Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Old-Papa macht nun doch weiter - Der K(r)ampf mit den Nordmendes


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von Old P. (Firma: nix) (old-papa)


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Hallo Leute, da ich die Dinger nun schonmal in der Werkstatt habe 
(wollte "nur" Fotos machen), erfolgte eine Bestandsaufnahme.

Das sind einmal ein UO963 und ein fast baugleicher (aber deutlich 
modernerer) UTO964. Das "T" im Namen verrät es, es ist ein 
Triggeroszilloskop.
Der UO963 ist deutlich älter, was man ihm auch ansieht! Leider nicht nur 
außen, nein, auch innen ist er stark versifft. Das ist der Preis für die 
doch sehr großen Lüftungsöffnungen oben im Gerät. Unter Strom ist nur 
ein etwas heller Bereich in der Mitte der CRT zu sehen, aber nur 
schwach. Sowas hatte ich auch erwartet, das Ding ist etwa Baujahr 1961 
(sagt die Aufschrift auf den Elkos).
Der UTO964 ist nicht ganz so grottig, aber eben auch kein Vitrinenstück.
Aber: Er funktioniert noch so leidlich. Die Triggerung ist allerdings 
eher ein Witz, kann aber auch an vergurkten Bauteilen liegen.

Von beiden habe ich zunächst (noch vor dem "Unterstromsetzen") die 
Knöpfe und Frontplatten abgenommen, alles soliede geschraubt, nichts 
gesteckt oder gar geklebt wie heutzutage. Die Teile sauber gewaschen, 
sie sehen danach sehr jungfräulich aus! Allerdings sieht man dem 963er 
seine Herkunft aus der Consumertechnik auch an. Beige Knöpfe in damals 
typischer "Zahnpastatubenverschlussoptik", mit Gold ausgelegte 
Markierungen, eine goldfarbene Frontplatte (die Beschriftung) usw. Das 
war damals halt der Geschmack der Zeit.

Den UTO964 habe ich wieder ins Regal gestellt, den UO963 habe ich 
komplett zerlegt. Die Röhren vorsichtig abgewischt (da war 
millimeterdick Dreck drauf), doch es gingen mal wieder die 
Beschriftungen teilweise über die Wupper. Derzeit habe ich Aufkleber 
draufgepappt, mal sehen, wie ich das dann endgültig löse.

Und wie schon so häufig, es wurde mal wieder an allen Einstellreglern 
gekurbelt, die drin sind. Was treibt die Leute nur dazu?

Die Bildröhre habe ich gereinigt und den Abschirmzylinder mit neuem 
Moosgummi versehen, das originale war einfach "verdunstet", die Röhre 
klapperte darin.

Die Platinen werden gereinigt und komplett mit neuen Kondensatoren 
versehen (außer den Styros), die Widerstände messe ich durch (sehen noch 
gut aus).
Die Stufenschalter sind noch ein Problem, völlig versifft, doch komplett 
zerlegen möchte ich nicht. Wahrscheinlich fummel ich die dort angespaxen 
Potis ab und dann ab ins US-Bad.
Die Gehäuseteile werden sandgestrahlt und Farbe neu. Anders kommt man 
dem zerklüfteten Aufbau nicht richtig bei.

Das wird aber nicht so flott von der Hand gehen wie beim Heathkit, vor 
allem, weil ich zurzeit keinen potenten Kompressor zum Sandstrahlen habe 
(das Projekt liegt seit 2 Jahren auf Halde)
Naja, ich bin ja auch nicht auf der Flucht.....

Old-Papa

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von Dieter W. (dds5)


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Old P. schrieb:
> Und wie schon so häufig, es wurde mal wieder an allen Einstellreglern
> gekurbelt, die drin sind. Was treibt die Leute nur dazu?

So arbeiten halt Autoschrauber - erst mal alle losen Schrauben 
festziehen.

von Mohandes H. (Firma: مهندس) (mohandes)


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Man beachte den Knopf 'Flutlicht' beim UO963 :-).

Tolle Aktion, Old Papa!

von Old P. (Firma: nix) (old-papa)


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Mohandes H. schrieb:
> Man beachte den Knopf 'Flutlicht' beim UO963 :-).

Beim neueren 964er heißt dass dann schon Illum(ination)

> Tolle Aktion, Old Papa!

Danke.

Old-Papa

von Old P. (Firma: nix) (old-papa)


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von Toxic (Gast)


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Old P. schrieb:
> Und wie schon so häufig, es wurde mal wieder an allen Einstellreglern
> gekurbelt, die drin sind. Was treibt die Leute nur dazu?

Was lose ist muss angezogen werden !
Das wurde von der verehrten und gebildeten Kundschaft schon annodazumal 
so gehandhabt:da wurden grundsaetzlich alle ZF-Filterchen z.B. in 
Kofferradios akkurat mit Drehmomentschluesseln fixiert.

von Brummm (Gast)


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Tolle Leistung von Dir :)

von Brummm (Gast)


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Gemeint war der TO

von Yo! (Gast)


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Gute Aktion. Aber benutzen möchtest du diese "dunkelen Funzeln" 
hoffentlich nicht, oder? :D

von Mohandes H. (Firma: مهندس) (mohandes)


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Das UO963 hat damals (1958) DM 887,- gekostet. Je nachdem welchen 
Rechner man bemüht, sind das inflationsbereinigt € 4.000!

Das war Ende der 50er Stand der Technik: 1-Kanal Oszillograph mit 5 MHz.

An so einem Gerät habe ich in den 70ern meine ersten Erfahrungen mit 
einem Oszilloskop gemacht. Graphiken wurden vom Schirm mit 
Pergamentpapier abgepaust. Später wurden die Bildschirme eckig und es 
gab Vorsätze für Polaroid. Können sich viele im Zeitalter digitaler 
Oszilloskope bis in den GHz-Bereich kaum noch vorstellen.

Die moderne Technik ist spannend aber die damaligen Erfahrungen mit so 
einem 5MHz-Oszi möchte ich nicht missen.

: Bearbeitet durch User
von Old P. (Firma: nix) (old-papa)


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Yo! schrieb:
> Gute Aktion. Aber benutzen möchtest du diese "dunkelen Funzeln"
> hoffentlich nicht, oder? :D

Doch, alle meine Restaurationen werden irgendwann auch benutzt. Zwar 
nicht so intensiv wie "Mister Carlson", doch gelegentlich schon. Und 
warum "dunkle Funzeln"? Jeder Oszi hat einen Helligkeitsregler ;-)  Doch 
für Alltagsarbeiten steht hier ein aufgebrezelter * Rigol MSO2072A über 
der Werkbank.

Old-Papa
(* = ist jetzt also ein MSO2302A)

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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Naja ob man sowas altes wiederaufarbeiten muß ... mit dem Aufwand... 
wozu? Wer wird das Teil jemals wieder nutzen und nur zum Spaß... 
Sportsgeist in allen Ehren, aber ich glaube das ist etwas übertrieben.

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Old P. schrieb:
> Stufenschalter-versifft-2.jpg

Da haben die Herrschaften aber eine abenteuerliche Konstruktion 
gebastelt. Wird wohl der Zeitbasis Einsteller sein - mit Stufenschalter 
aussen und Poti innen, herrje. Ich drücke dir die Daumen, das alle diese 
Spezialschalter noch hinzukriegen sind. Wirklich lohnen wird sich das 
nicht, aber du hast ja den Spass am rekonstruieren.

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von MCUA (Gast)


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> Wer wird das Teil jemals wieder nutzen und nur zum Spaß...
Es gibt auch einen Markt für restaurierte Geräte, wie auch für 
restaurierte Autos.

von Old P. (Firma: nix) (old-papa)


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Matthias S. schrieb:
>
> Da haben die Herrschaften aber eine abenteuerliche Konstruktion
> gebastelt. Wird wohl der Zeitbasis Einsteller sein - mit Stufenschalter
> aussen und Poti innen, herrje. Ich drücke dir die Daumen, das alle diese
> Spezialschalter noch hinzukriegen sind. Wirklich lohnen wird sich das
> nicht, aber du hast ja den Spass am rekonstruieren.

Das wird schon. Zur Not ist selbst dieser Schalter zerlegbar, er und das 
Poti sind Standardteile.
Und ja, das Ding macht etwas Arbeit um dann letztlich in irgendeinem 
Regal zu stehen.
Na und? Ein alter Rembrandt hängt auch nur an der Wand (die Kopie, das 
Original versauert im Depot)

Old-Papa

von Mohandes H. (Firma: مهندس) (mohandes)


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MCUA schrieb:
>> Wer wird das Teil jemals wieder nutzen und nur zum Spaß...
> Es gibt auch einen Markt für restaurierte Geräte, wie auch für
> restaurierte Autos

Davon abgesehen: ich würde antworten "weil ich's kann". Oder "weil es 
Spaß macht".

Und es muß auch nicht alles immer 'Sinn machen'. Offensichtlich macht es 
ja auch einigen hier Freude, zuzuschauen wie so eine Kiste restauriert 
wird.

von Uwe G. (scd)


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Mohandes H. schrieb:
> Offensichtlich macht es
> ja auch einigen hier Freude, zuzuschauen wie so eine Kiste restauriert
> wird.

So ist es.

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Uwe G. schrieb:
> So ist es.

Richtig.

von Old P. (Firma: nix) (old-papa)


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.... und dann war da noch das Originalkabel.....

Das lag noch im Regal, sieht genauso grottg aus wie der Oszi (das 
Oszi?).

Das Original ist schon urig, vor allem der eigentliche Tastkopf. Der und 
der 1zu10-Umschalter könnten auch vom Dorfschmied gefertigt sein. Doch 
das war damals so, ähnliche von Siemens und HP hängen hier auch noch 
irgendwo am Haken. Ansonsten ist die Verarbeitung schon grundsolide. Die 
ulkige Spitze ist ausschraubbar, da gab es sicher auch wirkliche 
Spitzen.

Solche Kabel habe ich auch noch welche, aber nur noch ein passendes 
Gerät (UVR-3)

Nach Reinigung und Bestandsaufnahme hatte ich dann noch eine Idee:
In einer Schachtel liegt ein Adapter auf PL-Stecker, ein PL-zu-BNC liegt 
gleich daneben, doch es muss ja auch direkt gehen.
Solche Uralt-Stecker habe ich noch viele (wie heißen die eigentlich?), 
also in meiner BNC-Schachtel nach was Passendem gesucht, gefunden und ab 
an die Drehbank.

Etwas gekürzt und anschließend zusammengepresst. Die vorhandenen 
Durchmesser passten ideal!

Die beiden verbliebenen Muttern der BNC-Buchsen kamen gerade recht, sie 
passen perfekt auf die Fehlteile vom Heathkit OS-2. Manchmal ist der 
Zufall auch gnädig ;-)

Zum Schluss noch eine Stellprobe am UTO964, sieht doch wie original aus.

Old-Papa

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von Old P. (Firma: nix) (old-papa)


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Und noch was...

Ich hatte ja geschrieben, dass beim geringsten Wischen an den Röhren die 
Beschriftung ab geht. Bei manchen ist sie fester, doch meistens reicht 
schon ein trockenes Tuch dafür. Andererseits werde ich die auch nicht so 
verdreckt drin lassen.
Zunächst habe ich als erste Maßnahme kleine Aufkleber draufgepappt, das 
wird sich nicht bewähren. Unter Wärme fallen die irgendwann ab.
Also habe ich einen weißen Edding für Glas usw. versuchet, das sieht gut 
aus! Ich habe die Probe-Röhre gut 2 Stunden bei 6,5V am Netzteil geheizt 
und extra noch ein Tuch drüber gelegt, sie wurde sauwarm, doch die 
Beschriftung hält.
Mit dem Fingernagel kann man sie natürlich wegkratzen, doch das hält die 
Originalbeschriftung auch nicht aus.
Derzeit habe ich einen mit 0,8mm Spitze (eher ein Röhrchen), ich werde 
mal noch kleinere suchen und an meiner Handschrift feilen ;-)
Zumindest komm ich so weiter.
Übrigens: Alle Röhren sind von Nordmende nochmal extra nummeriert 
worden, wahrscheinlich wurden immer Pärchen ausgemessen.

Old-Papa

von Modellbauer (Gast)


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Sehr schön, bitte weiter berichten.
Gefällt mir wenn jemand Technikgeschichte aufrecht erhält und die 
Qualität der Restauration sieht ja wirklich spitze aus.

von Nichtverzweifelter (Gast)


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"UO" hiess übrigens "Universaloszilloskop". ;-)

von Old P. (Firma: nix) (old-papa)


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Nichtverzweifelter schrieb:
> "UO" hiess übrigens "Universaloszilloskop". ;-)

Donnerwetter, welch eine Erkenntnis! ;-)
Und UTO? ;-)
--------------------------------------------

Ich habe ja derzeit keine halbwegs passenden Kondensatoren im Haus (neue 
sind im Zulauf), also habe ich mal vorhandenes Zeugs aus alten Tagen 
vermessen. Dabei völlig unbenutze genauso, wie auch gebrauchte.

Interessant bzw. grottenschlecht sind die goldbraunen aus DDR-Tagen. Im 
Schnitt nur knapp 100kOhm Isolation, selbst für Transistorschalteungen 
schon grenswertig. Die hellen DDR-Dinger sind dagegen noch super. Ebenso 
die gelben, die ich im Heathkit verbaut habe.

Zwei aus dem Heathkit habe ich noch auf dem Tisch gehabt, einer 
brauchbar, einer völlig tot.
Überrascht haben zwei gebrauchte von Sprague, die liegen sehr genau auf 
dem Punkt.

Die Großen Elkos aus dem Heathkit und dem Nordmende hatte ich auch dran, 
eigentlich noch brauchbar, bis auf den einen aus dem UO963, der hat nur 
noch wenige pF!
Die Elkos hänge ich morgen mal an meinen Kalibrator, der geht bis knapp 
über 1000V, das ist realistischer. Der böse ESR ist hier nicht so 
tragisch, bei Siebwiderständen von 68 bis 4500Ohm fällt er nicht 
besonders ins Gewicht. Eher stört schon ein mangelner 
Isolationswiderstand, doch den sieht man real erst bei höheren 
Spannungen.

Hier also ein paar Fotos, die Daten stehen im Dateinamen.

Old-Papa
Irrtum!
Der tote Großelko ist vom Nordmende UO963, nicht vom Heathkit.

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von Peter D. (peda)


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Ben B. schrieb:
> Naja ob man sowas altes wiederaufarbeiten muß ... mit dem Aufwand...
> wozu? Wer wird das Teil jemals wieder nutzen und nur zum Spaß...
> Sportsgeist in allen Ehren, aber ich glaube das ist etwas übertrieben.

Ich muß bei sowas immer an die Hausfrau denken, die den Joghurtbecher 
ausspült, ehe sie ihn wegschmeißt.
Ich hätte jedenfalls genug Ideen für neue Projekte, wenn ich mal in 
Rente gehe. Da ich keinen Platz für eine mechanische Werkstatt habe, ist 
der Gehäusebau allerdings immer ein Problem.

von Old P. (Firma: nix) (old-papa)


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Peter D. schrieb:
>
> Ich muß bei sowas immer an die Hausfrau denken, die den Joghurtbecher
> ausspült, ehe sie ihn wegschmeißt.
> Ich hätte jedenfalls genug Ideen für neue Projekte, wenn ich mal in
> Rente gehe. Da ich keinen Platz für eine mechanische Werkstatt habe, ist
> der Gehäusebau allerdings immer ein Problem.

Dann mach doch das.
Und ja, Gehäusebau ist immer ein lästiges Peoblem, Millionen Projekte 
weltweit haben es nie über die Platinenbestückung hinaus geschafft. Doch 
erst dadurch wird das meistens nutzbar.

Old-Papa

von Wühlhase (Gast)


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Ben B. schrieb:
> Naja ob man sowas altes wiederaufarbeiten muß ... mit dem Aufwand...
> wozu? Wer wird das Teil jemals wieder nutzen und nur zum Spaß...
> Sportsgeist in allen Ehren, aber ich glaube das ist etwas übertrieben.

Allein der Anblick in einer Vitrine kann das durchaus wert sein.

Meins wäre es zwar auch weniger, aber ich bin mit dieser Technik auch 
nicht groß geworden.
Ich freue mich aber immer aufrichtig, wenn jemand alte Technik 
restauriert und wieder in Funktion setzt. Ob das große Dampfmaschinen 
sind oder solch kleine Gerätchen...bewahren und reparieren gefiel mir 
schon immer grundsätzlich besser als wegkloppen.

@Old-Papa:
Wenn ich mir ansehe daß du sogar die Beschriftung der Röhren nachziehst 
- und du wolltest dein anderes Oszi neulich tatsächlich mit einer 
BNC-Buchse verschandeln? Kaum zu glauben.

PS: Wäre eine Klebeschablone und ein geeigneter Lack nicht auch eine 
Option? Damit kriegst du es vielelicht sogar so hin, daß es einigermaßen 
wie original aussieht.

von Old P. (Firma: nix) (old-papa)


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Wühlhase schrieb:
>
> Allein der Anblick in einer Vitrine kann das durchaus wert sein.

Isch habe gar keine Vitrine... ;-) noch nicht....

> Meins wäre es zwar auch weniger, aber ich bin mit dieser Technik auch
> nicht groß geworden.
> Ich freue mich aber immer aufrichtig, wenn jemand alte Technik
> restauriert und wieder in Funktion setzt. Ob das große Dampfmaschinen
> sind oder solch kleine Gerätchen...bewahren und reparieren gefiel mir
> schon immer grundsätzlich besser als wegkloppen.

So isset.

> @Old-Papa:
> Wenn ich mir ansehe daß du sogar die Beschriftung der Röhren nachziehst
> - und du wolltest dein anderes Oszi neulich tatsächlich mit einer
> BNC-Buchse verschandeln? Kaum zu glauben.

Ich habe BNC nachgerüstet ;-) Das Gerät gab es später sogar werksseitig 
damit (wenn man den Fotos im Netz trauen kann)
Und nein, ich ziehe keine Beschriftung nach, ich pinsel einfach den Typ 
drauf um selber klar zu sehen. Notfalls noch ein T dahinter für 
Telefunken oder S für Siemens usw.
> PS: Wäre eine Klebeschablone und ein geeigneter Lack nicht auch eine
> Option? Damit kriegst du es vielelicht sogar so hin, daß es einigermaßen
> wie original aussieht.

So wie original geht das schon, aber umständlich über ein 
Laserdruckverfahren.

Old-Papa

von Mohandes H. (Firma: مهندس) (mohandes)


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Wühlhase schrieb:
> Wäre eine Klebeschablone und ein geeigneter Lack nicht auch eine
> Option? Damit kriegst du es vielelicht sogar so hin, daß es einigermaßen
> wie original aussieht.

Oder so ein Kinder-Druckerkasten mit Stempeln aus Gummi. Dazu die 
geeignete Farbe. Nur ins unreine gedacht ...)

von Carsten W. (eagle38106)


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Mohandes H. schrieb:
> Wühlhase schrieb:
>> Wäre eine Klebeschablone und ein geeigneter Lack nicht auch eine
>> Option? Damit kriegst du es vielelicht sogar so hin, daß es einigermaßen
>> wie original aussieht.
>
> Oder so ein Kinder-Druckerkasten mit Stempeln aus Gummi. Dazu die
> geeignete Farbe. Nur ins unreine gedacht ...)

Hieß das nicht früher immer "gestempelte" Röhren. Würde dann ja passen.
Als Stempelfarbe kann man ja den Edding nehmen und die Farbe auf die 
Stempel auftragen

von Wühlhase (Gast)


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Old P. schrieb:
> Und nein, ich ziehe keine Beschriftung nach, ich pinsel einfach den Typ
> drauf um selber klar zu sehen.

Schade...wo du schriebst daß du noch an deiner Handschrift feilen willst 
dachte ich, jetzt geht er richtig in die Vollen. :(

von Old P. (Firma: nix) (old-papa)


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Mohandes H. schrieb:
>
> Oder so ein Kinder-Druckerkasten mit Stempeln aus Gummi. Dazu die
> geeignete Farbe. Nur ins unreine gedacht ...)

Genau das war meine Idee heute auch schon. Lampenlack und diese 
Gummibuchstaben. Sowas habe ich in den 90er Jahren mal vom Wühltisch 
mitgenommen, ich muss sehen, ob das geht.
------------

Wühlhase schrieb:
> Schade...wo du schriebst daß du noch an deiner Handschrift feilen willst
> dachte ich, jetzt geht er richtig in die Vollen. :(

Nein, sowas ist bei der kleinen Schrift aussichtslos. Da brauchte man 
diesen Edding in 0,3m  Stiftbreite oder noch dünner. Gefunden habe ich 
bisher nur 0,8mm.
Dann doch lieber Versuche mit dem Stempelapparat.

In der Werbebrange nimmt man für sowas den sogenannten Tampondruck 
(heißt wirklich so), damit werden Kugelschreiber, Feuerzeuge usw. 
bedruckt. Doch für je eine bis 4 Röhren extra diesen Tampon fertigen 
kostet wohl mehr als ein Digitaloszi ;-)

Old-Papa

: Bearbeitet durch User
von Old P. (Firma: nix) (old-papa)


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Und dann war da noch ein kleiner Oszi aus verblichenen DDR-Tagen....

"Schau mal nach, das eine Poti ist lose und der Eingangsabschwächer 
funktioniert nicht mehr".

Naja, kann ja alles ein, also dann, Aufmachen!

Donnerwetter! Ein abgerissenes Poti ist mir in den letzten 55 
Basteljahren noch nie untergekommen.
Blöd, das ist ein Tandem mit 50 und 100k lin, dazu noch der 
Netzschalter.
Bei den üblichen Verdächtigen habe ich erst gar nicht gesucht, sondern 
bin "kopfüber" in meine Bestände abgetaucht. Und man glaubt es kaum, da 
findet sich eins mit Schalter und hinten stehen 47k drauf. Nachgemessen: 
hinten 47k, vorne 100k! Was für ein Zufall!

Der Umbau gestaltet sich blöd, weil es mal wieder das einzig schlecht zu 
erreichende in dem Gerät ist. Der vorhandene Kabelbaum ließ kaum 
Lötfreiheit zu. Nach dem temporären Abbau von einem Poti und der 
"Netzlampe" ging das dann.

Den Eingangsabschwächer habe ich komplett zerlegt, darin die üblichen 
Febana-Stufenschalter. Die sind eigentlich gar nicht schlecht, doch wenn 
die Jahrelang unbenutzt herumlümmeln, dann werden die taub.
Gereinigt im zerlegten Zustand mit Kontaktspray, das danach in mehreren 
Durchgängen mit "Washer"-Spray wieder entfernt wurde. Dann noch etwas 
"Potilube" drauf und die nächsten Jahre können kommen.

Fazit: Wieder ein Gerät gerettet, allerdings hat das Ding eine 
jämmerliche Triggerung, bei Rechteck gehts, bei Sinus fast gar nicht.

So, dann kann es ja "die Tage" mit dem Nordmende weiter gehen.

Old-Papa

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von Carsten S. (dg3ycs)


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Hi,

Old P. schrieb:
> In der Werbebrange nimmt man für sowas den sogenannten Tampondruck
> (heißt wirklich so), damit werden Kugelschreiber, Feuerzeuge usw.
> bedruckt. Doch für je eine bis 4 Röhren extra diesen Tampon fertigen
> kostet wohl mehr als ein Digitaloszi ;-)

Den Tampon brauchst du nicht fertigen...
Den gibt es in verschiedenen Standardgrößen und der wird so eingesetzt 
wie gekauft. Was speziell angefertigt wird, das ist das "Klischee".

Im Prinzip eine beschichtete Stahlblechplatte in die eine Vertiefung 
eingebracht ist. Ähnlich einer normalen PCB... Sogar sehr ähnlich.

Diese sitzt auf einem Schieber der unterhalb des Farbtopfs läuft 
(Formschlüssig und damit auslaufsicher natürlich) Bei jeder Hin- und 
herbewegung verbleibt dann etwas Farbe in den Vertiefungen.
Diese wird vom Tampon (Gummiklotz) aufgenommen und dann von diesem auf 
das zu bedruckende Objekt aufgebracht.

