Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Elko wird extrem heiß


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von Thomas K. (tomkin)


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Hi,

ich habe ein DJ Mischpult Reloop RMX-30.
Das Ding hat nix mehr gemacht, jetzt hab ich die größten Elkos getauscht 
und es würde grundsätzlich wieder funktionieren.. Aber... der erste 
Versuch scheiterte, nachdem ein Elko explodierte. Jetzt hab ich den 
durch einen anderen ersetzt, das Gerät lief nun mal einige Minuten, aber 
der Elko wird extrem heiß.

Das Mischpult wird mit 12V AC betrieben. Spannung am Netzteil passt: 
12,1 V

Nach Ein-Ausschalter und Sicherung ist schon das nächste Teil im 
Stromkreis der besagte Elko mit 1000µF 35V.
Explodiert ist mir an gleicher Stelle zuvor ein 1000µF 50V, vermutlich 
schlechtere China-Qualität.

Wer weiß Rat?

von Falk B. (falk)


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Verpolt! Der Strich am Gehäuse ist MINUS!

von Thomas K. (tomkin)


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Falk B. schrieb:
> Verpolt! Der Strich am Gehäuse ist MINUS!

Den Elko verpolt? Da bin ich mir ziemlich sicher, dass das nicht der 
Fall war. Hatte das vor dem Betrieb extra nochmal kontrolliert.

von hinz (Gast)


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Thomas K. schrieb:
> Nach Ein-Ausschalter und Sicherung ist schon das nächste Teil im
> Stromkreis der besagte Elko mit 1000µF 35V.

Noch vor dem Gleichrichter?

von Udo S. (urschmitt)


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Thomas K. schrieb:
> Das Mischpult wird mit 12V AC betrieben. Spannung am Netzteil passt:
> 12,1 V

Und 1000µF Siebelko

klingt nach max. 300mA Strom. Wenn da was heiss wird würde ich auch auf 
Elko verpolt tippen. Zumal es ja angeblich wieder funktioniert.

Thomas K. schrieb:
> Nach Ein-Ausschalter und Sicherung ist schon das nächste Teil im
> Stromkreis der besagte Elko mit 1000µF 35V.

Wie soll das gehen, wenn der Eingang 12V AC ist? Da fehlt ein 
Gleichrichter.

Hat das Teil ein Steckernetzteil? Dann zeige mal ein scharfes Bild der 
Angaben auf dem Steckernetzteil. Bitte Bildformate beachten.

: Bearbeitet durch User
von Thomas U. (charley10)


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Thomas K. schrieb:

>
> Nach Ein-Ausschalter und Sicherung ist schon das nächste Teil im
> Stromkreis der besagte Elko mit 1000µF 35V.
> Explodiert ist mir an gleicher Stelle zuvor ein 1000µF 50V, vermutlich
> schlechtere China-Qualität.
>
> Wer weiß Rat?

...ein simples Multimeter, das die Spannung und die richtige Polarität 
an diesem Elko misst!
Netzteil mit Trafo?
Wenn eine Gleichri(e)chterdiode defekt ist, könnte die auch den 
nachfolgenden Elko zum Schwitzen bringen!

von Helmut -. (dc3yc)


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Auerhauerhau ist das ein Schaltungsdesign! Die gehen mit dem 
Trafoausgang auf jeweils einen 1000µ/16V-Elko, um danach jeweils 
Zweiweggleichrichtung für + und - 15V zu machen. Da wundert es einen 
nicht, dass die Elkos das nicht lange überleben! Schaltplan findet man 
unter http://reloopdj.ru/ftpgetfile.php?id=41&module=files.

von hinz (Gast)


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Helmut -. schrieb:
> Auerhauerhau ist das ein Schaltungsdesign! Die gehen mit dem
> Trafoausgang auf jeweils einen 1000µ/16V-Elko, um danach jeweils
> Zweiweggleichrichtung für + und - 15V zu machen. Da wundert es einen
> nicht, dass die Elkos das nicht lange überleben! Schaltplan findet man
> unter http://reloopdj.ru/ftpgetfile.php?id=41&module=files.

ACK, C598 und C599 müssen bipolare Elkos sein, und 16V sind zu knapp.

von hinz (Gast)


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Helmut -. schrieb:
> Die gehen mit dem
> Trafoausgang auf jeweils einen 1000µ/16V-Elko, um danach jeweils
> Zweiweggleichrichtung für + und - 15V zu machen.

Das sind sogar zwei mal Villard!

von Erwin D. (Gast)


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hinz schrieb:
> Helmut -. schrieb:
>> Auerhauerhau ist das ein Schaltungsdesign! Die gehen mit dem
>> Trafoausgang auf jeweils einen 1000µ/16V-Elko, um danach jeweils
>> Zweiweggleichrichtung für + und - 15V zu machen. Da wundert es einen
>> nicht, dass die Elkos das nicht lange überleben! Schaltplan findet man
>> unter http://reloopdj.ru/ftpgetfile.php?id=41&module=files.
>
> ACK, C598 und C599 müssen bipolare Elkos sein, und 16V sind zu knapp.

Richtig.
Fälschlicherweise sind sie als gepolte Typen im Schaltplan gezeichnet.
Aus der Bauteilliste geht es auch nicht hervor.

von Thomas K. (tomkin)


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Helmut -. schrieb:
> Auerhauerhau ist das ein Schaltungsdesign! Die gehen mit dem
> Trafoausgang auf jeweils einen 1000µ/16V-Elko, um danach jeweils
> Zweiweggleichrichtung für + und - 15V zu machen. Da wundert es einen
> nicht, dass die Elkos das nicht lange überleben! Schaltplan findet man
> unter http://reloopdj.ru/ftpgetfile.php?id=41&module=files.

Oh, danke!
Und ich dachte schon, ich sei dumm, weil ich da vor den Elkos keine 
Gleichrichter finde.

Was kann ich machen, um das auszubügeln?

Weiters hat's irgendwoanders bei der Explosion wahrscheinlich auch was 
beschädigt. Beim Abhören mit Kopfhörern hört man das Signal meines 
Plattenspielers nur mehr ganz dünn und leise. Vor der Explosion war's 
noch normal.

von Route_66 H. (route_66)


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hinz schrieb:
> C598 und C599 müssen bipolare Elkos sein,

Falsch.

von Erwin D. (Gast)


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Thomas K. schrieb:
> Was kann ich machen, um das auszubügeln?

Auf jeden Fall ungepolte (bipolare) mit 25V einsetzen.

von Erwin D. (Gast)


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Route_66 H. schrieb:
> hinz schrieb:
>> C598 und C599 müssen bipolare Elkos sein,
>
> Falsch.

Begründung?

von hinz (Gast)


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Route_66 H. schrieb:
> hinz schrieb:
>> C598 und C599 müssen bipolare Elkos sein,
>
> Falsch.

Falsch liegst DU.

von hinz (Gast)


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Erwin D. schrieb:
> Thomas K. schrieb:
>> Was kann ich machen, um das auszubügeln?
>
> Auf jeden Fall ungepolte (bipolare) mit 25V einsetzen.

Mit mindestens 25V.

von Peter (Gast)


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Thomas K. schrieb:
> Das Mischpult wird mit 12V AC betrieben. Spannung am Netzteil passt:
> 12,1 V
AC ? gröl Der verarscht euch!

von Harald W. (wilhelms)


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Helmut -. schrieb:

> Schaltplan findet man
> unter http://reloopdj.ru/ftpgetfile.php?id=41&module=files.

Das ist schon eine etwas seltsame Schaltung. Was soll die denn
für einen Sinn machen?

von hinz (Gast)


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Peter schrieb:
> Thomas K. schrieb:
>> Das Mischpult wird mit 12V AC betrieben. Spannung am Netzteil passt:
>> 12,1 V
> AC ? gröl Der verarscht euch!

Keineswegs, das ist bei solcherlei Audiozeug nicht selten.

von hinz (Gast)


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Harald W. schrieb:
> Helmut -. schrieb:
>
>> Schaltplan findet man
>> unter http://reloopdj.ru/ftpgetfile.php?id=41&module=files.
>
> Das ist schon eine etwas seltsame Schaltung. Was soll die denn
> für einen Sinn machen?

Mit 12VAC reichts nicht für +/-15V nach den Reglern, deshalb 
Spannungsverdopplung nach Villard.

von Falk B. (falk)


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hinz schrieb:
> ACK, C598 und C599 müssen bipolare Elkos sein, und 16V sind zu knapp.

Nö, das ist eine Ladungspumpe, die arbeitet problemlos mit polaren 
Kondensatoren. 16V Elkos, naja, wenn es ein billiges 12V AC-Netzteil 
ist, hat das im Leerlauf bzw. Schwachlast deutlich mehr als 12*1,41=17V 
Spitzenspannung. Ich würde hier auch eher 25 oder gar 35V Elkos 
einsetzen, wenn gleich die schon deutlich größer sind. Vielleicht liegt 
es ja am billigen Netzteil?

von hinz (Gast)


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Falk B. schrieb:
> Nö, das ist eine Ladungspumpe, die arbeitet problemlos mit polaren
> Kondensatoren.

Der eingangsseitige Elko wird regelmäßig verpolt betrieben, bei jedem 
einschalten. Wenn man eine Diode parallel schaltet sinds wenigstens nur 
noch weniger als 1V.

von Harald W. (wilhelms)


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hinz schrieb:
> Harald W. schrieb:
>> Helmut -. schrieb:
>>
>>> Schaltplan findet man
>>> unter http://reloopdj.ru/ftpgetfile.php?id=41&module=files.
>>
>> Das ist schon eine etwas seltsame Schaltung. Was soll die denn
>> für einen Sinn machen?
>
> Mit 12VAC reichts nicht für +/-15V nach den Reglern, deshalb
> Spannungsverdopplung nach Villard.

...und nach Villard ist es eigentlich zu viel, sodas man unnötig
viel Verluste im Regler hat. Eigentlich sollte es doch kein
Problem sein, bei der Konstruktion eines Gerätes einen spannungs-
mäßig passenden Trafo vorzusehen.

von Falk B. (falk)


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hinz schrieb:
> Der eingangsseitige Elko wird regelmäßig verpolt betrieben, bei jedem
> einschalten.

