8-Pin Schrittmotor - Brauche Hilfe beim Pinout

OP #6511014
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Hallo Forum,

ich habe hier einen Schrittmotor aus einem alten DVD-Laufwerk und 
moechte gerne die Pinbelegung herausbekommen. Im Internet gibt's dazu 
zahlreiche Anleitungen, jedoch haben die gezeigten Schrittmotoren immer 
nur 4 oder maximal 6 Anschluesse. Meiner hat 11 (!), von denen aber nur 
8 untereinander verbunden zu sein scheinen.

Beim Durchmessen zeigt sich ein ziemlich unuebersichtliches Bild: Es 
gibt zwar deutliche Muster. Ich kann aber weder einen Referenz-Pin 
identifizieren, noch einzelne parallel geschaltete Spulen. Es scheint, 
als seien die Spulen irgendwie kaskadiert.

Ich habe eine Tabelle mit meinen Messwerten angefuegt. Die Werte sind 
natuerlich gerundet. So halte ich es fuer sehr wahrscheinlich, dass die 
470 Ohm zwischen Pin9+5 in Wahrheit das Doppelte von 235 Ohm von Pin 9+4 
sind, die aber in der Tabelle auf 240 Ohm aufgerundet sind.

Hier koennen also zwei parallel geschaltete Spulen angenommen werden. 
Das Problem ist nur, dass das nicht die vielen anderen 470-Ohm-Werte zu 
den anderen Pins erklaert.

(Nahezu) identische Werte habe ich daher farblich markiert. Ich hoffe, 
mir kann jemand bei der Deutung der Tabelle helfen.
Angehängte Dateien:
(Firma: matzetronics) #6511044
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Peter K. schrieb:
> Ist aber einfach vorstellbar, es ist
> der Motor, mit dem die Disc gedreht wird, also mit dem typischen kleinen
> "Teller" fuer die Disc. Sollte jeder aus dem Discman kennen.

Das ist aber kein Schrittmotor, sondern ein kleiner BLDC. Schrittmotor 
wäre hier kontraproduktiv, denn man will die Disc ja möglichst 
gleichmässig drehen.

Peter K. schrieb:
> Meiner hat 11 (!)

3 für den Motor und 8 für die Sensoren (Speisung und dann drei 
Differenzausgänge) wäre mein Tipp.
Wie man sieht, sind die Wicklungen auf Pin 1 - Pin 3.
Gast #6511054
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Pin 1,2,3, könnten da die Wicklungen einer Dreieckschaltung sein.
 Die andren Anschlüsse: Sensoren für die Position (Hallsensor oder dgl. 
oder Begrenzungsdioden.

Geh doch mal mit einer Spannungsquelle  an die 1,2,3 dran, (ca. 1V, mit 
R ca. 10 Ohm auf 100 mA begrenzt)
Da müsste der Motor wenigstens zucken, wenn von Anschluss auf Anschluss 
geschritten wird.
OP #6511064
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@Karlsson: BLDC = Brushless DC-Motor. Das kann man auch ausschreiben. 
Ist ebenfalls nicht schwer. Hier habe ich schonmal eine erste Erklaerung 
bekommen, natuerlich ganz ohne Google: 
http://de.wikipedia.org/wiki/B%C3%BCrstenloser_Gleichstrommotor

Dass mit dem Anschliessen der ersten drei Pins werde ich ausprobieren. 
Mich interessieren jetzt natuerlich die Sensoren. Das riecht nach einer 
idealen Verwendung als Rotary-Encoder. Wie geil ist das denn? Acht 
Sensoren fuer die Position!
OP #6511110
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Das Blockdiagramm verstehe ich nicht ganz: Werden die Hall-Sensoren mit 
Strom versorgt? Es sieht so aus, als waeren Ein- und Ausgaenge 
zusammengeschaltet. 3 Sensoren mit zwei Pins macht 6 Pins fuer die 
Hall-Sensoren. Da sind dann zwei ueber - die Stromversorgung? Woher 
weiss ich wo die liegt?
(Firma: matzetronics) #6511156
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Peter K. schrieb:
> Es sieht so aus, als waeren Ein- und Ausgaenge
> zusammengeschaltet.

Jeder dieser Sensoren ist eine kleine Wheatstonsche Brücke (-> Google).
https://de.wikipedia.org/wiki/Wheatstonesche_Messbr%C3%BCcke
Die Brücke wird gespeist (vermutlich Pin 4 und Pin 11 an deinem Motor) 
und hat differentielle Ausgänge (wenn einer positiver wird, wird der 
andere Pin negativer).
Die Speisung wird an jeden Sensor geführt und jeder hat 2 gegenläufige 
Ausgänge.
Man kann z.B. mal die Sensoren speisen (z.B. mit 5V über einen 220-470 
Ohm Widerstand) und an den Ausgängen jeden Sensors messen, während man 
den Motor dreht.
Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #6511200
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A. Z. schrieb:
> Beitrag "Kleinen Schrittmotor ansteuern (CD-Laufwerk)"
Naja, so richtge "Schrittmotore" mit "ratterratter" sind das ja nun 
nicht. Denn die werden schon mit vollkommen analoger Vorverarbeitung und 
Postionierung angesteuert:
https://pdf1.alldatasheet.com/datasheet-pdf/view/1371/MITSUBISHI/M63022FP.html
Denn sonst müsste man konsequenterweise einen BLDC auch als 
"Schrittmotor" bezeichnen...
OP #6511899
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Matthias S. schrieb:
> Peter K. schrieb:
>> Es sieht so aus, als waeren Ein- und Ausgaenge
>> zusammengeschaltet.
>
> Jeder dieser Sensoren ist eine kleine Wheatstonsche Brücke (-> Google).
> https://de.wikipedia.org/wiki/Wheatstonesche_Messbr%C3%BCcke
> Die Brücke wird gespeist (vermutlich Pin 4 und Pin 11 an deinem Motor)
> und hat differentielle Ausgänge (wenn einer positiver wird, wird der
> andere Pin negativer).
> Die Speisung wird an jeden Sensor geführt und jeder hat 2 gegenläufige
> Ausgänge.
> Man kann z.B. mal die Sensoren speisen (z.B. mit 5V über einen 220-470
> Ohm Widerstand) und an den Ausgängen jeden Sensors messen, während man
> den Motor dreht.

Danke! War das so schwer? Genau das wollte ich wissen.

Wenn Jens nicht weiß, warum es dieses Forum gibt, weil er glaubt, alles 
zu wissen, dann frage ich mich, warum er das Forum denn überhaupt 
besucht und dort dann auch noch postet. Ich weiß leider nicht alles. Das 
wird sich auch niemals ändern. Jedenfalls danke für die Infos.

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