Diese Klischees haben wir (in meinem damaligen Ausbildungsbetrieb) 
selber hergestellt. Und zwar genau so wie eine Leiterplatte.
Also mit Fotoempfindlicher Schicht vorbeschichtete Roh-Klischees 
eingekauft und bei Bedarf dann vom Rohling die Schutzfolie entfernt, 
mittels Film (ausgedruckte Folie) im UV Belichtungsgerät belichtet und 
dann in einem dafür zweckentfremdeten PCB-Ätzgerät (ProMa? Küvette)  das 
nicht verfestigte Fotopolymer ausgewaschen.
Also alles wie bei PCB - Nur mit anderen Rohlingen und anderer Chemie.

Ein Rohling hat um die Jahrtausendwende IMHO um 10 DM gekostet...
Die Fotorohlinge sind aber wohl teuer geworden, heute bekommt man wohl 
ein Einsatzfertiges mit Laser gefertigtes Klischee für weniger als einen 
unbearbeiteten Fotorohling.

Was ein Rohling für die Laserfertigung kostet weiß ich nicht.
Aber für vier Röhren, die dann vermutlich auch nicht alle vier identisch 
sind, lohnt sich das wohl trotzdem nicht. 30-40 Euro ist man sicher los.

Evtl. wäre es aber, wenn man es wirklich schön haben will, denkbar sich 
von jemanden der einen (mind.) 30W (CO2) Laser hat einfach auf ein paar 
Reststücken Stempelgummi die passenden Stempel lasern zu lassen. So ein 
A4 Bogen Stempelgummi ist nicht teuer, runtergebrochen auf die paar 
Abschnitte ist das vielleicht 1-2 Euro gesamt.
In einer ZEit wo es teilweise für unter 300 Euro 30 Watt (also 40 
Chinawatt) CO2 Laser Komplettgeräte aus Chinaproduktion neu gibt werden 
ja sicher einige so ein Ding zuhause haben.

Würde dir ja anbieten das zu machen, (bzw. kann es machen wenn du viel 
zeit hast), im Moment bin ich aber dabei meine Werkstatt umzubauen. 
Daher ist mein Laser gerade nicht einsatzbereit. Ab vorraussichtlich 
Januar/Februar werde ich den wieder in Betrieb nehmen.  Habe ja schon so 
einige Stempel u.ä. angefertigt. Daher weiß ich das es mit diesen 
"Billigdingern" durchaus gut machbar ist.

Gruß
Carsten

P.S.: Die Buchsen (bzw. die dazugehörigen Stecker) für die Nordmende wie 
in deinem Beitrag vom 29.11/13.10 -Bild: Stecker-Neuware- gezeigt, sind 
das dieselben wie bei den MV20 Millivoltmetern verwendet?
(Ich gehe jetzt mal davon aus das du die MV20 kennst...)

Falls Ja: Könntest du dir vorstellen dich von einem Stecker zu trennen?
HAbe für mein Millivoltmeter zwar einen Adapter "Improvisiert", Original 
wäre aber doch schöner. Zumal mein MV20 noch wirklich gut aussieht...

: Bearbeitet durch User
von Old P. (Firma: nix) (old-papa)


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Carsten S. schrieb:

> Was ein Rohling für die Laserfertigung kostet weiß ich nicht.
> Aber für vier Röhren, die dann vermutlich auch nicht alle vier identisch
> sind, lohnt sich das wohl trotzdem nicht. 30-40 Euro ist man sicher los.

Ok, die einzelnen Fertigungsschritte kenne ich nicht im Detail, ich habe 
nur immer in Zigtausender-Stückzahlen fertigen lassen ;-)
Jetzt als Rentner ist das vorbei... ;-)

> Würde dir ja anbieten das zu machen, (bzw. kann es machen wenn du viel
> zeit hast), im Moment bin ich aber dabei meine Werkstatt umzubauen.
> Daher ist mein Laser gerade nicht einsatzbereit. Ab vorraussichtlich
> Januar/Februar werde ich den wieder in Betrieb nehmen.  Habe ja schon so
> einige Stempel u.ä. angefertigt. Daher weiß ich das es mit diesen
> "Billigdingern" durchaus gut machbar ist.

Das wäre vielleicht eine Option für die Zukunft. Im Moment reicht es 
mir, wenn ich weis, wo welche Röhre wieder reinkommt. Ich wohne ja nicht 
im Oszi... (obwohl, meine Frau vermutet das inzwischen.)

> P.S.: Die Buchsen (bzw. die dazugehörigen Stecker) für die Nordmende wie
> in deinem Beitrag vom 29.11/13.10 -Bild: Stecker-Neuware- gezeigt, sind
> das dieselben wie bei den MV20 Millivoltmetern verwendet?
> (Ich gehe jetzt mal davon aus das du die MV20 kennst...)

Ja, das sind Standardteile in den 40er-60er Jahren gewesen (vielleicht 
auch noch länger) Ich wusste mal wie man die Dingen nennt, ist mir 
entfallen.

> Falls Ja: Könntest du dir vorstellen dich von einem Stecker zu trennen?
> HAbe für mein Millivoltmeter zwar einen Adapter "Improvisiert", Original
> wäre aber doch schöner. Zumal mein MV20 noch wirklich gut aussieht...

 Schick mal eine PN oder Mail.

Old-Papa

von Peter D. (peda)


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Old P. schrieb:
> Und dann war da noch ein kleiner Oszi aus verblichenen DDR-Tagen....

Das sieht meinem EO211 recht ähnlich:

https://www.radiomuseum.org/r/radioundfe_oszilloskop_eo211eo_21.html

Das war mein erstes Oszi, kostete etwa 1600,-M.
Es steht noch bei meiner Mutter auf dem Boden.

von Old P. (Firma: nix) (old-papa)


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Peter D. schrieb:
>
> Das sieht meinem EO211 recht ähnlich:
>
Ja, es gab den 201, den 203 und den 211, alle basieren zumindest auf dem 
gleichen Gerhäuseaufbau. Schaltungstechnisch sind aber recht deutliche 
Unterschiede vorhanden.
Ein 211 steht hier auch noch, leider mit defektem Trafo. Den wollte ich 
neu wickeln, doch bei Drahtstärke von etwa 0,08mm und etwa 1000 
Windungen hatte ich noch keinen Mut dazu.

Aber falls jemand nkch eine Halbleiche mit funktionierendem Trafo hat... 
Gerne!
Die Trafos dürften bei allen drei Modellen gleich sein.

> Es steht noch bei meiner Mutter auf dem Boden.

.... und trauert vor schich hin ;-)

Old-Papa

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von Old P. (Firma: nix) (old-papa)


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Irrtum!

Der EO 203 ist mit dem EO 213 verwandt! Beide sind Zweikanal-Oszis.

Old-Papa

von Old P. (Firma: nix) (old-papa)


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Und noch eine Überraschung (eher 2):

1. Mein seit Jahren als Halbleiche im Regal liegendes DDR-Oszi ist auch 
nur ein EO 201 (ich hatte das 211er im Kopf)
Also habe ich jetzt drei Stück davon. Gestern habe ich noch das 2. 
restauriert (wie immer Elkos und Stufenschalter tot, einige Potis auch).

2. Ich habe auf Ebay und Ebay-Kleinanzeigen zwei User angeschrieben, die 
einiges an zerlegtem DDR-Zeugs anboten und von beiden hätte ich den 
benötigten Trafo für den dritten EO 201 bekommen können. Einen habe ich 
gekauft, so habe ich dann alle Drei wieder "aufgeziegelt". Brauchen 
werde ich die wohl nicht, doch ich kann es nicht leiden, wenn ich was im 
Regal habe, das nicht funktioniert ;-)

Klar, die 201er und auch 211er sind keine "Hai-Techmaschinen", aber die 
sind nunmal da... ;-)
-------------------------------------

Und dann geht es wahrscheinlich morgen mit den Nordmendes (eher nur 
eins) weiter. Reichelt hat mir zumindest heute den Versand angekündigt, 
die waren früher mal schneller. (die ganzen Kondensatoren habe ich neu 
bestellt.
Und damit ich sandstrahlen kann, habe ich mir noch ein vorfristiges 
Weihnachtsgeschenk gemacht, einen potenten Kompressor gekauft ;-)
Mein geplanter Eigenbau kann ja immernoch fertig werden.

Vielleicht also morgen schon weitere Bilder.

Old-Papa

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von KoWeg (Gast)


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Old P. schrieb:
------------------------
>
> Ich habe ja derzeit keine halbwegs passenden Kondensatoren im Haus (neue
> sind im Zulauf), also habe ich mal vorhandenes Zeugs aus alten Tagen
> vermessen. Dabei völlig unbenutze genauso, wie auch gebrauchte.
>
> Interessant bzw. grottenschlecht sind die goldbraunen aus DDR-Tagen.

Die Dinger kannst Du bitte ohne zu messen Alle (!) entsorgen. Die Dinge 
sehen hübsch aus und machen einen soliden Eindruck, aber jeder 
Röhrenradiobaslter weiß das die Teile alle Wasser gezogen haben und Dir 
jedes Gitterpotential sosntwohin schieben. Nochmal: die sind alle Müll!

von Ralph B. (rberres)


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Old Papa Tolle Arbeit


Carsten S. schrieb:
> P.S.: Die Buchsen (bzw. die dazugehörigen Stecker) für die Nordmende wie
> in deinem Beitrag vom 29.11/13.10 -Bild: Stecker-Neuware- gezeigt, sind
> das dieselben wie bei den MV20 Millivoltmetern verwendet?
> (Ich gehe jetzt mal davon aus das du die MV20 kennst...)

Der Stecker nennt sich 4/13 siehe

https://www.buerklin.com/de/Koaxial-Adapter-BNC-Buchse-auf-4-13-Stecker-50-%E2%84%A6-J01008A0802/p/78F956

Ralph

von Bernd (Gast)


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Ich kann mich noch ganz, ganz dunkel erinnern, daß dazu mal 
Europastecker gesagt wurde .
Aber gehandelt werden die heutzutage ohne Namen nur die Maße 4/13 das 
bedeutet 4mm Steckerstift und 13mm Außendurchmesser.

Die gab es fast immer auf der AREB-Dresden zu einen erträglichen Preis.

Viele Grüße
Bernd

von Edi M. (edi-mv)


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Das Poti mit dem abgerissenen Gewinde nicht weghauen, das vordere 
Gehäuse kann man auswechseln.
Ggf. habe ich da noch Reserven.

von Old P. (Firma: nix) (old-papa)


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Edi M. schrieb:
> Das Poti mit dem abgerissenen Gewinde nicht weghauen, das vordere
> Gehäuse kann man auswechseln.
> Ggf. habe ich da noch Reserven.

Sowas werfe ich nicht weg, niemals!
Ich habe schon dutzende Potis aufgearbeitet und Kohlebahnen getauscht. 
Zumindest die DDR-Dinger waren ja quasi ein Baukastensystem, da passte 
vieles untereinander.
Und hätte ich nicht zufällig ein exakt gleiches gefunden, hätte ich auch 
umgebaut.
Übrigens muss da schon jemand Hand angelegt haben, statt Nieten waren 
starkte Kupferdrähte verbaut. Kann man durchaus machen, ich nehm lieber 
1,xmm Schrauben/Muttern.
Passende so lange Nieten habe ich selten, für Kurzzeugs gehen auch 
Adernendhülsen prima.

Old-Papa

von Edi M. (edi-mv)


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Old P. schrieb:
> Übrigens muss da schon jemand Hand angelegt haben, statt Nieten waren
> starkte Kupferdrähte verbaut.

Waren das Eigenbau- Kupfer- "Nieten" ? Es gab nämlich auch mal Messing- 
oder Kupfer- Verbindungsstifte, runder Querschnitt, seitlich eingeprägte 
Längsrillen/ Schlitze, ähnlich den Stahlstiften, die man manchmal in 
Türklinken findet.

