Forum: Offtopic Verpackungswahn-Wettbewerb: 1. Preis gewonnen


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von Gustav K. (hauwech)


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Hallo,

5 ICs im SO8 Gehäuse bei ELV bestellt, eben kommt das PAKET.
Kaum vorstellbar, dass das noch zu toppen ist.

Gustav

von Bernhard S. (gmb)


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Da sehe ich die Schuld aber hauptsächlich bei dir. Für 5 Halbleiter 
macht man keine Bestellung. Etwas Eigenverantwortung wäre schon gut.

von Oliver S. (oliverso)


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Alleine, daß die die Dinger dann außen drauf geklebt haben, ist ja schon 
untoppbar ;)

Oliver

von Kurt A. (hobbyst)


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Keine elektronische Bauteile. Aber trotzdem Wahnsinn.
Paketgrösse: 36x25x14cm (lxbxh)
Die Bestellung bestand aus mehreren Artikeln und wurde auf zwei Pakete 
aufgeteilt.

von ●DesIntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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muss wohl daran liegen, dass man eine
"Paket-mit-Paketband-zuklebe-Strase"
hat und das da ohne viel Aufhebens mit durchgeht.

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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Naja das sind halt Firmen, die versuchen, überall besonders 
kostenoptimiert zu arbeiten. An dieser Stelle wurden die 
Lagerarbeiter/Verpacker wegrationalisiert und irgend ein 
Verpackungsautomat hat die Dinger eingetütet - und der hat nunmal nur 
seine Standard-Pakete/Päckchen. Vom Preis her ist's das gleiche, also 
nimmt man die maximal mögliche Größe bevor's teurer wird und kann 
dadurch sehr viele Sachen verschicken, ohne was am Prozess verändern zu 
müssen. Auf die Masse gerechnet lohnt sich das.

von ●DesIntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Ben B. schrieb:
> Auf die Masse gerechnet lohnt sich das.

Und genau wegen solcher Überlegungen
haben wir noch lange kein Klimaproblem

von Oliver S. (phetty)


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Ein Stiel für Gartenwerkzeuge.

von Michael D. (sirs)


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DHL transportiert dir eine Rolle mit max 120cm für 7,73€ und ein Paket 
mit 120x60x60 (3 Glieder am Maßstab ist 60) für 6€. Was wird der 
Versender wohl nehmen? Richtig, seine Standardpäckchen.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Gustav K. schrieb:
> eben kommt das PAKET

Wir haben mal irgendeine Kleinigkeit, die die Verwandtschaft bei einem 
Besuch liegen lassen hat, in einem Mini-Paket versendet. 
Dresden-Leipzig, sollte eigenlich in einem Tag gehen.

Das Ding hat zwei Wochen gebraucht, ohne irgendwelche Fortschritte im 
Tracking in der Zwischenzeit. Irgendwann tauchte es im Tracking dann 
einfach als "in Zustellung" auf und wurde zugestellt. Das muss aufgrund 
seiner Kleinheit irgendwo vom Band gefallen sein, vielleicht hat es die 
Reinigungskraft ja dann mal zusammen gekehrt. ;-)

Seither haben wir uns auch angewöhnt, irgendwelche Mindestgrößen für 
Pakete zu benutzen. Funktioniert zuverlässiger.

von ●DesIntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Jörg W. schrieb:
> Das muss aufgrund
> seiner Kleinheit irgendwo vom Band gefallen sein, vielleicht hat es die
> Reinigungskraft ja dann mal zusammen gekehrt.

Büchersendung?

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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●DesIntegrator ●. schrieb:

>> Das muss aufgrund
>> seiner Kleinheit irgendwo vom Band gefallen sein, vielleicht hat es die
>> Reinigungskraft ja dann mal zusammen gekehrt.
>
> Büchersendung?

Nein, für die gäbe es kein Tracking. Normales DHL-Paket. (Der Inhalt war 
wichtig genug, ich glaube, es war irgendein Nintendo-Gerät oder sowas.)

von Gustav K. (hauwech)


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Bernhard S. schrieb:
> Da sehe ich die Schuld aber hauptsächlich bei dir. Für 5 Halbleiter
> macht man keine Bestellung. Etwas Eigenverantwortung wäre schon gut.

Was für ein Unsinn. Wenn ich ein IC als Ersatzteile brauche, dann kann 
ich nicht paar Jahre warten, bis einige andere Ersatzteile zusammen 
gekommen sind. Oder soll ich 10.000 Stück kaufen, damit das Paket voll 
wird?

Die 5 ICs hätten auch in die kleinste Luftpolstertasche (A5) gepasst.
Die kann man dann als Paket verschicken, wenn es denn sein muss.

von Bernd G. (Firma: Bannerträger des Fortschritts) (berndg)


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Sei froh, dass die Dinger bei dir angekommen sind!
Ich versende auch nur in Kartons, die nicht zwischen die Schlitze des 
Sortierbandes fallen können. Die abgebildete Größe erscheint mir 
optimal.

von Holger L. (max5v)


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Das liegt an den Verträgen der Firmen mit den Paketzustellern. Es gibt 
Mindest/Maximalgrößen der Pakete. Da ist nichts mit Luftpolsterumschlag.
Wenn Sondergrößen versendet werden muß ein Aufschlag gezahlt werden was 
teurer ist.
Wenn das fleißige Bienchen welches die Ware verpackt gerade keinen 
anderen, kleineren, Karton mehr zur Verfügung hat kommt so etwas dabei 
heraus.

von Bernhard S. (gmb)


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Gustav K. schrieb:
> Wenn ich ein IC als Ersatzteile brauche, dann kann
> ich nicht paar Jahre warten

Entweder es ist ein wichtiges Teil, dann hat man es auf Lager. Oder es 
ist unwichtig, dann kann man warten und es mit anderen Dingen zusammen 
bestellen.

von Ben B. (Firma: Funkenflug Industries) (stromkraft)


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Das ist Blödsinn weil ich bei Reparaturarbeiten vorher nie genau weiß, 
welche Teile ich brauche bzw. es kann immer mal was kaputt sein, was man 
nicht auf Lager hat. Ausnahme sind Geräte mit Serienfehlen, die man 
genau kennt - oder schlimmstenfalls selbst gebaut hat.

von Manfred P. (pruckelfred)


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Das konnte Reichelt schon vor ein paar Jahren.

Der Heizungsventiladapter hat ca. 30mm Durchmesser und wurde 
nachgeliefert.

Das Relais ist etwa zwei Zuckerwürfel groß, Reklamation, weil in der 
vorhergegangenen Lieferung ein falscher Typ war.

Pollin hat einen Motorkondensator als Warensendung geschickt, dauerte 
über eine Woche und hat trotzdem volle 5,90€ Versand gekostet.

Ben B. schrieb:
> Das ist Blödsinn weil ich bei Reparaturarbeiten vorher nie genau weiß,

So ist das, zum Glück selten. Der Motorkondensator hat mehr Porto als 
Warenwert gekostet, aber ich wollte nicht die nächsten paar Monate von 
Hand abwaschen, bis sich eine größere Bestellung angesammelt hat.

von Dirk L. (garagenwirt)


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Ich habe mal 5 Meter von diesem orangefarbenen Baustellenkabel bestellt.
Super robust, Schnittfett etc peng peng.
Der 5 Meter Ring hätte ohne Schaden zu nehmen aus einem Flieger auf 
12.000 Meter abgeworfen werden können, aber der Versender hat da 
Unmengen von diesen Styroporchips reingehauen um Schäden zu vermeiden.

von Einhart P. (einhart)


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Dirk L. schrieb:
> der Versender hat da
> Unmengen von diesen Styroporchips reingehauen um Schäden zu vermeiden.

Teilweise entsorgen die Händler auch Verpackungsmaterial auf diesem 
Wege.

von Bernd G. (Firma: Bannerträger des Fortschritts) (berndg)


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> Teilweise entsorgen die Händler auch Verpackungsmaterial auf diesem
> Wege.

Mache ich genauso. Warum wegwerfen, wenn es weiterhin seinen Sinn und 
Zweck erfüllen kann? Gut erhaltene Kartons bringe ich übrigens auch 
erneut in Umlauf. Man muss ja nicht um jeden Preis die Abfallmengen 
vergrößern.

von A. S. (achs)


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Michael D. schrieb:
> Was wird der Versender wohl nehmen? Richtig, seine Standardpäckchen.

