Forum: Mechanik, Gehäuse, Werkzeug Wie altes Stahlwerkzeug vor Rost schützen?


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von Thomas G. (conquistador)


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Ich habe diverse (Meß)Werkzeuge die ständig verrosten. Da ich direkt am 
Strand wohne und ständig die Fenster offen sind, kommt der Rost extrem 
schnell.
Mir fällt nur ein, die Teile mit feinstem Sandpapier sauber zu machen 
und dann Klarlack drauf.
Gibt es da eine bessere Lösung? Gerade für die Meßwerkzeuge hätte ich 
gerne was anderes, weiß aber nicht was.

von dummschwaetzer (Gast)


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wd40
gelegentlich einsprühen

von ??? (Gast)


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First, in Cola einlegen, danach mit us reinigen, evtl. wiederholen

Wenn sauber mit dem richtigen Öl einreiben

Anschließend in Ölpapier einwickeln

von Thomas G. (conquistador)


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??? schrieb:
> First, in Cola einlegen, danach mit us reinigen, evtl. wiederholen
>
> Wenn sauber mit dem richtigen Öl einreiben
>
> Anschließend in Ölpapier einwickeln

Ich benutze die Dinge allerdings regelmäßig. So ein Ölfilm bringt dann 
wieder anklebenden Dreck, den ich z.B. nicht auf neuen weißen 
Plastikteilen haben will.

von MaWin (Gast)


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Thomas G. schrieb:
> feinstem Sandpapier sauber zu machen und dann Klarlack drauf

Klarlack ist ein no-go

Sandpapier bei Messmitteln ebenso.

Am saubersten arbeitet elektrisches Entrosten (das entfernt den Rost, 
gibt dort halt eine Delle, und lässt unverrostetes stehen, die 
Oberfläche bleibt also auf derselben Höhe), oder jemanden Laserentrosten 
lassen.

Einsprühen mit WD40 als water displacer und abwischen des flug-Rosts.

Üblich ist einschlagen in Ölpapier. Besser scheint mir bei dir Lagerung 
im Vakuum Exsiccator, na, zumindest luftdicht (Lebensmittelboxen) 
verschlossen über Trocknungsmittel (Silikagel).

Ansonsten bleibt bei den gezeigten Teilen die Lagerung unter 
Petroleum(Diesel).

Denn dir hilft nicht mal V2A, du bräuchtest V4A, unüblich für Werkzeug.

von Jack V. (jackv)


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Zumindest die gezeigten Werkzeuge dürfte es auch problemlos aus 
rostträgem Material („Edelstahl“) geben – falls es nicht um diese 
konkreten Expemplare, sondern um das Werkzeug ansich gehen sollte, wäre 
das langfristig sinnvoller, als entrosten (wobei immer etwas Material 
verschwindet, btw.) und versiegeln (das in der Regel nicht sehr lange 
hält, wenn’s Werkzeug benutzt wird).

von Peter E. (Firma: S&P) (eosangel)


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es hilft auch die gereinigten Teil in VCI Folie einzuwickeln.

von Thomas G. (conquistador)


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Das elektrische Entrosten sieht ganz gut aus. Was ist da das Elektrolyt 
und gibt es da bestimmte Spannungen die man einhalten sollte?

von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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Das ist ja heftig. Rosten euch die Auto auch unterm Allerwertesten weg, 
dass man zusehen könnte?

Ich vernahm schon früher den Ratschlag, mit dem Auto nicht zu nah an den 
Strand zu fahren, also fast bis zum Ufer. An Werkzeuge etwa habe ich nie 
gedacht.

Wie schützt Du Dein Auto? Oder machst Du Leasing?

von kolja (Gast)


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Dont be gentle, is`s a rental.

von 2021 (Gast)


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Hallo

Thomas G. schrieb:
> Ich benutze die Dinge allerdings regelmäßig. So ein Ölfilm bringt dann
> wieder anklebenden Dreck, den ich z.B. nicht auf neuen weißen
> Plastikteilen haben will.

Für relativ kleines Geld was neues und vermutlich (Rost... aber nicht 
nur) genaueres besorgen.
Das ist "Oldtimer-Werkzeug" - wie bei den Fahrzeugen:
Bei "schönen" Wetter hin und wieder benutzten ansonsten halt als Hobby 
Dauer- bastelobjekt gut geschützt (Garage => Ölpapier bzw. geeignetes 
Behältnis) einlagern - im Alltag tut man sich das trotz des durchaus 
vorhanden Charmes nicht mehr an - sowohl was Fahrzeuge aber eben auch 
Werkzeug betrifft.

Und übrigens:

Fenster kann man auch verschießen und Stoßlüftung reicht für Wohnungen 
und Häuser die in einen annehmbare Zustand sind vollkommen aus...

Einfach im Hier und Jetzt ankommen und nicht mit Zwanghaft "Anders als 
die anderen" sein...

2021

von ??? (Gast)


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Thomas G. schrieb:
> ??? schrieb:
>> First, in Cola einlegen, danach mit us reinigen, evtl. wiederholen
>>
>> Wenn sauber mit dem richtigen Öl einreiben
>>
>> Anschließend in Ölpapier einwickeln
>
> Ich benutze die Dinge allerdings regelmäßig. So ein Ölfilm bringt dann
> wieder anklebenden Dreck, den ich z.B. nicht auf neuen weißen
> Plastikteilen haben will.

Stimmt nicht, siehe dein Photo

von ??? (Gast)


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Thomas G. schrieb:
> ??? schrieb:
>> First, in Cola einlegen, danach mit us reinigen, evtl. wiederholen
>>
>> Wenn sauber mit dem richtigen Öl einreiben
>>
>> Anschließend in Ölpapier einwickeln
>
> Ich benutze die Dinge allerdings regelmäßig. So ein Ölfilm bringt dann
> wieder anklebenden Dreck, den ich z.B. nicht auf neuen weißen
> Plastikteilen haben will.


Kondome ausmessen?

Stimmt nicht, siehe dein Photo

von MaWin (Gast)


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Thomas G. schrieb:
> Was ist da das Elektrolyt

i.A. Kalilauge, die carbonatisiert nicht so schnell mit dem CO2 der Luft 
wie Natronlauge.

von MaWin (Gast)


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Rainer Z. schrieb:
> Rosten euch die Auto auch unterm Allerwertesten weg, dass man zusehen
> könnte?

Am Meer ? Klar. Da rostet gar ein DeLoran. Salzwassergischt korrodiert 
alles unter V4A.


Nach dem anfassen (Säure der Haut) sollte man die Werkzeuge 
neutralisieren (Sodalösung) bevor man sie mit WD40 einsprüht, sonst 
sieht man sehr gut die Fingerabdrücke als Rostspuren

von MaWin (Gast)


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WD40 ist eine nicht so gute Idee als "Versiegelung".
Das verfliegt recht schnell. Es gibt dafür z.B. Korro-Lock.

von michael_ (Gast)


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??? schrieb:
> Stimmt nicht, siehe dein Photo

Ich sehe das auch so, nix mit täglicher Benutzung.

So etwas nutzt man heute aus Edelstahl oder Plaste.

von Thomas G. (conquistador)


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Rainer Z. schrieb:
> Das ist ja heftig. Rosten euch die Auto auch unterm Allerwertesten weg,
> dass man zusehen könnte?
>
> Ich vernahm schon früher den Ratschlag, mit dem Auto nicht zu nah an den
> Strand zu fahren, also fast bis zum Ufer. An Werkzeuge etwa habe ich nie
> gedacht.
>
> Wie schützt Du Dein Auto? Oder machst Du Leasing?