Ansonsten verwende ich auch Messingschrauben M2, im Baumarkt als 
"Radioschrauben" erhältlich.

: Bearbeitet durch User
von Old P. (Firma: nix) (old-papa)


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Edi M. schrieb:

> Waren das Eigenbau- Kupfer- "Nieten" ?

Nö, schnöder Cul, etwa 1,3mm

> Ansonsten verwende ich auch Messingschrauben M2, im Baumarkt als
> "Radioschrauben" erhältlich.

Unter M4 ist bei uns in Baumärkten nichts zu finden. Ich habe eine 
Sammlung von 1,1 bis 2,3mm in einer extra Schachtel. Sowas fand man 
früher in Fernschreibern, Schreibmaschinen, Messstreifendruckern usw. 
Alles was geschlachtet wurde, wurde/wird irgendwann wiederverwendet 
(naja, fast alles).

Old-Papa

: Bearbeitet durch User
von Edi M. (edi-mv)


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@Oldpapa, inzwischen sind 2 E- Mails im Postfach am Schimmeln.

von Old P. (Firma: nix) (old-papa)


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Edi M. schrieb:
> @Oldpapa, inzwischen sind 2 E- Mails im Postfach am Schimmeln.

Wahrscheinlich im Spam oder Nirvana...
Bei bis zu 200 am Tag geht was unter ;-)

Ich such mal.

Old-Papa

von Old P. (Firma: nix) (old-papa)


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So Leute,
nachdem das Reicheltabenteuer ja beendet ist, habe ich heute am 
Nordmende weiter gemacht. Zunächst die drei Hauptplatinen einer ersten 
Wäsche unterzogen. Dafür ne halbe Pulle Spiritus in die Wanne und dann 
BADEN!
Nach vielem Gepinsel sehen die schon wesentlich besser aus.
Morgen dann die Neuteile drauf und eine zweite Wäsche.

Dann habe ich den ersten Stufenschalter komplett zerlegt und das Poti 
demontiert. Das war vollkommen fest und ist vernietet.

Nach einigem Gefeile der Vernietungen dann das Ding zerlegt und 
gereinigt. Dabei hat mich die (nicht entnehmbare) Achse zum Grübeln 
gebracht, sie lässt sich nur um ca. 350° drehen, dann rastet was ein. In 
die andere Richtung gehts nonstop und man hört ein leichtes Klicken der 
Rastung! Wozu das gut ist? Keine Ahnung! Der Stopp erfolgt eh erst weit 
im nicht nutzbaren Bereich, da kommt der Schleifer (bzw. die Achse) nie 
hin. Naja...
Zum Neumontieren habe ich die angegossenen Nietbolzen (s. Foto) entfernt 
und in das Gehäuse M2er Gewinde geschnitten. Klappt prima.

Das Poti war schnell zusammen, beim Schalter habe ich mich doch schwer 
getan. Trotz vieler Detailfotos bin ich noch unsicher, ob die 
Schleiferstellungen zur Rastung passen. Na schaun wir mal...

Morgen dann (vielleicht) den zweiten Stufenschalter mit seinem Poti, der 
ist ja sehr übersichtlich.

Old-Papa

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von xp user (Gast)


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Tiefe Verneigung, supertolle Leistung von Dir.

von B. P. (skorpionx)


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Old P. schrieb:
> Pulle Spiritus

Alte Schule! Das das richtige... Wichtig für Neutralisation von Salzen.

von Peter D. (peda)


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Die Vollröhrenoszis waren komplett vor meiner Zeit, die habe ich nicht 
mehr in Verwendung gesehen.
In der Lehre stand mal eins auf einem Etagenwagen. In der unteren Etage 
das Netzteil (1800W) und oben dann das Oszi, konnte glaube ich 40MHz. Es 
war ein 2-Strahler mit verzögerter Zeitbasis und aktivem Tastkopf, durch 
Kühlschlitze sah man die Röhre glimmen. Wir haben es dann zerlegt. Ich 
habe einige Drehschalter ausgebaut, aber nie verwendet. War schon ne 
knifflige Mechanik, 3 Achsen ineinander.
Für die Ausbildung wurden EO-174A benutzt.

von Old P. (Firma: nix) (old-papa)


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Peter D. schrieb:
> Die Vollröhrenoszis waren komplett vor meiner Zeit, die habe ich nicht
> mehr in Verwendung gesehen.

Ich hatte als allererstes eins aus etwa 1940-50, muss ein Ammi gewesen 
sein. (schrieb ich an anderer Stelle schon) Drin war eine Mischung aus 
Ammi- und Russenröhren, von der Technik bzw. den Zusammnhängen verstand 
ich nichts.
Zu der Zeit baute ich hauptsächlich Licht- und Verstärkertechnik und 
dafür reichte die Kiste geradeso (max. wohl um 200kHz). Das Dingens habe 
ich später sogar noch verkauft, schade eigentlich...
Obwohl, das Ding war monsterschwer und -groß.

> In der Lehre stand mal eins auf einem Etagenwagen. In der unteren Etage
> das Netzteil (1800W) und oben dann das Oszi, konnte glaube ich 40MHz. Es
> war ein 2-Strahler mit verzögerter Zeitbasis und aktivem Tastkopf, durch
> Kühlschlitze sah man die Röhre glimmen.

Tek hat wohl mit bis zu 100 Röhren gebaut, da gab es auch welche mit 
separatem Netzteil. In YT bei "Carlsons Lab" kann man sowas bewundern.

Die beiden Heathkits (anderer Thread) sind technisch allerdings recht 
einfach gestrickt, etwas aufwändiger dann hier die beiden Nordmendes.
Leider gibt es dazu wohl kein echtes Servicemanual, nur die BDA mit 
kurzer Schaltungsbeschreibung und Schaltplan. Besser als nichts....

Old-Papa

von Old P. (Firma: nix) (old-papa)


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So, der Hauptwaschgang ist 2x durch ;-)

Alle Potis zerlegt und aufgearbeitet, auch die beiden auf einer Platine 
verlöteten, danach alle verdächtigen Kondensatoren ersetzt. Allerdings 
hat Reichelt schon sehr merkwürdige Möppel geliefert... Mal sehen, was 
die können, derzeit am LCR-Meter sind sie ok.
Apropos: Zwei der ausgelöteten Folienkondensatoren waren richtig defekt! 
DCR bei unter 80Ohm! Ein Elko war wieder im pF-Bereich bei gut 17kOhm 
ESR, der Rest eigentlich noch unauffällig. Alles bei 100Hz vermessen.

Das Netzschalterpoti war vollkommen fest, weder ging das Poti 
(Helligkeitsregler) noch switchte der Schalter. Da ich den Schalter 
nicht zerlegen wollte (fitzlig kleine Nieten und Federn), habe ich ihn 
in einem Napf mit "Washer-Spray" baden gelassen. Danach ausgeblasen, 
gewärmt (weil das Washer-Spray Wasser zieht!) und dann in Balistol 
gebadet. Voller Erfolg! Mit Balistol habe ich schon hunderte 
Mischpult-Potis zum Leben erweckt (drehbar gemacht), das Zeugs ist sehr 
neutral.

Dann kam heute noch der seit Jahren gesuchte Trafo für den weiter oben 
schon gezeigten EO 201, den werde ich morgen verbauen, damit die 
Halbleiche aus dem Weg kommt.

Old-Papa

von Old P. (Firma: nix) (old-papa)


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So Leute,
manchmal kommt ja auch was dazwischen.....

Ein Freund schleppte einen EO 213 aus der verblichenen DDR an "Du kannst 
doch sowas reparieren...blubber-blubber..."

Ja, könnte ich, doch derzeit.... Nordmende... bal-bla-bla...

Doch wenn die Kiste schonmal da ist, kann ja nicht sooo schlimm sein.
Er meinte noch  "neulich ging er noch", bei solcher Aussage schick ich 
Fremde immer gleich weg. Aber es ist halt ein Bastelkumpel, also 
aufmachen.

Vorher unter Strom setzen ginge gar nicht, hinten sind beide Si-Halter 
zerbröselt. Das kennt man von diesen Scheißdingern zur Genüge, 
hauptsächlich, weil irgendwelche DAUs solche Geräte auf die Rückseite 
stellen.
Die SI-Halter habe ich also wieder (wie schon oft) eingeklebt, das hält 
besser als die winzigen Ohren mit ihren M2-Schrauben, die original 
verwendet werden.

Anschließend noch in meine Bestände an Unterlagen geschaut, ja, das 
Original zum 213er ist noch da. Also erstmal komplett zerlegt und 
gründlich gewaschen!
Dann die vergammelten innenliegenden SI-Halter ausgelötet und gründlich 
gereinigt bzw. 3 Teile von 6 ersetzt.
Dann ging es an die Elkos: Die beiden Becherelkos vollkommen tot (ca. 
1500nF und ESR im Kiloohmbereich) Die habe ich wieder in der schon 
bewährten Pertinax-Lötnieten-Variante ersetzt, langsam gehen meine 
passenden Elkobestände zur Neige...
Auf dem Netzteil sind zwei Elkos völlig aufgerissen (der Gummistopfen), 
aber haben noch brauchbare Werte. Dennoch NEU! Statt 22µ/385V wurden 
47µ/450V verwendet, das passt als Siebelkos schon gut.

Auf den X-Zweig und dem beiden Y-Verstärkern auch noch ein paar kleine 
ersetzt, bei denen quoll der Gummi auch schon als Wulst vor. Eigentlich 
habe ich nie schlechte Erfahrungen mit DDR-Elkos gemacht, aber bei den 
letzten DDR-Oszis waren die immer platt!

Dann ging es an die Schalterebenen, die waren erstens völlig fest (also 
die Achsen) und sahen auch sonst nur grottig aus. Dabei nicht etwa mit 
Kontaktspray eingejaucht, sondern wieder komplett zerlegt. Dabei jeweils 
gut 50 Fotos aus allen Blickwinkeln gemacht, so verdrahtet man die 
hoffentlich wieder richtig (eine Leitung war dennoch falsch)

Dann noch alle Potis zerlegt, auch Achsen fest und rabenschwarzer Dreck 
drin. Schalter und Potis mit Q-Tips und Tuner-600 gereinigt, 
anschließend wieder mit "Washer-Spray" ausgespült, geföhnt und mit 
Balistol ganz leicht gefettet. Vaseline ginge auch, fand sich aber erst 
später wieder an ;-)

Danach zusammengestöpselt, alle Kabelbäume wieder korrekt verlötet und 
Power-On! Ahhhh, beide Horizontallienien waren da und Signale ließen 
sich darstellen. Alle Bedienelemente funktionieren, also können Gehäuse, 
Knöpfe und Frontplatte auch noch gewaschen werden.
Das habe ich heute gemacht, dabei festgestellt, dass auf der Frontplatte 
(um den Netzschalter) irgendeine "Silberbronze" aufgenebelt wurde, so 
ist dass, wenn DAUs in der Werkstatt mit Farbe sprühen.
Naja, ist ja nicht meiner.... (dachte ich)

Heute dann ein letzter Test, doch in der Nacht muss Murphy gewütet 
haben, Kanal B hat ein merkwürdiges Verhalten:
Wenn man am Eingangsteiler den variablen Abschwächer (Poti) betätigt, 
verschiebt sich die Nullinie komplett aus dem Bild! Ein an diesem Oszi 
befindlicher Kalibrierregler verstärkt das noch, oha!
Vermutung: Irgendein "apper Draht" oder ein vermurkstes Bauteil. Doch 
einfach so, in einer Nacht? Das Dingens ist an der Stelle sehr 
servicefreundlich gebaut, die Knöppe ab, drei Schrauben lösen und die 
Y-Kassette liegt vor einem! (ginge bei X auch so)
Also BEs untersucht, irgendeine Unsymmetrie muss ja durch das Regeln 
zustande kommen. Doch was ich auch messe, alles brauchbar! Dann ohne 
Abschirmungen wieder montiert und vergleichende Messungen mit dem 
intakten Kanal gemacht. Alles unauffällig!
Himmelsakra aber auch...!
Doch warum reagiert dass "Nullstellungspoti" nicht? Ich bin überhaupt 
nicht sicher, ob ich das gestern getestet hatte, doch eigentlich schon.

