"Die Wahrheit ist nur eine subjektive Vorstellung eines jeden
Individuums. Wir glauben nur etwas zu wissen, den Rest, also alles, was
nicht zu unserer Wahrheit passt, blenden wir einfach aus oder erfinden
etwas Neues, was unsere Vorstellung vervollständigt.
Darum diskutieren wir lieber, oder ander ausgedrückt - wir lästern eher
gemeinsam, anstatt ein Problem zu lösen. Vor allem dann, wenn unser
Gegenüber eine ganz andere Meinung vertritt."
Dr. Hornoff, Psychologe im Roman "Ihr Kalter Atem" von Noah Fitz.
Marek N. schrieb:> Fakt ist, was wahr sein könnte!
Ich hab mir meine Meinung gebildet, also verwirre mich nun bitte nicht
mit Fakten.
Inwiefern das Thema aber in dieses Forum passen könnte, wäre noch zu
diskutieren …
Jack V. schrieb:> Inwiefern das Thema aber in dieses Forum passen könnte, wäre noch zu> diskutieren …
Ich finde, dass der Absatz die hiesige Diskussionskultur schön
beschreibt.
Frank D. schrieb:> Mir ist gerade aufgefallen, dass die Atmeldatenblätter der AVR mir> besser gefallen als die von Microchip.
Kein Wunder, bei so vielen neuen Fehlern an Stellen, die vorher noch
korrekt waren. Ich habe mir für alle µC im DIL Format die letzten
Datenblätter von Atmel aufbewahrt. Mit denen arbeite ich.
Stefan ⛄ F. schrieb:> Ich finde, dass der Absatz die hiesige Diskussionskultur schön> beschreibt.
Kommt das dadurch zustande, dass man Plattformen und Libraries nach
Belieben festlegt und Voraussetzungen vom TO ignoriert?
Dann verstehe ich deinen Thread. Weiters mangelt es dir an
Selbstrefelexion.
Stefan ⛄ F. schrieb:> Die Wahrheit ist nur eine subjektive Vorstellung eines jeden> Individuums.
Die Wikipedia hat dazu noch mehr Varianten im Angebot:
https://de.wikipedia.org/wiki/Wahrheit
Etwa
- die ontologisch-metaphysischen Korrespondenztheorie,
- die dialektisch-materialistischen Widerspiegelungstheorie,
- die logisch-empiristischen Bildtheorie,
- und die semantischen, redundanten, performanten, kohärenten, konsensen
und Trump'schen Theorien.
Auch Aristoteles musste dazu eine typisch philosophische Stilblüte
beitragen: "Zu sagen nämlich, das Seiende sei nicht oder das
Nicht-Seiende sei, ist falsch, dagegen zu sagen, das Seiende sei und das
Nichtseiende sei nicht, ist wahr."
Bernd G. schrieb:> Ein Glück, dass ihr alle nur in meiner Einbildung existiert.
… wessen Einbildung mich hervorbringt, der hat aber auch größere
Probleme >:)
Bernd G. schrieb:> Ein Glück, dass ihr alle nur in meiner Einbildung existiert.
Und du existierst nur als Bewusstseins-Simulation in einem Computer. ;-)
Georg M. schrieb:> Apropos Philosophie. Wie ist es heute, muss man an einer Universität> studieren, wie früher, oder gibt es Fachhochschulen?
Eine Duale Hochschule für Philosophie fände ich interessanter.
Nick M. schrieb:>> Eine Duale Hochschule für Philosophie fände ich interessanter.>> Und der Praktikumsplatz ist Moderator bei µC.net?
Putztruppe, Klosprüche sammeln.
Jack V. schrieb:> Bernd G. schrieb:>> Ein Glück, dass ihr alle nur in meiner Einbildung existiert.>> … wessen Einbildung mich hervorbringt, der hat aber auch größere> Probleme >:)
Das ist aber noch nichts gegrn den, der sich den ausgedacht hat, der
sich Dich einbildet!
Georg M. schrieb:> Apropos Philosophie. Wie ist es heute, muss man an einer Universität> studieren, wie früher, oder gibt es Fachhochschulen?
Heute studiert man wieder bei Oma und Opa, wegen Corona.
Das ist das Gedankenspiel vom Matrix Film (Teil 1 meine ich). Finde ich
interessant, aber mir fehlt da der praktische Nutzen für uns.
Wenn wir nicht zwischen Simulation und Realität unterscheiden können,
dann ist die Simulation unsere Realität der wir uns genau so stellen
müssen.
Stefan ⛄ F. schrieb:> Wenn wir nicht zwischen Simulation und Realität unterscheiden können,> dann ist
... der Unterschied irrelevant und die Frage müssig, was es ist.
(prx) A. K. schrieb:>> Wenn wir nicht zwischen Simulation und Realität unterscheiden können,>> dann ist>> ... der Unterschied irrelevant und die Frage müssig, was es ist.
und viel gefährlicher, was wenn der Beitrag gelöscht wird. Seit ihr dann
noch existent?
(prx) A. K. schrieb:> Stefan ⛄ F. schrieb:>> Wenn wir nicht zwischen Simulation und Realität unterscheiden können,>> dann ist> ... der Unterschied irrelevant und die Frage müssig, was es ist.
Manche denken Unbekanntes an.
Stefan ⛄ F. schrieb:> Wenn wir nicht zwischen Simulation und Realität unterscheiden können,> dann ist die Simulation unsere Realität der wir uns genau so stellen> müssen.
Andere sind in ihren beschränkten Gedanken gefangen.
Welche sind nun die Androiden?
Thorsten M. schrieb:>>> Wenn wir nicht zwischen Simulation und Realität unterscheiden können,>>> dann ist>> ... der Unterschied irrelevant und die Frage müssig, was es ist.> Manche denken Unbekanntes an.
Der springende Punkt ist, ob es einfach nur unbekannt ist, oder
prinzipiell ununterscheidbar.
Freilich gibts da ein gewisses Risiko: Wenn der Betreiber der Simulation
merkt, dass seine "Bewohner" darum wissen, könnte er versucht sein, die
Welt zu löschen, weil für ihn sinnlos geworden.
Stefan ⛄ F. schrieb:> Das ist das Gedankenspiel vom Matrix Film
Eigentlich schon deutlich älter - als Roman "Simulacron-3" von 1964,
verfilmt 1973 von Fassbinder (Welt am Draht), Remake 1999 (The 13 th
Floor), nahezu zeitglich mit "Matrix" (auch 1999).
Zwischen Diskutieren und Lästern ist aber ein großer Unterschied. Man
kann Probleme auch lösen und besonders gut und effizient lösen weil
man vorher darüber diskutiert hat.
Lästern ist Zeitverschwendung.
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Aber ja, man hat ein Weltbild, das hat man sich mühsam erarbeitet über
viele Jahre. Das ist ein in sich stabiles Faktengebäude ohne
Widersprüche. Und jetzt kommt der schmale Grat:
Dieses Weltbild gilt es zu schützen vor äußeren Einflüssen, aber auch zu
erweitern und zu verändern durch äußere Einflüsse.
Man ist bemüht nicht jeden Fakt den man aufschnappt gleich als
"Wahrheit" zu übernehmen, aber trotzdem diese vermeintlichen Fakten auch
nicht komplett zu ignorieren, denn dann würde sich das Weltbild nie mehr
verändern.
Das ist schwierig in wie weit man da jetzt über neue "Fakten" oder
Informationshäppchen nachdenkt oder wie schnell man die ablehnt oder
annimmt. Da braucht es eine Art Plausibilitätscheck und das ist sehr
schwer. Schwer vor allem weil man dafür schon Wissen braucht das auf
sicheren Füßen steht.
Es gibt natürlich Methoden die einem das erleichtern. Maan kann Dinge
glauben oder ablehnen wenn sie von einer bestimmten Quelle kommen weil
man schon einmal über Informationen dieser Quelle nachgedacht hat. Also
diese Quelle als (nicht)vertrauenswürdig gestempelt hat.
Man kann Dinge glauben/ablehnen, weil andere Leute die man für seriös
hält diese Dinge ebenfalls glauben/ablehnen.
...
Das hat viel mit Einschätzung und Vertrauen zu tun und wie immer: Das
kann ausgenutzt werden.
Und dann gibt es äußere Zwänge. Leute die zu etwas keine Meinung haben
sind nicht sonderlich angesehen und Leute die ihre Meinung ändern oder
geändert haben werden ebenfalls nicht sonderlich angesehen. Das sind
aber eigentlich keine Schwächen.
Es ist positiv nicht etwas trotzdem zu glauben/abzulehnen obwohl man
widersprüchliche Informationen bekommen hat oder noch keine Zeit hatte
da selber eine Wahrheit zu suchen.
Genauso ist es positiv angesichts besserer/anderer Faktenlage seine
Meinung zu ändern. Oder auch weil man da neu drüber nachgedacht hat.
Leider ist man in der Gesellschaft aber als "normal" angesehen und wird
nicht ausgestoßen, wenn man das glaubt/ablehnt, was die große Mehrheit
glaubt und ablehnt. Das ist auch völlig natürlich, führt aber oft dazu,
dass ganze Gruppen Irrglauben nachlaufen und sich dabei gegenseitig
bestätigen.
Matthias L. schrieb:> Stefan ⛄ F. schrieb:>> Das ist das Gedankenspiel vom Matrix Film> Eigentlich schon deutlich älter - als Roman "Simulacron-3" von 1964,> verfilmt 1973 von [...]
Und ein paar Jahre davor von Sokrates/Platon im Höhlengleichnis.
Gustl B. schrieb:> Leider ist man in der Gesellschaft aber als "normal" angesehen und wird> nicht ausgestoßen, wenn man das glaubt/ablehnt, was die große Mehrheit> glaubt und ablehnt. Das ist auch völlig natürlich, führt aber oft dazu,> dass ganze Gruppen Irrglauben nachlaufen und sich dabei gegenseitig> bestätigen.
Umgekehrt wird allerdings auch ein Schuh draus. Ablehnen/Glauben, was
die grosse Mehrheit glaubt/ablehnt, führt nicht automatisch zur
Wahrheit, sondern erweist sich auch oft als Irrglaube. Nur bestätigt
sich dabei dann nicht die Mehrheit gegenseitig, sondern eine Minderheit.
Den Mechanismus, der dafür sorgt, dass es ein "Normal" gibt, würde ich
nicht so reflexhaft kritisieren wollen. Denn die Umkehrung, also die
Ablehnung jeder Normalität als Ideal einer Gesellschaft, ergäbe ein
Chaos von Minderheitenansichten ohne jede Aussicht auf Konsens.
Weder die Normalität, noch die Kritik daran, garantiert, dass man sich
auf der Seite der Wahrheit befindet. Es braucht beides.
(prx) A. K. schrieb:> ergäbe ein> Chaos von Minderheitenansichten ohne jede Aussicht auf Konsens.
Richtig. Das muss so sein, das ja genau deshalb natürlich in uns
eingebaut, weil es Vorteile hat.
Genauso wie auch Vorurteile, die haben auch Vorteile. Das sind
Abkürzungen die es ermöglichen schnell Entscheidungen zu treffen ohne
lange neu nachdenken zu müssen. Das kann lebenswichtig sein. Wird aber
leider oft auch dann verwendet wenn man lieber doch mal nachdenken
sollte.
(prx) A. K. schrieb:> Ablehnen/Glauben, was> die grosse Mehrheit glaubt/ablehnt, führt nicht automatisch zur> Wahrheit, sondern erweist sich auch oft als Irrglaube.Gustl B. schrieb:> führt aber oft dazu,> dass ganze Gruppen Irrglauben nachlaufen und sich dabei gegenseitig> bestätigen.
Und das kann auch eine kleine Gruppe sein.
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Was mich stört ist eigentlich, dass viele Leute Dinge einfach Fakten
glauben, obwohl man die mit nur sehr wenig Zeitaufwendung selber
überprüfen und dann als falsch erklären könnte. Ich sehe das als
Denkfaulheit oder Bequemlichkeit (hier
https://www.heise.de/forum/heise-online/News-Kommentare/Hitze-und-Duerre-Klimabericht-fuer-2017-zeigt-deutliche-Trends-der-Erwaermung/Bequemlichkeit/posting-32815613/show/
hatte ich 2018 was dazu geschrieben). Es ist nämlich nicht so, dass die
Leute keine Zeit hätten sich zu informieren - das machen sie nämlich.
Sie wissen alle möglichen Fakten, wer im Dschungel ist, wer in welchem
Verein spielt, welcher Promi mit wem zusammen ist oder schon wieder
getrennt ist, ... aber bei wichtigen Dingen rund um Politik,
Medizin/Gesundheit, ... sind sie nicht bereit mal auch nur ein kleines
wenig Zeit zu investieren und Fakten zu überprüfen oder einfach mal der
Argumentation der Gegenseite zu folgen und die anzuhören.
[/rant]
Gustl B. schrieb:> Leider ist man in der Gesellschaft aber als "normal"> angesehen und wird nicht ausgestoßen, wenn man das> glaubt/ablehnt, was die große Mehrheit glaubt und> ablehnt.
... oder wenigstens zu glauben bzw. abzulehnen VORGIBT.
Wie's innen aussieht, geht ja keinen 'was an.
Schließlich fühlt sich jeder Einzelne aus dieser "großen
Mehrheit" einer großen Mehrheit gegenüber, aus der er
ungern ausgestoßen sein würde.
Das ganze nennt man dann "Konformitätsdruck", "voraus-
eilenden Gehorsam" oder im Extremfall "veröffentlichte
Meinung".
Ich halte es nicht -- und zwar WIRKLICH NICHT -- für
sinnvoll, den jugendlichen Kiffer, den Sparkassendirektor,
den freischaffenden Musiker, den Lehrer und den Zuhälter
unter die eine "große Mehrheit" zu subsummieren.
> Das ist auch völlig natürlich, führt aber oft dazu,> dass ganze Gruppen Irrglauben nachlaufen und sich> dabei gegenseitig bestätigen.
