Pfusch der vergangenen Jahre gründlich um 
die Ohren geflogen ist.

von Schlaumaier (Gast)


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Alex -. schrieb:
> Stattdessen
> verwendet man einen generischen 0402 Widerstand, und ändert im Design
> lediglich den Wert.

Also so eine Schlamperei mache ich nicht mal bei meinen 
Hobby-Kicad-Platinen. ?!?!.  Da nehme ich den Widerstand, kopiere ihn, 
und ändere in der Kopie den Wert und speichere ihn dann neu ab.  Das ist 
1 Minute Arbeit. Dann wird Gruppe (Meine Widerstände) in das Projekt 
gelegt und fertig ist.

Wie ich oben schon geschrieben habe, es ist Zeitsparender Zeit zu 
investieren.

von Freddy (Gast)


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Eagle Gewissen gewissen Ruf. Auch wenn ich beruflich mit Mentor arbeite 
kann ich trotzdem sagen, dass Auch das beste Tool auch nichts taugt wenn 
man nicht damit umgehen kann.
Es gibt Alternativen zu Eagle. Ob das Altium, OrCad oder Pulsonic sind 
auch diese Tools sind in den falschen Händen auch nicht besser.
Und ob du eine Anbindung an dein ERP System brauchst muss dein Prozess 
vorgeben.In  Excel kann man auch die BOMs Skripten und dann nachträglich 
auch mit Python oder Perl produktionsbedingt aufbereiten.

Womit Du aber aufräumen musst sind die Bibliotheken und der Prozess. 
Insbesondere ein Änderungsprozess und belastbare LZ-Listen. Bei mehreren 
Baugruppen in einem System vielleicht auch ein sinnvolles Baselining.
Ob Dich dabei ein Tool unterstützen muss oder das noch händisch geht 
hängt such von der Anzahl der Baugruppen an die du in der Woche 
raushaust.

von Uffff (Gast)


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Senf D. schrieb:
> DADU schrieb:
>> PS: embedded Software ist relativ langweilig. Überleg es dir gut. Ich
>> bereue es im Nachhinein, nicht irgend etwas anderes als Elektrotechnik
>> mit Ausrichtung auf Software studiert zu haben.
>
> Und das wusstest du nicht vorher, dass man da im Wesentlichen am
> Schreibtisch vorm PC sitzt? Was hast du dir denn sonst darunter
> vorgestellt? Die Frage ist nicht rhetorisch, sondern ernst gemeint.
>

Geht doch gar nicht um die Arbeit am Rechner selbst. Es ist die repetive 
Arbeit selbst.

Machst hier etwas Android, dort etwas Yocto Linux, dann etwas Linux 
Kerneltreiber weil irgendein Idiot bei 1k Stückzahl pro Jahr meinte man 
müsste 1ct an einem Bauteil sparen (für das es dann keinen fertigen 
Treiber gibt, Hosanna), dann irgendeinen alten Mist für PIC/ATmega, dann 
etwas C# für eine Windows Anwendung, ggf. mal etwas Python für eine 
schnelle Automatisierung, letztendlich ist es alles das Gleiche.

Und ich arbeite in der Entwicklung, das ist das Traurige. Es ist einfach 
nur Schema F - man hat ein Problem, recherchiert und liest stundenlang 
Doku, schläft eine Nacht darüber und am nächsten Tag läuft der Schund 
wie man es haben möchte nach ein paar Stunden und nervigen 
Unterbrechungen durch Meetings deren Ausgang man vorher schon kennt. 
Hatte ich bisher bei jedem einzigen Problem und das ist einfach 
langweilig.


> Das kann ich nicht ernst nehmen. Hast du dich mal informiert, wie da das
> Gehalt aussieht? 😖

Im höheren Dienst A13/E13 ist das Gehalt ganz okay. Selbst mit dem 
Verdienst des gehobenen Dienstes könnte ich noch leben.

https://www.bild.de/geld/mein-geld/foerster/was-verdient-ein-foerster-55242632.bild.html#:~:text=Sie%20sind%20meistens%20in%20der,3500%20Euro%20bis%205200%20Euro.

von Senf D. (senfdazugeber)


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Uffff schrieb:
>> Das kann ich nicht ernst nehmen. Hast du dich mal informiert, wie da das
>> Gehalt aussieht? 😖
>
> Im höheren Dienst A13/E13 ist das Gehalt ganz okay. Selbst mit dem
> Verdienst des gehobenen Dienstes könnte ich noch leben.

Träumer. Die paar Stellen mit A13 sind in der Forstverwaltung oder 
Amtsleiter eines Forstamtes, also auch nur noch ein langweiliger Bürojob 
(und gerade nicht im Wald).