Nö. Schau es dir genau an. Es ist eine einstufige Villardkaskade! Da 
sehen die Kondensatoren KEINE Polaritätsumkehr, weder die Puffer- noch 
die Schubkondensatoren!

> Wenn man eine Diode parallel schaltet sinds wenigstens nur
> noch weniger als 1V.

Nö.

Beitrag #6405998 wurde von einem Moderator gelöscht.
von hinz (Gast)


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Falk B. schrieb:
> hinz schrieb:
>> Der eingangsseitige Elko wird regelmäßig verpolt betrieben, bei jedem
>> einschalten.
>
> Nö. Schau es dir genau an. Es ist eine einstufige Villardkaskade! Da
> sehen die Kondensatoren KEINE Polaritätsumkehr, weder die Puffer- noch
> die Schubkondensatoren!
>
>> Wenn man eine Diode parallel schaltet sinds wenigstens nur
>> noch weniger als 1V.
>
> Nö.

Das ist doch ein alter Hut, und wenn du es nicht glaubst, klopp es in 
Spice rein.

von Harald W. (wilhelms)


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Falk B. schrieb:

> Schau es dir genau an. Es ist eine einstufige Villardkaskade! Da
> sehen die Kondensatoren KEINE Polaritätsumkehr,

Typisch hat man eine solche Schaltung in der Mikrowelle. Allerdings
kann sie zu einer Gleichstrombelastung des Trafos führen, und das
mögen manche Trafos nicht.

von hinz (Gast)


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Harald W. schrieb:
> Eigentlich sollte es doch kein
> Problem sein, bei der Konstruktion eines Gerätes einen spannungs-
> mäßig passenden Trafo vorzusehen.

Bei dem Zeug gilt: Hauptsache laut!

von Route_66 H. (route_66)


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Erwin D. schrieb:
> Route_66 H. schrieb:
>> hinz schrieb:
>>> C598 und C599 müssen bipolare Elkos sein,
>>
>> Falsch.
>
> Begründung?

Ganz einfach: die Villard-Schaltung zur Verdoppelung einer 
gleichzurichtenden Wechselspannung verpolt den dazu notwendigen 
Kondensator nicht, wenn der zu ladende die gleiche oder kleinere 
Kapazität hat!

von Thomas K. (tomkin)


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Falk B. schrieb:
> hinz schrieb:
>> ACK, C598 und C599 müssen bipolare Elkos sein, und 16V sind zu knapp.
>
> Nö, das ist eine Ladungspumpe, die arbeitet problemlos mit polaren
> Kondensatoren. 16V Elkos, naja, wenn es ein billiges 12V AC-Netzteil
> ist, hat das im Leerlauf bzw. Schwachlast deutlich mehr als 12*1,41=17V
> Spitzenspannung. Ich würde hier auch eher 25 oder gar 35V Elkos
> einsetzen, wenn gleich die schon deutlich größer sind. Vielleicht liegt
> es ja am billigen Netzteil?

Also, das Netzteil hat ohne Last wie schon erwähnt 12,1 V.

Zu meinem neuen Problem:

Ich hör nix.. weder aus dem Kopfhörer-Ausgang, noch aus dem 
Master-Ausgang, ABER die Pegelanzeige funktioniert.. Schaut ganz korrekt 
aus - Pegel ändert sich beim Ändern des Gain-Reglers mit, von Null bis 
in den roten Bereich. Die Vorstufe geht auf jeden Fall mal.

Beitrag #6406009 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Sly_marbo (Gast)


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Thomas K. schrieb:
> Das Mischpult wird mit 12V AC betrieben.

Sicher. Laut schaltplan sollen da unten nach der Einweggleichrichtung 
12Vdc rauskommen. Das klingt für mich ehr nach 9Vac Netzteil. Dann 
sollte auch der rest passen.

Beitrag #6406014 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Erwin D. (Gast)


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hinz schrieb:
> Das ist doch ein alter Hut, und wenn du es nicht glaubst, klopp es in
> Spice rein.

Das hab ich gerade mal getan. Ich war voll auf deiner Seite.
LTspice gibt aber Falk recht.
Ich wollte es auch nicht glauben...

von hinz (Gast)


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Erwin D. schrieb:
> hinz schrieb:
>> Das ist doch ein alter Hut, und wenn du es nicht glaubst, klopp es in
>> Spice rein.
>
> Das hab ich gerade mal getan. Ich war voll auf deiner Seite.
> LTspice gibt aber Falk recht.
> Ich wollte es auch nicht glauben...

Sorry, aber dann hast du Mist simuliert.

von Thomas K. (tomkin)


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Sly_marbo schrieb:
> Thomas K. schrieb:
>> Das Mischpult wird mit 12V AC betrieben.
>
> Sicher. Laut schaltplan sollen da unten nach der Einweggleichrichtung
> 12Vdc rauskommen. Das klingt für mich ehr nach 9Vac Netzteil. Dann
> sollte auch der rest passen.

Naja, gewisse Dinge müsst ihr mir schon glauben. Also, wenn ich sag, es 
ist ein 12VAC-Netzteil und laut Messung kommen 12,1 V raus, dann bitte 
geht mal davon aus. Grauen Star hab ich noch keinen ;)

von Falk B. (falk)


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hinz schrieb:
>>> Wenn man eine Diode parallel schaltet sinds wenigstens nur
>>> noch weniger als 1V.
>>
>> Nö.
>
> Das ist doch ein alter Hut, und wenn du es nicht glaubst, klopp es in
> Spice rein.

Ok, wenn es mit der positiven Halbwelle los geht, sieht der Kondensator 
erstmal ein satte Verpolung. Das ist nicht schön und mit einer Diode 
antiparallel vermeidbar. Aber danach gibt es keine Verpolung mehr. Die 
einmalige Verpolung sollte den Kondensator aber nicht dauerhaft heiß 
werden lassen, wenn er durch diese nicht geschädigt wird.

von ohne Account (Gast)


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Thomas K. schrieb:
> Jetzt hab ich den
> durch einen anderen ersetzt, das Gerät lief nun mal einige Minuten, aber
> der Elko wird extrem heiß.
wie heiß denn? Mal die Temperatur gemessen?

Thomas K. schrieb:
> Nach Ein-Ausschalter und Sicherung ist schon das nächste Teil im
> Stromkreis der besagte Elko mit 1000µF 35V.
Könntest Du mal Fotos posten bevor jetzt jeder am fehlenden 
Gleichrichter rummault ?
Wahrscheinlich hast Du den falschen Kondensatortyp gewählt.

hinz schrieb:
> Der eingangsseitige Elko wird regelmäßig verpolt betrieben, bei jedem
> einschalten. Wenn man eine Diode parallel schaltet sinds wenigstens nur
> noch weniger als 1V.
Stimmt, wenn man dem TE glauben darf - Fotos wären sehr aufschlußreich.
Dann würde ich doch einfach einen bipolaren Elektrolytkondensator 
einsetzen ... und das wurde vielleicht aus Kostengründen ab Werk 
verpennt?!

von Thomas K. (tomkin)


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Wozu Fotos, wenn doch schon ein Schaltplan da ist? Das müsste doch 
genügen. Siehe Anhang.

von Route_66 H. (route_66)


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Falk B. schrieb:
> Die
> einmalige Verpolung sollte den Kondensator aber nicht dauerhaft heiß
> werden lassen

Bei einer Zeit von maximal (!) 10 ms steckt das jeder gepolte 
Kondensator weg. Die Lebensdauer des Ein/Aus-Schalters ist da 
wahrscheinlich geringer.

Beitrag #6406066 wurde von einem Moderator gelöscht.
von hinz (Gast)


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Route_66 H. schrieb:
> Bei einer Zeit von maximal (!) 10 ms steckt das jeder gepolte
> Kondensator weg.

Aus Erfahrung: nein.

von Thomas K. (tomkin)


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ohne Account schrieb:
> Thomas K. schrieb:
>> Jetzt hab ich den
>> durch einen anderen ersetzt, das Gerät lief nun mal einige Minuten, aber
>> der Elko wird extrem heiß.
> wie heiß denn? Mal die Temperatur gemessen?

Da fehlt mir das richtige Messequipment. Pool- oder Fieber-Thermometer 
spielen da nicht mit...

> Wahrscheinlich hast Du den falschen Kondensatortyp gewählt.

Das bezweifle ich - siehe Foto.

> hinz schrieb:
>> Der eingangsseitige Elko wird regelmäßig verpolt betrieben, bei jedem
>> einschalten. Wenn man eine Diode parallel schaltet sinds wenigstens nur
>> noch weniger als 1V.
> Stimmt, wenn man dem TE glauben darf - Fotos wären sehr aufschlußreich.
> Dann würde ich doch einfach einen bipolaren Elektrolytkondensator
> einsetzen ... und das wurde vielleicht aus Kostengründen ab Werk
> verpennt?!

TE?

von Harald W. (wilhelms)


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Thomas K. schrieb:

> Naja, gewisse Dinge müsst ihr mir schon glauben. Also, wenn ich sag, es
> ist ein 12VAC-Netzteil und laut Messung kommen 12,1 V raus, dann bitte
> geht mal davon aus. Grauen Star hab ich noch keinen ;)

Welcher zulässige Stromwert steht denn auf dem Netzteil? Schliesse mal
eine passende 12V-Glühlampe am Ausgang an und miss dann die Spannung.

Beitrag #6406079 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #6406082 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #6406086 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Christoph db1uq K. (christoph_kessler)


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>Fehler gefunden. Auf Seite 6
Gibt es 78L15 und 79L15 in TO220?
det fiel mir uff, aber sonst sehe ich keinen Fehler

Stromsparend ist diese Netzteilschaltung jedenfalls nicht.
Gibt es nicht für Elkos auch Angaben zur zulässigen 
Wechselstrombelastung?

Beitrag #6406091 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #6406094 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #6406096 wurde von einem Moderator gelöscht.
von ohne Account (Gast)


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Thomas K. schrieb:
> Wozu Fotos, wenn doch schon ein Schaltplan da ist? Das müsste doch
> genügen. Siehe Anhang.
Bipolare Elkos wirst Du in der Größe 1000uF, 35 bzw 50V nicht bekommen.
Dann versuche es mit zwei gegenseitig gepolten Elkos, vielleicht klappt 
das dann von den Temperaturwerten einigermaßen.

von Dimitri (Gast)


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Wenn Elko wird heiß du hast falsche Parameter.

von Thomas K. (tomkin)


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Harald W. schrieb:

> Welcher zulässige Stromwert steht denn auf dem Netzteil? Schliesse mal
> eine passende 12V-Glühlampe am Ausgang an und miss dann die Spannung.

