Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Mikrowellen-Lecktester MLT 4 defekt?


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von Dietmar S. (didi2)


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Ich habe hier einen Mikrowellen-Lecktester MLT 4 und vermute dass er 
defekt ist.

Um es gleich zu sagen, ich habe von Mikrowellen keine Ahnung, darum die 
blöden Fragen:

Ein Chinatester HT-M2 zeigt an meinem Mikrowellenherd Werte innerhalb 
des zulässigen Bereichs an. Ob die bei dem Chinateil auch stimmen kann 
ich natürlich nicht beurteilen. Angenommen das tun sie, dann wäre der 
MLT4 defekt, der zeigt nämlich gar nichts an.

Halte ich den Chinatester mit 1cm Abstand an mein Schnurlostelefon 
steigt der Wert über 5mW/cm und das Ding gibt Alarm. (Haben die Telefone 
echt so eine Leistung? Der Router hat weit weniger). Demnach müsste ich 
doch auch den MLT4 an dem Schnurlostelefon zumindest auf generelle 
Funktionsfähigkeit testen können?

An der Leitung die aus der Spitze kommt, messe ich nichts. Ich hab halt 
einfach ein Multimeter im mV-Bereich drangehalten. Kurzschluss oder 
Unterbrechung messe ich aber auch nicht. In der Spitze sind vergossene 
SMD-Bauteile die aussehen wie Transistoren, die zwei Pins auf der einen 
Seite sind jeweils miteinander verbunden. Weiß zufällig jemand was das 
für Beuteile sind und wie so eine Sonde aufgebaut ist? Schaltplan habe 
ich nicht.

Ich könnte mal ein Signal auf den Eingangsverstärker geben, da wo die 
Leitung der Sonde angeschlossen ist. Um zu sehen woher der Fehler kommt. 
Aber wie groß das max. sein darf und wie das aussehen soll weiß ich 
nicht.

von Egon D. (egon_d)


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Dietmar S. schrieb:

> Ich habe hier einen Mikrowellen-Lecktester MLT 4
> und vermute dass er defekt ist.

Frische Batterien sind natürlich drin...?!


> Ein Chinatester HT-M2 zeigt an meinem Mikrowellenherd
> Werte innerhalb des zulässigen Bereichs an. Ob die bei
> dem Chinateil auch stimmen kann ich natürlich nicht
> beurteilen. Angenommen das tun sie, dann wäre der MLT4
> defekt, der zeigt nämlich gar nichts an.

Leuchtet die LED bei "0", oder leuchtet gar nix?


> Halte ich den Chinatester mit 1cm Abstand an mein
> Schnurlostelefon steigt der Wert über 5mW/cm und das
> Ding gibt Alarm. (Haben die Telefone echt so eine
> Leistung?

Stöhn ... bitte nicht DIESE Diskussion!


> Der Router hat weit weniger). Demnach müsste ich
> doch auch den MLT4 an dem Schnurlostelefon zumindest
> auf generelle Funktionsfähigkeit testen können?

Ja; irgend etwas anzeigen sollte er.
Wenn er immer nur "0" anzeigt, ist das verdächtig;
die Kiste scheint relativ empfindlich zu sein.


> An der Leitung die aus der Spitze kommt, messe ich
> nichts. Ich hab halt einfach ein Multimeter im
> mV-Bereich drangehalten. Kurzschluss oder
> Unterbrechung messe ich aber auch nicht.

Das sollte man nicht tun, weil...


> In der Spitze sind vergossene SMD-Bauteile die
> aussehen wie Transistoren, die zwei Pins auf der
> einen Seite sind jeweils miteinander verbunden.

... dort Mikrowellenbauteile dahintersitzen, die
u.U. etwas mimosenhaft reagieren können.


> Weiß zufällig jemand was das für Beuteile sind
> und wie so eine Sonde aufgebaut ist?

Nicht im Detail, und ich kenne nicht genau DIESE
Sonde, aber in der Regel sind das einfache Spitzen-
wertdetektoren mit schnellen Dioden.
Für ein definiertes, schmales Frequenzband ist das
offenbar sogar so genau machbar, dass zumindest
das Nachfolgemodell MLT5 kalibrierbar ist (allerdings
nur entweder für 900MHz oder für 2.4GHz).


> Schaltplan habe ich nicht.

