Auswahl FPGA-Kit

OP #6646383
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Guten Tag allerseits,
ich stehe ganz am Anfang mit FPGA. Es stellt sich mir nun die Frage, mit 
welchem Board ich beginnen soll, zuerst dachte ich an das Board 
Microsemi(also Microchip Technology) M2S010-MKR-KIT, erfahrungsgemäss 
hat Microchip alles sehr gut dokumentiert. Das M2S010-MKR-KIT hat einen 
ARM-Mikrocontroller, mit dem man vermutlich die logischen Einheiten 
steuern und Konfigurieren kann, wenn ich das richtig sehe.
Andere Kits z.B. von Lattice werden über UART oder SPI über den PC 
geflasht, auf dem PC schreibt man den Code in VHDL, so jedenfalls stelle 
ich mir das vor.
Hat jemand Erfahrung mit diesen Kits, welches ist einfacher?
Gruss Jochen-Paul
#6646554
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Jain. Nur Simulator reicht natürlich, aber ohne Hardware mach das 
weniger Spaß das Lernen. So ein Muster im Simulationsverlauf macht eben 
weniger glücklich als eine korrekt angesteuerte 7 Segment Anzeige.

Was aber wichtig ist ist, dass auch simuliert wird. Das scheint zwar 
einfacher mit LEDs zu debuggen, funktioniert aber nicht sehr gut und 
macht mehr Ärger als es nutzt. Daher zuerst simulieren und dann auf die 
Hardware damit.
Gast #6646614
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Bei der Auswahl eines Boards, hat es auch nie geschadet,
bei der Suche bei den Marktfuehrern zu beginnen.
Altera/Intel hat bei den unverzichtbaren JTAG-Adaptern einen
gewissen Preisvorteil.
Mein Xilinxboard das ich nutze, hat z.B. nur einen "Loader" mit
dem man den Bitstream in den FPGA laden kann.
Chipscope ist damit natuerlich Fehlanzeige.
Bei Lattice waere ich immer skeptisch, wie deren Lizenzvergabe
zu Evaluations- und Lehrzwecken sich in der Perspektive entwickelt.
U.U. sitzt man dann auf Hardware, fuer die keine lizensierbare
Software mehr verfuegbar ist.

Viel Spass beim Simulieren!
Gast #6646621
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... schrieb:
> Bei der Auswahl eines Boards, hat es auch nie geschadet,
> bei der Suche bei den Marktfuehrern zu beginnen.
> Altera/Intel hat bei den unverzichtbaren JTAG-Adaptern einen
> gewissen Preisvorteil.
Oder man nimmt eins der Hundert Boards mit integriertem JTAG von 
Xilinx/Altera (jaja, Intel/AMD)...
> Mein Xilinxboard das ich nutze, hat z.B. nur einen "Loader" mit
> dem man den Bitstream in den FPGA laden kann.
> Chipscope ist damit natuerlich Fehlanzeige.
Oder man nimmt den Integrated Logic Analyzer in Vivado...
#6646626
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Cle schrieb:
> Oder man nimmt den Integrated Logic Analyzer in Vivado...

Und genau der geht IIRC nur wenn man einen JTAG Adapter am FPGA hat. 
Wenn man also den Bitstream von SD Card/Flash lädt oder ein uC das FPGA 
konfiguriert kann man den nicht nutzen.

Gibt es eigentlich einen ILA Nachbau der eine normale Schnittstelle 
besitzt und für den es PC Software gibt? Ich stelle mir da was mit AXI 
vor das man dann über UART oder wasauchimmer bedienen und abfragen kann 
- eben auch dann wenn das FPGA vom Flash gebootet hat.
Gast #6646918
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>dachte ich an das Board
>Microsemi(also Microchip Technology) M2S010-MKR-KIT

Meiner Meinung nach sollte man die Auswahl an der Qualität der 
Entwicklungsumgebung fest machen:

Ist sie frei verfügbar und schnell zu installieren? Braucht man mehrere 
Tage, bis man ein Demobeispiel zum laufen bringt? Funktionieren die 
Treiber auf Anhieb?
Gast #6646985
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Gustl B. schrieb:
> Gibt es eigentlich einen ILA Nachbau der eine normale Schnittstelle
> besitzt und für den es PC Software gibt?
Vor vielen Jahren, als ich noch keinen Zugriff auf Chipscope hatte, habe 
ich gerne SUMP verwendet: https://www.sump.org/projects/analyzer/

Man kann die Handvoll VHDL-Dateien gut ins eigene Projekt integrieren 
und es braucht nur eine UART um mit der Java-GUI zu kommunizieren.


chris_ schrieb:
> Ist sie frei verfügbar und schnell zu installieren? Braucht man mehrere
> Tage, bis man ein Demobeispiel zum laufen bringt? Funktionieren die
> Treiber auf Anhieb?
Keine schlechte Idee, aber als Anfänger erstmal Xilinx/Vivado, 
Intel/Quartus, Laatice/Diamond und Microchip/Libero zu installieren und 
zu vergleichen halte ich für etwas zu aufwändig.
Eher würde ich mir im näheren Umfeld jemanden suchen und schauen, was 
der verwendet und empfiehlt.

Ansonsten macht man mit einem Starterkit von Intel/Lattice/Xilinx für 
max. 50 Euro nix verkehrt und kann die ersten Gehversuche (Blinky-LED) 
starten.

Duke
Gast #6646995
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> Dann kannst du, bis auf sehr wenige Ausnahmen, keine Bitstreams für
> Xilinx FPGAs bauen seit der 7er Serie.

Das ist wohl so. Wenn ich sie wirklich vermissen wuerde,
wuesste ich aber was zu tun ist.
Auf den anderen Seite, steht mir mit
> ISE10.1 Foundation
aber noch genug Auswahl an FPGAs auch in XXL-Groessen zur Verfuegung.
#6647212
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Duke Scarring schrieb:
> Vor vielen Jahren, als ich noch keinen Zugriff auf Chipscope hatte, habe
> ich gerne SUMP verwendet: https://www.sump.org/projects/analyzer/
>
> Man kann die Handvoll VHDL-Dateien gut ins eigene Projekt integrieren
> und es braucht nur eine UART um mit der Java-GUI zu kommunizieren.

Nett. War noch nicht auf die Idee gekommen, den SUMP in mein eigenes 
Design zu embedden. Habe mir vor vielen Jahren einen SUMP LA mit meinem 
Spartan3 Board gebaut.

Java-GUI brauchts heute nicht mehr. Das SUMP Protokoll wird von 
Sigrok/Pulseview.
#6648098
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Guck dir Beides an und entscheide dich dann was dir besser gefällt.

VHDL ist mehr Text zu schreiben aber oft auch leichter zu verstehen und 
weniger kryptisch, Verilog ist näher an einer echten Programmiersprache 
aber eben kryptischer und oft nicht so flüssig zu lesen.

Wenn du am PC schon in Pascal oder so programmiert hast wird dir VHDL 
bekannt vorkommen.

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