Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Manuelles HotSwapping U-Versorgung


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von Martin S. (gibsea106)


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Hi !


Ich, Greenhorn der Elektronik, sehe den Wald vor lauter Bäumen nicht 
mehr.
Ideale Diode, PowerPath Controller, ...

Als Beispiel sollten folgende Geräte hotswap-fähig werden (alle 
DC-tauglich):
-   HD/SDI Receiver, 
https://teradek.com/collections/legacy#bolt3000#Sets/Kits
-   17"Monitor, https://de.jvc.com/pro/mon/sdm/DT-E17L4/
-   Videokamera, 
https://www.arri.com/en/camera-systems/cameras/alexa-mini-lf

Die Geräte werden im normalen Betrieb mit 4s 18650 LiIonen versorgt, 
z.B. mit https://bebob.de/v290rm-cine.html

Wunsch-Lösung:
Bei laufenden Geräten die spannungsversorgende Batterie gegen eine 
andere (volle, frisch geladene) auszutauschen.

Warum:
Weil das "runter"- und wieder "rauf"-fahren der Geräte Zeit braucht und 
alle Mitarbeiter rundherum nervös werden...da wäre eine 
"HotSwapping"-Funktion schon sehr fein.

Und ja, es gibt am Markt bereits seit Jahren einen HotSwapAdapter im 
Betrieb (http://bebob.de/en/v-mount/v-mount/hot-swap-adapters.html) aber 
der ist so extrem "baugroß".
Nicht gut.

Meine Vorstellung:
An einem 2. Spannungseingang (egal ob XLR 4-pol, D-Tap, ...) vor dem 
Akkutausch einen kleinen 4s LiIonen-Akku anzustecken, Schalter umlegen 
(siehe meine angehängte Skizze), alten Hauptakku gegen neuen Hauptakku 
tauschen, Schalter wieder umlegen und zum Schluß den kleinen 4s 
LiIonen-Akku wieder abstecken.
Stütz-Elko sinnvoll? Kapazität?

Was meint die Fachwelt hier im Forum zu meinem Vorhaben?
Andere Lösungsansätze?

Über sachdienliche Infos würde ich mich sehr freuen,
LG Martin

von Stefan B. (stefan_b278)


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Wofür den Schalter? Einfach einstecken, die Dioden sorgen schon dafür 
daß der Strom nur in Richtung Last fließen kann. Mit dem Schalter ist 
die Gefahr gegeben die Last stromlos zu schalten.

von Georg (Gast)


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Stefan B. schrieb:
> Wofür den Schalter? Einfach einstecken

Besser nicht: wenn die Spannung der HotSwap-Akkus geringfügig höher ist 
als beim Haupt-Akku, saugt die Last erst mal diesen leer. Klemmt man 
dann den Haupt-Akku ab...

Eine automatische Umschaltung müsste sicherstellen, dass aus dem 
Haupt-Akku versorgt wird, solange dieser genügend Spannung liefert, 
einfach 2 Dioden genügen da nicht. Eine Möglichkeit wäre ein Stützakku 
mit deutlich weniger als 14,4 V, wenn die Last damit noch läuft.

Georg

von HitMetra (Gast)


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Ideale Diode LTC4412 zwischen Hauptakku und Camera, und ne Schottky oder 
ebenfalls ne Ideale Diode zwischen HotSwap Akku und Camera. Dann 
brauchst du keinen Schalter und die Verluste über die ideale Diode sind 
vernachlässigbar. Bedienfehler gibt's dann auch nicht.

von Roland E. (roland0815)


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LTC 4417 ist für den Anwendungsfall besser geeignet.

von Martin S. (gibsea106)


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Hi !

Danke für Eure Antworten.

Kurze Anmerkung zu meiner Wunschlösung:
-   Der Akku-Tausch muss manuell ausgeführt werden (Manipulationsdauer 
geschätzte 2 bis 5 Sekunden), da man den neuen, frisch geladenen 
"Main-Batt" nicht an den Geräten mitschleppen kann (oder besser: nicht 
will).
Ein Stück bebob V290 wiegt schon mehr als 1 Kilogramm...

@ Stefan B.
Sofern ich das verstanden habe würde die Diode im Dauerbetrieb an der 
"Main Batt" ständig Energie vernichten.
Deswegen der "Umweg" über einen Schalter (EIN-EIN) beim HotSwappen.

@ Georg
Automatische Umschaltung ist nicht praxistauglich.
Die Akkus müssen händisch um-/ein-/ausgesteckt werden.
Eine Automatik würde nur dann funktionieren, wenn es Alarmsignale bei 
Unterspannung der "MainBatt" gäbe.
Geht aber bei Film-(ev. mit Ton)dreharbeiten (störendes Blinklicht, 
akustischer Alarm) nicht.

@ HitMetra
Danke, klingt gut.
Fig.2 und Fig.5 (ohne WallAdapter-Input)?
Allein, ich könnte nie die erforderlichen Bauteilwerte berechnen 
(P-MOSFET, Cout, R zw. Vcc und GND,...)

@ Roland E.
Puhhh, da bin ich mit dem Datenblatt schon vollkommen überfordert.
Mag ein toller IC sein, aber ist das für meinen kleinen Anwendungsfall 
nicht übertrieben?
In jedem Schaltbeispiel "endlos" viel Hühnerfutter rundherum...oder 
gehts auch einfacher?
Sorry, ich bin ja nur "Löter nach Zahlen".


Ich werde ein paar Test mit meiner Schaltung im Ausgangspost machen, das 
Prellen des Umschalters beobachten und den Stütz-Elko eruieren.
Mal schauen, ob das nicht eh auch praxistauglich ist.

Danke für die Hilfe,
lg Martin

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von P. W. (deneriel)


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Ist es ne Option den Stützakku nur beim Tausch anzuschließen?

Dann genügen die beiden Dioden (Power Schottky).
Stützakku dran, Hauptakku ziehen, neuen Hauptakku rein, Stützakku wieder 
raus.

Wenn mehrere Akkus angeschlossen sind wird die Last aus dem mit der 
höheren Spannung versorgt. Wenn die Spannungen sich angeglichen haben 
werden beide Akkus parallel entladen.
Damit wäre deine Stütze genau dann leer, wenn es auch der Hauptakku ist. 
Deswegen wieder abziehen.



Und noch ein Bastelfreundlicher Ansatz:
Hauptakku über eine Diode an die Kamera.
Den Nebenakku über ein Relais (Öffner oder Umschalter) auch an die 
Kamera.
Die Relaisspule vor der Diode mit an den Hauptakku.
Steckt der Hauptakku, wird der Nebenakku aktiv weg geschaltet.
Einen Pufferelko brauchst du dann natürlich schon wieder, aber der muss 
dann nicht mehrere Sekunden überbrücken sondern nur einige Dutzend ms 
die das Relais zum Umschalten braucht.

Dimensionierung von dem Elko hängt vom Verbrauch der Kamera ab. So ein 
kleiner 10Wh Akku muss den Strom dafür auch erstmal liefern können.

Wieviel Strom braucht die denn, bzw. wie lange läuft die mit dem 
Hauptakku?

Beitrag #6642619 wurde vom Autor gelöscht.
von Martin S. (gibsea106)


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Zweiter Versuch...

von Martin S. (gibsea106)


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P. W. schrieb:
> Ist es ne Option den Stützakku nur beim Tausch anzuschließen?
>

Ja, absolut.
Wäre auch wünschenswert weil praxistauglich.
Cool wäre natürlich dass das manuelle Einstecken des Stützakkus das von 
Dir erwähnte Relais auslöst, so in etwa (siehe Anhang oben)?

> Und noch ein Bastelfreundlicher Ansatz:
> Hauptakku über eine Diode an die Kamera.
> Den Nebenakku über ein Relais (Öffner oder Umschalter) auch an die
> Kamera.
> Die Relaisspule vor der Diode mit an den Hauptakku.
> Steckt der Hauptakku, wird der Nebenakku aktiv weg geschaltet.

Oder umgekehrt, wie oben skizziert?
Dann hängt die gesamte Last nicht ständig an der Diode, und das Relais 
schaltet nur durch das (kurze) Anstecken des Stützakkus.
Freilaufdiode/Zener zur Induktionsunterdrückung zum Schutz der Last?

> Einen Pufferelko brauchst du dann natürlich schon wieder, aber der muss
> dann nicht mehrere Sekunden überbrücken sondern nur einige Dutzend ms
> die das Relais zum Umschalten braucht.

Ja, verstanden.
Ich dachte beim Puffer-Elko auch an eine "Abfederung" wenn die Spannung 
durch die Diode plötzlich um 0,5V einbricht...

> Dimensionierung von dem Elko hängt vom Verbrauch der Kamera ab. So ein
> kleiner 10Wh Akku muss den Strom dafür auch erstmal liefern können.

Wie berechnet man die benötigte Kapazität eines Stützakkus?

"Kleiner 10Wh Akku":
Der Stützakku sollte in die Hosentasche passen...
Ich habe nur 18650-Zellen, die erscheinen mir etwas übertrieben mit 
ca.2Ah
Muss noch kleinere Zellen finden, welche aber auch den (hohen) Strom 
vertragen.

> Wieviel Strom braucht die denn, bzw. wie lange läuft die mit dem
> Hauptakku?

Die Erfahrung sagt ca. 2 Stunden Akkudauer (Bebob V290).
Da hängt aber zusätzlich noch einiges an Zubehör am gleichen Strang 
(7"onboard  Monitor, Teradek Sender, ARRI UDM (Entfernungsmesser),...)
Die Kamera alleine lt. Datenblatt 65W

Sollte (mit Eurer Hilfe ;-)  ) der Prototyp einmal fertig sein, so werde 
ich ihn an einem JVC 17" Monitor mit einem Teradek Empfänger testen (In 
Summe max. 60W)

OT: Der vor mir weit oben erwähnte HotSwap "ML-120" von bebob 
(http://bebob.de/en/v-mount/v-mount/hot-swap-adapters.html) leistet eine 
Spannungsunterstützung über 120 Sekunden (bei 15A Last, lt. 
Beschreibung).

Das ist in meinen Augen unnötig lange; das Gewicht (und die Größe) ist 
immer an der Kamera (nicht gut...).
Er kündigt einen notwendigen Hauptakkuwechsel (bei U < 12,8V (?)) mit 
rot blinkenden LEDs an (jeweils 4 nach links und rechts). Wird öfters 
(sehr oft...) übersehen.
Vermutlich arbeitet er mit eingebauten Akkuzellen.


Für die RED-Cameras gab es vor vielen Jahren ein HotSwap-Produkt aus der 
Schweiz, welches mit SuperCaps gearbeitet hat; war onboard auf dem Body 
montiert, hatte auch andere Features wie zusätzliche Speiseausgänge, 
SDI-, Ton-, TC- und Syncbuchsen.
Ansonsten klein, leicht und unauffällig.

Vor dem Akkuwechsel musste man für einige (wenige) Sekunden einen Taster 
betätigen, die SC wurden über die Rest-U des Akkus aufgeladen, bis eine 
LED zu flashen begann. Dann ganz schnell Akkuwechseln...hat immer 
funktioniert.
War sympathisch, gibts aber am Markt nicht mehr.
Blöd, hab den Namen des Teils vergessen...
Der Hersteller war seinerzeit (so glaube ich):
https://www.inventlab.ch/de/home

So long,
Lg Martin

EDIT:
Hoffentlich klappt jetzt das Hochladen des Beitrags
EDIT 2: Ja

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von P. W. (deneriel)


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Morgen,

ich habe sowas in der Art schon erwartet - 2h Laufzeit mit so einem Akku 
sind 145W Leistungsaufnahme, was einem mittleren Strom von ungefähr 10A 
entspricht. Wenn die Akkuspannung sinkt, muss der Strom 
unglücklicherweise noch höher werden um die Leistung zu bringen. können 
zum Schluss hin auch durchaus mal 12A werden.

Um das für 0,1s zu puffern (um die Relaisschaltdauer mit Reserve 
abzufedern, bräuchtest du schon eine ganze Bank von Supercaps, und am 
Ende könnteste dann vermutlich auch die 0,5kg Schnellwechseladapter 
benutzen weil du es selbst auch nicht leichter hin bekämst. Da hat dann 
keiner was gewonnen.

Das was du da gezeichnet hast entspricht schon ziemlich der einfachst 
möglichen Lösung. Als Relais käme halt ein 1xUM mit ausreichender 
Belastbarkeit (16A wäre gängig) zum Einsatz.
Die Versorgung ist über die Dioden immer sichergestellt, auch zum 
Umschaltzeitpunkt.
Billig und gut belastbar sind übrigens KFZ-Relais.

Haken an den Dioden ist in der Tat, dass die pro Diode nicht unter 0,5V 
Spannungsfall haben werden, bei einfachen Gleichrichterdioden eher das 
doppelte. Und das wird in Wärme umgesetzt und ist nicht für die Technik 
nutzbare Kapazität. Da bist du also bei 5-10W pro Diode die erstmal weg 
müssen.
Mit der Überbrückung tritt das nur Kurzzeitig auf, da kann ein 
Kühlkörper/Blech deutlich kleiner ausfallen.
Ganz ohne wird es vermutlich nicht gehen, sonst geben die Dinger in 
kürzester Zeit Rauchzeichen.

Idealerweise würde man also die Diode am Zusatzakku auch noch los, bzw. 
würde sie vom Relais überbrücken lassen.
(Dummerweise wäre das dann eine Selbsthaltung und das Relais würde nicht 
zurückschalten, das hast du ja in deiner Schaltung selbst schon bemerkt)

Ist der Zusatzakku schon gesetzt? Sonst würde ich zwei Kontakte für + 
benutzen. Einen dicken für den Laststrom, und einen kleinen für die 
Relaisspule.
Dann kannst du die Diode für den Zusatzakku parallel zum Relais 
schalten, wie beim Hauptakku. Die Zusätzlich verbratene Leistung wäre 
mir beim Zusatzakku ja egal, aber dadurch würde man die Zeit verringern, 
in der die Diode während des Wechsels Abwärme produziert.
1
                      +------|>-------+
2
                      |               |
3
Umain+ --(o-----------+--------o.     |
4
Umain- --(o--+                   \    |
5
             |                K   O---+----------------------o Out
6
             |                        |
7
Uaux+ -+-(o--|--------+--------o      |                  +---o Out-
8
       '-(o--|----+   |               |                  |
9
Uaux- ---(o--+    |   +------|>-------+                  |
10
             |    S                                      |
11
             |    S                                      |
12
             |    |                                      |
13
            ===  ===                                    ===

Für die Dioden brauchst du ernsthafte Leistungstypen. Bei dauerhaftem 
Betrieb auch richtige Kühlkörper. Für Kurzzeitbetrieb während der 
Umschaltung reicht es vermutlich auch wenn die an ein Blechgehäuse 
angeschraubt sind.
Es gibt Schottky-Gleichrichterdioden für Schaltnetzteilanwendungen, auch 
Doppeldioden in einem Gehäuse. Die werden z.b. in PC-Netzteilen 
verwendet. Sowas wäre dafür geeignet. Die haben dann auch gleich ein 
Loch für die Befestigungsschraube am Kühlkörper mit dran.

Sinnvoll, aber nicht mit rein gezeichnet, wäre eine kuze Verzögerung des 
Relais bis der Zusatzakku richtigen Kontakt hat. Sei es durch nen 
nacheilenden Kontakt am Stecker oder eine kleine Einschaltverzögerung 
von 1-2 Sekunden.


Beachte auch, dass nicht jede LiIon-Zelle für deinen Zusatzakku geeignet 
ist. Das sollten schon Hochstromzellen sein, wie sie z.b. bei 
Werkzeugakkus eingesetzt werden. Die meisten einfachen Zellen aus 
Laptopakkus machen bereits bei 5-10A schlapp.

LiIon ist leider nicht ganz trivial vom Handling. Die Zellen mögen keine 
Tiefentladung, keine Überladung.
Modellbauakkus können das, haben aber keine Schutzschaltungen und wollen 
in der Regel geeignete Ladegeräte mit Balanceranschlüssen haben.
Wenn du den versehentlich tiefentlädst ist er Schrott und eine erneute 
Ladung im wahrsten Sinne des Wortes brandgefährlich.
Fertige Akkupacks mit Schutzschaltung wären besser, da solltest du aber 
darauf achten dass die auch mindestens 20A Dauerleistung ab kann.
Auch dafür brauchst du ein geeignetes Ladegerät.

Geschützte Einzelzellen in einem Batteriehalter werden nicht 
funktionieren. Die Zellen und Schutzschaltungen packen den Strom nicht, 
fimschige Batteriehalter auch nicht.


bei den Steckern für deinen Zusatzakku geht das weiter. Mit Hohlsteckern 
brauchst du nicht anfangen. Die sind für dies Ströme nicht geeignet. 10A 
Dauerstrom ist schon eine Ansage. Ad hoc würde mit D-Sub mit 
Hochstromkontakten einfallen. Die packen den Strom, sind ziemlich billig 
und ohne großartiges Spezialwerkzeug zu verarbeiten.

Doppel Schottky Diode:
https://www.reichelt.de/dual-schottkydiode-170-v-2x30-a-gemeinsame-kathode-to-220ab-stps-60170ct-stm-p217083.html?&trstct=pos_3&nbc=1

Relais:
https://www.pollin.de/p/kfz-relais-12-v-50-a-1x-um-steckanschluss-340883

Stecker D-Sub mit zusätzlichen Hochstromkontakten:
https://www.reichelt.de/d-sub-koax-stecker-fuer-mischbestueckung-gerade-7w2-rnd-205-00751-p236681.html?&trstct=pol_3&nbc=1
https://www.reichelt.de/d-sub-einzelkontakt-20-a-stecker-gerade-rnd-205-00732-p238132.html?&trstct=pol_4&nbc=1




Zu den fertigen Schnellwechslern:

Der gezeigte Schnellwechsler scheint intern ja auch LiIon-Akkus 
einzusetzen und die dann aus dem Hauptakku nachzuladen. Je nach 
Akkukapazität sind die dann in der Tat nach 2 Minuten leer. Also gar 
nicht so weit weg von deiner Idee, nur dass der Zusatzakku dauerhaft 
montiert ist.

Was den Schnellwechsler aus der Schweiz angeht. Kann es sein, dass die 
RED-Kameras doch noch etwas weniger Strom aufgenommen haben?
Ich habe das mal überschlagen und käme für 10-20 Sekunden Betriebszeit 
auf mehrere Minuten Ladezeit. (So Faktor 10 etwa).
Da würde ich hingehen und Hochkapaitätselkos (Blitzelkos oder sowas) 
über einen Wandler mit hoher Spannung aufladen.
Während des Wechsels versorgt man daraus dann einen StepDown, also wie 
ein normales Netzteil.
Die Energiemenge in einem Kondensator steigt quadratisch mit der 
Spannung, daher kann man bei gegebener Kapazität mit hoher Spannung eine 
höhere Energiemenge unterbringen. Man bräuchte immer noch erhebliche 
Kapazität und ernsthafte Wandler dafür. Das wäre weit jenseits von einem 
Wochenendprojekt.

von Martin S. (gibsea106)



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Hi !

Danke für Deine Antworten.

P. W. schrieb:
> Als Relais käme halt ein 1xUM mit ausreichender
> Belastbarkeit (16A wäre gängig) zum Einsatz.
In meiner Bastelkiste gefunden:
Siemens v23086-c1001-a403
https://www.tme.eu/Document/10ced61d1df4aa461582121d969cb97a/v23086ds.pdf

2 Stück parallel um die Kontakte zu schonen?
Relaisspulen-R halbiert sich; egal? Oder mit Serien-R kompensieren?
Sind so seltsam/verdächtig bauklein...verglichen mit Omron/Finder 
Relais..."greenhorn"-Zweifel mangels Fachwissen...

> Haken an den Dioden ist in der Tat, dass die pro Diode nicht unter 0,5V
> Spannungsfall haben werden, bei einfachen Gleichrichterdioden eher das
> doppelte.

In der Bastelkiste gefunden:
STPS40L45CG, Vf = 0V49, If = 2x 2A
https://eu.mouser.com/datasheet/2/389/stps40l45c-956685.pdf

oder

30CTQ045S, Vf = 0V56, If = 30A (2x 15A oder 2x 30A ???)
http://www.farnell.com/datasheets/67338.pdf

> Ganz ohne wird es vermutlich nicht gehen, sonst geben die Dinger in
> kürzester Zeit Rauchzeichen.

Spannend für mich die Diagramme im Datenblatt:
Je heißer die Dioden desto weniger Spannungsverluste...
to be tested...

> Idealerweise würde man also die Diode am Zusatzakku auch noch los, bzw.
> würde sie vom Relais überbrücken lassen.
> (Dummerweise wäre das dann eine Selbsthaltung und das Relais würde nicht
> zurückschalten, das hast du ja in deiner Schaltung selbst schon bemerkt)
> Ist der Zusatzakku schon gesetzt? Sonst würde ich zwei Kontakte für +
> benutzen. Einen dicken für den Laststrom, und einen kleinen für die
> Relaisspule.
> Dann kannst du die Diode für den Zusatzakku parallel zum Relais
> schalten, wie beim Hauptakku. Die Zusätzlich verbratene Leistung wäre
> mir beim Zusatzakku ja egal, aber dadurch würde man die Zeit verringern,
> in der die Diode während des Wechsels Abwärme produziert.

Hmmmm...stimmt.
Habe ich aber erst durch Deinen Hinweis bemerkt...
Danke für den Tipp mit der "2. Plusleitung" zum Relais.

Standardmäßig in der Film- und Videoindustrie wäre ja ein 4-pol XLR für 
die 12V Spannungsversorgung (1: GND, 4: +12V, 2 + 3 NC), ist aber 
baugroß und leistet auch nur 10A peak (lt. Datenblatt)
Werden wohl MPX-Hochstromstecker aus der Bastelkiste werden, 2x3 pins 
für Plus und Minus, wobei 1x pin zur externen Relaisansteuerung (bleiben 
also nur 2 pins in der Plus-Strecke zu Last-Versorgung...egal, wird 
schon passen)

> Sinnvoll, aber nicht mit rein gezeichnet, wäre eine kurze Verzögerung des
> Relais bis der Zusatzakku richtigen Kontakt hat. Sei es durch nen
> nacheilenden Kontakt am Stecker oder eine kleine Einschaltverzögerung
> von 1-2 Sekunden.

Nacheilender Kontakt wäre simple lösbar (MPX-Hochstromstecker: den 
entsprechenden Pin kürzen)
Mit einem einschaltverzögernden Relais bin ich (wieder einmal) 
überfordert.
Google erschlägt mich mit für mich verwirrenden Treffern...;-(
Simple Ideen dazu?
Zweites Relais (mit großem C, und R) vor das Hauptrelais schalten ?

> Beachte auch, dass nicht jede LiIon-Zelle für deinen Zusatzakku geeignet
> ist. Das sollten schon Hochstromzellen sein, wie sie z.b. bei
> Werkzeugakkus eingesetzt werden. Die meisten einfachen Zellen aus
> Laptopakkus machen bereits bei 5-10A schlapp.

Das hat meine www-Recherche nun auch ergeben:
Selbst meine LiIonen 18650-Zellen "LGDAS31865" haben Imax = 3A2
deswegen sind die wohl auch in den Bebob V-mount Akkus immer 4p bis 8p 
(?) verbaut.
Siehe auch:
https://lygte-info.dk/review/batteries2012/LG%2018650%20S3%202200mAh%20%28Blue%29%20UK.html

Werden wohl LiPoly aus meiner Modellbau-Bastelkiste werden...angeblich 
bis zu 100C belastbar.
Mal schauen...

> Was den Schnellwechsler aus der Schweiz angeht. Kann es sein, dass die
> RED-Kameras doch noch etwas weniger Strom aufgenommen haben?

Ja, vermute ich auch.
Die RED-Cams werden aber heutzutage nur mehr selten verwendet...habe ich 
kaum in der Hand...nur für Spezialeinsätze.


> Ich habe das mal überschlagen und käme für 10-20 Sekunden Betriebszeit
> auf mehrere Minuten Ladezeit. (So Faktor 10 etwa).

Puhhh, ich kanns Dir nur aus der Praxis sagen:
Ein paar (wenige) Sekunden diesen ominösen Taster drücken und man konnte 
in normaler Zeit (5 Sekunden?) den Hauptakku wechseln.
Muss zu Bürozeiten die Kollegen nach dem Namen des 
Herstellers/Produzenten fragen...

LG Martin

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von P. W. (deneriel)


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Das Relais sieht doch gut aus. Die Variante sollte 25A Dauerstrom 
aushalten, das reicht für deine Anwendung alle Mal.
Gedacht ist das allerdings für die Platinenmontage - d.h. du hast keine 
Lötösen sondern nur Stifte, und auch keine weitere 
Befestigungsmöglichkeit.
Ich weiß nicht ob du dafür jetzt eine Platine fertigen lassen wolltest, 
mit ein bisschen Lochraster ist es bei den Strömen nicht mehr unbedingt 
getan.

Daher hatte ich das KFZ-Relais empfohlen. Die haben 
Flachsteckeranschlüsse dran. Selbst wenn man keine Crimpzange dafür hat, 
lassen die sich ganz manierlich löten und mit Schrumpfschlauch gut 
isolieren.
Wenn du das vorhandene Relais benutzt, sorge dafür dass die 
Leitungsenden nirgendwo unisoliert rumflattern können. Kurzschlüsse sind 
bei den Strömen nicht lustig.
Schrumpfschlauch sollte funktionieren.

Die Lötverbindungen müssen gut sein. Schlechte Lötverbindungen haben 
einen Übergangswiderstand, werden warm, der Widerstand erhöht sich, sie 
werden wärmer, usw. Irgendwann löst sich das dann.



Die Dioden sind für deinen Zweck beide nicht geeignet - im D2-Pak, also 
der vorhandenen Gehäusebauform - brauchen die zur Wärmeabfuhr eine 
ordentliche Kupferfläche auf einer Platine. Auch hier wieder: Für die 
zwei Bauteile hast du ja vermutlich nicht vor eine Platine fertigen zu 
lassen.
Völlig egal jedenfalls ob die für 2, 15 oder 30A ausgelegt sind. Wenn da 
5W+ Wärme entstehen, müssen die irgendwo hin.
Daher mein Rat zur bedrahteten Variante die man dann fest schrauben 
kann.

Zum Testen mit geringerer Last kannst du die schon hernehmen. Du wirst 
dann schon merken wie die Wärmeentwicklung ist. Nimm aber bitte nen 
Thermometer und nicht die Finger um das rauszufinden. Je nach Last gibt 
das Brandblasen bevor die abraucht.
Wenns funktioniert, bestellste dir halt nen besser geeigneten Typen. Ein 
Gehäuse brauchst du auf Dauer ja sowieso. Da würde ich dann was aus Alu 
nehmen und die Diode daran festschrauben. (Achtung, wenn die ne 
Metalllasche hat, muss sie ggf. isoliert montiert werden).
Die obere von denen Dioden gäbe es z.b. auch im TO-247 Gehäuse. Die wäre 
geeignet.

Dioden haben einen negativen Temperaturkoeffizienten - bei steigender 
Temperatur sinkt der "Widerstand" und erhöht sich der Strom. Deswegen 
kann man die auch ohne eine gute thermische Kopplung nicht sinnvoll zur 
Stromerhöhung parallel schalten. Die heißere Diode würde immer mehr und 
mehr Strom bekommen, bis sie abbrennt. Dann bekommt die weniger heiße 
Diode den vollen Strom ab, der für sie auch zu viel ist -> 
Kettenreaktion von Rauchbomben.
Das Gleiche gilt auch für klassiche Bipolare Transistoren. Da verwendet 
man zum Parallelschalten dann Emitterwiderstände um die Kennlinien 
anzugleichen. Das ist aber eine andere Baustelle.


Alle Akkuverbindungen mit ordentlich Querschnitt ausführen. nen 0,5mm 
Drähtchen ist da nicht das Mittel der Wahl. 2,5qmm dürfen es bei den 
Strömen schon sein, du willst ja die Leistung nicht auf der Leitung 
verheizen.
(2,5mm² an einen Relaispin will dann auch wieder mechanisch gestützt 
werden). Die Verbindung zur Relaisspule muss nur ein paar zig mA 
aushalten. Da kannste irgend nen dünnen Schaltdraht nehmen, ob der 
0,1qmm oder 0,5qmm hat iist dafür wurscht.



Stecker:

4pol XLR habe ich auch schon an einem eBike der ersten Generation 
gefunden.  Deswegen kam das auch zu mir: Der Karren lief nicht mehr, 
weils die Buchse verschmort hatte. Neue Buchse, und weiter ging es. Wenn 
man nicht trampeln muss, fährt Mann auch mal Damenrad 8)

Die 10A sollte man dort schon ernst nehmen. Und das sind die 
Neutrik-Stecker. Den billigeren würde ich das nicht zumuten.
Für deinen Zusatzakku wird das aber trotzdem gehen, ist ja nur 
Kurzzeitbetrieb. Nach 5-10 Minuten ist das Teil eh leer.
Was gerne für diese Zwecke genommen wird ist übrigens Speakon. 
Eigentlich dafür nicht gemacht, aber stabil, billig und hält den Strom 
aus.
MPX kann angeblich 35A bei Nutzung aller Kontaktpaare gleichzeitig. Von 
der Belastbarkeit her sehe ich da kein Problem.
mit 2x2 Kontakten für + und GND und am Zusatzakku einem Extrakontakt für 
das Relais bist du da ganz entspannt unterwegs. Den kürzer zu schleifen 
scheint mir machbar.
Mich würde daran allerdings die fehlende Zugentlastung stören. Damit 
musst du zum Trennen der Verbindung an den Leitungen ziehen und wenn 
dann eine Lötstelle nachgibt, hast du selbige in der Hand.
Wenn du das mechanisch gelöst bekommst, spricht da elektrisch gar nix 
gegen.

Deswegen auch mein Vorschlag mit dem D-Sub-Derivat. Die kann man im 
Gehäuse verschrauben und für die Zuleitung vom Zusatzakku gibt es 
passende Steckergehäuse mit Zugentlastung.

Die Leitung vom Hauptakku und zur Kamera kannst du ja fest anschließen. 
Da würde ich halt eine Kabelverschraubung mit rein bauen um auch hier 
die Zugentlastung sicherzustellen wenn du im Tran mal dran hängen 
bleibst.
Ein Stecker bringt dir hier nur eine weitere Fehlerquelle.
Zumindest nehme ich mal an, dass der Akkuhalter nicht direkt an der 
Kamera angeschraubt und kontaktiert ist, sondern über irgendein 
(wahrscheinlich schweineteures) Kabel verbunden sein wird.