Also das Dingens nochmal ausgebaut und BINGO! Der Schleifer schleift 
zwar, doch der Mittenkontakt ist tot. Diesen etwas mehr nachgebogen und 
alles wieder im Lot. Das hat mich gut 3 Stunden Gefummel gekostet, auf 
sowas kommt man ja nicht. Vor allem, dass dieser Regler einen solchen 
Einfluss hat. Verhirnt man das Schaltbild ist es aber klar.

So, lange Rede kurzer Einblick in einen EO-213 und mein Bastelfreund 
meint doch tatsächlich: "ach, behalte die Kiste, ist ja bei Dir besser 
aufgehoben, ich hol mir einen digitalen" Grummel-Grummel!
Naja, das ist nun also nummer 16....

Und da ich die Originalunterlagen nur noch mit Samthandschuhen anfassen 
kann (typisch braun-brösliges DDR-Kackpapier), habe ich diese 
aufgepopelt (war mit Heftklammern genagelt) auf A4 beschnitten (außer 
Pläne,) gescannt und ein neues Handbuch in PDF gebaut.
Dabei alles in guter Qualität und teilweise in Farbe, die Pläne in A3 
und ans Ende gepackt. Hier als Anlage eine deutlich datenreduzierte 
Version, die hochauflösende ist wieder gut 100MB groß, kommt auf Wunsch 
per Mail (oder ich pack die auf meinen "Server").

Na denne, gute Nacht!

Old-Papa

Update:
http://www.old-papa.eu/Dokumente/Usermanual-EO-213-neu.pdf (über 100MB)

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von Footprint (Gast)


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...brauchst Du ein paar von den schwarzen SiHa?

Die Adresse müßte ich noch im Mailarchiv finden..

von Old P. (Firma: nix) (old-papa)


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Footprint schrieb:
> ...brauchst Du ein paar von den schwarzen SiHa?
>
> Die Adresse müßte ich noch im Mailarchiv finden..

Eigentlich habe ich noch so um 10 Stück. Wenn man diese versenkt verbaut 
sind sie nicht schlecht, nur wenn sie original hinten (oder wo auch 
immer) gut 15mm rausstehen ist durch die spindeldürre Befestigung ein 
Tot vorprogrammiert. Die sind zu filigran dafür. Aber sie sind eben auch 
kleiner als die Standardrundmöppel, muss man ein paar nebeneinander 
verbauen, spart das Platz.

Und ja, wenn Du noch 10 entbehren kannst, gerne!

Old-Papa

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von Footprint (Gast)


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Ich schaue mal was da ist...

von Zeno (Gast)


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Peter D. schrieb:
> In der Lehre stand mal eins auf einem Etagenwagen. In der unteren Etage
> das Netzteil (1800W) und oben dann das Oszi, konnte glaube ich 40MHz. Es
> war ein 2-Strahler mit verzögerter Zeitbasis und aktivem Tastkopf

So etwas hatten wir auch in der Firma. Ich meine das Ding kam seinerzeit 
aus Ungarn.

von Old P. (Firma: nix) (old-papa)


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Zeno schrieb:
> Peter D. schrieb:
>> In der Lehre stand mal eins auf einem Etagenwagen. In der unteren Etage
>> das Netzteil (1800W) und oben dann das Oszi, konnte glaube ich 40MHz. Es
>> war ein 2-Strahler mit verzögerter Zeitbasis und aktivem Tastkopf
>
> So etwas hatten wir auch in der Firma. Ich meine das Ding kam seinerzeit
> aus Ungarn.

Einen 50MHz-Ungarn hatte ich nach 1989 auch mal. Ich glaube zusammen mit 
einem EO-213, 1-2 Russenoszis und vielen anderen Geräten aus Stendal von 
der Reichsbahn geholt. Da lag vor dem Gebäude ein riesiger Berg 
Messzeugs, teilweise einfach aus dem 2.-3. Stock aus dem Fenster 
geworfen.
Ich hätte heulen können, war doch damals solch Messzeugs für 
Otto-DDR-Bürger unerreichbar.

Naja, das Auto bis zur Halskrause vollgepackt und zuhause eingelagert. 
Später einiges verkauft, weil doch nie verwendet, einiges zuletzt auch 
verschenkt.

Old-Papa

von Ralph B. (rberres)


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1969 hatte mein Ausbildungsbetrieb auch so ein Messmöbel. Es war ein 
Tektronix Oszillograf voll mit Röhren bestückt. Das Teil hatte etwa die 
Abmessungen eine halben Kühlschrankes. Ich schätze mal so 60cm breit 
80cm tief und 80cm hoch. Es stand auf einen Rollwagen ebenfalls von 
Tektronix, weil das war Gerät bestimmt 50Kg schwer.

Das Gerät hatte glaube ich ein rundes 10cm Rohr.

Die die das Gerät benutzten waren mehr mit der Einstellung des Gerätes 
beschäftigt, als mit dem erfassen der Signale selbst.

Wie gut das die heutigen Geräte nicht nur etwas leistungsfähiger sondern 
auch etwas kompakter sind.

Ralph Berres

von Route_66 H. (route_66)


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Old P. schrieb:
> Naja, das ist nun also nummer 16....

Hast Du auch solch einen Exoten, der bei mir steht?

C112A aus Russland (eher wohl SU).

Foto ist Schnellschuss zur Information; bei Interesse mache ich gern mit 
mehr Licht auch gute Fotos.

von Old P. (Firma: nix) (old-papa)


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Route_66 H. schrieb:
> Old P. schrieb:
>> Naja, das ist nun also nummer 16....
>
> Hast Du auch solch einen Exoten, der bei mir steht?

Nö, meine stehen aufrecht ;-)))

> C112A aus Russland (eher wohl SU).

Nein, keine Russen im Haus, das ist besser so! ;-)
Stimmt aber nicht ganz, ein HF-Generator "G4-107" steht seit Jahren und 
wartet irgendwann mal repariert zu werden. Leider sind von dem Ding nur 
Schrottpläne im Netz zu finden, aber da ich ein ganzes Rudel von diesen 
Pixelhaufen habe, kann man irgendwie immer vergleichen. Die stammen 
offensichtlich alle von gleichen Master ab, der auch schon schlecht war.
Ich habe sogar ein originales Deutsches Handbuch (in Papier!) mit 
wirklich jedem Hinweis dazu (telefonbuchdick), darin auch nur eine 
kopierte Kopie eines kopierten Schaltplans (in A5!)(also auch gaga)

Egal, heute will ich endlich die Sandstrahlerei der Nordmendegehäuse 
angehen. Dazu erstml die mechanische Werkstatt auf- und umräumen, der 
neue Kompressor braucht Platz. ;-)

Old-Papa

von B. P. (skorpionx)


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Old P. schrieb:
> Nein, keine Russen im Haus, das ist besser so! ;-)

Ja!!

von Christian H. (netzwanze) Benutzerseite


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Ralph B. schrieb:
> 1969 hatte mein Ausbildungsbetrieb auch so ein Messmöbel. Es war ein
> Tektronix Oszillograf voll mit Röhren bestückt. Das Teil hatte etwa die
> Abmessungen eine halben Kühlschrankes. Ich schätze mal so 60cm breit
> 80cm tief und 80cm hoch. Es stand auf einen Rollwagen ebenfalls von
> Tektronix, weil das war Gerät bestimmt 50Kg schwer.

Den kenn ich auch noch. War "mein" erstes Oszi. Mein Vater hatte noch 
ein Grundig, welches irgendwann aber kaputt gegangen war und mein Vater 
einen Reparaturversuch durchgeführt hatte. Nicht dass er das nicht 
gekonnt hätte - er brauchte aber sehr lange für eine Reparatur, so dass 
irgendwann die Einzelteile verschwunden waren.

von Old P. (Firma: nix) (old-papa)


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So, nix mit Sandstrahlgedöhns, meine Dieselheizung räucherte....
Da muss ich morgen mal nachsehen.

Dafür habe ich nochmal alle Zeichnungen (überarbeitet) in eine Zip 
gepackt, denn die Unterlagen zum EO-213 sind ja im Netz zu finden (und 
bei Interessierten längst da) nur die Zeichnungen sind teilweise arg 
verpixelt.

http://www.old-papa.eu/Dokumente/EO-213-Zeichnungen.ZIP (knapp 20MB)

Wat man nich allet tut... ;-)
Jetzt ist aber auch gut mit dem Möppel.

Old-Papa

: Bearbeitet durch User
von Horst S. (petawatt)


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Ralph B. schrieb:
> 1969 hatte mein Ausbildungsbetrieb auch so ein Messmöbel. Es war ein
> Tektronix Oszillograf voll mit Röhren bestückt. Das Teil hatte etwa die
> Abmessungen eine halben Kühlschrankes. Ich schätze mal so 60cm breit
> 80cm tief und 80cm hoch. Es stand auf einen Rollwagen ebenfalls von
> Tektronix, weil das war Gerät bestimmt 50Kg schwer.

Als ich meine Studien- und Diplomarbeit im Hochspannungsinstitut 
geschrieben habe waren das die gängigen Oszilloskope, schön modular mit 
diversen Einschüben und relativ unempfindlich gegenüber Überspannungen.
Zu diesem Zeitpunkt wurde gerade der Institutskeller aufgeräumt. 
Verschrottet wurde der alte Stoßoszillograph vom Marx-Generator. Die 
Röhre hatte einen Rohrstutzen mit Schieber für die ständig 
angeschlossene Vakuumpumpe. Die Beschleunigungsspannung wurde mit einer 
rotierenden Spitze an einem Synchronmotor gleichgerichtet.
Der neue moderne Stoßoszillograph von Haefely benötigte als 
"Speichermedium" wie damals üblich die Polaroidkamera 
https://wikis.hu-berlin.de/maf/Oszilloskop_Kamera

Grüße von petawatt

von Thomas L. (thomas_hx)


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Tektronix? Haben die früher nicht nur kleine Taschenoszis wie hier im 
Video zu sehen hergestellt? https://www.youtube.com/watch?v=BvbNBZX6kNE

von Old P. (Firma: nix) (old-papa)


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Thomas L. schrieb:
> Tektronix? Haben die früher nicht nur kleine Taschenoszis wie hier im
> Video zu sehen hergestellt? https://www.youtube.com/watch?v=BvbNBZX6kNE

Ich sage ja: "over 100 Tubes" ;-)

Old-Papa

von Footprint (Gast)


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Old P. schrieb:
> Thomas L. schrieb:
>> Tektronix? Haben die früher nicht nur kleine Taschenoszis wie hier im
>> Video zu sehen hergestellt? https://www.youtube.com/watch?v=BvbNBZX6kNE
>
> Ich sage ja: "over 100 Tubes" ;-)
>
> Old-Papa

..irgend ein Tek 5xx, Tektronix war zumindest mal "die Scope Company" 
..heute würde ich das nicht mehr unbedingt unterschreiben, es gibt wohl 
indessen Besseres.

Auch die ungarischen Scopes zu DDR Zeiten waren Tektronix Nachbauten, es 
gab aber auch aus DDR Produktion riesige "Impulsoszillografen" mit 
externem Netzteil und seitlich anzuhängendem Y-Ablenkverstärker 
(grusel).

Ein 2-Strahl Mopped wie im Video beeindruckt auch nicht mehr, gibts 
öfter.
Ich habe ein russisches C1-74 mal zum Treffen (noch in der alten 
Location) an
Olli (P8000 usw.)verschenkt, auch das war ein blauer 2 Strahler (nicht 
Kanal..da hat er 4 gehabt) mit Doppelzeitbasis.

Ich habe in einem Karton noch eine Osziröhre liegen die 5 (!) 
Strahlsysteme hat, die hatte ich zu Anschauungszwecken früher immer in 
einem Regal liegen. Muß ich mal wieder ausgraben. Ich weiß allerdings 
nicht aus welchem Gerät die stammt, habe die von meinen Freund Siegfried 
Neumann mal geschenkt bekommen.

von Old P. (Firma: nix) (old-papa)


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Footprint schrieb:
>
> ..irgend ein Tek 5xx, Tektronix war zumindest mal "die Scope Company"
> ..heute würde ich das nicht mehr unbedingt unterschreiben, es gibt wohl
> indessen Besseres.

