Forum: Haus & Smart Home Erfahrung Windgenerator?


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von Jörg H. S. (jhsb)


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Hallo,

ich habe mal aus "Zufall" folgendes Gerät überdacht:

3/5/8 Blades 8000W Wind Turbine Generator Unit DC 12/24V Power Charge 
Controller

Wer hat mit so einem Teil echte praktische Erfahrungen.
Also die einschlägigen Foren offenbaren eher Esotherisches. ;-)
Ganz ehrlich: Wie kriegt man 8000W bei 12V über diesen 
Leiterquerschnitt?

Wer hat denn mal gemessen was bei 20km/h Windgewschwindigkeit wirklich 
an der Batterie ankommt?

LG  Jörg

: Bearbeitet durch User
von Achim H. (pluto25)


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Gar nicht. Es sind vermutlich 800W und die bei Sturm kurz befor er 
wegfliegt.
ich hatte einen mit 500W angegeben,der bei Sturm kurz 300W geliefert hat 
und dann zusammenbrach weil sich die Magnete vom Läufer getrennt hatten. 
Nun habe ich einen  (mit 200W beworben) der es sogar überlebt 150W 
Peekleistung zu bringen. Im Jahresschnitt schafft er es einen 
Telefonaccu zu erhalten und hin und wieder das Handy zu laden - ca 4kwh.
Bei 20km/h dreht er sich gerade, reicht um die LCD Anzeige seiner 
Überwachung zu beleuchten, Ladestrom unter 100mA.

: Bearbeitet durch User
von Flip B. (frickelfreak)


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kleinwindkraft ist leider nicht wirksam.
Da würde es häufig mehr bringen, den Rotor zu arretieren und die Blätter 
mit PV zellen zu pflastern.
So ab 30m Turmhöhe wird Windkraft interessant da wind im Winter gut den 
Mangel an Sonne ausgleicht.

: Bearbeitet durch User
von Hans B. (Gast)


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8000W scheint mir ein utopischer Wert zu sein.
Bei einer Rotorkreisfläche von ca. 1m² und 20km/h Wind sind selbst bei 
sehr guter Auslegung nur etwa 100W realistisch.

Bei ca. 80kmh theoretisch dann bis 8000 W -wenn das von der Anlage u. 
dem Generator zerstörungsfrei und mit guter Effizienz umgesetzt werden 
kann. Das ist aber beides extrem unwahrscheinlich.

Einschätzung basierend auf theoretischen Abschätzungsrechnungen - keine 
Messwerte.

von Jörg H. S. (jhsb)


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Danke für die Offenheit.:!

Im Moment habe ich einen Beitrag eines seriösen Anbieters von solchen 
Anlagen gefunden, der dem Insch was sagt. ;-)

Also bei unser Lage wären hier bei mittlerem Windstärken hier von gut 3 
ab 17W bis 80W zu erwarten, UND der nette Chinese hat nicht gelogen: bei 
Sturm ist dann mit den 8000W zu rechnen. Wohin dann die Bremswärme hin 
soll, bleibt fraglich.

Also wäre bei uns eine Ernte in einem Jahr etwa 250kwh zu erwarten. Da 
ist Netzstrom billiger.! Geeignet nur für Insellösungen, wo das 
öffentliche Netz nicht geht.
Solar ist auch im Winter nicht teurer als Wind, weil ohne bewegte Teile 
robuster.

Danke für die Tipps.

LG  Jörg

von Reinhard S. (rezz)


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Jörg H. S. schrieb:
> Wohin dann die Bremswärme hin
> soll, bleibt fraglich.

Wenn das Ding eh im Luftstrom steht ist doch klar... ;)

> Solar ist auch im Winter nicht teurer als Wind, weil ohne bewegte Teile
> robuster.

Dafür halt im Winter mit deutlich weniger Ertrag.

von Jörg H. S. (jhsb)


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Verlustwärme von 8kW ist auch da eine Menge.!

An unserem Sonnenverwöhnten Wohnort im Norden von Deutschland ist im 
Winter im Mittel mindesten mit 1,5 Vollaststunden bei Solarelektrik zu 
rechnen.! Mit diesem Wert ist die Aussage entstanden.

Gutes gelingen.  Jörg

von Weingut P. (weinbauer)


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Von wegen im Winter schließt der  Wind die Lücke ... offshore mag das 
noch gehen, im Binnenland hab ich bei mir gemessen, im Winter nur ~ die 
halbe Windgeschwindigkeit gegenüber Sommer und nachts nochmal die halbe 
gegenüber Tag, also in einer Winternacht 1/4 der Geschwindigkeit 
gegenüber Sommer Mittag ...
Bei Wind geht die Geschwindigkeit mit ³ in die Leistung ein, also (1/4)³ 
gibt:

1/64 an potentieller Leistung in der Winternacht ...

: Bearbeitet durch User
von Günni (Gast)


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Hans B. schrieb:
> 8000W scheint mir ein utopischer Wert zu sein.
> Bei einer Rotorkreisfläche von ca. 1m² und 20km/h Wind sind selbst bei
> sehr guter Auslegung nur etwa 100W realistisch.

Dieser Hinweis ist entscheidend. Auch muss man bei Windkraft Maßnahmen 
zur Verbesserung der Sturmsicherheit treffen. Gegen Fotovoltaik hat man 
den Vorteil, dass Windstrom auch im Winter, bei bedecktem Himmel und in 
der Nacht geliefert wird, wenn kein (oder sehr wenig) Solarstrom erzeugt 
wird, aber viel Strom benötigt wird (Beleuchtung, Heizung mit 
Wärmepumpen, Laden von Elektromobilen während der Standzeit über 
Nacht,.... ). Windstrom ist für eine Energiewende unverzichtbar - und 
nicht nur offshore. Aber solche Kleinwindanlagen sind nur für 
Campinganwendungen sinnvoll.

von klausb (Gast)


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Reinhard S. schrieb:
> Dafür halt im Winter mit deutlich weniger Ertrag.

Hier im Schwarzwald unter einem halben Meter Schnee wohl gar kein 
Ertrag.
Kein Wind und Schnee und keine Gaskraftwerke. Muß wohl doch einen 
Generator kaufen und einen Spritbunker anlegen.

von Günni (Gast)


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klausb schrieb:
> Reinhard S. schrieb:
>> Dafür halt im Winter mit deutlich weniger Ertrag.
>
> Hier im Schwarzwald unter einem halben Meter Schnee wohl gar kein
> Ertrag.
> Kein Wind und Schnee und keine Gaskraftwerke. Muß wohl doch einen
> Generator kaufen und einen Spritbunker anlegen.