Wird nicht spektakulär sein :)
3,3-Bit-ADC mit LM339; Ladungspumpe für die Betriebs-
spannung. Interessanter wäre der Aufbau des Detektors,
aber das ist wohl auf der Rückseite, und die Schrauben
sind versiegelt...


> Ich könnte mal ein Signal auf den Eingangsverstärker
> geben,

Nee, lass mal.
Das einzige, was hier kaputtgehen kann, ist m.E. der
Diodendetektor. Der wird schlicht überlastet worden
sein, und die Dioden haben das mit stillem Tod quittiert.

von Jens M. (schuchkleisser)


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Egon D. schrieb:
> Interessanter wäre der Aufbau des Detektors,
> aber das ist wohl auf der Rückseite, und die Schrauben
> sind versiegelt.

Wetten das hinten nichts drauf ist, und "versiegelt" dürfte bei einem 25 
Jahre alten Gerät egal sein... ;)

Wenn gar nichts leuchtet, könnte man mal die Spannungen an den ICs 
checken, DaBla gibt Auskunft wo was sein sollte.
Wenn zumindest die "0" kommt, dürfte die Antenne kaputt sein. Dann kann 
man das nur noch aus Interesse mal vorsichtig öffnen und sehen welch 
Wunder sich darin verbergen.

von Dietmar S. (didi2)


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Egon D. schrieb:
> Stöhn ... bitte nicht DIESE Diskussion!

Ich schrieb ja dass ich keine Ahnung von Mikrowellen habe. Es war 
einfach nur eine Frage, keine Diskussion. Ich telefoniere auch nicht mit 
Aluhut. Mir war nur vielmehr nicht klar, ob der Chinatester richtig 
funktioniert oder anzeigt zu was er gerade Lust hat.

> Interessanter wäre der Aufbau des Detektors.

Ich habe das Silikon entfernt: 8 Dioden D76, ich vermute BAR18 und die 
sind kaputt. Das heißt ich löte erst mal eine aus, aber 5k Ohm alle 
zusammen in beide Richtungen sagt es ja schon. Dahinter befindet sich 
noch eine Pappröhre die ich aber nicht aufmachen will, da geklebt.

Wenn ich die Dioden tausche, stellt sich die Frage ob das Gerät dann 
noch brauchbar ist. Die Messwerte stimmen dann sicher nicht mehr. Ich 
selbst kann sie weder überprüfen noch das Gerät abgleichen. Und was 
kommt dann auf die Platine, sicher kein normales Badezimmersilikon.

Ich wollte das Gerät nur für meinen privaten Bereich einsetzen. Darum 
ist es für mich uninteressant es einzuschicken. Die Preise für 
Ersatzteile und Kalibrierung kann man ja auf der Webseite des 
Herstellers nachlesen.

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Dietmar S. schrieb:
> Wenn ich die Dioden tausche, stellt sich die Frage ob das Gerät dann
> noch brauchbar ist.

Wenn du sie nicht tauschst, ist das Gerät aber noch viel unbrauchbarer. 
Da die ganze Kiste sowieso nur ein Schätzeisen ist, würde ich mir nicht 
so viele Sorgen machen und die Dioden einfach tauschen.

von Dietmar S. (didi2)


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Habe nun welche bestellt. Die gingen ja mal scheiße ab, waren mit 
Silikon festgeklebt und das Lötzinn lötet sich wie bleifreies.

von Dietmar S. (didi2)


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Ich habe die Dioden nun getauscht, sie waren auch kaputt, nochmal an 
einer ausgelöteten gemessen. Es funktioniert aber nicht, der 
Eingangsverstärker arbeitet einwandfrei.

Dann habe ich doch mal das geklebte Tonpapier entfernt und Überraschung, 
darin befindet sich noch eine Diode, die in beide Richtungen 900 Ohm 
hat.

Hat jemand eine Idee was für ein Typ das sein könnte? Ich meine die 
Kodierung schwarz-rot kürzlich erst gesehen zu haben. Ob ich da einfach 
eine 1N60 nehmen kann?

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Dietmar S. schrieb:
> Ob ich da einfach
> eine 1N60 nehmen kann?

Sollte schon klappen. AA119 wäre auch ok.

von Harald (Gast)


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Will den Thread nicht mit einer Offtopic sprengen, aber es würde mich ja 
schon einmal interessieren, wie so ein Schadbild bei einer Mikrowelle 
mit ausdringender Strahlung aussehen soll. Das müsste ja schon ein 
massives Loch oder eine komplett verbogene Tür haben, oder wie?

von Dietmar S. (didi2)


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Das Teil gibt mir echt Rätsel auf. Ich gehe mal davon aus, dass der 
schwarze Ring die Kathode ist. Dann wären die SMD-Dioden und die 
Glasdiode gegeneinander geschaltet. So habe ich die neue eingebaut. Aber 
auch wenn ich sie umpole, wie ich sie intuitiv eingebaut hätte, macht 
die Anzeige keinen Mucks.

Auf den Eingangsverstärker habe ich ein stark abgeschwächtes Signal 
gegeben, das bringt die Anzeige zum Ausschlag. Es kann also nur an der 
Antenne liegen.

Harald schrieb:
> Will den Thread nicht mit einer Offtopic sprengen, aber es würde mich ja
> schon einmal interessieren, wie so ein Schadbild bei einer Mikrowelle
> mit ausdringender Strahlung aussehen soll. Das müsste ja schon ein
> massives Loch oder eine komplett verbogene Tür haben, oder wie?

In der Anleitung steht, wenn der Skalenwert um 50% überschritten wird, 
soll der Abstand zur Leckstelle vergrößert werden, um eine Beschädigung 
des Messgeräts auszuschließen. Wie undicht die Tür dann sein muss, bzw. 
ab welcher Energie das Gerät Schaden nimmt, weiß ich auch nicht. Ich 
weiß nur dass bei meinem alle 8 Dioden defekt waren + die innere 
Glasdiode.

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Die Silberdrähte als Zylinder sollen ja die Antennen sein. Sind die 
einseitig auf Masse oder hängen die in der Luft?
Ausserdem stellt sich die Frage, warum da alle Dioden im Eimer sind. Die 
nächste Frage ist, ob es tatsächlich eine leitende Verbindung zwischen 
Messkopf und Gerät gibt oder ob da irgendwas unterbrochen ist.

Harald schrieb:
> Das müsste ja schon ein
> massives Loch oder eine komplett verbogene Tür haben, oder wie?

Naja, so einfach ist es gar nicht, einen 600W Mikrowellensender so gut 
abzuschirmen, das er im Nahfeld nicht massiv stört.

: Bearbeitet durch User
von Stefan M. (derwisch)


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Bauteile tauschen würde ich erst, wenn ich ganz genau weiß, was im 
Original verbaut ist.
Irgendwas raten und schätzen ist bei UHF und SHF Anwendungen ziemlich 
unprofessionell.
Das Schaltbild vom gesamten Messkopf könnte man auch vorher mal "reverse 
engineeren".
Die vielen parallelen Dioden im SOT23(?) Gehäuse geben mir jedenfalls 
Rätsel auf.
Warum 8 Stück?
Und was soll die Luftspule?
Drähte aussenrum bilden eher sowas wie einen koaxialen Käfig (sind also 
an Masse?)
Es sieht schon so aus, als hätte sich jemand was bei der Konstruktion 
gedacht.
Aber was?

von Dietmar S. (didi2)


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Links eine Skizze der Schaltung und der Messkopf mit getauschter Diode, 
rechts die Originaldiode. (Foto vor der Reparatur hier: 
https://www.mikrocontroller.net/attachment/489694/DSCF1092cut.JPG)

Die 8 Dioden sind ganz sicher BAR18. Bei der einzelnen Diode ist mir der 
Typ unbekannt. Wenn ich raten müsste, würde ich vielleicht BAV20 sagen. 
Und die Polarität kann ich auch nur raten.

Der Mittelleiter der Koaxleitung geht (über Spannungsteiler) auf den 
invertierenden Eingang des ICL7611 Op Amp

: Bearbeitet durch User
von Dietmar S. (didi2)


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Tonne auf -> proprietärer Schrott rein -> Deckel zu ✔️

Dennoch danke für die Hilfe. Habe jetzt noch 10 BAR18 übrig. Ich habe 
dafür keine Verwendung. Wenn sie jemand brauchen kann: PN mit Adresse 
und sie kommen im Brief.

von Nichtverzweifelter (Gast)


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Matthias S. schrieb:
> Die Silberdrähte als Zylinder sollen ja die Antennen sein.