Da der Stil deutlich länger ist als 120 (so etwa 140), kann er die teure 
Variante nicht nutzen.

(Fahrrad-Räder 28" passen auch nur diagonal)

von Johannes S. (jojos)


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Mein Reichelt Highlight hatte ich schonmal gepostet:
Beitrag "Re: Bestellungen bei Reichelt und warum es so lange dauert."
Ein einzelner R im Standardkarton.

Das Gegenteil von Pollin, die packen gerne soviel lose ein das vieles 
noch defekter ankommt.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Holger L. schrieb:
> Da ist nichts mit Luftpolsterumschlag.

Hängt vermutlich stark von den Verträgen ab. RS versendet so ziemlich 
alles, was geht, in Luftpolsterumschlägen, dafür kommen dort für eine 
Bestellung gern die einzelnen Tütchen aus 5 verschiedenen Ecken des 
Planeten. Die nehmen GLS, möglicherweise haben die kein Problem mit 
solchen Tütchen.

Dass sich die Pakete irgendwie sinnvoll ins Auslieferungsfahrzeug 
stapeln lassen müssen, sodass die Versender am liebsten Quader haben 
möchten, ist andererseits auch verständlich. Das dürfte der Grund sein, 
warum die Rollenform Aufpreis kostet.

von Chris K. (kathe)


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Keine Elektronik, aber Gussgrillrost.
Bei der Grillsendung war ein Einlegeteil defekt.  Natürlich das Runde im 
Karton das vordere.
Hier hätte ich zusätzliche Luftpolsterfolie /Karton erwartet.
Nichts davon. Schlussendlich kam die 3. Sendung ohne Zerstörung an.
Verschwendung von Polstermaterial kann auch zu viel mehr Verschwendung 
führen wenn es nur den komplette Satz als Ersatzteil gibt.
Und das ist von einem deutschen Grillhersteller.
Hab jetzt die nächsten zig Jahre Grillroste als Ersatzteil.  ;-)
Bei passender Pflege und vorsicht wie es bei Guss nötig ist brauche ich 
die gar nicht. :-(

von Heinz M. (heinz_m)


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Gustav K. schrieb:
> Hallo,
>
> 5 ICs im SO8 Gehäuse bei ELV bestellt, eben kommt das PAKET.
> Kaum vorstellbar, dass das noch zu toppen ist.
>
> Gustav

Ich denke ich kann das toppen.
In gleicher Paketgröße (ist wohl Standard) hat mir (R..) mal zwei 
SMD-LEDs als Nachlieferung zugeschickt.

von Mani W. (e-doc)


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●DesIntegrator ●. schrieb:
> muss wohl daran liegen, dass man eine
> "Paket-mit-Paketband-zuklebe-Strase"
> hat und das da ohne viel Aufhebens mit durchgeht.

Ich habe so eine "Strasse" schon gesehen mit automatischer
"Verschnürung" beim Otto Versand...

Das bedingt gewisse Größen, damit das ordentlich vom Band geht...

Allerdings möchte ich nicht bewusstlos auf diesem Band liegen,
denn die "Verschnürung" beginnt ab Erkennung, ist das Paket dann
länger, wird mehrfach "geschnürt" mit einem ordentlichen Durchzug...
;-)

Beitrag #6890600 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Percy N. (vox_bovi)


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Bernhard S. schrieb:
> Entweder es ist ein wichtiges Teil, dann hat man es auf Lager. Oder es
> ist unwichtig, dann kann man warten und es mit anderen Dingen zusammen
> bestellen.

Das lässt sich wohl kaum verallgemeinern.

Mehr als sechs Brötchen pro Tag kann ich nur schwer verbrauchen; länger 
als wenige Wochen halten die aber eher nicht. Die Beschaffung von 
deutlich weniger als 200 Brötchen ist aber ausgesprochen 
unwirtschaftlich. Was nun?

von Max B. (citgo)


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Wie gut, dass das alles "nur" Pappe ist!

Toppen kann das nur RS.
Letzte Bestellung in der Firma waren ca. 100 Relais, 200 Phoenix 
Stecker, etc.
Alles, wirklich alles einzeln in Plastiktütchen verpackt.
Es kam zwar nur 1 Karton an aber was übrig geblieben ist war 1 voller 
gelber Sack an Plastikmüll.
Da nützt es auch nichts mehr wenn der Supermarkt um die Ecke seine 
Gurken nicht mehr in Plastik verschweißt.

von Andrew T. (marsufant)


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Percy N. schrieb:
> Mehr als sechs Brötchen pro Tag kann ich nur schwer verbrauchen; länger
> als wenige Wochen halten die aber eher nicht. Die Beschaffung von
> deutlich weniger als 200 Brötchen ist aber ausgesprochen
> unwirtschaftlich. Was nun?

z.B.:
200 Brötchen beschaffen,
und einen großen Teil an die Nachbarn im Wohnviertel verschenken .-)

von René H. (mumpel)


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M.E. wird es Zeit, dass solche Firmen eine spürbare Strafe zahlen 
müssen, nur so könnte man diesen Verpackungswahnsinn beenden. Durch 
kleinere Verpackungen müsste der Kunde zwar mehr zahlen (die Firmen sind 
ja auch nicht dumm und schlagen die Kosten für die Umstellung der 
Packanlagen auf die Preise auf). Dass es durchaus besser geht sieht man 
bei eBay. Ich mag zwar eBay nicht besonders, aber in Sachen 
Versand-Verpackung läuft es bei eBay-Händlern deutlich besser.

von Percy N. (vox_bovi)


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Andrew T. schrieb:
> z.B.:
> 200 Brötchen beschaffen,
> und einen großen Teil an die Nachbarn im Wohnviertel verschenken

Du meinst, Bernhard wollte Gustav anschnorren? Nun, wer weiß  ...

von ●DesIntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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René H. schrieb:
> M.E. wird es Zeit, dass solche Firmen eine spürbare Strafe zahlen
> müssen, nur so könnte man diesen Verpackungswahnsinn beenden.

sehen wir doch erst einmal zu,
dass ALLE Firmen auch ihre Steuern bezahlen.

von Bad U. (bad_urban)


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René H. schrieb:
> M.E. wird es Zeit, dass solche Firmen eine spürbare Strafe zahlen
> müssen, nur so könnte man diesen Verpackungswahnsinn beenden.

Wenn die Verpackung zzumindest mal einen Sinn hatte gehts ja noch.
Ich war mal in einem Logistikzentrum. Da hat Hersteller A zB. Spülmittel 
in Kartons zu 5 Stk. angeliefert. Discouner B will, evtl. wg. kleinerer 
Regale, Kartons zu 4 Stk. Also wurde pallettenweis alles ausgepackt, die 
alte Verpackung entsorgt und in neue Kartons verpackt. Da stand an jeder 
Linie eine Müllpresse in der nagelneue Kartonagen verschwunden sind.

von Ralf X. (ralf0815)


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Bad U. schrieb:
> René H. schrieb:
>> M.E. wird es Zeit, dass solche Firmen eine spürbare Strafe zahlen
>> müssen, nur so könnte man diesen Verpackungswahnsinn beenden.
>
> Wenn die Verpackung zzumindest mal einen Sinn hatte gehts ja noch.
> Ich war mal in einem Logistikzentrum. Da hat Hersteller A zB. Spülmittel
> in Kartons zu 5 Stk. angeliefert. Discouner B will, evtl. wg. kleinerer
> Regale, Kartons zu 4 Stk. Also wurde pallettenweis alles ausgepackt, die
> alte Verpackung entsorgt und in neue Kartons verpackt. Da stand an jeder
> Linie eine Müllpresse in der nagelneue Kartonagen verschwunden sind.

Wenig glaubhaft.

von Simon L. (dfgh)


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Mein Highlight waren mal so 10 bis 20 SMD-LEDs, die Digikey/Farnell(?) 
damals in drei ESD-Tütchen gepackt hat, jeweils inkl. dem typischen 
Humidity-Kärtchen.