Im Schwarzwald (und auch in einigen anderen gebirgigen Regionen) müssten 
Windrotoren mit vertikaler Achse verwendet werden, die gegen Turbulenzen 
und schnell wechselnde Windrichtungen unempfindlicher sind. Dafür ist 
Wasserkraft reichlich vorhanden, wie beispielsweise die Hexenlochmühle 
(deren beide Wasserräder inzwischen leider nicht mehr in Betrieb sind) 
zeigt.

von Tür zu (Gast)


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Jörg H. S. schrieb:
> ich habe mal aus "Zufall" folgendes Gerät überdacht:
Weil es nicht im Regen stehen soll?  - /scnr

> Wer hat mit so einem Teil echte praktische Erfahrungen.
Hobbysegler haben gern so einen kleinen Rotor um die Batterie zu 
stützen.
Aber bitte nicht ChinaExport
Die Krachmacher sind in den Häfen unbeliebt und mancherorts wird 
angeordnnet die im Hafen zu blockieren.

> Also die einschlägigen Foren offenbaren eher Esotherisches. ;-)
Sag an...

> Ganz ehrlich: Wie kriegt man 8000W bei 12V über diesen
> Leiterquerschnitt?
wider besseren Wissens oder Lügen.

> bei 20km/h Windgewschwindigkeit
Das ist ein lustige Einheit. Beaufort, Knoten oder m/s sind 
verbreiteter.

Wieviel Energie du aus dem Wind in den Rotor ziehen kannst, beschrieb 
LaCour. Der Rest ist simple E-Technik. Sooo dolle sind die Wirkungsgrade 
der Leistungselektronik dann auch nicht.
Wenn man von Gdansk nach Ålholm törnt freut man sich aber, dass die 
Batterie gestützt wird.
Für eine E-Maschine reicht das nicht, aber halt um das Getuckere nicht 
ertragen zu müssen weil die Signalanlage laufen muss.

von Jörg H. S. (jhsb)


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Jou,

die Kommentare zeigen ganz deutliche, jede Form von "Alternativen 
Energiequellen" sind Insellösungen die nur an wenigen Stellen angemessen 
sind, und ein paar Meter weiter schon scheitern müssen. ;-)

Ich bin hier ahnungslos nach Niedersachsen gezogen, und hab aus versehen 
ein Grundstück in der Sonnenzone gekauft. Im Winter 1,5 und im Sommer 
5,5 Volllaststunden am Tag bei Solarelektrik. Solarthermie ist auch 
schon hier im Einsatz. Da gilt das schon nicht mehr.!!!! Ich messe noch.
Ich wohne an der "Steilwand" ca 10 Höhenmeter unter dem 200m entfernten 
"Gipfelplateau". Da ist regelmäßig gaaanz anderes Wetter. Und die unten 
im Hauptdorf 10m tiefer 250m entfernt sitzen im Boden-Nebel. Da sind 2 
"Wetterscheiden" am Werk. Als Neubürger dachte ich zunächst die 
Informanten täten spinnen tun. Weit gefehlt... Geest, Vorggest und 
Marsch haben komplett anderes Wetter... ich wohne halt genau auf einem 
schmalen Streifen Vorgeest. für Solarelektrik super wg Streustrahlung. 
Solarthermie nutzt andere Spekralanteile nur mit vollem Sonnenschein mit 
komplett anderen Werten. Wind haben nur sehr wenige überhaupt im 
Kleinformat probiert und sind alle gescheitert. Im Großen geht das prima 
400m weiter auf der Geest.

Die Leistung kriegt man schon aus dem Generator in den Wandler, aber 
weiter nicht. Das wären ja bei 12V über 600A an die Batterie, über die 
Drähtchen geht das nicht! Bei der Bremsleistung gilt das auch von wegen 
dem Kühlkörper, nur die entsteht ja gar nicht. Die Zusammenhänge beim 
Propeller sind halt sehr komplex, das sehen die meisten selbst ernannten 
Experten oft nicht. Das meinte ich mit Esoterik. Ich hab zwar was mit 
Elektricktrick studiert, kenn mich aber mit Windgeneratoren gar nicht 
aus. Daher auch der Thread.! Dank der Hinweise hier bin ich schlauer.

Ich hab jetzt mal ein Vertrauen erweckendes Angebot geordert, und werde 
über den Fortgang berichten.

LG  jörg

: Bearbeitet durch User
von Jörg H. S. (jhsb)


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Hallo,
heute war er schon da der Windgenerator Marke Spevert. ;-)

Eckdaten 3000w bei 13m/s, Anlauf ab 2 m/s
Gas "Datenblatt" sprach von belastbar bis 55 m/s. Das glaub ich mal 
nicht. ;-)
Insgesamt macht die Verarbeitung einen guten Eindruck, bis auf die 
üblichen Wunderkabel mit 2,5# für 250A bei 12V :-)) Schrauben und 
Stopp-Muttern Edelstahl.

Die bebilderte Anleitung auf Englisch und Chinesisch sparte mit Worten 
und verwies auf das Manual. :-)) Das fehlt natürlich.

Comments invited.!

LG  Jörg

von Jörg H. S. (jhsb)


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Wie zu erwarten war haben sich die Produzenten des Geräts von bewährten 
Konstruktionen inspirieren lassen....
Allerdings der Inhaber der Marke Spevert war nicht wirklich zu 
ermitteln...

Die Bilder des Silentwind zeigen eine frappante Ähnlichkeit.
Noch ähnlicher ist der 5-Blatt SYN-GUGAI.
Auch andere China und US-Produkte sehen meiner sehr ähnlich.

Hier werden auch Daten genannt, die Sinn machen. So ca. 400W bis 600W 
elektr. Nennleistung. Das klingt doch schon mal realistischer.
Der Laderegler kann MPPT. Aufgrund der Leiterquerschnitte ist eine 
Leistung von 500W an die Batterie durchaus denkbar. Einem Dauerbetrieb 
im Klima Norddeutschlands stehe ich kritisch gegenüber.
Dafür ist das Gerät auch nicht gedacht, ich benötige es für einen 
gelegentlichen Einsatz zum Laden von Batterien wenn es keine 
Alternativen gibt..