Ansonsten ist meine Empfehlung keinen Stecker zu nehmen der in dem 
Bereich für andere Zwecke eingesetzt wird. Du kannst Dinge nicht 
Idiotensicher bauen. Wenn du es versuchst, kommt jemand und baut nen 
größeren Idioten.
Aber du kannst Flüchtigkeitsfehler ausschließen.
Wenn du also z.B. 3pol XLR für Mikrofon und Linepegel am Equipment hast 
- dann nimmst du das NICHT für die Stromversorgung.

Und wenn es mit dem Kürzen eines Kontaktes nicht so einfach klappt (z.b. 
bei D-Sub), dann sagste bescheid und es findet sich sicher noch eine 
Schaltung für eine Kurzzeitverzögerung mit einer Hand voll einfachen 
Bauteilen. Die muss ja nicht den Laststrom schalten sondern nur das 
Relais. Halb so wild...



Deine genannten Zellen sind ein ohnehin ziemlich alter Typ. Das sind die 
klassischen erwähnten Zellen wie man sie in Notebookakkus findet.
Für die kommerziellen Akkus reichen die aus, denn die Parallelschaltung 
ist ohnehin erforderlich um die Kapazität zu realisieren. Der Strom 
teilt sich dann entsprechend auf die Zellen auf.
Nach meiner Rechnung müsste dein Pack 4S8P sein mit insgesamt 32 Zellen.
D.h. jede Zelle bekommt im schlechtesten Fall mal 1,5A ab.

Ich habe kürzlich beim Pollin Samsung INR18650-25R für 4,50 das Stück 
gekauft. Die wären für sowas geeignet.
Wenn du Zellen aus dem Modellbaubereich hast die vom Spannungslevel zu 
den bisherigen passen, kannste die natürlich auch verwenden. Die 
Spannung deines Zusatzakkus sollte im geladenen Zustand höher sein als 
die des Hauptakkus, damit die Energie sofort aus dem Zusatzakku 
entnommen wird. Bei unterschiedlichen Zellen solltest du das zumindest 
berücksichtigen.



Für den Test hast du ja alles da - wenn das auf dem Schreibtisch 
funktioniert, würde ich mir an deiner Stelle Gedanken um die 
praxistaugliche Umsetzung machen, und dann halt mal eine Bestellung für 
die  Teile lostreten. Vorhanden-in-Bastelkiste vs. Zuverlässigkeit.

Viel Erfolg.

von oszi40 (Gast)


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P. W. schrieb:
> Für den Test hast du ja alles da

Der Test jetzt scheint mir auch wichtig, da Spannungssprünge beim 
Umschalten oder anklemmen der anderen Batterie evtl. Fehlfunktionen bei 
den angeschlossenen Geräten auslösen könnten! Manche SD-Karte wurde z.B. 
schon gekillt als kurz der Strom während des SCHREIBENS weg war...

von P. W. (deneriel)


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ACK

Auch wenn alle beteiligten Geräte wahrscheinlich ohnehin integrierte 
Wandler haben um die schwankende Akkuspannung auf als angenehm 
empfundene Werte zu reduzieren.

Wenn sich das als Problem herausstellt, könnte man noch einen Pufferelko 
spendieren (bzw. Mehrere).
Einen Impuls im zig ms-Bereich bekommt man damit nicht abgefangen, aber 
für Vorgänge im sub-ms Bereich könnte das klappen und Anstieg und Abfall 
der Versorgungsspannung soweit dämpfen, dass die Wandler hinterher 
kommen.
Ein paar mF lassen sich ja auch recht unkritisch unterbringen.

von Chris (Gast)


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Also, ich habe solche nach kommerziellem Vorbild (Datenblatt) gebaut. 
Batterieumschaltung ideal diode laut Maxim (battery charges mimes ideal 
diode) mit 12V Schaltschwelle, 1.5A Batterie, Ladeschaltung mit 120mA, 
UC LEDs, ...  Bei jedem Batterie Wechsel wird max 2.66W Nachgeladen. 
Wie das kommerzielle gerät ist es auf 10A beschränkt, max 12A.

von floppy disk (Gast)


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P. W. schrieb:
> Völlig egal jedenfalls ob die für 2, 15 oder 30A ausgelegt sind:

Ich formuliere um und ergänze:

Unabhängig davon, ob Dioden für 2, 15 oder 30A ausgelegt sind:

Es muß immer für (der Verlustleistung) entsprechende Wärmeabfuhr-
möglichkeiten (ausr. fett passiv/ausr. Luftstrom aktiv gekühlt =
"zwangs-" gekühlt) gesorgt werden.

Allerdings dürfen natürlich die im Datenblatt angegebenen Werte
für Dauergleichstrom (DC und/oder AVerage RECtified) und auch
Spitzen-Impuls-Strom nicht überschritten werden.

Und die für höheren Strom spezifizierte Diode wird auch aus einem
größeren Die bestehen, das alleine schon selbst etwas höhere (wenn
auch immer noch recht winzige) thermische Masse aufweist (relevant
für Pulse), und größere Berührfläche mit der metall. Trägerplatte.

Letzteres ist verantwortlich für den niedrigeren R_th(JC)-Wert im
Datenblatt - welcher auch direkt die nötige KK-Größe/-Leistungs-
fähigkeit mit beeinflußt. Größere Dioden sind einfacher kühlbar.

(Damit niemand glaubt, es sei egal, ob eine Diode ... bla, bla.)

Martin S. schrieb:
> Spannend für mich die Diagramme im Datenblatt:
> Je heißer die Dioden desto weniger Spannungsverluste...

Das ist zwar richtig, aber bringt Dir nichts "greifbares".
Tests kannst Du Dir, glaube ich, sparen.

Übrigens: Ob bei Common Cathode/Anode Packages das Stromrating
für eine oder beide zusammen gilt, steht im Datenblatt - man muß
nur genau genug schauen (oder die Einzelversion gegenchecken).

Hier, wo Du mit 10ADC (bis 12ADC) zu tun hast, ist es unnötig, an
Parallelschaltung zweier 15A (Dauer, mit entspr. Kühlung, und ohne
selbige Kühlung hier völlig unbrauchbar) Dioden zu denken.

Parallelschaltung von Dioden ist ein ganz eigenes, umfangreiches
(wenn auch gern als "einfach nicht machen!" ausgeschlossenes)
Thema - das wir hierbei jetzt nicht erörtern müssen ... ;)

von P. W. (deneriel)


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Oh, sicher könnte man die Funktionalität in hübsch nachbauen.
Bisschen Überwachung, bisschen Ladeelektronik, bisschen Umschaltung.
Und das ist alles besser und eleganter als ein Relais und zwei Dioden.

Einzig: EINFACH wird es dabei nicht bleiben. Und man hat halt das 
Zusatzgewicht wieder drin und dran.



Heute kann man auch Wasserkocher mit Temperaturvorwahl kaufen die 
vollautomatisch dein Teewasser auf eine exakte und sichere 
Trinktemperatur bringen. Technisch kein Problem, und für den Experten 
überschaubare technische Komplexität.

Das hier ist halt eher der Pfeifkessel. Das Wasser da drin wird auch 
heiß. Darum, dass man sich daran (oder an der Diode) nicht die Schnute 
verbrennt, muss man sich halt selbst kümmern. Vorsicht, heiß ;)

von Chris (Gast)


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Ein kommerzielles gerät kostet 500€. Wenn man drei Geräte hat zahlt sich 
der Selbstbau schon aus. Mit 50-70€ ist man dabei.
Allerdings stimmt es auch dass man ein automotiv 15/30A on-off-on 
Schalter mit Dioden und Mosfets nehmen kann mit 13€ Kosten. Dabei ist es 
aber nicht möglich eine kompakte und stabile auf der Kamera montiertes 
Zwischenstuck zu haben.

von Zoggl (Gast)


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Kamera 12 bis 34V
Der Monitor 12-17V
Transmitter 7-28V
Das Zeug scheint sehr tolerant zu sein was die Spannung angeht.
Warum willst du nicht gleich gegen einen zweiten Akku tauschen, sondern 
einen Stützakku verwenden?

So etwas gibt es fertig:

https://store.open-electronics.org/Battery-switch-ft1384?search=ft1384

Wenn es nicht ums letzte Promille Wirkungsgrad geht könntest du auch 
zwei davon zusammenschalten. Dann hast du deine drei Eingänge.

Nimms mir nicht übel, aber die drei Dinge die du aufgezählt hast kosten 
bereits einen Kleinwagen. Ich denke daher eher dass es um das Gewicht 
als um 500€ geht.

Denk mal über eine etwas andere Lösung nach: du hast einen Akkuhalter in 
dem dein Akku einrastet.
Der wird leer.
Du nimmst den Akku heraus - das Kabel bleibt am Akku verbunden. Du 
steckst den zweiten akku am zweiten Kabel an und den ersten ab. Jetzt 
rastest du den neuen Akku an der alten stelle wieder ein.

Braucht keinen Zusatzakku und kein zusätzliches Gewicht an der Kamera.

Sg

von floppy disk (Gast)


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Zoggl schrieb:
> Du nimmst den Akku heraus - das Kabel bleibt am Akku verbunden. Du
> steckst den zweiten akku am zweiten Kabel an und den ersten ab. Jetzt
> rastest du den neuen Akku an der alten stelle wieder ein.
>
> Braucht keinen Zusatzakku und kein zusätzliches Gewicht an der Kamera.

Klar, das ist der o. g. Grund-Ansatz "eiliger Kontakte" und so.
Mir kommt da noch eine Idee nach Deinem Post - etwas umfangreich:

Legen wir erst mal fest, daß sich unsere Geschichten (auch die
Deinige tat das ja) um "Manual Highside (+) Cable (Dis-)Connect"
drehen, und man zur Stimmigkeit (beider!) auch noch sagen müßte
"Lowside (GND/-) wird immer zuerst verbunden/zuletzt getrennt".

(Im Grunde noch einmal die "vor- bzw. nacheilende Kontakte" Story:
Vgl. mit HotSwap- Kontaktschienen / -Stiften müßte GND deswegen
beim Einstecken vor-, und beim rausziehen nach-eilen. Klar, oder?)