Also nicht aufgeteilt auf drei Tütchen, sondern drei Tütchen ineinander. 
Ganz innen die LEDs. Die übrigens stinknormale, billige 0603er LEDs 
waren.

Da hätte mich der Grund irgendwie auch mal interessiert ;-)

: Bearbeitet durch User
von Gustav K. (hauwech)


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Heinz M. schrieb:
> Ich denke ich kann das toppen.
> In gleicher Paketgröße (ist wohl Standard) hat mir (R..) mal zwei
> SMD-LEDs als Nachlieferung zugeschickt.

OK, da kann ich nicht mehr mithalten. Platz 1 geht an dich.

Wobei ich vergessen habe, das Verpackungsmaterial zu fotografieren.
Das füllte den eben geleerten Papierkorb :-(

●DesIntegrator ●. schrieb:
> René H. schrieb:
>> M.E. wird es Zeit, dass solche Firmen eine spürbare Strafe zahlen
>> müssen, nur so könnte man diesen Verpackungswahnsinn beenden.
>
> sehen wir doch erst einmal zu,
> dass ALLE Firmen auch ihre Steuern bezahlen.

Und dass die Airliner ENDLICH mal ihr Kerosin versteuern!

Max B. schrieb:
> Da nützt es auch nichts mehr wenn der Supermarkt um die Ecke seine
> Gurken nicht mehr in Plastik verschweißt.

Aber klar doch, mit der Gurke des kleinen Mannes lässt sich in letzter 
Minute die Welt retten! Man fängt eben immer ganz unten an, da ist am 
wenigsten Widerstand zu erwarten.

von Gustav K. (hauwech)


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Andrew T. schrieb:
> Percy N. schrieb:
>> Die Beschaffung von deutlich weniger als 200 Brötchen ist aber
>> ausgesprochen unwirtschaftlich. Was nun?
>
> z.B.:
> 200 Brötchen beschaffen,
> und einen großen Teil an die Nachbarn im Wohnviertel verschenken .-)

Ist hier etwas schwierig, denn die Nachbarn hier sind ebenfalls voll und 
ganz damit beschäftigt, ihre von 200 Stück überzähligen Brötchen an die 
Nachbarn im Wohnviertel zu verschenken.

Da muss man aufpassen, dass man nicht mehr Brötchen geschenkt bekommt, 
als man selber verschenken kann. Sonst hat man am Ende des Tages mehr 
Brötchen als vorher, die man erneut verschenken muss.

Am nächsten Tag will keiner mehr die alten Brötchen geschenkt haben, 
weil die Nachbarn im Wohnviertel schon wieder neue Brötchen verschenken 
...

Also das wird auch nichts .-)

von René H. (mumpel)


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Und günstiger wird die Gurke trotzdem nicht. ;)

von René H. (mumpel)


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Gustav K. schrieb:
> Am nächsten Tag will keiner mehr die alten Brötchen geschenkt haben,
> weil die Nachbarn im Wohnviertel schon wieder neue Brötchen verschenken

Solange es günstiger ist, Lebensmittel zu vernichten anstatt weniger zu 
produzieren...

von Oliver S. (oliverso)


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Chris K. schrieb:
> Hier hätte ich zusätzliche Luftpolsterfolie /Karton erwartet.
> Nichts davon. Schlussendlich kam die 3. Sendung ohne Zerstörung an.

Büromarkt Böttcher?
Die haben dieses Vorgehen zu Perfektion entwickelt. Egal, wie groß und 
schwer die Originalverpackung auch ist, die packen die in einen 
mindestens 3-mal größeren Umkarton, ohne jedes zuätzliches 
Verpackungsmaterial dazwischen.
Immerhin sind die aber völlig schmerzfrei, und senden so oft neu, bis 
zufällig mal eine Sendung unbeschädigt ankommt.

Oliver

von Crazy H. (crazy_h)


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Das vom TO kann ich toppen: Nachlieferung 7 Widerstände 0805 in gleicher 
Paktegröße. Ist aber normal bei Reichelt. Luftpolstertaschen scheinen 
die nicht zu kennen.

von René H. (mumpel)


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Ich habe mal vor langer Zeit bei Rechelt gefragt weshalb die Verpackung 
immer so groß ist. Die haben im Prinzip das selbe gesagt wie hier schon 
anklang. Nämlich, dass eine Umstellung auf andere Verpackungen zu teuer 
wäre.

von Mucky F. (mucky-f)


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Hier haben sich mal 4 Zusteller im Flur getroffen.

DHL
DHL Express
GLS
Fedex

alle hatten eine Luftpolstertasche von RS in der Hand.

War die gleiche Bestellung, vom Vortag abends 20 Uhr.

von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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Ralf X. schrieb:
>> Wenn die Verpackung zzumindest mal einen Sinn hatte gehts ja noch.
>> Ich war mal in einem Logistikzentrum. Da hat Hersteller A zB. Spülmittel
>> in Kartons zu 5 Stk. angeliefert. Discouner B will, evtl. wg. kleinerer
>> Regale, Kartons zu 4 Stk. Also wurde pallettenweis alles ausgepackt, die
>> alte Verpackung entsorgt und in neue Kartons verpackt. Da stand an jeder
>> Linie eine Müllpresse in der nagelneue Kartonagen verschwunden sind.
>
> Wenig glaubhaft.

Leider doch.

Wenn schon palettenweise Neuware entsorgt wird, dann gilt das wohl umso 
mehr für die Verpackung.

von Ralf X. (ralf0815)


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Chris D. schrieb:
> Ralf X. schrieb:
>>> Wenn die Verpackung zzumindest mal einen Sinn hatte gehts ja noch.
>>> Ich war mal in einem Logistikzentrum. Da hat Hersteller A zB. Spülmittel
>>> in Kartons zu 5 Stk. angeliefert. Discouner B will, evtl. wg. kleinerer
>>> Regale, Kartons zu 4 Stk. Also wurde pallettenweis alles ausgepackt, die
>>> alte Verpackung entsorgt und in neue Kartons verpackt. Da stand an jeder
>>> Linie eine Müllpresse in der nagelneue Kartonagen verschwunden sind.
>>
>> Wenig glaubhaft.
>
> Leider doch.

Ich glaube, dass es viele unsinnig erscheinende Versandverpackungen 
durch Händler gibt.
Ich glaube auch, dass viele aber auch sinnige Sachen nicht verstehen, 
wie es der Thread auch zeigt.
Ich glaube aber nicht, dass ein Spülmittelhersteller 
5er-Gebindeeinheiten bereitstellt/verschickt und später ein Logistiker 
ausgerechnet für Discounter 4er-Gebinde macht, weil der zu kleine Regale 
in seinen Filialen hat.
Wenn steht da i.d.R. auch ein echt sinnvoller und nachvollziebarer Grund 
hinter, z.B. eine umgestaltete Sparpreisaktion und darauf angepasste 
Gebindeeinheiten für den Endkunden.
Dabei sind diese aber i.d.R. auch schon wieder extra versiegelt.

> Wenn schon palettenweise Neuware entsorgt wird, dann gilt das wohl umso
> mehr für die Verpackung.

Natürlich.
Gerade an der oftmals vernichteten Neuware sieht man, wie teuer Logistik 
ist.
Das direkte Wiederwerten benutzter Umverpackung zum ähnlichen 
gewerblichen Zweck ist i.d.R. bedeutend teurer (bis unmöglich), als 
deren Entsorgung und Verwendung von neuen Kartonagen, etc.
Und würde man es dennoch machen, würden die allermeisten Kunden darüber 
die Nase rümpfen und einige auch noch einen bösen Thread mit 
allenmöglichen Verdächtigungen im Netz lostreten.

von Percy N. (vox_bovi)


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Ralf X. schrieb:
> Ich glaube aber nicht, dass ein Spülmittelhersteller
> 5er-Gebindeeinheiten bereitstellt/verschickt und später ein Logistiker
> ausgerechnet für Discounter 4er-Gebinde macht, weil der zu kleine Regale
> in seinen Filialen hat.
Ja, der Grund der zu kleinen Regale dürfte eine waghalsige Vermutung 
Deines Vorposters gewesen sein.
> Wenn steht da i.d.R. auch ein echt sinnvoller und nachvollziebarer Grund
> hinter, z.B. eine umgestaltete Sparpreisaktion und darauf angepasste
> Gebindeeinheiten für den Endkunden.
So etwas mag durchaus der Grund sein, auch wenn sich dessen Bewertung 
als "echt sinnvoll und nachvollziehbar" diskutieren ließe.

