Forum: FPGA, VHDL & Co. Programmierbare Logik heute


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von Hein Mück aus Bremerhaven (Gast)


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Hallo Forum, früher gab es Gal's wenn man lediglich ein paar Gatter und 
vielleicht ein paar Register gebraucht hat. Heute gibt's Gal's nicht 
mehr so richtig?! Was ist die Alternative, ich suche etwas mit einem 
kleinen Gehäuse, mit nicht zuviel Pins. Also FPGAs oder CPLDs haben mir 
schon zu viele Pins.

: Verschoben durch Admin
von Blechbieger (Gast)


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Also klein und wenig Pins gibt es schon

http://www.latticesemi.com/Products/FPGAandCPLD/iCE40UltraPlus

Aber ich bin sicher du hast hobbymässig lösbar gemeint und nicht 30 Pins 
auf 2.15 x 2.55 mm

Aber bei Lattice dürfte die Chance am größten sein etwas passendes zu 
finden.

von Gustl B. (gustl_b)


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Den Max10 sollte es als LQFP geben.

von Hmmm (Gast)


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Beitrag #6680068 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Fpgakuechle K. (fpgakuechle) Benutzerseite


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https://www.mouser.de/Semiconductors/Programmable-Logic-ICs/SPLD-Simple-Programmable-Logic-Devices/_/N-3ohbeZ1yzvvqxZscv7Zgjdhub

Vieles ist abgekündigt, also mal bei ebay schauen oder unter Hobbyisten, 
fragen manchmal findet sich auch was bei Haushalts/Firmenauflösungen - 
ich hab hier grad Lattice GAL20v8B vor mir liegen.

Von OHO gibt es die GOP Good Old Pal - das sind DIL-Module, also im 
PAL-Gehäuseformat, die aber einen CPLD tragen.
https://www.trenz-electronic.de/trenzdownloads/OHO-Elektronik/common/documents/PB-GOP_CPLDs.pdf

von Duke Scarring (Gast)


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Wem CPLD schon zu viel ist, der kann seine Logik ja auch mit 
Einzelgattern aufbauen:
Little Logic Guide - Texas Instruments
https://www.ti.com/lit/scyt129

Großer Vorteil: Außer einem Lötkolben wird kein spezielles 
Programmiergerät benötigt.
Ansonsten: GAL sind nach wie vor erhältlich, nur der Preis/Gatter 
spricht m.E. für andere Technologien.

Duke

Beitrag #6680136 wurde von einem Moderator gelöscht.
von (prx) A. K. (prx)


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Fpgakuechle K. schrieb:
>Von OHO gibt es die GOP Good Old Pal - das sind DIL-Module, also im
> PAL-Gehäuseformat, die aber einen CPLD tragen.

Von unten gezeigt ist die Ähnlichkeit mit DIL-24 etwas grösser:
http://www.oho-elektronik.de/index.php?c=1&s=gop_xc9572xl

: Bearbeitet durch User
von Der Zahn der Zeit (🦷⏳) (Gast)


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Ich habe früher GALs eingesetzt, und in einem auslaufenden Produkt sind 
sie jetzt immer noch vorgesehen. Dafür werden jetzt die ATF16V8BQL-15PU 
von Atmel eingesetzt, die sind noch ganz normal in Produktion. In DIL, 
PLCC und mehr erhältlich und werden mit dem selben JEDEC-File wie damals 
die GALs programmiert.

von Hein Mück aus Bremerhaven (Gast)


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Blechbieger schrieb:
> 30 Pins auf 2.15 x 2.55 mm

Sowas macht mir schon gewaltig Angst! Ist ein BGA im 0.4mm Raster. Ein 
BGA im 1mm Raster habe ich schon mal von Hand bestückt,  war auf einem 
Seminar in Augsburg, ein Gnublin Board. Hatte gedacht, ich könnte damit 
angeben... Pustekuchen, kalter Kaffee...

von Gustl B. (gustl_b)


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Das Bestücken ist da weniger das Problem. Du brauchst auch eine Platine 
mit dünnen Leiterbahnen, Microvias oder plugged und tented Via in Pad. 
Und das kostet.

von User32 (Gast)


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Das ICE40UP5k gibts auch im QFN Gehäuse, das ist deutlich einfacher 
handhabbar... aber vorher schauen ob es schnell genug ist für die 
Anwendung, die ICE40 sind für ultra low power optimiert und daher nicht 
ganz so schnell.

