Hi zusammen, ich wollte mal fragen, was ihr einstellt bei dem Hammer (Control Panel), wenn bei euch die Meldung time step too small kommt. Mir wurde gesagt gear und als solver alternate kann es manchmal lösen aber hilft bei mir leider nicht :( kann euch leider keine asc datei schicken weil das für die Firma ist und intern. Kann mir eventuell trotzdem jemand einen guten Tipp geben was man noch einstellen könnte?
Gast
#6880521
Das liegt meist an falscher Verwendung der Modelle.
Gast
#6880527
Jop U. schrieb: > Kann mir eventuell trotzdem jemand einen guten Tipp geben was > man noch einstellen könnte? "Timestep too small" ergibt sich oft, weil die Simulation nicht konvergiert. Das geschieht oft, wenn ein "schlechtes Modell" in der Simu steckt. Die eigentliche Lösung ist dann, ein besseres Modell einzusetzen, das näher am tatsächlichen physikalischen Verhalten des Bauteils liegt (und nicht nur irgendwelche Formeln durch gesteuerte Quellen nachbildet). Manchmal hilft auch, den Solver zu wechseln - aber das hast du ja schon versucht.
H. H. schrieb: > Das liegt meist an falscher Verwendung der Modelle. Habe ein eigenes Modell erstellt. Soweit stimmt da auch alles außer bei der Kapazität bin ich mir nicht 100 % sicher. Ich hab das mit Q gemacht als Formel und dann differenziert LTspice das noch. Keine Ahnung ob da der Fehler ist aber bin mir ziemlich sicher. Habe jetzt aber schon ewig rumprobiert ohne Erfolg :(
Achim S. schrieb: > Jop U. schrieb: >> Kann mir eventuell trotzdem jemand einen guten Tipp geben was >> man noch einstellen könnte? > > "Timestep too small" ergibt sich oft, weil die Simulation nicht > konvergiert. Das geschieht oft, wenn ein "schlechtes Modell" in der Simu > steckt. Die eigentliche Lösung ist dann, ein besseres Modell > einzusetzen, das näher am tatsächlichen physikalischen Verhalten des > Bauteils liegt (und nicht nur irgendwelche Formeln durch gesteuerte > Quellen nachbildet). Manchmal hilft auch, den Solver zu wechseln - aber > das hast du ja schon versucht. Habe das mit Formeln gemacht und der Strom usw. passt auch alles fast perfekt wie in den Messungen die ich gmeacht hab in echt. Bin mir halt wie gesagt bei der Kapazität nicht ganz sicher mit den Vorzeichen villeicht. Ich teste das Schottky dioden Modell gerade mit einem Double Pulse Test (DPT) und da stimmt dann nichts mehr. Wenn ich nur den Strom teste passt alles.
Gast
#6880548
Jop U. schrieb: > Habe ein eigenes Modell erstellt. ... > Habe das mit Formeln gemacht eine häufige Ursache für nicht konvergierende Simus...
Bei meinem DPT ist die Diode ja in Sperrrichtung und es liegt deshalb eine Spannung in reverse Richtung an. LTspice differenziert ja den Wert von Q damit man auf C kommt. Denkt ihr das ist der Fehler, dass da vielleicht ein negativer Wert rauskommt?
Achim S. schrieb: > Jop U. schrieb: >> Habe ein eigenes Modell erstellt. > ... >> Habe das mit Formeln gemacht > > eine häufige Ursache für nicht konvergierende Simus... Ok, dann wird das das Problem sein. Aber denkst du man kann das irgendwie lösen wenn man noch was anpasst? Oder ist das mit Formeln generell nicht möglich? Infineon hat es in dessen Modellen teilweise auch mit Formeln und ANnäherungen gemacht
Gast
#6880608
Jop U. schrieb: > Oder ist das mit Formeln > generell nicht möglich? doch - generell möglich ist es schon. Aber die Wahrscheinlichkeit für Probleme ist bei "formel-basierten Modellen" eben höher als bei "physikalisch basierten Modellen" (weil die Formeln oder ihre Ableitungen an manchen Punkten eben ggf ein physikalisch nicht wirklich passendes Verhalten liefern können). Jop U. schrieb: > Infineon hat es in dessen Modellen teilweise > auch mit Formeln und ANnäherungen gemacht Ich hatte auch mit manchen Infineon Modellen schon entsprechende Probleme ;-) Jop U. schrieb: > Bei meinem DPT ist die Diode ja in Sperrrichtung und es liegt deshalb > eine Spannung in reverse Richtung an. Du kannst deine Simu und deine Modelle nicht zeigen(wegen der Firma). Nur mit deiner verbalen Beschreibung ("DPT mit Diode in Sperrrichtung...") wird sich kaum was anfangen lassen.
Ok danke für deine Antwort! :) Dann muss ich wohl noch ein wenig rumprobieren oder es doch anders lösen
Gast
#6880697
Jop U. schrieb: > H. H. schrieb: >> Das liegt meist an falscher Verwendung der Modelle. > > Habe ein eigenes Modell erstellt. Soweit stimmt da auch alles außer bei > der Kapazität bin ich mir nicht 100 % sicher. Ich hab das mit Q gemacht > als Formel und dann differenziert LTspice das noch. Keine Ahnung ob da > der Fehler ist aber bin mir ziemlich sicher. Habe jetzt aber schon ewig > rumprobiert ohne Erfolg :( Ohne es zu sehen kann dir keiner helfen.