Hab leider keine passende Glühlampe zur Hand.
Netzteil 2500mA, siehe Foto.

Beitrag #6406107 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Harald W. (wilhelms)


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ohne Account schrieb:
> Thomas K. schrieb:
>> Wozu Fotos, wenn doch schon ein Schaltplan da ist? Das müsste doch
>> genügen. Siehe Anhang.
> Bipolare Elkos wirst Du in der Größe 1000uF, 35 bzw 50V nicht bekommen.
> Dann versuche es mit zwei gegenseitig gepolten Elkos, vielleicht klappt
> das dann von den Temperaturwerten einigermaßen.

Warum sollte man das tun, wenn normale Elkos reichen? Ein Problem
sehe ich eher in der Gleichstrombelastung des Trafos.

Beitrag #6406111 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #6406117 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Route_66 H. (route_66)


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hinz schrieb:
> Route_66 H. schrieb:
>> Bei einer Zeit von maximal (!) 10 ms steckt das jeder gepolte
>> Kondensator weg.
>
> Aus Erfahrung: nein.

Wenn Du Recht haben willst, dann willst Du eben Recht haben!

von Wolfgang R. (Firma: www.wolfgangrobel.de) (mikemcbike)


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Anna log schrieb im Beitrag #6406079:
> Die "falsche" Halbwelle wird einfach zum EWerk zurückgeschickt, fertig.

Anna log schrieb im Beitrag #6406096:
> Vielleicht ist die Diode ja falsch rum gewesen

Anna log schrieb im Beitrag #6406086:
> Kann das mit der Diode mal jemand an LTSpice simulieren? Hab gerade
> keins installiert. danke

Anna log schrieb im Beitrag #6406111:
> Es reicht vermutlich schon aus, wenn du die Schaltung im Wasserbad
> laufen lässt.

Anna log schrieb im Beitrag #6406107:
> Ich würde den Elko kühlen.

Versuchst du eigentlich, witzig zu sein, oder hast du einfach nur so 
keine Ahnung?

von hinz (Gast)


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Einfach so machen.

von Falk B. (falk)


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Harald W. schrieb:
> Warum sollte man das tun, wenn normale Elkos reichen? Ein Problem
> sehe ich eher in der Gleichstrombelastung des Trafos.

Die gibt es nicht! Eine Villardschaltung arbeitet in BEIDEN Halbwellen.

1. Halbwelle: Schubkondensator laden
2. Halbwelle: Pufferkondensator über Schubkondensator laden

Einzig die Einweggleichrichtung für die 5V EVrsorgung erzeugt 
unsymmetrische Trafobelastung, aber das bringt einen 2,5A Trafo nicht 
ins Schwitzen. Zumal nicht der Trafo das Wärmeproblem hat, sondern der 
Elko!

Beitrag #6406130 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #6406133 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #6406134 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Wolfgang R. (Firma: www.wolfgangrobel.de) (mikemcbike)


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Anna log schrieb im Beitrag #6406130:
> Dreh mal testweise den Trafo um. So dass sekundär mehr Spannung
> rauskommt als primär reingeht (==> niedrigerer Strom). Prüfe: Explodiert
> der Elko immer noch? Wenn ja, drehe den Trafo wieder um.

Ich hab's. Du bist einfach nur dumm.

Beitrag #6406140 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #6406146 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #6406153 wurde von einem Moderator gelöscht.
von ohne Account (Gast)


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Harald W. schrieb:
> Warum sollte man das tun, wenn normale Elkos reichen? Ein Problem
> sehe ich eher in der Gleichstrombelastung des Trafos.
Er sollte natürlich zuerst die Diode messen oder am besten wirklich mal 
tauschen - danach sollte der Elko nicht mehr heiß werden bzw. eben nur 
maximal 60 bis 70 Grad heiß werden.

Beitrag #6406157 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Harald W. (wilhelms)


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Falk B. schrieb:

> Einzig die Einweggleichrichtung für die 5V EVrsorgung erzeugt
> unsymmetrische Trafobelastung, aber das bringt einen 2,5A Trafo nicht
> ins Schwitzen.

Ja, an den 5V-Regler habe ich gedacht.

> Zumal nicht der Trafo das Wärmeproblem hat, sondern der Elko!

Da glaube ich nach wie vor, das der Elko falsch gepolt war.
Solche Falschpolung habe ich zur Feier meiner bestandenen
Ingenieurprüfung mangels geeigneter Böller auch gemacht. :-)

Beitrag #6406165 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #6406168 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #6406172 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Thomas K. (tomkin)


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Anna log schrieb im Beitrag #6406140:
> Wolfgang R. schrieb:
>> Versuchst du eigentlich, witzig zu sein, oder hast du einfach nur so
>> keine Ahnung?
>
> Ich versuche zu helfen, du alberner Pausenclown.
>
> hinz schrieb:
>> Einfach so machen.
> Diode parallel zum Elko. Genau der richtige Weg, prima. :-)

Welche Diode nehm ich da am besten?

Grad ist wieder der Elko an gleicher Stelle - diesmal hab ich einen für 
nur 16V probiert - explodiert.

Polung passte!

von hinz (Gast)


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Thomas K. schrieb:
> Welche Diode nehm ich da am besten?

1N400x


> Grad ist wieder der Elko an gleicher Stelle - diesmal hab ich einen für
> nur 16V probiert - explodiert.

> Polung passte!

Zeig doch mal her.

Beitrag #6406186 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #6406190 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #6406193 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #6406195 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Thomas K. (tomkin)


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hinz schrieb:
> Thomas K. schrieb:
>> Welche Diode nehm ich da am besten?
>
> 1N400x

Danke


>> Grad ist wieder der Elko an gleicher Stelle - diesmal hab ich einen für
>> nur 16V probiert - explodiert.
>
>> Polung passte!
>
> Zeig doch mal her.

Bitte (siehe Foto)

Beitrag #6406202 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #6406206 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Thomas K. (tomkin)


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Anna log schrieb im Beitrag #6406186:
nderen.
> Hast du den Blindwiderstand gemessen, kurz vor der Explosion? Und?
> Willst du uns den Wert nicht nennen, oder muss man dir jeden Würm aus
> der Nase ziehen.

Hab ich noch nicht. Ich muss bei der Masse an Antworten ausfiltern, was 
Beschimpfungen sind, was Sticheleien, was eventuell nutzlos und was 
vermutlich von Nutzen sein könnte.

Danke trotzdem an alle für den Einsatz!

: Wiederhergestellt durch Moderator
von Nichtverzweifelter (Gast)


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Leute, beruhigt Euch wieder..

Die für den Schubkondensator "günstige" Halbwelle wird jedesmal hart an 
diesen angelegt. Die entsprechende Diode nach Masse, die Trafowicklung 
und der "bipolare" Elko liegen dann ohne jeden weiteren "Verbraucher" in 
Reihe. Sie bilden für diese Halbwelle den geschlossenen Stromkreis. Der 
Kondensator wird maximal "richtig herum" geladen!
Für die andere Halbwelle leitet die "Längsdiode", dahinter liegt aber 
ein echter Verbraucher, über dem ja Betriebsspannung stehen bleiben 
soll. Der gesamte "Stromfluss"(Integral) in dieser Halbwelle braucht nur 
etwas geringer zu sein, schon bleibt eine Differenz zu Gunsten des 
"gefährdeten" Elkos übrig.
Einfach mal die längs gezeichnete Diode zum jeweiligen 
Festspannungsregler nach unten gezeichnet denken, Richtung Masse, also 
antiparallel zur vorhandenen, wirklich nach Masse gezeichneten. Die 
jetzt nach unten eingezeichnete hätte dann noch "den Verbraucher" in 
Reihe, also einen Ersatzwiderstand, danach, nach dieser Ersatzlast (der 
gespeiste Schaltungsteil) käme erst Masse.
Jetzt dürfte klar sein, eine Halbwelle wird bevorzugt, die für den 
"nicht bipolaren" Kondensator günstige welche.
Erst, wenn der Ersatzlastwiderstand zu Null wird herrschen symmetrische 
Verhältnisse: Der Elko liegt für beide Halbwellen hart an der 
Trafowicklung, jeweils abwechselnd über eine der Dioden. Erst dann 
"sieht" er eine reine Wechselspannung ohne schützenden 
Gleichspannungsrest. Also z. B. wenn ein Festspannungsregler defekt 
geworden ist. Rückstrom mögen die 78er/79er überhaupt nicht, werden 
sofort defekt (es reicht eine höhere Spannung am Ausgang des Reglers 
ggü. seiner Eingangsspannung).

von Nils S. (wall-e)


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Thomas K. schrieb:
> Anna log schrieb im Beitrag #6406186:
> nderen.
>> Hast du den Blindwiderstand gemessen, kurz vor der Explosion? Und?
>> Willst du uns den Wert nicht nennen, oder muss man dir jeden Würm aus
>> der Nase ziehen.
>
> Hab ich noch nicht. Ich muss bei der Masse an Antworten ausfiltern, was
> Beschimpfungen sind, was Sticheleien, was eventuell nutzlos und was
> vermutlich von Nutzen sein könnte.
>
> Danke trotzdem an alle für den Einsatz!
Sind denn alle anderen Bauteile, z.B. die Dioden um dem Kondensator 
herum in Ordnung?
Wenn eine der Dioden defekt ist war's das mit dem Elko.

Beitrag #6406218 wurde von einem Moderator gelöscht.
von hinz (Gast)


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Thomas K. schrieb:
> Bitte (siehe Foto)

Polung ist in Ordnung. Welcher Elko ist es denn, C598 oder C599?

Hast du denn die Dioden D500.. D505 schon geprüft?

von Peter D. (peda)


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Vielleicht sollte man erstmal die vorhandenen Dioden prüfen und auch die 
22nF Kondensatoren, ob die nicht niederohmig sind.

Wenn da keine riesen Kühkörper an den Spannungsreglern sind, glaube ich 
auch nicht, daß da 30W verbraten werden, d.h. der 2,5A-Trafo ist völlig 
überdimensioniert.
Mach mal ein Foto mit den Spannungsreglern.