Nun, lass' es mich mit Peter Altenberg sagen:
"Hinter allen Auseinandersetzungen steckt etwas Wahres,
Tiefes. Nur meistens nicht das, worum es sich in der
Auseinandersetzung handelt."
Als Zuschauer hat man immer die Wahl, entweder den
äußeren Schein für die Wahrheit zu nehmen -- oder
wenigstens einen VERSUCH des Verstehens zu unternehmen.
Gustl B. schrieb:> sind sie nicht bereit mal auch nur ein kleines wenig Zeit zu investieren> und Fakten zu überprüfen oder einfach mal der Argumentation der> Gegenseite zu folgen und die anzuhören.
Quer zu denken?
Gustl B. schrieb:> ... aber bei wichtigen Dingen rund um Politik,> Medizin/Gesundheit, ... sind sie nicht bereit mal auch nur ein kleines> wenig Zeit zu investieren und Fakten zu überprüfen oder einfach mal der> Argumentation der Gegenseite zu folgen und die anzuhören.
Der Grund hierfür ist m.E. oft nackte Angst. Angst, daß die
Argumentation der Gegenseite, oder noch schlimmer, mathematisch/logisch
unangreifbare Fakten, das eigene Weltbild erschüttern könnten. Neben
Ignoranz führt dies bisweilen sogar zu Militanz, also dem Angriff auf
jene Personen, die Informationen verbreiten, welche dem Erhalt des
eigenen Weltbildes schaden. Wenn man also die Fakten nicht widerlegen
kann oder will, muß man deren Bekanntmachung torpedieren oder die Fakten
mit Unsinn vermischen, um die Glaubwürdigkeit zu reduzieren. Das ist
alles nicht neu und wird seit Jahrtausenden ausgenutzt, um die
Meinungsbildung zu beeinflussen.
Icke ®. schrieb:> Wenn man also die Fakten nicht widerlegen> kann oder will, muß man deren Bekanntmachung torpedieren oder die Fakten> mit Unsinn vermischen, um die Glaubwürdigkeit zu reduzieren.
Da gibt es legendären Beitrag eines Fachmannes:
Beitrag "Re: Epidemiologischer Verlauf und Analyse von Krankheiten"
von Icke ®. (49636b65) 05.04.2020 11:12
Icke ®. schrieb:> Ich wage folgende Prognosen:> - Im Laufe der nächsten ein bis zwei Wochen wird die GG Änderung> beschlossen.> - Die Beschlußfähigkeit des Bundestages wird auf einen kleinen Kreis> Abgeordneter runtergeschraubt.> - Das Versammlungsverbot wird konsequent durchgesetzt, um> Demonstrationen zu unterbinden.> - Eurobonds kommen.
Fällt das jetzt nach fast 9 Monaten unter Unsinn oder Angst oder
Beeinflussung der Meinung oder was?
Kara B. schrieb:> Fällt das jetzt nach fast 9 Monaten unter Unsinn oder Angst oder> Beeinflussung der Meinung oder was?
Es fällt zumindest unter Beißreflex und bestätigt instantan das zuvor
Geschriebene. OK, Sohn der Deutschen, ich werde genau (noch) einmal
darauf eingehen.
> Icke ®. schrieb:>> Ich wage folgende Prognosen:>> - Im Laufe der nächsten ein bis zwei Wochen wird die GG Änderung>> beschlossen.
Die GG Änderung wurde nicht beschlossen. Ist mittlerweile auch obsolet,
weil..
>> - Die Beschlußfähigkeit des Bundestages wird auf einen kleinen Kreis>> Abgeordneter runtergeschraubt.
..sich der Bundestag mit der letzten Änderung des IfSG ohnehin des
Mitspracherechts enthoben hat und "erforderliche Maßnahmen" direkt vom
"kleinen Kreis" der Regierung beschlossen werden können.
>> - Das Versammlungsverbot wird konsequent durchgesetzt, um>> Demonstrationen zu unterbinden.
Muß ich wohl nicht kommentieren, die Praxis spricht für sich.
>> - Eurobonds kommen.
Heißt halt nicht "Eurobonds", sondern "Gemeinsame Schuldenaufnahme" oder
"Hilfspaket".
Komm gut ins neue Jahr!
Egon D. schrieb:> die eine "große Mehrheit"
Die gibt es nicht. Aber zu jeder Information, zu jeder "Wahrheit" gibt
es eine Mehrheit die sie glaubt. Nehmen wir so Sachen wie Kokain ist
gefährlich oder es ist OK gelegentlich Bier zu trinken oder ...
(prx) A. K. schrieb:> Quer zu denken?
Natürlich! Querdenken ist an sich nix schlimmes und eigentlich sogar
gut. Das bedeutet im eigentlichen Sinn, dass man nicht nur so denkt wie
alle Anderen vor einem auch gedacht haben, sondern dass man mal
außerhalb des schon ausgetretenen Weges denkt.
Und das ist gut, denn nur so entstehen großartige neue Gedanken.
Allerdings ist auch der Großteil und zwar vermutlich weit über 90% der
neuen Gedanken völliger Unsinn. Das ist wie wenn du jetzt einfach
zufällig alle möglichen Physikalischen Formeln kombinierst und dann
überprüfst welche dieser Kombinationen Sinn ergeben. Der Großteil wird
keinen Sinn ergeben, aber vielleicht entdeckst du etwas Neues.
Leider ist "Querdenken" aber ein bloßes Label geworden und hat nix mehr
mit "Denken" zu tun. Leute bezeichnen es als "Querdenken" wenn sie
einfach irgendwelche Dinge behaupten die nachweislich falsch sind.
Ich vermute der Begriff wurde bewusst als Lebel gewählt weil er
eigentlich für etwas Positives steht. "Querdenken" ist eine Marke und
hat es durch diese Begriffswahl geschafft, dass viele Leute mitlaufen.
Das war ein guter Schachzug.
Icke ®. schrieb:> Der Grund hierfür ist m.E. oft nackte Angst.
Gut möglich, denn was bedeutet es denn, wenn sich das eigene Weltbild
(teilweise) als falsch herausstellt? Da entstehen Konsequenzen. Man hat
vielleicht falsche Informationen verbreitet, amn hat vielleicht so
gelebt wie man es nicht tun sollte, ...
Wenn man also sein Weltbild ändert, dann ist das mit Anstrengung
verbunden. Nicht nur muss man zugeben Fehler gemacht zu haben (da
verliert man vielleicht ganze Freundeskreise die ihr Weltbild nicht
ändern wollen), nein man muss vielleicht auch seine Lebensweise
überdenken.
Wenn ich plötzlich einsehe, dass es den vom Menschen verursachten
Klimawandel gibt, dann sollte ich in Zukunft versuchen weniger
CO2-Ausstoß zu verursachen. Klar, auch da kann ich mir noch einreden,
dass das nix bringt und wir sowieso verloren sind weil ja die ANDEREN
alle noch viel schlimmer sind. Aber dann muss ich mir auch eingestehen
nichts zum Positiven verändert zu haben.
Jedenfalls:
Es gibt gute Gründe wieso Leute auch ein falsches Weltbild schützen und
bewahren wollen. So können sie nämlich bequem weiterleben wie bisher.
Gustl B. schrieb:> Sie wissen alle möglichen Fakten, wer im Dschungel ist, wer in welchem> Verein spielt, welcher Promi mit wem zusammen ist oder schon wieder> getrennt ist, ... aber bei wichtigen Dingen rund um Politik,> Medizin/Gesundheit, ... sind sie nicht bereit mal auch nur ein kleines> wenig Zeit zu investieren und Fakten zu überprüfen oder einfach mal der> Argumentation der Gegenseite zu folgen und die anzuhören.
Um zu verhindern, dass dieser Vergleich auf beiden Beinen hinkr,
solltest Du noch darlegen, in welchem Umfang "sie" die von Dir
mutmaßlich für minder bedeutsam gehaltenen Tatsacheninformationen
überprüfen oder zumindest kritisch würdigen.
Gustl B. schrieb:> Egon D. schrieb:>> die eine "große Mehrheit">> Die gibt es nicht.
Eben.
> Aber zu jeder Information, zu jeder "Wahrheit"> gibt es eine Mehrheit die sie glaubt.
Dein Gehirn funktioniert binär?
Bei mir gibt es mehr als "glauben" oder "nicht glauben".
> Nehmen wir so Sachen wie Kokain ist gefährlich
Dihydrogenmonoxid ist auch gefährlich. Im Körper aller
Krebskranken im Endstadium wie auch in allen Serien-
mördern wurden große Mengen Dihydrogenmonoxid gefunden.
Bereits 10minütiges Untertauchen eines Untrainierten in
Dihydrogenmonoxid führt zum fast sicheren Tod!
> oder es ist OK gelegentlich Bier zu trinken oder ...
Was kommt jetzt noch so? Schwangerschaftsabbruch ist
Mord, Verhütung ist Mord, Homosexualität muss mit dem
Tode bestraft werden, Zucker ist Gift, die Welt ist
sechstausend Jahre alt?
Ich trinke seit 30 Jahren regelmäßig Bier, und ich habe
der Welt ganz sicher weniger geschadet als jeder,der
wöchentlich über den Atlantik jettet, im Jahr 200'000km
mit dem Auto herunterreisst oder sein Häuschen am
Waldrand bezahlt hat, indem er unwissenden Anlegern
wertlose Geldanlagen und ruinöse Kredite angedreht hat.
> Icke ®. schrieb:>> Der Grund hierfür ist m.E. oft nackte Angst.>> Gut möglich, denn was bedeutet es denn, wenn sich das> eigene Weltbild (teilweise) als falsch herausstellt?
Ich weiss nicht, in welchem Elfenbeinturm Du lebst.
Wesentlich mehr Angst macht mir die Vorstellung, mein
eigenes Weltbild könnte sich als wahr herausstellen...
Egon D. schrieb:> Wesentlich mehr Angst macht mir die Vorstellung, mein eigenes Weltbild> könnte sich als wahr herausstellen...
Das klingt beunruhigend.
Egon D. schrieb:> Dein Gehirn funktioniert binär?> Bei mir gibt es mehr als "glauben" oder "nicht glauben".
Etwas das als "Wahrheit" bekannt ist, zumindest in einer Gruppe, ist das
deshalb, weil da die Mehrheit glaubt es sei wahr.
Egon D. schrieb:> Dihydrogenmonoxid ist auch gefährlich.
Mir geht es hier nicht um die tatsächliche Wahrheit, sondern das was die
Menschen für wahr halten. Und da ist es in diesem Fall - korrekterweise
- so, dass diese absolute Wahrheit auch für wahr gehalten wird.
Egon D. schrieb:> Ich trinke seit 30 Jahren regelmäßig Bier
Gut, mit Einzelfällen sollte man eben nicht argumentieren. Es fahren
sich auch jedes Jahr viele Leute im Rausch zu tode.
Ich wollte nur sagen, dass es Aussagen gibt, die die Leute für richtig
oder wahr halten obwohl sie es nicht sind. Klar, da könnte ich jetzt in
der Geschichte wühlen und so Dinge rausholen wie:
Die USA wurden von Japan überraschend angegriffen.
Oder nehmen wir etwas bei dem sich die Wahrheit geändert hat. Es war
einmal eine Wahrheit in der Gesellschaft, dass Asbest oder
Zigarettenrauch unschädlich sind.
Gustl B. schrieb:> Egon D. schrieb:>> Ich trinke seit 30 Jahren regelmäßig Bier>> Gut, mit Einzelfällen sollte man eben nicht argumentieren. Es fahren> sich auch jedes Jahr viele Leute im Rausch zu tode.
Da sehe ich keinen Widerspruch. Wenn Egon regelmäßig jedes Jahr an
Heiligabend ein Bier trinkt, wird ihm das sicherlich weniger schaden,
als wenn er gelegentlich, also bei jeder Gelegenheit, zur Flasche
griffe. :D
Percy N. schrieb:> Egon D. schrieb:>> Wesentlich mehr Angst macht mir die Vorstellung,>> mein eigenes Weltbild könnte sich als wahr>> herausstellen...>> Das klingt beunruhigend.
Nun ja... unter beunruhigenden Umständen auch
tatsächlich beunruhigt zu sein, ist ja die
angemessene Reaktion.
Egon D. schrieb:> Nun ja... unter beunruhigenden Umständen auch tatsächlich beunruhigt zu> sein, ist ja die angemessene Reaktion.
Ein gewisser Pessimismus, der vielleicht enttäuscht wird, ist sicherlich
eher zu ertragen als "german angst".
https://youtu.be/nT5JBrKC5M0
Gustl B. schrieb:> Egon D. schrieb:>> Dein Gehirn funktioniert binär?>> Bei mir gibt es mehr als "glauben" oder "nicht glauben".>> Etwas das als "Wahrheit" bekannt ist, zumindest in einer> Gruppe, ist das deshalb, weil da die Mehrheit glaubt es> sei wahr.
Ich glaube, wir kommen nicht zusammen.
Wie m.E. die meisten Philosphen blendest Du die Frage,
was VOR und NACH den Gedanken kommt, ziemlich konsequent
aus. Das halte ich nicht für sinnvoll.
WARUM "glaubt" denn die "Mehrheit", irgendetwas sei wahr?
Und WAS FOLGT aus diesem "Glauben"?
Der "Glaube", dass I proportional zu U ist, wenn t=const.
gilt, ist für mich nicht auf eine Stufe zu stellen mit
dem Glauben, dass Homosexualität für Gott ein Gräuel ist.
> Egon D. schrieb:>> Dihydrogenmonoxid ist auch gefährlich.>> Mir geht es hier nicht um die tatsächliche Wahrheit,> sondern das was die Menschen für wahr halten. Und da> ist es in diesem Fall - korrekterweise - so, dass> diese absolute Wahrheit auch für wahr gehalten wird.
Ich kann Dir -- wie so oft -- nicht folgen.
Das Problem an "Wasser ist gefährlich" ist, dass es in
dieser Form nicht einmal eine Aussage ist, der sich
sinnvoll ein Wahrheitswert zuschreiben lässt.
