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Forum: HF, Funk und Felder Warnung: Siglent Spektrumanalyser SSA3021X


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von Prokrastinator (Gast)


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Als stolzer Besitzter eines SSA3021X möchte ich mal meine Erfahrungen 
mit dem Gerät und seine speziellen Fallstricke als Warnung zum besten 
geben:

Max Input Rating +30dB:
Nach bereits einem Totalausfall mit kompletter Demontage und wechsel des 
HMC1118 ICs am Input, habe ich akribisch nach meinem Fehler gesucht und 
parallel mit Oszi gemessen.
Siglent war dabei nicht die geringste Hilfe.
Ich hätte selbst schuld, weil ich keinen Transient Limiter benutzt 
hätte.
Keine Hilfe bei der Fehlersuche, keine Teile, rep wegen Weihnachtszeit, 
Umzug und Urlaub irgendwann viel, viel später. Also Teardown von Dave 
Jones angesehen und losgelegt. Neuere Revision, daher schon der HMC1118, 
aber schaffbar wenn man motiviert genug ist.

Trotz externem +30dB Transient Limiter bekomme ich weiterhin ADC 
overload Warnungen, die auch dem letzten Defekt vorrausgegangen sind.
Dazu reicht es bereits einen 4,7nF Y-Cap eingangs des Prüfling auf PE zu 
legen oder den Prüfling von der Versorgung zu trennen (!).
Einschalten tue ich ja ohnehin nur noch wenn der SSA nicht mit dem 
Transducer verbunden ist.
Ein vergleichbarer Rohde und Schwarz Spektrumanalyser eines Freundes hat 
nicht eines dieser Problemen.
Der meckert nicht mal, wenn man mit verbundemen Transducer den Prüfling 
hart einschaltet.

Das Eingangssignal bleibt dabei jedes mal weit, weit unter den max 
Ratings.
Nach x Telefonaten und Mails hat mir der Siglent Techniker soeben 
folgendes geschrieben:
>Das Input Rating entspricht dem was das Gerät maximal aushält. Grundsätzlich 
sollte die Amplitude aber nicht den bei den aktuellen Einstellungen maximal 
messbaren Wert überschreiten. Dies kann zu Schäden führen.

Mit anderen Worten:
Ext. Transient Limiter sind nutzlos.
Der SSA stirbt auch, wenn nur der momentane Messbereich überschritten 
wird.
Die +30dB max Input Ratings gelten nur, wenn alle Abschwächer im Gerät 
auf Maximum hochgezogen sind.
Im Manual steht nix dazu. Auch Siglent eiert ewig mit mir rum und erst 
als ich explizit auf das Thema zu spechen kommen, wird mir mein Verdacht 
bestätigt.

Damit nicht genug, habe ich seit neuestem Displayausfälle.
Das Display (CLAA101ND06DW) hat wie alle seiner Art ein extrem 
empfindliches Flex PCB. Das wird scharf geknickt über mehrere 
scharfkantige Bleche geführt, die sich jetzt durch mehrere Leiterbahnen 
geschnitten haben. Neues Display, weil das nicht reparabel ist.

Ich kann also jedem nur empfehlen auf diese Punke verstärkt achtzugeben, 
weil das Display nur noch bei Aliexpress mit langer Lieferzeot verfügbar 
ist und den HMC1118 zu tauschen ist etwas für Leute mit gutem Equipment 
und starken Nerven.
Die keramische PCB führt extrem gut Hitze ab. Ohne vorheizen, 
Heißluftstation und allen Tricks und Kniffen erreicht man da nix.

EasySpectrum Software:
Das eine kostenlose EMI Software dabei ist, hat eigentlich den Ausschlag 
gegeben. Vergesst das ganz schnell, die ist völlig nutzlos.
Der SSA hat bis zu 4 Korrekturwerte die parallel wirken können.
Bei mir: 1. Strommesszange 2.Transient Limiter 3.Verkabelung
Nur mit dieses Korrekturwerten erhalte ich ein Ergebniss das dem im EMI 
Labor annähernd entspricht.
Easy Spektrum kann aber überhaupt nix mit dem SSA anfangen.
Weder kann es die gespeicherten Limits lesen, noch die im Gerät 
gespeicherten Korrekturwerte anwenden.
Selbst kennt es nur EINE Korrekturtabelle. D.H. aus meinen drei Tabellen 
müsste ich eine händisch zusammenrechnen und in Easy Spectrum eingeben.

EasySpektrum weiß offensichlich nichts über das Gerät mit dem es über 
Netzwerk verbunden ist. Ich kann in EasySpektrum z.B. 200Hz BW beim 
Quasi Peak Detector auswählen, die der SAA ausdrücklich nicht 
unterstützt.
Trotz mehrfacher wiederholter, hartnäckiger Nachfrage hat Siglent sich 
um die Antwort gedrückt, was den nun stimmt. Kann der 200Hz, aber nur 
wenn EasySpektrum das einstellt, oder kann der das nicht und was 
passiert dann wirklich wenn ich das wähle.

Reports erstellt EasySpektrum als HTML Datei. Sieht furchtbar aus, 
enthält kaum Informationen. dBuA Anzeige oder Skalenbeschriftung kann es 
nicht.
Der SSA kann unendlich viel mehr als EasySpektrum, aber nur am Gerät.
Ich kann die Messwerte nicht als CSV bekommen, nicht aus HTML 
extrahieren, weil da nur 20 drinstehen etc. pp.
Auf Nachfrage sagte Siglent mir, das EasySpektrum nicht mehr weiter 
entwickelt wird, weil die neuen Geräte EMI ohne PC messen können.
????
Was habe ich dann mit der EMI Ooption beim SSA gekauft?
Klar kann der EMI messen, aber ich muss Werte und Bilder am Gerät auf 
USB Stick abspeichern, am PC einlesen, nachbearbeiten und mir einen 
Report basteln. Was rauchen die da bei Siglent?

Also von meiner Seite aus eine klare Warnung vor dem Ladem.
Das Gerät ist eigentlich ziemlich gut. Einen Vergleich mit einem R&S 
hält das vom Bedienkompfort und den Features gut mit.
Aber da hört es dann auf.
Beim R&S kann ich alles übers Netz machen. Sachen ins Gerät laden, aus 
dem Gerät runterladen, das Gerät bedienen etc. pp.
Beim Siglent ist die Netzwerkbuchse nur drauf damit kein Loch im Gerät 
ist.

Und am allerallerwichtigsten:
Wenn bei R&S draufsteht das der Input max. +30dB kann, dann kann der das 
in allen Lebenslagen mindestens.

Ich werde jetzt bis in den nächsten Monat auf mein neues Display warten 
müssen, bis ich wieder messen kann.
Ich verbringe bald mehr Zeit damit den SSA zu reparieren als damit zu 
arbeiten.

von Content B. (contentblocker_da)


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Danke für die Warnung!

Ich hab mir seit anfang letzter Woche den SSA3075X Plus angesehen, weil 
der für bis 7,5GHz geht. Wenn das ganze stimmt was du schreibst, schaue 
ich bei Rigol weiter...

: Bearbeitet durch User
von mitlesa (Gast)


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Prokrastinator schrieb:
> und den HMC1118 zu tauschen ist etwas für Leute mit gutem Equipment
> und starken Nerven.
> Die keramische PCB führt extrem gut Hitze ab. Ohne vorheizen,
> Heißluftstation und allen Tricks und Kniffen erreicht man da nix.