Ansonsten steht im verlinkten Artikel das Mediangehalt, was Bände 
spricht:

"Die Bundesagentur für Arbeit hat für ihren Entgeltatlas für 
Revierförster ein mittleres Einkommen von 3826 Euro ermittelt. Die 
Hälfte verdient weniger, die andere Hälfte mehr."

von Uffff (Gast)


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Senf D. schrieb:
> Uffff schrieb:
>>> Das kann ich nicht ernst nehmen. Hast du dich mal informiert, wie da das
>>> Gehalt aussieht? 😖
>>
>> Im höheren Dienst A13/E13 ist das Gehalt ganz okay. Selbst mit dem
>> Verdienst des gehobenen Dienstes könnte ich noch leben.
>
> Träumer. Die paar Stellen mit A13 sind in der Forstverwaltung oder
> Amtsleiter eines Forstamtes, also auch nur noch ein langweiliger Bürojob
> (und gerade nicht im Wald).
>
> Ansonsten steht im verlinkten Artikel das Mediangehalt, was Bände
> spricht:
>
> "Die Bundesagentur für Arbeit hat für ihren Entgeltatlas für
> Revierförster ein mittleres Einkommen von 3826 Euro ermittelt. Die
> Hälfte verdient weniger, die andere Hälfte mehr."

Und selbst das reicht doch noch. Ich versteh das Problem nicht.

Über Gehaltserhöhungen freut sich in dem Bereich eigentlich nur noch der 
Staat.

von Weich W. (hand_werker)


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Uffff schrieb:
> Über Gehaltserhöhungen freut sich in dem Bereich eigentlich nur noch der
> Staat.

Und weil sich der Staat 42% davon nimmt, willst du die restlichen 58% 
auch nicht, bei der gleichen Arbeitszeit? Interessant.

von Senf D. (senfdazugeber)


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Uffff schrieb:
> Und selbst das reicht doch noch. Ich versteh das Problem nicht.

Das Problem daran ist, dass mir das viel zu wenig Geld wäre. Das 
genannte Mediangehalt entspricht nur knapp 2400 € netto bei Steuerklasse 
I ohne Kirchensteuer. Meine Ansprüche liegen aber deutlich darüber. Wie 
will man sich damit langfristig Vermögen aufbauen?

: Bearbeitet durch User
von Optimist (Gast)


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Senf D. schrieb:
> Das genannte Mediangehalt entspricht nur knapp 2400 € netto bei
> Steuerklasse I ohne Kirchensteuer.

Beamte zahlen keine Sozialversicherungsbeiträge. Frauen jedoch ca. 400€ 
und Männer 250€ monatlich für die private Krankenversicherung. Zudem 
gibt es so Dinge wie quasi doppeltes Kindergeld und Ehezuschlag. Ein 
verheirateter IGM Ingenieur auf Steuerklasse 3 und seine Frau mit 
Steuerklasse 5 als Beamtin, 2 Kinder, ist finanziell so ziemlich das 
Optimum was man rausholen kann, pro Stunde gerechnet. Auch bei Thema 
Altersvorsorge. So ist es bei einem Kollegen.

von MaWin (Gast)


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Optimist schrieb:
> Gepaart mit mangelnder Flexibilität und der Aussicht auf Rente, kann man
> NULL Zusammenarbeit erwarten. Ab 60 erinnert das Verhalten vieler (nicht
> aller) dann zunehmend daran wie sich Kinder verhalten.

Dummerweise muss man auch als Jüngerer den Alten derzeit zugestehen, 
dass sie es irgendwie auf ihre Art besser gemacht oder gekonnt haben.

Egal in welcher Branche, der Qualität der Erzeugnisse sinkt spätestens 
seit 2010. Bei Informatik ist seit Scrum der produzierte Müll 
offensichtlich, in der Automobilbranche sprechen Autos wie ID3 und Golf8 
Bände (seit Dieselskandal andere Leute, die kriegen es einfach nicht 
hin, Piech war eine ganz andere Ära, nach ihm kamen erst die Betrüger, 
nun die Deppen) aber auch andere Konzerne wie LRJ die 2012 das Highlight 
Evoque schufen haben nun -50% Umsatz weil die Autos nur noch teuer sind, 
Deppen reiten auf der Evoque-Welle bis sie tot ist, und die erschreckend 
niedrige Haltbarkeit der weissen Ware ist hier oft genug Thema.

Nicht jede neue Sau die man durchs Dorf treibt ist ein Fortschritt, viel 
zu oft rennen die Leute nur Rattenfängern hinterher. Irgendwie war da 
die Nachkriegsgeneration robuster, hat sich nicht jedem Dampfplauderer 
gebeugt wie die neue weichgespülte und ahnungslose Generation "mach 
bloss niemals was selbständig, du könntest dich verbrennen".

von Optimist (Gast)


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MaWin schrieb:
> Bei Informatik ist seit Scrum der produzierte Müll offensichtlich, in
> der Automobilbranche sprechen Autos wie ID3 und Golf8 Bände (seit
> Dieselskandal andere Leute, die kriegen es einfach nicht hin, Piech war
> eine ganz andere Ära, nach ihm kamen erst die Betrüger, nun die Deppen)

Woran machst du fest, dass es seit Scrum schlechter ist? Offensichtlich 
ist kein Argument.

