Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik LED Signalampe an 220 Volt Leuchtet Hilfe


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von Rain D. (Firma: keine) (raindancer2204)


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Hallo,

ich habe mir für meine CNC Fräse ein externes Gehäuse gebaut wo ich über 
ein Solid State Relais das einen 24 Volt Eingang hat eine 220 Volt 
Steckdose schalte. Das funktioniert soweit super. Die LED habe ich an 
den Plus und jeweils an den Minus Pol der Steckdose angeklemmt.

Es handelt sich um folgende Singallampe:

https://www.amazon.de/sourcing-map-Signallampe-Faches-Paneel/dp/B07H3SQCKT/ref=sr_1_5?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&dchild=1&keywords=Signallampe+AC+220V&qid=1605205983&sr=8-5

Problem:
Egal welchen Zustand das Relai hat:
AUS die LED lechtet minimal man sieht es sollte aber aus sein.
EIN die LED lechtet extrem STARK so wie es sein soll.

Wie kann ich da beseitigen? Scheinbar ist da ein Minimaler Strom was das 
Relai noch durchlässt. Brauche ich dazu eine Sperrdiode wie kann ich es 
am einfachsten lösen?

DANKE Raini

von MaWin (Gast)


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Rain D. schrieb:
> Wie kann ich da beseitigen

SSR trennen nicht ganz, nimm halt ein richtiges Relais..Wenn du 
allerdings eine Last (Staubsauger) parallel zur LED Lampe schaltest, ist 
sie auch aus.

Eine Steckdose halt nicht + und -, sondern N und L.

von Beruf Sohn (Gast)


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Damit nicht immer der 600 Watt Staubsauger unnötig mitlaufen muss, 
schalte einfach zwei in Serie geschaltete 22k Widerstände (44k) mit je 1 
Watt Belastbarkeit parallel zur LED.

von raindancer2204 (Gast)


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Hi,

ja wie gesagt ich will nicht immer an den Steckdosen was angeschlossen 
haben.

Wäre das der richtige Widerstandt? was du meinst?

https://www.voelkner.de/products/32247/Weltron-MFR1145-Metallschicht-Widerstand-22k-axial-bedrahtet-0414-1W-1.html?offer=279dbdcf5e4b60a7740b19d6e5fcc441

Danke Dir Raini

von Beruf Sohn (Gast)


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raindancer2204 schrieb:
> Wäre das der richtige Widerstandt?

Ja

von Manfred (Gast)


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Rain D. schrieb:
> das Relai
Relais
raindancer2204 schrieb:
> Widerstandt?
Widerstand

Wenn Du wieder in die Schule darfst, frage mal den Lehrer, was ein Komma 
ist.

> 22k-axial-bedrahtet-0414-1W
Der wird innerhalb einer sehr überschaubaren Zeit abbrennen.

Problemloser wäre eine klassische Glühlampe, groß genug ist das Loch der 
Kontrollampe ja.

Wenn es die LED bleiben soll, würde ich es kapazitiv versuchen: 
Kondensator 0,22µF 275V-AC X2 drüber.
https://www.reichelt.de/funkentstoerkondensator-x2-220-nf-305-v-rm-15-0-105-c-20--epco-b32922c3224-p232341.html?&trstct=pol_8&nbc=1
Ob das wirklich so passt, muß man ausprobieren - wir kennen das 
Innenleben, den Snubber, des SSR nicht.

Beruf Sohn schrieb:
> Ja

Rechnen mit Spannung - Widerstand - Strom - Leistung übst Du noch ein 
bißchen, bis dahin verschonst Du uns bitte mit falschen Antworten.

von Mani W. (e-doc)


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Rain D. schrieb:
> wo ich über
> ein Solid State Relais das einen 24 Volt Eingang hat eine 220 Volt
> Steckdose schalte.

Kann sein, dass ein Snubber am SSR geschaltet wurde, das reicht dann
für ein schwaches Leuchten einer Led...

Bei den technischen Daten der Led steht:


Eigenschaften:

Nennspannung: AC 220V

Nennstrom: Nicht mehr als 20mA

Lichtfarbe: Grün

Modell: AD16-22D / S

Ein Snubber könnte also die Ursache sein...

von Beruf Sohn (Gast)


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Manfred schrieb:
> Der wird innerhalb einer sehr überschaubaren Zeit abbrennen.

Wird er nicht! An 115 Volt wird er nur 0,6 Watt verheizen müssen.

von Manfred (Gast)


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Beruf Sohn schrieb:
> Wird er nicht! An 115 Volt wird er nur 0,6 Watt verheizen müssen.