Na zumindest dem Preis angemessenes... ;-)
Bei Tek, R&S und Konsorten bezahlt man ja noch immer hauptsächlich den 
Namen.
Wobei R&S ja seit Einverleibung von Hameg auch eine preiswerte Schiene 
fährt.

> Auch die ungarischen Scopes zu DDR Zeiten waren Tektronix Nachbauten,

Ist bekannt. Ich habe den Ungarn damals aufgemacht und voller Ehrfurcht 
reingestarrt, aber nicht an einem Kabel gewackelt. Unterlagen gab es 
damals eben noch nicht massenhaft im Netz, Serviceunterlagen schon gar 
nicht.

> es
> gab aber auch aus DDR Produktion riesige "Impulsoszillografen" mit
> externem Netzteil und seitlich anzuhängendem Y-Ablenkverstärker
> (grusel).

Habe ich in unserer Bude mal gesehen! Wozu sowas dort (Lokomotivbau) gut 
war? Keine Ahnung! Naja, eigentlich doch, da wurden auch geheime 
Militärdinge gebaut. Abgeschottet wie Fort Nox, doch am WE konnte ich 
über die Kranbahn reinspazieren, sogar mit dem Kran reinfahren... ;-)

> Ein 2-Strahl Mopped wie im Video beeindruckt auch nicht mehr, gibts
> öfter.

Aber eher nicht in der Bastelkammer.

> Ich habe in einem Karton noch eine Osziröhre liegen die 5 (!)
> Strahlsysteme hat, die hatte ich zu Anschauungszwecken früher immer in
> einem Regal liegen. Muß ich mal wieder ausgraben. Ich weiß allerdings
> nicht aus welchem Gerät die stammt, habe die von meinen Freund Siegfried
> Neumann mal geschenkt bekommen.

Die müsste man mal unter Strom anschauen könnsn. Doch wer baut ein 
Netzteil dafür?
------------------------------------

Bei mir geht es im Moment nur schleppend weiter, seit Tagen (und leider 
zunehmend) habe ich ein Taubheitsgefühl in der rechten Hand.... Da muss 
mal ein Medizinmann draufschauen.
Darum wollte ich ja nur noch Grobarbeiten machen (z. B. Sandstrahlen) 
doch der EO-213 kam noch dazwischen.

Naja, man(n) wird nicht jünger....

Old-Papa

von Mark S. (voltwide)


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Ich würde sagen, diese Oszis paßten in das Handtäschchen fülliger 
Elefantendamen. Der Kaufpreis in den 60er Jahren lag auf gleicher Höhe 
wie das Schwedenhaus das mein Vater zu der Zeit kaufte.

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Beitrag #6511916 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Old P. (Firma: nix) (old-papa)


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So, den EO-213 habe ich nochmal kurz auf dem "Bock" gehabt, die 
Triggerei funktionierte erst, wenn er richtig warm war (fiel mir vorher 
nicht auf, da ich ihn ja beim Test immer an und aus hatte, er wurde 
nicht wirklich kalt). Stand er ein paar Stunden ohne Strom, dauerte das 
dann schonmal bis zu 15 Minuten bis er triggerte.

Fazit: Es waren die noch nicht gewechselten Russen-Elkos zur UB-Siebung 
für die vier ICs (also C2034, C2029, C2009) Hammer war ein 10µ mit nur 
56nF ;-)
So, nun kommt er wirklich ins Regal.

Old-Papa

von Footprint (Gast)


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Old P. schrieb:
> So, den EO-213 habe ich nochmal kurz auf dem "Bock" gehabt, die
> Triggerei funktionierte erst, wenn er richtig warm war (fiel mir vorher
> nicht auf, da ich ihn ja beim Test immer an und aus hatte, er wurde
> nicht wirklich kalt). Stand er ein paar Stunden ohne Strom, dauerte das
> dann schonmal bis zu 15 Minuten bis er triggerte.
>
> Fazit: Es waren die noch nicht gewechselten Russen-Elkos zur UB-Siebung
> für die vier ICs (also C2034, C2029, C2009) Hammer war ein 10µ mit nur
> 56nF ;-)
> So, nun kommt er wirklich ins Regal.
>
> Old-Papa

Muß aber anmerken das die unten weiß vergossenen uralten Russenelkos 
verhältnismäßig lange durchhalten bzw. gehalten haben. Rödersteine 
hatten da wesentlich kürzere Halbwertszeiten.
In meinem EO213 (lange über Ebay raus geschoben) waren keine russischen 
Elkos. Die Drehschalter haben irgendwann genervt, ansonsten war das 
trotz seiner "übersichtlichen" Parameter eigentlich ein sehr gut 
funktionierendes Oszi.
Hell, scharf und guter Trigger. Gabs bei Dir eigentlich den Plastiktubus 
vor der Bildlampe noch? Dessen Zapfen hatten sich durch das spröde 
gewordene PVC eigentlich bei so ziemlich jedem Gerät verabschiedet...
Eine funkelniegelnagelneue Röhre von Conrad "große Nostalgieröhre, 
beeindrucken sie ihre Nachbarn...., nur 9,-DM!" hergestellt von Tungsram 
im Originalkarton befindlich, habe ich noch. Ich habe eine ungarischen 
Curve-Tracer mit der D13-27GH. (darum muß ich mich auch mal kümmern)

Footprint

von Old P. (Firma: nix) (old-papa)


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Footprint schrieb:
>
> Muß aber anmerken das die unten weiß vergossenen uralten Russenelkos
> verhältnismäßig lange durchhalten bzw. gehalten haben. Rödersteine
> hatten da wesentlich kürzere Halbwertszeiten.

Nö, das waren ganz normale axiale Elkos im nackten Alukleid und mit 
Gummistopfen.

> In meinem EO213 (lange über Ebay raus geschoben) waren keine russischen
> Elkos.

Bei mir schon. Wobei einer der 10uF mechanisch viel zu groß war und 
regelrecht vergewaltigt wurde.

> Die Drehschalter haben irgendwann genervt, ansonsten war das
> trotz seiner "übersichtlichen" Parameter eigentlich ein sehr gut
> funktionierendes Oszi.
> Hell, scharf und guter Trigger.

Naja, genau da hatte/habe ich Probleme. Der Trigger tuts zwar wieder 
gut, doch die Kiste bekomm ich nicht dunkler. Die Helligkeit ist trotz 
auf Null gestelltem Grobregler für meine Begriffe zu hell. Nicht 
übermäßig, doch z. B. bei den Nordmendes und Heathkits habe ich genau 
das gegenteilige Problem.

> Gabs bei Dir eigentlich den Plastiktubus
> vor der Bildlampe noch? Dessen Zapfen hatten sich durch das spröde
> gewordene PVC eigentlich bei so ziemlich jedem Gerät verabschiedet.

Ja, den sieht man ja auf dem Foto.... Er hat allerdings eine 
ausgebrochene Kante.

> Eine funkelniegelnagelneue Röhre von Conrad "große Nostalgieröhre,
> beeindrucken sie ihre Nachbarn...., nur 9,-DM!" hergestellt von Tungsram
> im Originalkarton befindlich, habe ich noch. Ich habe eine ungarischen
> Curve-Tracer mit der D13-27GH. (darum muß ich mich auch mal kümmern)

Osziröhren habe ich inzwischen genügend, eine 13er wohl nicht.

Old-Papa

von Footprint (Gast)


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Old P. schrieb:
> Footprint schrieb:
>>
>> Muß aber anmerken das die unten weiß vergossenen uralten Russenelkos
>> verhältnismäßig lange durchhalten bzw. gehalten haben. Rödersteine
>> hatten da wesentlich kürzere Halbwertszeiten.
>
> Nö, das waren ganz normale axiale Elkos im nackten Alukleid und mit
> Gummistopfen.
>
>> In meinem EO213 (lange über Ebay raus geschoben) waren keine russischen
>> Elkos.
>
> Bei mir schon. Wobei einer der 10uF mechanisch viel zu groß war und
> regelrecht vergewaltigt wurde.


...wir hatten ja nüscht ...

>
>> Die Drehschalter haben irgendwann genervt, ansonsten war das
>> trotz seiner "übersichtlichen" Parameter eigentlich ein sehr gut
>> funktionierendes Oszi.
>> Hell, scharf und guter Trigger.
>
> Naja, genau da hatte/habe ich Probleme. Der Trigger tuts zwar wieder
> gut, doch die Kiste bekomm ich nicht dunkler. Die Helligkeit ist trotz
> auf Null gestelltem Grobregler für meine Begriffe zu hell. Nicht
> übermäßig, doch z. B. bei den Nordmendes und Heathkits habe ich genau
> das gegenteilige Problem.

Da ist noch irgend etwas faul. Ich hatte von kein Strahl bis zu "brüllt 
über den Tisch" keinerlei Sorgen das mit dem Frontregler einzustellen.

>
>> Gabs bei Dir eigentlich den Plastiktubus
>> vor der Bildlampe noch? Dessen Zapfen hatten sich durch das spröde
>> gewordene PVC eigentlich bei so ziemlich jedem Gerät verabschiedet.
>
> Ja, den sieht man ja auf dem Foto.... Er hat allerdings eine
> ausgebrochene Kante.


Das war wohl für die Kiste das meinst benötigte Ersatzteil, weil 
eigentlich nur Fehlkonstruktion zu nennen.

>
>> Eine funkelniegelnagelneue Röhre von Conrad "große Nostalgieröhre,
>> beeindrucken sie ihre Nachbarn...., nur 9,-DM!" hergestellt von Tungsram
>> im Originalkarton befindlich, habe ich noch. Ich habe eine ungarischen
>> Curve-Tracer mit der D13-27GH. (darum muß ich mich auch mal kümmern)
>
> Osziröhren habe ich inzwischen genügend, eine 13er wohl nicht.
>
> Old-Papa

Ja, sind auch da. Aber die D13-27GH ist exakt die Lampe die da rein 
gehört,
sie hat im Vergleich zu anderen Röhren zusätzliche Gitter.

Ich habe mal das Wrack eines EO213 geschenkt bekommen, ohne Röhre. Ich 
hatte da eine B13S6 oder Sowas reingesteckt weil die originale Lampe 
fehlte und die B13 gerade da war. Das klappt erst einmal ganz gut, führt 
aber bei der Dunkeltastung zu Schwierigkeiten, weil das in der D13-27GH 
über ein zusätzliches Gitter mit Potential in "Masse-Nähe" abgewickelt 
wird. Ich bin damals daran gescheitert die Röhre schnell genug über die 
Spannungsdifferenz von 2,5KV am Wehnelt dunkel zu tasten (Optokoppler 
und andere Experimente).
Da ich das Ding sowieso nicht benötigt hatte, habe ich es an den 
nächsten Bastler weiter verschenkt...

von Old P. (Firma: nix) (old-papa)


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Footprint schrieb:

> Da ist noch irgend etwas faul. Ich hatte von kein Strahl bis zu "brüllt
> über den Tisch" keinerlei Sorgen das mit dem Frontregler einzustellen.

Vermute ich auch, obwohl alle Spannungslagen gut in der Toleranz liegen.
Doch so störend ist das nicht, etwas kann man regeln, nur eben nicht auf 
fast dunkel.
Im Transverter zur HV-Erzeugung habe ich alles untersucht und ein paar 
Kondensatoren getauscht, das half nichts. Einzig für den 10.000pF/3000V 
habe ich derzeit keinen Ersatz im Haus oder zumindest nicht gefunden. 
6.800pF in 6000V ja, doch etwas zu groß.

> Das war wohl für die Kiste das meinst benötigte Ersatzteil, weil
> eigentlich nur Fehlkonstruktion zu nennen.

Nicht nur dort, auch die kleineren EO 201 und 2011 haben das gleiche 
Prinzip und meist fehlende Nasen. Einen der kleinen Rahmen suche ich 
noch....
Wenn man die Rahmen genau nach vorne abzieht (warum eigentlich?), dann 
gehts, verkantet man, dann knack.

