Unbekanntes IC

OP #6839921
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Wertes Forum,
zu diesem IC, 1151 (B, G, 8, leider nicht lesbar mit dem Herstellerlogo 
>  e  <
habe ich weder ein Datenblatt noch ist mir der Hersteller bekannt.
Internet-Recherche war negativ.

Vor zig Jahren baute ich mit diesem IC einen Taktgeber.
Mit minimaler Beschaltung + Uhren-Quarz 32,xxx kHz erzeugte das IC einen 
1:1 Sekundenimpuls.
Wenn ich mich recht erinnere, war die Ub bei ca. 1,5 V.
Offensichtlich ein Uhren-IC.
Leider habe ich auch das damalige Schaltbild nicht mehr.

Da es sich beim IC um ein Einzelstück handelt, werde ich es niemals 
wieder einsetzen.
Dafür gibt´s heute bessere Möglichkeiten.
Mich interessiert einfach nur, um was für einen IC es sich handelt.

Kann jemand helfen?
Danke in Voraus!

fredl
Angehängte Dateien:
Gast #6840119
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Das ist ein Uhrenbaustein von eurosil e1151B in Eching bei München 
(Autobahnkreuz Neufahrn). Laut Datecode 7851 wurde das IC noch in der 
ersten Eurosil-Adresse in der Weltenburgerstr. im Münchner Osten (bis 
1981) hergestellt. Ich habe da vor 40 Jahren mal als Testingenieur 
gearbeitet. Die Frage nach der DDR entbehrt nicht einer gewissen Ironie, 
weil ein Mitarbeiter für Selbige spioniert hat und später aufflog.

Ich kann aber leider kein Datenblatt für den e1151B liefern.
Gast #6840156
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Bernhard S. schrieb:
> Welches Firmenlogo könnte das sein? DDR?

Lesen ist nicht jedermanns Sache, wurde 16:40 schon beantwortet.
JoergL schrieb:
> Eurosil.

Interessant finde ich, dass Diehl Anteile von Eurosil hatte:
https://www.diehl.com/group/de/unternehmen/geschichte/#expansion

Wolfgang W. schrieb:
> Die Frage nach der DDR entbehrt nicht einer gewissen Ironie,
> weil ein Mitarbeiter für Selbige spioniert hat und später aufflog.

Eurosil konnte tolle Dinge, von denen hatten wir ein kundenspezifisches 
IC für die Signalverarbeitung und interne Steuerung von Rufempfängern. 
Im Laboraufbau dutzende CMOS, daraus wurde ein PLCC mit 1,8V 
Betriebsspannung und wenigen µA Stromaufnahme.

Leider finde ich nichts zum weiteren Verbleib der Firma, habe vermutet, 
dass die von Telefunken übernommen wurden.
Gast #6840167
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Manfred schrieb:

> Leider finde ich nichts zum weiteren Verbleib der Firma, habe vermutet,
> dass die von Telefunken übernommen wurden.

Das ging zu Telefunken bzw. Temic (unter Daimler Fittichen), Temic wurde 
später von Atmel übernommen und etwaige Reste dürften somit jetzt 
Eigentum von Microchip sein ...
Gast #6840193
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H.Joachim S. schrieb:
> So schlimm ich das Fressen von innovativen IC-Schmieden an sich auch
> finde

Auch das Fressen konservativer IC-Buden ist schon kritisch genug, für 
welche ICs hast Du noch second Source?

Marek N. schrieb:
> dass Maxim kürzlich von ADI übernommen wurde?
https://www.elektronikpraxis.vogel.de/analog-devices-schliesst-uebernahme-von-maxim-integrated-ab-a-1051480/
Gast #6840228
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Manfred schrieb:
> für welche ICs hast Du noch second Source?

Tausende.

Fast jede chinesische Klitsche stellt
TL431, LM358, LM393, uA7805, NE5532, TL074 her, es gibt weit mehr 
second, triple, quadruple, Spurverbreiterungen als je zuvor.

Selbst uC wie 8051, PIC, AVR und STM werden geclont. Man war bisher nur 
zu arrogant, statt originaler STM auch HK32F103, CKS32F103, GD32F103 
oder APM32F103 überhaupt in Betracht zu ziehen.

Das wird sich heute wohl ändern. Wessen Firmware auch auf GD32F103 , der 
wird den wohl benutzen, auch in Zukunft.
Gast #6840237
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MaWin schrieb:
> Das wird sich heute wohl ändern. Wessen Firmware auch auf GD32F103 , der
> wird den wohl benutzen, auch in Zukunft.

Kann sein.

Mein Arbeitgeber hat inzwischen Spannungsregler von einem Chinesen im 
Einsatz (Name ist mir entfallen), die sind zwar von den Werten her etwas 
schlechter als z.B. die von TI, aber tun was sie sollen, und sie sind 
erheblich günstiger.

Gähn? Nicht neu? Nicht ganz:
Erstens sind das keine Schimmelgurken wie billige 7805-Nachbauten mehr, 
sondern z.B. moderne synchrone Bucks im MHz-Bereich mit integrierten FET 
oder moderne LDO mit brauchbaren Werten.
Zweitens sind das keine irgendwie TI oder sonstwas-kompatiblen mit 
ähnlichen Namen, sondern komplette Eigenentwicklungen. Sogar brauchbare 
Datenblätter gibt es. Vom Chinesen. Nicht kopiert, selber gemacht. Meine 
Augen sind immer noch rot vom reiben.
Drittens kauft man sie nicht im Jutesack bei Aliexpress, sondern einem 
seriösen Distributor in Europa.

So langsam würde ich schwitzen, wenn ich ein amerikanischer oder 
europäischer Hersteller wäre...
Gast #6840372
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Name: schrieb:
> Meine Augen sind immer noch rot vom reiben

Du hast die letzten 20 Jahre geschlafen.

Name: schrieb:
> So langsam würde ich schwitzen, wenn ich ein amerikanischer oder
> europäischer Hersteller wäre...

Wieso, seit jahrzehnten von Siemens und ST  bewährte europäische 
Methode, man lebt nicht von dem was man herstellt, sondern der 
Steuerzahler sichert einem den Gewinn (denk an Nokia Bochum).

https://www.google.com/amp/s/m.faz.net/aktuell/wirtschaft/intel-chef-fordert-milliarden-subventionen-fuer-neue-chipfabrik-17320884.amp.html
OP #6840382
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Moin Leute,
danke für die vielen Beiträge!
Der entscheidende Hinweis war, daß es sich um den Hersteller eurosil 
handelt.
Damit wurde ich im I-Net auch fündig. Vom 1151B gibt´s ja div. 
kompatible Typen wie 1115 usw., die in der Beschaltung fast identisch 
sind.

Fredl H. schrieb:
> Da es sich beim IC um ein Einzelstück handelt, werde ich es niemals
> wieder einsetzen.

Jetzt werde ich trotz meiner obigen Aussage doch mal einen Probeaufbau 
machen.
Mir ist nur nicht klar geworden, ob ich einen  32,76 kHz oder 4,19 
MHz-Quarz einsetzen muß.
Da gibt es wohl Unterschiede in den Beschaltungen.

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