Andererseits ist die Sparpreisaktion "4 statt 5" eine sicherlich 
innovative Idee ...

von ●DesIntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Mucky F. schrieb:
> Hier haben sich mal 4 Zusteller im Flur getroffen.
>
> DHL
> DHL Express
> GLS
> Fedex
>
> alle hatten eine Luftpolstertasche von RS in der Hand.
>
> War die gleiche Bestellung, vom Vortag abends 20 Uhr.

und vieviel mal musste bezahlt werden?

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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●DesIntegrator ●. schrieb:

>> alle hatten eine Luftpolstertasche von RS in der Hand.
>>
>> War die gleiche Bestellung, vom Vortag abends 20 Uhr.
>
> und vieviel mal musste bezahlt werden?

Einmal Versandkostenpauschale pro Bestellung.

Dass RS von vielen verschiedenen Auslieferungslagern in vielen Tütchen 
schickt, war schon immer so. Ja, viel Müll. :-(

von Ralf X. (ralf0815)


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Percy N. schrieb:
> Ralf X. schrieb:
>> Wenn steht da i.d.R. auch ein echt sinnvoller und nachvollziebarer Grund
>> hinter, z.B. eine umgestaltete Sparpreisaktion und darauf angepasste
>> Gebindeeinheiten für den Endkunden.
> So etwas mag durchaus der Grund sein, auch wenn sich dessen Bewertung
> als "echt sinnvoll und nachvollziehbar" diskutieren ließe.

Über alles lässt sich diskutieren.. :-)

> Andererseits ist die Sparpreisaktion "4 statt 5" eine sicherlich
> innovative Idee ...

Naja, ich hätte nicht gedacht, dass ich gerade Dir sowas mehr 
verdeutlichen müsste und mir Sonderaktionen für bestimmte 
Gebindeeinheiten Spülmittel auch nur für die Metro oder Handelshof 
vorstellen kann.
Bei anderen Produkten wie z.B. vielen Getränken sind verbilligte 
Einzelpreise für Gebindeeinheiten ggü. dem Einzelgebinde absolut üblich.
Und gibt es ggf. die "XXL-Woche"m "5 für 4 Woche", "plus xy% mehr 
Inhalt-Woche", etc...

Kommt es dabei zu einer gravierenden Überschätzung der Absatzzahlen, 
stellt sich den beteiligten Unternehmen natürlich je nach Vertrag die 
Frage, wie mit der Überproduktion der Sondereinheiten umzugehen ist.

Zu 1/4/5 Preis fällt mir dabei lidl und Thunfisch in Dose ein:
Eine Dose (meist) 1,19€, an anderer Stelle im Markt (meist oder oft) die 
eingeschweisste 4er-Einheit für 3,99€.
Und ab und zu kommt die XXL-Woche mit der 5er-Einheit für 3,99.
Je nach Marklage/Konkurrenz kann das auch mal 0,99€ zu 3,49€ sein, auch 
bei XXL.

Natürlich kommt lidl bei schleppendem XXL-Absatz nicht auf die Idee, die 
XXL-Einheiten nachträglich zu verkleinern, sondern reduziert deren 
Sonderpreis nochmals per Aushang und direkt im Kassenprogramm oder pappt 
dann da bei Lebensmitteln und Hygieneartikeln ein 50%-Etikett drauf.
Am besten gefällt es mir, wenn die beides machen.
Mein Thunfisch in Dosen für ~17ct/Dose (MHD Ende 2024) sollte bis mir 
Ende 2023 reichen.. :-)

von Gerald K. (geku)


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Schlauer wäre es soetwas als Brief zu verschicken.

AISLER mach diese mit Leiterplatten. Und das kommt billiger und 
funktioniert wunderbar.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Gerald K. schrieb:
> Schlauer wäre es soetwas als Brief zu verschicken.

Naja, es zumindest als preiswertere Option anzubieten.

Als gewerblicher Händler sind sie zwar immer bis zur Ablieferung beim 
Kunden verantwortlich (müssen also ggf. nachliefern, wenn mal was nicht 
ankommt), aber statistisch scheint sich das schon zu lohnen.

> AISLER mach diese mit Leiterplatten. Und das kommt billiger und
> funktioniert wunderbar.

Wenn es nicht funktioniert, dreht es halt 'ne Runde extra. Wenn du 
Tracking haben willst, bieten sie (gegen Aufpreis) die Option, es mit 
einem Paketdienst zu versenden.

Viele Ebay-Händler sind sicher auch nur deshalb konkurrenzfähig, weil 
sie eben einen preiswerten Versand als Brief/Warensendung anbieten. Sie 
tragen dann das Risiko, ggf. nachliefern zu müssen, der Kunde das 
Risiko, dass es in diesem Falle länger dauert.

von Percy N. (vox_bovi)


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Ralf X. schrieb:
>> Andererseits ist die Sparpreisaktion "4 statt 5" eine sicherlich
>> innovative Idee ...
>
> Naja, ich hätte nicht gedacht, dass ich gerade Dir sowas mehr
> verdeutlichen müsste und mir Sonderaktionen für bestimmte
> Gebindeeinheiten Spülmittel auch nur für die Metro oder Handelshof
> vorstellen kann.
> Bei anderen Produkten wie z.B. vielen Getränken sind verbilligte
> Einzelpreise für Gebindeeinheiten ggü. dem Einzelgebinde absolut üblich.
Wie interessant könnte das alles sein, wenn es nicht so schrecklich 
banal wäre.
> Und gibt es ggf. die "XXL-Woche"m "5 für 4 Woche", "plus xy% mehr
> Inhalt-Woche", etc...
Auch das ist nicht sonderlich spannend. Was mich allerdings überrascht, 
ist der Umstand, dass Du zu den Leuten zu gehören scheinst, denen man "4 
statt 5" unterjubeln kann, ohne dass sie es bemerken.

von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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Jörg W. schrieb:
> Viele Ebay-Händler sind sicher auch nur deshalb konkurrenzfähig, weil
> sie eben einen preiswerten Versand als Brief/Warensendung anbieten. Sie
> tragen dann das Risiko, ggf. nachliefern zu müssen

Ich schätze das sehr, denn gerade Briefe sind besonders schnell, 
Zustellung allermeistens am nächsten Tag. Und der Versand ist günstig. 
Ja, ja, auf solche betrügerischen Spielchen von gewissen oberschlauen 
Zeitgenossen, welche dann behaupten, die Sendung sei nicht angekommen, 
gehe ich hier nicht ein. Die werden wir leider nicht totkriegen und der 
Verkäufer muss derlei Verluste zum Nachteil der ehrlichen Kundschaft im 
Preis einkalkulieren.

Wegen Verpackungsmüll: Wohl dem, der eine Ecke im Keller frei hat für 
allerlei Kartons und Polstermaterial. Etwas bei ebay vertickert? Ein 
Griff in den Kartonvorrat und die Sendung ist fertig. Freundin hat in HH 
ihr Lieblingsparfum nicht erhalten? Rasch in der Kleinstadt beschafft, 
Griff zur idealen Verpackung und Freundin ist glücklich. 
Fernsehgeräte-Kumpel braucht nicht mehr erhältliches Ersatzteil? 
Passendes Verpackungsmaterial ist vorhanden und ab geht die Post.

Ergo: Mir geht es beim Verpackungsmaterial wie dem TO. Aber es lässt 
sich ja meist wiederverwenden. Mache ich sogar bei Polsterumschlägen, 
sofern es nicht solche sind, welche man schlicht nicht öffnen kann, ohne 
dass sie schwer beschädigt und unbrauchbar werden.

von Rahul D. (rahul)


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Die Karton-Version ist doch etwas umweltfreundlicher als 
Luftpolsterumschläge, die Noppenfolie aus Plastik enthalten.
Solange man nicht zu jeder Bestellung bei Angelika auch noch einen 
"tonnenschweren" Katalog (der dann auch gleich im Papiermüll entsorgt 
wird) mitgschickt bekommt, wird zwar mehr Platz verbaucht, aber weniger 
Masse transportiert.