Beitrag #6406228 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #6406234 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Nichtverzweifelter (Gast)


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Auf dem Board sitzt eine Schmelzsicherung 2Amp, bei Pulten ohne 
BPM-Zähler, aber 3,5Amp für Mischpulte mit Zählern, sitzt ganz in der 
linken oberen Ecke des Bestückungsplans. Sicherung herausnehmen, durch 
12 Volt Glühbirne mit Fassung ersetzen KFZ-Bereich: 5Watt, 10, Watt, 21 
Watt...

Der Zweig, dessen Kondensator platzt, ist einfach überlastet, oder 
kurzgeschlossen. Am Ladekondensator vor dem jeweiligen Spannungsregler, 
jeweils 1000 Mikrofarad, messen oder strombegrenzte Hilfsspannung mit 
einem "regelbaren" Netzgerät einspeisen. Die eingezeichneten 
Spannungsregler sind Standardtypen für 1Ampere.

Mögliche Fehler: Kapazitätsverlust der Speicherkondensatoren direkt am 
Eingang des jeweiligen Spannungsreglers. Spannungsregler selbst defekt.
Ausgang +15 Volt überlastet. Dito -15Volt
Das Pult verfügt über ein aktives "Mute"-Signal, rechts unterhalb des 
Spannungsreglerteils gezeichnet, beginnt die noch ungeregelte, höhere 
15Volt-Versorgung zu sinken (Netzspannung fällt aus, Ein/Ausschalter im 
Pult betätigt), schaltet der Einzeltransistor durch.

von Christoph db1uq K. (christoph_kessler)


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https://de.wikipedia.org/wiki/Elektrolytkondensator#Rippelstrom

Wenn nichts defekt oder falsch gepolt ist, die Spitzenspannung den Elko 
nicht überlastet und die kurzzeitige Falschpolung beim Einschalten nicht 
schuld sind, bleibt nur noch mangelnde Rippelstromfestigkeit.

Die gemessenen 12,1V AC sind üblicherweise der Effektivwert. Wie Falk 
schon schrieb, muss man mit der Spitzenspannung rechnen:
>12*1,41=17V

Beitrag #6406255 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Andreas M. (amesser)


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Neben den o.g. Dioden und Kondensatoren würde ich auch die beiden 
Spannungsregler prüfen, die könnte auch defekt sein und dann über 
D500/D502 den Kondensator unmpolen.

von Nichtverzweifelter (Gast)


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Wenn Du besagte Zusatzdioden von "hinz" einbaust, sinkt die 
Wahrscheinlichkeit platzender Elkos.
Es ist aber immer noch etwas anderes defekt: Dioden haben Schluss 
(zuverlässig zu messen), Ladeelkos vor Spannungsregler hat Schluss (auch 
problemlos zu messen), Spannungsregler hat Schluss nach Masse, oder 
Ausgang überlastet...
Lötest Du die Dioden zusätzlich ein solange dieser zweite Fehler noch 
besteht, kann das aber zu erheblichen Folgeschäden führen. Der 
Innenwiderstand der "speisenden" Schaltung wird durch die Zusatzdioden 
so gering, dass der Trafo selbst gefährdet ist. Deswegen würde ich damit 
lieber warten.

Operationsverstärker mögen es überhaupt nicht, wenn eine der beiden 
symmetrischen Betriebsspannungen fehlt (hier plus und minus 15 Volt), 
Stichwort "latch-up".

von Nichtverzweifelter (Gast)


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Selbstverständlich, Christoph, der überschrittene zulässige ripple-Strom 
ist zu beachten, wäre bei Kurzschluss eines Reglerzweiges, aber auch bei 
Kapazitätsverlust des Ladekondensators vor dem Regler der Fall. Oder bei 
billigst-Qualität der "Ersatzelkos".

Laut englischem Kommentar im pdf, gab es die Anweisung den jeweiligen 
Schubkondensator von 500 auf 1000 MFd zu vergrössern.

von Christoph db1uq K. (christoph_kessler)


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>woanders bei der Explosion wahrscheinlich auch was beschädigt
da ist also schon ein Folgeschaden aufgetreten, jetzt wird die 
Fehlersuche noch komplizierter. Auch wenn die seltsame Netzteilschaltung 
repariert wäre, könnte irgendwoher ein höherer Strom auftreten, der den 
Elko wieder zerstört.

von Nichtverzweifelter (Gast)


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Fragesteller soll:

Kombination von folgendem, nicht einzeln, nur zusammen machen:
- Schmelzsicherung rausnehmen, (im Schaltplan nicht eingezeichnet)
- Sicherungshalter mit KFZ-Birne überbrücken, kleiner gleich 10 Watt, 12 
Volt.
- den geplatzten Elko durch zwei oder drei parallelgeschaltete Elkos 
ersetzen.
- eine "hinz" diode :-)) einbauen, also genau an dem "Elkopaket",
Spannungen messen! Vor und hinter dem Festspannungsregler des 
betroffenen Schaltungsteils. Schnell arbeiten bei den Messungen, erst 
Messpunkte raussuchen, dann "einschalten", messen, ausschalten. Für 
jeden Messpunkt so verfahren.
- Rückmelden der Ergebnisse.

von Nichtverzweifelter (Gast)


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Beim Messen beachten:

Die Festspannungsregler 78xx haben eine andere Anschlussbelegung als die 
79er.

Nur die negativen, 79er, laufen ohne Last am Ausgang hoch, sie brauchen 
eine Grundlast von etwa 5 bis 10mA. Die 78er funktionieren auch ohne 
Last.

Der Sicherungshalter liegt in Reihe mit dem Ein/Ausschalter des Pultes, 
alles ungefährlich, alles sekundärseitig des externen Steckernetzteils.

von Harald W. (wilhelms)


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Thomas K. schrieb:

> Hab ich noch nicht. Ich muss bei der Masse an Antworten ausfiltern, was
> Beschimpfungen sind, was Sticheleien, was eventuell nutzlos und was
> vermutlich von Nutzen sein könnte.
>
> Danke trotzdem an alle für den Einsatz!

Du brauchst nur mal nach den Begriffen Villard- und Greinacher-
Schaltung zu googlen. Dann wirst Du sehen, das diese seit vielen
Jahrzehnten problemlos funktionieren. Allerdings nur, wenn alle
beteiligten Bauelemente in Ordnung sind. Da es nur wenige betei-
ligte Bauelemente gibt, sollte man die mit Hilfe eines Mutimeters
schnell überprüfen können. Bau doch einfach mal eine Villard-
Schaltung, bestehend aus Diode und Elko auf dem Tisch auf und
miss die Spannungen daran. Dann wirst Du sehen, das sie funktion-
iert. Funktioniert Deine Mikrowelle zuhause denn? Die arbeitet
normalerweise auch mit Villard.

von 1Mio.Datasheets (Gast)


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Christoph db1uq K. schrieb:
> Gibt es nicht für Elkos auch Angaben zur zulässigen
> Wechselstrombelastung?

Aber klar - weil der Ripplestrom natürlich ein Wechselstrom ist.
Glatt soll (in entspr. Anwendung) nur die Spannung werden.

(Aber auch als Schub- / Koppelkondensator ist die über dem
[gepolten] Elko liegende Spannung zumeist positiv, und falls
[wenn, meist nur zeitweilig] mal negativ, nur sehr niedrig.

Anderenfalls geht er halt kaputt - ist nicht verwunderlich.)


Deine Frage zielt also auf die (neben der Spannungsfestigkeit)
wichtigste Spezifikation von Elkos (oder anderer Cs) überhaupt.

Beitrag #6406405 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #6406462 wurde von einem Moderator gelöscht.
von HildeK (Gast)


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Nichtverzweifelter schrieb:
> Fragesteller soll:
> ...
Nein, er soll als erstes die vier bereits eingebauten Dioden prüfen! 
Vornehmlich die D501 und D504.

Wurde schon mehrfach erwähnt, u.a. hier:
Peter D. schrieb:
> Vielleicht sollte man erstmal die vorhandenen Dioden prüfen und auch die
> 22nF Kondensatoren, ob die nicht niederohmig sind.

Wenn da ein Schluss vorliegt, reißt es jeden neuen Elko auch, quasi 
sofort.

Die sog. 'hinz'-Dioden kann man nach erfolgreicher Fehlerbehebung ganz 
zum Schluss und zur Lebensdauererhöhung der Cs dann noch einbauen ...

von Thomas K. (tomkin)


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hinz schrieb:
> Thomas K. schrieb:
>> Bitte (siehe Foto)
>
> Polung ist in Ordnung. Welcher Elko ist es denn, C598 oder C599?
>
> Hast du denn die Dioden D500.. D505 schon geprüft?

Es ist C599. Nein, die Dioden hab ich noch nicht geprüft. Werd ich 
machen. Kann sein, dass es da was hat, denn warum würde sonst der eine 
Elko mehr belastet als der andere.

von Thomas K. (tomkin)


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Nichtverzweifelter schrieb:
> Das Pult verfügt über ein aktives "Mute"-Signal, rechts unterhalb des
> Spannungsreglerteils gezeichnet, beginnt die noch ungeregelte, höhere
> 15Volt-Versorgung zu sinken (Netzspannung fällt aus, Ein/Ausschalter im
> Pult betätigt), schaltet der Einzeltransistor durch.

Was beduetet "aktives Mute-Signal"?
Was passiert dann, wenn der Einzeltransistor durchschaltet?

von hinz (Gast)


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Thomas K. schrieb:
> Was beduetet "aktives Mute-Signal"?
> Was passiert dann, wenn der Einzeltransistor durchschaltet?

Wenn auf der +15V Schiene etwas nicht stimmt, dann wird auf stumm 
geschaltet.

von Thomas K. (tomkin)


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hinz schrieb:
> Thomas K. schrieb:
>> Was beduetet "aktives Mute-Signal"?
>> Was passiert dann, wenn der Einzeltransistor durchschaltet?
>
> Wenn auf der +15V Schiene etwas nicht stimmt, dann wird auf stumm
> geschaltet.