Jetzt kommt das echte Problem: ist das Gerät im Portabel-Betrieb auch 
ein Bauwerk. Welchen Status hat die Anlage, wenn sie nicht fest 
eingepflanzt ist.?

LG  Jörg

von Jörg H. S. (jhsb)


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So, der Horizont der Erkenntnis hat sich massiv erweitert...
Danke für den Durchblicker-Kurs. ;-)

Inzwischen habe ich sogar ein recht gutes "User's Manual" vorliegen.
Und siehe, wenn man die Werte durch das Inverse-Stille-Post-Filter jagd,
erkennt man sogar Rudimente von Wahrheit im deutschen Prospekt. :-))

Realistischer Werte aus dem Manual 500W @ 13m/s => 12V 41A über 2,5# !!

bei Ø Winter Bodenwind 4Bft ca. 78W  => 12V 6,5A  ca. 1,8kWh/d
bei Ø Sommer Bodenwind 3Bft ca. 17W  => 12V 1,4A  ca. 0,4kWh/d

Meine "Camping-Notanlage" wird ca 300€ kosten, und wird mit viel Glück 
nur Wochen dem Wetter trotzen können. Das ist mir allerdings das Geld 
wert, bevor ich hier viele m³ Wasser Eimern muss.

Der Marktführer kostet locker 6000€ mit Mast, (Hier bräuchte ich sogar 
einen 40m-Mast wegen der Bäume!) um unter optimalen Bedingungen hier am 
Ort 1800kWh bei 1,2mØ im Jahr zu ernten. Man sieht, eine KWEA bringt es 
nur in Ausnahmefällen.

Zum Vergleich: 400Wp Solarelektrik bringt am Ø-Wintertag 0,6kWh/d, im 
Ø-Sommertag 2,2kW/d, und im Jahr ca. 520kWh bei ca. 500€ Investition, 
wartungsarm für viele Jahre. Das lohnt eher.

Wie der Vorredner schon anführte, als Alternative für das Motorgeräusch 
vom Schiffs-Diesel oder Moppel allemal. ;-)

Und jetzt zum Ober-Hammer:

Im windreichen Niedersachsen sind auch Kleinwindanlagen IMMER 
genehmigungspflichtige Bauwerke. In den meisten Bundesländern unter 10m 
Gesamthöhe nicht. Das ändert sich immer mal wieder. Die Thematik ist 
komplex.... Wenn also das Wohnmobil anhält und "auf dem Boden ruht", 
dann kommt die "Abrissverfügung". ;-)  Trotzdem komme ich mit den Ämtern 
hier prima klar... Im Finanzamt gibt es sogar aktuelle Magazine und 
Bonbons, man muss allerdings gar nicht warten! Und muffeln tut auch 
keiner... Insgesamt vorbildlich.

Glück zu ! den Windmüllern,   LG  Jörg

von Jörg H. S. (jhsb)


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UPDATE

Hallo,

erstmal zur Juristerei:
In Niedersachsen ist seit 1. Jan 20202 in vielen Fällen die Errichtung 
einer Kleinwindkraftanlage jetzt genehmigungsfrei.

Zur Technik:
Mein Gerät war in der Zwischenzeit der Witterung ausgesetzt im Freien 
gelagert. Es hat optisch bis auf eine Besiedelung mit Algen und Flechten 
keinen Schaden genommen. ;-)

Ich werde es dann mal Testweise in Betrieb nehmen und die Ernte 
beobachten.

LG  Jörg

von Thomas R. (thomasr)


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Ein Ingenieurskollege hatte sich auch dem Thema KWA verschrieben, 
allerdings hier im Rheinland. Auch er hatte mit diversen Lügenangeboten 
zu kämpfen, allerdings waren da wohl keine direkten Chinesen darunter.

Was die Verkäufer nicht wissen konnten:

Wir arbeiten in der Entwicklungsabteilung eines sehr großen 
Automobilzulieferers und können gelegentlich auch den Klimawindkanal für 
private Versuche nutzen. Der Kollege hat den diversen Lügenbaronen die 
Meßergebnisse nur so um die Ohren gehauen.

Er wollte dann ganz davon Abstand nehmen, hat sich aber mit dem letzten 
Anbieter auf irgendwas geeinigt. Wenn die Investitionen gering genug 
werden ergibt auch der größte Schwachsinn noch etwas Leistung.

von Jörg H. S. (jhsb)


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Jou, da sind freundliche Händler, aus einem Land ohne Verbraucherchutz.! 
;-)

Wenn man die einschlägigen Formeln bemüht, kann man die zu erwartenden 
Ergebnisse abschätzen. :-))

Wie gesagt, bisher durfte ich ja nicht so ohne Genehmigungsverfahren...

Ich hatte es mal in den Wind gehalten und konnte meine obige Abschätzung 
bestätigen. Mein Nachbar und seine Verwandtschaft waren 
(Wind-)Müller-Meister, und haben mir sofort durch Ansehen die Ergebnisse 
vorhergesagt.
Es geht nichts über Erfahrung.

Man kann die Physik nicht überlisten.!
Bisher hier sind alle Kleinwindkraftanlage durch den nächsten Sturm 
demontiert worden, und als unwirtschaftlich nicht wiederhergestellt 
worden.
Wirtschaftliche Kleinwindkraftanlagen sind mir hier vor Ort nicht 
bekannt. Aber wenn man es schon, hat kann man es auch Nutzen, bevor die 
Welle festrostet.

Off-Topic:

Meine Solar-Thermie-Anlage erweist sich ökonomisch erfolgreich, noch mit 
den alten Preisen. (An die Zukunft mag ich nicht denken.)
Eine Solar-Elektrische Heizung könnte aber u.U. auch sinnvoll sein.
Ich bin noch am eruieren...