Mir wäre am Liebsten, wenn ich meine Bauteile am Tresen im Laden abholen 
könnte. Inzwischen gibt es hier aber keinen Händler mehr (der nächste 
wäre in Hamburg-Wandsbek...).

von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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Rahul D. schrieb:
> Mir wäre am Liebsten, wenn ich meine Bauteile am Tresen im Laden abholen
> könnte. Inzwischen gibt es hier aber keinen Händler mehr (der nächste
> wäre in Hamburg-Wandsbek...).

Ja, und zu dem müsste ich rund 50 km fahren. Auch nicht wirklich eine 
günstige und umweltfreundliche Variante. Deswegen habe ich mit den 
Paketdiensten meinen Frieden. Sie machen die Tour ohnehin und für viele 
Sendungen gleichzeitig. Das ist sicher nicht nur wegen des eingesparten 
Sprits ökonomischer, sondern sogar trotz der Verpackung ökologischer. 
Von meiner Zeitersparnis ganz zu schweigen.

von Hubert G. (hubertg)


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Es gibt schon versuche zu alternative.
Wir werden das sicher gerne bezahlen.
https://www.verpackungmitzukunft.at/

von Unbekannt U. (unbekannter)


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Ziemlich infantile Ansichten hier, fast schon heuchlerisch.

Ob eine Luftpolstertasche (Plastik!) einen geringeren, ökologischen 
Fußabdruck hat, als ein Karton aus zigfach recycelter Pappe der gerade 
so den Versand übersteht?

Ralf X. schrieb:
> Gerade an der oftmals vernichteten Neuware sieht man, wie teuer Logistik
> ist.

Ach was. Logistik kostet, ist aber nur ein Teil der Gesamtrechnung. Die 
Kosten für Gewährleistung, 14-tägiges Rückgaberecht, Löhne und Gehälter, 
Gebäude, Maschinen, und, und, und, sind ein ganz fetter Posten.

Hier wäre das Geschrei rießengroß, wenn es keine Gewährleistung und 
Rückgaberecht gäbe, und das Zeug womöglich in der einfacheren Verpackung 
auf dem Versandweg kaputt gehen oder verloren gehen würde...

von Jimi H. (jimih)


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Unbekannt U. schrieb:
> Hier wäre das Geschrei rießengroß, wenn es keine Gewährleistung und
> Rückgaberecht gäbe, und das Zeug womöglich in der einfacheren Verpackung
> auf dem Versandweg kaputt gehen oder verloren gehen würde...

Sollen sie das doch den Auftraggeber entscheiden lassen!
Gibt es hier knallharte gesetzliche Vorgaben?
Zumindest schaffen es ettliche Ebay-Versender Kleinstteile
auch per Brief zu schicken. Hatte das mal bei Völkner angemahnt-
hoffnungslos. Letztens kamen doch tatsächlich drei Kleinstteile in 2 
Paketen. Lästig insbesondere da der anwesenheitsverpflichtende 
Paket-Empfang viel aufwendiger ist. Im schlimmsten Fall heißt das 
nämlich extra zur Post fahren- oder noch schlimmer, die Sendung ist im 
Mehrparteienhaus verschollen.

von Percy N. (vox_bovi)


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Rainer Z. schrieb:
> Ich schätze das sehr, denn gerade Briefe sind besonders schnell,
> Zustellung allermeistens am nächsten Tag. Und der Versand ist günstig.

Ja, das habe ich mir auch einmal gedacht, als ich bei über ebay KA drei 
Bücher bei einem Anbieter gekauft und verabredet hatte, diese einzeln in 
LuPiUmschlägen zu schicken. Eines der Bücher war tatsächlich alsbald bei 
mir, auf die beiden andeeen musste ich fünf Tage warten.

Hintergrund: ein Mitarbeiter der DPAG hat eigenmächtig nach Einlieferung 
zwei der als Brief aufgegebenen Sendungen als "Büchersendung" 
beschriftet. Vermutlich war ihm nicht klar, dass er damit eine 
Urkundenfälschung begangen hatte.

Ich habe seinerzeit den Verkäufer informiert; er fand das Ganze 
überhaupt nicht lustig und wollte der Sache nachgehen. Dabei dürfte 
allerdings nicht viel herausgekommen sein; er hat sich jedenfalls nicht 
mehr gemeldet.

von Ralf X. (ralf0815)


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Unbekannt U. schrieb:
> Ralf X. schrieb:
>> Gerade an der oftmals vernichteten Neuware sieht man, wie teuer Logistik
>> ist.
>
> Ach was. Logistik kostet, ist aber nur ein Teil der Gesamtrechnung. Die
> Kosten für Gewährleistung, 14-tägiges Rückgaberecht, Löhne und Gehälter,
> Gebäude, Maschinen, und, und, und, sind ein ganz fetter Posten.

Natürlich ist die Logistik nur ein Teilbetrag, bei kleinpreisigen 
Artikeln allerdings ein relativ ganz schön grosser.
Und wenn im Fernabsatz gesetzliche Regelungen zur Gewährleistung oder 
Widerruf/Rückgabe zum Tragen kommen, erzeugt das eben die entsprechenden 
weiteren Logistikkosten.
Und Logistikkosten bestehen quasi genau aus den Kosten, die Du 
aufgezählt hast, aus was denn sonst?

> Hier wäre das Geschrei rießengroß, wenn es keine Gewährleistung und
> Rückgaberecht gäbe, und das Zeug womöglich in der einfacheren Verpackung
> auf dem Versandweg kaputt gehen oder verloren gehen würde...

Natürlich.
Aber was hat das jetzt mit meiner Aussage zu tun?

von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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Ralf X. schrieb:
> Ich glaube, dass es viele unsinnig erscheinende Versandverpackungen
> durch Händler gibt.

Auf jeden Fall :-)

> Ich glaube aber nicht, dass ein Spülmittelhersteller
> 5er-Gebindeeinheiten bereitstellt/verschickt und später ein Logistiker
> ausgerechnet für Discounter 4er-Gebinde macht, weil der zu kleine Regale
> in seinen Filialen hat.

Es kommt immer darauf an. Anforderungen können sich ändern und wenn der 
Hersteller nichts vom Endabnehmer weiß, dann kann das durchaus sein.

Wir haben damals auch Kunststoffflaschen über einen Zwischenhändler 
bezogen, der tatsächlich umgepackt hat, um die Herkunft der Flaschen zu 
verschleiern und dafür 20% mehr zu nehmen. Mittlerweile bestellen wir 
direkt beim Hersteller ;-)

>> Wenn schon palettenweise Neuware entsorgt wird, dann gilt das wohl umso
>> mehr für die Verpackung.
>
> Natürlich.
> Gerade an der oftmals vernichteten Neuware sieht man, wie teuer Logistik
> ist.
> Das direkte Wiederwerten benutzter Umverpackung zum ähnlichen
> gewerblichen Zweck ist i.d.R. bedeutend teurer (bis unmöglich), als
> deren Entsorgung und Verwendung von neuen Kartonagen, etc.

Die Logistik ist es zumindest bei unseren Discountern nicht. Es liegt 
auch nicht daran, dass die Ware nicht verkäuflich wäre. Sie soll einfach 
aus dem Sortiment, weil das von oben angeordnet wurde. Es wäre kein 
Problem, die für 50% des bisherigen Preises loszuwerden. Aber man 
schmeisst sie lieber mehrpalettenweise weg, wenn Stichtag X gekommen 
ist. So erleben wir es jedes Jahr, immer wieder :-/

> Und würde man es dennoch machen, würden die allermeisten Kunden darüber
> die Nase rümpfen und einige auch noch einen bösen Thread mit
> allenmöglichen Verdächtigungen im Netz lostreten.

Man glaubt nicht, wie schnell sich auch zerdrückte Paletten leeren, wenn 
da "30%" draufsteht.