Ok. Ich denke, wir kommen der Sache schon ganz nahe. Bisher war es so, 
dass ich das Ding durch Tauschen der Elkos zum Laufen kriegte, dann 
wollte ich die Kiste zusammenbauen und plötzlich war irgendwann wieder 
alles (Ton) aus und alle Lämpchen - z.B. der CUE-Buttons - an. Kann das 
auch mit dem Mute zusammenhängen, dass alle Lämpchen angehen?

Wie schon vorgeschlagen werde ich die Dioden und die Festspannungsregler 
überprüfen oder sicherheitshalber gleich alles austauschen.

von Thomas K. (tomkin)


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Peter D. schrieb:
> Vielleicht sollte man erstmal die vorhandenen Dioden prüfen und auch die
> 22nF Kondensatoren, ob die nicht niederohmig sind.
>
> Wenn da keine riesen Kühkörper an den Spannungsreglern sind, glaube ich
> auch nicht, daß da 30W verbraten werden, d.h. der 2,5A-Trafo ist völlig
> überdimensioniert.
> Mach mal ein Foto mit den Spannungsreglern.

Die Spannungsregler sind am Boden des Gehäuses angebracht - siehe Foto.

von hinz (Gast)


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Thomas K. schrieb:
> Die Spannungsregler sind am Boden des Gehäuses angebracht - siehe Foto.

Noch so ein Murks. Eigentlich sollten zumindest die Keramikkondensatoren 
nahe am Chip sein, nicht über 20cm Strippe.

Dass du den Stecker beim 7815 falsch aufgesteckt hast, ist nicht 
möglich?

von ohne Account (Gast)


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Thomas K. schrieb:
> Die Spannungsregler sind am Boden des Gehäuses angebracht - siehe Foto.
Tausche die doch erst mal auf Verdacht komplett aus - das geht hier ja 
schnell und ohne Löten.
Ansonsten gilt: Last night a DJ saved my life  ... wird heute nichts 
mehr.
Bis zum Ende der Woche sollte die Kiste dann aber schon laufen bei den 
ganzen Hinweisen.
Berichte dann mal über das Ergebnis.

von Manfred (Gast)


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ohne Account schrieb:
> Tausche die doch erst mal auf Verdacht komplett aus - das geht hier ja
> schnell und ohne Löten.

weil die Bauform mit isoliertem Gehäuse ja bei jedem Bastler vorrätig 
ist und man einen 7915 quasi täglich benötigt?

von hinz (Gast)


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ohne Account schrieb:
> Thomas K. schrieb:
>> Die Spannungsregler sind am Boden des Gehäuses angebracht - siehe Foto.
> Tausche die doch erst mal auf Verdacht komplett aus - das geht hier ja
> schnell und ohne Löten.

Abklemmen geht leicht, und das hilft schon mal weiter.

von Thomas K. (tomkin)


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hinz schrieb:
> Dass du den Stecker beim 7815 falsch aufgesteckt hast, ist nicht
> möglich?

Sehr unwahrscheinlich.

von Thomas K. (tomkin)


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ohne Account schrieb:
> Thomas K. schrieb:
>> Die Spannungsregler sind am Boden des Gehäuses angebracht - siehe Foto.
> Tausche die doch erst mal auf Verdacht komplett aus - das geht hier ja
> schnell und ohne Löten.
> Ansonsten gilt: Last night a DJ saved my life  ... wird heute nichts
> mehr.
> Bis zum Ende der Woche sollte die Kiste dann aber schon laufen bei den
> ganzen Hinweisen.
> Berichte dann mal über das Ergebnis.

So, Spannungsregler habe ich alle drei bestellt.
Die Dioden sind laut meinen Messungen alle in Ordnung.

Könnte ein kaputter Kondensator (C602, C603, C595) mit C599 was 
anrichten?
Oder der 7805-Spannungsregler?

von hinz (Gast)


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Thomas K. schrieb:
> Könnte ein kaputter Kondensator (C602, C603, C595) mit C599 was
> anrichten?

Ja.


> Oder der 7805-Spannungsregler?

Nein.


> So, Spannungsregler habe ich alle drei bestellt.

Du hast auf das richtige Gehäuse geachtet?

Ich hätte die ja zunächst geprüft, auch weil es in dem Fall so einfach 
geht.

von Nichtverzweifelter (Gast)


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Antwort: ja, ja und ja. 7805 nein.

Wenn die plus 15V Versorgung ausfällt, minus 15V aber da ist, dann 
müssen die beiden Cue-Leds leuchten. Deine Beobachtung war richtig.

von Thomas K. (tomkin)


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hinz schrieb:
>> So, Spannungsregler habe ich alle drei bestellt.
>
> Du hast auf das richtige Gehäuse geachtet?
>
> Ich hätte die ja zunächst geprüft, auch weil es in dem Fall so einfach
> geht.

Ja, hab auf das richtige Gehäuse geachtet.

Wie hättest du die geprüft? Ich hab ein bisschen Angst davor, dass mir 
wieder alles um die Ohren fliegt. Die erste Explosion war echt heftig.

Beitrag #6406719 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Thomas K. (tomkin)


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Thomas K. schrieb:
> wieder alles um die Ohren fliegt. Die erste Explosion war echt heftig.

Darum hätte ich mir für im Betrieb-Tests erst wieder die 
widerstandsfähigeren Elkos besorgt, die nur heiß wurden und nicht gleich 
in die Luft gingen. Solche hab ich leider nicht mehr da.

Beitrag #6406724 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #6406725 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Jens G. (jensig)


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>Wie hättest du die geprüft? Ich hab ein bisschen Angst davor, dass mir
>wieder alles um die Ohren fliegt. Die erste Explosion war echt heftig.

Ich hätte die einfach erstmal abgesteckt, um zu sehen, ob die Elkos 
immer noch warm werden (so als ersten Test).

Und man kann schließlich auch mal messen, auch während des Betriebs, 
indem man wirklich nur mal kurz die Schaltung unter Strom setzt, und 
dabei z.B. die entstehende Spannung vor und nach dem Reglern, bzw vor 
der Serien-Diode mißt. Das  wird den Elkos zwar immer noch nicht 
gefallen, aber die explodieren nicht gleich.

von hinz (Gast)


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Thomas K. schrieb:

> Wie hättest du die geprüft?

Stecker markiert, und zunächst alle drei abgezogen. Dann mit frischem 
Elko eingeschaltet, zunächst nur kurz. Wenn der C599 kühl bleibt hätte 
ich die Spannungen auf den drei Schienen vor den Reglern gemessen. Wenn 
auch die in Ordnung sind beim 7815, und nur bei dem, den Eingangs- und 
den Massepin in den Stecker gesteckt, nicht den Ausgangspin, und dann 
wieder kurz eingeschaltet. Wenn auch dann der Elko kalt bleibt kann man 
die Ausgangsspannung des 7815 am offenen Pin messen, sollten natürlich 
+15V sein.


> Ich hab ein bisschen Angst davor, dass mir
> wieder alles um die Ohren fliegt. Die erste Explosion war echt heftig.

Deshalb stets nur kurz in Betrieb nehmen.

von Karl K. (karl2go)


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Erwin D. schrieb:
> Richtig.
> Fälschlicherweise sind sie als gepolte Typen im Schaltplan gezeichnet.
> Aus der Bauteilliste geht es auch nicht hervor.

Falsch.

Natürlich kann man das machen. Über dem Elko steht immer eine Spannung 
richtiger Polarität. Die Polung muss halt stimmen

ABER: Die 16V sind wirklich knapp dafür, selbst mit Einrechnung der 
elkoeigenen Toleranz. Ich würd da 25er nehmen.

Oder eine der Dioden ist kaputt.

von Thomas K. (tomkin)


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Ok. Danke an alle für die Inputs!

Ich werde trotzdem mal warten, bis die widerstandsfähigeren Elkos da 
sind, dann weiter verfahren und nächste Woche von meinen (hoffentlich) 
Fortschritten berichten...

Beitrag #6406747 wurde von einem Moderator gelöscht.
von hinz (Gast)


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Karl K. schrieb:
> Erwin D. schrieb:
>> Richtig.
>> Fälschlicherweise sind sie als gepolte Typen im Schaltplan gezeichnet.
>> Aus der Bauteilliste geht es auch nicht hervor.
>
> Falsch.
>
> Natürlich kann man das machen. Über dem Elko steht immer eine Spannung
> richtiger Polarität. Die Polung muss halt stimmen
>
> ABER: Die 16V sind wirklich knapp dafür, selbst mit Einrechnung der
> elkoeigenen Toleranz. Ich würd da 25er nehmen.
>
> Oder eine der Dioden ist kaputt.

Oder der Ausgang des Verdopplers wird überlastet...

Beitrag #6406751 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Nichtverzweifelter (Gast)


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Ja, Tomkin, meld Dich wieder, wenn Ersatzteile da sind.
Der Troll hat bis dahin wahrscheinlich Selbstm... verübt.
Kommt Zeit, kommt Rat.

Beitrag #6406761 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #6406767 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #6406772 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Nichtverzweifelter (Gast)


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Tatsächlich "killt" auch die von "hinz" angedachte hochfrequente 
Schwingneigung der Spannungsregler selbige gern.
Die erwähnten Abblockkondensatoren 22nF, die ganz nahe am jeweiligen 
Regler positioniert sein müssen, nicht (Zitat)"20 cm Strippe 
dazwischen".
Ein beachtenswerter Punkt!

Direkt am Regler zusätzliche, keramische Abblockkondensatoren anlöten.

von Thomas K. (ek13)


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hinz schrieb:
> Oder der Ausgang des Verdopplers wird überlastet...

Hallo in die Runde,
man sollte bedenken, dass diese Schaltung (+15/-15V) nicht wesentlich 
mehr als ca. 100mA in dieser Konstellation liefert.

Vielleicht sollte man bei abgesteckten Spannungsregler mal mit einem 
Labornetzgerät die Stromaufnahme der restlichen Schaltung checken.

Beste Grüsse

von Falk B. (falk)


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ohne Account schrieb:
> Tausche die doch erst mal auf Verdacht komplett aus - das geht hier ja
> schnell und ohne Löten.

Quark. Zuerst sollte man mal MESSEN!!! Und nicht nur an einer Stelle, 
sondern mehreren. Siehe Fehlersuche.

von Manfred (Gast)


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Nichtverzweifelter schrieb:
> Direkt am Regler zusätzliche, keramische Abblockkondensatoren anlöten.