Sonst funktionierte keine davon, nur eine Leitung (1 Kontakt) ist
bzw. macht doch bekanntlich noch keinen Stromkreis. Bedeutet also,
daß zu dem Prozeß immer zwei mal drei = 6 Einzelkontakte bewegt -
vielfach gesteckt getrennt- werden müßten. Und das in richtiger(!)
Reihenfolge. Aber dann_kann das (ich komme gleich dazu, inwiefern)
bestens klappen (unerwünschtes alles vermeidend, wie folgt):

- Ladezustand muß ja bekannt sein für manuelles HotSwapping.

  Also je nach der gewünschten (bzw. der überhaupt benötigten)
  Ausnutzung der Gesamt-Kapazität -weniger weit geladen sowie
  entladen, also "weniger stark ausgenutzt", verlängert bei mir
  persönlich bekannten Akkutypen offensichtlich die Lebensdauer-
  sowie gewünschten Höhe der Sicherheitsmarge etc. reicht eine
  Abschätzung über Zeit x Durchschnittsverbrauch längst nicht.

  Besser ist eine genauere Darstellung des Ladezustands, z.B.
  aus vielen (nicht nur 2, 3 - je weniger das sind, desto öfter
  müßte ja nachgesehen werden... was allerdings den HotSwapper
  selbst evtl. gewaltig störte ;) LEDs. Und alle nur denkbaren
  Zwischenlösungen bis hin zu einem Mikrocontroller, der aus
  Meßwerten (U, I) den Ladezustand berechnet und meinetwegen
  sogar als %-Wert darstellt. Ich meine ja nur: Es muß ja nichts
  aufheulen, wenn man nicht "ich möchte selbst den Tiefentlade-
  Abtrennschalter betätigen" spielen will, "im letzten Moment".
  ;-) Nötig dazu so oder so ein paar Blicke zwischendurch...

  Und kosten muß so eine Schaltung auch nicht die Welt - denn
  die Teile sind recht preiswert, und Vorlagen sind auffindbar,
  aber: Man müßte zumindest analoge/µC -Grundlagen beherrschen.]

  Prozedere:
- Ablesen - Akku "U" wird langsam (wird bald / ist nahezu) leer.

  Es folgt:
- Zuerst (GND/-) Verbindung des zuvor geladenen, m.o.w. vollen
  (Ersatz-) Akkus "V" herstellen, dann erst dessen...
- (+) Kabel [* siehe unten] mit (+) Speise-Anschluß verbinden.

  Nunmehr:
- (+) Kabel [* s. u.] des (fast) entladenen Akkus ebfs., dann:
- Hauptanschluß (+) desselbigen trennen.

  Jetzt allerdings:
- Akku "V" Hauptanschluß (+) verbinden, dann
- (+) Kabel [* s. u.] desselbigen trennen.

  Und zuletzt:
- (GND/-) Verbindung von Akku "U" trennen und je nach Geschmack
  und gewünschtem Zeitpunkt entweder Akku "W" schon bereithalten
  oder "U" durch "W"iederaufladen zu "W" ... "W"erden lassen.

[* ... zu diesen "ominösen" Kabeln (bzw. meinem "Trick" dabei):

Akku "U" würde mit Akku "V" über 2 x R_Kabel verbunden - das ist
2fach einfacher hinbiegbar, ohne daß der Spannungsabfall gleich
ein unnötig (bzw. gefährlich?) weites Absinken der Lastspannung
bewirken muß, und noch dazu gibt es eine "Zwischenstufe" bzgl.
U_U und U_V (die "Mischspannung" - I* R_Kabel/2 meine ich).]

Sorry für den Roman-Charakter des ganzen. :-/

von floppy disk (Gast)


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floppy disk hatte im Beitrag #6646870 etwas vergessen:
> hinbiegbar,

den Strom vom vollen Akku "V" in den leeren Akku "U" recht
stark zu begrenzen (da eben zwischen den Akkus 2fach R_Kabel(

> ohne daß der Spannungsabfall

von 1fach R_Kabel

> gleich
> ein unnötig (bzw. gefährlich?) weites Absinken der Lastspannung
> bewirken muß

Vglb. Gatetreiber mit separaten Anschlüssen für Auf-
und Ent- Ladewiderstand (C_GS/Mosfet oder C_GE/IGBT).

U. a. daher mußte ich daran denken - na dann, auf geht's...
haltet Euch bloß nicht zurück. Falls es wer zum lachen
findet soll er's ruhig sagen, ich vertrag das. ;)

von Zoggl (Gast)


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Wenn du unbedingt selbst schalten und walten willst gibt es die auch mit 
Steuereingängen:
https://www.mini-box.com/Y-PWR-Hot-Swap-Load-Sharing-Controller
Würde ich aber nicht machen. Das verursacht nur Fehler.

Mein Vorschlag wäre für semisationäre Anwendungen zwei mini mini v 
mounts.
Und ein hot swap Controller.
https://bebob.de/vmm-micro.html

Neue Batterie rein und alte raus. Kein schalten und walten einfach 
stecken und ziehen. Vielleicht eine kleine Led die anzeigt, welche 
Batterie gerade aktiv ist.

An der Kamera würde ich das selbe machen. Nur mit einem Kabeladapter und 
einer Wechselhalterung.

Welchen Mount hast du an der Kamera im Einsatz? Wenn du mehr wie 10A 
brauchst muss das ja dann der vcine mit Kontakten oben und unten sein. 
Das macht ein Wechselkabel wieder schwirig.

Sg

von Martin S. (gibsea106)


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Hi !

Habe nun mangels leistungsstarken Netzgeräten die Tests mit 2 
ausrangierten 12V-Starterbatterien durchgeführt.

Hat eigentlich alles erwartungsgemäß funktioniert:
Meine oben erwähnten "D2PAK"-Dioden 
(https://eu.mouser.com/datasheet/2/389/stps40l45c-956685.pdf)
auf 2Cent-große Kupferplättchen gelötet, mit bis zu 12A belastet, Temp 
kontrolliert.
Eigentlich alles gut.

Den Prototypen könnte ich doch nun schon bauen...

Zu Euren (vielen) Antworten/Reaktionen:
First of all: Danke fürs Interesse!

@P.W. (deneriel):
P. W. schrieb:
> Ich weiß nicht ob du dafür jetzt eine Platine fertigen lassen wolltest,...

Neinnein, ich bin ja Ösi, da gilt "Husch-Pfusch-Passt-Schon".
Auf Hochdeutsch: "Maximales Ergebnis bei minimalstem Aufwand" oder "So 
viel wie nötig so wenig wie möglich".
Hier gehts nicht um Komfort oder Optik, sondern um die 
Praxistauglichkeit; und um mögliche (technische) Fehlerquellen 
auszuschließen.
Und die Lösung ist (derzeit) wirklich nur für mich selbst gedacht.
Kein kommerzieller Gedanke dahinter.

> Wenn du das vorhandene Relais benutzt, sorge dafür dass die
> Leitungsenden nirgendwo unisoliert rumflattern können. Kurzschlüsse sind
> bei den Strömen nicht lustig.

Jep!
Mechanisch werde ich das Teil schon sauber/sicher zusammenbasteln 
können.

> Alle Akkuverbindungen mit ordentlich Querschnitt ausführen.

Ist klar, 150W brauchen viel Kupfer.

> Wenn du also z.B. 3pol XLR für Mikrofon und Linepegel am Equipment hast
> - dann nimmst du das NICHT für die Stromversorgung.

XLR 3pol sind in der Kameraabteilung immer 24V, selten 30V (für analoge 
HiSpeed-Kameras)
Hingegen 12V sind bis heute XLR 4pol (früher, historisch: XLR 5pol; pin1 
und pin3).
Aber ich werde vermutlich keine XLRs (umgangssprachlich in Österreich 
manchmal "Cannon") in diesem HotSwapper verbauen...zu "baugroß".

off-topic zu "3pol XLR für Mikrofon und Linepegel":
Also ich bin schon im 4.Berufjahrzehnt, mit vielleicht 5000 Drehtagen, 
und es passiert wahrlich viel Kacke am Set, aber dass ein Ton-Kollege an 
unseren XLR-Kameraakkus mit seinen Ton(Signal!)-Kabeln herum"gesteckt" 
hat: Nein, das ist noch nie passiert...
Und in BRD sicher auch noch nicht.
;-)))

> Und wenn es mit dem Kürzen eines Kontaktes nicht so einfach klappt (z.b.
> bei D-Sub), dann sagste bescheid und es findet sich sicher noch eine
> Schaltung für eine Kurzzeitverzögerung mit einer Hand voll einfachen
> Bauteilen. Die muss ja nicht den Laststrom schalten sondern nur das
> Relais. Halb so wild...

Also das mit dem "Kürzen" eines Kontaktes zwecks "nacheilendem" Relais 
sollte ich schon mechanisch hinkriegen, aber trotzdem (wegen 
Schulung/Lernen neuer Techniken):
Eine analoge Lösung einer nacheilend/verzögernden schaltenden/lösenden 
Relaisspule würde mich schon interessieren...Hat jemand Lust mir für 
meinen HotSwapper einen Wissensschub/Denkanstoß zu geben?

> Ich habe kürzlich beim Pollin Samsung INR18650-25R für 4,50 das Stück
> gekauft. Die wären für sowas geeignet.
> Wenn du Zellen aus dem Modellbaubereich hast die vom Spannungslevel zu
> den bisherigen passen, kannste die natürlich auch verwenden.

Danke für den Tipp mit den "Pollin"-Zellen:
Derzeit natürlich ausverkauft.
Aber interessant, Imax = 20A

Meine Bastelkiste ist voll mit ausrangierten LiPo-Zellen...da werde ich 
für den Prototypen schon die passenden finden.

> Viel Erfolg.

Danke, der Test hat funktioniert.

tbc

von Martin S. (gibsea106)


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Hi !

Betreffend dem "Schweizer-Teil" (mit Super-Caps) eines HotSwappers, wie 
in einem meiner ersten postings erwähnt:

Habe nun mit Kollegen recherchiert:
Das war seinerzeit die Firma Actionproducts:
https://www.facebook.com/ActionProducts-372364712783616/
https://www.fdtimes.com/2015/10/06/actionproducts-alexa-mini-aks/

Gibt es (leider) nicht mehr.
Schade, denn ich selber mochte deren Produkte gerne.

Für die Insider unter Euch:
Der HotSwapper von bebop.de musste seltener zum Service als derjenige 
von actionproducts.
Wahrscheinlich haben die Akku-Zellen(?) des Bebops eine längere 
Standzeit als die Super-Caps von actionproducts.