Schon die simple Weisheit "Die Dosis macht das Gift"
zeigt, dass ein Tropfen Wasser für den Menschen völlig
ungefährlich ist, egal, ob er diesen ins Auge, in die
Lunge oder sonstwohin bekommt -- bei einem Kubikkilometer
sieht das schon vollkommen anders aus.
Die Aussage "Wasser ist gefährlich" ist also je nach
Situation wahr oder falsch.
> Ich wollte nur sagen, dass es Aussagen gibt, die> die Leute für richtig oder wahr halten obwohl sie> es nicht sind.
Das stimmt zweifellos.
Mir ist nur nicht klar, was im Rahmen dieser Diskussion
daraus folgen soll.
Jede Aussage bezieht sich auf ein bestimmtes Modell
von der Welt -- und zwar bei jedem Sprecher auf sein
eigenes. Ob sich verschiedene Diskussionsteilnehmer
verstehen können, hängt somit davon ab, wieviele
Gemeinsamkeiten ihre jeweiligen Modelle von der Welt
haben. Das ist simple Informationstheorie -- Symbole,
gemeinesame Referenzmenge und so.
Man hat immer die Wahl, entweder das eigene Modell von
der Welt einfach als allgemeingültig zu erklären und
dem Gegenüber "FALSCH!" entgegenzuschleudern -- oder zu
versuchen, die Frage zu klären, in welchem Modell von
der Welt seine Aussage halbwegs richtig sein könnte.
Tut man das, so kommt man auch dahinter, dass es bei
vielen sprachlichen Äußerungen überhaupt nicht um
Sinngehalt oder Wahrheit geht, sondern um reine
Triebabfuhr, um Aggressionsabbau.
> Oder nehmen wir etwas bei dem sich die Wahrheit> geändert hat. Es war einmal eine Wahrheit in der> Gesellschaft, dass Asbest oder Zigarettenrauch> unschädlich sind.
Nicht in meinem Universum.
Wahre Aussagen ("Wahrheiten") haben die spezielle
Eigenart, wahr zu sein.
Eine Aussage kann lange Zeit weithin akzeptiert
und trotzdem falsch sein.
Alleine zu den Begriffen Glauben, Wahrheit und Religion gibt es so
viele unterschiedliche Auffassungen, dass ich aufgehört habe, darüber zu
diskutieren. Es ist wohl für jeden etwas anderes.
So kann es auch gerne bleiben, denn jeder Versuch, Religion zu normieren
endet erfahrungsgemäß in sinnlosen Kriegen.
Egon D. schrieb:> Der "Glaube", dass I proportional zu U ist, wenn t=const.> gilt, ist für mich nicht auf eine Stufe zu stellen mit> dem Glauben, dass Homosexualität für Gott ein Gräuel ist.
Richtig. Für dich und für mich ist das so. Aber da draußen gibt es sehr
viele Leute für die es keinen Unterschied zwischen tatsächlich wahren
Dingen und nur behaupteten Wahrheiten gibt. Natürlich ist das nicht
rational, aber guck dir doch mal an welche ganz klaren
wissenschaftlichen Fakten da als falsch bezeichnet werden. Für Leute
ohne wissenschaftliche Bildung ist es eben egal ob sie glauben, dass
eine Impung gegen eine Krankheit hilft, 5G Krebs auslöst, ein
Bergkristall im Raum gegen Erdstrahlen hilft, ... auch so banale Dinge
im Alltag wie ein Taschenrechner oder ein Computer, wenn man nicht mal
grob verstanden hat wie Technik funktioniert, dann hält man das eben für
einen Zauberkasten der magische Fähigkeiten hat. Leute reden mit ihrem
Computer wenn er langsam ist, er ist heute etwas langsam, ...
Egon D. schrieb:> Die Aussage "Wasser ist gefährlich" ist also je nach> Situation wahr oder falsch.
Genau. Es gibt auch Aussagen für die es einfach keine absolute Wahrheit
gibt.
Egon D. schrieb:> Tut man das, so kommt man auch dahinter, dass es bei> vielen sprachlichen Äußerungen überhaupt nicht um> Sinngehalt oder Wahrheit geht, sondern um reine> Triebabfuhr, um Aggressionsabbau.
Das stimmt zum Teil. Ich vermute aber, dass da oft das eigene Weltbild
eben sehr nachdrücklich verteidigt wird. Vielleicht weiß man, dass das
Weltbild angreifbar und nicht auf festen Füßen steht, aber wenn man das
trotzdem lautstark verteidigt, dann sieht das zumindest so aus als sei
man sicher mit seinen Aussagen. Das gilt generell. Wenn du Leute von
etwas überzeugen willst wobei du dir selber nicht sicher bist, dann
vertrete deine Meinung selbstsicher und wirf Zweiflern Ahnungslosigkeit
vor.
Egon D. schrieb:> Wahre Aussagen ("Wahrheiten") haben die spezielle> Eigenart, wahr zu sein.
Das meine ich nicht. Mit Wahrheiten meine ich Dinge die als wahr
angesehen werden und von denen es in einer Gruppe Konsens ist, dass die
Aussage wahr ist.
Es gibt da ja diesen Spruch aus dem Text zu diesem Vortrag
https://media.ccc.de/v/24c3-2334-de-die_wahrheit_und_was_wirklich_passierte/related
:
Jede Geschichte hat vier Seiten. Deine Seite, Ihre Seite, die Wahrheit
und das, was wirklich passiert ist.
Dabei ist "die Wahrheit" z. B. das was später mal in den
Geschichtsbüchern stehen wird. Das ist meistens deckungsgleich mit dem
was wirklich passierte, kann aber auch abweichen.
Ob das was wir jetzt in der Physik für wahr halten tatsächlich wahr ist
weiß ich nicht. Viele Sachen könnten auch sehr gute Näherungen sein die
meistens gelten. So wie eben das von Newton auch als wahr angenommen
wurde bis Einstein kam. Ist eben Stand der Wissenschaft.
Ratio ist die eine Sache. Leider pflegen viele Teilnehmer von
Diskussionen sie nur für sich selbst zu reklamieren. Andere seien viel
zu sehr von Gefühlen überwältigt, um so rational denken zu können, wie
sie selbst. Hier im Thread taucht dieses Motiv ebenfalls auf:
> Der Grund hierfür ist m.E. oft nackte Angst.
Sehr typisch für politische Auseinandersetzungen innerhalb der USA ist
beispielsweise der Vorwurf, die anderen Landsleute würden Amerika hassen
(und wollten es zerstören). Auf mich wirkt das bekloppt.
Bei mir kommt man mit dieser Diskussiontechnik deshalb üblicherweise
nicht weit. Mein Respekt vor demjenigen, der so argumentiert, sinkt. Es
führt damit direkt in die Polarisierung und effektiv zur Sprachlosigkeit
zwischen Gruppen.
Einerseits kann diese Diskussiontechnik natürlich Absicht sein. Man will
nicht wirklich diskutieren, will nicht überzeugen, sondern will
Gruppenidentität herstellen. Wir gegen die, notfalls bis aufs Blut.
Wo das nicht der Fall zu sein scheint, frage ich mich dann, ob
derjenige, der so argumentiert, nicht in der Lage ist, sich andere
Gedanken als seine eigenen vorzustellen. Zumindest zu respektieren, dass
andere Menschen andere Gedanken haben können, ohne dabei in weit höherem
Umfang von Gefühlen geleitet zu werden, als man für sich selbst
reklamiert.
Oder umgekehrt: Wenn man schon davon überzeugt ist, der Andere sei von
Gefühlen geleitet - vielleicht ohne das wahrzunehmen - könnte es dann
nicht sein, dass dies in gleicher Weise auf einen selbst zutrifft - ohne
das wahrzunehmen?
Kann mir mal jemand mit einfachen Worten erläutern, was Namaste für’n
Schaltfehler in der Birne haben mag?
Ich meine: normaldenkende Menschen agieren doch nicht so: kippen ihren
Kram an den unpassendsten Stellen ab und denken, dass sie irgendjemand
damit ernstnehmen könnte? Das leuchtet doch eigentlich direkt ein, dass
man sich damit nur ins Abseits stellt, und seine Message dann so
ziemlich genau gar nicht mehr rüberbekommt? So mal ungeachtet des
Inhalts – mir geht es gerade nur um das Verhalten von Namaste – weiß da
jemand was?
Namaste? Wer auch immer das sein soll ...
Man doch schön beobachten um was es hier ging:
Leute die ihr Weltbild nicht ändern wollen suchen mit aller Gewalt nach
irgendwelchen Bausteinen die ihr wnkendes Weltbild unterstützt und
ignorieren dabei alle Fakten die mit ihrem Weltbild in Konflikt stehen.
Das ist auch gar nicht böse von denen gemeint, das ist Selbstschutz
davor vor sich selbst und seinen Mitmenschen gegenüber eingestehen zu
müssen, dass man falsch abgebogen war und jetzt seine Meinung ändern
muss.
Edit:
Man jetzt wird das hier weggelöscht ... das wunderschöne Beispiel auf
das ich mich hier bezog.
Gustl B. schrieb:> Man jetzt wird das hier weggelöscht ... das wunderschöne Beispiel auf> das ich mich hier bezog.
Lass es gut sein, das passt schon so.
Jack V. schrieb:> Ich meine: normaldenkende Menschen agieren doch nicht so
Wie genau definiert sich "normaldenkend"? "Sekunde" als Maßeinheit der
Zeit definiert sich nach mathematisch-physikalischen Grundsätzen als..
"das 9 192 631 770-fache der Periodendauer der Strahlung, die dem
Übergang zwischen den beiden Hyperfeinstrukturniveaus des Grundzustandes
von Atomen des Nuklids 133Cs entspricht."
https://de.wikipedia.org/wiki/Sekunde#Heutige_Definition
Das läßt keinen Spielraum für Interpretationen. Bei der Definition von
"Gesundheit" hingegen wird es schon schwieriger, weil nicht
mathematisch-physikalisch beschreibbar:
"Gesundheit als Idealzustand mit völligem Wohlbefinden ohne jede
körperliche, psychische und soziale Störung"
https://www.leitbegriffe.bzga.de/alphabetisches-verzeichnis/gesundheit/
Ein Arzt sagte analog mal zu mir, wenn man nur ein bißchen sucht, findet
man bei jedem etwas krankes und ich wäre dann gesund, wenn ich mich
gesund fühle. Nun kann es durchaus einbeinige, schizophrene Einsiedler
geben, die sich völlig wohlfühlen und ihre scheinbaren Einschränkungen
als solche gar nicht wahrnehmen. Ein zweibeiniger, nicht schizophrener
Mensch mit vielen sozialen Kontakten wird den einbeinigen, schizophrenen
Einsiedler möglicherweise vermutlich als krank ansehen, weil einbeinige,
schizophrene Einsiedler gegenüber zweibeinigen, nicht schizophrenen
Menschen mit vielen sozialen Kontakten deutlich in der Minderheit sind.
Hängt die Definition von Gesundheit also davon ab, ob eine Mehrzahl von
Menschen bestimmte Standards erfüllt? Welchen Standards muß deiner
Ansicht nach eine Person genügen, um als "normaldenkend" zu gelten?
Gustl B. schrieb:> Namaste? Wer auch immer das sein soll ...
Der Aufzugsmensch aus der Schweiz, der leider in letzter Zeit ziemlich
einseitig hier unerwünschten Kram (ausdrücklich ohne weitere Wertung von
mir!) ablädt, und viele seiner Beiträge mit „Namaste“ unterschreibt.
Gustl B. schrieb:> Das ist auch gar nicht böse von denen gemeint, das ist Selbstschutz> davor vor sich selbst und seinen Mitmenschen gegenüber eingestehen zu> müssen, dass man falsch abgebogen war und jetzt seine Meinung ändern> muss.
Was ist damit verkehrt, eigene Fehler zu erkennen, und sie sich, sowie
anderen gegenüber, einzugestehen? Das ist eine Sache, die man lernen
kann.
Icke ®. schrieb:> Wie genau definiert sich "normaldenkend"?
Common sense. Für dich: ICD10 (oder dessen Nachfolger, wenn es einen
gibt – hatte damit länger nicht zu tun), wenn’s dir hilft, da
nachlesbare Vorgaben zu haben.
Jack V. schrieb:> Common sense. Für dich: ICD10 (oder dessen Nachfolger, wenn es einen> gibt – hatte damit länger nicht zu tun), wenn’s dir hilft, da> nachlesbare Vorgaben zu haben.
Ich habe DICH gefragt und nicht die Allgemeinheit. Aber die Antwort war
vorhersehbar.
Jack V. schrieb:> Icke ®. schrieb:>> Wie genau definiert sich "normaldenkend"?>> Common sense. Für dich: ICD10
Wenn Du das alles haben solltest, könntest Du langsam anfangen, Dir
Sorgen zu machen, ob das allles wirklich so normal für Dich sein sollte.
Jack V. schrieb:> Was ist damit verkehrt, eigene Fehler zu erkennen, und sie sich, sowie> anderen gegenüber, einzugestehen?
Verkehrt ist daran gar nix, aber es wird einem von den Mitmenschen als
Nachteil angerechnet. Klar, nicht von Mitmenschen die wissenschaftlich
denken, aber das ist eben eine Minderheit. Es ist optimal für das Image
wenn man zu allem eine Meinung hat und die auch behält.
Und dann hat das noch Nachteile je nachdem wie man lebt. Wenn man um
sich herum lauter Freunde hat die den gleichen Fehler im Weltbild haben,
dann kann es sein, dass man viele davon verliert wenn man sein Weltbild
umbaut.
Vielleicht müsste man gar über den eigenen Schatten springen und sich
bei Leuten entschuldigen weil man ihnen mit dem fehlerhaften Weltbild
Schaden zugefügt hat.
Das ist nicht so einfach und gerade deshalb rechne ich es Leuten hoch an
die dazu bereit sind ihr Weltbild zu verändern und Fehler zuzugeben.
Icke ®. schrieb:> Ich habe DICH gefragt und nicht die Allgemeinheit. Aber die Antwort war> vorhersehbar.