Zum Verpackungswahn:
Wir senden jetzt zwei plasmageschnittene dünne 800x800x1mm Blechtafeln 
zu Kunden. Dank Pythagoras passt das in einen sonst fast leeren 
10kg-Karton von 100x60x60cm und läuft unter normalem DHL-Paket. Sonst 
wäre das Sperrgut und mehr als dreimal so teuer ;-)
Manchmal kann das also wirklich sinnvoll sein, viel Luft zu versenden.

von Percy N. (vox_bovi)


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Chris D. schrieb:
> Man glaubt nicht, wie schnell sich auch zerdrückte Paletten leeren, wenn
> da "30%" draufsteht.

Ähnlich verrückt:

Vor ein paar Jahren hatte Lidl im Kassenbereich mit großem Bahnhof und 
viel Bohei Paletten mit Shampoo aufgestellt, immer zwei Flaschen mit 
Klebeband verbunden und mit einem Aufkleber einzeln ausgepreist. Die 
Aufkleber waren die üblichen kreischroten Labels mit dem Aufdruck "Alter 
Preis: xx Euro - Neuer Preis: yy Euro - Sie sparen zz %".

Beide Preiszeilen wiesen identische Preise aus, auch der Preis orteil 
war korrekt mit "0 %" ausgewiesen. Drei Meter weiter hätte man die selbe 
Ware in einzelnen Flaschen zum selben Preis dem Regal entnehmen können, 
in weitaus breiterem Sortiment.

In "meinem" Lidl waren die Paletten nach drei Tagen leergekauft, während 
das Regal gut gefüllt blieb.

von ●DesIntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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tcha, ohne die x-fache Aufstellung der selben Artikel im Laden
könnte man sich baulich um gefühlt 30% verkleinern

von Ralf X. (ralf0815)


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Chris D. schrieb:
> Ralf X. schrieb:
>> Ich glaube, dass es viele unsinnig erscheinende Versandverpackungen
>> durch Händler gibt.
>
> Auf jeden Fall :-)
>
>> Ich glaube aber nicht, dass ein Spülmittelhersteller
>> 5er-Gebindeeinheiten bereitstellt/verschickt und später ein Logistiker
>> ausgerechnet für Discounter 4er-Gebinde macht, weil der zu kleine Regale
>> in seinen Filialen hat.
>
> Es kommt immer darauf an. Anforderungen können sich ändern und wenn der
> Hersteller nichts vom Endabnehmer weiß, dann kann das durchaus sein.

Die grossen Ketten kaufen (nicht nur) industrielle Produkte i.d.R. 
direkt vom Hersteller, inhabergeführte "Filialen" von z.B. Rewe, Edeka, 
etc. dürfen allerdings auch in Abstimmung mit der Zentrale Waren 
ausserhalb des Sortiments einkaufen, unterliegen aber auch den 
jeweiligen Richtlinien, was Ladenausstattung, Lager, etc. betrifft.
Abweichungen in den Mindestanforderungen gibt es ggf. für Miniläden, die 
seit z.B. >50 Jahren bestehen, im Osten ggf. auch einiges weniger.
Aber da dürfte kein Kettenbetrieb auf die Idee kommen, für die wenigen 
"Klitschen mit kleinen Regalen" einen externen Logistiker mit der 
Verkleinerung einer Gebindeeinheit von 5 auf 4 zu beauftragen.

> Wir haben damals auch Kunststoffflaschen über einen Zwischenhändler
> bezogen, der tatsächlich umgepackt hat, um die Herkunft der Flaschen zu
> verschleiern und dafür 20% mehr zu nehmen. Mittlerweile bestellen wir
> direkt beim Hersteller ;-)

Das ist ja schon wieder eine ganz andere Sache.
Wir haben früher in Teilbereichen die gleichen Produkte wie Monacor, 
ELV, Conrad, etc. importiert.
Immer wieder kam es vor, dass die dann falsch gelabelt und/oder in der 
falsch gelabelten Verpackung geliefert wurden.
Oder gewerbliche LS-Boxenhersteller, etc. wollten ein eigenes Label 
bekommen..
Und Herkunftverschleierung ist doch eh gang & gebe, man denke nur an 
Dosentomaten.

>>> Wenn schon palettenweise Neuware entsorgt wird, dann gilt das wohl umso
>>> mehr für die Verpackung.
>>
>> Natürlich.
>> Gerade an der oftmals vernichteten Neuware sieht man, wie teuer Logistik
>> ist.
>> Das direkte Wiederwerten benutzter Umverpackung zum ähnlichen
>> gewerblichen Zweck ist i.d.R. bedeutend teurer (bis unmöglich), als
>> deren Entsorgung und Verwendung von neuen Kartonagen, etc.
>
> Die Logistik ist es zumindest bei unseren Discountern nicht. Es liegt
> auch nicht daran, dass die Ware nicht verkäuflich wäre. Sie soll einfach
> aus dem Sortiment, weil das von oben angeordnet wurde. Es wäre kein
> Problem, die für 50% des bisherigen Preises loszuwerden. Aber man
> schmeisst sie lieber mehrpalettenweise weg, wenn Stichtag X gekommen
> ist. So erleben wir es jedes Jahr, immer wieder :-/

Welche Waren von welchen Discountern meinst Du?
Lidl reduziert Lebensmittel, die kurz vor Ablaufdatum sind oer aus dem 
Programm sollen, um 50% und bekommt damit das meiste weg, Kaufland erst 
um 30% und spätestens am Ablauftag um 50%, Aldi, Rewe und Edeka (oft) um 
30%.
In Einzelfällen alle noch erheblich mehr.
"Unansehliches" Obst und Gemüse wird i.d.R. allerdings rigoros 
ausgesondert, manche inhabergeführte Filialen überlassen noch 
verzehrtbare Lebensmittel dann den Tafeln und anderen Vereinen, Lidl und 
Aldi entsorgen solche Lebensmittel allerdings grundsätzlich.

Bei Nonfoodware, egal ob Aktionsware oder Saisonartikeln ist das 
Vorgehen bedeutend differenzierter.
Bei Lidl ist die Reduktion von 20% bis über 50% oft filialbezogen von 
der Zentrale vorgegeben, sind von Aktionsware unter einem gewissen Wert 
(filialbezogen) noch maximal 3 Artikel vorhanden, kann der Filialleiter 
bestimmen, dass das 30%-Pappel draufkommt, aber manche Artikel sind auch 
davon ausgeschlossen.
Die Filialleiterin meiner nächsten Lidl-Filiale darf Aktionsartikel bis 
40,-€ mit dem 30%-Rabatt versehen, aber z.B. keine Schweisshelme.. :-(
Aber in dieser Filiale lässt man diesen Restanten teilweise über 
Monate in der Filiale "versauern", ebenso die Schweissgeräte und 
Plasmaschneider, während in anderen Filialen nach 2 Wochen der 
Restbestand abgezogen wird.
Dafür wird in "meiner" Filiale der Fülldraht (450g) schnell in grossen 
Mengen von 4,99€ auf 3,49€ reduziert und abverkauft, in anderen Filialen 
liegen noch Wochen später in noch grösseren Mengen unreduziert wie Blei 
im Regal.

I.d.R. betreiben die Discounter keine "Müllentsorgung" nicht verkaufter 
oder reklamierter/zurückgegebener Nonfoodware.
Rückläufer aus den Filialen landen erst einmal im Reginallager und 
werden von dort passend weitergeleitet, unverkaufte, unbeschädigte und 
"zeitlose" Aktionsware wird oft schon dort je nach Wert und Platz bis 
zur nächsten Aktion eingelagert.
An sich alle Ketten haben diverse Dienstleister für die 
unterschiedlichen Bereiche, wohin ausgepackte/reklamierte Waren gegeben 
werden.
Von dort aus wird dann oft die Garantieleistung erfüllt oder zumindest 
die Ware geprüft und weitgehend an B-Warehändler verkauft.

>> Und würde man es dennoch machen, würden die allermeisten Kunden darüber
>> die Nase rümpfen und einige auch noch einen bösen Thread mit
>> allenmöglichen Verdächtigungen im Netz lostreten.
>
> Man glaubt nicht, wie schnell sich auch zerdrückte Paletten leeren, wenn
> da "30%" draufsteht.