PS:
Ich war jetzt so frech und habe ein .jpg von actionproducts hier 
veröffentlicht.
Bitte um Verzeihung liebe Actionproducts-Manager...ihr habt/hattet ein 
tolles Produkt.

tbc

von P. W. (deneriel)


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Ja nu, keine Ahnung was ihr da beim Film so anstellt, sei es hüben wie 
drüben... Gut, wenn die Tonjungs nicht an eure Kameras gehen.
Ein Schuko-Stecker wäre technisch vielleicht auch zur Datenübertragung 
geeignet, aber den Meisten dürfte kraft eigenen Denkvermögens klar sein, 
dass der für die Übertragung eines Telefonsignales vielleicht doch eher 
keine so gute Idee ist...


Bei uns heißt das Prinzip mit möglichst viel für möglichst wenig 
übrigens Minimax - abgeleitet vom Minimal und dem Maximalprinzip. Der 
BWL-Lehrer frisch von der Uni wollte uns auf der Berufsschule erzählen: 
Nein, das gäbe es nicht. Na gut, in der Theorie hat er damit recht.
Aber der wollte uns auch was vom unbegrenzten Wachstum erzählen und wir 
haben gefragt wo der Unterschied zu einem Speicherleck ist und was 
passiert wenn der besagte Speicher dann voll ist. Der Computer macht 
dann undefinierte Dinge und mit etwas Glück nen Neustart...

Ich sag mal so... Je länger man studiert (und je nach Fach), desto 
härter und ungnädiger ist dann der Realitätskontakt ;-)


Kommen wir wieder Back to Topic.

Ich erwarte nicht, dass deine Diode bei Dauerbetrieb mit Volllast so 
kühl bleibt.
Je knapper elektronische Bauteile auf Kante genäht werden, desto 
schneller sterben sie. Das kann beim ersten einschalten sein oder nach 
Ablauf der Gewährleistung. Oder nach 10 Jahren weil der Entwickler 
Reserve vorsehen konnte.
Nach Murphy passiert das natürlich immer bei ungünstigster Gelegenheit.
Lieber was großzügiger dimensionieren. Die Bauteile kosten dann nur ein 
paar cent mehr und die Rotstiftfraktion die in der Großserie 1,352ct pro 
Gerät einspart, hat hier ja auch nix zu melden.


Statt dem gekürzten Kontakt brauchst du halt eine Einschaltverzögerung.
Da gibts zig Varianten von, z.b. mit dem Uralt-Chip NE555 (einer der am 
längsten produzierten Chips ever) oder auch diskret. Also ohne Chip und 
dafür mit Einzelbauteilen.
Sonderlich präzise muss es ja glücklicherweise gar nicht sein. Ob dein 
relais die Diode nun nach 1 Sekunde 1,2409 Sekunden oder 3 Sekunden 
überbrückt, spielt ja gar keine große Rolle.

Möglichkeit a, du suchst dir eine der unzählichen 
Verzögerungsschaltungen aus dem Netz.
Möglichkeit b wäre mal kurz und ungetestet hingepinselt.

Oh, und ich bin mir sicher, dass es für die maker-Fraktion heute billige 
Platinchen aus China gibt damit sie das zusammenstecken und zeigen 
können: "Look, what i've built."

1
+ o-+----------------------------+-------+------+
2
    |    ____                    R       |      |
3
    +---| R1 |----+------+       3       |     ###
4
         ````     |      |      _|_     ___    K 1
5
                  |      |   D2 \ /     / \    ###
6
                  |     _|_     ^^^LED  ^^^     |
7
                  |     / \D1    |       | D3   |
8
               +--+--+  ^^^      +-------+------+
9
               |     |   |      / C
10
               R    ===  |    |/ 
11
               2   C1|   +--B-|   T1   
12
               |     |        |#
13
               +--+--+          \
14
                  |              | E
15
- o---------------+--------------+

C1 wird über R1 langsam aufgeladen.
D1 ist eine Zener-Diode, deswegen in Sperrrichtung eingebaut.
Die besondere Eigenschaft ist, dass die Diode in Sperrrichtung leitend 
wird, wenn die Zenerspannung erreicht wird. Diese besagte Spannung wird 
an der Diode auch vebraten. Der Rest geht durch.
Der Transistor schaltet hier das Relais. Dazu muss an der Basis eine 
Spannung von mindestens ca. 0,7V anliegen und ein gewisser Strom 
fließen.
Dann kann zwischen Kollektor (C) und Emitter (E) ein Strom fließen der 
dem Basisstrom * Verstärkungsfaktor entspricht. Also fast wie das 
Relais, nur mit viel weniger Strom weil wir hier eh nur ein paar mA 
brauchen.
K1 ist die Relaisspule, D3 schließt die beim Abschalten entstehende 
Spannungsspitze kurz (Prinzip Zündfunken, wie beim Auto), und R3+D2 sind 
einfach nur eine Kontroll-LED dass das Relais eingeschaltet ist und du 
nun den Akku ziehen kannst.
Zu guter Letzt sorgt R2 dafür dass C1 auch wieder entladen wird. Sonst 
bliebe die Ladung relativ lange erhalten bis sie durch die 
Selbstentladung langsam weg "sickert".

Wie lange die Schaltung genau braucht hängt in erster Linie von R1, C1 
und D1 ab.
D1 definiert die Schaltschwelle, R1 und C1 wie lange die Ladung braucht.
Je höher R1 wird, desto länger ist die Verzögerung. Dito je größer C1 
wird (aber desto größer wird der auch).
R1 darf aber nicht zu groß werden, damit am Ende noch genug Strom durch 
T1 fließen kann. >= 1mA sollte es schon sein. Der ausgesuchte Typ hat 
keine besonders hohe Verstärkung, aber dafür ist auch der an jeder Ecke 
zu bekommen und spotbillig.
Wenn ich nicht völlig daneben liege, müsste sich da eine Verzögerung von 
ungefähr 0,8 Sekunden einstellen.

Dimensionierungsvorschlag zum ausprobieren (ungetestet):
R1 1.800 Ohm
R2 810 Ohm
R3 47.000 Ohm
C1 330µF
D1 Zener Diode 10V
D2 LED, grün, Standard
D3 was gerade rumliegt. 1N4841, 1N4001, 1N4007
T1 BC337


Wenn du jetzt sagst: Ach, lass mal - wäre das durchaus verständlich ;)

von Martin S. (gibsea106)


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@oszi40:
oszi40 schrieb:
> Der Test jetzt scheint mir auch wichtig, da Spannungssprünge beim
> Umschalten oder anklemmen der anderen Batterie evtl. Fehlfunktionen bei
> den angeschlossenen Geräten auslösen könnten!

Das Problem "Spannungssprünge" sehe ich (als Greenhorn) auch...
Daher meine Frage nach einem Stütz-Elko.
Werde das testen und am Speicheroszi den Sprung beobachten.
In 1000µF-Schritten die Elkos parallel schalten.
(Siehe auch post von P.W.)

Wobei ich vermute das die zu "hotswappenden" Geräte einen guten 
Spannungseingangsschutz für solche Ereignisse haben; aber darauf 
verlasse ich mich nicht.

@Chris:
Chris schrieb:
> Also, ich habe solche nach kommerziellem Vorbild (Datenblatt) gebaut.
> Batterieumschaltung ideal diode laut Maxim (battery charges mimes ideal
> diode) mit 12V Schaltschwelle, 1.5A Batterie, Ladeschaltung mit 120mA,
> UC LEDs, ...  Bei jedem Batterie Wechsel wird max 2.66W Nachgeladen.
> Wie das kommerzielle gerät ist es auf 10A beschränkt, max 12A.
Bei Lust und Laune könntest Du die Unterlagen zu Deinem HotSwapper hier 
veröffentlichen.
Danke im Voraus.

tbc

von Martin S. (gibsea106)


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@ floppy disk betrfeend Diodenkühlung:
floppy disk schrieb:

> Hier, wo Du mit 10ADC (bis 12ADC) zu tun hast, ist es unnötig, an
> Parallelschaltung zweier 15A (Dauer, mit entspr. Kühlung, und ohne
> selbige Kühlung hier völlig unbrauchbar) Dioden zu denken.

Ok, aber ich darf sie schon parallel am gleichen Kühlblech arbeiten 
lassen?

> Parallelschaltung von Dioden ist ein ganz eigenes, umfangreiches
> (wenn auch gern als "einfach nicht machen!" ausgeschlossenes)
> Thema - das wir hierbei jetzt nicht erörtern müssen ... ;)

tbc

von Martin S. (gibsea106)


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@ Chris:

Chris schrieb:

> Ein kommerzielles gerät kostet 500€. Wenn man drei Geräte hat zahlt sich
> der Selbstbau schon aus. Mit 50-70€ ist man dabei.
> Allerdings stimmt es auch dass man ein automotiv 15/30A on-off-on
> Schalter mit Dioden und Mosfets nehmen kann mit 13€ Kosten.


Nun, hier gehts nicht um die Kostenersparnis, sondern um Platzeinsparung 
und ev. mehr Praxistauglichkeit.
Ich will ja nicht den Jungs von Bebop.de ihr Biz wegnehmen...bin 
allerdings verwundert, dass es seit 10 (?) Jahren immer noch den 
gleichen HotSwapper gibt...da kam nie ein MarkII oder so (zumindest 
Design/Bauart)

> Dabei ist es
> aber nicht möglich eine kompakte und stabile auf der Kamera montiertes
> Zwischenstuck zu haben.

Jetzt wirds leider umfangreich (und vielleicht verwirrend):

Weit entferntes Ziel meiner "HotSwapper-Prototypen-Bastelei" wäre ALLE 
unnötigen Teile vom Kamera-Body weg und in eine externe, tragbare Box 
(mit unzähligen Leitungen zum Body verbunden) zu kreieren.

Warum?
Die neuen Kameras sind eigentlich sehr leichte, kleine "Würfel" mit 
einer Kantenlänge von vielleicht 15cm.
Süß, praktisch, superleicht zu "operieren" (so nennt man das Schwenken 
heutzutage...).
Zum Betrieb braucht man AM BODY selber nur mehr ein Objektiv (mit ext. 
Focusmotor), ev. Glasfilter, und einen onboard-Monitor als Sucher.
Mehr nicht.
Das größte Gewicht hat übrigens das Objektiv.