LG Jörg

von Thomas R. (thomasr)


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Mittlerweile völlig off topic: für meine WP Anlage konnte ich den 
Speicher wählen und hab den grösseren genommen (850l). Im Rohbau hatte 
ich schon Wellrohre eingezogen. Das Haus lief aber auch ohne ST immer 
mit Gewinn (ALLE bezogene Energie, egal wofür, kostete weniger als die 
Einnahmen aus der alten PV in Volleinspeisung 😂

Irgendwann erzählte mir ein Kollege von der ST Förderung. Als Ing durfte 
ich die Fachunternehmererklärung selbst unterschreiben und bekam die 
einzig noch fehlenden Röhren dann vom Staat geschenkt 😗

Seitdem ist in den Sommermonaten die WP komplett aus 🤩

von Jörg H. S. (jhsb)


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Ich habe hier 10,2m² Röhrenkollektoren im Einsatz. Weitere
5m² sind im Einbau. Die kann fast durchgängig als Ergänzung nutzen.

Der Hauptspeicher hat auch ca. 800l.
Zur Zeit sind noch 1800l Ergänzung im Aufbau.
Betriebserfahrungen stehen nur für den Grundausbau zur Verfügung.

Erst wenn die Sanierungsmaßnamen abgeschlossen sind, wird man über eine 
Wärmepumpe nachdenken können.

LG  Jörg

: Bearbeitet durch User
von Jörg H. S. (jhsb)


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Zurück zur "Kleinwindkraftanlage":

Also beim Studium aller zur Verfügung stehenden Quellen und Anekdoten 
ergibt sich folgendes Bild.:

Nutzbare Windgeschwindigkeit  2,0 bis 25m/s,
Maximal Leistung 3000W (vermutlich bei 25m/s ),
bei einem Rotordurchmesser von 1,25m => Wirkungsgrad ca. 32%

Im Prospekt wurde eine Nennwindgeschwindigkeit von 13m/s angegeben,
sowie eine Nenndrehzahl 400/min. An diesem Arbeitspunkt sollten nach 
einschlägigen Formeln ca. 420W also bei 14,4V ca 30A entnehmbar sein.

Der mitgelieferte Regler hat MPPT und einen "Überlastschutz" eingebaut,
die Ladungsregelung scheint für einen Blei-Säure-Akku optimiert zu sein.
Es wird von einem "floatig system" ausgegangen, empfohlene Kapazität 400 
bis 600Ah empfohlen. Das macht an v.g. Arbeitspunkt ca. 20stündige 
Ladung bei Windstärke 3 bis 4 Bft.

So würde das Sinn machen...


Fazit:  mit brauchbaren Unterlagen wäre so manche Enttäuschung 
vermeidbar.!

Comments invited !

LG  Jörg

von Thomas R. (thomasr)


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Gib mal den Hersteller/Typen an und ich frage meinen Kollegen ob dieser 
bei seinen Tests dabei war. Dauert etwas, ich bin im Gegensatz zu ihm 
schon im Ruhestand.

Soweit ich mich erinnere war das Problem die aerodynamische (Nicht) 
Gestaltung der Blätter. Da half das Rechnen nicht, weil die 
Rechenergebnisse nur für ideale Blätter gelten. Und die Blechpressteile 
ergeben nunmal keinen idealen Flügel.

von Jörg H. S. (jhsb)


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Das war der Grund meinen zu kaufen.!
Die hier sind aus faserverstärktem Nylon und und haben ein Profil wie 
Tragflächen beim Flugzeug.

Hersteller GudCraft Model WG9521
Über den Controller weiß ich nix.! Anekdotisch soll er automatisch 
12/24V erkennen und MPPT haben.
(drei blaue, eine rote und eine schwarze Litze, LED grün und rot)
Label fehlen total.


Ähnliche Optik von ganz anderen Anbietern:

Generator:
https://www.banggood.com/12V-or-24V-500W-Power-5-Blades-Horizontal-Wind-Turbine-Wind-Generator-Kit-with-Controller-p-1224307.html?cur_warehouse=CN&ID=49554&rmmds=search

Controller:
https://www.banggood.com/300-or-400-or-500-or-600W-12-or-24V-Auto-MPPT-Wind-Turbine-Controller-Waterproof-Generator-Controller-Overvoltage-Speed-Protection-p-1432449.html?cur_warehouse=CZ&ID=528374&rmmds=search

Mein Model ist bei Ebay vergriffen.

von ●DesIntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Jörg H. S. schrieb:
> Zum Vergleich: 400Wp Solarelektrik bringt am Ø-Wintertag 0,6kWh/d, im
> Ø-Sommertag 2,2kW/d, und im Jahr ca. 520kWh bei ca. 500€ Investition,
> wartungsarm für viele Jahre. Das lohnt eher.

nur brauche ich eher Strom im Winter als im Sommer.
Zumnindest wenn man nicht gerade besonders dunkle Aussenwände hat,
muss man auch nicht allzuviel kühlen.

OK, mit nem E-Auto...

von Jörg H. S. (jhsb)


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Das war auch meine Idee...

Das teil wird von Jedem gecloned mit völlig anderen Daten.

Hier noch ein paar Links:

https://www.youtube.com/watch?v=lqIqdpbg06A

https://www.youtube.com/watch?v=VEvY8-sPTHQ

von Tippgeber (Gast)


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Wenn man die Wahl hat, auf jeden Fall eine höhere Spannung nutzen, also 
24 oder mehr, sonst verschwindet ein guter Teil der aufwendig erzeugten 
Leistung im Kabel. Hochvoltige Wechselrichter haben idR auch bessere 
Wirkungsgrade.
Danke für die Erfahrungsberichte.
Hat schon jemand alte Stahlgittermasten (Hochspannungsmasten vom 
Elektro-Energieversorger) verwendt? 
https://de.wikipedia.org/wiki/Gittermast

von Jörg H. S. (jhsb)


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Alle KWAs verwenden heute permanent erregte Synchronmaschinen.
Bei langen Kabelwegen kann man wg der hohen Frequenzen den Drehstrom gut 
hoch transformieren, denn die übertragbare Leistung steigt mit der 
dritten Potenz Frequenz.

Die gebrauchten Stahlgittermasten haben in der Regel genormt und haben 
schon eine Statik, was kosten spart.

von Thomas R. (thomasr)


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Mein Kollege hat erzählt, daß er NICHT genau deine Anlage hatte, aber 
eine ähnlicher Dimension mit nur drei Flügeln. Bei starkem Wind brachte 
die wohl die gewünschten Ergebnisse, lief aber nur sehr schwer an. Damit 
war sie für unsere rheinische Schwachwindregion nicht geeignet.