Glaube ich nicht.
Die Polarisationsebene austretender Leckstrahlung ist genauso unbekannt 
wie die Lage des Handheld-Messgeräts im Raum. Daher sind vorne 8 
Antennen angebracht, die schnellen SMD-Dioden spielen "AM-Detektor". 
Wenigstens eine der Leiterbahnantennen von Diode zum Mittelpunkt ist 
stets passend zur einfallenden elektromagnetischen Welle orientiert.
Damit ist schon mal Orientierungsunabhängigkeit erreicht.
Die Handelsbezeichnung des Gerätes sagt schon einiges über den 
Verwendungszweck aus, ebeso die Zeit aus der es stammt. Damals waren 
Mikrowellenöfen noch nicht "saubillig" andererseits für Werkstätten 
bereits das Vorhandensein eines auf eine Eichgrösse rückführbaren, also 
"geeichten" Leckageprüfers zwingend vorgeschrieben.
Die Auslegung der Skala in 0,5er Schritten um den erlaubten Bereich 
herum machte die Verwendung eines üblichen BarGraph-Aussteuerungsanzeige 
ICs unmöglich. Hier wird eine Widerstandskette aus 
1-Prozent-Widerständen mit den entsprechenden gewünschten krummen Werten 
an eine Konstantspannung gelegt, jeder Abgriff geht an jeweils einen 
Komparatoreingang, die jeweils anderen Komparatoreingänge 
zusammengefasst an die Messspannung. Diese  ist durch den 
"Mikrowatt"-Impedanzwandler niederohmig gemacht. Der ICL läuft so derart 
leistungslos dass seine Eigenerwärmung während der kurzen Messdauer zu 
vernachlässigen ist.
Die "Masseleitungen" aussen herum bilden einen faradayschen Käfig (der 
leidige überall vorhandene 50Hz-Netzbrumm). Als Dipolhälften gesehen 
hätten sie alle die gleiche Orientierung, daher halte ich sie nicht für 
den "aktiven" Teil der Antennen.
Die Luftspule im Zentrum ist, ganz ohne dämpfende Ferrite oder 
Dieelektrika (Spulenkörper) per se von hoher Güte und bildet nur noch 
den Gleichstrompfad des AM-Detektors. Eine HF-Drossel.
Was nun die eine "Glasdiode" im Zentrum macht?
Gute Frage...
Vielleicht eine Temperaturkompensation zu den eigentlichen 
Silizium-Detektordioden, das Gerät hat ja keinerlei von aussen 
zugängliche Justage/Nullpunktkorrektur.
Vielleicht aber auch eine Anti-/Logarithmierfunktion einfacher Bauart.

von Scherzkeks (Gast)


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was zeigt er denn an, wenn du ihn IN die Mikrowelle lägst?
Leuchtet dann was?

von Nichtverzweifelter (Gast)


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Genau dieses wird seinen Tod verursacht haben. Die Schnapsidee eines 
gelangweilten (anderen) Scherzkekses.

von Scherzkeks (Gast)


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davon kann man ausgehen, wenn so viele Dioden kaputt sind

von Dietmar S. (didi2)


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Nichtverzweifelter schrieb:

> Was nun die eine "Glasdiode" im Zentrum macht?
> Gute Frage...

Ich verstehe halt die Einbaurichtung nicht, bei der ich mir nicht 100% 
sicher bin. Es wäre andererseits komisch, wenn die Seite wo die Ringe 
angeordnet sind die Anode wäre. Sie scheint aber richtig zu sein, wie 
ich sie gezeichnet habe, weil die Leitung ja auf den invertierenden 
Eingang des OP Amp geht.

Das habe ich auch ausprobiert über eine Diode in Reihe zu meinem 
eingespeisten Signal. Es muss ein negatives Signal anliegen für einen 
Ausschlag. Ich bewegte mich im uV-Bereich, da gibt es schon 
Vollausschlag. Kleiner konnte ich nicht, ging dann im Störpegel unter.


Matthias S. schrieb:
> Da die ganze Kiste sowieso nur ein Schätzeisen ist, würde ich mir nicht
> so viele Sorgen machen und die Dioden einfach tauschen.

Ist sie übrigens nicht, da liegen Kalibrierprotokolle dabei und im 
Inneren sind Gain und Offset einstellbar. Bei genauerer Betrachtung hat 
der Neupreis eines solchen Gerätes dann doch seine Berechtigung.

: Bearbeitet durch User
von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Dietmar S. schrieb:
> Es muss ein negatives Signal anliegen für einen
> Ausschlag.

Dann muss ja die Diode mit der Anode zum Messgerät liegen. Das Glas sagt 
was anderes, aber was solls.