Old-Papa

: Bearbeitet durch User
von Old P. (Firma: nix) (old-papa)


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So Leute,
hier mal nach längerer Pause eine Wasserstandsmeldung:

Noch im letzten Jahr hat mir ein Linienbus mein Auto derzeppert (das war 
geparkt) und es begann eine elende Feilscherei mit der Versicherung. 
Dann habe ich mal wieder etwas mit meinem Kadaver laboriert, jetzt gehts 
wieder.
Ein paar kleine Projekte habe ich noch durchgezogen und sogar noch einen 
Oszi aufgeziegelt (nebst Schaltplan aufnehmen/zeichen). Dann etwas meine 
Röhrenbestände geordnet (dazu später im anderen Thread mehr) und vor ein 
paar Tagen wollte ich endlich das Gehäuse vom Nordmende angehen 
(sandstrahlen und neu lackieren, da völlig fertig). Doch Murphy muss was 
dagegen haben, meine mechanische Werkstatt arschkalt und meine 
Dieselheizung spuckt nur noch Rußwolken! Die habe ich heute zerlegt, 
innen völlig verrußt! Die Glühkerze steckte in dickem Rußpolster, das 
konnte ja nicht mehr gehen.

Hier also mal zwei "schwarze Bilder" ;-)

Aber es geht spätestens nächste Woche weiter.

Old-Papa

: Bearbeitet durch User
von michael_ (Gast)


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Ist zwar schön.
Aber muß man aus jeder Handwerkelei das hier darstellen?

Gut, ich konnte noch nie gern Aufsätze schreiben.
Ich erledige das und gut ist es.
Seit dem du in Rente bist, häuft sich das.
Du könntest Blogger werden.

von Old P. (Firma: nix) (old-papa)


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michael_ schrieb:
> Ist zwar schön.
> Aber muß man aus jeder Handwerkelei das hier darstellen?
>
> Gut, ich konnte noch nie gern Aufsätze schreiben.
> Ich erledige das und gut ist es.
> Seit dem du in Rente bist, häuft sich das.
> Du könntest Blogger werden.

Muss man nicht, doch was stört Dich?
Mit einem Klick bist Du doch wieder weg... ;-)

Blogger? Nö, kein Interesse.

Old-Papa

: Bearbeitet durch User
von Christian H. (netzwanze) Benutzerseite


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michael_ schrieb:
> Ist zwar schön.
> Aber muß man aus jeder Handwerkelei das hier darstellen?

Ich mag Old-Papas Berichte. Sie sind interessant, kurzweilig und 
normalerweise größtenteils von Trollen verschont. Daher lese ich gerne 
von seiner Handwerkelei. Wer es nicht sehen will, muss es nicht 
anklicken. Es gibt im Internet keinen Klickzwang.

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Old P. schrieb:
> und meine
> Dieselheizung spuckt nur noch Rußwolken!

Hatte ich im Frühjahr auch. Ursache war hier Unterspannung an der Kerze, 
die deswegen nicht richtig gezündet hat. Ausserdem kann man, wie ich in 
der Folge rausfand, Diesel mit Bioanteil nicht länger als 1-2 Monate 
lagern, weil sonst alles klebrig und verstopft wird. Da meine Heizung 
Ende der 90er Jahre hergestellt wurde, waren die Jungs evtl. noch nicht 
auf diesen beknackten Biodiesel eingestellt. Ich musste alles inkl. 
Schwingkolbenpumpe und Filter auseinandernehmen und mit Bremsenreiniger 
ausspülen.
Du hast also mein Mitgefühl, obwohl das nicht viel hilft.

von B. P. (skorpionx)


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Matthias S. schrieb:
> Ausserdem kann man, wie ich in
> der Folge rausfand, Diesel mit Bioanteil nicht länger als 1-2 Monate
> lagern, weil sonst alles klebrig und verstopft wird.

Ein Zusatz zum Öl das  dabei helfen kann?

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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B. P. schrieb:
> Ein Zusatz zum Öl das  dabei helfen kann?

Im Forum schwirrt gerade ein PDF rum, eine Untersuchung zur 
Lagerfähigkeit von Brennstoffen in Notstromaggregaten. Dabei stellte 
sich raus, das leichtes Heizöl ideal ist, weil es null Bioanteil hat.
Beitrag "Re: Wer hat Notstrom ?"

Das gilt sicher genauso für Diesel/Ölheizungen.

von Old P. (Firma: nix) (old-papa)


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B. P. schrieb:
> Matthias S. schrieb:
>> Ausserdem kann man, wie ich in
>> der Folge rausfand, Diesel mit Bioanteil nicht länger als 1-2 Monate
>> lagern, weil sonst alles klebrig und verstopft wird.
>
> Ein Zusatz zum Öl das  dabei helfen kann?

Wer etwas robuster von Natur ist, der kippt einen Schluck Benzin mit 
rein. Warmduschende Sicherheitsapostel sollten das nicht machen.... ;-)
Im Ernst, früher haben wir im Winter einen ordentlichen Schluck Benzin 
in den Dieseltank gegeben, die Karre startete dann auch noch bei - 20°C
Heute muss es ein super-duper Dieselzusatz sein, funktioniert aber auch 
nicht besser...

Old-Papa
Das wird aber OT... ;-)

: Bearbeitet durch User
von Peter D. (peda)


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Das erinnert mich an meine Dienstzeit bei der NVA.
Es war mal Stromausfall auf dem gesamten Gelände, aber es war 
Kaffeezeit. Da ich in der Nachrichtenwerkstatt tätig war, hatten wir 
auch einige 4kW Aggregate rumstehen. Also Hauptsicherung raus, ein Kabel 
mit Stecker in eine Steckdose und an ein Aggregat angeschlossen. Die 
anderen staunten nicht schlecht, daß unsere Baracke hell erleuchtet war 
und wir konnten Kaffee trinken. Allerdings war danach der Raum mit dem 
Aggregat komplett eingenebelt, die waren nicht für den Inneneinsatz 
gedacht.

von Carsten W. (eagle38106)


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Na ja, früher reichte die Schmierfähigkeit bei verdünntem Diesel noch 
aus, weil bei den Vorkammer-Dieselmotoren nicht so hoch verdichtet 
wurde. Bei den heute üblichen Direkteinspritzern sind die Drücke so 
hoch, dass bei einem Zusatz von Benzin die Schmierfähigkeit nicht mehr 
ausreicht.

Beitrag #6545146 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Old P. (Firma: nix) (old-papa)


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Carsten W. schrieb:
> Na ja, früher reichte die Schmierfähigkeit bei verdünntem Diesel noch
> aus, weil bei den Vorkammer-Dieselmotoren nicht so hoch verdichtet
> wurde. Bei den heute üblichen Direkteinspritzern sind die Drücke so
> hoch, dass bei einem Zusatz von Benzin die Schmierfähigkeit nicht mehr
> ausreicht.

Das kann ja alles sein, doch bei einer Dieselheizung haste keine 
"Drücke"
Und bei einem Nordmende-Oszi auch nur den Luftdruck von außen auf die 
Vakuumröhren....

Old-Papa

von Carsten W. (eagle38106)


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Old P. schrieb:
> Das kann ja alles sein, doch bei einer Dieselheizung haste keine
> "Drücke"

Schon klar. Aber der Bio-Diesel Anteil tut den Sommer über schon genug 
Unheil anrichten.

Mach weiter mit diesem Thread, egal was einer da schreibt. Ich finds 
unterhaltsam und lehrreich. Werde weiter mitlesen.

von Old P. (Firma: nix) (old-papa)


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Carsten W. schrieb:
>
> Schon klar. Aber der Bio-Diesel Anteil tut den Sommer über schon genug
> Unheil anrichten.

Bei mir bisher noch nie und ich fahre seit gut 30 Jahren Diesel. Privat 
und alle Dienstwagen über die Zeit, fast alles Diesel.

> Mach weiter mit diesem Thread, egal was einer da schreibt. Ich finds
> unterhaltsam und lehrreich. Werde weiter mitlesen.

Heute versuche ich die Sandstrahlkabine zum Leben zu erwecken, die steht 
seit gut 6 Jahren nur noch rum. Dann gibt es auch wieder Bilder... ;-)

Old-Papa

von Raoul (Gast)


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Hallo in die Runde,

kann mich dem nur anschließen, bitte weiter so!

Vielen Dank an old-papa und allen reihum ein frohes neues Jahr und 
bleibt gesund.

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Old P. schrieb:
> Bei mir bisher noch nie und ich fahre seit gut 30 Jahren Diesel. Privat
> und alle Dienstwagen über die Zeit, fast alles Diesel.

Bei Diesel-Kfz wird das Diesel die ganze Zeit rumgepumpt und in Bewegung 
gehalten. Das ist bei Heizungen und Notstromaggregaten leider nicht so. 
Mögl. trägt das dazu bei, das das Problem in Autos weniger auftritt.
Ich sehe mittlerweile zu, das ich für die Heizung wenigstens das nur 
5%ige Biodiesel tanke und nicht das mit 10%. Darauf hatte ich im Jahr 
der Inbetriebnahme nicht geachtet. Kann evtl. auch für Benutzer einer 
Standheizung im Auto wichtig sein, denn auch da steht Diesel ständig in 
der Zuleitung.

: Bearbeitet durch User
von Old P. (Firma: nix) (old-papa)


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Matthias S. schrieb:

> Bei Diesel-Kfz wird das Diesel die ganze Zeit rumgepumpt und in Bewegung
> gehalten. Das ist bei Heizungen und Notstromaggregaten leider nicht so.

Ok, das ist ein Argument!
dennoch: Ich war ja gerade bei Heizöl der Annahme, auf der richtigen 
Seite zu sein. Mein befreundeter Schlosser hat eine "amtliche 
Dieselheizung" (mit eigenem "Schornstein") für seine Vorhalle und er hat 
mit Heizöl auch nur Probleme gehabt (sagte er erst jetzt... :-( )

Old-Papa

von Footprint (Gast)


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Old P. schrieb:
> Matthias S. schrieb:
>
>> Bei Diesel-Kfz wird das Diesel die ganze Zeit rumgepumpt und in Bewegung
>> gehalten. Das ist bei Heizungen und Notstromaggregaten leider nicht so.
>
> Ok, das ist ein Argument!
> dennoch: Ich war ja gerade bei Heizöl der Annahme, auf der richtigen
> Seite zu sein. Mein befreundeter Schlosser hat eine "amtliche
> Dieselheizung" (mit eigenem "Schornstein") für seine Vorhalle und er hat
> mit Heizöl auch nur Probleme gehabt (sagte er erst jetzt... :-( )
>
> Old-Papa


Das Problem beschränkt sich doch nicht nur auf Diesel. Es gibt für 
Notstromer die lange stehen auch eine Sorte die länger lagerfähig ist. 
Da ich keinen Diesel besitze und meine Notstromer auch nur Benzin 
möchten, habe ich die Bezeichnung nicht im Kopf..sorry. Es ist 
allerdings damit zu rechnen das das Zeug teurer als das 08/15 von der 
Tanke ist und man das wieder ausschließlich mit 
$Bezugsberechtigungsnachweis von $Behörde bekommt.

Ich bin in meinen Benzinern früher auch Gemische von 75% E85 mit 25% 
Superbenzin gefahren, jahrelang..so lange das noch lohnte. Der 
Spritverbrauch steigt an und die Motorelektronik muß die Einspritzmenge 
entsprechend erhöhen können damit das funktioniert. Irgendwann wurde die 
Mineralölsteuer für Biokraftstoffe eingeführt (ist ja auch völlig 
logisch, oder??) und die Sache rentierte sich nicht mehr, gleichzeitig 
wurde E10 durchgedrückt.