Der ID3 und eGolf haben etwa 10mal mehr Software an Board als der 
Vorgänger. Es sind aber nicht mehr Mitarbeiter geworden. Vor allem 
konnten wurden nur wenige im Silicon Valley von Google, Facebook und Co 
abgegriffen, so dass man neben kleineren Unternehmenszukäufen viel 
selbst lernen musste. Die ersten Schritte sind immer schwierig. Es geht 
voran.

Deutschland vergeigt ja alles was mit Digitalisierung zu tun hat, seit 
70 Jahren. Noch riesigen Vorsprung zu Zeiten von Zuse, haben die 
Babyboomer es geschafft fast jeden Trend zu verpennen. Trotz vorhandener 
Kenntnisse, um es zu begreifen. Während die Chinesen nach der 
Kulturrevolution erst die Kenntnisse aufbauen mussten und uns trotzdem 
bereits überholt haben. @Alle MINT über ü55: Danke für nichts!

von Rüdiger (Gast)


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Optimist schrieb:
> Deutschland vergeigt ja alles was mit Digitalisierung zu tun hat, seit
> 70 Jahren. Noch riesigen Vorsprung zu Zeiten von Zuse, haben die
> Babyboomer es geschafft fast jeden Trend zu verpennen. Trotz vorhandener
> Kenntnisse, um es zu begreifen. Während die Chinesen nach der
> Kulturrevolution erst die Kenntnisse aufbauen mussten und uns trotzdem
> bereits überholt haben. @Alle MINT über ü55: Danke für nichts!

Sind auch die Helden in der Politik.

Es wird Geld in eine unnütze App wie z.B. die Corona App gesteckt. In 
der Vergangenheit der gleiche Mist, nannte sich Nina App.

China rollt bei sowas einfach Software aus. Selbst dritte Welt Länder im 
mittleren Osten haben ihre Behören komplett digitalisiert.

Bei uns geht sowas ja nicht. Datenschutz und so.

von IT-Fuzzi (Gast)


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Optimist schrieb:
> Der ID3 und eGolf haben etwa 10mal mehr Software an Board als der
> Vorgänger.

Wenn ich sehe, was schon mein 2 Jahre alter Mittelklasse-SUV für 
Probleme mit der Software hat, ist es für mich ein Grund mehr, niemals 
so eine Elektro-Schüssel zu kaufen. Wobei sich Elektro-Antrieb und 
Software nicht per se ausschließen. Wenn es ordentlich gemacht ist... 
Doch sowohl VW beim eGolf und ID3 als auch bei den ganzen Fahrzeugen von 
Tesla hat man es richtig vergeigt. Die Stichworte sind 
Fehleranfälligkeit und Unbedienbarkeit, gerade auch während der Fahrt.

> Es sind aber nicht mehr Mitarbeiter geworden.

Das ist für mich kein Argument für Pfusch. Mein Chef "liebt" mich dafür, 
aber mein Lieblingsspruch ist: "Ok, wir machen es mal schnell fertig 
damit es schnell wieder da ist." Auch wenn es vielen Leuten nicht passt, 
nehme ich mir die Zeit um Aufgaben wenigstens halbwegs ordentlich zu 
erledigen. Das hilft mir, nachts ruhig zu schlafen und die Firma hat 
einen zufriedenen Kunden, auch wenn es vielleicht 2 Tage länger gedauert 
hat.

von Realist (Gast)


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IT-Fuzzi schrieb:
> Wenn ich sehe, was schon mein 2 Jahre alter Mittelklasse-SUV für
> Probleme mit der Software hat, ist es für mich ein Grund mehr, niemals
> so eine Elektro-Schüssel zu kaufen.

Du verwechselst gerade Elektrik, Elektronik und Software. Bei Elektronik 
und Software haben Verbrenner wie Elektroautos keine so grossen 
Unterschiede. Durch Tesla reduzieren jetzt alle die Anzahl der 
Steuergeräte von 70 auf 4, aber die Sensoren und Aktoren bleiben. Das 
ist eigentlich der letzte Vorsprung von Tesla, denn eigene 
Batteriezellen haben sie nicht und over the air Updates bieten die 
anderen mit den neuen Modellen auch an. Das Elektromotoren länger halten 
ist wohl unbestritten, sonst würden sie in der Industrie nicht fast 
ausschließlich eingesetzt werden. Wie lange eine Batterie fährt, kann 
man mit 3000 Ladezyklen einfach ausrechnen. Und die ist danach nicht 
kaputt, sondern wird als stationären Speicher für Solar- und Windkraft 
genutzt, bevor 97% recyclt werden.

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