Dietmar S. schrieb:
> Ich bewegte mich im uV-Bereich, da gibt es schon
> Vollausschlag.

Sehr kleine Spannungen kann man mit 1,5V Batterie und (regelbarem) 
Spannungsteiler machen. Ich nutze dafür ein 10-Gang Drahtpoti und je 
nach Wunsch Serienwiderstände.

von Dietmar S. (didi2)


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Matthias S. schrieb:
> Dietmar S. schrieb:
>> Es muss ein negatives Signal anliegen für einen
>> Ausschlag.
>
> Dann muss ja die Diode mit der Anode zum Messgerät liegen. Das Glas sagt
> was anderes, aber was solls.

Ähm ja selbstverständlich, jetzt bin ich bei meinem letzten Beitrag 
selbst schon durcheinander gekommen :) Jedenfalls funktioniert es auch 
nicht, wenn die Anode ans Messgerät geht. So hatte ich sie zuerst 
eingebaut.

von Nichtverzweifelter (Gast)


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Das stimmt schon, dass am Eingang eine negative Gleichspannung anliegen 
muss. Für die Hochfrequenz sind nur die SMD-Dioden wirksam, "plus geht 
an Masse" lapidar ausgedrückt. Also "minus" der Gleichspannung an den 
Eingang.
Der selbst ist extrem hochohmig, die Dioden arbeiten im Leerlauf.
Über den Leckstrom der "verpolten" Diode findet möglicherweise eine 
Umwandlung der quadratischen Kennlinie statt.

Aber: Das Gerät wurde ja bereits in die Tonne gekloppt. ;-)
Der 7611 (Intersil später Reneas) erreicht übrigens einen 
Eingangswiderstand von 10 hoch 12 Ohm. Das geschirmte Kabel hätte ich 
mal auf Kurzschluss geprüft

Die einfachen Leckdetektoren (nicht dieser hier) für gewerbliche 
Reparaturbetriebe waren übrigens Einfachst-Detektorempfänger, nicht 
nachkalibrierfähig, und nur für ein Jahr Gebrauchsdauer zugelassen. Alle 
Jahre wieder... mussten sie durch nachweislich neue ersetzt werden. 
Stück 200DM, da waren dann die sowiso schon seltenen Reparaturaufträge 
bald unwirtschaftlich geworden: Eine "neue" hat ja zusätzlich Grill, 
oder Edelstahlgarraum, oder ist billiger.

von Dietmar S. (didi2)


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Nichtverzweifelter schrieb:
> Über den Leckstrom der "verpolten" Diode findet möglicherweise eine
> Umwandlung der quadratischen Kennlinie statt.
>
> Aber: Das Gerät wurde ja bereits in die Tonne gekloppt. ;-)

Ich habs eben noch mal rausgeholt und eine neue Diode in beiden 
Richtungen probiert.

> Das geschirmte Kabel hätte ich
> mal auf Kurzschluss geprüft

Das habe ich schon ganz am Anfang getan und eine ausgelötete Diode, die 
ich auf dem Boden fand noch einmal geprüft. Ein paar hundert Ohm in 
beide Richtungen.

> Eine "neue" hat ja zusätzlich Grill,
> oder Edelstahlgarraum, oder ist billiger.

Also ich weiß nicht, Grill & Mikrowellen-Kombi widerstrebt mir 
persönlich. Darum nutze ich immer noch meinen 20 Jahre alten Sharp. Als 
Nachteil empfinde ich nur den mechanischen Timerdrehknopf, da kann ich 
nichts sekundengenau einstellen

Matthias S. schrieb:
> Sehr kleine Spannungen kann man mit 1,5V Batterie und (regelbarem)
> Spannungsteiler machen. Ich nutze dafür ein 10-Gang Drahtpoti und je
> nach Wunsch Serienwiderstände.

Also das probiere ich eben noch, um zu sehen wie weit ich wirklich mit 
der Eingangsspannung runtergehen kann, ob da nicht doch etwas faul ist 
mit dem OP. Leider habe ich keinen 7611 da. Aber dann fliegt es 
endgültig in die Tonne. bzw. auf den Tonnendeckel, ist ja Wertstoff. 
(Aber ich wette es ist in weniger als 15 Minuten weg)

: Bearbeitet durch User
von Nichtverzweifelter (Gast)


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Harald schrieb:
> Will den Thread nicht mit einer Offtopic sprengen, aber es würde mich ja
> schon einmal interessieren, wie so ein Schadbild bei einer Mikrowelle
> mit ausdringender Strahlung aussehen soll. Das müsste ja schon ein
> massives Loch oder eine komplett verbogene Tür haben, oder wie?