Ich nehme die Aussage gleich mal, um meine Sicht dieser Dinge
darzustellen: Menschen sind weitgehend berechenbar, wie du ja gut
herausgestellt hast: du schreibst einen unpersönlichen Anfang („Wie
genau definiert sich "normaldenkend"?) und eine Menge irrelevanten
Textes dahinter, und kannst davon ausgehen, dass der erste Teil zur
Antwort hergenommen wird – um denjenigen dann pseudoempört angehen zu
können, und ein gepflegtes „hab’s ja gesagt!k“ hinterherzudrücken.
Wenn Menschen nun auf etwas mit Abneigung reagieren, kann man davon
ausgehen, dass sich das eher noch verstärkt, wenn dieses wiederholt wird
– das trifft auf den größten Teil der Menschen zu; ich würde dieses also
als „normales Verhalten“ definieren.
Wenn nun jemand eine Message rüberbringen will, sie einige Male postet
und ausschließlich auf Ablehnung stößt – und dann trotz absehbarem, für
seine Ziele sehr kontraproduktivem Ergebnis, dann hat dieser jemand
offensichtlich ein Problem damit, das normale Verhalten von Menschen zu
erkennen und seine Handlungen daran auszurichten. Ein „normaldenkender
Mensch“, wie ich ihn mir vorstelle, würde das Problem mit seinen
Handlungen erkennen können, und sein Verhalten entsprechend anpassen.
Die andere Variante ist, dass er die Ablehnung der Anderen provozieren
möchte – ich würde das auch nicht direkt als „normal“ bezeichnen.
Ich lege hier also keine physikalische oder mathematische Definition von
„normal“, bezogen auf Denk- und Verhaltensweisen, zugrunde, sondern
tatsächlich das, was beobachtbar ist. Psychologie ist absolut keine
exakte Wissenschaft, und das aus Gründen. Abgesehen davon ist das auch
gar nicht (mehr) mein Gebiet, so dass ich aus dem Handlungsfaden auch
schon wieder raus bin. Wenn noch Klärungsbedarf bestehen sollte, mach
’nen Thread an einer Stelle auf, wo’s besser hinpasst, und verlinke das
hier :)
Gustl B. schrieb:> Das ist nicht so einfach und gerade deshalb rechne ich es Leuten hoch an> die dazu bereit sind ihr Weltbild zu verändern und Fehler zuzugeben.
Das unterschreibe ich so. Wenngleich die eigene Vorstellung, was denn
„die Anderen“ denken würden, oft das größte Hindernis ist – die
tatsächlichen Auswirkungen sind oft ganz Andere, als man sich zunächst
ausgemalt hat.
Jack V. schrieb:> Wenngleich die eigene Vorstellung, was denn> „die Anderen“ denken würden, oft das größte Hindernis ist – die> tatsächlichen Auswirkungen sind oft ganz Andere, als man sich zunächst> ausgemalt hat.
Exakt! Leute - ich leider auch - sind manchmal sehr verklemmt weil sie
glauben Andere würden sie beobachten und beurteilen. Dabei ist das
Anderen oft schlicht egal was man macht und man könnte viel lockerer
durchs Leben gehen. Ja, man steht sich da selber oft im Weg.
Joachim B. schrieb:> Egon D. schrieb:>> Ich trinke seit 30 Jahren regelmäßig Bier>> das MUSS der Beweis sein das Biertrinken nötig,> ungefährlich und harmlos ist!
Ohh.
Vielen Dank für die Blumen!
Es überrascht und freut mich, dass ich offensichtlich
ein derart leuchtendes Vorbild bin.
Eigentlich wollte ich nur darauf hinaus, dass mir
irgendwelche Wahrheiten oder "Wahrheiten" über Bier
ziemlich egal sind. Es schmeckt mir, der Schaden für
die Welt und für mich ist ziemlich überschaubar --
also trinke ich es.
Egon D. schrieb:> Eigentlich wollte ich nur darauf hinaus, dass mir> irgendwelche Wahrheiten oder "Wahrheiten" über Bier> ziemlich egal sind.
sagen das nicht alle Abhängigen?
Joachim B. schrieb:> Egon D. schrieb:>> Eigentlich wollte ich nur darauf hinaus, dass mir>> irgendwelche Wahrheiten oder "Wahrheiten" über Bier>> ziemlich egal sind.>> sagen das nicht alle Abhängigen?
Aber genau das ist doch das Thema: Wer definiert die
Abhängigkeit? Und wer definiert wie allgemeingültig,
welche Abhängigkeit schädlich ist?
Ich bin mir z.B. relativ sicher, dass Du sowohl
sauerstoff- wie auch dihydrogenmonoxidabhängig bist:
In den ersten zwanzig Jahren Deines Lebens hast Du
von Jahr zu Jahr höhere Dosen gebraucht, und wenn ich
Dir heute Deine Droge vorenthalte, kreisen Deine
Gedanken SEHR SCHNELL nur noch um Deine "Sucht"... ;)
Beides untrügliche Kriterien für manifestes Suchtverhalten.
Ganz toll finde ich es beim Übergewicht. Weltumstürzende
Erkenntnis Nummer 1: Die meisten Menschen sind mehr oder
weniger übergewichtig.
Zehn Jahre später weltumstürzende Erkenntnis Nummer 2:
Ein "gewisses geringes Übergewicht kann SOGAR gesundheit-
liche Vorteile haben".
Übersetzung: "Mist. Unser Versuch, allen Normal-Essern
ein schlechtes Gewissen einzureden, ist in die Hose
gegangen."
Alles natürlich mit STRENG wissenschaftlichen Methoden.
Egon D. schrieb:> Aber genau das ist doch das Thema: Wer definiert die> Abhängigkeit? Und wer definiert wie allgemeingültig,> welche Abhängigkeit schädlich ist?
Das ist schwierig. Abhängigkeit und Sucht sind eben nicht per se
schlecht.
Egon D. schrieb:> Ganz toll finde ich es beim Übergewicht.
Naja, das Gewicht alleine ist eben eine krasse Vereinfachung. Man müsste
da noch andere Werte dazunehmen um eine Aussage treffen zu können.
Übergewicht kann bei sonst normaler Lebensführung auch ein gut
angelegtes Polster für schlechte Zeiten sein. Das ist ja der Grund wieso
Leute am Bauch, Hintern, Oberschenkel dick werden. Weil das nahe am
Schwerpunkt ist und die Bewegung wenig stört.
Aber das Problem ist ja nicht das Übergewicht. Das ist nur ein Symptom.
Ja, das Gewicht selbst hat auch Nachteile, das führt bei starkem
Übergewicht zu Gelenkschäden, aber sonst ist Übergewicht alleine, also
bei guter Ernährung und ausreichender Bewegung kein Problem.
Übergewicht ist aber eben ein Zeichen für zu wenig Bewegung und falsche
Ernährung. Und das ist das Problem. Das hat aber nix mit dem Gewicht zu
tun. Auch Leute die kein Übergewicht haben können sich falsch ernähren
oder zu wenig bewegen und dann die gleichen Probleme bekommen wie Leute
die Übergewicht haben.
Im Tierreich gibt es häufig Übergewicht. Guck dir mal so ein
Gorillamännchen an. Die sehen irre fett aus, aber wenn die auf einen
Baum klettern wollen, dann rennen die da quasi hoch. Obwohl der Bauch
riesengroß ist. Bei denen ist das ein Speicher für schlechte Zeiten. Die
ernähren sich aber auch so wie sie sich ernähren sollten und bewegen
sich genug.
Egon D. schrieb:> Übersetzung: "Mist. Unser Versuch, allen Normal-Essern> ein schlechtes Gewissen einzureden, ist in die Hose> gegangen."
Ich finde diese Bodypositive Bewegung aber schon problematisch. Da geht
es ja drum, dass auch dicke Leute sich so akzeptieren wie sie sind. Das
ist auch OK, solange das Übergewicht nicht mit Fehlernährung oder zu
wenig Bewegung zu tun hat. Aber das ist eben oft nicht der Fall.
Es gibt viele Leute die sich schlecht ernähren und zu wenig bewegen.
Denen jetzt gut zuzureden, dass das schon so OK ist und sie nicht ändern
müssen, das finde ich nicht gut.
Bernd G. schrieb:> So, jetzt schalte ich den Rechner aus und ihr existiert alle nicht mehr.
Du wirst feststellen, dass wir so persistent sind, wir überleben sogar
den format Befehl.
Gustl B. schrieb:> Übergewicht ist aber eben ein Zeichen für zu wenig Bewegung und falsche> Ernährung.
Und zu viel Bewegung schadet wiederum den Gelenken.
Wir werden alle sterben, egal wo wir uns zuerst kaputt machen. Deswegen
stelle ich mir die Frage: Was will ich eigentlich? Möchte ich ein langes
gesundes Leben voller Entbehrungen oder möchte ich das kurze Leben
genießen?
Für mich lautet die Entscheidung: Sport ist Mord und Genuss muss.
Nur nicht übermäßig: Ich rauche nicht, ich trinke höchsten 2 Liter
Alkohol im ganzen Jahr (für mich ist Alkohol ein Putzmittel), und ich
esse wenig Fleisch (das aber sehr gerne). Essen und Süßigkeiten sind
dafür da, sich daran zu erfreuen. Man muss aber nicht so lange essen,
bis der Tisch leer ist.
Gustl B. schrieb:> Namaste? Wer auch immer das sein soll ...
Zuerst nachsehen, was das bedeutet, hilft manchmal weiter:
Yoga-Vokabular - „Namasté“ - aus dem indischen Sanskrit.
Die Geste Namasté steht für die Überzeugung, dass sich in jedem Menschen
ein göttlicher Funke befindet – und zwar im Herz-Chakra. Wenn wir sie
ausüben, würdigt unsere eigene Seele damit die Seele unseres Gegenübers.
“Nama” bedeutet verbeugen, “as” heißt ich und “te” du.
https://www.lotuscrafts.eu/blogs/blog/namaste-bedeutung
Gustl B. schrieb:> aber guck dir doch mal an welche ganz klaren> wissenschaftlichen Fakten da als falsch bezeichnet werden.
Guck dir mal an, welche "klaren wissenschaftlichen Fakten" sich nur
wenige Jahre oder Jahrzehte später als politische Propaganda
herausstellen . . .
Egon D. schrieb:>> sagen das nicht alle Abhängigen?>> Aber genau das ist doch das Thema: Wer definiert die> Abhängigkeit? Und wer definiert wie allgemeingültig,> welche Abhängigkeit schädlich ist?
Es gibt dafür schon einige ganz brauchbare Definitionen, wenn gleich die
natürlich von vielen (Schwerst)abhängigen nicht akzeptiert werden.
Die Gesellschaft akzeptiert Alkohol und auch in großem Maße die
Abhängigkeit davon. Bestenfalls die Schwerstabhängigkeit wird als
negativ angesehen.
Klar kann man Alkohol genießen und klar kann man mit einer "milden" Form
der Abhängigkeit jahrzehnte lang klar kommen.
Falk B. schrieb:> Die Gesellschaft akzeptiert Alkohol und auch in großem Maße die> Abhängigkeit davon.
Ich nicht. Unter Alkohol-Einfluss sind zu viele Menschen aggressiv oder
bringen andere in Gefahr.
Nach meinem aktuellen Erfahrungsschatz würde ich eher den Konsum von
Haschisch akzeptieren. Das tut der Staat natürlich nicht, weil es dort
kein etabliertes System zur Besteuerung gibt.
Falk B. schrieb:> Die Gesellschaft akzeptiert Alkohol und auch in großem Maße die> Abhängigkeit davon.
was kein Wunder ist, da Winzer, Brauer und Brenner zu den aktivsten
Pressure Groups in der Politik gehören.
Egon D. schrieb:> Ich bin mir z.B. relativ sicher, dass Du sowohl> sauerstoff- wie auch dihydrogenmonoxidabhängig bist:> In den ersten zwanzig Jahren Deines Lebens hast Du> von Jahr zu Jahr höhere Dosen gebraucht, und wenn ich> Dir heute Deine Droge vorenthalte, kreisen Deine> Gedanken SEHR SCHNELL nur noch um Deine "Sucht"... ;)>> Beides untrügliche Kriterien für manifestes Suchtverhalten.
Wenn ich Psychiologe wäre, würde ich die jetzt eine Abwehrreaktion abf
grund bestehender Alkoholabhängigkeit attestieren.
> Ganz toll finde ich es beim Übergewicht. Weltumstürzende> Erkenntnis Nummer 1: Die meisten Menschen sind mehr oder> weniger übergewichtig.
Heute eher mehr als weniger.
https://de.wikipedia.org/wiki/Fettleibigkeit#Verbreitung> Zehn Jahre später weltumstürzende Erkenntnis Nummer 2:> Ein "gewisses geringes Übergewicht kann SOGAR gesundheit-> liche Vorteile haben".
Sagt wer?
> Übersetzung: "Mist. Unser Versuch, allen Normal-Essern> ein schlechtes Gewissen einzureden, ist in die Hose> gegangen."> Alles natürlich mit STRENG wissenschaftlichen Methoden.
Keine Sekunde. Das ist alles nur Ideologie, sei es die der
Gesundheitsapostel oder der Nahrungsmittelindustrie.
Erschreckend ist, wie sehr der Mensch in der Lage ist, sich bei starkem
Übergewicht seine Lage immer und immer wieder schön zu reden und NIX
selbstkritisch zu reflektieren!
Gustl B. schrieb:> Das ist schwierig. Abhängigkeit und Sucht sind eben nicht per se> schlecht.
Doch, das sind sie, per Definition. Trotzdem können "milde" Suchtformen
jahrzehntelang ohne größere Einschränkungen der Lebensweise existieren.
Jeden Tag ne halbe Packung Zigaretten geht meistens jahrzehntelang gut!
Früher gab es die "gute Butter" und fettes Fleisch war teurer als
mageres.
Dann hieß es irgendwann mal, dass Fett böse sei. Heraus kamen diese
seltsamen Diät Joghurtbecher mit drei Esslöffeln Zucker aber 0,1% Fett.