Jetzt kommen aber unzählige Teile zusätzlich an den Body, sodass die 
Kamera am Ende aussieht wie ein reichlich geschmückter Christbaum (so 
nennen wir das hier in Ö).
Den Body selber sieht man gar nicht mehr, verdeckt von Kabeln und 
Geräten.

Als Beispiel die (am Body direkt) unnötigen Teile:
-   Sucher (braucht man seltens)
-   Rx Ton vom Sound-Dept. (obendrein mit mehreren 
XLR-Adapter-Verbindungen...stöhn!)
-   Tx SDI/Bild an die Regie
-   TimeCode-Generator
-   UDM-Entfernungsmessgerät mit Display (den Sensor braucht man 
allerdings schon am Body)
-   und schlußendlich eben den Betriebsakku und den HotSwap.

Viele DoPs ("Directors Of Photography") erklären mir in der 
Vorbereitung:
"Please let the Cam as SMALL and LIGHT as possible".
Najo, dann schmeißt man nun alle unnötigen Teile in einen Rucksack und 
hat unzählige Kabel zw. Rucksack und Body.
Schnell gebündelt mit Klebeband (Zeit hat man nie beim Film...).
Pfuschig, unhandlich, nervend, fehleranfällig.

Der Body beleibt zwar "zuckersüß" bauklein und handlich, aber im 
Rucksack herrscht das (technische) Chaos.

Die Lösung wäre die oben erwähnte tragbare Box (mit Tragegriff und 
Schultergürtel, wie früher die externen Pb-Akkus der 35mm-Filmkameras).
Schön und sympathisch aufgebaut, praxistauglich im Handling, und eben 
auch mit einem baukleinen HotSwapper ;-))).

Allein, bis ich diesen Prototypen fertig habe (besser: hätte) so gibt es 
sicher von den Herstellern bereits fertige Systeme.

Interessant:
Wir berufserfahrenen Kameraassistenten wurden von einem 
weltmarktführenden Kamerahersteller einmal zu einem Meeting geladen um 
deren Prototypen betreffend Alltagstauglichkeit zu beurteilen und um 
unsere Wünsche bei den Entwicklern zu deponieren.
Hmmm...meine "tragbare Box" gibt es bis heute nicht fertig zu 
kaufen...scheint denen nicht wichtig genug zu sein.

: Bearbeitet durch User
von Martin S. (gibsea106)


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@ Zoggl:

Zoggl schrieb:

> Kamera 12 bis 34V
> Transmitter 7-28V
> Das Zeug scheint sehr tolerant zu sein was die Spannung angeht.

Ich glaube das ist historisch:
Die Filmkameras werden heute noch mit 24V betrieben.

> Warum willst du nicht gleich gegen einen zweiten Akku tauschen, sondern
> einen Stützakku verwenden?

Dazu würde mir der "port" / der Steckplatz fehlen: Kostet wieder (viel) 
Platz.

> So etwas gibt es fertig:
> https://store.open-electronics.org/Battery-switch-ft1384?search=ft1384

Ja, fein.
Das wäre wohl die fertige "Ideale Dioden"-Variante wie sie weit oben 
erwähnt wurde.
Wenns techn. passend ist und meinen Erwartungen entspricht dann kann ich 
diese auch einem Test unterziehen.

> Denk mal über eine etwas andere Lösung nach: du hast einen Akkuhalter in
> dem dein Akku einrastet.
> Der wird leer.
> Du nimmst den Akku heraus - das Kabel bleibt am Akku verbunden. Du
> steckst den zweiten akku am zweiten Kabel an und den ersten ab. Jetzt
> rastest du den neuen Akku an der alten stelle wieder ein.
> Braucht keinen Zusatzakku und kein zusätzliches Gewicht an der Kamera.

Verstehe Bahnhof.
Da gibt es kein Kabel am Akku, der Saft wird über die pins am Akkuhalter 
abgenommen.

von Martin S. (gibsea106)


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@ Zoggl:

Zoggl schrieb:

> Welchen Mount hast du an der Kamera im Einsatz? Wenn du mehr wie 10A
> brauchst muss das ja dann der vcine mit Kontakten oben und unten sein.
> Das macht ein Wechselkabel wieder schwierig.

Ja, es sind die Vcine mit den Kontakten oben und unten.
Und 2 Stück Akkuplatten haben keinen Platz.

off-topic zu den V-mount-Akkus:
Die gibt es schon seit längerer Zeit, waren im TV-News-Bereich die 
Nachfolger der "Hohlstecker"-Akkus und der NP-1 Akkus.
Da waren noch geringere Ströme von Nöten.

Irgendwann brauchten die (Cine-)Kameras immer mehr Saft und somit 
begannen regelmäßig die kleinen Vmount Kontakt pins zu 
schmelzen...vermutlich Made in China.
Und dann hat man den Vmounts die obenen "HighPower" Kontakte spendiert, 
um mehr Ampere entnehmen zu können.

Alternativ dazu die Anton Bauer Gold Mount Akkus.
Technisch die bessere Lösung, haben sich aber nicht wirklich (zumindest 
in Ö) durchgesetzt.
https://www.antonbauer.com/en/about-antonbauer/the-antonbauer-story/

von Chris (Gast)


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Xrl hat voreilende Kontakte an pin1. 4pin xrl pin1+2 gnd pin 3+4 14.8V 
für 20A.
Eventuell ist der Tiefentladeschutz Bausatz von Pollin von Interesse 
sollten SDI und Monitor bei 12V nicht ausschalten.

von floppy disk (Gast)


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Martin S. schrieb:
> Ok, aber ich darf sie schon parallel am gleichen Kühlblech arbeiten
> lassen?

Klar. Und diese speziellen sogar bei nahezu 2 x Einzelrating
(entspr. Kühlung vorausgesetzt). Bloß kommen andere oft genug
auf die Schnapsidee, zwei Einzeldioden (ob nun Rectifier oder
LEDs, beides schlecht) hart parallelzuschalten. Und da verteilt
sich der Strom ohne weitere Maßnahmen nicht gleich, so daß sie
auch nicht 2 x Einzelstromrating aushalten.

P.S.:
Um einen anderweitig nötigen Kühlkörper (auch schon bei halber
max. Strom Belastung) einzusparen, war die "Kabelidee" gedacht.
Und zugleich als Begrenzung des Ausgleichsstromes Akkus 1 <- 2.
(Kabelstückchen in der mechanischen Rolle als flexible Verb. u.
der elektr. als Widerstände - mit der gleichzeitig bei Einsatz
von Widerständen möglichen Aufteilung auf zwei Stücke, wenn die
besagte Reihenfolge eingehalten wird. Aber halt nur, wenn. Nun,
wenn ... dann wäre das System klein, wegen fehlender E-tronik
praktisch unkaputtbar, usw.)

Mit den richtigen Kabeln prinzipiell möglich, auch bei unter-
brochenem Vorgang (für Minuten bis Stunden) auch ohne KK keinen
Defekt oder Brand zuzulassen.

Nur zur weiteren Erklärung, Du persönlich scheinst mir an der
Kabellösung (aus verst. Gründen - wäre ja auch etwas komplex in
der Handhabung, u.a. speziell fehlerintolerant bzgl Reihenfolge)
recht wenig Interesse zu haben - aber das lesen ja evtl. noch
weitere Ratsucher, daher...

von P. W. (deneriel)


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Das hat jetzt aber nichts mehr mit deinem Akkuwechsler zu tun sondern 
beschreibt dein generelles Problem. Der Akkuwechsel ist da ja letzten 
Endes nur die Linderung eines der drängendsten Probleme, wenn ich das 
richtig verstanden habe.

Ich verstehe - glaube ich - worauf du hinaus willst:

Eine Box mit allem drin wird vermutlich nen großer unhandlicher Klumpen 
werden und der ist dann nicht mehr handlich zu tragen. Dürfte vermutlich 
an die MC Rekorder in handlicher Aktenkoffergröße am Tragegurt der 
Tonleute bei Interviews in den 90ern erinnern.
Oder an die Gürtel mit Bleigewichten bei Tauchern.

Ich werfe jetzt als Grundüberlegung mal nen Polizei-Koppel in den Raum. 
Das sind die taktischen Westen mit ganz viel Platz für diversen Krempel 
denn man immer am Mann (oder an der Frau) zu haben hat.

Wenn man statt der vielen kleinen Taschen was hätte wo die Zusatzgeräte 
und Akkus Platz finden.
- Gewichtsmäßig ordentlich verteilt, sodass das auch mit doch recht 
schweren Akkus drin am Ende noch bequem zu tragen ist.
- Alles mit Klett Gummibändern fixierbar, damit die einzelnen Geräte 
oder Akkus mit ihrem Gewicht in der Tasche nicht rumschlackern. Weil 
nichts ist (für mich) nerfiger als irgendwas in der (Bein-)Tasche was 
bei jedem Schritt gegen das Knie donnert oder rumbaumelt.
- Und alles das ist verbunden mit Gummibandschlaufen zur geordneten 
Kabelführung.
- Womöglich sogar mit einem Zentralstecker für die Kamerazuleitung, 
sodass man da keinen Kabelbaum hinführen und stecken muss sondern eine 
Strippe hat, die sich dann mit einem Griff am Gegenstück an der Weste 
anstöpseln lässt. Zur Kamera hin dann möglichst 
wenige/leichte/flexible/dünne Leitungen nach Bedarf und erst direkt 
davor Verzweigung auf eine Kabelpeitsche mit den drölfzig LEMO-Steckern?

Wäre das so in etwa das, was dir vorschwebt?

Das Akkuproblem löst man dann konsequent einfach durch zwei elektronisch 
zusammengeführte Akkus, einen pro Seite. Das gleicht sich dann vom 
Gewicht her aus und du kannst problemlos wechseln.

Zugegeben, die Aufrüstzeit ist beim ersten Mal, wenn alle Kabel verstaut 
werden müssen, oder wenn das Zubehör ständig wechselt, vermutlich recht 
hoch.
Wechselt das Equipment ständig oder bleibt der Grundaufbau eigentlich 
gleich?

Vermutlich kannst du dann auch vor der Kamera als Borg bei Star-Trek 
mitmachen, aber wenn die Funktion überzeugt, dürfte das ja eher ein 
sekundäres Problem sein.