Warum sollte ich/man das nicht glauben?
Um so verwunderter war ich schon öfter im Leben, wenn das bei anderen 
Läden oder meinen eigenen nicht funktionierte.
Noch mehr, wenn diese Nichtfunktion eine Filiale von mehreren betraf und 
es niemand ergründen konnte.

> Zum Verpackungswahn:
> Wir senden jetzt zwei plasmageschnittene dünne 800x800x1mm Blechtafeln
> zu Kunden. Dank Pythagoras passt das in einen sonst fast leeren
> 10kg-Karton von 100x60x60cm und läuft unter normalem DHL-Paket. Sonst
> wäre das Sperrgut und mehr als dreimal so teuer ;-)
> Manchmal kann das also wirklich sinnvoll sein, viel Luft zu versenden.

So ähnlich bekam ich vor einiger Zeit zwei Gasdruckfedern für die 
Heckklappe eines Kombis zugeschickt.
Irgendwo um 5.-€ einschl. VSK.. :-)
Neben den höheren Kosten für einen Rollenversand, der noch ausserhalb 
des Sperrgutes liegt, kostet eine halbwegs stabile Papprolle auch mehr, 
als ein grosser Karton.
Von daher ordne ich Dein und mein Beispiel nicht als Verpackungswahn 
ein.

von Ralf X. (ralf0815)


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Percy N. schrieb:
> Chris D. schrieb:
>> Man glaubt nicht, wie schnell sich auch zerdrückte Paletten leeren, wenn
>> da "30%" draufsteht.
>
> Ähnlich verrückt:
>
> Vor ein paar Jahren hatte Lidl im Kassenbereich mit großem Bahnhof und
> viel Bohei Paletten mit Shampoo aufgestellt, immer zwei Flaschen mit
> Klebeband verbunden und mit einem Aufkleber einzeln ausgepreist. Die
> Aufkleber waren die üblichen kreischroten Labels mit dem Aufdruck "Alter
> Preis: xx Euro - Neuer Preis: yy Euro - Sie sparen zz %".
>
> Beide Preiszeilen wiesen identische Preise aus, auch der Preis orteil
> war korrekt mit "0 %" ausgewiesen. Drei Meter weiter hätte man die selbe
> Ware in einzelnen Flaschen zum selben Preis dem Regal entnehmen können,
> in weitaus breiterem Sortiment.
>
> In "meinem" Lidl waren die Paletten nach drei Tagen leergekauft, während
> das Regal gut gefüllt blieb.

Das Beispiel bringst Du ja nicht zu ersten mal, aber hast Du mal 
hinterfragt, was da tatsächlich Sache war?
Vergleichbare "Aktionen" habe ich bei Lidl mehrmals erlebt, aber wenn es 
mich interessierte auch hinterfragt.
Es stellte sich dann an sich immer heraus, dass eine Sonderaktion mit 
irgendeinem Rabatt auf den Einzelkauf ausgelaufen oder gar nicht zum 
Zuge kam und nicht mehr im Kassensystem vermerkt war und der Scanner nur 
den normalen Barcode auslesen/zuordnen konnte.
Also raus mit dem Zeugs zu 100% vom Einzelpreis für den Duopack, also 
entsprechend 50% Rabatt in Bezug zum Einzelpreis, aber so nicht für 
jeden sofort ersichtlich.

von Percy N. (vox_bovi)


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Ralf X. schrieb:
> Also raus mit dem Zeugs zu 100% vom Einzelpreis für den Duopack, also
> entsprechend 50% Rabatt in Bezug zum Einzelpreis, aber so nicht für
> jeden sofort ersichtlich.

Nein. Bei meiner Beobachtung handelte es sich um 200 % vom Einzelpreis 
für den Duopack, auch wenn Dein allumfassendes überlegene 
Insider-Hintergrundwissen etwas anderes nahelegt.

Aber es war trotzdem schön, wieder einmal an Deinem umfassenden Wissen 
um das Funktionieren dieser Welt teilgehabt haben zu dürfen.

Verblüffend dabei ist allerdings, dass Dir nicht bekannt zu sein 
scheint, dass die "Alter Preis - neuer Preis"-Label händidch in der 
Filiale erstellt werden,  wobei keinerlei automatische 
Plausibilitätskontrolle erfolgt; beide Preuse wie auch der Rabattsartz 
werden von Habd einzeln eingestellt, ganz wie bei einer herkömmlichen 
Auszeichnungszange. An der Kasse bestimmt sich die Rabattberechnung 
nicht nach irgend einem speziellen Barcode, sondern wird vom 
Kassenpersonal von Hand ausgelöst. Je nach Discounter kann das 
unterschiedlich geschehen; so wird zB bei Aldi eibfach der Preis 
eingetippt ind die Taste für den passenden Steuersatz betätigt.

Fehlende Barcodes in der Kasse werden nur bei echter Aktionsware zum 
Problem; bei Waren aus dem Sortiment wird normalerweise eine zeitlich 
begrenzte Preisänderung in die Kasse eingepflegt.

Genau aus diesem Grund war diese 0%-Rabatt-Aktion so grotesk: die Ware 
wurde einfach über den Scanner geschoben und zum Normalpreis 
abgerechnet.

Deine Darstellung wäre plausibler, wenn Du behauptet hättest,  es habe 
sich im eine geplante, aber nicht umgesetzte Rabattaktion gehandelt, bei 
der die Ware letztlich mit großem Bohei und reichlich Trommelwirbel zum 
Regelpreis unter das Volk gebracht wurde, um den Überbestand 
loszuwerden.

von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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Ralf X. schrieb:
> Welche Waren von welchen Discountern meinst Du?
> Lidl reduziert Lebensmittel, die kurz vor Ablaufdatum sind oer aus dem
> Programm sollen, um 50% und bekommt damit das meiste weg, Kaufland erst
> um 30% und spätestens am Ablauftag um 50%, Aldi, Rewe und Edeka (oft) um
> 30%.
> In Einzelfällen alle noch erheblich mehr.

Klar gibt es diese Angebote. Aber das ist eben nur ein Bruchteil dessen, 
was im Müll landet. Es geht bspw. um komplett folierte Paletten mit 
Süßigkeiten, noch Monate haltbar. Dazu noch zig Kisten mit loser Ware. 
An eine Abholung im Januar erinnere ich mich, als wir nur zwei Paletten 
mitnehmen konnten, einfach weil der Transporter danach fast voll war und 
wir ja nicht nur Süßigkeiten einsammeln wollten.

Dasselbe passiert übrigens bspw. mit H-Milch, die "nur" noch einen Monat 
haltbar ist. Auch die fliegt raus. Ohne Reduzierungen. Konzernvorgabe. 
Die haben wir auch schon palettenweise sowohl bei Aldi Süd als auch Lidl 
abgeholt. Wäre sonst vernichtet worden.

> "Unansehliches" Obst und Gemüse wird i.d.R. allerdings rigoros
> ausgesondert, manche inhabergeführte Filialen überlassen noch
> verzehrtbare Lebensmittel dann den Tafeln und anderen Vereinen, Lidl und
> Aldi entsorgen solche Lebensmittel allerdings grundsätzlich.

Nein, auch Aldi und Lidl geben das den Tafeln (sofern die Filialen 
mitmachen - hier in der Region sind das aber alle). Die mit Abstand 
besten verderblichen Lebensmittel gibt übrigens Rewe ab. Aber natürlich 
wird auch da nochmal sortiert, bevor das an der Tafel rausgegeben wird.

> I.d.R. betreiben die Discounter keine "Müllentsorgung" nicht verkaufter
> oder reklamierter/zurückgegebener Nonfoodware.
> Rückläufer aus den Filialen landen erst einmal im Reginallager und
> werden von dort passend weitergeleitet, unverkaufte, unbeschädigte und
> "zeitlose" Aktionsware wird oft schon dort je nach Wert und Platz bis
> zur nächsten Aktion eingelagert.

Interessante Frage - da werde ich mal bei unseren Filialleitern hier 
nachhaken. Vielleicht ergibt sich das schon Übermorgen. Man erfährt doch 
so einiges an den Laderampen :-)

von Percy N. (vox_bovi)


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Chris D. schrieb:
> Interessante Frage - da werde ich mal bei unseren Filialleitern hier
> nachhaken. Vielleicht ergibt sich das schon Übermorgen. Man erfährt doch
> so einiges an den Laderampen :-)

Interessant wäre auch, zu wissen, inwieweit diese Informationen 
repräsentativ sein können. Manche Ketten, wie zB Tchibo oder 
Budnikowsky,  unterhalten eigene Outlets für Ladenhüter, wo es mitunter 
ausgesprochen attraktive Schnäppchen gibt.

