Forum: HF, Funk und Felder Entstehung von Kabellecks


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von wiegehtdiesesfunk (Gast)


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Hallo,

ich bin auf der Suche nach besserem Radioempfang und Mittel der Wahl 
wäre momentan die Wurfantenne durch einen Dipol zu ersetzen, also die 
Masseleitung des Empfängers mit rauszuführen und aus Koaxkabel eine 
Antenne zu bauen [1].

Bei der Recherche bin ich über den Begriff "Kabelleck" gestoßen, 
insbesondere im Zusammenhang mit "verbinde die Wurfantenne mit dem 
Hausanschluss", was wohl keine gute Idee ist ([2], [3], [4]). Leider bin 
ich ein ziemlicher Hochfrequenzlaie und in den Foren wird das Thema 
nicht weiter erläutert. Um keinen Störsender aufzubauen und auch rein 
aus Interesse am Thema hoffe ich, dass ihr mir beim Verständnis helfen 
könnt, was denn da genau schief gehen kann.


Im Prinzip geht es um die Fragestellung, unter welchen Umständen eine 
Empfangsantenne zum Störsender wird. Ich bin beim Suchen auf mehrere 
Problembilder gestoßen, wobei ich mir nicht sicher bin, welche davon zu 
den "Kabellecks" führen:

1. Die Empfängerimpedanz passt nicht zum Wellenwiderstand, weshalb 
einfallende Wellen an der Grenzfläche reflektiert werden und stehende 
Wellen entstehen. Dass die den Empfang trüben ist klar. Gehe ich richtig 
in der Annahme, dass sie aber auch wieder über die Antenne abgestrahlt 
werden? Wäre die Leistung in diesem Fall erwähnenswert?

2. Signale aus dem Empfänger (z.B. ein verrauschtes Netzteil) werden in 
die Antenne eingekoppelt und abgestrahlt. Hier sehe ich ein großes 
Potential für Störungen, da ja theoretisch hohe Leistungen im Spiel sein 
könnten. Ich vermute, dass da die Bedenken bezüglich "Wurfantenne am 
Hausanschluss" herkommen ([2], [4]). Was ich nicht so ganz verstehe: Das 
ist ja ein ganz grundsätzliches Problem, egal aus welchem Gerät ich eine 
Antenne herausführe. Sollten die Geräte nicht entsprechend abgestimmt 
sein? Kommt das Problem daher, dass man mit einer anderen, ungetesteten 
Antenne andere Frequenzen trifft?

3. Eine ungeschirmte Wurfantenne strahlt stärker ab, als eine 
durchgehende Koaxialleitung. Das führt auf 2., wobei ich vermuten würde, 
dass eine Hausantenne da mehr Potential für Störungen besitzt. Übersehe 
ich da etwas?


Vielleicht habt ihr ja ein paar Schlagwörter für mich, die mich 
weiterbringen. Natürlich würde ich mich auch über ein paar best-practice 
Ratschläge freuen.


Danke euch schonmal!



[1] https://www.youtube.com/watch?v=frko-RFY7Lc

[2] 
https://forum.digitalfernsehen.de/threads/ukw-antenne-selbstbauen.99253

[3] http://www.hifi-forum.de/viewthread-29-8897.html

[4] Beitrag "Wurfantenne durch Hausantenne ersetzen?"

von Wolfgang (Gast)


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wiegehtdiesesfunk schrieb:
> Im Prinzip geht es um die Fragestellung, unter welchen Umständen eine
> Empfangsantenne zum Störsender wird.

Sobald als Empfänger z.B. ein Superregenerativempfänger ("Pendelaudion") 
dran hängt

von Lauscher (Gast)


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>> Im Prinzip geht es um die Fragestellung, unter welchen Umständen eine
>> Empfangsantenne zum Störsender wird.

> Sobald als Empfänger z.B. ein Superregenerativempfänger ("Pendelaudion")
> dran hängt

Beitrag "Radiowecker stört Flugfunk?"

von Michael U. (amiga)


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Hallo,

wiegehtdiesesfunk schrieb:
> ich bin auf der Suche nach besserem Radioempfang und Mittel der Wahl
> wäre momentan die Wurfantenne durch einen Dipol zu ersetzen, also die
> Masseleitung des Empfängers mit rauszuführen und aus Koaxkabel eine
> Antenne zu bauen [1].
Du sagst nicht, was Du empfangen willst: UKW oder DAB+?
Für UKW (band II) muß Du die Antenne für 100MHz neu berechnen, sein 
Video ist für DAB+ (BAND III).

> Bei der Recherche bin ich über den Begriff "Kabelleck" gestoßen,
> insbesondere im Zusammenhang mit "verbinde die Wurfantenne mit dem
> Hausanschluss", was wohl keine gute Idee ist ([2], [3], [4]). Leider bin
> ich ein ziemlicher Hochfrequenzlaie und in den Foren wird das Thema
> nicht weiter erläutert. Um keinen Störsender aufzubauen und auch rein
> aus Interesse am Thema hoffe ich, dass ihr mir beim Verständnis helfen
> könnt, was denn da genau schief gehen kann.

Auf dem Hausanschluß (Kabel-TV) i8st fast überall UKW bereits 
rausgeflogen, da gibt es nur noch DVB-C, das dürfte Dein Radio nicht 
können.
Auf den Kabelanschlüssen wird mit relativ hohen HF-Pegeln gearbeitet, 
die auch im Kabel bleiben sollen und müssen und nicht frei abgestrahlt 
werden sollen und dürfen. Nur darauf beziehen sich die Hinweise.
Dipol o.ä. statt Wurfantenne macht da keine Probleme.

Gruß aus Berlin
Michael

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