Ich betreibe Spannungsregler seit Jahrzehnten mit MKT-Kondensatoren, da 
schwingt nichts. Wieso lese ich immer 'Keramik'?

von michael_ (Gast)


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Ist es eigentlich das Original-Netzteil?
Die 2,5A passen so nicht recht zu der Schaltung.
Das gibt auch bei den vielleicht 500mA noch die Spitzenspannung von 16V 
ab.
Wogegen ein kleineres da auf die 12V runtergebrochen wäre.

Und wenn so ein Elyt platzt, dann muß ordentlich Strom geflossen sein.
Geringe Ströme bzw. oben genannte Rückspannung tut dem nicht so weh.

von Nichtverzweifelter (Gast)


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"Da schwingt nichts..." Das nennt man dann einfach "mangelnde 
Erfahrung".

Ja, das ist das Originalnetzteil, ich hatte oben im Thread schon 
empfohlen, den "Bestückungsplan" im pdf zu studieren. Der 
DIN-Schmelzeinsatz sitzt an einer Ecke des Boards, in den Kommentaren 
dazu steht 2 Amp ohne BPM-Counter, 3,5A mit.

Tomkin: Auch die Diode zum Mute-Generator sowie der dort folgende erste 
Elko müssen i. O. sein, auch prüfen.

von michael_ (Gast)


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Nichtverzweifelter schrieb:
> Ja, das ist das Originalnetzteil, ich hatte oben im Thread schon
> empfohlen, den "Bestückungsplan" im pdf zu studieren.

Was verlangst du von hier Mitlesenden?
Ich habe kurz in die Stückliste reingeschaut.

Eigentlich ist es doch kein Problem.
Man kann messen und prüfen.
Nach zig Beiträgen sind die Dioden immer noch nicht geprüft.
Eine Sache von 5 Min.

von Nichtverzweifelter (Gast)


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Thomas K. schrieb:
> man sollte bedenken, dass diese Schaltung (+15/-15V) nicht wesentlich
> mehr als ca. 100mA in dieser Konstellation liefert.

Auch das stimmt nicht.

von Nichtverzweifelter (Gast)


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Thomas K. schrieb:
> Die Dioden sind laut meinen Messungen alle in Ordnung.

michael_ schrieb:
> Nach zig Beiträgen sind die Dioden immer noch nicht geprüft.

"Verlangen" tu ich von "Mitlesenden" gar nichts, es wäre ja auch 
ziemlich zwecklos...

;-)

Das Netzteil passt laut mehreren Musikhaus-Angeboten sowohl für das 20er 
wie das 30er Pult.

von Karl K. (karl2go)


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Aber mal ehrlich: Was ist das für ein Stümperkram, ne 
Einweggleichrichtung mit wundervollem 50Hz-Ripple für ein Mischpult - 
nur weil man sich ein ordentliches Netzteil spart? Wäre ein Trafo mit 2 
Sekundärwicklungen zu viel verlangt gewesen?

Beitrag #6407067 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #6407068 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #6407069 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #6407075 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Thomas K. (tomkin)


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michael_ schrieb:
> Ist es eigentlich das Original-Netzteil?
> Die 2,5A passen so nicht recht zu der Schaltung.
> Das gibt auch bei den vielleicht 500mA noch die Spitzenspannung von 16V
> ab.
> Wogegen ein kleineres da auf die 12V runtergebrochen wäre.
>
> Und wenn so ein Elyt platzt, dann muß ordentlich Strom geflossen sein.
> Geringe Ströme bzw. oben genannte Rückspannung tut dem nicht so weh.

Ja, Original-Netzteil.

von Thomas K. (tomkin)


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michael_ schrieb:
> Nichtverzweifelter schrieb:

> Nach zig Beiträgen sind die Dioden immer noch nicht geprüft.
> Eine Sache von 5 Min.

Da hast du was überlesen. Die Dioden sind überprüft und in Ordnung.

von Peter D. (peda)


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Thomas K. schrieb:
> Die Spannungsregler sind am Boden des Gehäuses angebracht - siehe Foto.

Auweia.
Das kann sehr gut zu Schwingungen führen.

Die ganze Schaltung ist eh sehr ungünstig.
Der Scheitelwert von 12VAC liegt bei 16V, verdoppelt sind das 32V. D.h. 
der 5V-Regler muß 11V vernichten und die 15V-Regler 17V. Über 50% werden 
also in den Reglern verheizt.
Der Boden dürfte gut heiß werden.

Ich würde daher alles auf Traco TSR1 Regler umrüsten.

Beitrag #6407173 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Falk B. (falk)


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Peter D. schrieb:
> Ich würde daher alles auf Traco TSR1 Regler umrüsten.

Und dann viel Zeit mit der Entstörung verbringen ;-)

Bei den paar Dutzend mA spielen die paar W Verlustleistrung am 
Metallgehäuse keine Rolle, die sind eine guter Preis für störarme 
Linearregler. Einzig und allein die 100nF Kondensatoren sollten man 
wirklich nah an die ICs setzen, bestenfalls 5cm entfernt, eher weniger.

Beitrag #6407197 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Sly_marbo (Gast)


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Peter D. schrieb:
> Die ganze Schaltung ist eh sehr ungünstig.
> Der Scheitelwert von 12VAC liegt bei 16V, verdoppelt sind das 32V. D.h.
> der 5V-Regler muß 11V vernichten und die 15V-Regler 17V. Über 50% werden
> also in den Reglern verheizt.
> Der Boden dürfte gut heiß werden.

Die Schaltung sieht für mich aus als ob sie auch nicht für 12Vac sondern 
für 9Vac entwickelt worden ist. Aber wahrscheinlich verkaufen sie mehr 
Pulte, wenn sie die Mit 12Vac betreiben.

von Falk B. (falk)


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Sly_marbo schrieb:
> Die Schaltung sieht für mich aus als ob sie auch nicht für 12Vac sondern
> für 9Vac entwickelt worden ist.

BINGO!

von HildeK (Gast)


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Thomas K. schrieb:
> So, Spannungsregler habe ich alle drei bestellt.

Hast du auch wirklich darauf geachtet:

Manfred schrieb:
> Bauform mit isoliertem Gehäuse

Die ist nämlich sehr unüblich. Jeder 'normale' 78xx, 79xx hat ein 
Potential auf dem Gehäuse. Beim 7815 und 7805 liegt da GND, das ist ok, 
solange das Kühlblech nicht noch mit anderen Potentialen verbunden ist.
Beim 7915 liegt da jedoch das Eingangssignal, also ≈ -25V. Man braucht 
also unbedingt das TO-220F-Gehäuse mit isolierter Kühlkörperanbindung 
oder muss selber für eine Isolation sorgen.

Ich fand jedenfalls nur den Hersteller JRC, der so was produziert.

von hinz (Gast)


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HildeK schrieb:
> Man braucht
> also unbedingt das TO-220F-Gehäuse mit isolierter Kühlkörperanbindung
> oder muss selber für eine Isolation sorgen.
>
> Ich fand jedenfalls nur den Hersteller JRC, der so was produziert.

ST, Diodes und Rohm nicht vergessen.

von nachtmix (Gast)


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Falk B. schrieb:
> Sly_marbo schrieb:
>> Die Schaltung sieht für mich aus als ob sie auch nicht für 12Vac sondern
>> für 9Vac entwickelt worden ist.
>
> BINGO!

Zumal der Änderungsvermerk im Schaltplan dort 1000µF 16V Elkos fordert.


Mein Verdacht geht aber in eine andere Richtung:
Offenbar war beim ursprünglichen Fehler kein Elko explodiert, sondern 
das Phänomen trat erst nach dem 1. Reparaturversuch auf.
Evtl wurden da schon die Stecker an den Spannungsreglern falsch 
aufgesteckt oder vertauscht.

von HildeK (Gast)


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hinz schrieb:
> ST, Diodes und Rohm nicht vergessen.

Ich hatte nach dem 7915 gesucht im TO220F-Package.
Rohm z.B. hat keine Negativregler, Diodes auch nicht.
Nur bei ST wird man fündig.

Gut, bei Amazon, eBay etc. gibt es Angebote. Ich wäre da vorsichtig ...

Beitrag #6407325 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Harald W. (wilhelms)


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Thomas K. schrieb:

> Da hast du was überlesen. Die Dioden sind überprüft und in Ordnung.

Probier die Villach-Schaltung (Diode plus Elko) doch einfach mal
auf dem Tisch aus. Wenn dann die Elkos auch platzen, hast Du sie
wohl doch falsch gepolt.

von Harald W. (wilhelms)


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Falk B. schrieb:
> Sly_marbo schrieb:
>> Die Schaltung sieht für mich aus als ob sie auch nicht für 12Vac sondern
>> für 9Vac entwickelt worden ist.
>
> BINGO!

Ja, ein Bid des Netzteil-Typenschilds wäre hilfreich.

von HildeK (Gast)


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nachtmix schrieb:
> Zumal der Änderungsvermerk im Schaltplan dort 1000µF 16V Elkos fordert.

16V-Elkos sind sicher zu knapp für 12V~, führen aber nicht zu einem 
sofortigen Erhitzen und kurz darauf zu Explosion. Vielleicht nach Wochen 
oder Monaten ...
Ebenso die (geringe) Verpolung bei der ersten Halbwelle. Das ist nicht 
die Hauptursache.

Vermutlich bist du hiermit der Ursache näher gekommen:
nachtmix schrieb:
> Offenbar war beim ursprünglichen Fehler kein Elko explodiert, sondern
> das Phänomen trat erst nach dem 1. Reparaturversuch auf.
> Evtl wurden da schon die Stecker an den Spannungsreglern falsch
> aufgesteckt oder vertauscht.

von hinz (Gast)


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HildeK schrieb:
> hinz schrieb:
>> ST, Diodes und Rohm nicht vergessen.
>
> Ich hatte nach dem 7915 gesucht im TO220F-Package.
> Rohm z.B. hat keine Negativregler, Diodes auch nicht.
> Nur bei ST wird man fündig.
>
> Gut, bei Amazon, eBay etc. gibt es Angebote. Ich wäre da vorsichtig ...