Er wohnt in der Nähe des "Experimentalwindparks" Grevenbroich 
(https://www.windtest-nrw.de/index.php?page=das-unternehmen) und 
verfolgt die dortigen Firmen und Testaufbauten. Derzeit favorisiert er 
eine Anlage von myskywind.com

Sorry daß ich nicht mehr helfen konnte.

von ●DesIntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Thomas R. schrieb:
> Bei starkem Wind brachte
> die wohl die gewünschten Ergebnisse, lief aber nur sehr schwer an.

Müsste das dann nicht sowas wie eine "Anlaufhilfe" geben?
Wäre ja interessant, wenn der Generator auch kurzfristig
als Motor laufen könnte.

Warum meinetwegen bis 5BFT warten, bis der Rotor von Wind getrieben 
andreht,
wenn die Anlage nach "Drehstart" auch evtl noch bei 2BFT durchlaufen 
könnte?

von Jörg H. S. (jhsb)


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Das lohnt alles nicht, weil es halt so was die Physik gibt.

Die Formel lautet:

Leistung proportional Rotorfläche und Windgeschwindigkeit hoch drei.
Die Konstante hängt vom Wirkungsgrad der Elektrik, der Luftdichte und 
Bauart der Mühle uvm.  ab.!

Quelle z.B. 
https://home.uni-leipzig.de/energy/energie-grundlagen/15.html

Meine läuft bei weniger als 2m/s an, und kann vor Verlusten dann so 
2W....
Wie beim Segeln wird das erst bei mehr Wind interessant, weil einfach im 
Wind nix an Energie drin ist.

von Jörg H. S. (jhsb)


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Ein fleißiger Mensch hat das Schaltbild eines KWA-Reglers mal 
ausgespäht:
https://mousa-simple-projects.blogspot.com/2020/07/mppt-wind-charge-controller-reverse.html

Er sieht meinem ähnlich. Meiner ist allerdings ungelabelt.!
Interessant ist die Tatsache, daß der Aufwärtswandler mit 3A Dioden 
schlappe 500W bei 12V verwurstet. Starke Leistung. ;-)

Zur Praxis:
Im Moment haben wir hier hier "leichten Wind" bis 3Bft und Boen bis 5Bft 
am Rotor. Ströme bis 2A an der Batterie konnte ich beobachten. Also es 
geht auch für 200Eier.!!

von Purzel H. (hacky)


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Was sollen die tiefen Spannungen ? Vergiss 12V und 24V, da sind die 
Stroeme viel zu hoch. Die Wahl liegt bei 48V oder hoeher.

von Christian M. (likeme)


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Frag gleich mal ob die Anlage in deiner Haftpflicht mit drin ist. Meinem 
Nachbarn ist ein Flügel (2m) abhanden gekommen und in unserem Dach 
steckengeblieben. Lief vorher paar Monate problemlos.

von Tim T. (tim_taylor) Benutzerseite


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Wie wäre es mal mit etwas Physik:

P = E / t
E = 0,5 m v²
s = v t
A = pi r²
m = p A s = p pi r² v t

=> P = 0,5 p pi r² v³

p = 1,225 kg/m³ (bei 15°C)
r = 1,2 m
v = 10 m/s

P = 0,5 1,225 kg/m³ pi 1,44 m² 1000 m³/s³ = 2770,88 W

Allerdings ist nach Betz das theoretische Maximum der entnehmbaren
Energie 16/27 = 59,26%

Also P_max wären dann 1642 W. Allerdings ist eine Windgeschwindigkeit 
von 10 m/s alles andere als üblich, normalerweise liegt diese zumindest 
bei mir im Norden bei 5 m/s und da die Geschwindigkeit mit der dritten 
Potenz in die Rechnung eingeht wird die Anlage da eher in der 100-150 W 
Liga spielen...

: Bearbeitet durch User
von Jörg H. S. (jhsb)


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Morsche allerseits,
heute morgen ist ausreichend Wind mit der richtigen Richtung...
Bez. der Theorie bin ich dabei.!!

Also die Werte aus den spärlichen Unterlagen kann ich in erster Näherung 
bestätigen.! Bei 3Bft bis 40W am DC-Ausgang vom Controller.

Im Arbeitsbereich lag die Frequenz der Verketteten Spannung bei ca. 
100Hz und viel höher. Theoretisch täten damit drei Netztrafos locker 
reichen um die 3kW Drehstrom hochzuspannen.

Allerdings ist schon eine LED vom Controller ausgefallen. Ich bekomme im 
Rahmen der "warranty" Ersatz geschickt.

Zudem war der Spannungsabfall der  DC-Leitung so hoch, daß ich den Wind 
nicht genießen konnte...

Achtung: liebe Kinder nicht nachmachen.!!!!
Also Verlängerungskabel experimentell mit Adaptern zur 
Drehstromübertragung genutzt => bis 10A= bei 12,6V und ca. 8m/s Wind in 
3m Höhe zwischen Büschen
Es setzte sofort auch der Duft nach Ampere ein.!!! Ursache: bescheidene 
Kabelqualität, in der Isolation alles braunschwarz. Entsprechend 
Quetschverbinder hochohmig und heiß.
Nach der Reparatur werden ca 60W bei ca. 7m/s gut gehalten.

Die 100W plus bei 8m/s stimmen durchaus. Bei ca. 30% ges. Wirkungsgrad.

Fazit:
Die Angaben in der Werbung sind halbwegs realistisch, werden aber recht 
phantasievoll und damit irreführend präsentiert.
Die mitgelieferten Unterlagen sind ein Hohn.
Die Qualität des Reglers ist mangelhaft. MPPT sucht man vergeblich.!
Die Geräuschentwicklung ist sehr moderat!


Ausblick:
Die Anlage war für Camping und Fieldday gedacht, daher 12V.
Ich hab Tierhaltung! Hier ist auch geringere Spannung angeraten.
Es lohnt also durchaus ein Dauerversuch mit einem höheren Mast.

: Bearbeitet durch User
von Jörg H. S. (jhsb)


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Also bei der Nachkalkulation für die Planung des Endaufbaus zeigten sich 
massive Schwächen im Konzept.! Da war nur Kostendruck am Werk was die 
Elektronik angeht.

An der Batterie wurden über 140W abgegeben.
Allein im Brückengleichrichter und Regler blieben dabei gut 20W hängen.
In der provisorischen Zuleitung nochmal gut 180W.