Da man in Rasenmäher und ähnliches niedrig verdichtendes Gerümpel nun 
nicht unbedingt Super+ einfüllen will, habe ich natürlich E10 
ausprobiert..und hatte bei Geräten die draußen standen nach einer Weile 
angeätze Vergaserschwimmer (Messing) und seltsames durchsichtiges Gelee 
im Schwimmergehäuse, grün korrodierte Düsen und Ähnliches.Offensichtlich 
vertragen sich die Emulgatoren nicht mit Feuchtigkeit und führen zu 
korrosiven Bestandteilen. Ich habe fluchend sofort die Finger von E10 
gelassen und tanke nur noch Super E5 in diesen Dingern..der Ärger hält 
sich damit in Grenzen, der über die Politiker die erzwingen das man den 
Scheiß überall einfüllen muß steigt aber gewaltig. Ich habe noch einen 
4KW Notstromer mit EL308 2Takter (wie oben beschrieben, NVA-Teil) und 
auch eine Feuerlöschpumpe mit diesem Motor. Beides sind Geräte für 
Notfälle die von der Konstruktion her eigentlich mit der billigsten 
Klingelbrühe klar kommen (VK79) aber nun per Dekret am besten SuperPlus 
tanken sollen.
Es wird vor lauter Gutmenschentum nach der Methode "koste es was es 
wolle" haufenweise Schaden verursacht... gänge Alles wenn man die Wahl 
hätte, hat man aber nicht.

Footprint

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Wie gesagt, man hat bei Super die Wahl und bei Diesel oft auch. Der 
Aufkleber auf der Zapfsäule sollte einem kundtun, ob da 5%iges oder 
10%iges Diesel raus kommt. Seit meinem 
'klebriger-Schleim-in-der-Heizung' Erlebnis achte ich nun drauf, 5% zu 
kaufen. Lt. dem PDF oben sollte aber als 'leichtes Heizöl' bezeichneter 
Brennstoff keine Bioanteile enthalten. Aber wenn ich davon kleine Mengen 
kaufen will, glaubt mir keiner, das ich das nicht ins Auto kippe.

von eric (Gast)


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Old P. schrieb:
> Mit Balistol habe ich schon hunderte
> Mischpult-Potis zum Leben erweckt (drehbar gemacht),

Prima geht auch Caramba Super PLUS.
Sogar die Absperrkräne unter dem Waschbecken
konnte ich ohne Ausbau wieder dehbar machen.


Ralph B. schrieb:
> Die die das Gerät benutzten waren mehr mit der Einstellung des Gerätes
> beschäftigt, als mit dem erfassen der Signale selbst.

Das stimmt nicht.
Die Tektronix-Oszis waren mit Drehknoepfen einfach zu bedienen,
nicht wie heutzutage mit mehrfach verschachtelten Menues
und trotz der vielen Röhren erstaunlich stabil.
Mit den Einschüben waren die Geräte extrem vielseitig
und darum in jedem Hochschullabor zu finden.
So mancher Hobbybastler benutzt sie heute noch.

Tektronix verwendete übrigens sehr oft Telefunken-Röhren,
z.B. die Doppeltriode 12AT7.

von Footprint (Gast)


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Matthias S. schrieb:
> Wie gesagt, man hat bei Super die Wahl und bei Diesel oft auch.

Die Wahl hätte man 0%, denn selbst die 5% Bioalkohol verzapfen Blödsinn, 
was allerdings nicht am Alkohol selbst, sondern an den notwendigen 
Emulgatoren liegt. Alkohol und Benzin kann man ohne sie sonst nicht 
mischen.

Man könnte ja solche Geräte prinzipiell auch mit fast reinem Alkohol 
betreiben,
(z.B. E85) allerdings ist dafür eine völlig andere Vergaserbedüsung 
notwendig da durch die Stöchiometrischen Verhältnisse der Spritverbrauch 
pro Luftvolumen stark ansteigt, und man müßte Zweitakter mit Rizinusöl 
schmieren..was bei langen Standzeiten zu verklebten Motoren führt. Ok, 
es gibt auch moderne Synthetische Öle die sich mit Alkohol mischen und 
nicht verharzen..aber dann wird die Suppe teurer als das Fleisch.

Footprint

von Old P. (Firma: nix) (old-papa)


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Hallo Leute,
nach den ganzen Ausflügen zu anderen Oszis und sogar allerlei anderen 
Themen habe ich heute endlich wieder an dem Nordmende (UO963) 
gearbeitet.

Allerdings mal wieder mit Pleiten-Pech-und-Pannen.

Meine seit Jahren ungenutzte Sandstrahlkabine habe ich zunächst 
gründlich gereinigt und dann erstmal Licht! PENG! Sicherung raus... :-(
Nächter Versuch, wieder Peng. Lampe ausgebaut und Fazit: Die Lampe, bzw. 
ihr EVG hat es hinter sich.
Als Würgaround eine kleine Par-30 Fotolampe auf das Sichtfenster 
gestellt, geht ja auch mal.
Denkste, nach ca. 30Min. PENG! So eine 30er Par-Funzel macht neben gutem 
Licht auch gut Wärme und die Schutzfolie über dem Sichtfenster löste 
sich auf. Aus Solidarität ist auch gleich das Glas darunter zersprungen, 
schöne Kacke! Also die Fotolampe (jetzt erst) mit Holzleistenabstand 
aufgelegt und weiter.
Kompressor-ON, Klack: Motorschutzschalter raus! Himmelsakra aber auch!

Erstmal Kaffeepause und dann wieder frisch ans Werk.
Mein funkelnagelneuer Kompressor (klar, Chinaware) wurde wohl mit 
irgendeinem "Honigöl" befüllt, wenn er kalt ist (hatte so ca. 5°C in der 
Hütte), dann schafft der Motor die Kolben nicht zu bewegen. Also 
anwärmen und "Öl" raus. Neues rein, Power-On und das Ding böllert wie es 
soll.

Inzwischen fast Feierabend, doch etwas Strahlerei musste noch sein. Geht 
ganz gut, obwohl das Strahlmittel etwas unterdimesioniert ist.

Morgen also zum Glaser und dann alle Teile strahlen und vielleicht noch 
Farbe drauf.

Old-Papa
Mist: Die Foto-Dateinamen sind etwas vertauscht....

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von Carsten W. (eagle38106)


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Das sind die Tage an denen man denkt: Hat Murphy immer noch nicht genug?

von Old P. (Firma: nix) (old-papa)


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Carsten W. schrieb:
> Das sind die Tage an denen man denkt: Hat Murphy immer noch nicht genug?

So ist es....
Der Knalli nistet sich bei mir dann immer für Tage ein, mal sehen, was 
noch so passiert.

Old-Papa

von Old P. (Firma: nix) (old-papa)


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Hallo,

gestern mal Pause, Frau hatte andere Ideen.... ;)

Heute vom Glaser die neue Scheibe für die Strahlkabine geholt und 
verbaut.
Und wenn man schon dabei ist, gleich noch die Innenbeleuchtung wieder in 
Ordnung gebracht. Sonst wäre das wohl auf ewig beim 
Fotolampenprovisorium geblieben. (wer kennt das nicht?)

Dazu außen einen Kasten verbaut und darin ein besseres EVG (war 
eigentlich Ersatz für meine Lupenleuchte). Da der Kasten relativ groß 
ist, kam gleich noch eine Steckdose für die Absaugung mit rein, besser 
ist das ;-)

Nachdem das ganze Gefrickel fertig war, schnell noch fast alles 
gestrahlt, nur die beiden Außenbleche fehlen noch.

Die Strahlteile dann gleich so aufgehangen, wie das dann morgen nch dem 
Lackieren passiert, so ist das Zeugs (halbwegs) vor versehentlichen 
Fingerspuren sicher. So eine 3D-Kranbahn ist schon was Feines. Nicht nur 
zum Maschinen verwuchten, auch das Aufhängerohr für die Teile macht an 
den zwei Kranhaken eine gute Figur.

Also dann: bis morgen!

Old-Papa

von Old P. (Firma: nix) (old-papa)


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Und weiter im Text....

Heute nur grundiert, jetzt 24h durchtrocknen lassen. Ich bin nicht 
sicher, wie sich die Nitro-Grundierung mit dem Hammerschlag-Spray 
verträgt. Wenn Nitro komplett durchgetrocknet ist, dann ist es neutral.

Ein kleiner Fehler hat sich noch eingeschlichen, ausgerechnet 
Oberseite....
Das Ganze wird aber noch nass leicht geschliffen, da wird diese Welle 
wohl verschwinden. Andererseits ist Hammerschlag sehr beulentolerant. 
;-)

Vielleicht gehts morgen schon an den Lack...

Old-papa

von DM-5 (Gast)


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Eine Laufkatze in einer 2-Meter Garage?

Respekt!

Mit den  Haken könntest eine 30-Tonner Kran abschleppen - Bist scho a 
Witzbold!

von Old P. (Firma: nix) (old-papa)


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DM-5 schrieb:
> Eine Laufkatze in einer 2-Meter Garage?
> Respekt!

Nix 2-Meter... ;-)
Die Hütte hat über 40qm (8x5,x Meter und 3,60 hoch)

> Mit den  Haken könntest eine 30-Tonner Kran abschleppen - Bist scho a
> Witzbold!

Nö, der "gelbe" ist für 1 Tonne gut, der blaue für 0,5 Tonnen. Zumindest 
offiziell, real haben die schon gut was gewuppt ;-)

Falls Dich die "Kranbahn" interessiert:
https://forum.zerspanungsbude.net/viewtopic.php?f=5&t=43083

Old-Papa

: Bearbeitet durch User
von Old P. (Firma: nix) (old-papa)


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Und weiter....

Heute alle Gehäuseteile mit dem Hammer geschlagen ;-)

Nicht wirklich, dafür gibt es ja die chemische Keule aus der 
Spraybüchse.

Das sieht fast zu 100% wie original aus, ich bin zufrieden.
Das gezeigte Produkt ist (dem Geruch nach) auch auf Nitrobasis und 
funktioniert recht gut. Bei Hammerschlaglack ist es wichtig, vorher gut 
grundiert zu haben, damit ein Teil des Lösungsmittels schnell gebunden 
wird und es zu keinen "Nasenläufern" kommt. Andererseits muss man 
nass-in-nass eine dickere Schicht aufbringen, als beim normalen 
Lackieren. Nur dadurch bildet sich der typische Hammerschlageffekt aus.
In den Hammerschlaglacken, die ich bisher verarbeitet habe, war ein 
winziger Anteil Silikonöl, der durch sein Aufschwimmen den Effekt 
erzeugt. Was hier in diesem Spray enthalten ist, keine Ahnung. Könnte 
aber auch sowas sein. Daraus folgt, man muss die Dose alle Naselang 
kräftig schütteln, um eine gleichbleibende Mischung zu erhalten. Was im 
Übrigen mit einer richtigen großen Spritzpistole etwas probelmatisch 
ist! Da habe ich durchaus auch schlechte Erfahrungen bei 
Maschinenrestauration gemacht.
Daraus folgt auch, dass man es tunlichst unterlassen muss, nach ein paar 
Minuten nochmal über die gleiche Stelle zu sprühen. Dann bekommt man nur 
eine graue Oberfläche, da das "Silikonöl" nicht mehr aus der unteren 
(angetrockneten) Schicht aufschwimmen kann. Es folgt daraus weiter, dass 
die besten Ergebnisse bei waagerechten Flächen erreicht werden. 
Sichtflächen sollten also waagerecht gelegt bzw. gehalten werden.

Uff, Klugschiss-Ende...
Das Endergebnis sehe ich dann morgen. Ich befürchte es wird etwas matt, 
da es eigentlich zu kalt in der Hütte ist. Im Sommer ist besser... ;-)
Aber besser als der optische Schrotthaufen vorher (s. Bilder ganz oben) 
wird es allemal.

Old-Papa

: Bearbeitet durch User
von runni (Gast)


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Gefällt mir gut, magst Du mein Nordmende auch herrichten? ;-)
Da fehlt leider der Trafo, ansonsten müsste es komplett sein...

Beste Grüße,
runni

von Old P. (Firma: nix) (old-papa)


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runni schrieb:
> Gefällt mir gut, magst Du mein Nordmende auch herrichten? ;-)
> Da fehlt leider der Trafo, ansonsten müsste es komplett sein...
>
> Beste Grüße,
> runni

Wenn Du einen passenden Trafo findest, dann kann man darüber reden.
Doch selbst mit meinem geht es derzeit nur schleppend, irgendwas komnt 
immer dazwischen.
Morgen will ich aber wieder ein paar Handgriffe drann machen.

Old-Papa

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