Ich hatte nur den verdächtigen 7815 im Auge.

von ohne Account (Gast)


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Falk B. schrieb:
> Quark. Zuerst sollte man mal MESSEN!!! Und nicht nur an einer Stelle,
> sondern mehreren. Siehe Fehlersuche.
Jein - eine Kurzschlußmessung wird der TO sicherlich gemacht haben, 
davon gehe ich mal aus.
Interessant wird es, wenn Bauteile schwächeln und auf diese Weise kleine 
Fehler mit großen Auswirkungen produzieren.
Transistorkennlinien aufnehmen ist schon aufwändiger - lohnt hier nicht 
aus Effizienzgründen.
Im Prinzip wären mit den Verweis auf den 'Fehlersuche'-Artikel 50% der 
Fragen hier überflüssig und somit auch diese Frage - wenn man lange 
genug Messungen macht, findet man den Fehler ... dauert dann aber ewig.

von michael_ (Gast)


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Lesen!

Harald W. schrieb:
> Ja, ein Bid des Netzteil-Typenschilds wäre hilfreich.

Thomas K. schrieb:
> Harald W. schrieb:
>
>> Welcher zulässige Stromwert steht denn auf dem Netzteil? Schliesse mal
>> eine passende 12V-Glühlampe am Ausgang an und miss dann die Spannung.
>
> Hab leider keine passende Glühlampe zur Hand.
> Netzteil 2500mA, siehe Foto.

von Falk B. (falk)


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ohne Account schrieb:
> Im Prinzip wären mit den Verweis auf den 'Fehlersuche'-Artikel 50% der
> Fragen hier überflüssig und somit auch diese Frage - wenn man lange
> genug Messungen macht, findet man den Fehler ... dauert dann aber ewig.

So ein Käse! Eben WENN man sinnvoll und systematisch den Fehler sucht, 
kommt man relativ schnell zu Ziel. Eben indem man KEINE 
Transistorkennlinien mißt, sondern erstmal DEUTLICH elementarere Dinge. 
Der Knackpunkt ist aber eben, welche Dinge man wie am besten und zuerst 
mißt. Und diese Frage kann und sollte in so einer Diskussion geklärt 
werden. Vor allem, wenn die meisten Fragesteller eher weniger bis gar 
keine Sachkenntnisse haben.

von Nichtverzweifelter (Gast)


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New Japan Machinery=NJM (7915..)

Ansonsten: 78F05  (fully isolated) suchen.

NEC, TP, National Semiconductor...

von ohne Account (Gast)


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Falk B. schrieb:
> So ein Käse! Eben WENN man sinnvoll und systematisch den Fehler sucht,
> kommt man relativ schnell zu Ziel. Eben indem man KEINE
> Transistorkennlinien mißt, sondern erstmal DEUTLICH elementarere Dinge.
siehe oben - ich gehe davon, daß er das genau wie bei den Dioden eine 
Kurschlußmessung schon gemacht hat.
Und jetzt?
Ein angeknackstes aber noch arbeitendes Bauteil kann man auch ermitteln, 
ist aber schon schwieriger?

Falk B. schrieb:
> Der Knackpunkt ist aber eben, welche Dinge man wie am besten und zuerst
> mißt. Und diese Frage kann und sollte in so einer Diskussion geklärt
> werden.
Hier geht's aber um die Frage warum der Kondensator zu heiß wird.
D.h. mit einer Wasserkühlung wie scherzhaft vorgeschlagen würde alles 
wieder prima laufen eine Zeit lang - also nix mit Kurzschlüssen.
Und es gab ja auch hinreichend Hinweise.

Falk B. schrieb:
> Vor allem, wenn die meisten Fragesteller eher weniger bis gar
> keine Sachkenntnisse haben.
jeder Fall liegt anders - und falls es Dir noch nicht aufgefallen ist: 
der TO ist mittlerweile auch genervt.
Hast Du den Kondensator auch richtig gepolt eingelötet?
Hast Du die Dioden schon gemessen?
Hast Du auch ganz sicher den Stecker bei den Transistoren richtig 
gesteckt?
... da wäre ich auch genervt.

Und nochmal:
Wenn Du alles prima messen würdest, bräuchtest Du hier keine Frage zu 
stellen (50 bis 80% der Fragen hier dann überflüssig wegen eines 
Artikels oder in Deinen Worten: Quark, MESSEN) - dann wirst Du 
irgendwann mal auf den Fehler stoßen, wenn Du wirklich alles gemessen 
hast, LOL.

von Route_66 H. (route_66)


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ohne Account schrieb:
> (50 bis 80% der Fragen hier dann überflüssig

Ist ja auch so!

von ohne Account (Gast)


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Route_66 H. schrieb:
> Ist ja auch so!
richtig :-)

von Harald W. (wilhelms)


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ohne Account schrieb:

> jeder Fall liegt anders - und falls es Dir noch nicht aufgefallen ist:
> der TO ist mittlerweile auch genervt.
> Hast Du den Kondensator auch richtig gepolt eingelötet?
> Hast Du die Dioden schon gemessen?
> Hast Du auch ganz sicher den Stecker bei den Transistoren richtig
> gesteckt?
> ... da wäre ich auch genervt.

Nun, die Schaltung ist derart einfach, das ein Mensch mit Grund-
kenntnissen der Elektrotechnik mit einigen gezielten Messungen
das Problem in wenigen Minuten gelöst hätte. Leider hat der TE
diese Kenntnisse nicht. Eine Ferndiagnose ist aber nicht immer
problemlos möglich. Hilfreich wäre, wenn sich der TE Kenntnisse
über die Villard-Schaltung anliest und diese Schaltung dann auch
versteht. Leider kennen auch viele "Antworter" in diesem Thread
diese Schaltung anscheinend nicht, was teilweise zu falschen
Antworten führt.

Beitrag #6407816 wurde von einem Moderator gelöscht.
von nachtmix (Gast)


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HildeK schrieb:
> nachtmix schrieb:
>> Zumal der Änderungsvermerk im Schaltplan dort 1000µF 16V Elkos fordert.
>
> 16V-Elkos sind sicher zu knapp für 12V~, führen aber nicht zu einem
> sofortigen Erhitzen und kurz darauf zu Explosion. Vielleicht nach Wochen
> oder Monaten ...
> Ebenso die (geringe) Verpolung bei der ersten Halbwelle. Das ist nicht
> die Hauptursache.

Ja, zumal dann der Elko für die umgekehrte Polarität ebenfalls 
explodieren sollte.
In dem Schaltplan steht ja nichts über die Sekundärspannung des Trafos, 
aber wahrscheinlich handelt es sich dort um einen 8V oder 9V Trafo, wie 
jemand bereits schrieb. Dafür reichen dann auch 16V Elkos und nach den 
Verdopplern steht immer noch genug Spannung für die 7x15 Regler zur 
Verfügung.

Man wird die korrekte Beschaltung der Regler überprüfen und ggfs. 
korrigieren müssen, und dann nachsehen, was durch diesen Fehler sonst 
noch alles kaputt gegangen ist.
Mit etwas Glück haben nur ein oder zwei Regler-ICs das Zeitliche 
gesegnet.

Beitrag #6407896 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #6407898 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Thomas K. (tomkin)


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HildeK schrieb:
> Thomas K. schrieb:
>> So, Spannungsregler habe ich alle drei bestellt.
>
> Hast du auch wirklich darauf geachtet:
>
> Manfred schrieb:
>> Bauform mit isoliertem Gehäuse
>
> Die ist nämlich sehr unüblich. Jeder 'normale' 78xx, 79xx hat ein
> Potential auf dem Gehäuse. Beim 7815 und 7805 liegt da GND, das ist ok,
> solange das Kühlblech nicht noch mit anderen Potentialen verbunden ist.
> Beim 7915 liegt da jedoch das Eingangssignal, also ≈ -25V. Man braucht
> also unbedingt das TO-220F-Gehäuse mit isolierter Kühlkörperanbindung
> oder muss selber für eine Isolation sorgen.
>
> Ich fand jedenfalls nur den Hersteller JRC, der so was produziert.

TO-220FP:
https://www.mouser.at/datasheet/2/389/cd00000450-1795462.pdf

von Nichtverzweifelter (Gast)


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Heisst das, dass Du in Austria verweilst? ;-)

von Thomas K. (tomkin)


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ohne Account schrieb:
> Falk B. schrieb:
>> Vor allem, wenn die meisten Fragesteller eher weniger bis gar
>> keine Sachkenntnisse haben.
> jeder Fall liegt anders - und falls es Dir noch nicht aufgefallen ist:
> der TO ist mittlerweile auch genervt.
> Hast Du den Kondensator auch richtig gepolt eingelötet?
> Hast Du die Dioden schon gemessen?
> Hast Du auch ganz sicher den Stecker bei den Transistoren richtig
> gesteckt?
> ... da wäre ich auch genervt.

Der TO wundert sich zwar über manche Frage, aber er genießt die 
Diskussion.
Es ist schön, wenn so ausgiebig diskutiert wird und mit solchem Einsatz 
an das Problem herangegangen wird.

von Thomas K. (tomkin)


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Nichtverzweifelter schrieb:
> Heisst das, dass Du in Austria verweilst? ;-)

Jetzt hab ich mich wohl verraten.

von Nichtverzweifelter (Gast)


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Nöö, nicht verraten, aber auf mou... .at verlinkt.

Eh kloar...

von Manfred (Gast)


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Nichtverzweifelter schrieb:
> "Da schwingt nichts..." Das nennt man dann einfach "mangelnde
> Erfahrung".

Wenn es Dir an Erfahrung mangelt, kein Problem. Bitte lesen und nicht 
sinnentstellend quoten, Du hast mich falsch verstanden:
Manfred schrieb:
> Ich betreibe Spannungsregler seit Jahrzehnten mit MKT-Kondensatoren,

Das bedeutet, dass ich die Notwendigkeit von Kondensatoren nicht in 
Frage stelle. Mir ist nur unklar, weshalb es unbedingt keramische sein 
sollen, die sind als bedrahtete Bauteile um 200nF recht unüblich.

Das Problemgerät hat ja schon ein paar Jahre gelaufen, wobei es nur 
Zufall sein kann, wenn die 78xx / 79xx bei dieser Verdrahtung stabil 
laufen.

Harald W. schrieb:
> Ja, ein Bid des Netzteil-Typenschilds wäre hilfreich.

