Um was für eine OPV- Schaltung handelt es sich?

Gast #6462528
Lesenswert?

Franko P. schrieb:
> kuck ma:

Die Schaltung kommt auf der PDF-Übersicht so gar nicht vor. Das ist 
Kokolores. Da fehlt noch ein Widerstand vom nichtinvertierenden Eingang 
nach GND.

Egon D. schrieb:
> Um einen winzigen Splitter einer komplexeren Schaltung.

Genau. Die Auflösung kommt mit der Darstellung der Leitung rechts oben 
im Bild vom TO. Man muss wissen wo diese Leitung hin geht!
#6462588
Lesenswert?

Ich dachte ja erst das ist ein OP für Hochfrequente Anwendungen und 
deshalb die  niedrigen und symmetrischen Widerstände am Eingang, aber 
der AD8500 ist ein µPower Mosfet OP mit 7kHz GBW! und einem Input Offset 
current von typ. 1 pA.

Was da also R11 und R12 für einen Sinn ergeben sollen erschliesst sich 
mir absolut nicht.

HildeK, hast du dafür eine Erklärung?
Gast #6462596
Lesenswert?

Schon richtig.
Hier wurde ein Ausschnitt aus einem größeren Plan gezeigt, keine 
Lehrbuchgrundschaltung, und warum der Entwickler die beiden 3k3 verbaut 
hat, erschließt sich mir auch nicht. Zumal der AD8500 schon max. 1mV 
Spannungsoffset hat aber nur einige pA Bias- und Offsetcurrent. Wirkung 
haben die beiden Widerstände keine, solange sie gleich sind, und in der 
Schaltung hätte ich Drähte verwendet. 😀
#6462957
Lesenswert?

Ach Du grüne Neune schrieb:
> Gut, das sehe ich ein, aber dann hätte ich auch statt 3k3 einfach nur
> einen Draht (0R) in die Gegenkopplung einbauen können. Dann kommt
> mathematisch das gleiche raus.

Ne,ne. Ich hatte mal bei einem OPA333 ein Problem. Um -IN zu schützen 
brauchte ich da einen 1 K Widerstand.

https://www.ti.com/lit/ds/symlink/opa333.pdf
Seite 13, übersetzt von Google.
1
Der OPA333 ist so ausgelegt, dass er den gesamten Bereich abdeckt, ohne dass in einem anderen Verstärker-Schienen-Verstärkerbereich ein Fehler auftritt. In der Regel beträgt der Eingangsstrom ca. 70 pA. Eine Eingangsspannung, die die Stromversorgung überschreitet, kann jedoch zu übermäßigem Strom führen, der in die Eingangspins hinein oder aus diesen heraus fließt. Momentane Spannungen, die größer sind als die Stromversorgung, können toleriert werden, wenn der Eingangsstrom auf 10 mA begrenzt ist. Diese Begrenzung kann leicht mit einem Eingangswiderstand erreicht werden.

Man sollte Datenblätter immer etwas genauer lesen.
mfg klaus
#6462965
Lesenswert?

Klaus R. schrieb:
> Eine Eingangsspannung, die die Stromversorgung überschreitet, kann
> jedoch zu übermäßigem Strom führen

Was ja eigentlich schon ein Designfehler ist.
Als Schutz können solche Widerstände natürlich sinnvoll sein. Aber dann 
könnte man ggf. besser Clamp Dioden benutzen.

Ausser wenn die Signalquelle so hochohmig ist dass die Sperrströme der 
Dioden das Signal beeinflussen. Aber brauchts dann so niederohmige 
Vorwiderstände?

Egal, ist eh nur Spekulation, auf jeden Fall sind die beiden Widerstände 
in dr Schaltung oben ohne Effekt bzgl der Spannungsverstärkung und die 
ist 1.
#6463173
Lesenswert?

Udo S. schrieb:
> Was ja eigentlich schon ein Designfehler ist.
> Als Schutz können solche Widerstände natürlich sinnvoll sein. Aber dann
> könnte man ggf. besser Clamp Dioden benutzen.

Es kann durchaus sinnvoll sein, beides zu haben, denn Schutzdioden 
begrenzen bei Überspannung oft auf einen Wert, der immer noch deutlich 
höher als das absolute Max-Rating sein kann.

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren