Forum: Fahrzeugelektronik E-Auto an Schuko Steckdose laden gefährlich?


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von yakman (Gast)


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Roland E. schrieb:
> Offenbar gab es in der Vergangenheit ein E-Auto, welches nicht
> zweckmäßig an der Schukosteckdose zu laden war. Aber anstatt Ross und
> Reiter zu nennen wird die ganze Welt verteufelt.

Exakt. Heutige Autos laden mit 8A oder 10A. Eine Schukodose die das 
nicht aushält ist schlicht defekt.
Dazu: Ich habe im Haushalt mehrere Geräte die Dauerströme in dem Bereich 
ziehen:
Der Ölradiator, der Wäschtrockner (der genehmigt sich sogar 12A), 
Kochplatten (10A).
Was ist damit? Harmlos? Weil der Wäschetrockner nur "kurz" (1,5h) 12A 
zieht?
12A ist über 2,2mal "so schlimm" wie 8A (ohmsche Verluste  gehen 
quadratisch mit dem Strom).

Sogar einen Temperatursensor haben die Ladekasterl im Stecker, zumindest 
mein Auto hat das.

Aber nein. Der VDE bepinkelt sich, und die Brummelbärte und sonstigen 
Fossilien fühlen sich im Aufwind und wollen die E-Mobilität "bekämpfen". 
Wozu auch immer...

von Ralf X. (ralf0815)


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yakman schrieb:
> 12A ist über 2,2mal "so schlimm" wie 8A (ohmsche Verluste  gehen
> quadratisch mit dem Strom).

Das ist falsch, Leistung ist immer noch das Produkt aus Strom und 
Spannung.

von E-Autobesitzer 🚗 (Gast)


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Ralf X. schrieb:
> Das ist falsch

Da muss ich dich leider enttäuschen. Yakman hat Recht. Wenn der 
Übergangswiderstand in einer Dreier-Schukoleiste zum Beispiel 1 Ohm 
beträgt, dann fallen bei 8A auch 8V ab (64 Watt). Bei 12A wären das 12V 
(144 Watt). Das ist dann also sogar 2,25 mal so schlimm, genau wie 
Yakman es herauskristallisierte.

Bei einem Übergangswiderstand von nur 0,1 Ohm ändert sich der Faktor von 
2,25 nicht!

von M. K. (sylaina)


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Ralf X. schrieb:
> Leistung ist immer noch das Produkt aus Strom und
> Spannung.

Richtig, die Leistung ist
oder auch
oder auch

;)

: Bearbeitet durch User
von A. S. (achs)


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M. K. schrieb:
> Wenn vergleichen, dann richtig. Verpass den Fahrzeugen aus den 70ern mal
> das Gewicht der heutigen Fahrzeuge.

Ja stimmt. Wenn man den Autos aus den 70ern das Gewicht, die Form und 
die Technik der heutigen Fahrzeuge verpasst, dann ... hä?

M. K. schrieb:
> ja, aber der Verbrauch
> ist auch deutlich zurück gegangen. Wie gesagt, einfach mal ein wenig bei
> spritmonitor schaun falls es interessiert.

natürlich kannst Du deinen Golf Diesel nicht mit einem Benziner 
vergleichen. Dann schau doch einfach mal selber nach: Die von mir 
angeführte Ente liegt bei 6,7l, da verbraucht selbst ein Polo mehr.

von M. K. (sylaina)


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A. S. schrieb:
> natürlich kannst Du deinen Golf Diesel nicht mit einem Benziner
> vergleichen. Dann schau doch einfach mal selber nach: Die von mir
> angeführte Ente liegt bei 6,7l, da verbraucht selbst ein Polo mehr.

Ich hab auch Dieselfahrzeuge verglichen, dir ist das jedoch anscheinend 
zu viel.

A. S. schrieb:
> Ja stimmt. Wenn man den Autos aus den 70ern das Gewicht, die Form und
> die Technik der heutigen Fahrzeuge verpasst, dann ... hä?

Ich schrieb nur vom Gewicht. Aber anscheinend weißt du nicht was Arbeit 
ist. So ein formschicker Golf I weist ein Leergewicht von ca 800 kg bis 
etwa 950 kg. Ein Golf VIII kommt mit seinem Leergewicht ca. 1250 kg bis 
1550 kg. Signifikant mehr. Lt Spritmonitor braucht ein Golf I im Schnitt 
9,3 l/100 km. Der Golf VIII kommt im Schnitt auf 7,5 l/100 km. Also 
komisch, der aktuelle Golf ist deutlich schwerer (und muss somit mehr 
Arbeit verrichten) und braucht trotzdem weniger Sprit. Naja, vielleicht 
wird ja der Golf VIII überwiegend geschoben um dem Spritverbrauch zu 
drücken...

von yakman (Gast)


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M. K. schrieb:
> oder auchP=R⋅I2

Und genau das trifft hier zu (P=I²R)

Das Auto ist (näherungsweise) eine Konstantstromsenke, weil das 
Ladegerät den Strom regelt, den es aus der Steckdose aufnimmt. Es muss 
ja in allen Teilen der Welt funktionieren, und daher sowohl bei 100V in 
Japan also auch bei 230V den eingestellen Strom halten können.

Die an der Steckdose anfallenden Verluste sind Übergangswiderstände.
Daher gehen die Verluste in der Steckdose quadratisch mit dem Strom. Und 
die sind es die die Dose kaputtmachen.

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