: Bearbeitet durch User
von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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Percy N. schrieb:
> Chris D. schrieb:
>> Interessante Frage - da werde ich mal bei unseren Filialleitern hier
>> nachhaken. Vielleicht ergibt sich das schon Übermorgen. Man erfährt doch
>> so einiges an den Laderampen :-)
>
> Interessant wäre auch, zu wissen, inwieweit diese Informationen
> repräsentativ sein können. Manche Ketten, wie zB Tchibo oder
> Budnikowsky,  unterhalten eigene Outlets für Ladenhüter, wo es mitunter
> ausgesprochen attraktive Schnäppchen gibt.

Ja. Aber dazu müssen die Sachen dann zumindest abgeholt werden und nicht 
direkt vor Ort in den Müll wandern. Darüberhinaus ist die Chance 
gegeben, dass die Filialleiter da etwas mehr Hintergrundwissen haben und 
das bei einer Raucherpause preisgeben :-)

Meiner Frau wurde mal im dm von einer Angestellten gesagt, dass die 
ausnahmslos alles wegwerfen müssen, auch Artikel, die nicht aus dem 
Kosmetik, oder Lebensmittelbereich stammen. Ist aber auch schon 1-2 
Jahre her - eventuell hat sich da etwas getan.

von ●DesIntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Chris D. schrieb:
> Aber dazu müssen die Sachen dann zumindest abgeholt werden und nicht
> direkt vor Ort in den Müll wandern.

das ist immer wieder interessant,
was man so in Containern von Läden finden kann.
So einige Container sind ja
doch ohne grosse Festungsanlagen zu erreichen

Und bei einer hiesigen Aldi Filiale
darf man sich daran sogar offiziell bedienen.
Kürzlich kamen da dutzende dieser Blumeneimer zutage,
in denen immer die Blumen im Laden stehen.
Das wird alles stumpf weggeworfen.

Dann Kunststoffplatten, graues PVC oder auch durchsichtiger Kram.
Alles für Werbeaufsteller und so.
Sowas ist doch perfektes Metarial für eigene Gehäusekreationen

von Percy N. (vox_bovi)


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Chris D. schrieb:
> dm
Chris D. schrieb:
> eventuell hat sich da etwas getan.

Du weißt,  wem der Laden gehört?

von Rainer Z. (netzbeschmutzer)


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Percy N. schrieb:
> Chris D. schrieb:
>> dm
> Chris D. schrieb:
>> eventuell hat sich da etwas getan.
>
> Du weißt,  wem der Laden gehört?

Aus diesem Grund hole ich meine Sachen bevorzugt von dort.
Das NoName-Geschirrspülpulver von dm ist übrigens meine Empfehlung.
Trotzdem kann es auch dort Luft nach oben geben.

Allerdings hat sich Hr. W. zwischenzeitlich zurückgezogen.
Der Ruhestand sei ihm gegönnt.

von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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●DesIntegrator ●. schrieb:
> Kürzlich kamen da dutzende dieser Blumeneimer zutage,
> in denen immer die Blumen im Laden stehen.
> Das wird alles stumpf weggeworfen.

Jepp, diese schwarzen Eimer gibt es in vielen Variationen, auch bei REWE 
usw.
Wenn man nett fragt (wie meine Mutter offenbar), kann man die auch so 
mitnehmen.
Ab und zu stehen Stapel davon auch hinten an den Rampen, da durfte ich 
auch mal welche nehmen. Manchmal ist man froh, wenn man solche 
Einmaleimer hat.

> Dann Kunststoffplatten, graues PVC oder auch durchsichtiger Kram.
> Alles für Werbeaufsteller und so.
> Sowas ist doch perfektes Metarial für eigene Gehäusekreationen

Ja, das hatte ich auch schon überlegt. Da ist eine Menge Zeug dabei, aus 
dem man noch richtig schöne Dinge herstellen könnte. Teilweise auch 
diese verchromten, hochwertigen Gitterrollwagen und schöne Aufsteller. 
Oft stehen/liegen die dort über Monate.

Vielleicht einfach mal fragen - die sind vermutlich durchaus froh, wenn 
sie das nicht entsorgen müssen.

von Percy N. (vox_bovi)


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Rainer Z. schrieb:
> Aus diesem Grund hole ich meine Sachen bevorzugt von dort.

Hast Du Dich einmal näher mit den politischen und gesellschaftlichen 
Vorstellingen des netten Herrn befasst?

von Percy N. (vox_bovi)


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Chris D. schrieb:
> Vielleicht einfach mal fragen - die sind vermutlich durchaus froh, wenn
> sie das nicht entsorgen müssen.

Ich habe im Budni-Outlet einfach mal gefragt, ob der Laden überhaupt 
lukrativ sein könne; die Leiterin hat dies stark bezweifelt. Meine 
Vermutung, es gehe wohl nicht zuletzt um die Vermeidung der teueren 
Entsorgung von Gewerbemüll,  wurde zunächst mit einem Stirnrunzeln 
bedacht, dann aber akzeptiert.

Man muss sich wundern, dass manche Einzelhändler kategorisch Strafantrag 
stellen, wenn mal wieder jemand beim (zivilisierten!) Containern 
erwischt wurde. Falls da ein Schhlachtfeld hinterlassen wurde, verstehe 
ich den Zorn deutlich eher.

von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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Percy N. schrieb:
> Ich habe im Budni-Outlet einfach mal gefragt, ob der Laden überhaupt
> lukrativ sein könne; die Leiterin hat dies stark bezweifelt. Meine
> Vermutung, es gehe wohl nicht zuletzt um die Vermeidung der teueren
> Entsorgung von Gewerbemüll,  wurde zunächst mit einem Stirnrunzeln
> bedacht, dann aber akzeptiert.
>
> Man muss sich wundern, dass manche Einzelhändler kategorisch Strafantrag
> stellen, wenn mal wieder jemand beim (zivilisierten!) Containern
> erwischt wurde. Falls da ein Schhlachtfeld hinterlassen wurde, verstehe
> ich den Zorn deutlich eher.

Ja, Müllvermeidung ist mit Sicherheit einer der Antriebe - auch bei der 
Zusammenarbeit mit den Tafeln. Denn was da sehr viel anfällt ist eben 
"bunt Gemischtes", also die teuerste Variante des gewerblichen Abfalls.

Man muss also auch von den Tafeln her nicht übermäßig dankbar 
gegenüber den Discountern sein (sehr wohl aber gegenüber den MA, die 
sich wirklich bemühen, die Lebensmittel bis zur Abholung vernünftig zu 
behandeln) - sie können sich mit entsprechenden Stickern am Ladeneingang 
schmücken und sparen dabei ;-)

Schön ist aber bspw. die Lidl-Einrichtung, dass man Pfandgeld an die 
örtlichen Tafeln spenden kann.

OT:
Wenn wir hier privat Sperrmüll vermeiden möchten, stellen wir die Dinge 
mit Zettel "Zum Mitnehmen" an die Straße. Außerhalb der Abfuhrtermine 
werden die nicht von Gewerblichen abgefangen und man kann sich halbwegs 
sicher sein, dass derjenige das auch gebrauchen kann. Holz/-paletten 
gehen so bspw. immer zügig (Minuten bis Stunden) weg. Und wir sind die 
Sachen direkt los.

: Bearbeitet durch Moderator
von ●DesIntegrator ●. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Chris D. schrieb:
> Und wir sind die Sachen direkt los.

ich stelle sowas immer in eine Bushaltestelle.
Da ist es dann auch regengeschützt.

noch'n Bild in die Kleinanzeigen und ein kurzer Text von wegen
"wenn weg dann weg" erspart viel Generv, denn:

auch bei "zu verschenken" darf man sich niemals

...NIEMALS

auf Terminzusagen wie
"ich komme um 17 Uhr vorbei"
verlassen.

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