von Dussel (Gast)


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Wenn es um zu klein und zu viele Pins geht, könnten Boards eine 
Alternative sein. Den obengenannten MAX10 gibt es auf einem 7x3 cm 
großen Board. Das ist natürlich größer als ein einzelner Chip, aber 
dafür gut handlötbar, den Platz darunter kann man nutzen und 
Stromversorgung und USB sind schon drauf.

von Lothar M. (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Hein Mück aus Bremerhaven schrieb:
> Heute gibt's Gal's nicht mehr so richtig?! Was ist die Alternative
Ich nehme für solche Sachen dann immer die MachXO2 FPGAs im TQFP100 
Gehäuse. Das bekommt man gut gelötet, die Dinger können mit 3,3V 
versorgt werden und haben einen OnChip-RC-Oszillator.

> Also FPGAs oder CPLDs haben mir schon zu viele Pins.
Du musst sie ja nicht alle nutzen. Ich habe ein Design in einem MachXO2, 
das nutzt für seine Aufgabe grade mal 5 IO-Pins. Trotzdem nimmt das TQFP 
sicher nicht mehr Fläche weg als ein 22V10.

von Steffen H. (avrsteffen)


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Aber wie werden denn diese alten GAL 16V8 programmiert? Vor allem mit 
welcher Software?

von Patrick C. (pcrom)


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Heutzutage haben verschiedene Microprozessoren extras eingebaut die man 
als Gatter benutzen kann.

Wo man frueher zB ein GAL benutzte um signalen zwischen uP und Memory 
compatible zu machen, kann das heutzutage mittels eingebauten blocks.
Auch wenn man komponenten ansteuern woll mit verschiedene Spannungen 
kann man pro Anschlusz-Pin-Gruppe eine andere Speisung benutzen

Patrick aus die Niederlaende

von Thomas W. (diddl)


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Steffen H. schrieb:
> Aber wie werden denn diese alten GAL 16V8 programmiert? Vor allem mit
> welcher Software?

Ich verwende gerne das WinCUPL, das uralte Tool funktioniert auch heute 
noch auf meinem Windows 10 Rechner tadellos.


Das entstandene JEDEC kann man dann direkt mit dem Programmiergerät 
benutzen (TL866, T56, GALEP ...)

: Bearbeitet durch User
von Ingenieur (Gast)


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Thomas W. schrieb:
> Ich verwende gerne das WinCUPL,

Ui! Das habe ich schon 15 Jahre nicht mehr angefasst. Interessantes 
Faktum, dass das heute noch funzt. Ich habe nur schon ewig keine Logik 
mehr gesichtet, die ich damit hätte beschießen können.

Der Zahn der Zeit (🦷⏳) schrieb:
> Dafür werden jetzt die ATF16V8BQL-15PU
> von Atmel eingesetzt,

Ich nehme an, weil ihr die Elektronik nicht ändern wollt? Was nehmt ihr 
bei Neuentwicklungen?

von Duke Scarring (Gast)


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Steffen H. schrieb:
> Aber wie werden denn diese alten GAL 16V8 programmiert? Vor allem mit
> welcher Software?
Ich verwende GALasm:
https://github.com/daveho/GALasm
und einen GALEP.

Duke

von Anarchist (Gast)


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... oder noch mit Karnaugh-Diagrammen arbeiten.
Ich würde auch ein MachXO2 nehmen, im 32-QFN Gehäuse mit 0,5mm BSC.
Das kann man gut löten ohne besondere Anforderungen an die Platine.
Da gehen 1280 LEs rein, da bist ne weile beschäftigt, bis der voll ist.
Also zumindest mit reiner selbstentwickelter Logik.

von Jürgen S. (engineer) Benutzerseite


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Anarchist schrieb:
> Karnaugh-Diagrammen
Oh ja, das gute alte KV-Diagramm. Da war mal was ...

Hein Mück aus Bremerhaven schrieb:
> ich suche etwas mit einem
> kleinen Gehäuse, mit nicht zuviel Pins.
Man definiere "klein" und "wenige" Pins.

Einen thread dieses Typs hatten wir bereits:
Beitrag "Gibts eigentlich noch "kleine" FPGAs?"

Die Forderung nach FPGA im DIL-Gehäuse scheinen aber einige zu haben:
https://www.enclustra.com/en/projects/project-1/

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