Haben deine Kollegen das Problem genauso? Muss sich da jeder selbst die 
individuelle Lösung bauen?

von Martin S. (gibsea106)


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@ Chris:

Chris schrieb:
> Xrl hat voreilende Kontakte an pin1. 4pin xrl pin1+2 gnd pin 3+4 14.8V
> für 20A.

Stimmt: XLR 4pol hat auf pin1 einen voreilenden Kontakt.

Witzig (oder peinlich...):
Da hantiert man seit 33 Jahren mit den XLRs herum und heute erfahre ich 
diese Tatsache.
Gleich in der Bastelkiste die XLRs begutachtet: Ja, voreilender Kontakt 
auf pin1.
Zu meiner Entschuldigung:
Im Berufsleben bin ich ja nur User und nicht Löter/Konstrukteur dieser 
Teile...


@ floppy disk:

floppy disk schrieb:

Bitte nicht böse sein, aber ich verstehe null/nichts/nada von Deiner 
"Kabelidee".
Entweder (höchstwahrscheinlich...) weil ich ein elektronisches Greenhorn 
bin, oder weil Dein Lösungsansatz extrem praxisuntauglich wäre und mein 
Hirn Deinen Vorstellungen somit nicht folgen kann.
Vielleicht ist Deine Lösung genial...allein, ich kapier sie nicht.
Sorry.

@ P.W.:

P. W. schrieb:
> Das hat jetzt aber nichts mehr mit deinem Akkuwechsler zu tun sondern
> beschreibt dein generelles Problem. Der Akkuwechsel ist da ja letzten
> Endes nur die Linderung eines der drängendsten Probleme, wenn ich das
> richtig verstanden habe.

Ja, richtig verstanden.
Der Akkuwechsel (also meine HotSwapper-Lösung) wäre der erste von 
vielleicht 10 Problemzonen an der Kamera.
Aber einer der wichtigsten, und einer der vielleicht am leichtesten 
(haha...) zu lösenden.

> Eine Box mit allem drin wird vermutlich nen großer unhandlicher Klumpen
> werden und der ist dann nicht mehr handlich zu tragen.

Neinnein, diese Lösung mit dem "unhandlichen Klumpen" wäre ein echter 
Fortschritt bei den Dreharbeiten.
Und der ist gar nicht soooo unhandlich:
Ich denke da an max. 10 kg und die max. Größe einer Schuhschachtel.

Ohne diesem "unhandlichen Klumpen" müßte man dieses Gewicht und die 
Größe ständig am Body montiert mitführen/-tragen, folglich:
--> alles was nicht am Body sein muss kann extern im "unhandlichen 
Klumpen" sein.

Stell Dir einen Sportwagen vor (Ferrari, Porsche, ...):
Mit Dachträger/Schibox/Surfbrett und einen 2-Achs-Anhänger für die 
BeautyCases der Gemahlin...
Da ist der Sinn eines Sportwagens schnell weg.
Besser alle Teile mit DHL ans Ziel schicken und die Fahrt mit dem 
(nackten) Sportwagen genießen.

So, oder so ähnlich, ist es mit den neuen Cine-Kameras:
Prinzipiell "bau-klein-geile" Geräte, aber das Zubehör rundherum macht 
aus der "Ferrari-Kamera" einen 38t-MAN-Sattelschlepper...
...definitiv nicht gut.

> Ich werfe jetzt als Grundüberlegung mal nen Polizei-Koppel in den Raum.
> Das sind die taktischen Westen mit ganz viel Platz für diversen Krempel
> denn man immer am Mann (oder an der Frau) zu haben hat.

Das ist eine schöne Überlegung/ein guter Gedankengang Deinerseits aber 
in der Praxis unmöglich:
-   Temperaturunterschiede zw. +45°C in der Wüste und -30°C in 
Sibirien...da wäre die Jacke hinderlich...
-   Ich muss ja auch mal wohin...sei es rauchen oder aufs Klo: Was mach 
ich dann mit der Jacke?

Nein, dieser "unhandliche Klumpen", also die Zubehör-Box, ist voll in 
Ordnung.
Und, wie bereits erwähnt, früher bei den analogen Kameras hatten wir 
IMMER einen externen (Blei-)-Akku mit der Kamera kabelverbunden.
D.h. wir sind diese Box ja eh schon gewohnt...
OK, fallweise gab es auch Akku-Gürtel (google nach "Cine60 Akkugürtel") 
zum schnelleren Laufen mit der Kamera.

Hier noch ein Bildchen unserer damaligen externen Akkupacks:
https://www.akkuumbau.de/akkureparatur-akkuumbau-fur-cine-60-power-pack.html
Bei diesem Beispiel fehlen allerdings die Montagepunkte für den 
Schultergurt...
In meinem privatem Lager/Bastelkiste habe ich viele solcher/oder 
ähnlichen Kunststoffgehäuse, alles ausrangierte Ware der 
Filmaufnahmegeräte-Verleiher (umgangssprachlich: FGVs)

> - Womöglich sogar mit einem Zentralstecker für die Kamerazuleitung, [...]
> Wäre das so in etwa das, was dir vorschwebt?

Ja, ein (!) Stück Kabelstrang zwischen Kamera und der Box wäre geil.
Ist aber entfernteste Zukunftsmusik, und daran arbeite ich noch gar 
nicht.

Habs vergessen, der Kabelstrang wäre vermutlich 10 bis 20 polig, von 
HiPower- bis zu mickrigsten Timecode-Signalen...andere Baustelle, wie 
man solche verschiedene Ströme/Signale parallel in einen Strang packen 
darf/kann.

> Wechselt das Equipment ständig oder bleibt der Grundaufbau eigentlich
> gleich?

Wechselt ständig; immer anders.
(Also täglich anders, nicht stündlich anders)
Je nachdem was der Produktionsablauf erfordert bzw. was der Kameramann 
wünscht.

Auch müssen die Kameras vollkommen nackt schnell in/auf Drohnen montiert 
werden (z.B. mit diesen Jungs: https://airworx.eu/luftaufnahmen/) oder 
ebenso nackt in Gimbals hineingebaut werden 
(https://www.karlobarber.at/gimbals/maxima-mx30/).

Und eben dieses "nackt" bedeutet dass sowieso alles Zubehör vom Body 
wegmontiert werden muss --> auch so ein Hintergedanke meiner "Box", wo 
ja eh bereits alles Zubehör drinnen ist.

> Haben deine Kollegen das Problem genauso? Muss sich da jeder selbst die
> individuelle Lösung bauen?

Also die Ösi-Kollegen haben das gleiche Problem und wünschen sich auch 
Änderungen/Verbesserungen.
Aber keiner fängt jetzt selber zum Basteln an.
Der Wunsch ist da, aber die Hersteller der Kameras und auch die 
Filmgeräte-Verleiher (kaum jemand besitzt solche Kameras selber) bieten 
selten Verbesserungen an.

Den Gedanken des eines neuen HotSwappers und auch der "Box" habe ich 
schon seit vielen Jahren im Kopf...naja, und diese Woche habe ich mich 
nun damit beschäftigt.
Mal schauen, was daraus wird; denn:
Sooooo super wichtig ist das Thema auch wieder nicht..hat ja eh die 
letzten 10 Jahre auch mit der althergebrachten Methode funktioniert.

btw. "Kollegen":
Ö ist filmtechnisch wunziklein, d.h. es gibt vielleicht 20 
Kameraassistenten (1st AC)
D hat 10x so viele Einwohner und mind. die doppelte, wenn nicht 3-fache 
Filmindustrie, also an die 500 Kameraassistenten.
Ist einer von denen hier mitlesend?
Über Meinung würde ich mich freuen!

Zu meinem Prototypen-Bau:
Habe heute mit Dioden, Kühlblech, Relais, 
Steckverbindung,...herumexperimentiert:
Gar nicht so einfach so ein "Gebilde" praxistauglich zusammenzubauen.
Bilder folgen...wenn das Ergebnis meinen Vorstellungen entspricht.

So long, danke fürs Durchlesen und sorry für den endlos langen Beitrag,
LG Martin

von P. W. (deneriel)


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Ok, jetzt verstehe ich deinen Kastenwunsch besser.
Den trägst du dann aber mittels Schultergurt dauerhaft am Mann, oder 
läge der da rum und du ziehst im Rahmen der Leine ähhh Kabel deine 
Kreise drumherum?

Also für die Verbindung Kamera<->Kasten habe ich ne Idee.
Ich denke jetzt an ein Bündel aus möglichst wenig Leitungen die 
dauerhaft zusammen bleiben können und am Boxseitigen Ende eine 
Kombiverbindung haben. Alles auf ein Stecker. Ja, das geht auch mit 
Mischkontakten für SDI, NF, Steuerleitungen und Power.
Kameraseitig wird das dann halt 10cm vor der Kamera auf die einzelnen 
Stecker aufgedröselt.
Es gibt auch Hersteller die dir da ein Spezialkabel für bauen (oder ne 
Menge Varianten schon ab Lager haben), das wird dann aber vermutlich 
recht unhandlich, teuer und/oder du hast einige 100m Mindestabnahme. 
Reicht dann gleich für alle Kameraassistenten in ganz Österreich ;-)

Was für Signale hast du denn da? Kannst du Signaltyp und Aderanzahl der 
zugehörigen Strippe näher aufdröseln?
So in der Art von:
- Audio Line-Pegel Empfänger zur Kamera: 2x3pol XLR auf 13pin LEMO 
superspezialscheißenteuersondertyp..
- SDI 1x75Ohm Koax Kamera zu Übertrager, Steuerleitung n-polig


Und mach dir keinen Kopp um die Textlänge.
Ich finds sau interessant weil für mich als Bitschubser komplett 
fachfremd.
Dein Umschalter ist jetzt eine mechanische Aufgabe geworden - dabei kann 
ich dir online nur bedingt helfen. Aber vielleicht kommt ja noch ne 
Lösung für deine langjährige Überlegung raus die dir das Leben am Ende 
einfacher macht.

: Bearbeitet durch User
von floppy disk (Gast)


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Martin S. schrieb:
> Bitte nicht böse sein

Ach, Unsinn. :)

So weit kommt's noch, daß ich beleidigt spiele, wenn ich
mir selbst ob der guten Eignung eines Vorschlages nicht
so sicher bin (weil ich von den Gegebenheiten sowie auch
Deinen Vorlieben wenig Schimmer habe).

Aber danke für Deine dahingehende Sorge. ;)

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