Damit liegt der "aerodynamische Wirkungsgrad" tatsächlich wo ihn Tim 
einordnet. Die Turbine selber ist offensichtlich recht gut optimiert.

Eindeutig liegt das Problem bei der Elektrik.
Der Regler hat eine Boost-Stufe für schwachen Wind, der nix zur Ernte 
beiträgt. Auf dem Prospekt heißt das dann MPPT. Dafür sind dann bei 
Generatorspannungen über 14V dann zwei Schottky-Dioden mit 1V im Pfad.

Bei Verwendung von Synchron-Gleichrichtern mit FETs im Verbund mit einem 
Buck-Boost-Regler der den Ladestrom maximiert, ließe sich der Ertrag 
glatt verdoppeln.
Die kommen aber nicht aus China und kosten mehr als das Mühlchen...

LG Jörg

von Helge (Gast)


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Synchrongleichrichter ist kein Hexenwerk, der läßt sich bauen und 
parallel zu den eingebauten Dioden verwenden. Wenn jede Diodenstrecke 1V 
frißt, ist das ganze damit schon viel besser.

Im Kabel kann gar nicht genug Kupfer drin sein :-) Ich würde wenigstens 
Herdanschlußleitung 3G4 nehmen, die ist gut erhältlich.

von Jörg H. S. (jhsb)


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Ja 3G4 war auch meine Idee, hat hier vor Ort keiner. Warum auch immer.
Es gibt ja die Bucht. ;-)

Auf den ersten Metern ab Generator hab ich hier 7x2,5mm² Litzen liegen.
Der Hersteller empfiehlt 4mm², war damals nicht zu bekommen...

von Jörg H. S. (jhsb)


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Mit 30m 3x4mm² läuft die Kiste jetzt top.!

Allerdings war das letzte vom Händler ein Angebot über einen 
Ersatz-Regler.
Ich ging darauf ein => Totale Funkstille....

Tja, die LEDs bleiben dunkel, also man weiß man nicht was passiert.
Reparatur nicht möglich, weil das Teil komplett vergossen ist.

Is halt China...

: Bearbeitet durch User
von Jörg H. S. (jhsb)


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Den Hersteller des Generators habe ich jetzt gefunden:

https://www.alibaba.com/product-detail/Mini-400w-3-phase-ac-wind_62120923535.html?spm=a2700.wholesale.0.0.5be0950fFZ9fyt

Und siehe, die Angaben da kann ich hier soweit bestätigen.
Die Zwischen-Händler in der Bucht versprechen ahnungslos alles wenn der 
Absatz läuft. ;-)

Ich habe den aber woanders gekauft.!! Mit anderem Branding.
Wegen "Warranty" ist jetzt auch totale Funkstille angesagt.

von Jörg H. S. (jhsb)


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Update:

Inzwischen ist der Regler komplett hin.
Er scheint durch Überlastung abgebrannt zu sein.!

Der Generator selber läuft wie am Schnürchen, auch ungebremst mit 
Überdrehzahl. ;-)
Der Hersteller des Generators bietet gar keine Regler an.!

von Jörg H. S. (jhsb)


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Nachtrag:

Beim Öffnen des "Reglers" bot sich ein Bild des Grauens: die beiden 
Stirnseiten bestanden aus schwarzer Vergußmasse, in der Mitte 
"feuchter", feiner Fluß-Sand, ganz offensichtlich ungewaschen, wie der 
Duft erahnen läßt.

Die "Schaltung des "Reglers" ist überschaubar:
Eine Drehstrom-Graetz-Brücke, laut Aufdruck Typ SKBPC3510.
Sowie zwei LEDs, rot und grün, die an die Batterie-Spannung bzw. an eine
Phase angeschlossen sind.

Der Grund des Ausfalls war Elektrolyse.!
Der Kriechstrom im feuchten Sand hat den Anoden-Anschluß der Brücke
zersetzt. Die Dioden sind okay.

Das Ding als Regler zu bezeichnen ist Betrug.!!

LG Jörg

von H. H. (Gast)


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Jörg H. S. schrieb:
> Der Grund des Ausfalls war Elektrolyse.!
> Der Kriechstrom im feuchten Sand hat den Anoden-Anschluß der Brücke
> zersetzt. Die Dioden sind okay.
>
> Das Ding als Regler zu bezeichnen ist Betrug.!!

Regelung per Elektrolyse...

von Jörg H. S. (jhsb)


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Auf jeden Fall hat die querschnittsverringerte +Klemme des 
BrückengleichRIECHTer als Sicherung fungiert und dies durch verschmortes 
Plastik in zarter Meeresbrise eine "Liebschaft im Gruß" geschickt, und 
damit eine Überladung des Akkus vermieden. :-))

Man muß das Positiv sehen wie die Klemme.! ;-)

von Jörg H. S. (jhsb)


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Ei guude wie....
So das Mysterium ist geknackt:

Nachdem die Windturbine am Zielort in Endhöhe montiert ist, zeigen sich 
auch stabile, nachvollziebare Ergebnisse wie oben berechnet.

Durch v.g. elektrischen Verlusten durch Vorwiderstände steigt bei 
Nennwindgeschwindigkeit die Spannung am Generatur auf ca. 23V. Damit 
dreht das Teil ca. 70% schneller als geplant und verläßt den Bereich der 
optimalen Schnellaufzahl. Der Wirkunggrad sinkt von 35% bei 3Bft auf 
4,2% bei 7Bft.

Ich muß dafür sorgen, daß die Turbine auch bei 12V liefern darf.!!
Das bedeutet Gleichrichtung mit Idealer Diode, und Hochspannen mit 
Boost- Wandler. Das mindert die die Verluste. Am Zielort mit einem 
Buck-Wandler im CC CV Betrieb die Batterie laden.

Nur so wird ein Schuh draus.!
Dann hat das Mühlchen ca. 35% Wirkungsgrad.
Die erwartete Ernte liegt dann bei mir vor Ort bei knapp 500kWh/a.

LG Jörg

von Thomas R. (thomasr)


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Hallo Jörg, vielen Dank daß du dran geblieben bist und deine Erfahrungen 
teilst!

von J. S. (engineer) Benutzerseite


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Jörg H. S. schrieb:
> UND der nette Chinese hat nicht gelogen: bei
> Sturm ist dann mit den 8000W zu rechnen. Wohin dann die Bremswärme hin
> soll, bleibt fraglich.