Nun ist Zucker auch noch böse, weil er angeblich süchtig macht. Süßstoff
geht auch nicht, weil er hungrig macht.
Auch Kohlehydrate sind inzwischen in Verruf gekommen.
Wir sollen uns also Satt essen, aber ohne Fett, ohne Zucker und ohne
Kohlehydrate. Da bleibt ja eigentlich nur noch, auf's Land zu ziehen und
eine Weide für uns selbst zu pachten oder den Kaninchen ihren Salat weg
zu essen.
Wasser ist übrigens sogar tödlich, wenn man einen ganzen Eimer trinkt.
Stefan ⛄ F. schrieb:> Früher gab es die "gute Butter" und fettes Fleisch war teurer als> mageres.>
Kein Wunder, ist ja auch jeweils nahrhafter. In einer
Verdorgungssituation, in der Snuten un Poten oder Ochsenschwanzsuppe
als,Delikatesse gefeiert werden, weil man es sich nicht leisten kann,
auch nur den geringsten Rest Protein wegzuwerfen, war man natürlich
darauf bedacht, möglichst fettreiche Milch zu ermelken; entsprechende
Zuchtlinien wurden bis vor wenigen Jahren geführt.
> Dann hieß es irgendwann mal, dass Fett böse sei. Heraus kamen diese> seltsamen Diät Joghurtbecher mit drei Esslöffeln Zucker aber 0,1% Fett.>
Kein Wunder, so lässt sich der Hedonismus des Verbrauchers kostengünstig
und reibachoptimiert bedienen.
> Nun ist Zucker auch noch böse, weil er angeblich süchtig macht. Süßstoff> geht auch nicht, weil er hungrig macht.>> Auch Kohlehydrate sind inzwischen in Verruf gekommen.>> Wir sollen uns also Satt essen,
Ja
>aber ohne Fett, ohne Zucker und ohne> Kohlehydrate.
Nein. Wir müssen nur merken, wann wir eigentlich schon satt sind.
Und uns danach richten. Dummerweise schmeckt das alles so lecker ...
Gustl B. schrieb:> Naja, das Gewicht alleine ist eben eine krasse Vereinfachung.
Stimmt, entscheidend ist der Körperfettanteil. Denn rein nach Gewicht
wären Bodybuilder fettleibig, auch die Ikone Arnold Schwarzenegger zu
seiner besten Zeit.
> Man müsste> da noch andere Werte dazunehmen um eine Aussage treffen zu können.
Macht man auch, wenn man es genau betrachtet. Aber trotz der
wissenschaftlichen Unzulänglichkeiten sind Kennwerte wie BMI für die
große Masse der Menschen trotzdem brauchbar, denn das sind keine
Hochleistungssportler.
> Übergewicht kann bei sonst normaler Lebensführung auch ein gut> angelegtes Polster für schlechte Zeiten sein.
In welcher Menge? Und für welche Zeiten? Die kommen in der westlichen
Welt nicht mehr vor!
> Aber das Problem ist ja nicht das Übergewicht. Das ist nur ein Symptom.
Stimmt.
> Ja, das Gewicht selbst hat auch Nachteile, das führt bei starkem> Übergewicht zu Gelenkschäden, aber sonst ist Übergewicht alleine, also> bei guter Ernährung und ausreichender Bewegung kein Problem.
Falsch. Es gibt nur VERDAMMT wenig Leute mit deutlichem Übergewicht und
sonst keinen medizinischen Problemen wie Bluthochdruck, erhöhtem
Blutzucker, Leberproblemen und UNZÄHLIGEN Problemen mehr! Vor allem
Ältere mit 50+! Massiv erhöhtes Körperfett hat auch endokrine
(hormonelle) Wirkung, und die ist NICHT positiv!
> Übergewicht ist aber eben ein Zeichen für zu wenig Bewegung und falsche> Ernährung. Und das ist das Problem.
Stimmt. Aber was ist die Ursache für zu wenig Bewegung und falsche
Ernährung?
> Das hat aber nix mit dem Gewicht zu> tun.
Hää? Natürlich! Übergewicht ist die Folge davon!
> Auch Leute die kein Übergewicht haben können sich falsch ernähren
Du willst alles zerreden und damit entschärfen und schön reden. Das
machen zwar viele Leute, ist aber falsch.
> oder zu wenig bewegen und dann die gleichen Probleme bekommen wie Leute> die Übergewicht haben.
Das macht die Probleme der (stark) Übergewichtigen nicht kleiner.
> Im Tierreich gibt es häufig Übergewicht.
Falsch! Es gibt vielleicht einen hohen Fettanteil, aber selten echtes
Übergewicht.
> Guck dir mal so ein> Gorillamännchen an. Die sehen irre fett aus, aber wenn die auf einen> Baum klettern wollen, dann rennen die da quasi hoch. Obwohl der Bauch> riesengroß ist. Bei denen ist das ein Speicher für schlechte Zeiten.
Die im Tierreich auch real sind. Beim Menschen in der westlichen Welt
nicht. Und auch im Tierreich gibt es nur gemäßigte Schwankungsbreiten.
Ein Tier mit doppeltem oder noch mehr Gewicht gibt es nicht! Beim
Menschen schon, da ist ein BMI von 100(!) schon verdammt oft zu
beobachten! Und auch "nur" 50 ist verdammt viel und verdammt oft zu
sehen! Nicht nur im Fernsehen bei "The biggest loser"!
> Die> ernähren sich aber auch so wie sie sich ernähren sollten und bewegen> sich genug.
EBEN!
> Ich finde diese Bodypositive Bewegung aber schon problematisch.
Es ist Selbstbetrug. Psychiologen würden es als "coping mechanism", zu
deutsch, Bewältigungsstrategie nennen. Die Leute sind empotional
überfordert und schalten nur noch auf stur und bockig, sehen sich dann
als Retter der Entrechteten. Schöne Selbstverarschung! Immer weiter so!
> Da geht> es ja drum, dass auch dicke Leute sich so akzeptieren wie sie sind. Das> ist auch OK, solange das Übergewicht nicht mit Fehlernährung oder zu> wenig Bewegung zu tun hat. Aber das ist eben oft nicht der Fall.> Es gibt viele Leute die sich schlecht ernähren und zu wenig bewegen.> Denen jetzt gut zuzureden, dass das schon so OK ist und sie nicht ändern> müssen, das finde ich nicht gut.
Me too!
Stefan ⛄ F. schrieb:> Gustl B. schrieb:>> Übergewicht ist aber eben ein Zeichen für zu wenig Bewegung und falsche>> Ernährung.>> Und zu viel Bewegung schadet wiederum den Gelenken.
Man kann ALLES übertreiben!
> Wir werden alle sterben, egal wo wir uns zuerst kaputt machen.
BlaBla!
> Deswegen> stelle ich mir die Frage: Was will ich eigentlich? Möchte ich ein langes> gesundes Leben voller Entbehrungen oder möchte ich das kurze Leben> genießen?
Sind das die einzigen Möglichkeiten? Genießen die (stark)
übergewichtigen ihr Leben?
> Für mich lautet die Entscheidung: Sport ist Mord und Genuss muss.
Ja, schöner Unsinn! Zumal die allermeisten eine vollkommen deformierte
Vorstellung von Genuß und körperlich-geistigem Wohlbefinden haben.
> Nur nicht übermäßig: Ich rauche nicht, ich trinke höchsten 2 Liter> Alkohol im ganzen Jahr
100% Alkohol umgerechnet oder 4 Bier?
> (für mich ist Alkohol ein Putzmittel), und ich> esse wenig Fleisch (das aber sehr gerne). Essen und Süßigkeiten sind> dafür da, sich daran zu erfreuen.
Sicher, aber in sinnvollen Mengen.
Stefan ⛄ F. schrieb:> Und zu viel Bewegung schadet wiederum den Gelenken.
Da muss man sich aber schon sehr viel bewegen.
> Wir werden alle sterben, egal wo wir uns zuerst kaputt machen. Deswegen> stelle ich mir die Frage: Was will ich eigentlich? Möchte ich ein langes> gesundes Leben voller Entbehrungen oder möchte ich das kurze Leben> genießen?
Das Problem daran ist, dass du nicht bestimmen kannst ob dein Leben lang
oder kurz wird. Und auch viele Leute die sich aktiv für ein kurzes Leben
entschieden haben leben dann doch lange und wollen auch nicht schluss
machen.
Das kann eben dazu führen, dass man im Alter ein schlechtes
ungemütliches Leben führt weil man vorher nicht auf den Körper geachtet
hat. Muss nicht sein, ist aber eben eine Wette auf die Zukunft, dass du
erst gar nicht so alt wirst und das Ende schnell und oder schmerzfrei
kommt. Diese Wette möchte ich nicht eingehen und achte daher auf meinen
Körper.
Falk B. schrieb:> Guck dir mal an, welche "klaren wissenschaftlichen Fakten" sich nur> wenige Jahre oder Jahrzehte später als politische Propaganda> herausstellen . . .
Schön, dass du das in Anführungszeichen gesetzt hast. Das waren nämlich
nie wissenschaftliche Fakten, sondern immer eine Lüge. Die Wissenschaft
weiß schon sehr lange, das Asbest gefährlich ist. Das hat aber die
Politik und die Wirtschaft nicht daran gehindert das Gegenteil zu
behaupten das dann als Wahrheit in den Köpfen geblieben ist.
Genau deshalb möchte ich auch unterscheiden zwischen "Wahrheit" als das
was aktuell von der Mehrheit der Leute geglaubt wird und der Wahrheit
was real messbar in der Welt passierte oder Tatsache ist.
Es gibt da eine schöne Serie vom SWR:
"Frühe Warnung späte Einsicht"
https://www.youtube.com/watch?v=_0NE4B4qnjM&list=PLC1E43ED703CD0698
Das sind mehrere Themen und in jedem davon geht es um etwas bei dem
vorher klar war, dass das schlecht ist, aber es wurde dann trotzdem
gemacht.
Nick M. schrieb:> Ich würde den Titel abändern in "Darüber diskutieren wir lieber: Fett,> Zucker, Übergewicht, Alkohol und andere Suchtmittel"
Mit und an gestorben könnte man auch noch diskutieren :-)
Gustl B. schrieb:> Schön, dass du das in Anführungszeichen gesetzt hast. Das waren nämlich> nie wissenschaftliche Fakten, sondern immer eine Lüge. Die Wissenschaft> weiß schon sehr lange, das Asbest gefährlich ist.
Ja, ja, im Zweifel heißt es dann so schön, die Wissenschaft hat dazu
gelernt :-)
Try&Error ist toll.
Dieter D. schrieb:> “Nama” bedeutet verbeugen, “as” heißt ich und “te” du.
Hoffentlich bin ich nicht der Einzige, der dabei an ein runtergefallenes
Stück Seife in der Männerdusche denken muss...
Nick M. schrieb:> Ich würde den Titel abändern in "Darüber diskutieren wir lieber: Fett,> Zucker, Übergewicht, Alkohol und andere Suchtmittel"
Was ist mit Fußball?
Gustl B. schrieb:> Das Problem daran ist, dass du nicht bestimmen kannst ob dein Leben lang> oder kurz wird.
Nicht zu 100%, aber mit hoher Wahrscheinlichkeit!
> kommt. Diese Wette möchte ich nicht eingehen und achte daher auf meinen> Körper.
Ist sinnvoll, aber greift zu kurz. Man führt ja nicht nur einen gesunden
Lebensstil, um in 10, 20 oder 30 Jahren nicht kaputt zu sein, sondern
weil er auch GERADE JETZT gut tut! Und man macht es nicht, um
irgendwelche gesellschaftliche Vorgaben zu erfüllen!
> Genau deshalb möchte ich auch unterscheiden zwischen "Wahrheit" als das> was aktuell von der Mehrheit der Leute geglaubt wird und der Wahrheit> was real messbar in der Welt passierte oder Tatsache ist.>> Es gibt da eine schöne Serie vom SWR:> "Frühe Warnung späte Einsicht"> https://www.youtube.com/watch?v=_0NE4B4qnjM&list=PLC1E43ED703CD0698
Schon nach nicht mal 30s die erste Falschaussage. "Es wurde Blei ins
Bezin gemischt". Nein, das war kein Blei sondern eine Bleiverbindung,
nämlich Bleitetraethyl. Das ist ein Unterschied! Ok, später im Film wird
es korrekt benannt. Auch in Deos war nie Aluminium, sondern bestenfalls
Aluminiumsalze, was erst nach einer Weile von der Werbung korrekt
dargestellt wurde. Auch auch dort gibt es bestenfalls INDIZIEN, daß
Aliminiumverbindungen über längere Zeit Gesundheitsschäden auslösen
könnten! Da gibt es sehr wenig gesicherte Erkenntnisse.
Und immer wieder das Gefasel von der bösen Industrie und den Profiten.
Ja was sollen die sonst machen? Verlust? Außerdem war Bleitetraethyl in
dem Moment nötig, damit der Sprit klopffest wurde. Ja, es war ein
Scheißkompromiß mit anfangs ignorierten Nebenwirkungen. Das kann und muß
man kritisieren. Allerdings kauft die Masse der Leute meisten KEINE
teureren Produkte, wenn es billigere Alternativen gibt. Auch mal dann
nicht, wenn diese als moralisch verwerflich eingestuft werden. Denn erst
kommt das Fressen, dann die Moral!
> Das sind mehrere Themen und in jedem davon geht es um etwas bei dem> vorher klar war, dass das schlecht ist, aber es wurde dann trotzdem> gemacht.
Was aber nicht immer nur am bösen Profitstreben liegt, sondern manchmal
auch an nicht vorhandenen technologischen Alternativen und
wissenschaftlichen Erkenntnissen.
Stefan ⛄ F. schrieb:>> Ich würde den Titel abändern in "Darüber diskutieren wir lieber: Fett,>> Zucker, Übergewicht, Alkohol und andere Suchtmittel">> Was ist mit Fußball?