Nein, das trifft hier nicht zu, es regnet hier nur 1 Tag im Monat oder 
gar nicht. Morgens ist manchmal Tau auf den Autos, das trocknet aber bis 
10:00. Die Autos rosten nicht, nicht mal mein ehemaliger Mercedes, und 
das war qualitätsmäßig die schlechteste Karre die ich in den letzten 28 
Jahren hatte.
Komischerweise vergammelt aber alles in der Bude, z.B. Anschlüsse von 
Computern, die kleinen push buttons wo oben Eisen auf der Einfassung 
drauf ist, oder Cuttermesser. Da legst du abends das Messer ab,und am 
Morgen ist die Klinge schon anständig angerostet.

Jaja, Stoßlüftung...
kannste ja machen bei 30°C in der Bude und riesigen Fenstern nach Süden.
Da ist mir die leichte Brise vom Meer angenehmer :-)

Ja, irgendwie habt Ihr schon Recht. Ich sollte das olle Gelumpe 
einmotten und mir Edelstahl kaufen.

von 2021 (Gast)


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Hallo

wenn es soweit kommt:

Falsches Werkzeug - das muss generell einfach genutzt und dann weggelegt 
werden können - allenfalls vielleicht mal nach einen "harten" Einsatz 
(den es bei Messmitteln aber so nicht geben dürfte) und  maximal 3 bis 4 
mal im Jahr muss eine Wartung und Pflege notwendig sein - ansonsten hat 
man halt nicht geeignetes Werkzeug und es wird sehr schnell zum 
Selbstzweck.

Wer Spaß daran hat (wie früher die Mofas und Rasenmäher die auch pro 
Betriebsstunde zwei und mehr Wartungs- Einstell- und wasauchimmer 
Stunden bedurften) soll es so machen - aber ansonsten:
Nicht nur Werkzeug hat einfach zu funktionieren ohne das man es 
(übertrieben) regelmäßig streicheln und mit Küsschen in Bett legen muss.

2021

von Programmierer (Gast)


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MaWin schrieb:
> Am Meer ? Klar. Da rostet gar ein DeLoran. Salzwassergischt korrodiert
> alles unter V4A.

Profis verwenden daher Titan-Fahrzeuge ;-)

von Dymo Fond (Gast)


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??? schrieb:
> First, in Cola einlegen, danach mit us reinigen, evtl. wiederholen

Cola hat bei mir nie viel gebracht. Die Konzentration der Phosphorsäure 
ist zu niedrig. Lieber einen einfachen Rostumwandler wie K2 Derusto 
Total Gel (aus dem ehemaligen sozialistischen Bruderland Polen).

Bevor man so etwas anwendet sollte man sich überlegen ob man mit dem 
resultierenden Pitting auf den Oberflächen leben kann. Wirklich schön 
werden die Oberflächen nicht.

von Thomas G. (conquistador)


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Programmierer schrieb:
> MaWin schrieb:
>> Am Meer ? Klar. Da rostet gar ein DeLoran. Salzwassergischt korrodiert
>> alles unter V4A.
>
> Profis verwenden daher Titan-Fahrzeuge ;-)

how much $$

von svensson (Gast)


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Moin,

zum Schutz von Stahlwerkzeugen lege ich in die Schubladen eine Pappe, 
die mit Motoröl getränkt ist. Dadurch ist immer ein ganz feiner Ölnebel 
in der Luft.

Funktioniert bisher prima.

von Programmierer (Gast)


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Thomas G. schrieb:
> how much $$

Ja ;-)

Das konkrete Modell kann je nach gewählter Ausstattung 5-stellig werden. 
Man kann sowas aber auch für ein Drittel davon bekommen.

von MaWin (Gast)


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Programmierer schrieb:
> Das konkrete Modell kann je nach gewählter Ausstattung 5-stellig werden.
> Man kann sowas aber auch für ein Drittel davon bekommen.

Bei der Billigware sind dann aber bestimmt einige Teile aus 
Gammelmaterial und eben nicht aus Titan.

von Thomas F. (igel)


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Thomas G. schrieb:
> Gibt es da eine bessere Lösung? Gerade für die Meßwerkzeuge hätte ich
> gerne was anderes, weiß aber nicht was.

Es gibt spezielle Korrosionsschutzmittel, z.B Anticorit von Fa. Fuchs:
https://www.fuchs.com/de/de/marken/a-k/anticorit/

Das vorgeschlagene WD40 bringt gar nix. Das ist nach 4 Tagen wieder weg.

Da gerade nix anderes bei der Hand habe ich schon Gabelöl vom Motorrad 
auf einen Lappen gegeben und Metallteile damit eingestrichen. Gabelöl 
ist ausreichend dünnflüssig um sich noch gut verstreichen zu lassen.

von OM Waldheini (Gast)


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Zum Entrosten die Werkzeuge in Essig Essenz (25%) legen, das ist 
"günstig"
und funktioniert gut. Danach mit Wasser und Natronlauge neutralisieren
und zum Schluß mit Nähmaschinenöl gut Einreiben.
Das Nähmaschinenöl (New Defrix Öl z.B. von JUKI) trocknet und du hast 
kein
Fettfilm nachher auf den zu Messenden Objekten.
Hällt bei mir nun schon Jahre.

von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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MaWin schrieb:
> Bei der Billigware sind dann aber bestimmt einige Teile aus
> Gammelmaterial und eben nicht aus Titan.

Egal. Wer braucht Bremsen? Wie sagte Werner Brösel: "Wer bremst, hat 
Angst!" In der Bikerszene zählt jedes Gramm (gesparte) Gewicht. Die 
Leute kommen dicht hinter den Audiophilen.

Sorry, nun werde ich gemein.

von Programmierer (Gast)


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MaWin schrieb:
> Bei der Billigware sind dann aber bestimmt einige Teile aus
> Gammelmaterial und eben nicht aus Titan.

Logischerweise kann man viele Teile gar nicht aus Titan fertigen, auch 
nicht beim High-End-Modell. Aber ein vernünftiges Alu- oder Carbon-Teil 
ist noch lange kein "Gammelmaterial", auch ohne sündhaft teuer zu sein, 
und Gummi und Kunststoffe sind auch unerlässlich.

Rainer Z. schrieb:
> Die
> Leute kommen dicht hinter den Audiophilen.

Nur dass man Gewicht objektiv messen kann, während "wahnsinnig klarer 
Klang" nur irgendwie in den richtigen Ohren zur Geltung zu kommen 
scheint.

von MaWin (Gast)


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Programmierer schrieb:
> während "wahnsinnig klarer Klang" nur irgendwie in den richtigen Ohren
> zur Geltung zu kommen scheint.

Ich,  könnte man auch Messen, korrekterweise als direkter 
Kurven-Vergleich Eingangsspannung vs. Ausgangsspannung bzw. Schalldruck 
auf Mikro vs. Schalldruck auf Ohren, bloss dann wurde niemand den 
technologischen Schrott der high ender kaufen, die keine Messwerte mehr 
im Prospekt angeben. Es sind ja nur wenig seriöse dabei.

von herbert (Gast)


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Rost entfernen mit einer Mischung aus Scheuerpulver oder Kreide mit 
etwas Öl.
Dann dünn mit Vaseline einreiben.
Regelmäßig vollzogen schau das auch noch nach Jahren ordentlich aus...

von herbert (Gast)


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Nachtrag: So übel verrostetes wie deine Sachen bekommt man nicht wieder 
richtig sauber weil sich der Rost in den Werkstoff gefressen hat. Kauf 
dir neues und lasse es nicht so weit kommen...Maßband und Winkel 
eventuell auch mit Stahlwolle behandeln. Danach in heißem Essig einlegen 
und ein paar Stunden schwimmen lassen.
Mein obriger Tipp mit Scheuerpulver etc. gilt nur für leichten Rost auf 
Grund von Handschweiß.

von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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Viele interessante Tipps! Wenn ich mir aber die Unmengen an Werkzeugen 
ansehe - teils von meinem seligen Vater geerbt - wären diese 
Antirostbehandlungen ein beträchtlicher Aufwand.

Anderereits sind die vom TO im Eingangsbeitrag abgebildeten Werkzeuge 
wahrlich nicht mehr die neuesten. Sie dürften Jahrzehnte auf dem Buckel 
haben. Auf dem Maßband lese ich oben "... the GDR". Das sind jedenfalls 
> 30 Jahre.

von Helge (Gast)


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Ich habe für meine Sachen noch eine Flasche älteren Entkalker, der 
mittlerweile für Gastro nicht mehr zugelassen ist. Der entfernt auch 
dünnen Flugrost.

Danach wirds abgewaschen, getrocknet, und mit einem Öllappen abgerieben, 
80er - 90er Getriebeöl-Rest. Nur ganz wenig davon, sodaß es grade so 
noch nicht klebt.

von A. S. (achs)


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In der Bude die Wand oder die Schublade finden, wo es nicht rostet. Und 
dahin mit dem Krempel.

Empirisch durch gleiche Bleche an allen Stellen, die in Frage kommen.

von Fülltext (Gast)


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Bei uns hat ein elektrischer Luftentfeuchter das Problem aus der Welt 
geschafft (Keller).
Mit Zeitschaltuhr läuft er mittels PV-Anlage.
Ist der Keller mal richtig trocken, hält sich der Stromverbrauch im 
Rahmen.

Natürlich sollte man nicht den zweiten Schritt vor dem ersten machen. 
Ich würde zunächst mal ein Hygrometer aufhängen, und schauen ob es die 
Feuchte das Problem ist.

von DPA (Gast)


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Eventuell kann man die Dinger ja galvanisieren. Mit etwas Kupfer, 
Aluminium, etc. beschichten. Ist ja nicht so schwer.

von Experte (Gast)


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herbert schrieb:
> Dann dünn mit Vaseline einreiben.

Korrekt, das hilft am besten. Blöd ist nur, wenn es in der Gegend oder 
in der Werkstatt sehr warm ist. Glaub so über 40°C wird das Zeug fast 
wie Wasser.

Mit Vaseline werden übrigens auch Endmaße konserviert. So empfehlen es 
manche Hersteller.

Es gibt auch spezielle Rost-Schutz-Öle, die extra gut haften. Es gibt 
auch welche die sind für Salz-Wassser-Nebel etc. spezifiziert und 
schützen wirklich gut. Problem nur, das Zeug willst Du nicht auf der 
Haut haben.

Daher: Vaseline wird die beste Lösung sein.

(Der alte Rost muss natürlich vorher weg)

von Maxe (Gast)


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Die Schieblehre würde ich austauschen, Winkel und Maßband taugen noch.
Wie andere schon schrieben, einfach leicht einölen. 
Weißöl/Nähmaschinenöl ist gut, weil geruchsneutral und ungiftig.

WD40 ist was für Gläubige. Dafür wäre Schlangenöl in diesem Fall wohl 
sogar geeignet :-)

von michael_ (Gast)


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Rainer Z. schrieb:
> Anderereits sind die vom TO im Eingangsbeitrag abgebildeten Werkzeuge
> wahrlich nicht mehr die neuesten. Sie dürften Jahrzehnte auf dem Buckel
> haben. Auf dem Maßband lese ich oben "... the GDR". Das sind jedenfalls
>> 30 Jahre.

Sicher noch aus dem Werkunterricht.
Billiges Zeug für Schüler.
Warum zeigt man das hier?

von René F. (therfd)


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Ich würde das ganze erst mal probieren mit NEVR-DULL zu entrosten, das 
dürfte bei der dünnen Oxidschicht noch ganz gut gehen. NEVR-DULL ist 
eine ölhaltige Polierwatte, nach dem Entrostungsvorgang hast du somit 
schon mal eine dünne Schutzschicht am Werkzeug und das Zeug ist nicht so 
abrasiv wie Stahlwolle oder andere Schleifmittel.

Danach eben entsprechend lagern, vielleicht in einem luftdichten 
Behältnis mit Trockenmittelbeutel.

Ich habe das ganze vor einiger Zeit schon mal mit einem Beispiel 
gepostet, dort habe ich einen kleinen Bereich der von unten rostigen 
NEVR-DULL Dose damit behandelt

Beitrag "Re: Taster wechselbar / Ersatzteile altes Kofferradio?"

: Bearbeitet durch User
von Bernd W. (berndwiebus) Benutzerseite


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Hallo Thomas.

Thomas G. schrieb:
> Ich habe diverse (Meß)Werkzeuge die ständig verrosten. Da ich
> direkt am
> Strand wohne und ständig die Fenster offen sind, kommt der Rost extrem
> schnell.

Klar.

> Mir fällt nur ein, die Teile mit feinstem Sandpapier sauber zu machen
> und dann Klarlack drauf.

Beides ist eine schlechte Idee.

> Gibt es da eine bessere Lösung? Gerade für die Meßwerkzeuge hätte ich
> gerne was anderes, weiß aber nicht was.

Richtig. Gerade für Messwerkzeuge nicht zu Empfehlen.

Anderer Weg:
Klassisch nimmt man dafür "weiße" Vaseline aus der Apotheke.
Gut mit einem Tuch verreiben. Gibt eine sehr dünne Schicht, die kaum 
Abfärbt.
Alternative zur Vaseline: Silikon Hochvakuumfett. Schweineteuer, aber Du 
braust nicht viel. Die Tube hält lange.

Vorbehandlung bei leicht angerosteten Teilen oder Flugrost: Vorsichtig 
abbürsten und Einlegen in Tannin. So behandeln auch Archäologen 
Eisenfunde.
Aber auch neues Eisen kann man so schützen, ohne das die Schicht dick 
aufträgt. Das willst Du ja z.B. bei einer Schieblehre nicht, weil Du ja 
sonst die Schicht mitmisst.

Wegen dem Tannin und Eisenbehandlung mal Googeln. Aber die Ergebnisse 
sind "Hardcore". Für leichtere Fälle mit nichtverrostetes Eisen habe ich 
persönlich gute Erfahrung mit dem Inhalt gebrauchter Teebeutel gemacht. 
Für eine leichte Passivierung langt das.

Übrigens: Ähnliches Messwerkzeug habe ich auch noch in Gebrauch. Für 
meine Ansprüche langt das Ddcke

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de

: Bearbeitet durch User
von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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Tannin ist im Prinzip ein Rostumwandler. Fertan verwendet genau dies, 
gibt's im freien Kfz-Teile-Handel. Prinzipiell nicht schlecht, die 
umgewandelten Rostflecken sind dann schwarz und können als Rostschutz 
draufgelassen werden.

Man muss nur optisch mit den schwarzen Flecken klarkommen.

von Olaf (Gast)


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Also Probleme habt ihr heute...

In meiner Schlosserlehre wurde erwartet das wir unser Werkzeug jeden 
Freitag geputzt und duenn eingeoelt haben.
Nach der Lehre reichte dann auch alle 2-3Monate. :-)

Und ja, Stahl rostet. Ist aber nicht schlimm wenn man damit fachkundig 
umgeht. Aber heute gibt es ja nur noch Chromvanadium-Weichlinge die 
lieber glaenzenden Chinakack kaufen und Werkzeugstahl nicht mehr 
anfassen wuerden...

Olaf

von Olaf (Gast)


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Noch was zum reinigen. Den Winkel einfach mit 600er Schmirgelleinen
abziehen. Das verpackt der schon. Wenn du mal so einen selber gefeilt
haettest dann wuesstest du das der Stahl nicht so einfach abgeht. .-)

Olaf

von Programmierer (Gast)


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Olaf schrieb:
> Aber heute gibt es ja nur noch Chromvanadium-Weichlinge die lieber
> glaenzenden Chinakack kaufen und Werkzeugstahl nicht mehr anfassen
> wuerden...

Naja, wenn es halt das ist was es im Baumarkt so gibt denkt man da nicht 
lange drüber nach ob man woanders noch was aus anderem Material 
bekommt...

von MaWin (Gast)


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Olaf schrieb:
> Den Winkel einfach mit 600er Schmirgelleinen abziehen.

Man geht selbst verständlich nicht mit "Schmirgel" an Messgeräte und 
Lehren.
Dann kann man sie auch direkt entsorgen.

> Wenn du mal so einen selber gefeilt
> haettest dann wuesstest du...

Habe ich.

von Helge (Gast)


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Da das Problem durch Fenster offen und direkt am Strand verstärkt wird: 
Die Meeresluft enthält feinste Salzpartikel, die sich natürlich auch in 
die rauhe Oberfläche setzen und dort ihr oxidatives Werk beginnen. Von 
Rauh zu Glanz gehts mit Polierpapier, Körnung ab 1200, im 2. Durchgang 
dieses ölen.

von 2021 (Gast)


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Hallo

Olaf schrieb:
> In meiner Schlosserlehre wurde erwartet das wir unser Werkzeug jeden
> Freitag geputzt und duenn eingeoelt haben.
> Nach der Lehre reichte dann auch alle 2-3Monate. :-)

Wenn du es beantworten magst:

Wie lange ist das her?
Bei solchen berichten geht mir -obwohl meine Lehre schon mehr als ein 
Erdzeitalter zurück liegt ;-)  immer noch die, nicht vorhandene, 
Hutschnur hoch.
Das ist und war schon immer reine Schikane und eine unendliche 
Überheblichkeit "der Alten" - und zwar nicht immer nur der höheren Chefs 
sondern auch von einfachen gelernten Facharbeitern ("Gesellen" in der 
Sprache von Vorgestern).

Als Empfehlung an die anderen angehenden "alten Säcke" wie auch ich 
einer bin:
Nicht die rosarote Vergangenheitsbrille anziehen - immer dran denken wie 
hart der Übergang ins Berufsleben war und wie man oft extrem unfair, als 
billige und "dumme" Arbeitskraft die noch erzogen werden "muss" 
behandelt wurde.
Und leider muss ich auch heute, bei vielen meiner Kollegen feststellen:
Die Grundeinstellung das das (zwar nicht mehr so Radikal) vollkommen in 
Ordnung ist und auch gelebt wird ist immer noch vorhanden...

2021

von Ralf X. (ralf0815)


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2021 schrieb:
> Olaf schrieb:
>> In meiner Schlosserlehre wurde erwartet das wir unser Werkzeug jeden
>> Freitag geputzt und duenn eingeoelt haben.
>> Nach der Lehre reichte dann auch alle 2-3Monate. :-)
>
> Wenn du es beantworten magst:
>
> Wie lange ist das her?
> Bei solchen berichten geht mir -obwohl meine Lehre schon mehr als ein
> Erdzeitalter zurück liegt ;-)  immer noch die, nicht vorhandene,
> Hutschnur hoch.
> Das ist und war schon immer reine Schikane und eine unendliche
> Überheblichkeit "der Alten" - und zwar nicht immer nur der höheren Chefs
> sondern auch von einfachen gelernten Facharbeitern ("Gesellen" in der
> Sprache von Vorgestern).

Ich habe immer wieder erlebt, wie gut es ist, frühzeitig erst einmal 
eine gewisse Disziplien durch geordnete Abläufe einzutrichtern und 
dadurch hinterher in der Lage war, umso mehr Freiheiten zuzulassen.
Frei nach der Devise: "Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmer 
mehr..."

von Genau (Gast)


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Gefällt dir auch der youtube Kanal "Machine Thinking" ?

von Marek N. (Gast)


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Wäre Teflon-Spray eine Option?

von 2aggressive (Gast)


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Meiner Meinung nach recht informativ zum Thema:
https://de.wikipedia.org/wiki/Waffen%C3%B6l


Zu meiner Zeit hatte meine Truppe ein Produkt von Ballistol im Einsatz. 
Bei dem schlechten Zustand der hier gezeigten Werkzeuge Perlen vor die 
Säue; gebrauchtes Motoröl (abgenommen vom Peilmessstab) sollte 
ausreichen um die tiefen der Rostflächen zu fluten.

von Percy N. (vox_bovi)


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Ralf X. schrieb:
> Ich habe immer wieder erlebt, wie gut es ist, frühzeitig erst einmal
> eine gewisse Disziplien durch geordnete Abläufe einzutrichtern und
Das war keine Disziplin, sondern Drill. Disziplin kommt von innen, Drill 
trainiert durch äußeren Druck bestimmte Routinen.
> dadurch hinterher in der Lage war, umso mehr Freiheiten zuzulassen.
Was für eine Verschwendung! Da wäre es doch effizienter gewesen, die 
tatsächlich erforderlichen Fertigkeiten verstärkt einzuüben.
> Frei nach der Devise: "Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmer
> mehr..."
Warum soll Hänschen etwas lernen, was Hans nicht zu können braucht?

von Olaf (Gast)


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> Wie lange ist das her?

Mitter der 80er.

> Das ist und war schon immer reine Schikane und eine unendliche
> Überheblichkeit "der Alten" - und zwar nicht immer nur der höheren Chefs

DAs ist aber Unsinn. In meiner Lehre gab es keine Schikane. Ganz im 
Gegenteil eine super Zeit von der heute so mancher Azubi nur traeumen 
kann. Und von dem dort erlangten wissen profitiere ich noch heute 
taeglich obwohl ich danach nur ein halbes Jahr wirklich als Schlosser 
gearbeitet habe.

> Das war keine Disziplin, sondern Drill. Disziplin kommt von innen, Drill
> trainiert durch äußeren Druck bestimmte Routinen.

Bei dir vielleicht. Bei uns nicht. Ich hab aber auf einer Zeche gelernt 
und nicht in einer Hinterhofbude.

Olaf

von Percy N. (vox_bovi)


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Olaf schrieb:
> Ich hab aber auf einer Zeche gelernt und nicht in einer Hinterhofbude.

Da war Leseverständnis aber offenbar auch nicht Hauptfach.

von Ralf X. (ralf0815)


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Percy N. schrieb:
> Ralf X. schrieb:
>> Ich habe immer wieder erlebt, wie gut es ist, frühzeitig erst einmal
>> eine gewisse Disziplien durch geordnete Abläufe einzutrichtern und
> Das war keine Disziplin, sondern Drill. Disziplin kommt von innen, Drill
> trainiert durch äußeren Druck bestimmte Routinen.

Unsinn, beides lässt sich sehr unterschiedlich, aber auch ähnlich 
interpretieren, da wenn es Überschneidungen gibt, aber auch keine allg. 
gültige Definition.
Auf so eine Verzettelung oder Wortakrobatik habe ich keinen Bock.

>> dadurch hinterher in der Lage war, umso mehr Freiheiten zuzulassen.
> Was für eine Verschwendung! Da wäre es doch effizienter gewesen, die
> tatsächlich erforderlichen Fertigkeiten verstärkt einzuüben.

Geht es erst einmal um Grundsätzliches (ggf. auch speziellen Umfeld), 
oder soll ein Laie, Kind, Hund, etc. sofort zum Fachidioten werden und 
alles andere ist egal?
Hier ging die Unterdiskussion um Grundlegendes der 
Handwerkerausbildung.
Und dazu gehört unweigerlich die Pflege des Handwerkzeugs.
Wie das Kind (erst einmal) lernt, dass man morgens und abends, ggf. auch 
mittags die Zähne putzt und später dann mal selber entscheidet, wann es 
wirklich angebracht ist, so geht es eben auch in der Lehre mit dem 
Werkzeug.

>> Frei nach der Devise: "Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmer
>> mehr..."
> Warum soll Hänschen etwas lernen, was Hans nicht zu können braucht?

Naja, heute ist es noch bedeutend wichtiger geworden, etwas mehr zu 
wissen/konnen, als es die aktuelle oder bisherige Tätigkeit verlangt(e).

von Percy N. (vox_bovi)


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Ralf X. schrieb:
> Geht es erst einmal um Grundsätzliches (ggf. auch speziellen Umfeld),
> oder soll ein Laie, Kind, Hund, etc. sofort zum Fachidioten werden und
> alles andere ist egal?
> Hier ging die Unterdiskussion um Grundlegendes der Handwerkerausbildung.
> Und dazu gehört unweigerlich die Pflege des Handwerkzeugs.

Im Prinzip sind wir wohl der gleichen Meinung.

Wer seinen Arbeitsplatz nicht in Ordnung hält, kann nichts schaffen, 
d'accord. Ich denke aber, unser Vorposter meinte die früher beliebte 
Praxus, den Azubi regelmäßig die gesamte Werkstatt aufräumen und 
ausfegen zu lassen, weil "Lehrjahre ja keine Herrenjahre sind".  Das ist 
pure Schikane.

Und es ist auch nicht erforderlich, den Azubi zu verpflichten, sein 
Werkzeug während der Arbeit in einer genau vorgegebenen Weise anzuordnen 
(wie die beliebte Spindordnung bei Y-Tours). Solange er ad hoc das 
jeweils benltigte Gerät zur Hand hat, ist alles in Ordnung. Wenn nicht, 
wird er bald merken, was es bewirkt, wenn man aks einziger Azubi noch 
nicht in die Pause kann, weil das Werkstück noch nicht fertig ist. Ich 
halte das für deutlich lehrreicher als ein strenges Regiment, solange 
man es nicht mit Rekordidioten zu tun hat.

Im Marktleiterbüro bei Lidl mag anderes gelten; da hat angeblich in 
jeder Filiale jedes Ausrüstungsstück seinen überall gleichen festen 
Platz, solange es nicht in der Hand gehalten wird. Das kann man so 
handhaben, aber mit Leuten, die auf derartige Vorgaben angewiesen sind, 
mag ich nicht zusamnenarbeiten müssen.

Btw: ich sehe es nicht als Schikane oder sinnfreie ritualisierte 
Förmelei an, wenn Azubis wöchentlich ihr Werkzeug pflegen sollen, 
unabhängig von der aktuelken Erforderlichkeit, so lange sie letztere 
noch nicht beurteilen können.

von herbert (Gast)


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Wir hatte für Messwerkzeuge ein extra Tablett genauso wie für die 
Feilen.
Die Idee die Feilen auf den Messwerkzeugen abzulegen,hatte ich 
eigentlich zu keinem Zeitpunkt, obwohl es Zeitgenossen gab denen das 
egal gewesen ist.

Eventuell kann sich ein Zeitgenosse an die Schlagzeile Von Bild, TZ und 
AZ erinnern ,die da lautete "Siemens Lehrlinge protestieren gegen ihre 
Ausbildung". Damals haben wir bei unserer Freisprechungsfeier dem 
Konzern ordentlich ein auf sein Haupt gegeben. Einige Ausbilder unserer 
Lehrwerkstatten haben diesen Protest nicht überlebt,sie wurden entfernt.

Sinnvolles zu lernen ist das eine , Auszubildende perwers zu 
schikanieren das andere.Letzteres ist wohl in der heutigen Zeit kaum 
mehr möglich.

von Percy N. (vox_bovi)


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herbert schrieb:
> Sinnvolles zu lernen ist das eine , Auszubildende perwers zu
> schikanieren das andere.Letzteres ist wohl in der heutigen Zeit kaum
> mehr möglich.

Leider doch, aber abhängig von Gewerbe und Betriebsgröße. Häufiger 
dürfte rücksichtslose Ausbeutung sein.

von Olaf (Gast)


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> Praxus, den Azubi regelmäßig die gesamte Werkstatt aufräumen und
> ausfegen zu lassen, weil "Lehrjahre ja keine Herrenjahre sind".  Das ist
> pure Schikane.

Naja, wir waren damals eine Gruppe von 30Lehrlingen. Da gab es einen 
Plan und jeweils zwei mussten am Freitag in der Tat die Werkstatt 
ausfegen. Andere haben die Bohrmaschiene geputzt, oder die 
Anreissplatten poliert. Das hat keinem geschadet. Ich wuesste auch nicht 
wer da sonst die Werkstatt haette fegen sollen? Meinst du dafuer muss 
eine Firma noch extra PutzmaennerInnen einstellen?

BTW: Ich hab gute Verbindungen nach Japan und weiss daher das es dort 
ueblich ist das Kinder nach der Schule ihre Klasse putzen. Das wuerde 
ich mir hier auch wuenschen. Dann kritzeln die seltener "Satomi ist 
doof" auf die Tische weil es sein koennte das sie selber es heute wieder 
wegmachen koennen. .-)

> ausfegen zu lassen, weil "Lehrjahre ja keine Herrenjahre sind".  Das ist
> pure Schikane.

Daran kann ich mich zurueckdenkend auch nicht erinnern! Es gab nur eine 
Sache wo man wirklich einen Tritt in den Arsch bekommen konnte. Wenn man 
seinen Helm nicht auf hatte. Hinterher hast du dich komisch gefuehlt 
wenn du den auf dem Scheisshaus abgesetzt hast. :) Aber auch das war 
ausschliesslich zu deiner Sicherheit. Wer jemals in so einem grossen 
Bergwerk war wird das SEHR schnell lernen. Dort gibt naemlich nichts 
nach wenn du mit dem Kopf dagegen stoesst.

Der Unterschied zwischen Schikane und nicht Schikane liegt nicht in der 
Taetigkeit sondern in der Persoenlichkeit des Ausbilders.

> Und es ist auch nicht erforderlich, den Azubi zu verpflichten, sein
> Werkzeug während der Arbeit in einer genau vorgegebenen Weise anzuordnen
> (wie die beliebte Spindordnung bei Y-Tours).

Ich kenne es so das Messwerkzeuge ausschliesslich in einer Schublade zu 
liegen hatten, andere Dinge wie Hammer und Saege in einer anderen. Ich 
betreue uebrigens mittlerweile die kleine Werkstatt einer grossen Firma 
und hab da regelmaessig frisch Fertigstudierte, regelmaessig auch 
promoviert die nicht so recht verstehen warum das von Bedeutung sein 
koennte. Die muss man ab und an mal zusammenfalten damit Ordnung in die 
Bude kommt. Da sieht man das ein Studium nicht automatisch klug macht. 
.-)

> Im Marktleiterbüro bei Lidl mag anderes gelten; da hat angeblich in
> jeder Filiale jedes Ausrüstungsstück seinen überall gleichen festen
> Platz, solange es nicht in der Hand gehalten wird.

Sowas ist heute in modernen Produktionsbetrieben generell ueblich. Unter 
anderem weil man sich bei der Ableitung eines Arbeitsplatz auch ein paar 
Gedanken um Effizienz und Gesundheit der Mitarbeiter macht.

Olaf

von Thomas G. (conquistador)


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Bernd W. schrieb:
...
> Vorbehandlung bei leicht angerosteten Teilen oder Flugrost: Vorsichtig
> abbürsten und Einlegen in Tannin. So behandeln auch Archäologen
> Eisenfunde.
> Aber auch neues Eisen kann man so schützen, ohne das die Schicht dick
> aufträgt. Das willst Du ja z.B. bei einer Schieblehre nicht, weil Du ja
> sonst die Schicht mitmisst.
>
> Wegen dem Tannin und Eisenbehandlung mal Googeln. Aber die Ergebnisse
> sind "Hardcore". Für leichtere Fälle mit nichtverrostetes Eisen habe ich
> persönlich gute Erfahrung mit dem Inhalt gebrauchter Teebeutel gemacht.
> Für eine leichte Passivierung langt das.

Ja, hier genau sowas habe ich mir erhofft. Tannin kannte ich nur von 
Leuten die das in den Wein gekippt haben. Aber ich denke Du redest von 
demselben Zeug: https://en.wikipedia.org/wiki/Tannin

Am liebsten wäre mir so ein Überzug, so schwarz wie alte Waffen.

von michael_ (Gast)


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Tannin, ist das nicht in den Tabletten, wenn man Durchfall hat?

Thomas G. schrieb:
> Am liebsten wäre mir so ein Überzug, so schwarz wie alte Waffen.

Die Brünierung rostet genau so.
Übrigens, das Stahlmaßband war brüniert.
Ich habe auch so eines und es ist in der Werkzeugkiste mehr gerostet als 
andere Teile.
Jetzt habe ich es auf der Tastatur liegen und benutze es.
Langsam wird es wieder blank.

von M. W. (elektrowagi78) Benutzerseite


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Olaf schrieb:
> Da sieht man das ein Studium nicht automatisch klug macht

Weil in einem elektro-Studium keine Werkzeugnutzung gelehrt wird. Warum 
auch? Dazu gibt es Metall-Praktika in Firmen wie in der deinen :-)

Ich habe die Schieblehren immer in einer Plastiktüte verpackt, die in 
einer Tasche steckt. Wenn Verschmutzung des Messobjektes droht, wird 
vorher gewaschen. Man darf auch nicht unbedingt mit den verschwitzten 
Dreckpfoten an die Schieblehre ran, weil sonst das Salz alles anfrisst!

Ist das gleiche wie bei Hantelstangen!

von michael_ (Gast)


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Markus W. schrieb:
> Man darf auch nicht unbedingt mit den verschwitzten
> Dreckpfoten an die Schieblehre ran, weil sonst das Salz alles anfrisst!

Aber nur bei den billigen aus dem Werkunterricht.
Und wenn man abends saufen war, sollte man am nächsten Tag nicht 
rostende Metalle anfassen.
Hat mir ein Kollege beigebracht, der an der Flächenschleifmaschine 
stand.

von Olaf (Gast)


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> Am liebsten wäre mir so ein Überzug, so schwarz wie alte Waffen.

https://www.amazon.de/Ballistol-Waffenpflege-Klever-Schnellbrünierung-23630/dp/B005VCNE5A

Das ist aber nicht automatisch Rostschutz. Da muss trotzdem etwas Oel 
drauf.


Olaf

von Bernd W. (berndwiebus) Benutzerseite


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Hallo Thomas.

Thomas G. schrieb:

> Tannin kannte ich nur von
> Leuten die das in den Wein gekippt haben. Aber ich denke Du redest von
> demselben Zeug: https://en.wikipedia.org/wiki/Tannin

Richtig. Hier ein Link auf die deutsche Wikipedia. 
https://de.wikipedia.org/wiki/Tannine
Der Druck in der deutschen Wikipedia, Quellen anzugeben, führt allgemein 
zu besseren Beiträgen. Aber, zugegeben, in der englischen Wikipedia sind 
oft die inspirierenderen Beiträge. Es ist allerdings mühevoller, sie auf 
ihren Wahrheitsgehalt hin abzuklopfen.

> Am liebsten wäre mir so ein Überzug, so schwarz wie alte Waffen.

Stylish, aber ich hätte Mühe, schwarze Striche eines Nonius auf einem 
schwarzen Untergrund zu erkennen. Jetzt fehlt eine Idee, einfach helle 
Striche präzise herzustellen. ;O)
Die meisten Skalenmarkierungen sind eingraviert, geätzt oder wie auch 
immer, jedenfalls leicht vertieft. Hineinreiben schwarzer Farbe schwärzt 
sie, und anderswo wird die Farbe weggewischt. Das müsste auch mit heller 
Farbe gehen. Allerdings ist bei Benutzung hineingeriebener Schmutz auch 
meistens dunkel, was eine dunkle Beschriftung auffrischt, eine helle 
aber abdeckt.

Der schwarze Überzug bei Handfeuerwaffen ist eine Brünnierung. 
Eigentlich ein kontrolliertes "Verrosten", weil es sich tatsächlich um 
die Bildung von Eisenoxyd handelt. Eine Brünnierung ist sehr 
Temperaturbeständig und ein guter Haftgrund für Lackierungen, aber 
eigentlich (fast) kein Korrosionsschutz.

Es gibt auch noch eine Möglichkeit mit Phosphorsäure eine 
Posphatisierung zu machen. Aber das ist nicht so schonend wie Tannin. 
Eine Phosphatisierung wird grau. Ausserdem sollte man mit viel Wasser 
nachspülen.

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de

: Bearbeitet durch User
von Walter K. (walter_k488)


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??? schrieb:
> First, in Cola einlegen, danach mit us reinigen, evtl. wiederholen

Ich verstehe nicht, wieso immer wieder  auf Cola verwiesen wird!
Egal ob es nun um Grünbelag am Hausputz geht - oder um dieses Thema 
hier.
Der einzige Wirkstoff in der Cola, der diese genialen Effekte erzielt - 
ist die Phosphorsäure - die kann man sich aber auch in der Apotheke 
besorgen, ganz ohne Zucker und Farbstoffe

von Patrick L. (Firma: S-C-I DATA GbR) (pali64)


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Programmierer schrieb:
> Profis verwenden daher Titan-Fahrzeuge ;-)

Hmm war die Pedale aus eisen; Die scheint ja da weggerostet zu sein 
...GRINS...

Walter K. schrieb:
> ist die Phosphorsäure - die kann man sich aber auch in der Apotheke
> besorgen, ganz ohne Zucker und Farbstoffe

Ja aber dann fehlt der Farbstoff und der Zucker, Passiviert (und das ist 
kein Witz, Phosphorsäure alleine funktioniert beim Entrosten und 
schützen nicht so gut...)
Aber am besten lässt du es Brünieren oder Rostumwandler. oder 
Glaspassivieren geht auch halt ein bisschen teuer ;-)

: Bearbeitet durch User
von MaWin (Gast)


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Walter K. schrieb:
> Ich verstehe nicht, wieso immer wieder  auf Cola verwiesen wird!

Ja was willst du denn sonst mit dem Zeug machen, etwa trinken ? Brr, da 
ist ja selbst Sinalco-Cola besser. Ist doch gut, die Coke mit dem 
Alteisen zu entsorgen, gibt wenigstens noch Pfand für die Flasche.

von Programmierer (Gast)


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Patrick L. schrieb:
> Hmm war die Pedale aus eisen; Die scheint ja da weggerostet zu sein
> ...GRINS...

Sportliche Räder werden meist ohne Pedale verkauft, weil eh jeder seine 
individuellen Wunsch-Pedale dran schraubt... aber es gibt tatsächlich 
Titan-Pedale, für schlappe 369€:

https://www.cyclingnews.com/reviews/object-of-desire-titanum-myti-3d-printed-titanium-pedals/

von Percy N. (vox_bovi)


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MaWin schrieb:
> Walter K. schrieb:
>
>> Ich verstehe nicht, wieso immer wieder  auf Cola verwiesen wird!
>
> Ja was willst du denn sonst mit dem Zeug machen, etwa trinken ? Brr, da
> ist ja selbst Sinalco-Cola besser.

Was ist jetzt genau der Unterschied zwischen Cola und Sinalco-Cola?

https://youtu.be/RW-_8okYW5I

: Bearbeitet durch User
von einfach wegräumen (Gast)


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Bei uns rostet auch alles im Keller. WD40 hilft ja da sehr gut.

Und was ich noch bemerkt habe: Wenn man die Metallteile einwickelt | 
wegräumt, dann rosten die auch weniger (bis kaum).

Ein paar alte T-Shirts nehmen, einwickeln und in einem Fach verstauen. 
Aber mit WD40 und Co. ist man wirklich auf einer sicheren Seite.

von Thomas G. (conquistador)


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Programmierer schrieb:
> Patrick L. schrieb:
>... aber es gibt tatsächlich
> Titan-Pedale, für schlappe 369€:
>

369€? Na für Titan sieht mir das nach Fernost billig Pedalen aus. Da muß 
doch mehr gehen.
Oder ist das der Preis für ein Pedal?

: Bearbeitet durch User
von Olaf (Gast)


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> Ich verstehe nicht, wieso immer wieder  auf Cola verwiesen wird!

Je weniger von dem Zeug getrunken wird um so besser fuer die 
Volksgesundkeit. :-)
Du kannst dich auch damit einreiben! Viel gesuender als es zu trinken!

> Bei uns rostet auch alles im Keller. WD40 hilft ja da sehr gut.

DAs Zeug verdunstet aber nach einer Weile. Es besteht ja ueberwiegend
aus Petroleum. Ausserdem stinken Sachen die verdunsten auch 
entsprechend.

Vielleicht beim naechsten Oeldwechsel einfach mal 50ml zurueck behalten
und alles damit einreiben? Ausserdem ist es auch Unklug Dinge zu kaufen 
die in Spruehdosen sind. Da geht naemlich bei der Anwendung die Haelfte 
verloren. Es geht nichts ueber Opas gute alte Oelkanne.

Olaf

Beitrag #6753867 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #6753936 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Helge (Gast)


Angehängte Dateien:

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Wasser undicht in der werkstatt vom kollegen. Unter der undichten Stelle 
die Werkzeugkiste. Dieses habe ich verkalkt, verdreckt (den rotguß) und 
dick verrostet (Stahl) bekommen. Entkalker auf 30°, erst den Rotguß eine 
Stunde und danach den Stahl 30 Minuten rein. Sauber. Loses Eisenpulver 
aus der Reaktion mit feiner Messingbürste entfernt.

Der Entkalker ist durch den Zink- und Bleianteil aus Rotguß und Lot am 
ende leider Sondermüll, außer ich habe noch mehr zum entrosten. 
Reihenfolge muß immer edel -> unedel sein bei wiederholter Verwendung 
der gleichen Lösung. Jedes mal fällt das edlere Metall als Pulver aus 
und wird in der Lösung durch das unedlere ersetzt.

von Experte (Gast)


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Percy N. schrieb:
> Ich denke aber, unser Vorposter meinte die früher beliebte
> Praxus, den Azubi regelmäßig die gesamte Werkstatt aufräumen und
> ausfegen zu lassen, weil "Lehrjahre ja keine Herrenjahre sind".  Das ist
> pure Schikane.

Aufräumen gehört zum (Arbeits-)leben dazu, wie das Atmen zum Leben.

Und somit räumen selbstverständlich die Azubis am Ende der Woche die 
Werkstatt, vor allem ihre Lehrwerkstatt, auf. Das hat gleich mehrere 
Effekte: Z.b. lernen sie, wo das ganze Zeug hingehört, zum anderen 
gewöhnen sie sich an, ordentlich zu arbeiten und Ordnung zu halten.

Und dass Ausbilder/Meister die Sache beaufsichtigen und nicht selbst 
aufräumen, ist eine Frage der Wirtschaftlichkeit und des Fachwissens. 
Der Ausbilder weiß genau, wo das Zeug hingehört und wie alles auszusehen 
hat. Der Azubi muss das noch lernen. Und die Arbeitszeit eines Azubis 
ist billiger als die des Meisters. Auch das Wirtschaftlichkeitsprinzip 
ist eine absolut notwendige Grundlage unseres Wirtschaftsleben.

Und das alles hat genau so viel mit Schikane zu tun, wie die Pflicht der 
Kinder, ihr Elternhaus (entsprechend ihrem Alter) bei den anfallenden 
Hausarbeiten zu unterstützen. Und ja, das ist eine Pflicht, eine 
ethische und sogar eine rechtliche (einfach mal im BGB schmökern).

von Percy N. (vox_bovi)


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Experte schrieb:
> Und ja, das ist eine Pflicht, eine ethische und sogar eine rechtliche
> (einfach mal im BGB schmökern).

"Eine zwangsweise Durchsetzung der Dienstleistungspflicht scheidet von 
jeher selbst bei volljährigen Kindern aus, da ein entsprechendes 
Gerichtsurteil aufgrund von § 888 Abs. 2 ZPO (Nicht vertretbare 
Handlungen) nicht vollstreckbar wäre. Ihre Verweigerung berechtigt die 
Eltern grundsätzlich auch nicht, dem weigernden Kind den Unterhalt zu 
versagen.

In der juristischen Literatur erscheint die Mithilfepflicht heute 
bestenfalls noch in schadensersatzrechtlichen Zusammenhängen, z. B. wenn 
ein Kind durch Verschulden eines Dritten getötet wird, sodass es seinen 
Dienstleistungen im Elternhaus nicht mehr nachkommen kann. Die Eltern 
können in solchen Fällen auf der Grundlage von § 1619 und von § 845 
(Ersatzansprüche wegen entgangener Dienste) gegen den Verursacher 
Schadensersatzansprüche geltend machen."

https://de.wikipedia.org/wiki/Mithilfe_von_Kindern_im_Haushalt

Beitrag #6754334 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Experte (Gast)


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Gähn, kannst ja noch weiter zitieren, auch die Stellen die nicht in Dein 
Weltbild passen:

> Die Rechtsprechung hält 3,5 bis 7 Wochenstunden bei 12-jährigen
> Kindern für zumutbar. Wenn die Kinder älter werden, lockert das
> Jugendarbeitsschutzgesetz die Restriktionen stufenweise.

von michael_ (Gast)


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Experte schrieb:
> Percy N. schrieb:
>> Ich denke aber, unser Vorposter meinte die früher beliebte
>> Praxus, den Azubi regelmäßig die gesamte Werkstatt aufräumen und
>> ausfegen zu lassen, weil "Lehrjahre ja keine Herrenjahre sind".  Das ist
>> pure Schikane.
>
> Aufräumen gehört zum (Arbeits-)leben dazu, wie das Atmen zum Leben.
>
> Und somit räumen selbstverständlich die Azubis am Ende der Woche die
> Werkstatt, vor allem ihre Lehrwerkstatt, auf. Das hat gleich mehrere
> Effekte: Z.b. lernen sie, wo das ganze Zeug hingehört, zum anderen
> gewöhnen sie sich an, ordentlich zu arbeiten und Ordnung zu halten.

Nö!
So 1965 (TM) wurden am Freitag 2h eingerechnet, um den Werkzeugbau 
aufzuräumen bzw. zu säubern.
Egal ob Lehrling oder Facharbeiter.
Ob der Meister den Schreibtisch aufgeräumt hat und den Telefonhörer 
geputzt hat, entzieht sich meiner Kenntnis. :-)

von Percy N. (vox_bovi)


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Experte schrieb:
> Gähn, kannst ja noch weiter zitieren, auch die Stellen die nicht in Dein
> Weltbild passen:

Das würde ich eher Dir anraten; aus dem von mit zitierten Text ergibt 
sich, dass dies allenfalls kompensatorisch im Außenverhältnis 
durchsetzbar ist. Dein Umgangston könnte ebenfalls eine,Revision 
vrrtragen.

Zu beachten ist weiterhin, dass im Innenverhältnis zum Einen § 1626 II 
zu berücksichtigen ist, zum Anderen die hauswirtschaftlichen Tätigkeiten 
des Kindes "in eigener Sache" wie etwa Zimmer aufräumen, einzurechnen 
sind.

Für Azubis siehe demgegenüber § 14 III BBiG
"Auszubildenden dürfen nur Aufgaben übertragen werden, die dem 
Ausbildungszweck dienen und ihren körperlichen Kräften angemessen sind."
https://www.gesetze-im-internet.de/bbig_2005/__14.html

sowie § 5 I Nrn 3, 4 BBiG


"§ 5 Ausbildungsordnung

(1) Die Ausbildungsordnung hat festzulegen

[...]

3.
die beruflichen Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten, die mindestens 
Gegenstand der Berufsausbildung sind (Ausbildungsberufsbild),

4.
eine Anleitung zur sachlichen und zeitlichen Gliederung der Vermittlung 
der beruflichen Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten 
(Ausbildungsrahmenplan)"

https://www.gesetze-im-internet.de/bbig_2005/__5.html

von Bernhard (Gast)


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Also hier mein Vorgehen verrostetes Werkzeug wieder flott zu bekommen:
Zitronensäure-Kristalle in handwarmem Wasser auflösen, das verrostete 
Werkzeug (Stahl) für eine halbe Stunde bis Stunde einlegen (Werkzeug aus 
Messing oder Kupfer kürzer, Alu garnicht)

Danach einfach mit der grünen Seite eines Putzschwamms oder einer alten 
Zahnbürste abschrubben.

Das so oft wiederholen bis der Rost herunten ist.

Dabei sollte man Handschuhe tragen da Zutronenjäure selbst an den 
kleinsten Schnitten in der Haut ordentlich brennt.

Und damit es nicht gleich wieder verrostet mit Vaseline oder dergleichen 
einreiben.
Es geht auch so ziemlich jedes andere nicht harzendes Öl oder Fett außer 
WD40.

WD40 ist hierzulande nur parfümiertes Petrolium was sich relativ schnell 
verflüchtigt und hat gar keine Schmierwirkung.
(Das Zeug, mit dem die Atlas Raketen eingerieben haben war damals noch 
anders zusammengesetzt)

Ich habe momentan meinen Schraubstock, den ich 1995 gefräst habe gerade 
eingelegt um ihn wieder etwas fit zu machen.

von Kurzschlussbügel (Gast)


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Wegwerfen, neu kaufen.

von Nichtverzweifelter (Gast)


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svensson schrieb:
> Moin,
>
> zum Schutz von Stahlwerkzeugen lege ich in die Schubladen eine Pappe,
> die mit Motoröl getränkt ist. Dadurch ist immer ein ganz feiner Ölnebel
> in der Luft.
>
> Funktioniert bisher prima.

Und die Schublade rostet auch nicht. Ein win win Situation

von Bernhard (Gast)


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Bernhard schrieb:
> Also hier mein Vorgehen verrostetes Werkzeug wieder flott zu bekommen:
> Zitronensäure-Kristalle in handwarmem Wasser auflösen, das verrostete
> Werkzeug (Stahl) für eine halbe Stunde bis Stunde einlegen (Werkzeug aus
> Messing oder Kupfer kürzer, Alu garnicht)
>
> Danach einfach mit der grünen Seite eines Putzschwamms oder einer alten
> Zahnbürste abschrubben.
>
> Das so oft wiederholen bis der Rost herunten ist.
>
> Dabei sollte man Handschuhe tragen da Zutronenjäure selbst an den
> kleinsten Schnitten in der Haut ordentlich brennt.
>
> Und damit es nicht gleich wieder verrostet mit Vaseline oder dergleichen
> einreiben.
> Es geht auch so ziemlich jedes andere nicht harzendes Öl oder Fett außer
> WD40.
>
> WD40 ist hierzulande nur parfümiertes Petrolium was sich relativ schnell
> verflüchtigt und hat gar keine Schmierwirkung.
> (Das Zeug, mit dem die Atlas Raketen eingerieben haben war damals noch
> anders zusammengesetzt)
>
> Ich habe momentan meinen Schraubstock, den ich 1995 gefräst habe gerade
> eingelegt um ihn wieder etwas fit zu machen.

Ach ja.
Ich habe vergessen zu schreiben dass man das Ganze nach dem Einlegen in 
Zitronensäure mit klarem Wasser abspülen und trockenwischen sollte.

Man sollte sich mit dem Einfetten nicht all zu viel Zeit lassen.
Denn wenn man die Teile so liegen lässt, sieht man schon nach einer 
Minute erste Rostspuren.

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