Ja,ja bei einer Betriebszeit von 3 Sekunden vielleicht. Dann heizt sich 
das Lager so auf, dass es wegbrutzelt! Man kann das nicht hochskalieren!

Erinnert mich schwer an die Diskussion mit den speziellen Lagerädchen in 
den Schaltungen bei Rennrädern: Da hat jemand beim Leerlauf 
nachgemessen, dass das Rädchen fast 12% der Leistung verbraucht, wenn 
man Kette, Zahnkranz und Kettenblatt bewegt und immerhin fast 2% der 
eingespeisten Testleistung. Der Repräsentant einer Firma für 
Carbon-Radchen mit erweiterter Größe gab an, das halbiert zu haben und 
meinte, dass bei den Leistungen der Radrennfahrer von bis zu 800W bei 
Attacken ganze 10 Watt eingespart zu haben.

Finde den Fehler!

von ●DesIntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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J. S. schrieb:
> Der Repräsentant einer Firma für
> Carbon-Radchen mit erweiterter Größe gab an, das halbiert zu haben und
> meinte, dass bei den Leistungen der Radrennfahrer von bis zu 800W bei
> Attacken ganze 10 Watt eingespart zu haben.
>
> Finde den Fehler!

typisch P.M.P.O.

von Jörg H. S. (jhsb)


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Nachtrag zur Elektrobremse:

Meine Turbine soll zum Stoppen kurzgeschlossen werden.
Dabei wird nicht die o.g. theoretische Gesamtwindleistung entnommen. Da 
die Latte steht, ist der Schnelllauffaktor so weit daneben, daß 
praktisch kaum elektrische Verlustwärme anfällt.

von C. D. (derschmied)


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Umkehrschluss:

Würdest Du hinter einem Motor mit 8 kW Leistung stehen der mittels 
Lüfterrad Dir Wind ins Gesicht schaufelt, dann wäre das ein hinreichend 
unerotischer_er Anblick. In etwa so, als würde ein Bernhardiner auf der 
Autobahn den Kopf aus dem Fenster strecken und die Karre bis zur 
Stoßstange hinten hin einsabbern.

Wie oft gibt es hier solche Windverhältnisse, überlebt das das 
Windrädchen, und gäbe es dann nichts wichtigeres zu tun als das Ding vor 
Sturmschäden zu schützen?

DerSchmied

: Bearbeitet durch User
von Jörg H. S. (jhsb)


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Ich habe mich letztens mal mit einem ehemaligen Kapitän auf großer Fahrt 
unterhalten. Der meinte, ab Windstärke 9 wird das ungemütlich, dann 
zeigen sich gnadenlos konstruktive Mängel und Fehler der Mannschaft. 
Über 12Bft braucht man auch heute nicht hinauszudenken. Selbst bei sehr 
großen Schiffen bedeutet das immer akute Lebensgefahr.

Wir haben das Haus hier vor 8 Jahren gekauft. Es war unser erster Winter 
in Norddeutschland, 100km von der Küste weg. Ich kenne Stürme wie Vivian 
und Lothar, die ganze Wälder flach gemacht haben. Das hier sind andere 
Hausnummern.! Wir haben früher direkt an einer der am stärksten 
befahrenen ICE und Güterstrecke Deutschlands gewohnt. In unserer ersten 
Sturmnacht herrschte konstanter, boenarmer Wind mit 12 bis 14Bft. Über 
12 wird heute nicht nicht mehr verwendet. Unsere stattliche Eichen haben 
regelrecht gedonnert, das Haus gezittert und der gefroren Boden 
vibriert. Ich habe das Gefühl gehabt, daß die Bahngeleise direkt neben 
uns sind und sich stundenlang ein ICE und ein Güterzug bei voller fahr 
begegnen...  Das war auch für die Eingeborenen ungewöhnlich. Dennoch bei 
uns keine Schäden, dafür ist das Haus gebaut. Vor drei Jahren war hier 
ein Gewittersturm mit Starkwinden und extremen "Grundböen" bei vollem 
Laub. Jede Eiche hatte Schäden. Der größte gebrochene "Ast" war 12m lang 
und über 1,5m regelrecht herausgedreht. Aus dem Inneren der Krone. Zum 
Glück kein Bau- oder Personenschäden.

Laut Hersteller soll unser Teil mehr als 40m/s überstehen können.
Ich glaube das geringste Problem bei solchen Ereignissen ist dann mein 
Mühlchen...

von Jens K. (jensky)


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Nach meinen Infos sind die erhältliche (und günstige) Windkraftanlagen 
allesamt ein billiger chinesischer Nachbau der meiner Meinung nach schon 
Scam darstellt. Der Generator selbst ist völlig ungeeignet zur 
Stromerzeugung. Die Leistung am Ende ist nicht einmal 1/10 von dem was 
angegeben wurde.

Die Preise für funktionierende Anlagen sind gleich 10-20x teurer.

Ich würde mir gerne noch eine Windkraftanlage aufbauen. Allerdings mit 
einem Savonius-Rotor.

von Jörg H. S. (jhsb)


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Meine ist ein Clone einer Entwicklung der Uni Hannover...

Gerade nochmal verifiziert die "Angaben" des Chinamannes stimmen im 
Rahmen der übliche Prospekt-Schein-Realtät. Wirkungsgrad 40% bei 12Volt, 
s.o.

Hier eine gute Docu.:
https://www.klein-windkraftanlagen.com/

von Jörg H. S. (jhsb)


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Das Mysterium der seltsamen Leistungsdiagramme läßt sich 
nachvollziehen.:

Man muß geschickt Meter mit Yards und dann mph miteinander verwechseln, 
diesen Lüge/Übertreubungsfaktor rückwärts anwenden und schon hat man 
realistische Daten. :-)) Fachkentnisse trüben der Verkaufserfolg.

Anekdotisch habe ich ähnliches auch von "serösen deutschen" Lieferanten 
gehört....

Damit sind die Mühlchen durch eine Gnade des Zufalls wegen unserer 
besonderen geografischen Lage WIRTSCHAFTLICH UND AMORTISIEREN SICH UNTER 
3 JAHREN. Sie sind hier sinnvoll als Ergänzung der Photovoltaik im 
Winter bei schlechtem Wetter.