Das ist eine Ersatzreligion. Kein Witz.
https://www.youtube.com/watch?v=ytHcRuGlEDE&feature=youtu.be
ab Minute 5:45 wird es interessant.
Betrifft einen das selbst? Eigentlich so wie wenn ein Sack Reis in China
umfällt... wer doof ist, muß eben ein Bußgeld berappen - ganz normal
jetzt in der BRD :-)
Egon D. schrieb:> Aber genau das ist doch das Thema: Wer definiert die> Abhängigkeit?
kann doch jeder selber!
Ich traf noch keinen "Bier" oder "sonstwas" Trinker der von sich meinte
nicht abhängig zu sein der mir beweisen konnte mal 1 Monat darauf zu
verzichten.
Wer vor sich selber nicht beweisen kann >=1 Monat zu verzichten ist
abhängig, egal wer es auch bestreitet!
Falk B. schrieb:> Das ist eine Ersatzreligion. Kein Witz.
Schlimner. Es handelt sich um eine Parallelreligion: Du musst nicht
einmal konvertieren, um ihr beizutreten. Und die Priester müssen sich
nicht mit der lächerlichen Kirchensteuer begnügen.
Falk B. schrieb:> Schon nach nicht mal 30s die erste Falschaussage. "Es wurde Blei ins> Bezin gemischt". Nein, das war kein Blei sondern eine Bleiverbindung,> nämlich Bleitetraethyl. Das ist ein Unterschied!
Echt jetzt, es gibt bleifreie Bleiverbindungen? Toll@
> Ok, später im Film wird> es korrekt benannt. Auch in Deos war nie Aluminium, sondern bestenfalls
Nicht eher "schlimmsten Falls"?
> Aluminiumsalze,
Und die enthalten kein Aluminium? Boah!
Bitte die Erbsen vor dem Zählen nach Größe sortieren!
Percy N. schrieb:> Falk B. schrieb:>> Schon nach nicht mal 30s die erste Falschaussage. "Es wurde Blei ins>> Bezin gemischt". Nein, das war kein Blei sondern eine Bleiverbindung,>> nämlich Bleitetraethyl. Das ist ein Unterschied!> Echt jetzt, es gibt bleifreie Bleiverbindungen? Toll@
[ ] Du hast Ahnung von Chemie.
Schon mal über die chemischen Eigenschaften, von Natrium, Chlor und
Natriumchlorid nachgedacht?
Falk B. schrieb:> Schon mal über die chemischen Eigenschaften, von Natrium, Chlor und> Natriumchlorid nachgedacht?
Durchaus bekannt. Trotzdem enthält Kochsalz Natrium.
Also: was soll Dein Genöcker?
Percy N. schrieb:>> Aluminiumsalze,> Und die enthalten kein Aluminium?
So kannst du das betrachten, wenn es um die Eigenschaften der Atome
selbst geht, beispielsweise in Kernphysik. Im Alltagsleben geht es indes
um chemische Verbindungen und deren Eigenschaften. Weder Wasserstoff
noch Kohlenstoff noch Stickstoff sind per se gefährlich, aber das
Molekül HCN ist es.
Solange eine Verbindung stabil ist, ist nicht relevant, aus welchen
Atomen sie besteht. Kontakt mit Aluminiumverbindungen zu vermeiden, ist
obendrein etwas schwierig. Nach Sauerstoff und Silizium ist es das
dritthäufigste Element der Erdkruste.
Es geht also um die konkreten Substanzen, die Blei oder Aluminium
enthalten, und was bei Kontakt, bei Aufnahme in den Körper, der
Müllverbrennung etc daraus wird.
Dummerweise ist dieser feine Unterschied nicht wirklich gut
medienkompatibel. Viele Journalisten sind in Naturwissenschaften eher
zweiklassig, auch die meisten Leser. Da reichen dann Triggerbegriffe
aus.
Falk B. schrieb:> Egon D. schrieb:>>> sagen das nicht alle Abhängigen?>>>> Aber genau das ist doch das Thema: Wer definiert die>> Abhängigkeit? Und wer definiert wie allgemeingültig,>> welche Abhängigkeit schädlich ist?>> Es gibt dafür schon einige ganz brauchbare Definitionen,
Zweifellos.
Gehen wir die ICD-10-Kriterien für Alkoholabhängigkeit
mal an meinem Beispiel durch:
1. "Starkes oder zwanghaftes Verlangen, Alkohol zu
konsumieren"
Naja, wenn ich mein Feierabendbier nicht bekomme, nervt
mich das genauso, wie wenn früh meine Kanne schwarzer
Tee fehlt, oder wenn es Freitag keinen Fisch gibt. Das
sind liebgewordene Gewohnheiten, die ich ungern aufgebe.
Im speziellen habe ich den Tag über KEINERLEI Bedürfnis,
Alkohol zu trinken -- da könnte ich ja weder vernünftig
löten noch fehlerarm programmieren.
--> Trifft also nicht zu.
2. "Verminderte Kontrollfähigkeit bei Menge, Beginn oder
Ende des Konsums". --> Trifft nicht zu.
3. "Körperliche Entzugserscheinungen bei Konsumstopp oder
-reduktion" --> Trifft nicht zu.
4. "Nachweis einer Toleranz" (Dosissteigerung)
--> Trifft nicht zu.
5. "Einengung des Denkens auf Alkohol (d.h. Vernachlässigung
anderer Interessen zugunsten des Alkohols).
--> Trifft nicht zu.
6. "Anhaltender Substanzgenuss trotz Folgeschäden"
--> Trifft nicht zu.
> wenn gleich die natürlich von vielen (Schwerst)abhängigen> nicht akzeptiert werden.
Nun ja, interessant ist in diesem Kontext meine Erfahrung,
dass mir aufgrund des Bekenntnisses, regelmäßig Alkohol
zu trinken, in Kombination mit meiner Selbsteinschätzung,
dass ich kein Problem mit Alkohol habe, sofort eingeredet
wird, ich hätte ein Problem mit Alkohol -- wofür meine
Leugnung des Problemes ja zweifellos der sicherste Indikator
sei! Schließlich würden ja die meisten Schwerstabhängigen
das Problem leugnen!
Dass eine Implikation keine Äquivalenz ist, ficht diese
Leute nicht an...
> Klar kann man Alkohol genießen und klar kann man mit> einer "milden" Form der Abhängigkeit jahrzehnte lang> klar kommen.
Und da ist er wieder, der Neo-Puritanismus: Ein Genuss
kann und darf nicht einfach ein Genuss sein -- es MUSS
irgend einen Haken geben, mit dem man den Genießern ein
schlechtes Gewissen machen kann. Notfalls muss die
"milde Abhängigkeit" dafür herhalten.
Damit ich recht verstanden werde: Alkohol IST chemisch
ein Nervengift, und Alkohol HAT ein Suchtpotenzial, das
u.U. persönlichkeitszerstörend und tödlich sein kann.
Der Knackpunkt ist aber der: Ich bin in der komfortablen
Lage, keine hochprozentigen Sachen zu vertragen. Daher
beschränkt sich mein regelmäßiger Konsum ausschließlich
auf Bier. Ich kenne niemanden, der sich mit Bier zu Tode
gesoffen hätte -- da waren immer härtere Sachen im Spiel.
Was aber macht ein armer Teufel, der Hochprozentiges im
Gegensatz zu mir gut verträgt? Der ist angeschissen. Und
soweit ich weiss, ist das auch eine der Fragen, die die
Forschung im Moment nicht beantworten kann: Warum haben
manche Leute bestimmte Barrieren, die einen ungezügelten
Konsum verhindern, und andere Leute haben diese Barrieren
nicht? Und woran erkennt man, wer beim Genießen bleiben
wird, und für wen der Genuss eine Todesfalle ist?
Mir macht das schummerige Gefühl im Kopf Angst. Ich bin lieber Herr
meiner Sinne. Deswegen fällt es mir leicht, mich von Alkohol und anderen
Drogen fern zu halten.
Egon D. schrieb:> Schließlich würden ja die meisten Schwerstabhängigen das Problem> leugnen!> Dass eine Implikation keine Äquivalenz ist, ficht diese Leute nicht> an...
Fehlende Krankheitseinsicht war schon immer das sicherste Symptom, das
erzählt Dir jeder Quacksalber.
Und lasse Dir ja nicht einfallen, zu behaupten, Du seist kein Rassist,
Homophober, Sexist ...
(prx) A. K. schrieb:> Solange eine Verbindung stabil ist, ist nicht relevant, aus welchen> Atomen sie besteht.
Gut so. Sonst würden Swimmingpools ja reihenweise explodieren wie die
Hindenburg und dabei ganze Stadtteile verwüsten.
Joachim B. schrieb:> Egon D. schrieb:>> Aber genau das ist doch das Thema: Wer definiert die>> Abhängigkeit?>> kann doch jeder selber!> Ich traf noch keinen "Bier" oder "sonstwas" Trinker> der von sich meinte nicht abhängig zu sein der mir> beweisen konnte mal 1 Monat darauf zu verzichten.
Schön.
Dann beweise Du mir mal, dass Du nicht Wasserabhängig
bist: Wir geben Dir einfach nix zu trinken.
Kriterium 1 "Starkes oder zwanghaftes Verlangen" wird
nach wenigen Tagen eintreten.
Kriterium 3 "Körperliche Entzugserscheinungen bei
Konsumstopp oder -reduktion" auch.
Kriterium 4 "Einengung des Denkens auf Wasser" wird
gleichfalls recht bald feststellbar sein.
Folgerung: Du bist eindeutig wassersüchtig!
> Wer vor sich selber nicht beweisen kann >=1 Monat zu> verzichten ist abhängig, egal wer es auch bestreitet!
Nehmen wir an, ich sei abhängig. Und? Was folgt daraus?
(prx) A. K. schrieb:> Percy N. schrieb:>>> Aluminiumsalze,>> Und die enthalten kein Aluminium?>> So kannst du das betrachten, wenn es um die Eigenschaften der Atome> selbst geht, beispielsweise in Kernphysik. Im Alltagsleben geht es indes> um chemische Verbindungen und deren Eigenschaften. Weder Wasserstoff> noch Kohlenstoff noch Stickstoff sind per se gefährlich, aber das> Molekül HCN ist es.
Egon D. schrieb:>> Es gibt dafür schon einige ganz brauchbare Definitionen,>> Zweifellos.>> Gehen wir die ICD-10-Kriterien für Alkoholabhängigkeit> mal an meinem Beispiel durch:> 1. "Starkes oder zwanghaftes Verlangen, Alkohol zu> konsumieren"> Naja, wenn ich mein Feierabendbier nicht bekomme, nervt> mich das genauso, wie wenn früh meine Kanne schwarzer> Tee fehlt, oder wenn es Freitag keinen Fisch gibt. Das> sind liebgewordene Gewohnheiten, die ich ungern aufgebe.
Doch, trifft zu, denn es ist getarnt als liebgewonnene Gewohnheit.
> Im speziellen habe ich den Tag über KEINERLEI Bedürfnis,> Alkohol zu trinken -- da könnte ich ja weder vernünftig> löten noch fehlerarm programmieren.
So funktionieren viele Alkoholiker. Die Angst vor dem (restlosen)
ökonomisch-gesellschaftichen Absturz läßt sie tags/wochenüber trocken
bleiben. Am Wochenenden gehen dann die Tassen hoch.
> 2. "Verminderte Kontrollfähigkeit bei Menge, Beginn oder> Ende des Konsums". --> Trifft nicht zu.> 3. "Körperliche Entzugserscheinungen bei Konsumstopp oder> -reduktion" --> Trifft nicht zu.> 4. "Nachweis einer Toleranz" (Dosissteigerung)> --> Trifft nicht zu.
Jeder, der regelmäßig, bei dir anscheinend täglich, Alkohol konsumiert
entwickelt eine Toleranz. Wie stark die ist, ist eine andere Frage.
>> Klar kann man Alkohol genießen und klar kann man mit>> einer "milden" Form der Abhängigkeit jahrzehnte lang>> klar kommen.>> Und da ist er wieder, der Neo-Puritanismus: Ein Genuss> kann und darf nicht einfach ein Genuss sein
Nö, es darf schon Genuß sein, auch Alkohol.
Das Problem ist halt, das die meisten eben nicht bewußt genießen
(können) sondern eher grenzwertig bis missbräuchlich konsumieren.
Man KANN ggf. jeden Tag sein Feierabendbier trinken, ohne
Langzeitschäden davonzutragen. Es ist aber oft nicht so. Leberzirrose
trifft nicht nur harte Alkoholiker.
> -- es MUSS> irgend einen Haken geben, mit dem man den Genießern ein> schlechtes Gewissen machen kann. Notfalls muss die> "milde Abhängigkeit" dafür herhalten.
Das war nicht meine Aussage und Absicht.
> beschränkt sich mein regelmäßiger Konsum ausschließlich> auf Bier.
Wieviel, wie oft?
> Ich kenne niemanden, der sich mit Bier zu Tode> gesoffen hätte -- da waren immer härtere Sachen im Spiel.
Du kennst zu wenige. Ich kenne mehr als 1, der "nur" mit Bier im
Alkoholismus gelandet ist. Und die leben nicht in der Gosse am Bahnhof,
die haben ein durchschnittliches Leben.
> Was aber macht ein armer Teufel, der Hochprozentiges im> Gegensatz zu mir gut verträgt?
Diese Menschen gibt es nicht. Sie haben sich nur "Verträglichkeit"
antrainiert. Was in den meisten Fällen darin besteht, die kurz- und
mittelfristigen Folgen zu ignorieren.
Egon D. schrieb:> in Kombination mit meiner Selbsteinschätzung,> dass ich kein Problem mit Alkohol habe
Gut, also kein Problem MIT Alkohol. Und wie ist es OHNE?
Egon D. schrieb:> Joachim B. schrieb:>>> Egon D. schrieb:>>> Aber genau das ist doch das Thema: Wer definiert die>>> Abhängigkeit?>>>> kann doch jeder selber!>> Ich traf noch keinen "Bier" oder "sonstwas" Trinker>> der von sich meinte nicht abhängig zu sein der mir>> beweisen konnte mal 1 Monat darauf zu verzichten.>> Schön.> Dann beweise Du mir mal, dass Du nicht Wasserabhängig> bist: Wir geben Dir einfach nix zu trinken.