Hut ab vor deinen Fähigkeiten - und das ist ernst gemeint.
Zumal bei so neumodischen Leiterplatten (Leidensplatten) die
Kupferleitungen noch leichter abzulösen sind als auf Epoxi
oder Teflon.

Prokrastinator schrieb:
> Und am allerallerwichtigsten:
> Wenn bei R&S draufsteht das der Input max. +30dB kann, dann kann der das
> in allen Lebenslagen mindestens.

Das darf ich aus meinem Wissenshorizont bestätigen und preisgeben
dass so etwas natürlich auch explizit ausgetestet wird.

von mitlesa (Gast)


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Content B. schrieb:
> Wenn das ganze stimmt was du schreibst, schaue
> ich bei Rigol weiter...

... lieber eine ältere gebrauchte Kiste von R&S ....

von mitlesa (Gast)


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Prokrastinator schrieb:
> den HMC1118 zu tauschen

Hihi, im Datenblatt des HMC1118 steht überall "stolz"
Analog Devices, Inc. drauf, aber das Eval-Board am Ende des
Dokuments hat noch Hittite aufgedruckt.

Wer hat's gemacht ...... ?

von mitlesa (Gast)


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Prokrastinator schrieb:
> Und am allerallerwichtigsten:
> Wenn bei R&S draufsteht das der Input max. +30dB kann,

Auch noch wichtig: du redest dauernd, also durchgängig von "+30dB",
also von einem Pegel-Verhältnis, meinst aber wohl "+30dBm".

von F. M. (foxmulder)


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mitlesa schrieb:
> Wer hat's gemacht

Hittite wurde von AD gekauft.

von mitlesa (Gast)


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F. M. schrieb:
> Hittite wurde von AD gekauft.

Was meinst du wohl warum ich "noch" geschrieben habe. Dass ich
deine Information "noch" nicht gekannt habe?

mitlesa schrieb:
> am Ende des Dokuments hat noch Hittite aufgedruckt.

von mitlesa (Gast)


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F. M. schrieb:
> Hittite wurde von AD gekauft.

In neuen Produkten von AD wirst du den Schriftzug Hittite
nicht mehr finden.

von Prokrastinator (Gast)


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mitlesa schrieb:
> meinst aber wohl "+30dBm"

Hast Du recht.

von Hp M. (nachtmix)


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Prokrastinator schrieb:
> Siglent war dabei nicht die geringste Hilfe.
> Ich hätte selbst schuld,

Sehe ich auch so.
Du hattest wohl noch nie HF-Meßgerät in der Hand, dass du es gleich auf 
einen destruktiven Test ankommen lässt.


mitlesa schrieb:
> ... lieber eine ältere gebrauchte Kiste von R&S ....

die wird auch verrecken, wenn du so damit umgehst.

von mitlesa (Gast)


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Hp M. schrieb:
> Du hattest wohl noch nie HF-Meßgerät in der Hand, dass du es gleich auf
> einen destruktiven Test ankommen lässt.

Du warst beim Test dabei?

Hp M. schrieb:
> die wird auch verrecken, wenn du so damit umgehst.

Du warst beim Test dabei?

von P. S. (namnyef)


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mitlesa schrieb:
> Content B. schrieb:
>> Wenn das ganze stimmt was du schreibst, schaue
>> ich bei Rigol weiter...
>
> ... lieber eine ältere gebrauchte Kiste von R&S ....

In der Preisklasse gibt es auch von R&S was neues (FPC-Serie).

: Bearbeitet durch User
von Prokrastinator (Gast)


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mitlesa schrieb:
> Kupferleitungen noch leichter abzulösen sind als auf Epoxi
> oder Teflon.

Stimmt, die unbenutzten Pads des HMC sind auch nicht mehr da.
Zwei weitere hängen nur noch an den Leiterbahnen und wurden von mir mit 
Heißluftstation, Lötkolben + Nadel wieder in Position geschoben.
Das ist nix für zarte Gemüter, aber welche Wahl hatte ich schon?
Drei Anläufe und zwei HMC bis das geklappt hat.
Keine schöne Arbeit.

Deswegen schwillt mir ja so der Kamm, das das jederzeit wieder passieren 
kann weil der HMC zerschossen werden kann obwohl dessen max input rating 
+30dBm ist.
Die Footprints für den eingangsseitigen Begrenzer sind unbestückt.
Irgendwas viel weiter hinten im Gerät muß den HMC durch Überstrom 
durchbraten.
In keiner Messung hatte ich jemals über 1V Peak am Input.

Ich weiß das man den SSA danach neu kalibrieren müsste, aber die 
Vergleichsmessung mit einem frisch kalibrierten R&S sah gut aus.

Also, der SSA 3021X ist eigentlich ein gutes Gerät.
Der innere Aufbau ist wirklich sauber. Alles hat Hand und Fuss.
Die Benutzung ist gut, auch wenn ich Autotune und Preset auf der 
Tastaturpcb mit Kapton abgeklebt habe.
Ist mega ätzend wenn man gerade alles eingestellt hat, mit 
Korrekturwerten, Limits, Bandbreite etc und dann kommt man auf eine 
dieser Tasten.

Stellt man allerdings z.B. den Filter von Gaus auf EMI um wird alles 
mögliche andere auch umgestellt, weil Siglent meint das man das doch 
bestimmt will. Das machen die gerne an allen möglichen Stellen.
BW verstellt, Unit verstellt und wenn man das nicht weiß, wundert man 
sich warum die Werte plötzlich unerwartet ganz anders sind.
Ich habe auch keinen Weg gefunden ein komplettes Setup aus Limits, 
Korekturwerten, BW, Filter etc. abzuspeichern.

Aber im wesentlichen kann der SSA was der R&S kann.
Wir haben beide nebeneinander gestellt und parallel vermessen.
Wenn nicht diese Dämlichkeit im Design wäre und die Schlampigkeit im 
Display Aufbau, wäre ich ganz zufrieden, auch ohne benutzbare Software.
Die kann man bei Tekbox kaufen.
Der TekBox TBCP1-200 Transducer, ist zumindest eine klare Empfehlung.

Siglent unterhält ein Service Center in Augsburg.
Die antworten auch, sind freundlich und alles, aber was bringt das, wenn 
da Scheisse verkauft wird und die erst auf die ganz konkrete Frage ob 
30dBm für jede Attenuator Einstellung gilt, damit herausrücken, das das 
Gerät auch weit vorher die Grätsche machen kann?

K.A. wie Rigol ist, hab kein Rigol Gerät.
Siglent hat definitiv einen professionellen Anspruch.
Aus dem vollen gefräste Alu HF Gehäuse, nichts wirkt billig oder 
lieblos.
Aber eben die beschriebenen Schwächen und eine Kommunikation die 
Schwächen wegignoriert, kritische Fragen nicht beantwortet und 
Designfehler verschweigt, obwohl der Kunde bereits Defekte hatte und 
weitere zu vermeiden sucht.

Mein Rat wäre Siglent Geräte z.B. bei Batronix zu kaufen, die 30T 
Probezeit einräumen und dann wirklich alles was man jemals brauchen 
könnte auch zu testen. Aber bestellt den Limiter dazu, damit die nicht 
behaupten können ihr hätten den kaputtgespielt, so wie bei mir.

von Prokrastinator (Gast)


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Hp M. schrieb:
> Du hattest wohl noch nie HF-Meßgerät in der Hand, dass du es gleich auf
> einen destruktiven Test ankommen lässt.

Was laberst Du da für einen Scheiß?
Laut Spec kann das Gerät 10V am Eingang.
Ich habe nachweislich nie mehr als 1V am Eingang gehabt.

Nicht mit einem Wort wird irgendwo erwähnt, das das Überschreiten des 
jeweiligen Messbereiches zum Defekt führen kann.
Ich messe vollkommen potentialfrei CM Störungen über einen Stromwandler 
UND einem Transient Limiter mit 10dB Abschwächung.
Ich bin seit Ende letzten Jahres mit Siglent in Kontakt um 
herauszufinden was zum ersten Defekt geführt hat und warum ich trotz 
aller Schutzmaßnamen immer noch ADC Overload Warnungen bekomme.
Weder mein Freund, der da einiges an Erfahrung hat, noch der Siglent 
Techniker konnte sich da irgendeinen Reim drauf machen, bis ich anfing 
sehr detailiert nach dem Zusammenhang zwischen max Input ratings und 
Attenuator zu fragen.

Ich habe einen normkonformen Aufbau, wie er explizit in der ED14G 
Luftfahrtspec vorgeschrieben ist und wenn Du Lesen kannst, habe ich 
deutlich geschrieben das der R&S nicht eines dieser Probleme hat. Und 
der wird ohne Transient Limiter betrieben.
Also was faselst Du da von 'es drauf ankommen zu lassen'?

Weil ich während der Messung einen 4,7nF Y-Cap anklemme um die Wirkung 
zu sehen?
Weil ich die 28VDC Versorgung am Prüfling abziehe?
Zu hast sie doch nicht alle!

von Dieter (Gast)


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Ist das jetzt ein Siglent-Warn oder ein R&S-Werbe-Thread?

Wenn die Spectrum Analyzer von R&S genauso "funktionieren" wie der 
Spectrum Betrieb bei ihren Oszis, dann Gute Nacht.
Und sollten die Spectrum Analyzer wirklich fehlerfrei bauen können, 
warum kriegen die dann den Spektrum Betrieb beim Oszi nicht gebacken?

FFT Spectrum Analyzer | Bugs | Rohde & Schwarz RTM3004 | Oszilloskop RS 
RTM 3004 | Test Review #5
www.youtube.com/watch?v=YpCfgtU0lm8

von Mario H. (rf-messkopf) Benutzerseite


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Prokrastinator schrieb:
> Und am allerallerwichtigsten:
> Wenn bei R&S draufsteht das der Input max. +30dB kann, dann kann der das
> in allen Lebenslagen mindestens.

Auch bei R&S ist das der "Damage Level" des Abschwächers. Was nicht 
heißt, dass mit 30 dBm am Eingang der Mischer nicht bereits hoffnungslos 
übersteuert sein kann.

Und auch ein R&S-Analyzer wird sterben, wenn man 30 dBm ohne 
Abschwächung auf den Eingang gibt.

von mitlesa (Gast)


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Mario H. schrieb:
> Auch bei R&S ist das der "Damage Level" des Abschwächers. Was nicht
> heißt, dass mit 30 dBm am Eingang der Mischer nicht bereits hoffnungslos
> übersteuert sein kann.

Was ist an dem Aufdruck "Input max. +30dBm" miszuverstehen bzw. zu
interpretieren?

Was der Input-Attenuator oder der Mischer "macht" ist dabei völlig
belanglos. Dem User wird klar mitgeteilt was er nicht darf.

Die Specs für Input-Attenuator und/oder Mischer stehen im Daten-
blatt des Gerätes und haben mit der Belastungs- bzw. Überlastungs-
fähigkeit des Gerätes nichts zu tun.

Mario H. schrieb:
> Und auch ein R&S-Analyzer wird sterben, wenn man 30 dBm ohne
> Abschwächung auf den Eingang gibt.

Nein! Und das gilt für alle Betriebszustände.

von mitlesa (Gast)


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mitlesa schrieb:
> Nein! Und das gilt für alle Betriebszustände.

Bei R&S wird da nichts herum-geeiert und irgendwelche Konstrukte
gebaut um sich aus irgendetwas herauszureden.

von mitlesa (Gast)


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Dieter schrieb:
> Wenn die Spectrum Analyzer von R&S genauso "funktionieren" wie der
> Spectrum Betrieb bei ihren Oszis, dann Gute Nacht.

Wir reden hier über die Belastbarkeit eines HF-Eingangs eines
Messgerätes, vornehmlich bei einem Spektrum-Analyzer.

Du redest über die Software-Eigenschaften einer bestimmten
Oszilloskop-Serie.

von Prokrastinator (Gast)


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Dieter schrieb:
> Ist das jetzt ein Siglent-Warn oder ein R&S-Werbe-Thread?

Beides und keines von beiden.
Hätte ich diese Infos vorab gehabt, hätte ich vielleicht trotzdem den 
Siglent gekauft, würde den jetzt aber nicht zum wiedeholten Mal zur 
Unzeit reparieren müssen. Ich brauch den nämlich gerade um ein 
kritisches Projekt abzuschliessen.

Das mit dem damage level weit unter max ratings, kann man ganz 
vorsichtig umgehen, wenn man es weiß.
Das Display hätte ich vorher ausbauen und fachlich korrekt wieder 
einbauen können.
Wer jetzt so einen SSA hat, kann diese Dinge tun, bevor er sich vor Wut 
in den Hintern beißt.

Wer ihn noch nicht hat, kann sich überlegen ob ein anderes Gerät nicht 
die Mehrkosten wert ist.
Und so leid es mir tut, habe ich nur den direkten Vergleich zu einem R&S 
FPC irgendwas, den mein Freund sein eigen nennt.

Gerne auch weitere Vergleiche zu z.B. Rigol, OWON oder andere.
Ich hab nix von R&S Werbung.
Der Siglent wird auch weiterhin mein Gerät sein, nur eben mit deutlich 
abgekühlter Begeisterung und immer der Angst das die Kröte wieder das 
nächste Zipperlein hat.

von Jochen F. (jamesy)


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Bedeutung des Abschwächers
(Muß das in Kap. 4 stehen??....)
Von großer Wichtigkeit bei einer Messung sind auch die Überlegungen der 
besten Einstel­lung des Abschwächers. Diese Tatsache wird häufig 
vernachlässigt. Hier ist ein Optimum zu wählen zwischen dem 
Empfindlichkeitsverlust bei Wahl einer hohen Dämpfung und dem 
verschlech­terten Inter­modulations- und Dynamikverhalten bei zu 
geringer Dämpfung. Ebenfalls ist die Veränderung des 
Ein­gangswiderstandes des Spektrumanalysators bei sehr geringer Dämpfung 
nicht unwichtig. Auch der Schutz des Eingan­ges gegen zu hohe 
Eingangsspannung und Eingangsleistung wird durch mehr Dämpfung 
verbessert.
Zwischen diesen Einschränkungen muß die optimale Einstellung der 
Dämpfung je nach Anspruch an die Messung gefunden werden. Hierbei ist 
einige Übung hilfreich. Vergl. hierzu S. 9(15-prüfen!!).
Einige Ratschläge aus der Praxis werden in Kap. 3 und Kap. 6 
vorgestellt.
Zur besseren Einschätzung des genauen Einflusses dieser Parameter auf 
das Meßergebnis und seine Genauigkeit sei hier auf die Fakto­ren 
eingegangen, die die Dämpfungseinstellung beeinflussen.
Der wichtigste Faktor ist die maximal zulässige Eingangsleistung, die 
ein Spektrumanalysa­tor an seinem Eingang ohne Gefahr für das Gerät 
zugeführt bekommen darf. Ist der Abschwächer nicht eingeschleift, also 
nicht aktiv, so gelangt die gesamte Eingangsleistung auf den ersten 
Mischer. Da der Mischer aus einer oder mehreren Dioden besteht, die mal 
leitend sind und mal gesperrt, ist die Sperrspannnung der Dioden genauso 
wichtig wie der maximale Durchlaßstrom, den die Dioden ohne Schaden 
verkraf­ten. Dies kann in der Praxis sehr wenig Leistung sein, 
vorgegeben durch die extrem kleinen Mischerdioden. Wird diese 
Eingangs­leistung überschritten, so kommt es zu einer Zerstörung des 
Mischers, und das Gerät muß re­pariert werden. Interessant ist hierbei, 
daß der Begriff "Eingangsleistung" die absolute Eingangsleistung des 
Mischers bezeichnet und nicht die gerade auf der Anzeige dargestellte 
Leistung eines bestimmten Eingangssignals. Da der gesamte 
Frequenzbereich, den das Vorfilter auf den Mischer passieren läßt, auch 
Signale mit hoher Leistung enthalten kann, die außerhalb des angezeigten 
Bereichs liegen, ist vorher zu prü­fen, ob der Mischer außer den 
Nutzsignalen noch andere starke Signale am Eingang hat. Da es sich in 
diesem Fall um hohe Amplituden handelt, kann hier mit einer Abschwächung 
von 30-40 dB über den gesamten Eingangsfrequenzbereich ziemlich 
ge­fahrlos gemessen werden, jedoch ohne zu unempfindlich zu werden. In 
jedem Fall sollte ein Eingangssignal je nach seiner Art schon vor dem 
Anschließen an den Spektrumanalysator auf die zu erwar­tenden 
Eingangsleistungen und Frequenzen hin abgeschätzt werden, das erfordert 
aller­dings etwas Übung und Wissen über das Eingangssignal.
Da einige Spektrumanalysatoren gleichstromgekoppelte Eingänge haben, 
darf in diesem Fall nur eine kleine Gleichspannung an den Eingang gelegt 
werden, da die Gleichspannung zu gefährlicher Erwärmung durch die 
Verlustleistung im Abschwächer und Verstellung der Vorspannung an den 
Dioden führt. Ist am Eingang eine Gleichstromsperre vorhanden, so dürfen 
in der Regel auch dann nur 25 bis 50 Volt Gleichspannung an den Eingang 
gelegt werden. Im Zweifel sollte man stets einen dem Frequenzbereich 
durch seinen inneren Aufbau angemessenen Kondensator vor dem Eingang des 
Spektrumanalysators verwenden.
Da die Mischerdioden bedingt durch die hohen Frequenzen, die solche 
Dioden verarbeiten müssen, in ihren Ab­messungen folglich sehr klein 
sind, ist die Leistung, die ihre Zerstörung zur Folge hat, sehr ge­ring. 
Der Abschwächer dagegen ist aus Ohm'schen Widerständen zusammengesetzt 
und verkraftet in der Regel eine um Größenordnungen höhere 
Eingangsleistung, ohne zerstört zu werden, besonders bei kurzen, aber 
kräftigen Impulsen. Da­her ist der Abschwächer ein Schutz gegen eine 
hohe Eingangsleistung oder plötz­lich am Ein­gang auftretender 
Transienten, etwa aus einer Netznachbildung, oder bei versehentlicher 
Berüh­rung einer Leitung, die sehr hohe Spannung führt. Allerdings ist 
nicht einmal ein Abschwächer gegen eine viel zu hohe Belastung gefeit.
(Mischer hat Nominalwiderstand, aber nur wenn die Dioden leiten(setzt 
sich aus Ausgangswiderstand und dem geringen differentiellen Widerstand 
der Dioden zusammen, also impedanzrichtiger Abschluß notwendig)!!)
Da der Mischer vom Eingang her gesehen nicht immer einen konstanten 
Eingangswiderstand darstellt, je nachdem, ob die Mischerdioden leitend 
sind oder gerade gesperrt, variiert der Eingangswiderstand eines 
Spektrumanalysators mit der Zeit, und ist auch abhängig von der 
jeweiligen Injektionsfrequenz, die der Mischer über seinen zweiten 
Eingang zugeführt bekommt. Diese Schwankung kann durch Einschalten eines 
Abschwächers stark vermindert werden, da hier der scheinbare 
Eingangswiderstand des Gerätes in die Nähe des Nominalwiderstandes 
rückt. Die Ursache hierfür liegt in der Tatsache, daß der Abschwächer 
(meistens!) den konstanten Wellenwiderstand deutlich besser einhält, als 
ein Mischer dies über den Eingangsfrequenzbereich kann. Ist der 
Abschwächer nicht eingeschleift, ist der Eingang mehr oder weniger 
fehlangepaßt. Eine solche Fehlanpassung kann auch zu störenden 
Rückwirkun­gen am Meßobjekt führen. Interessant ist auch, ob 
gleichzeitig ein Eingangsgleichstrom fließen kann.
Zitat aus einem nicht veröffentlichten Buch zum Spektrumanalysator......

von Mario H. (rf-messkopf) Benutzerseite


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mitlesa schrieb:
> Die Specs für Input-Attenuator und/oder Mischer stehen im Daten-
> blatt des Gerätes und haben mit der Belastungs- bzw. Überlastungs-
> fähigkeit des Gerätes nichts zu tun.
>
> Mario H. schrieb:
>> Und auch ein R&S-Analyzer wird sterben, wenn man 30 dBm ohne
>> Abschwächung auf den Eingang gibt.
>
> Nein! Und das gilt für alle Betriebszustände.

Aus dem Datenblatt des R&S FSE (auf der Frontplatte steht "30 dBm max"):

Maximum input level, RF attenuation 0 dB: DC voltage 0V, CW RF power 20 
dBm. RF attenuation ≥ 10 dB: DC voltage 0V, CW RF power 30 dBm.

Keine Frage, dass der Mischer völlig übersteuert ist, wenn er direkt mit 
20 dBm beaufschlagt wird. Ich würde meinen Spektrumanalysator nicht so 
malträtieren. Im übrigen sind die 20 dBm Damage Level ohne Abschwächung 
schon recht ordentlich. Die älteren HP-Analyzer sind da durchaus 
intoleranter.

Wenn man 30 dBm direkt auf einen Diodenmischer mit 
Low-Barrier-Schottky-Dioden gibt, ist der anschließend hinüber.

Im übrigen wurde das in 
Beitrag "Re: Spektrumanalyser -Eingang" bereits erklärt. 
Siehe auch 
Beitrag "Re: Eingangsabschwächer Spektrumanalysator" und 
das dort verlinkte Dokument.

von Hp M. (nachtmix)


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Prokrastinator schrieb:
> Deswegen schwillt mir ja so der Kamm, das das jederzeit wieder passieren
> kann weil der HMC zerschossen werden kann obwohl dessen max input rating
> +30dBm ist.

Aus dem Datenblatt:
ABSOLUTE MAXIMUM RATINGS
37 dBm through path
28 dBm terminated path

Für den IC-internen Abschlusswiderstand also nur 0,6W bei 2GHz.
Insbesondere bei niedrigeren Frequenzen unterhalb von 20MHz nimmt die 
maximal zulässige Leistung nochmal rasant ab, bis auf 6mW bei 10kHz.

von Gerhard H. (ghf)


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Wenn der OP mehr auf den Inhalt des Datenblattes geschaut hätte anstatt
darauf, ob da jetzt Hittite oder AD draufsteht, dann hätte er gesehen,
dass der HMC1118 nur 27 dBm verträgt und keine 30.
Es kann natürlich sein, dass im Eingang noch ein fester Abschwächer
sitzt. Das ist nicht unüblich, damit die Rücklaufdämpfung des
Eingangs nicht allzu grausig wird und auch ein preiswertes Opfer.
Die Rauschzahl von SAs ist sowieso meist nicht so toll.

Gerhard

von Dieter (Gast)


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Mario H. schrieb:
> Und auch ein R&S-Analyzer wird sterben, wenn man 30 dBm ohne
> Abschwächung auf den Eingang gibt.

Absolut richtig.

von Experte (Gast)


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Prokrastinator schrieb:
> Trotz externem +30dB Transient Limiter

Naja, mit einem 30dBm-Limiter geh' ich doch nicht sorgenlos auf einen 
Eingang mit gelben Schild "Max 30 dBm"...

Und überhaupt: 30dBm? Ist das eine angemessene Größe für ein Messgerät, 
das bis unter -160dBm messen kann?

von F. M. (foxmulder)


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Verstehe den Ärger zwar, aber:
Ich schaue, dass ich immer unter 0dBm am Eingang ankomme, bei einem 
Gerät mit so extrem hoher Dynamik muss man ja nicht auf die obersten 
Prozent gehen.
Gibt sicher spezielle Messungen, wo man tatsächlich mehr braucht, da 
überlegt man sich dann aber auch jeden Schritt genau und stellt die 
Abschwächer-Werte zB. manuell ein (geht bei R&S).

mfg

von Petra (Gast)


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Bei EMV Messungen empfiehlt sich ein externes Dämpfungsglied von 20 dB, 
wenn es sich um ein unbekanntes Signal oder einen unerfahrenen Operator 
handelt.
Manche Umschalter schalten nicht sauber, dadurch kann der 
Eingangswiderstand des SA in Richtung unendlich oder 0 gehen. Beides ist 
sehr ungesund für den SA. Bei Leitungsgebundene Störer mit Versorgung 
und bei Kabelnetzen hilft ein DC Block dem SA zu überleben.
Für Messungen unter 30 MHz hat R&S einen Pulslimiter (ESH2-Z2), 
bestehend aus einem 10dB Dämpfungsglied und einer ultraschnellen Diode.
Zum Nachdenken: Warum gibt es billige Messgeräte und teure?

von Christian M. (likeme)


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Ich hatte den auch mal, man konnte den auf 3,2GHz aufbohren und auch 
dort lieferte er plausible Signalpegel. Solche Geräte sind aber generell 
Schätzeisen und für Engineering oder Experimente zu verwenden. Für 
Compliance zu "günstig" aber wer braucht das privat schon. Ich stecke 
übrigens wie der Vorredner bei unbekannten Signalen ein Dämpfungsglied 
und einen DC Block an den Eingang. Der ist generell bei allen Geräten 
wie ein rohes Ei zu behandeln. Ich gab den her, weil ich 3,6Ghz 
gebraucht habe, bin dann bei OWON XSA1036-TG  gelandet. Der hat aber 
auch so seine Eigenheiten, wie z.B. das der TG erst ab 2MHz losgeht... 
er entschuldigt das mit einem riesigen Display ;-) Ich war eigentlich 
mit dem SSA3021X sehr zufrieden!

: Bearbeitet durch User
von Aron A. (arone)


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Hier hat jemand ein ähnliches Problem gehabt und auch ein nettes Video 
gemacht:
http://emccompliance.co.uk/fixing-and-protecting-the-rf-input-of-a-spectrum-analyzer

Scheint aber eine andere Revision des PCBs zu sein.

von Prokrastinator (Gast)


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Christian M. schrieb:
> Für
> Compliance zu "günstig" aber wer braucht das privat schon.
Der macht problemlos Compliance Messungen.
Genau dafür habe ich den und die Meßergebnisse sind ganz genau die 
gleichen wie beim deutlich teureren R&S, der das gleiche misst was im 
akredetierten Labor gemessen wurde.
Ich nutze den auch nicht privat, sondern der ist Teil meiner 
Brötchenverdienerei.
Der SSA3021X ist ein tolles Gerät, bis auf eben diese Dinge bei denen 
mir unverständlich ist das man das so verkacken kann.

> Ich stecke
> übrigens wie der Vorredner bei unbekannten Signalen ein Dämpfungsglied
> und einen DC Block an den Eingang.

Die Signale sind ja nicht unbekannt.
Ich kenne mein CM Störspektrum an dem ich arbeite recht genau (-25dBµA) 
und ich habe Messtechnisch sichergestellt das in keinem Fall der real 
bei mir auftritt >1Vp am Speki auftreten.
Ich messe Potentialfrei mit Stromwandler und solange niemand einen DC 
Trafo erfunden hat, kann der garnichts anderes sehen als AC.

Selbst mit zwei antiparallel geschalteten kapazitätsarmen 3,6V 
Surpressordioden habe ich noch ADC Overload Warnungen.
Der Hameg 30dBm Limiter ist dran, weil ein Warnsymbol am RF Eingang 
hängt, auf dem steht: Max. 30dBm, max 50V DC.
Ích habe 0V DC und keine 10dBm und trotzdem Warnungen und bereits einen 
Defekt. Hat Siglent ja nun auch irgendwann zugegeben das der auch 
abraucht wenn nur der gerade gewählte Messbereich überschritten wird, 
ohne das dort irgendwo vor gewarnt wird.
Es geht auch nicht um eine dauerhafte Überlastung, sondern um extrem 
kurze Ereignisse. Habe ich aber alles schon detailiert beschrieben.

Gerade habe ich das verfi**te Displaykabel repariert und habe wieder ein 
Bild. Gibt gleich ein paar Bilder dazu.
Kann ich nur empfehlen das zu machen bevor das Display ausfällt.
Das Display war nie ab, das Kabel wurde nie bewegt.
Es reicht das die Kiste auf dem Tisch steht oder mal im Schutzkoffer 
transportiert wird, das die Mikrobewegungen des Kabels die Blechgrate 
das Kabel durchsäbeln lassen.

von Ralph B. (rberres)


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Prokrastinator schrieb:
> Max Input Rating +30dB:
> Nach bereits einem Totalausfall mit kompletter Demontage und wechsel des
> HMC1118 ICs am Input, habe ich akribisch nach meinem Fehler gesucht und
> parallel mit Oszi gemessen.
> Siglent war dabei nicht die geringste Hilfe.
> Ich hätte selbst schuld, weil ich keinen Transient Limiter benutzt
> hätte.

die +30db gelten als Belastabarkeitsgrenze für den Abschwächer am 
Eingang.

Prokrastinator schrieb:
> Trotz externem +30dB Transient Limiter bekomme ich weiterhin ADC
> overload Warnungen, die auch dem letzten Defekt vorrausgegangen sind.
> Dazu reicht es bereits einen 4,7nF Y-Cap eingangs des Prüfling auf PE zu
> legen oder den Prüfling von der Versorgung zu trennen (!).

schützt wiegesagt höchstens den Eingangsabschwächer, aber auch diesem 
würde ich keine 1Watt Leistung zumuten wollen.
Und spätestens nach dem die Overload Warnung geleuchtet hat wäre es an 
der Zeit gewesen den Pegel am Mischer zu reduzieren.

Prokrastinator schrieb:
> Ein vergleichbarer Rohde und Schwarz Spektrumanalyser eines Freundes hat
> nicht eines dieser Problemen.
> Der meckert nicht mal, wenn man mit verbundemen Transducer den Prüfling
> hart einschaltet.

wenn du einen Rohde&Schwarz oder einen xbeliebigen Spektrumanalyzer 
30dbm am Mischer anlegst, wird jeder Mischer augenblicklich abrauchen.

Prokrastinator schrieb:
> Mit anderen Worten:
> Ext. Transient Limiter sind nutzlos.

was für einen Unsinn du da stammelst. Wenn man den Limiter für +10dbm 
dimensioniert, überlebt der Mischer auch, wenn du den Abschwächer ganz 
rausnimmst.

Prokrastinator schrieb:
> Also von meiner Seite aus eine klare Warnung vor dem Ladem.
> Das Gerät ist eigentlich ziemlich gut. Einen Vergleich mit einem R&S
> hält das vom Bedienkompfort und den Features gut mit.
> Aber da hört es dann auf.

soll ich dir mal was sagen? Du hast von Messtechnik insbesonders von 
Spektrumanalyzer keine Ahnung, und himmelst diesen dann durch krasse 
Fehlbedienung.

Was du da treibst ist schon geschäftsschädigend.

Der Mischer ist in der Regel ein Gegentaktmischer oft sogar ein 
Ringdiodenmischer. Die Mischerdioden sind extrem schnelle kapazitätsarme 
Shottkeydioden welche Bauartbedingt nur eine greinge Speerspannung von 
ca 3-4 Volt aushalten. Der Lokaloszillator des Mischers hat schon einen 
Pegel in der Regel von +13dbm also 1Veff.

Wenn du jetzt auch noch 1Veff ( +13dbm) am Mischereingang anlegst ist 
als Summe die 4Volt Sperrspannung schon erreicht, und der Mischer ist 
kurz vor dem Ableben.

Um einen intermodulationsfreien Darstellungsbereich von 80db zu 
erreichen, darf der Mischer höchstens bis -30dbm Ausgesteuert werden. 
Bei Premiumgeräten sind es auch schon mal -20dbm.

Darüber gibt es Geistersignale.

In jedem Spektrumanalyzer ist ein schaltbares Dämpfungsglied meist in 
10db Schritten vor dem Mischer angeordnet, welche das Eingangssignal auf 
die -30dbm reduzieren soll. dieser Abschwächer ist in der Regel maximal 
30dbm belastbar. Das ist das was auf der Frontplatte als Pegel steht, 
welches niemals überschritten werden darf.

Nochwas

Ich habe den direkten Vegleich zwischen einen Rohde&Schwarz FPC1500 und 
den
Siglent Spektrumanalyser SSA3021 bis 2GHz.

Der Siglent hatte in den HF Eigenschaften wesentlich besser 
abgeschnitten, als der FPC1500, insbesonders was das durch das 
Seitenbandrauschen hervorgerufene Rauschglocke unmittelbar neben dem 
Signal betrifft. Die Rauschglocke war bei dem FPC1500 um etwa 20db höher 
als bei dem Siglent.
Und auch die Bedienung war hakeliger, insbesonders mit eingeschalteten 
Mitlaufgenerator.

Christian M. schrieb:
> Ich hatte den auch mal, man konnte den auf 3,2GHz aufbohren und auch
> dort lieferte er plausible Signalpegel. Solche Geräte sind aber generell
> Schätzeisen und für Engineering oder Experimente zu verwenden.

der Siglent ist kein schätzeisen, er misst recht genau. Vorrausgesetzt 
man kann mit so einen Gerät umgehen, und weis was man tut.

Im übrigen ist der HMC1118 kein Mischer , sondern ein elektronischer HF 
Schalter. Wenn der im Signalweh vor dem Mischer liegen sollte, und der 
abgeraucht ist, dann ist der Mischer dahinter mit ziemlicher Sicherheit 
auch abgeraucht.

Es werden also vermutlich noch mehr Fehler, welche du beseitigen musst 
auf dich zukommen.

Ralph Berres

von Prokrastinator (Gast)



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Display am SSA3021X flicken / wechseln:

Nichts am Gerät erfordert Gewalt zum auseinanderbau.
Um den Netzteilblock abzubekommen müssen rundherum die Schrauben raus 
UND die Muttern der BNC Buchsen.
Wenn was nicht will, keine Gewalt, ihr habt dann was vergessen, eine 
Plastiknase nicht gedrückt oder sonstwas.
Die letzte Schraube um die Front abzubekommen ist unter dem Aufkleber 
neben dem TG Ausgang. Ist die einzig versteckte Schraube. Alles andere 
ist easy wenn  man sorgfältig schaut und/oder sich Dave Jones Teardown 
Video anschaut.

Das Display muss komplett auseinandergebaut werden.

Das Displayhalteblech ist mit dem Display verklebt. Wegschneiden, sonst 
verbiegt man das Blech.
Danach den Displayrahmen runter, um an die kritische Stelle zu gelangen.

Ich hatte Glück. Nur die äußere Leitung war durch und das ist auch noch 
eine der 'dicken'. Mit Lupe, Skalpell, feinster Spitze, Elfenhaar und 
sehr ruhiger Hand flicken.
Mit PTFE Klebeband stabilisiert / isoliert.

Blechrahmen mit Proxon + Trennscheibe ausschneiden, mit Fächerscheibe 
entgraten.
Viel Biegung verträgt das geflickte Kabel jetzt nicht mehr, also alles 
sehr vorsichtig und bedächtig tun.

Der Halterahmen muss weiter nicht mehr bearbeitet werden.
Display einsetzen und sichern.
Da ich die 3M Klebestreifen nicht habe und nichts was die gleiche 
Haltekraft entwickelt und ich keine flüssigen Kleber verwenden wollte, 
habe ich an 4Stellen verlötet.
Verzinktes Blech vorher anschmrirgeln, Flussmittel drauf und das sehr 
heiß, sehr schnell löten. Wir wollen das Display nicht kochen, nur 
sichern.

Der Einbau ist friggeliger als der Ausbau.
Das Kabel muss gesteckt werden (Sicherung lösen!) bevor das Display 
verschraubt wird. Pinzette mit flachen abgerundeten Greifer statt 
Wurstfinger erleichtert einiges.

Testlauf machen.

Ich habe die Gelegenheit genutz gleich die beiden Ärgernistasten 
Autotune und Preset abzukleben.

Vielleicht hilft es dem einen oder anderen.


Speki taub, weil HMC1119 def:
Auch wenn man sich den Eingangskreis durchballert, wie ich, wird es 
nicht viel komplizierter. Die Frontplatte muß dazu nicht ab.
Bei den aus dem vollen gefrästen ALU HF Gehäusen gibt es 3 verschiedene 
Längen, die mit Schlagzahlen im Alu auch markiert sind.
Sauber arbeiten, Fotos von jedem Schritt, Kiste für Kleinteile und das 
geht.
Bauteilwechsel auf der PCB ist aber haarig, weil Keramik.
Heizplatte + Heißluftstation und es sollte nicht das erste QFN Gehäuse 
sein das ihr ohne Lotpastenmaske wechselt.
Den HMC1118 gibts bei RS.
Viel Glück!

von Prokrastinator (Gast)


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Ralph, bitte, bitte, bitte, alles lesen.
Ich schätze Deine Antwort, aber ich mag einfach nicht mehr immer wieder 
das gleiche schreiben.

Ralph B. schrieb:
> Im übrigen ist der HMC1118 kein Mischer , sondern ein elektronischer HF
> Schalter.

Ach wirklich...
Der kann 30dBm, sieht keine 10, hat einen 30dBm Limiter vorgeschaltet, 
geht kaputt. Durch EIN EXTREM KURZES EREIGNISS das keine 1Vp macht.
Nix mit 1W Dauerleistung.
Wie oft muss ich das erzählen?

Der SSA funzt auch super nach der Rep, auch geschrieben.
Und wirklich, der macht das gleiche wie ein R&S und das nach meiner Rep. 
die nun schon 7Monate her ist.
Aktuell nur das Display im A...
Manno ...

Nicht übel nehmen, aber ich werde mich jetzt, da auch das Display wieder 
läuft, der Arbeit zuwenden die ich wirklich dringend tun muss.
EMI Entstörung. Das ist der Job den ich damit eigentlich erledigen will, 
wenn ich gerade nicht am SSA herumbasteln muss.

von Petra (Gast)


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Prokrastinator schrieb:
> ...EMI Entstörung. Das ist der Job den ich damit eigentlich erledigen will...
Sorry, da würde ich mir einen (gebrauchten) EMI Receiver zulegen, oder 
zumindest einen 10er Pack an billigen SA.

von Prokrastinator (Gast)


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Petra schrieb:
> Sorry, da würde ich mir einen (gebrauchten) EMI Receiver zulegen, oder
> zumindest einen 10er Pack an billigen SA.

Womit begründet?
Was messen 10 SA besser als einer?

von Ralph B. (rberres)


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Prokrastinator schrieb:
> Womit begründet?
> Was messen 10 SA besser als einer?

Petra schrieb:
> Sorry, da würde ich mir einen (gebrauchten) EMI Receiver zulegen, oder
> zumindest einen 10er Pack an billigen SA.

Sie schreibt das vermutlich deswegen, weil sie von ausgeht, das bei 
deinen EMI Messungen du deinen Spektrumanalyzer bestimmt noch öfters 
himmelst.

Da ist es gut genügend Geräte im Vorrat zu haben, um die Messungen auch 
beenden zu können

( dieser Beitrag könnte einen Schuß Ironie beinhalten ).

mal ganz im Ernst. Vielleicht wäre es sinnvoll, das du dich in der 
Materie der Spektralanalyse von jemanden unterweisen lässt, der davon 
auch Ahnung hat.
Ein Spektrumanalyzer kann man wunderbar schnell himmeln. Manchmal merkt 
man es noch nicht einmal direkt, sondern erst sehr viel später.


Prokrastinator schrieb:
> Durch EIN EXTREM KURZES EREIGNISS das keine 1Vp macht.
> Nix mit 1W Dauerleistung.
> Wie oft muss ich das erzählen?

Mitunter sterben Halbleiter ja nicht an thermische Überlastung durch zu 
hohe Leistung , sondern ganz einfach durch zu hohe Spannung. Besonders 
mosfets können da sehr empfindlich sein. Da reicht ein Zeitraum von 
wenigen Nanosekunden völlig aus.

ich schaue mir gerade das Bild Läuft wieder an, wo Rauschen zu sehen 
ist.

Ich weis jetzt nicht die Einstellungen deines SAs. Aber zu erkennen ist 
immerhin Rauschen bei -74dbm RBW 100KHz.

Wenn man jetzt von der üblichen Rauschen von -114dbm bei 1KHz RBW 
ausgeht, dann sind das bei 100KHz RBW -94dbm. Also 20db mehr als er 
rauschen dürfte.
wohlgemerkt bei abgeschalteten Vorverstärker.

Erklären könnte das , wenn du den Abschwächer am Eingang auf 20db 
gestellt hättest, ( was ich natürlich nicht weis ).
Wenn der Abschwächer am Eingang nicht auf 20db stand, dann ist eindeutig 
der Spektrumanalyzer taub.

Ralph Berres

: Bearbeitet durch User
von Petra (Gast)


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Ralph B. schrieb:
> Sie schreibt das vermutlich deswegen, weil sie von ausgeht, das bei
> deinen EMI Messungen du deinen Spektrumanalyzer bestimmt noch öfters
> himmelst.

Ralph hat meinen Sarkasmus einwandfrei erkannt.

von Ralph B. (rberres)


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ich sehe gerade das der Spektrumanalyzer den Abschwächer auf 10db stehen 
hatte. Also ist er immer noch um 10db zu unempfindlich.

Viel Spass bei der Suche.

Ralph Berres

von Jochen F. (jamesy)


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Bisher habe ich auch noch kein Wort zu der Durchlaßbandbreite des 
Begrenzers gelesen. Ein Hz 560 hat nur die 30 MHz für die 
leitungsbebundenen Messungen, und 2*2 Paare 1N4148 antiparallel, +30 dBm 
macht der sicherlich nicht am Ausgang - was ja auch nicht nötig ist.
Bei einer Testmessung an der HM 6050 ohne Limiter mit einem Oszilloskop 
traten bei einem Schaltvorgang eines Probanden 100 VDC auf, für 5 
Mikrosekunden, an einem 50 Ohm-Durchgangsabschluß. Der Grund für die 
Messung: Bei Hameg gab es damals eine Pauschale für den 1. Mischer, wenn 
der abgeschossen war. in 99% aller Fälle hatte der Kunde an einer 
Netznachbildung gemessen, bis der Fehler auftrat.
Aus diesem Grund hatte ich auch Petras Ausspruch lächelnd zur Kenntnis 
genommen.

von Prokrastinator (Gast)


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Ralph B. schrieb:
> Also 20db mehr als er
> rauschen dürfte.

Dir ist aber aufgefallen das die ganze Kiste dabei offen ist?
Du hast gelesen das meine Vergleichsmessungen mit einem kalibrierten R&S 
ein vergleichbares Ergebniss ergibt?
Du hast in Betracht gezogen das der Korrekturfaktor für den Transient 
Limiter (-10dB) und den Transducer noch aktiv sind?
Du hast gelesen das ...
Ach, hast Du eh nicht und die anderen Sprücheklopfer auch nicht.

Das das Folienkabel des Displays von den Blechkanten zerschnitten wurde, 
liegt sicher daran das ich irgendwie doof seitlich vorm Gerät gesessen 
haben, denn der echte Profi weiß ja das man das nicht tut.

Wir drehen uns im Kreis und das 'ich bin so geil, du bist so doof' Spiel 
kenn ich nun schon so lange bei MC.net das ich jetzt raus bin.

von Rainer D. (rainer4x4)


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Die Warnung im Titel erscheint mir gehörig fehlplaziert. Evtl kann ein 
Moderator den Titel ändern in "SSA3021X Fehlbedienung und 
Reparaturversuch"

von Prokrastinator (Gast)


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Ein Änderung in:
'Leseschwäche bei MC.net erreicht dramatisches Ausmaß'
wäre vielleicht dann doch besser.

Es haben 2 Reps ERFOLGREICH stattgefunden:
Ein HF Schalter der weit unterhalb der max Rating kaputt geht (ja, hier 
wird von defekten Mischer oder abschwächer gefaselt, denen es aber super 
geht) und ein durch schlampige Fertigung zerstörtes Displaykabel.

Welches Ausmaß eines mentalen Defizits ist eigentlich nötig, um das 
nicht verstehen zu können?

von mh (Gast)


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Prokrastinator schrieb:
> Welches Ausmaß eines mentalen Defizits ist eigentlich nötig, um das
> nicht verstehen zu können?

Ich vermute, dass die meisten von deiner umgänglichen Art, die du hier 
zeigst, auf deine Glaubwürdigkeit und allgemeine Kompetenz schließen.

von Frickel F. (frickelfritze)


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Moin

Zum Messen selber wurde ja schon alles gesagt, da schließe ich mich an.

Und ganz ohne Bugs ist der Siglent nach X Firmwareupdates leider immer 
noch nicht, da habe ich die Hoffnung komplett aufgegeben, muss man wohl 
mit leben.

Wo ich Prokrastinator aber uneingeschränkt recht geben muss, ist die 
EasySpectrum Software, die ist grauenhaft, dann am besten Siglent gleich 
vergessen wenn man darauf angewiesen ist!

Nicht nur das der Rotz (Sorry für den Ausdruck) grundlegend so schlecht 
ist, nein, um die überhaupt nutzen zu können ist man gezwungen sich 
tonnenweise gammliger Software von Ni (National Instruments) zu 
installieren, das natürlich nur mit Registrierung bei Ni.

Wenn man dann soweit ist und erkannt hat das die "Easy" Software 
unbrauchbar ist, sollte man nicht daran denken den Rotz wieder sauber 
vom Rechner runter zu bekommen. Mal ganz zu schweigen davon das Ni wohl 
auch der Meinung ist ungefragt alles an Daten abzugrasen die man finden 
kann.

Bei der EasySpectrum Software sollte man sich wirklich überlegen die zu 
installieren, da ist eine "Warnung" mehr als angebracht, die ist 
unbrauchbar.

Gruß

von Prokrastinator (Gast)


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Irgendwann ist der friedlichste Mensch mal ausreichend angepisst, sich 
Luft zu verschaffen.
Oft genug hatte ich die Dinge Gebetsmühlenartig erklärt, aber es gibt 
einfach Leute die einen Satz halb gelesen haben und meinen mit ihrer 
Ignoranz und fehlenden Fähigkeit zum sinnerfassenden Lesen mal einen 
ordentlichen Haufen ins Forum setzen zu können.
Mit einer überheblichen Selbstgefälligkeit das einem das Kotzen kommt.

Ja, dann kann ich auch mal recht ausfallend werden, wenn mir die 
Hutschnur platzt.

von GHz N. (ghz-nerd)


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Prokrastinator schrieb:
> Es haben 2 Reps ERFOLGREICH stattgefunden:
> Ein HF Schalter der weit unterhalb der max Rating kaputt geht (ja, hier
> wird von defekten Mischer oder abschwächer gefaselt, denen es aber super
> geht) und ein durch schlampige Fertigung zerstörtes Displaykabel.

Es haben 2 Erklärungen NICHT erfolgreich stattgefuden:

1) Die +30 dBm, die seit Jahrzehnten auf sehr vielen 
Spektrumanalysatoren aller Marken aufgedruckt sind, bedeuten nicht, dass 
man diese Leistung unter beliebigen Umständen anlegen kann. Dies ist 
schon aus rein physikalischen Gründen nachvollziehbar, insbesondere dem 
bereits mehrmals erwähnten Mischer.
Wieso man nicht einfach +20 dBm drauf schreibt und dafür die Fälle, in 
denen man doch etwas mehr anlegen kann, ins Manual verschiebt, hat wohl 
mit Marketing und historischen Gründen zu tun...

2) Die Max Ratings des HF Schalters sind unterhalb von 10 MHz stark 
frequenzabhängig und nehmen rasch ab. Das Bauteil kann bei Transienten 
und niedrigen Frequenzen sehr viel schneller kaputt gehen als beim 
Messen von HF Signalen. Eventuell wurden also durchaus die Max Ratings 
des Chips überschritten.
Ich denke aber schon, dass es eine unglückliche Wahl ist, ein solches 
Bauteil im Eingangspfad zu verbauen und den Frequenzbereich des SA dann 
doch bis 9 kHz runter zu spezifizieren. Es wurde beim Design wohl davon 
ausgegangen, dass der Hauptverwendungszweck des Geräts bei den meisten 
Usern nicht im unterste Frequenzbereich liegt.

von Harald (Gast)


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Prokrastinator schrieb:
> Wir drehen uns im Kreis und das 'ich bin so geil, du bist so doof' Spiel
> kenn ich nun schon so lange bei MC.net

Schön geschrieben und wie man jüngst sieht - es hört nie auf.

Besten Dank für den OP, das war sehr informativ und belegt einmal mehr 
die Tatsache, dass viele Chinageräte in der Kür glänzen und in der 
Pflicht defizitär sind.

von dfIas (Gast)


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GHz N. schrieb:
> Ich denke aber schon, dass es eine unglückliche Wahl ist, ein solches
> Bauteil im Eingangspfad zu verbauen und den Frequenzbereich des SA dann
> doch bis 9 kHz runter zu spezifizieren. Es wurde beim Design wohl davon
> ausgegangen, dass der Hauptverwendungszweck des Geräts bei den meisten
> Usern nicht im unterste Frequenzbereich liegt.
Wäre dann ein externer Hochpass ein probater Schutz? Und mit welcher 
Eckfrequenz?

von GHz N. (ghz-nerd)


Angehängte Dateien:

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dfIas schrieb:
> Wäre dann ein externer Hochpass ein probater Schutz? Und mit welcher
> Eckfrequenz?

Ein Hochpass nützt auf jeden Fall!
Wenn man davon ausgeht, dass der HMC1118 limitiert, sieht es oberhalb 
von 1 MHz gut aus.
Andererseits geht beim Gerät selbst der offizielle +30dBm Bereich erst 
ab 10 MHz los. Zur Sicherheit sollte man sich also eher an der zweiten 
Zahl orientieren...

von Ralph B. (rberres)


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GHz N. schrieb:
> Ich denke aber schon, dass es eine unglückliche Wahl ist, ein solches
> Bauteil im Eingangspfad zu verbauen und den Frequenzbereich des SA dann
> doch bis 9 kHz runter zu spezifizieren.

Ich sehe das auch so.
Das wird wohl dem gegenüber Produkten der renomierten Hersteller sehr 
moderaten Preis ( Sehen wir mal von der FPC Serie von R&S ab. Das ist 
für mich kein seriöses Produkt ) geschuldet sein.

Besser wär es gewesen wenn dort ein Relaisgeschalteter Stufenabschwächer 
rein mit passiven Widerständen verbaut wäre, wie es sonst bei den 
höherklassischen Geräten üblich ist.

Ist aber gut zu wissen, so das ich ein Freund von mir informieren kann, 
was die Deratingkurve betrifft. ( Obwohl er auf Anraten von mir sowieso 
aus Prinziep keine höheren Pegel als 0dbm auf den Eingang gibt ).

Ralph Berres

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