Überdehnte Scharniere der einseitig "angeschlagenen" Türe, lockere 
Befestigungsschrauben des verrutschten Türhaltemechanismus (oft 
Plastik), Umzugsschaden im Möbelwagen, herumtergefallene oder am 
Türgriff "getragene"Geräte, spielende Kleinkinder, die "mit Gewalt" an 
der Türe zerren, die aber verriegelt ist: Es gab haufenweise Geräte mit 
"extra" Entriegelungstaste "door" und Türgriff. Manche zerren halt 
einfach nur am Griff.

von Udo S. (urschmitt)


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Stefan M. schrieb:
> Die vielen parallelen Dioden im SOT23(?) Gehäuse geben mir jedenfalls
> Rätsel auf.
> Warum 8 Stück?

Ich habe vor ca. 35 jahren im praktikum so ein Teil zerlegt, das sah 
genauso aus.
SMD Dioden im Stern angeordnet (wahrscheinlich das man eine Antenne ohne 
Richtungsbevorzugung hat) und die Spule in der Mitte ist die Siebung.
Ob es da auch die zusätzliche Glasdiode hatte kann ich mich nicht mehr 
erinnern.
Auch das Gehäuse sah identisch aus, verbaut war meines Wissens ein 
LM3915.

von Nichtverzweifelter (Gast)


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Didi, ich hab mir schon gedacht, dass es noch da ist ;-)
Gerade wegen des interessanten Demodulatorkopfs würde ichs aber nicht so 
schnell verschrotten.
Da gibts doch was zum Dazulernen. Kosten tuts ja nix.
Auf den allermeisten MW steht ja die stets gleiche Betriebsfrequenz 
drauf.
Wellenlänge (im Vakuum) mal zugehörige Frequenz ergibt "c", die 
Lichtgeschwindigkeit.
Kann man umstellen, also die Wellenlänge errechnen.
Ein Viertel ergibt den optimalen Strahler, daher ja lamba/4 Strahler 
genannt.

Für den ecperimentellen Gleichspannungsgenerator: Poti hinter Poti 
schalten. Gern auch mehrfach, also 2. Poti an Schleifer des ersten, 
Werte ziemlich egal, was der Vorrat gerade hergibt.

von Nichtverzweifelter (Gast)


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Ganz ohne Diodenkopf lässt sich die Platine ja immer noch als BarGraph 
Spielerei benutzen (Ladezustand Autobatterie hahaha), einfach 
Teilerfaktor ändern oder 7611 umgehen, na looos!

von Dietmar S. (didi2)


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Eingangsstufe (ohne Gewähr).

Das Ding wandert trotzdem wieder in die Tonne. Den Fehler finde ich 
nicht. Jedenfalls nicht, solange ich nicht weiß was für eine Diodentyp 
wie herum in den Messkopf kommt.

Nichtverzweifelter schrieb:
> Ganz ohne Diodenkopf lässt sich die Platine ja immer noch als
> BarGraph
> Spielerei benutzen (Ladezustand Autobatterie hahaha), einfach
> Teilerfaktor ändern oder 7611 umgehen, na looos!

:D

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von Michael B. (laberkopp)


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Dietmar S. schrieb:
> Bei der einzelnen Diode ist mir der Typ unbekannt.

DO34=SOD68=MHD schwarz rot  KTY83-120 
https://cdn-reichelt.de/documents/datenblatt/B400/KTY83-1%23PHI.pdf

von Dietmar S. (didi2)


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Michael B. schrieb:
> Dietmar S. schrieb:
>> Bei der einzelnen Diode ist mir der Typ unbekannt.
>
> DO34=SOD68=MHD schwarz rot  KTY83-120
> https://cdn-reichelt.de/documents/datenblatt/B400/KTY83-1%23PHI.pdf

Oh danke, darauf wäre ich ja niemals gekommen! Obwohl ich schon mal kurz 
Zweifel hatte, ob es sich überhaupt um eine Diode handelt. Dann baue ich 
den Temperatursensor wieder ein und probiere das Gerät noch mal aus. Die 
900 Ohm passen laut Datenblatt auch dazu.

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