Mal den Thread vollständig angucken? Das Bild wurde gestern Mittag 
gepostet.

Harald W. schrieb:
> Nun, die Schaltung ist derart einfach, das ein Mensch mit
> Grundkenntnissen der Elektrotechnik

Ich erhebe den Anspruch, Grundkenntnisse (und etwas mehr) zu haben - 
aber bei diesem Konstrukt mit Spannungsverdoppelung musste ich dreimal 
hingucken. Sowas habe ich in einem Seriengerät noch nie gesehen.

von Nichtverzweifelter (Gast)


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Eben! Mangelnde Erfahrung!

Von 22nF war die Rede, nicht von "...um 200nF", die 22er sind auch im 
Plan so drin und als bedrahtete TOTAL üblich! In einem Rastermass, dass 
sich direkt für die Spannungsregler eignet und trotzdem noch die 
Steckverbinder draufpassen. Also für eine Montage an den Reglern. Sie 
sind wesentlich kleiner als MKT.

Noch nie einen (beliebigen) Technics AM/FM-Receiver offen gehabt? Da ist 
die Schaltung, der Du noch nie begegnet sein magst Manfred, Standard.

Für die Gewinnung beliebiger Zusatzgleichspannungen aus einer 
Trafowicklung ebenfalls weit verbreitet:

Betriebsspannungen für VFD-Displays.

von Manfred (Gast)


Angehängte Dateien:

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Nichtverzweifelter schrieb:
> Von 22nF war die Rede, nicht von "...um 200nF"

Ich nehe zur Kennnis, dass die Halbleiterhersteller Unfung in ihre 
Datenblätter schreiben.

von Harald W. (wilhelms)


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Manfred schrieb:

>> Ja, ein Bid des Netzteil-Typenschilds wäre hilfreich.
>
> Mal den Thread vollständig angucken? Das Bild wurde gestern Mittag
> gepostet.

Mea Culpa, da hab ich einen Beitrag übersehen.
>
> Harald W. schrieb:
>> Nun, die Schaltung ist derart einfach, das ein Mensch mit
>> Grundkenntnissen der Elektrotechnik
>
> Ich erhebe den Anspruch, Grundkenntnisse (und etwas mehr) zu haben -
> aber bei diesem Konstrukt mit Spannungsverdoppelung musste ich dreimal
> hingucken. Sowas habe ich in einem Seriengerät noch nie gesehen.

Ich kann mich nicht mehr genau erinnern, aber Spannungsverdoppler-
schaltung gabs wohl mal irgendwann im 2.Lehrjahr.

von Nichtverzweifelter (Gast)


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Hach Gottchen, Manfred:

Wenn Du nicht verstehst, wovon geredet wird...

"hinz" schrieb völlig richtig, dass sich die Abblockkondensatoren NAHE 
an den Regler gehören, nicht "...20cm Strippe dazwischen".

Strippe? Wo dazwischen?
Nicht zwischen Regler und zugehörige Abblockkondensatoren!
Das ist Allgemeinwissen. Nah dran sollen sie sein! Erfahrungswert 
Schwingneigung wenn nicht.
Findest Du auch in "application hints" vieler Hersteller.
Deswegen habe ich vorgeschlagen ZUSÄTZLICHE keramische 22nF direkt auf 
die Regler zu löten. Weil die Strippe zur Hauptplatine eben 
unvermeidlich ist.

Jetzt klar???

Mannomann...!

von Manfred (Gast)


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Nichtverzweifelter schrieb:
> Deswegen habe ich vorgeschlagen ZUSÄTZLICHE keramische 22nF direkt auf
> die Regler zu löten.

Nee, da gehören 220nF drauf, wie es in allen üblichen Datenblättern 
steht.

von Nichtverzweifelter (Gast)


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Wenn ein 78xx hartnäckig schwingt, dann ist gerade die Staffelung mit 
verschiedenen Kondensatoren hilfreich, weil die selber dann bei 
unterschiedlichen Frequenzen ihre geringste Impedanz haben. Ein 
Impedanzminimum aufgetragen über dem logarithmischen Frequenzmassstab. 
Guckst Du mal in Datenblätter von gerade "Deinen" MKT-Kondensatoren. Da 
findest Du charakteristische "V"-förmige Kurven.
Keramische Kondensatoren hingegen haben fast keine Serieninduktivität, 
entsprechen daher in einem breiten Frequenzband dem Ideal des 
Abblockkondensators.

von Karl K. (karl2go)


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Nichtverzweifelter schrieb:
> Keramische Kondensatoren hingegen haben fast keine Serieninduktivität

DAS ist der Punkt.

Und sie sind natürlich kleiner, billiger und sowas wie Mikrofonie oder 
Temperaturabhängigkeit spielt in dem Fall keine Rolle.

Nichtverzweifelter schrieb:
> Wenn ein 78xx hartnäckig schwingt, dann ist gerade die Staffelung mit
> verschiedenen Kondensatoren hilfreich,

DAs wiederum habe ich noch nicht erlebt. Ein 100n auf jeder Seite reicht 
üblicherweise.

Aber einen schwingenden 317 über 10cm lange Leitungen angeschlossen, der 
im Leerlauf brühheiß geworden ist - das hatte ich schon.

von Rumms kaputt (Gast)


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Thomas K. schrieb:
> Hi,
>
> ich habe ein DJ Mischpult Reloop RMX-30.
> Das Ding hat nix mehr gemacht, jetzt hab ich die größten Elkos getauscht
> und es würde grundsätzlich wieder funktionieren..

Wer hat Dir geraten die Elkos zu tauschen?

Aber... der erste
> Versuch scheiterte, nachdem ein Elko explodierte. Jetzt hab ich den
> durch einen anderen ersetzt, das Gerät lief nun mal einige Minuten, aber
> der Elko wird extrem heiß.
>

Bilder bitte

> Das Mischpult wird mit 12V AC betrieben. Spannung am Netzteil passt:
> 12,1 V
>

I.O.
> Nach Ein-Ausschalter und Sicherung ist schon das nächste Teil im
> Stromkreis der besagte Elko mit 1000µF 35V.
> Explodiert ist mir an gleicher Stelle zuvor ein 1000µF 50V, vermutlich
> schlechtere China-Qualität.
>
Nein
Du hast die falsch eingebaut oder beim Reparaturversuch etwas falsch 
gemacht.

> Wer weiß Rat?

Ich

von HildeK (Gast)


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nachtmix schrieb:
> In dem Schaltplan steht ja nichts über die Sekundärspannung des Trafos,
> aber wahrscheinlich handelt es sich dort um einen 8V oder 9V Trafo, wie
> jemand bereits schrieb.
Nein, es sind 12V AC. Der TO schrieb im Eröffnungspost:
Thomas K. schrieb:
> Das Mischpult wird mit 12V AC betrieben. Spannung am Netzteil passt:
> 12,1 V
Das sind rund 17V Amplitude, abzüglich der Diodenspannung am Elko.
Klar ist das etwas zu viel für einen 16V Elko, der wird deshalb nicht 
sofort heiß oder explodiert, wenn man 16.5V oder 17V anlegt.
Für einen Test kann man das schon mal riskieren, wenn gerade keine 
anderen da sind.

von Rumms kaputt (Gast)


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HildeK schrieb:
> nachtmix schrieb:
>> In dem Schaltplan steht ja nichts über die Sekundärspannung des Trafos,
>> aber wahrscheinlich handelt es sich dort um einen 8V oder 9V Trafo, wie
>> jemand bereits schrieb.
> Nein, es sind 12V AC. Der TO schrieb im Eröffnungspost:
> Thomas K. schrieb:
>> Das Mischpult wird mit 12V AC betrieben. Spannung am Netzteil passt:
>> 12,1 V

Leerlaufspannung? Oder unter Last gemessen?

> Das sind rund 17V Amplitude, abzüglich der Diodenspannung am Elko.
> Klar ist das etwas zu viel für einen 16V Elko, der wird deshalb nicht
> sofort heiß oder explodiert, wenn man 16.5V oder 17V anlegt.
> Für einen Test kann man das schon mal riskieren, wenn gerade keine
> anderen da sind.

von malsehen (Gast)


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Schuß ins Blaue:
Fehler im Bestückungsdruck?

von Harald W. (wilhelms)


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malsehen schrieb:

> Schuß ins Blaue:
> Fehler im Bestückungsdruck?

Oder fehlerhaft bedruckte Elkos? Deshalb auch mein Vorschlag,
die beteiligten zwei Bauelemente auf dem Tisch aufzubauen und
dann zu messen.

von HildeK (Gast)


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Rumms kaputt schrieb:
> Leerlaufspannung? Oder unter Last gemessen?

Klar weiß ich es nicht, bin ja nicht der TO.
Aber da das Gerät nicht arbeitet, vermute ich stark: Messung im 
Leerlauf.

von malsehen (Gast)


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Harald W. schrieb:
> Oder fehlerhaft bedruckte Elkos? Deshalb auch mein Vorschlag,
> die beteiligten zwei Bauelemente auf dem Tisch aufzubauen und
> dann zu messen.

Mehrere?

von MeierKurt (Gast)


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Wolfgang R. schrieb:

>
> Versuchst du eigentlich, witzig zu sein, oder hast du einfach nur so
> keine Ahnung?

Die Frage stelle ich mir gelegentlich.
Besonders, wenn ich bestimmte Videos auf Youtube sehe...

von ohne Account (Gast)


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Thomas K. schrieb:
> Der TO wundert sich zwar über manche Frage, aber er genießt die
> Diskussion.
> Es ist schön, wenn so ausgiebig diskutiert wird und mit solchem Einsatz
> an das Problem herangegangen wird.
na dann solltest Du vielleicht auf die anderen Poster hören - der bzw. 
die Dir  glatte Unkenntnis vorwerfen ... nicht mein Zitat:

Harald W. schrieb:
> Nun, die Schaltung ist derart einfach, das ein Mensch mit Grund-
> kenntnissen der Elektrotechnik mit einigen gezielten Messungen
> das Problem in wenigen Minuten gelöst hätte. Leider hat der TE
> diese Kenntnisse nicht.

ich find's auch immer amüsanter :-)

PS:
Wann bekommst Du denn Deine Bestellungen?
Wenn's nicht mehr wird und Du das Teil in der Bucht anbietest sag 
Bescheid :-)

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