Jaja, und erst mit der Luft. Das sind lebensnotwendige Stoffe, keine
Genußmittel. Auch raffinierter Zucker ist nicht lebensnotwendig.
> Folgerung: Du bist eindeutig wassersüchtig!
Du redest dich gerade schön raus. Eben weil du, auf welcher Stufe auch
immer, abhängig bist. Und sei es "nur" psychisch, du reagierst sehr
allergisch, wenn man dir deine liebe Gewohnheit wegnehmen will.
> Nehmen wir an, ich sei abhängig. Und? Was folgt daraus?
Erstmal gar nichts. Denn damit mußt du selber klar kommen. Dem Rest der
Welt, erst Recht dem Forum, ist das piepegal.
Joachim B. schrieb:> Egon D. schrieb:>> Aber genau das ist doch das Thema: Wer definiert die>> Abhängigkeit?
...
> Wer vor sich selber nicht beweisen kann >=1 Monat zu verzichten ist> abhängig, egal wer es auch bestreitet!
Ein Psychologieprofessor sagte, Abhängigkeit ist gegeben, wenn man dafür
bereit ist in den Tod zu gehen. Bestes Beispiel U-Boot im zweiten
Weltkrieg. Lieber sterben als auf die Raucherpause zu verzichten.
Dieter D. schrieb:> Ein Psychologieprofessor sagte, Abhängigkeit ist gegeben, wenn man dafür> bereit ist in den Tod zu gehen.
Das ist dann aber schon schwerste Abhängigkeit in der letzten Stufe.
Wenn deine Hände zittern, solange du noch keinen Alkohol getrunken hast,
bist du definitiv auch schon abhängig. Auch wenn du in diesem Zustand
Problem eine ganze Woche auf Alkohol verzichten kannst.
Stefan ⛄ F. schrieb im Beitrag #6529192:
> Die Zahlen sehen unglaubwürdig aus. Wo genau kommen die her?
Das ist egal, da ohnehin Äpfel an Birnen gemessen werden.
Bei den Influenza-Toten handelt es sich um eine statistisch ermittelte
Größe, die Übersterblichkeit oder Exzessmortalität, die allein nach
Bevölkerungsdaten am Schreibtisch ermittelt wurde.
Daher auch "Schätzung".
Die Corona-Toten hingegen sind positiv auf eine Infektion getestet
worden.
Bei den geschätzten Influenza-Toten weiß daher kein Mensch, ob sie
überhaupt infiziert oder gar erkrankt waren. Wie auch, da ja nicht
einmal bekannt ist, welche Individuen exzessiv verstorben sind und
welche regulär ...
Falk B. schrieb:> Du redest dich gerade schön raus. Eben weil du, auf welcher Stufe auch> immer, abhängig bist. Und sei es "nur" psychisch, du reagierst sehr> allergisch, wenn man dir deine liebe Gewohnheit wegnehmen will.
absolut, er ist ertappt, das genügt doch!
Winfried J. schrieb im Beitrag #6529193:
> es sind die des RKI
Das sind die Zahlen des RKI vor der zweiten Welle irgendwann im Sommer
erschienen. Da fehlt das Datum bei der Übersicht.
Aktuell sind es 30.978.
Quelle:
https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Fallzahlen.html
Heute Abend schon oder Morgen sicherlich stehen hier andere Zahlen.
Winfried J. schrieb im Beitrag #6529221:
> Einfachmal drüber nachdenken> auch über die zählweise 2. Foto
Ja, und?
Deine Influenza-Toten waren im Zweifel noch nicht einmal infiziert,
geschweige denn krank!
Percy N. schrieb:> Bei den geschätzten Influenza-Toten weiß daher kein Mensch, ob sie> überhaupt infiziert oder gar erkrankt waren.
Er wollte vermutlich eine Reaktion wie "Oh mein Gott, wir werden alle
betrogen" hervor rufen. Aber so blöd sind wir nicht.
Man kann sich die Zahlen von 2020/2021 auch schön erklären. Mein Versuch
dazu:
Da die Menschen bewusster mit der Hygiene umgegangen sind, sind weniger
erkrankt und entsprechend auch weniger gestorben.
Außerdem hat die Covid19 die "Konkurrenz" wie üblich verdrängt. Man kann
sich nicht gleichzeitig an zwei solcher Infektionen anstecken. Es ist
immer nur eine, die die große Welle macht.
Don't feed...
Sorry Winfried, aber durch deine Corona-Absonderungen an allen möglichen
und unmöglichen Stellen bist du IMHO leider vom etwas schrulligen, aber
durchaus gut zu leidenden Hobby-Anarchisten zum veritablen Troll
mutiert.
Falk B. schrieb:> Nö, es darf schon Genuß sein, auch Alkohol.
muß aber nicht, es gibt doch genügend Alternativen.
> Das Problem ist halt, das die meisten eben nicht bewußt genießen> (können) sondern eher grenzwertig bis missbräuchlich konsumieren.> Man KANN ggf. jeden Tag sein Feierabendbier trinken,
unnötiges Risiko bzw. dann bist Du schon Alkoholiker, wenn Du jeden
Abend ein Bier trinkst.
Stell doch komplett um auf alkoholfreies Bier?
Wer hindert Dich daran? Dein Alkoholismus - das wirst Du nämlich merken,
wenn Du auf alkoholfrei (wobei selbst da noch minimal Alkohol
drinsteckt) umstellst.
Probier es mal aus.
> ohne Langzeitschäden davonzutragen. Es ist aber oft nicht so. Leberzirrose> trifft nicht nur harte Alkoholiker.
richtig, nur das ignorieren die meisten.
Falk B. schrieb:> Egon D. schrieb:>>>> Es gibt dafür schon einige ganz brauchbare Definitionen,>>>> Zweifellos.>>>> Gehen wir die ICD-10-Kriterien für Alkoholabhängigkeit>> mal an meinem Beispiel durch:>> 1. "Starkes oder zwanghaftes Verlangen, Alkohol zu>> konsumieren">>> Naja, wenn ich mein Feierabendbier nicht bekomme,>> nervt mich das genauso, wie wenn früh meine Kanne>> schwarzer Tee fehlt, oder wenn es Freitag keinen>> Fisch gibt. Das sind liebgewordene Gewohnheiten,>> die ich ungern aufgebe.>> Doch, trifft zu, denn es ist getarnt als liebgewonnene> Gewohnheit.
Du glaubst doch hoffentlich nicht im Ernst, dass ich
diesen Punkt mit Dir diskutiere oder mich rechtfertige?
Du hast (soweit bekannt) keinerlei Ausbildung auf dieser
Strecke, Du kennst mich nicht persönlich -- aber Du kannst
aufgrund unfehlbarer wissenschaftlicher Kriterien aus
der Ferne einschätzen, dass ich alkoholabhängig bin.
Eine Verwendung für den Begriff "Größenwahn" hast Du
nicht zufällig?
>> Im speziellen habe ich den Tag über KEINERLEI>> Bedürfnis, Alkohol zu trinken -- da könnte ich>> ja weder vernünftig löten noch fehlerarm>> programmieren.>> So funktionieren viele Alkoholiker. Die Angst [...]
Wäre es möglich, mir meine Worte NICHT im Munde
herumzudrehen?
Ich habe geschrieben, dass ich den Tag über KEINERLEI
BEDÜRFNIS habe, Alkohol zu trinken.
Ich habe NICHT geschrieben, ich würde es aus Angst vor
den schädlichen Folgen nicht tun.
Wenn Du das, was ich über meine eigenen Empfindungen,
mein eigenes Erleben und meine eigene Lebenswirklichkeit
als gelogen vom Tisch wischst -- glaubst Du im Ernst,
mich würde dann auch nur die Bohne interessieren, was
Du über mich denkst?
>> 2. "Verminderte Kontrollfähigkeit bei Menge, Beginn oder>> Ende des Konsums". --> Trifft nicht zu.>> 3. "Körperliche Entzugserscheinungen bei Konsumstopp oder>> -reduktion" --> Trifft nicht zu.>> 4. "Nachweis einer Toleranz" (Dosissteigerung)>> --> Trifft nicht zu.>> Jeder, der regelmäßig, bei dir anscheinend täglich,> Alkohol konsumiert entwickelt eine Toleranz. Wie> stark die ist, ist eine andere Frage.
Offenbar nicht stark genung, um eine nachhaltige
Dosissteigerung zu bewirken.
Zum Themenkreis "Sucht" und "Dosis" gibt es recht
interessante Resultate, aber das führt hier wohl
zu weit.
>>> Klar kann man Alkohol genießen und klar kann man mit>>> einer "milden" Form der Abhängigkeit jahrzehnte lang>>> klar kommen.>>>> Und da ist er wieder, der Neo-Puritanismus: Ein Genuss>> kann und darf nicht einfach ein Genuss sein>> Nö, es darf schon Genuß sein, auch Alkohol.> Das Problem ist halt, das die meisten eben nicht bewußt> genießen (können) sondern eher grenzwertig bis> missbräuchlich konsumieren.
Richtig.
An diesem Punkt hat man zwei Möglichkeiten:
1. Man geht von der (sinnvollen) Annahme aus, dass der
Missbrauch auch im Empfinden der Betroffenen eben
KEIN Genuss mehr ist, und versucht, Ursachen für den
Missbrauch zu ermitteln und Abhilfe zu finden.
Das ist das, was meiner Wahrnehmung nach die Fachleute
tun.
2. Man identifiziert den KONSUM als Ursache für den
MISSBRAUCH und dämonisiert alles, was mit dem KONSUM
zu tun hat.
Das ist das, was die veröffentlichte Meinung tut --
gestützt natürlich auf "unfehlbare wissenschaftliche
Argumente".
>> -- es MUSS>> irgend einen Haken geben, mit dem man den Genießern ein>> schlechtes Gewissen machen kann. Notfalls muss die>> "milde Abhängigkeit" dafür herhalten.>> Das war nicht meine Aussage und Absicht.
"Absicht" vielleicht nicht -- "Aussage" sehr wohl.
>> Ich kenne niemanden, der sich mit Bier zu Tode>> gesoffen hätte -- da waren immer härtere Sachen>> im Spiel.>> Du kennst zu wenige.
Mag wohl sein. Ich kann nur die Tatsachen schildern.
>> Was aber macht ein armer Teufel, der Hochprozentiges>> im Gegensatz zu mir gut verträgt?>> Diese Menschen gibt es nicht. Sie haben sich nur> "Verträglichkeit" antrainiert. Was in den meisten> Fällen darin besteht, die kurz- und mittelfristigen> Folgen zu ignorieren.
Mag sein -- aber das beantwortet die Kernfrage nicht:
Warum habe ich diese Grenze bisher NICHT überschritten,
und warum gibt es so viele, die es tun?
Matthias L. schrieb:> zum veritablen Troll> mutiert.
Interessanter find ich seine Unterstützer.
Deren Absonderungen in irgendwelchen Beiträgen lassen sich so viel
besser erklären. Erklären, nicht verstehen!
Egon D. schrieb:>> Doch, trifft zu, denn es ist getarnt als liebgewonnene>> Gewohnheit.>> Du glaubst doch hoffentlich nicht im Ernst, dass ich> diesen Punkt mit Dir diskutiere oder mich rechtfertige?
Doch, das tust du schon die ganze Zeit. Und gehst bei dem Thema ab wie
Schmidt's Katze!
> Du hast (soweit bekannt) keinerlei Ausbildung auf dieser> Strecke, Du kennst mich nicht persönlich --
Stimmt.
> aber Du kannst> aufgrund unfehlbarer wissenschaftlicher Kriterien aus> der Ferne einschätzen, dass ich alkoholabhängig bin.
Hab ich doch gar nicht. Nur eine gegenläufig Einschätzung zu deinen
Aussagen getroffen.
> als gelogen vom Tisch wischst -- glaubst Du im Ernst,> mich würde dann auch nur die Bohne interessieren, was> Du über mich denkst?
Das glaube ich nicht nur, das ist auch so. Anderenfalls würdes du nicht
so reagieren.
>> Jeder, der regelmäßig, bei dir anscheinend täglich,>> Alkohol konsumiert entwickelt eine Toleranz. Wie>> stark die ist, ist eine andere Frage.>> Offenbar nicht stark genung, um eine nachhaltige> Dosissteigerung zu bewirken.
Kann schon sein.
> Mag sein -- aber das beantwortet die Kernfrage nicht:> Warum habe ich diese Grenze bisher NICHT überschritten,
Abhängigkeiten haben viele Abstufungen. Es ist ein Irrglaube, daß nur
der total fertige Alki am Bahnhof einer ist. Da gibt es sehr viele,
subtile Abstufungen.
> und warum gibt es so viele, die es tun?
Darüber kann man lange diskutieren, eine abschließende Erkenntnis wird
es eher nicht geben.
Ist nu bald mal gut mit deinem beschissenen Drecksspam, Namaste?
Ist ja nicht mehr auszuhalten. Ich find’s ganz toll, wenn du die, deren
„Informationen“ du da am laufenden Band ausspeihst, so dermaßen negativ
hervorheben willst, dass jeder schon bei nur deren Erwähnung wegklickt,
und sich die Sülze schon gar nicht mehr reinzieht – aber hier dürftest
du damit fertig sein. Jeder sollte nun mitbekommen haben, welcher Stuss
dir da aus den Fingern fällt.
@Mods: kann man da nicht mal was machen?
(prx) A. K. schrieb:> Und wieder ein zerstörter Thread. Kennt jemand eine Impfung dagegen?
Ich glaub da gibt es schon eine. Letztes Mal hat die ca. 1 .. 2 Monate
gewirkt. Ist wohl wie bei Tetanus, da muss man einfach auffrischen.
Manchmal gibt es aber auch Nebenwirkungen. Teilweise sogar fatal, wobei
das durchaus unterschiedlich bewertet wird.
