Buck Converter steigt bei ESD Entladungen aus

Gast #6705096
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Moin,

ich habe seit ein paar Tagen ein Problem, bei dem ich mittlerweile ein 
wenig ratlos bin.

Ich habe eine PCB mit µC, der sich bei ESD Entladungen (+/- 8kV) auf in 
der Nähe befindlichen Koppelplatten, resettet.
Jetzt hatte ich am Anfang natürlich die Resetleitung ins Auge gefasst 
und diese zusätzlich zur bereits bestehenden Befilterung mit mehr 
Bauteilen versehen (kleinerer Pull-Up, 18pF Entstör-C usw.), jedoch ohne 
Erfolg.

Dann bin ich auf die Spannungsversorgung aufmerksam geworden, da ich 
gemerkt habe, dass alle Chips auf dem Board kurz "resetted" werden.
Der Schaltregler ist ein LT3995 von AD. Er stepped 24V zu 5V runter.

Im ersten Moment dachte ich, dass evtl die Feedbackschleife das Problem 
darstellt und siehe da, der Fingertest verriet eine wohl zu 
hochimpedante Schleife. Daraufhin mit den Feedbackwiderständen eine 
Dekade runter von den Werten und zumindest der Fingertest war damit kein 
Problem mehr.
Jedoch Brechen die 5V immernoch kurzzeitig weg beim ESD Test.

Auch Befilterung von Vin mit L/C Kombinationen und verschiedensten 
Bypasskondensatoren brachte bis jetzt keinen merklichen Erfolg.

Wenn ich den Schaltregler außer Kraft setze und die 5V extern einspeiße, 
läuft das Platinchen ohne Probleme weiter, selbst bei ESD Entladungen in 
unmittelbarer Nähe.

Hatte jemand schon einmal so einen Fall? Gibt es den Fall, dass intern 
im IC des LT3995 irgendwas aussetzt? Die PWM vllt? Aktuell arbeiter er 
mit 220kHz.

Danke schonmal für eure Ideen. Ich hoffe ich habe genügend Infos 
gegeben, wenn nicht lege ich gerne noch nach.
#6705105
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Dieses indirekte Einkoppeln des ESD Pulses mittels "Koppelvorrichtung" 
erzeugt in der Regel ein magnetisches Feld welches man magnetisch 
wegfiltern sollte. Wir haben hierfür MU Blechstücke hier und da isoliert 
die Platine gepappt um den Übeltäter zu finden. Wichtig dabei ist eine 
potentialfreie UB des Prüflings, idealerweise eine Batterie um komplexe 
Einkoppelwege über die Versorgung auszuschließen. Diese Einkoppelwege 
sind oft der Übeltäter, selten wirklich magnetische Pulse.
Gast #6705106
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> Hatte jemand schon einmal so einen Fall? Gibt es den Fall, dass intern
> im IC des LT3995 irgendwas aussetzt?

DA wirst du wohl AD fragen muessen. Die werden das wissen. Die sollten
auch wissen wenn ihr IC da eine Macke hat.

Aber allgemein ist natuerlich der Feedback besonders empfindlich, vor 
allem bei modernen Schaltreglern wo man ihn immer hochomiger macht um Iq 
runterzubekommen. Irgendwelche Kondensatoren da dran zu fummeln sich 
nicht unbedingt eine Loesung weil du damit die Regelung verschlechterst 
oder gar zum schwingen bringen kannst.
Ich wuerde mal sagen dein Problem haengt zu 90% am Layout. Also show 
pics!

Olaf
Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #6705120
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1NicerDude schrieb:
> eine PCB
Da hast du dich beim Layout gut an die Hinweise im Datenblatt und das 
Bild 10 gehalten?

Liegt der EN-Eingang hart auf Vin? Wenn nein: was passiert, wenn du das 
machst?

> ist ein LT3995 von AD.
Mir wäre das ganze Referenzdesign von dem Ding für 8kV-Bursts viel zu 
hochohmig. Mein EMV-Spezi sagt: alles über 10k ist EMV-technisch nicht 
vorhanden. Ergo hat das IC beim EMV-Burst-Test so gesehen lauter offene 
Eingänge. Und mit offenen Eingängen kann beim Burst-Test alles Mögliche 
passieren...

1NicerDude schrieb:
> Resetleitung ... 18pF Entstör-C
Ähm, die paar pF sind an dieser Stelle witzlos. Mach da mal direkt am 
Pin 10nF rein.

Olaf schrieb:
> Also show pics!
Vom Schaltplan und vom Layout.

BTW: den "Burst-Test des kleinen Mannes" mache ich immer schon 
entwicklungsbegleitend mit einem Viehtreiber für 20€ wie im 
Beitrag "Re: Probleme mit Störungen aus dem Netz" beschrieben.

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