Ich nehme alles zurück und behaupte das Gegenteil:
Beruf Sohn schrieb:
> zwei in Serie geschaltete 22k Widerstände

Dieses 'zwei in Serie' habe ich übersehen, da genügen 1W-Typen.

von raindancer (Gast)


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Hi,

also dann würde ich das so verkabeln mit den 2 Widerständen.

Siehe Bild:

Korrekt?

von Lothar M. (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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raindancer schrieb:
> Siehe Bild:
> Korrekt?
Sieh dir bitte nochmal das Schaltzeichen einer LED an...

Und dann schalte noch eine 1N4007 in Reihe zur LED.
Denn die LED alleine bricht im Sperrbetrieb irgendwo bei über 30V durch 
und muss dann die zigfache Verlustleistung abkönnen.

von kenny (Gast)


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raindancer schrieb:
> Siehe Bild:
>
> Korrekt?

Nein nicht in Reihe zur LED sondern parallel

von Beruf Sohn (Gast)


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Rain D. schrieb:
> die LED lechtet minimal man sieht es sollte aber aus sein.

Die LED hat ja schon ein entsprechendes Vorschaltgerät. Es geht ja nur 
darum, dass im ausgeschalteten Zustand die Auswirkung der kapazitiven 
Kopplung zwischen den Schaltkontakten des Relais eliminiert werden.
Dazu müssen, die beiden in Serie geschalteten 22k Widerstände, parallel 
zur LED geschaltet werden (einschließlich Vorschaltgerät).

von raindancer (Gast)


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Hi,

gut das Schaltzeichen der LED ist noch falsch aber so sollte es doch 
jetzt richtig sein?

Grüsse Raini

von Lothar M. (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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raindancer schrieb:
> gut das Schaltzeichen der LED ist noch falsch aber so sollte es doch
> jetzt richtig sein?
Ich bin mir ziemlich sicher, dass die LED trotz dieser 
"Nebenwiderstände" noch immer leuchtet. Nur ein wenig dunkler.

Rain D. schrieb:
> Problem:
> Egal welchen Zustand das Relai hat:
> AUS die LED lechtet minimal man sieht es sollte aber aus sein.
> EIN die LED lechtet extrem STARK so wie es sein soll.
> Wie kann ich da beseitigen?
Steck einen nennenswerten Verbraucher in die geschaltete Steckdose. Denn 
es ist im Grunde energetisch völliger Unsinn, Widerstände parallel zur 
LED zu schalten und ständig Strom zu verbrauchen, nur damit eine 
ausgeschaltete LED nicht leuchtet.

: Wiederhergestellt durch Moderator
von Manfred (Gast)


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Lothar M. schrieb:
> Denn
> es ist im Grunde energetisch völliger Unsinn, Widerstände parallel zur
> LED zu schalten und ständig Strom zu verbrauchen, nur damit eine
> ausgeschaltete LED nicht leuchtet.

Hätte ich das Problem, würde ich das Meßgerät ansetzen und gucken, was 
aus dem SSR kommt.

Gegen Wirkleistung hatte ich schon etwas geschrieben:

Manfred schrieb:
> Wenn es die LED bleiben soll, würde ich es kapazitiv versuchen:
> Kondensator 0,22µF 275V-AC X2 drüber.

von Lothar M. (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Manfred schrieb:
> Gegen Wirkleistung hatte ich schon etwas geschrieben:
>> Kondensator 0,22µF 275V-AC X2 drüber.
Auch Scheinleistung erzeugt Strom und damit Verluste an ohmschen 
(Leitungs-/Klemmen-)Widerständen.

Rain D. schrieb:
> ein Solid State Relais das einen 24 Volt Eingang hat eine 220 Volt
> Steckdose schalte. Das funktioniert soweit super.
So könnte man es auch machen:
man klemmt eine 24V-LED auf die 24V-Ansteuerseite des SSR. Die leuchtet 
dann, wenn die LED des SSR leuchtet.

> Die LED habe ich an
> den Plus und jeweils an den Minus Pol der Steckdose angeklemmt.
So wie ich das sehe, solltest du nicht mit 230V herumbasteln...  :-o

von Falk B. (falk)


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Lothar M. schrieb:
> Manfred schrieb:
>> Gegen Wirkleistung hatte ich schon etwas geschrieben:
>>> Kondensator 0,22µF 275V-AC X2 drüber.
> Auch Scheinleistung erzeugt Strom und damit Verluste an ohmschen
> (Leitungs-/Klemmen-)Widerständen.

Aber nur einen Bruchteil im Vergleich zum rein ohmschen Widerstand!
Krümelkacker!

von raindancer (Gast)


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Hi,

so also wie kann ich es jetzt anschliessen wenn ich die Lösung mit den 
Widerständen machen will? ist mein Bild jetzt richtig oder falsch?