Jack V. schrieb:> @Mods: kann man da nicht mal was machen?
Du meldest den betreffenden Beitrag. Manchmal dauert es halt etwas
länger bis sich ein Mod drum kümmert. Oder es ist grad großer Kriegsrat.
Winfried J. schrieb im Beitrag #6529324:
> vielleicht überzeugt ja jemand der etwas davon versteht.
Die Leute muss man aber nicht mehr überzeugen, denn die wissen worum es
geht. Das ist aber nur ein Bruchteil def Bevölkerung.
So what! Einfach laufen lassen und die "Show" genießen, dabei sich auf
dem ganzen Unsinn so weit wie immer nur möglich raushalten.
Man kann die Leute nicht gegen ihren Willen "aufklären". Das kritische
Nachfragen muss von innen kommen.
Im harmlosesten Fall wird die Impfung das größte Placebo der Welt!
(prx) A. K. schrieb:> Und wieder ein zerstörter Thread. Kennt jemand eine Impfung dagegen?
Der Thread war doch schon im Anfangspost /dev/null ... eine Psychologe
äußert seine Gedankenwelt und das paßt natürlich super ins Elekroforum.
Also Thread schließen und mal was Sinnvolles posten - aber Vorsicht das
Thema mit dem C ist hier und anderswo verboten :-)
Falk B. schrieb:> So what! Einfach laufen lassen und die "Show" genießen, dabei sich auf> dem ganzen Unsinn so weit wie immer nur möglich raushalten.
das Problem ist nun mal die Mehrheitsmeinung - die kann auch mal zum
Boomerang werden.
> Man kann die Leute nicht gegen ihren Willen "aufklären". Das kritische> Nachfragen muss von innen kommen.
keine Sorge, da kommt nichts - die Aufklärung in den Medien läuft schon,
es gibt kein Zurück.
> Im harmlosesten Fall wird die Impfung das größte Placebo der Welt!
Im harmlosesten Fall belassen es die Lichtgestalten bei einer Impfung
für die, die es wollen!
Robert K. schrieb:> das Problem ist nun mal die Mehrheitsmeinung - die kann auch mal zum> Boomerang werden.
Das war schon immer so, nicht erst im 2. Weltkrieg. Und auch den hat der
antifaschistische Widerstand nicht verhindert.
Am Ende ist es doch demokratisch. Die Mehrheitsmeinung entscheidet,
nicht die absulute, objektive Wahrheit (an die man so oder so nur sehr
schwer rankommt).
Zum Verarschen gehören immer 2. Einer der verarscht, und einer der sich
verarschen läßt!
Falk B. schrieb:> Zum Verarschen gehören immer 2. Einer der verarscht, und einer der sich> verarschen läßt!
Dir ist auch klar, daß die da oben immer wieder neue 'Ideen' haben? ...
das ist dann wie payTV, das Du gar nicht haben willst - die Zeche zahlst
Du mit, so oder so - und vielleicht dann auch doppelt und dreifach; denn
wer sich nicht (freiwillig) verarschen läßt, der ist unsolidarisch und
bekommt eine reingewürgt.
(prx) A. K. schrieb:> Und wieder ein zerstörter Thread. Kennt jemand eine Impfung dagegen?
Zum Diskutieren gehört auch, dass die Beteiligten nicht der gleichen
Meinung sind. Weil es in dem Falle gar nichts zum diskutieren gibt und
keine Diskussion aufkommen kann. Es ist kein Muß (außer in totalitären
Staaten) dass immer am Schluss alle mit der gleichen Meinung am Ende
dastehen.
Stefans Absicht war meines Erachtens nicht, dass Themen diskutiert
werden, sondern die Metakommunikation, d.h. über das "Wie" der
Diskussion. „Reden über das Reden“, hier im Thread "Reden über das
Diskutieren". Mit dem Thema Sucht sind wir da schon vom eigentlichen
Thema abgekommen.
Um den Unterschied zu verdeutlichen was das heißt sind Beispiele, wie
die von Winfried immer ein willkommenes Geschenk. Hast Du in der
Deutsch- oder Sozialkundelehrprobe keinen Schüler, der solche Beiträge
bringt, läuft das richtig schief, wenn das Thema die Metakommuniaktion
ist.
Und wer kann den Beitrag von W. so umformulieren, dass es zur Diskussion
auf der Metaebene passt?
Metakommunikation Definition:
Eine alltagstaugliche Definition von Metakommunikation lautet „Reden
über das Reden“.
http://www.rhetorik.ch/Metakommunikation/Metakommunikation.html
Dieter D. schrieb:> Zum Diskutieren gehört auch, dass die Beteiligten nicht der gleichen> Meinung sind.
Penetranter Missionierungsdrang mit Beträgen in themenfremenden Threads
ist nicht bloss eine abweichende Meinung. Sein Thema hat eine lange
Vorgeschichte, mit ausgiebiger Gelegenheit zu Äusserungen seinerseits.
Dieter D. schrieb:> Mit dem Thema Sucht sind wir da schon vom eigentlichen> Thema abgekommen.
Yep. Aber Themenwechsel zu Corona pflegen Threads aus gutem Grund nicht
zu überleben. Das hatte seine Zeit früher im Jahr.
Dieter D. schrieb:> Stefans Absicht war meines Erachtens nicht, dass Themen diskutiert> werden, sondern die Metakommunikation, d.h. über das "Wie" der> Diskussion. „Reden über das Reden“, hier im Thread "Reden über das> Diskutieren".
ja
(prx) A. K. schrieb:> Sein Thema hat eine lange Vorgeschichte
Nein, jedenfalls jedenfalls keine konkrete.
Da hier allerdings technische Themen oft zu Diskussionen über die
Diskussionskutur abrutschen dachte ich mir, ich fange mal einen Thread
an in dem es ganz offiziell darum geht. Dann können wir hier über das
Diskutieren diskutieren und die Technik Technik sein lassen.
Falk B. schrieb:> Egon D. schrieb:>>>> Doch, trifft zu, denn es ist getarnt als>>> liebgewonnene Gewohnheit.>>>> Du glaubst doch hoffentlich nicht im Ernst, dass>> ich diesen Punkt mit Dir diskutiere oder mich>> rechtfertige?>> Doch, das tust du schon die ganze Zeit.
Keineswegs.
Was ich TATSÄCHLICH mit Dir diskutiere, dass ist die
Einschätzung meines Trinkverhaltens anhand bestimmter
Kriterien -- und ich tue das, weil ich dies als
Anschauungsbeispiel selbst in Gespräch gebracht habe.
Was ich dagegen NICHT mit Dir diskutiere -- und das
ist der Punkt, auf den sich die zitierte Bemerkung
oben bezieht -- das ist die Beurteilung, ob das erste
der ICD-10-Kriterien auf meinen Fall zutrifft.
Meine Selbsteinschätzung sagt "Nein", und was Du, der
Du mich weder kennst noch irgend eine Qualifikation in
dieser Richtung hast, glaubst, ist mir absolut wumpe.
> Und gehst bei dem Thema ab wie Schmidt's Katze!
Na, Moment. Wir sind noch nicht fertig.
>> als gelogen vom Tisch wischst -- glaubst Du im Ernst,>> mich würde dann auch nur die Bohne interessieren, was>> Du über mich denkst?>> Das glaube ich nicht nur, das ist auch so.
Das ist ein Irrtum. Begründung folgt.
> Anderenfalls würdes du nicht so reagieren.
Doch.
Ich brauchte ein praktisches Anschauungsbeispiel für
diese Diskussion, und habe dafür eins genommen, das
ich einigermaßen beurteilen kann: Mich selbst.
Interessant ist nämlich folgendes: Der ICD-10, von
dem wir hoffentlich darin übereinstimmen, dass er den
Stand der Wissenschaft repräsentiert, formuliert sechs
Kriterien für Alkoholabhängigkeit; ich zitierte sie
weiter oben schon.
Wichtig scheint mir die Anmerkung, dass -- neben vielen
anderen Dingen, die KEINE Diagosekriterien sind -- auch
die Selbsteinschätzung des Betroffenen ausdrücklich KEIN
Diagnosekriterium ist. Ob der Betreffende selbst MEINT,
er habe ein Problem, oder ob der dies leugnet, spielt
keine Rolle.
Noch mehr hat mich ein anderer Punkt überrascht: Auch die
Tatsache, ob man regelmäßig Alkohol konsumiert, ist KEIN
Diagnosekriterium.
Das hat mich zunächst verblüfft, als ich es bemerkte, es
ist aber auf den zweiten Blick ganz logisch: Trockene
Alkoholiker SIND i.d.R. alkoholabhängig, obwohl sie KEINEN
Alkohol konsumieren -- daher taugt regelmäßiger Konsum
nicht als Kriterium.
So. Jetzt das Finale: Du nimmst Dir zwei Merkmale, die
beide KEINE Bestandteil der akzeptierten Diagnosekriterien
sind (nämlich "regelmäßiger Konsum" und "Verleugnung der
Abhängigkeit"), und folgerst kühn daraus, dass bei mir
eine Abhängigkeit vorliegen müsse.
Häh?!
Übrigens, Egon, das da:
Achim B. schrieb:> Gut, also kein Problem MIT Alkohol. Und wie ist es OHNE?
habe ich nur geschrieben, um ein kleines Witzchen (ja ich weiß!
Doppelmoppel!) zu machen. In Echtigkeit glaube ich nämlich, dass du KEIN
Alk-Problem hast.
Winfried J. schrieb im Beitrag #6529486:
> Penetrant-ja> Missionierungsdrang-eher nein> Richtig mir geht es um etwas grundsätzliches ...
Auch wenn Ihr es nicht gemerkt habt, immerhin hat der Beitrag ein paar
Gedankengänge angestoßen und ein paar metakommunikative Äusserungen
herausgeholt.
Stefan ⛄ F. schrieb:>> Dieter schrieb ...>> "Reden über das Diskutieren".>> ja
(Mußte noch etwas editieren. Die Zitiefunktion hatte gerade Dir meinen
Beitrag untergeschoben)
Winfried J. schrieb im Beitrag #6529519:
> ich lass euch dann wieder in Ruhe
Daraus entnehme ich, dass das jetzt hier die Metakommunikation nicht so
Dein Ding ist.
Winfried J. schrieb im Beitrag #6529563:
> sollen wir jetzt wie interpretieren?
Metakommunikative Auswertung ergibt: Stichelei war in dem Beitrag auf
den sich das bezog.
Metakommunikative Auswertung der Anwort: Hat sich doch etwas auf das
Glatteis führen lassen.
Stefan ⛄ F. schrieb:> "Die Wahrheit ist nur eine subjektive Vorstellung eines jeden> Individuums. Wir glauben nur etwas zu wissen, den Rest, also alles, was> nicht zu unserer Wahrheit passt, blenden wir einfach aus oder erfinden> etwas Neues, was unsere Vorstellung vervollständigt.>
Ah, Kontruktivismus. Bombe 20. Nicht unumstritten.
https://www.youtube.com/watch?v=oJjYfXELrWc> Darum diskutieren wir lieber, oder ander ausgedrückt - wir lästern eher> gemeinsam, anstatt ein Problem zu lösen. Vor allem dann, wenn unser> Gegenüber eine ganz andere Meinung vertritt.">> Dr. Hornoff, Psychologe im Roman "Ihr Kalter Atem" von Noah Fitz.
Das Problem ist, das jeder etwas Anderes, aus seiner persönlichen
Perspektive, als "Problem" erkennt.
Egon D. schrieb:> Es schmeckt mir, der Schaden für> die Welt und für mich ist ziemlich überschaubar --> also trinke ich es.
sag ich doch
Joachim B. schrieb:> Wer vor sich selber nicht beweisen kann >=1 Monat zu verzichten ist> abhängig, egal wer es auch bestreitet!
Deine Gegenargumente sind lächerlich, ich kenne alle seit Jahrzehnte
über Generationen.
Ich sage ja nicht das ich nicht ebenfalls abhängig bin, aber auf Alk
kann ich locker über Monate verzichten, auch wenn ich den nicht
verteufel und ab und an mal Wein oder einen single Malt trinke, Sekt
Bier lasse ich eher sogar gerne aus.
Joachim B. schrieb:> Wer vor sich selber nicht beweisen kann >=1 Monat zu verzichten ist> abhängig, egal wer es auch bestreitet!
Mein Problem damit:
A) es geht eine Menge Lebensqualitäts-zeit damit weg. So als solle man
auf Sex, Fleisch, Cola, Saft, Autofahren, Fernsehen, Internet etc. einen
Monat verzichten. Wenn es nicht da ist, OK.
B) Alkoholiker in frühen Stadien können das: Um sich zu beweisen, dass
sie es nicht sind.
A. S. schrieb:> Mein Problem damit:>> A) es geht eine Menge Lebensqualitäts-zeit damit weg. So als solle man> auf Sex, Fleisch, Cola, Saft, Autofahren, Fernsehen, Internet etc. einen> Monat verzichten. Wenn es nicht da ist, OK.
komisch mir geht beim Verzicht auf Alk keine Lebensqualität ab,
jedenfalls nicht für 1-6 Monate!
> B) Alkoholiker in frühen Stadien können das: Um sich zu beweisen, dass> sie es nicht sind.
Dann kannte ich nur Welche die in einem späteren Stadium waren.
Winfried J. schrieb im Beitrag #6529321:
> https://t.me/AAM_Links/60741
Du hast dich ja noch krasser radikalisiert als ich dachte.
Wir müssen als Gesellschaft wohl in Zukunft damit leben dass ein
kleiner, aber lauter Prozentsatz "verloren" ist, d.h. bar jeglicher
Rationalität in seiner eigenen Welt lebt und dort nicht mehr rauszuholen
ist.
Winfried J. schrieb im Beitrag #6529702:
>.... Zeigt perspektivisches Denken in seine komplexen> Bedeutung.......
Es zeigt vorallem, dass diese Denkweise ein Logik-Problem hat.
Wenn alles nur subjektiv ist, dann auch diese Theorie.