Diese Datenquellen fand ich hilfreich:


https://www.klein-windkraftanlagen.com/kleinwindanlagen-rechner/
https://wind-data.ch/index.php
https://de.weatherspark.com

Ich kann mit 1000€ HW-Kosten grob 650kWh/anno im Winter zusätzlich 
ernten...

Alles Einzellfälle. Das leben ist eine Sammlung von Momenten....

Kommentare erwünscht.!

LG  Jörg

von Cyblord -. (cyblord)


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Jörg H. S. schrieb:
> Ich hab jetzt mal ein Vertrauen erweckendes Angebot geordert, und werde
> über den Fortgang berichten.

Meine Oma hat immer gesagt "Mit den Dummen treibt man die Welt um".

Für solche Firmen gilt das Motto: "Jeden Tag steht ein Dummer auf, man 
muss ihn nur finden".

von Jörg H. S. (jhsb)


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Das war das einzige Angebot mit einigermaßen konsistenten Angaben.!!!

Wie gesagt: Wind ist nur extrem schwer zu berechnen. Es gab hier viele 
Versuche von sogn. Profies aus D mit KWKAs, z.B. in einem Wäldchen mit 
1,8mØ in 5m Nabenhöhe neben einem Bauernhaus 2geschoßig plus Dachstuhl. 
Die Bäume waren nochmal 8m höher.... wer so was baut als renomierter 
Fachbetrieb ist eindeutig ein Betrüger. Das Ding hat sich nie aus 
eigener Kraft gedreht, der Prozeß wurde gewonnen, aber wg Konkurs nix zu 
holen. Was aus dem Strafprozeß wurde weiß ich nicht.

Das hat den Markt hier vor Ort total verdorben.
Die HW hier ist jetzt seit 5Jahren der Witterung ausgesetzt und liefert. 
Das Gehäuse war mal weiß, so langsam wird es tarngrün wg Biofilm. ;-)

Lediglich die Docu ist ein Hohn, ohne nachvollziehbare Daten. Regler 
liefert der Hersteller gar keine, die packt der Zwischen-Händler dazu. 
Alles ohne Ahnung.!

von Jörg H. S. (jhsb)


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Also verifizieren kann ich ca. 500W bei 12,0Vac 3Ph~ und 12m/s.

Das entspricht ca. 41% Wirkungsgrad, die Formeln sind anwendbar. Aber 
wehe wenn die Anpassung an die Last nicht stimmt, dann geht die Leistung 
sofort in die Knie.!

Ich kann die 12V Systemspannung niemand empfehlen, außer Campern.

Meine nächste hat viel mehr. ;-)

: Bearbeitet durch User
von Thomas R. (thomasr)


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Auf der Webseite des CN Herstellers wird auch eine 220Volt Version 
angeboten. Ob die dann wirklich 220 Volt auf 3 Phasen liefert? Wäre ja 
nur ein anders gewickelter Generator. Mit einem B6U hätte man dann 
wenigstens vernünftige Spannungen für die Weiterleitung. Außerdem trifft 
das auch besser den Eingangspannungsbereich meines WR der sich von MPPT 
auf Windgenerator umstellen läßt.

von Jörg H. S. (jhsb)


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Das sehe ich genauso.!

Ich würde allerdings die 3Ph AC lassen und über 4x1,5#J Erdkabel 
übertragen. Da gibt es weniger Probs mit Korrosion...
Ein passende Drehstrombrücke 1000V 100A kostet unter 10€. dann spielt 
auch der Spannungsabfall keine Rolle. Und einen Puffer C nicht 
vergessen.

Hier Diagramm, das die Ursache für mein Debakel verdeutlicht.:

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/9/98/Schnelllaufzahl.png

Im Regelbetrieb ist meine Schnelllaufzahl hier Kurve D ca. 4, die dann 
bei Starkwind auf  über 6,5 ansteigt. Dabei sinkt der 
Leistungkoeffizient von 41% auf um 4%, dazu die elektrischen Verluste. 
Dann kommt nix mehr rüber wegen "Fehlanpassung".

von Dieter D. (Firma: Hobbytheoretiker) (dieter_1234)


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Jörg H. S. schrieb:
> Im Regelbetrieb ist meine Schnelllaufzahl hier Kurve D ca.

Es wäre daher wünschenswert einen Rotor zu konstruieren, der bei höheren 
Geschwindigkeiten immer mehr der Rotorblätter wegklappen ließe.

von Jörg H. S. (jhsb)


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Dieter D. schrieb:
> Es wäre daher wünschenswert einen Rotor zu konstruieren, der bei höheren
> Geschwindigkeiten immer mehr der Rotorblätter wegklappen ließe.

Das gibt es Lager, die frage ist ob wir das bezahlen wolle. ;-)

Die kleine Rotoren sind in aller Regel Stall-geregelt.
In vorliegenden Falle nützt das nix, weil genau das ja effektiv 
passiert.!

von Jörg H. S. (jhsb)


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Das ist das Original dazu.:

https://www.silentwindgenerator.com/de/produkt/silentwind-pro-12v/

Man beachte den Preis.! Und den Aufwand beim Regler.
Meine ein "gehobener" Clone. es geht noch billiger.!

Die Kennlinie beim v.g. Produkt entspricht der Physik.

von Jörg H. S. (jhsb)


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Hier nochmal das Handbuch zum "Original"

https://www.photovoltaik4all.de/media/60/ac/bf/1694533470/benutzerhandbuch_silentwind.pdf

Der Leiter Querschnitt wird hier bei 12V mit mindesten 3x6# für direkte 
Verbindung  angegeben. Ich habe 3x4# fur ca. 40m, das erklärt Alles.!

Dieses Teil sieht aus wie meine:
https://www.vevor.de/windraeder-c_10731/500w-12v-windgenerator-windkraftanlage-windmuehlen-generator-windturbine-5-klinge-p_010214006301

Die dreiflügelige :
https://www.vevor.de/windraeder-c_10731/400w-12v-windrad-windkraftanlage-garten-windturbine-windgenerator-horizontal-p_010173302005

Oberflächlich gesehen ähnliches Design. Bei genauem hinsehen....

Mit Silentwind werde ich nie wirtschaftlich, aber darauf ist sicher 
Verlaß in einer verlassenen Gegend...

Mit dem Billigteil und DIY kann ich wirtschaftlich sein, ABER mein Leben 
würde ich nicht drauf verwetten...

Auch hier ist der Einzelfall zu sehen.!!

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