Wie kann man aus einer KEBA MBedded-PCB den Flash lesen?

Gast #6450818
Lesenswert?

Ich habe eine Heizungssteuerung von KEBA mit einem ARM-PCB und Linux 
drauf. Das Steuerpult hat einen kleinen Touchscreen dabei und man 
erkennt das Starten von Linux. Auf der PCB ist so etwas wie ein 
JTAG-Anschluss (laut Bezeichnung).

Ich würde gerne einen Dump vom Flash machen und ggf das Image mounten um 
auf das System zugreifen zu können.

Kann mir jemand ein paar hilfreiche Infos geben?
Angehängte Dateien:
Gast #6450834
Lesenswert?

Achim M. schrieb:
> Hast du dich schonmal an ETH X5 dran gehängt und geschaut was da geht?
> Eventuell haben sie telnet bzw. SSH offen gelassen.

Das wollte ich erst später prüfen, falls der Zugriff geloggt wird.

> Was hast du sonst schon unternommen, um...
> Martin schrieb:
>> um auf das System zugreifen zu können

ich kann einen USB-Stick als Datenträger zum Download eines Logbuches 
anschließen.

> mfg mf
;)
Gast #6450891
Lesenswert?

Μαtthias W. schrieb:
> Auf X6 DBGU hängt bestimmt eine serielle Konsole mit 3.3V Pegeln + JTAG.
> Nach der seriellen Konsole würde ich als erstes schauen. Evtl. hast du
> dann direkt root-Zugriff ins System.

Falls nicht, kann ich das dann über das Image machen? Einen eigenen 
Nutzer eintragen mit eigenem PW und dann zurückspielen?
Gast #6450967
Lesenswert?

Μαtthias W. schrieb:
> Bestimmt kannst du das. Aber da ist ein NAND verbaut. Das bringt
> allerhand Gemeinheiten mit wenn man nur per JTAG Zugriff auf den Chip
> bekommt. Da würde ich vorher mehr Aufwand treiben mich ins laufende
> System "einzuhacken".
>
> Matthias

Wie macht es dann der Hersteller? Der muss ja auch den Bootbereich 
flashen können. Oder ist ein Loader auf dem SAM gleich drauf der das 
einmalig übernimmt?

Welchen Hardwareaufwand benötige ich zum Auslesen und Flashen?
Persönliche Seite #6451018
Lesenswert?

Martin schrieb:
> Μαtthias W. schrieb:
>> Bestimmt kannst du das. Aber da ist ein NAND verbaut. Das bringt
>> allerhand Gemeinheiten mit wenn man nur per JTAG Zugriff auf den Chip
>> bekommt. Da würde ich vorher mehr Aufwand treiben mich ins laufende
>> System "einzuhacken".
>>
> Wie macht es dann der Hersteller? Der muss ja auch den Bootbereich
> flashen können. Oder ist ein Loader auf dem SAM gleich drauf der das
> einmalig übernimmt?

Bei den Atmel Dingern weiß ich das nicht aber typischerweise lädt man 
ein Stück Software (z.B. u-boot oder gleich ein kleines Linux) per JTAG 
oder ROM-Firmware ins RAM und lässt das dann das flashen übernehmen.

> Welchen Hardwareaufwand benötige ich zum Auslesen und Flashen?

Theoretisch nur einen JTAG-Adapter wenn JTAG nicht abgeschaltet ist.

Matthias
Persönliche Seite #6452192
Lesenswert?

Die Profis gibt es hier. Und genau desshalb raten sie erstmal zum 
einfachen Weg. Denn das NAND da ohne Schaden runterzubekommen ist 
erstmal nicht einfahc (BGA). Dann auslesen auch nicht da es kaum 
passende Sockel gibt und anlöten von um die 15 Drähte auch nicht gerade 
ganz einfach ist. Danach stehst du vor der Harausforderung aus dem 
Inhalt ein Image zu erzeugen um dann Daten sinnvoll ändern zu können. Du 
musst also das Dateisystem ermitteln (JFFS2 oder UBIFS) und die um die 
Bad blocks kümmern. Dann darfst du das Flash wieder reballen und ohne 
die Platine zu beschädigen wieder einlöten. Da dürfet es schlicht viel 
einfacher sein sich Zugang zum laufenden Linux zu verschaffen.

Matthias
#7951033
Lesenswert?

Tom G. schrieb:

Wenn da ein veraltetes System drauf ist kann man auch schauen ob man nen Exploit für die SSH-Version findet (bei Debian 8 ist die chance sehr hoch dass da ein Exploit existiert)

Und wie hast du die Logs rausgekitzelt?

Die Logs bekommst du mit nem USB-Stick - FAT32 leer machen - ohne LED am USB Stick (wichtig) - max. 4GB einfach reinstecken, Ladestation einschalten und warten bis Remove USB angezeigt wird

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren