Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Vogt Übertrager 545 42 053 00 Pollin Sortiment


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von Max auf dem Land (Gast)


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Hallo,

es gibt bei Pollin Übertrager von Vogt, zusammen mit anderen Übertragern 
im Sortiment. Habe das Sortiment mal mitbestellt, es hat mich 
Interessiert.
Der Übertrager um den es hier geht hat die Vogt Nr. 545 42 053 00.
Für was der mal war? Könnte ein TV Netzteil sein.
Es gibt einen Inneren Wickelkörper auf dem sich zwei Wicklungen 
befinden.
Eine Wicklung hat 2,2 mH, die Zweite 26,8 µH.
Das sollte wohl die Primärseite sein, ein Vergleich mit einem Übertrager 
aus einem 230 / 12 Volt Netzteil hat auch eine Wicklung mit 1,9 mH.
Auf dem äußeren Wickelkörper gibt es zwei Wicklungen, eine davon hat 
2,75 µH, hier sind zwei Enden und ein Anfang, vermutlich Parallel 
Schaltung vorgesehen für mehr Strom.
Die zweite Wicklung hat mehrere Anzapfungen, höchste Induktivität 235 
µH, Anzapfungen bei 81 µH und 47,5 µH.
Kennt jemand diesen Übertrager, ein Datenblatt habe ich nicht gefunden.

Dann noch die Frage, wie kann man so einen Kern öffnen ohne den zu 
beschädigen.

von oszi40 (Gast)


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Wenn ich dieses Sauerkraut sehe, finde ich die Aufschrift "3kV" 
(geprüft) etwas optimistisch. Den würde ich so niiie an 230V~ betreiben 
wollen.

>Kern öffnen?
Laubsäge? Dremel?

von H. H. (hhinz)


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oszi40 schrieb:
> Den würde ich so niiie an 230V~ betreiben
> wollen.

Die Primärseite ist dick isoliert durch den zweiteiligen Wickelkörper.

von wosnet (Gast)


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Hatte so ein Sortiment bei Pollin auch mal bestellt. Habe die Trafos in 
Wasser mit etwas Waschpulver eine Weile gekocht, danach konnte man die 
Kerne sehr einfach auseinandernehmen.

von H. H. (hhinz)


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Max auf dem Land schrieb:
> Dann noch die Frage, wie kann man so einen Kern öffnen ohne den zu
> beschädigen.

Backofen, ca. 150°C, das weicht den Kleber auf. Man braucht halt gute 
Topfhandschuhe...

von H. H. (hhinz)


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wosnet schrieb:
> Hatte so ein Sortiment bei Pollin auch mal bestellt. Habe die
> Trafos in
> Wasser mit etwas Waschpulver eine Weile gekocht, danach konnte man die
> Kerne sehr einfach auseinandernehmen.

Muss ich auch mal probieren, klingt zumindest plausibel.

von Christoph db1uq K. (christoph_kessler)


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immerhin die ersten fünf Ziffern stimmen überein.
Vogt Katalog 1990, davor bis 1984 zurück gab es keine 545 42
der hier hat aber nur 16 statt 18 Anschlußpins.

: Bearbeitet durch User
von Christoph db1uq K. (christoph_kessler)


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Der Link zu Pollin fehlt noch:
https://www.pollin.de/p/sortiment-uebertrager-induktivitaeten-35-teilig-800519
https://www.pollin.de/p/sortiment-uebertrager-15-teilig-800507

Da hat einer schon mal das Sortiment untersucht
https://www.fingers-welt.de/phpBB/backup/79/29607_83.htm
"Vogt 545 42 053 00
Der Kern ist E30, also schon für etwas größere Leistungen ausgelegt (im 
Vergleich zu den anderen Miniteilen). Das Ding hat einen Luftspalt und 
ist demnach als Sperrwandler gedacht.
Von unten gesehen, die Reihe mit weniger Pins nach oben, nur die 
belegten durchnummeriert, von oben links nach unten rechts:
1-2: 18V zusammen mit der Primärspule (selber Wickelraum)
3-4: 255V-360V Primärspannung
weiter unten:
7-6-10: Wahrscheinlich 2*3.3V mit Mittelanzapfung.
6-11: 12V
11-8: 3V (wahrscheinlich 15V rel. zu 6)
8-9: schätzungsweise 9V, also 24V zu 6
Der Trafo ist für 67kHz Schaltfrequenz ausgelegt für max. 30W. Man 
bekommt sicher auch noch mehr durch, wenn man das Ding umwickelt. Die 
Ferrite sind in der Mitte nicht geklebt sondern nur am Rand, mit 
Heißluft bekommt man die gut auseinander.
Ein einfacher Test hat in Rückwärtsrichtung 85% Wirkungsgrad gebracht.

Im Datasheetarchive gibt es einen Sumida-Katalog mit 545-Nummern, 
anscheinend gehört Vogt zu denen. ab S.68:
https://www.datasheetarchive.com/pdf/download.php?id=3d75bb0c25902f3ef10d54a6ebbffe0715cdfc&type=P&term=545%252042%2520053%252020%2520vogt

: Bearbeitet durch User
von H. H. (hhinz)


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Christoph db1uq K. schrieb:
> Im Datasheetarchive gibt es einen Sumida-Katalog mit 545-Nummern,
> anscheinend gehört Vogt zu denen.

Schon seit über 10 Jahren.

von Max auf dem Land (Gast)


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Christoph db1uq K. schrieb:
> immerhin die ersten fünf Ziffern stimmen überein.
> Vogt Katalog 1990, davor bis 1984 zurück gab es keine 545 42
> der hier hat aber nur 16 statt 18 Anschlußpins.

Danke für das Datenblatt.
Vermutlich ist der 542 42 001 die Basisversion für die 
Kundenspezifischen Ausführungen.
Das öffnen des Kernes hat geklappt. Ist etwas mühsam, da sich im Bereich 
des Luftspaltes Silikon befindet.

Jedenfalls sind diese Sortimente für mich  Brauchbar.
In dem einen Sortiment befinden sich 5 Würth Drosseln 33µH 2A.
Schon die alleine sind den Preis des Sortiments wert.

von Willi will es wissen (Gast)


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Max auf dem Land schrieb:
> Jedenfalls sind diese Sortimente für mich  Brauchbar.
> In dem einen Sortiment befinden sich 5 Würth Drosseln 33µH 2A.
> Schon die alleine sind den Preis des Sortiments wert.

Diese Bauteile bei Pollin, das sind wohl Überbestände und Restposten aus 
der Elektronik Produktion. Kannst Glück haben, oder die Mülltonne damit 
befüllen.
Wer braucht diesen Schaltnetzteil Übertrager?

von Ingo W. (uebrig) Benutzerseite



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Da mich mal wieder die Neugierde erwischt hat und eventuell ein 
passendes Projekt ansteht, hab ich mir die Sache mal vorgenommen und die 
Spannungsverhältnisse ausgemessen.
Zum Test einen Wandler aufgebaut, der die Spannung an der primärseitigen 
Hilfswicklung (10-12) auf etwa 13V einstellt. Dies wäre auch der 
passende Wert für den UC3842. Die Zählweise der Anschlüsse habe ich 
anhand dem von Christoph beigesteuertem Muster übernommen. Wie vom TE 
bereits vermutet, gibt es 2 für Parallelschaltung vorgesehene 
5V-Wicklungen 1,2 nach 9, die restlichen Stifte liegen an einer Wicklung 
mit 6 Anschlüssen und einer Gesamtspannung bis zu 57V

Pin 1: +5V zu Pin 9
Pin 2: +5V zu Pin 9
Pin 3: +24V zu Pin 8
Pin 4: -7V zu Pin 8
Pin 5: +50V zu Pin 8
Pin 6: +30V zu Pin 8
Pin 7: +7V zu Pin 8
Pin 8: Bezugspunkt für Pin 3-7
Pin 9: Bezugspunkt für Pin 1-2

Auf der Primärwicklung (13-15) tritt dabei eine Rückschlagspannung von 
etwa 160V auf, die sich zur Eingangsspannung addiert, der Transistor 
sollte also mindestens 500V sperren können. Die Testschaltung habe ich 
mit deutlich niedriger Spannung betrieben, für Netzspannung müsste R4 
und eventuell R2 vergrößert werden.

In der Tabelle, Zelle F1 kann man den Bezugspunkt für die Pins 3-8 
ändern.

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