Evtl. kann mir jemand eine kurze Skizze uploaden.

P.S: Für diejendigen für sehr spitzfindige Antworten jeder hat mal klein 
angefangen :)

Danke

von Manfred (Gast)


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raindancer schrieb:
> wie kann ich es jetzt anschliessen

Wie in Deinem https://www.mikrocontroller.net/attachment/480668/led.jpg

Über den Sinn und evtl. vermeidbaren Verbrauch wurde vorne schon 
diskutiert: Messe mal den Wechselstrom durch die Widerstände.
Mit etwas Pech glimmt die LED trotzdem, Versuch macht kluch.

von Lothar M. (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Falk B. schrieb:
> Aber nur einen Bruchteil im Vergleich zum rein ohmschen Widerstand!
Ich wollte es nur erwähnt haben, nicht dass noch wer kommt...

> Krümelkacker!
Oder: an das gedacht, was die meisten übersehen...   ;-)

raindancer schrieb:
> so also wie kann ich es jetzt anschliessen wenn ich die Lösung mit den
> Widerständen machen will? ist mein Bild jetzt richtig oder falsch?
Probier es, wie du es gezeichnet hast:
1
                       o   Steckdose  o            
2
                       |              |
3
                       |              |
4
                       |              |
5
                       |      LED     | 
6
       L ---- SSR -----o------->|-----o----- N
7
                       |              |
8
                       '---22k---22k--'

: Bearbeitet durch Moderator
von Trollerbremse (Gast)


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Rain D. schrieb:
> Die LED habe ich an
> den Plus und jeweils an den Minus Pol der Steckdose angeklemmt.

zweite Lüge: 220 Volt

findet die erste!

von Brückspiegel (Gast)


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"TROLLerbremse". "Lüge! Lüge...". Wahrhaftigkeit, Wahnhaftigkeit...

von Karl B. (gustav)


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Hi,
schau mal was R16 für einen Wert hat.
Ist aus PC Master Slave Steckdose.
Gelle, zum Mitschreiben 82 Kiloohm und 1 Watt, fast den vierfachen Wert 
der 22 k oben. Und die Diode nicht vergessen. Man kann für alle Fälle 
sogar noch Diode(n) in Antiparallelrichtung zur LED selber schalten, 
falls die noch extra geschützt werden soll.
Und wenn LED zu hell, einfach etwas Filzstiftfarbe drauf, dann geht 
weniger Licht durch.
(Gerade die blauen LEDs ist so extrem hell. Da nehme ich andere, 
passendere Vorwiderstände.)
Man darf auch nicht vergessen, dass LEDs keinen direkt linearen 
Zusammenhang zwischen Strom und Helligkeit aufweisen. Irgendwo ist da 
eine Sättigung.
Wenn die LED schon zu hell, vielleicht den Vorwiderstand verändern, 
vergrößern.


ciao
gustav

: Bearbeitet durch User
von Beruf Sohn (Gast)


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Karl B. schrieb:
> Gelle, zum Mitschreiben 82 Kiloohm und 1 Watt, fast den vierfachen Wert
> der 22 k oben.

Und für Dich auch nochmal zum Mitschreiben:
Die beiden 22k Widerstände sind in Reihe geschaltet (also insgesamt 44k) 
und haben jeweils 1 Watt (also insgesamt 2 Watt).

Ausserdem geht es hier nicht um Helligkeit sondern um möglichst viel 
Dunkelheit. Am besten wäre also, wenn man direkt parallel zur LED 
(Vorschaltgerät NICHT mit einbezogen) etwa einen 1k Widerstand 250mW 
schalten würde. Dazu muss man aber erst wissen welche Flussspannung und 
welcher Strom (angeblich nicht mehr als 20mA) durch die grüne Anzeige 
LED fliesst.

von Karl B. (gustav)


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Beruf Sohn schrieb:
> Und für Dich auch nochmal zum Mitschreiben:

Am besten Eingriff in die vorhandene Kontrolleuchte:

Karl B. schrieb:
> Man darf auch nicht vergessen, dass LEDs keinen direkt linearen
> Zusammenhang zwischen Strom und Helligkeit aufweisen. Irgendwo ist da
> eine Sättigung.
> Wenn die LED schon zu hell, vielleicht den Vorwiderstand verändern,
> vergrößern.

ciao
gustav

: Bearbeitet durch User
von Beruf Sohn (Gast)


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Karl B. schrieb:
> Am besten Eingriff in die vorhandene Kontrolleuchte:

Das ist genau die richtige Vorgehensweise, denn im abgeschalteten 
Zustand soll die kapazitive Kopplung der Schaltkontakte möglichst 
niederohmig abgeschlossen werden, damit die LED nicht mehr leuchtet.

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