H. H. schrieb: > Ohne es zu sehen kann dir keiner helfen. Ja das versteh ich. Aber dann weiß ich jetzt wenigstens schonmal dass es an meinem Modell liegt und wahrscheinlich da was falsch ist. Danke euch!
Jop U. schrieb: > Denkt ihr das ist der Fehler, dass da vielleicht ein negativer Wert > rauskommt? Dann setz halt noch ein Minus vor die Formel. Rein probehalber. --- Du mußt ja ein ganz glücklicher sein, ich hatte noch nie einen Job wo der Chef bereit war längere Modellierungen zu bezahlen.
Abdul K. schrieb: > Jop U. schrieb: >> Denkt ihr das ist der Fehler, dass da vielleicht ein negativer Wert >> rauskommt? > > Dann setz halt noch ein Minus vor die Formel. Rein probehalber. > Bringt auch nichts. > > Du mußt ja ein ganz glücklicher sein, ich hatte noch nie einen Job wo > der Chef bereit war längere Modellierungen zu bezahlen. Bin Praktikant :D
Vermutlich liegt es an den Unstetigkeiten, entstehend bei der impliziten Ableitung die LTspice macht. Gute Modelle benutzen z.B. tanh . Die Modelle von Infineon sind bekannt für Probleme, zumindest wenn man sie in LTspice verwendet. Leider sind nun Helmut S. und analogspiceman tot. Du kannst mal in groups.io LTspice reinfragen. Sind noch paar fähige lebend anwesend 😄 Ich würde das Standardmodell passend parametrisieren und Anbetracht der sowieso bei Halbleitern horrenden Streuungen weitere Genauigkeitswünsche fallen lassen. Das Leben ist kurz.
Abdul K. schrieb: > Vermutlich liegt es an den Unstetigkeiten, entstehend bei der > impliziten > Ableitung die LTspice macht. Gute Modelle benutzen z.B. tanh . > > Die Modelle von Infineon sind bekannt für Probleme, zumindest wenn man > sie in LTspice verwendet. > > Leider sind nun Helmut S. und analogspiceman tot. Du kannst mal in > groups.io LTspice reinfragen. Sind noch paar fähige lebend anwesend 😄 Haha ok alles klar :) > Ich würde das Standardmodell passend parametrisieren und Anbetracht der > sowieso bei Halbleitern horrenden Streuungen weitere Genauigkeitswünsche > fallen lassen. Das Leben ist kurz. Danke für deine Ratschläge. So werd ichs glaub machen
Abdul K. schrieb: > Leider sind nun Helmut S. und analogspiceman tot. Du kannst mal in > groups.io LTspice reinfragen. Sind noch paar fähige lebend anwesend. Ich habe von Helmut Sennewald einen äußerst nützlichen Beitrag vom 04.05.2018 00:39 gesammelt. Ich hatte gestern noch eebenfalls einen "time step too small". Beitrag "Re: PSpice Option in LTSpice!" Probiere die Schritte selber durch. In einem besonderen Fall mußte ich das, wie Helmut es nannte, "Das Teufelszeug cshunt" einsetzen.
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mfg klaus
Klaus R. schrieb: > Abdul K. schrieb: >> Leider sind nun Helmut S. und analogspiceman tot. Du kannst mal in >> groups.io LTspice reinfragen. Sind noch paar fähige lebend anwesend. > > Ich habe von Helmut Sennewald einen äußerst nützlichen Beitrag vom > 04.05.2018 00:39 gesammelt. Ich hatte gestern noch eebenfalls einen > "time step too small". > > Beitrag "Re: PSpice Option in LTSpice!" > > Probiere die Schritte selber durch. In einem besonderen Fall mußte ich > das, wie Helmut es nannte, "Das Teufelszeug cshunt" einsetzen. > .options gmin=1e-10 > .options cshunt=1e-14 > mfg klaus Danke, inzwischen läuft es bei mir auch :) habe es auch so ähnlich gemacht wie in deinem markierten Beitrag
Jop U. schrieb: > Klaus R. schrieb: >> Ich habe von Helmut Sennewald einen äußerst nützlichen Beitrag vom >> 04.05.2018 00:39 gesammelt. >> >> Beitrag "Re: PSpice Option in LTSpice!" https://www.mikrocontroller.net/topic/goto_post/5411711 Der Tipp von Helmut Sennewald ist äußerst bemerkenswert weil er hier hier für ein unangenehmes, schwer zu lösendes Problem ein systematisches Vorgehen zeigt. Man könnte natürlich sofort radikal vorgehen und die wirksammsten Methoden zuerst ausprobieren. Helmut hat jedoch mit bedacht eine Reihenfolge vorgegeben. Jede Stufe verändert die Simulation, d.h. in der höchsten Stufe hat die Simulation die höchste Abweichung vom Ideal. Nicht ohne Hintergedanken sprach er bei "cshunt" vom Teufelszeug.
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