Hat jemand hier "Halbleiter Schaltungstechnik" (Tietze & Schenk) ganz durchgelesen?

Gast #6921876
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Frodo G. schrieb:
> Schönen Sonntag Nachmittag!
>
> Nur so rein aus Neugier:
> Hat igendjemand hier das Buch "Halbleiter Schaltungstechnik" (Tietze &
> Schenk) schon einmal komplett durchgelesen?

Nicht alles ist Tietze-Schenk, Schaltungstechnik ist auch gut im 
Amtlischen Hoschullehrbuch "Seifart" dargestellt. den gibt es in zwei 
Bänden, jeweils einer füer analg und digital. Wenn auch die genannten 
referenz-IC marktechnisch obolete sind, liest man immer wiedrr mal zur 
Auffrischung darin.

ISBN:3-341-00624-9 (Analog)
ISBN:3-341-00148-4 (Digital)
Moderator #6921959
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Ich habe mir den T & S nur deswegen ins Regal gestellt, weil so etwas
unheimlich gut bei den Frauen ankommt. Entscheidend dabei ist nicht die
Zahl der gelesenen Seiten, sondern die Seitenzahl insgesamt. Deswegen
stehen daneben gleich noch ein Stroustrup und ein "PC intern". Dass
letzteres nicht mehr ganz auf dem Stand der Technik ist, spielt dabei
eine untergeordnete keine Rolle :)
OP #6921968
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Jörg R. schrieb:
> Frodo G. schrieb:
>> Schönen Sonntag Nachmittag!
>>
>> Nur so rein aus Neugier:
>> Hat igendjemand hier das Buch "Halbleiter Schaltungstechnik" (Tietze &
>> Schenk) schon einmal komplett durchgelesen?
>
> Ja, dafür sind Bücher doch da. Das Buch liegt bei jedem Elektroniker auf
> dem Nachttisch.🤥😀
>
> Du hast den Sinn dieser Lektüre wohl nicht verstanden.

Naja, ich dachte das solche Bücher dazu da sind um bei Bedarf etwas 
nachzulesen (anstatt gleich hier um Hilfe zu betteln).
Gast #6921992
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Ich persönlich (allerdings im Selbststudium) konnte mit dem TS nie etwas 
anfangen. Da finde ich Lothar Starke Schaltungslehre der Elektronik 
wesentlich besser sowie Shea Transistoranwendungen. Hier verstehe ich 
wenigstens was und kann es in die Praxis übertragen. Und sie gehen in 
die Tiefe.
#6922121
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Percy N. schrieb:
> Ralf X. schrieb:
>> Percy N. schrieb:
>>
>>> Warum sollte jemand nicht den TS durchlesen, wenn er entsprechende
>>> Bedürfnisse verspürt?
>>
>> Es fehlt alles, was einen guten Roman ausmacht.
>
> Und wieder eine Antwort, die völlig an der Frage vorbeigeht. Thema
> verfehlt, setzen, sechs!

Als Nichttechniker kannst Du solche Werke natürlich schwerlich 
beurteilen können.
Als Student der E-Technik war es für mich bestimmt wie bei 
hundertausenden anderen eines der zwingenden Standardwerke, die man 
haben musste.
Wie für einen Juristen füher der Palandt.
Aber nur ein Depp liest solche Werke im Sinne des Wortes wirklich durch 
oder hat lange Zeit nichts anderes zu tun.

Ich weiss nicht, ob ich jemals auf jede einzelne Seite mal mal 
zugegriffen habe, aber der über Jahre verteilte Zugriff auf einzelne 
Seiten wird man ja kaum als Durchlesen bezeichnen können.

Ach ja: Du hast aber auch etwas recht: Du hast eine verdammt blöde Frage 
gestellt!
OP #6924351
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Lotta  . schrieb:
> Yalu hat doch einwandfrei recht!!
>
> "PC Intern" hat einen absolut guten WAF-Faktor.
> "Tietze und Schenk" natürich auch.
>
> Und nicht vergessen, Vetter, "Schaltungstechnische Praxis"
> nur echt vom "Verlag Technik", der mal in der DDR groß war... :-O
>
>
> mfg

Es gibt tatsächlich Frauen bei denen sowas gut ankommt?


Joachim B. schrieb:
> Jörg R. schrieb:
>> Nachttisch
>
> Nachtisch?

Der Tietze Schenk ist ehrer eine Hauptspeise.
;-)
#6924394
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Frodo G. meinte:
> Es gibt tatsächlich Frauen bei denen sowas gut ankommt?

Warum nicht? Wenn der Tietze ne Weile in der Werkstatt
gestanden hat, riecht er schön nach Pertinax.

Naja "PC-Intern" ist ja gewaltig DOS-Lastig, da kommen
zusammen mit "PC-Underground", das die VGA-Grafik behandelt,
nostalgische Gefühle auf.
Natürlich nur bei Fräuleins, gestandende Frauen haben
wegen der Familie dann keine Zeit mehr dafür. :-((

mfg
Beitrag #6924402 wurde von einem Moderator gelöscht.
Gast #6925034
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> wer hat es nicht nur durchgelesen, sondern auch verstanden?

Ich konnte mich die bisher vergangenenen 44 Jahre meines 
Ingenieurdaseins auch ohne den TS einigermaßen erfolgreich durch meinen 
Beruf mogeln.
Gast #6925035
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> wer hat es nicht nur durchgelesen, sondern auch verstanden?

Ich konnte mich die bisher vergangenen 44 Jahre meines Ingenieurdaseins 
auch ohne den TS einigermaßen erfolgreich durch den Beruf mogeln.
#6925055
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Bernd G. schrieb:
>> wer hat es nicht nur durchgelesen, sondern auch verstanden?
>
> Ich konnte mich die bisher vergangenenen 44 Jahre meines
> Ingenieurdaseins auch ohne den TS einigermaßen erfolgreich durch meinen
> Beruf mogeln.

Bernd G. schrieb:
>> wer hat es nicht nur durchgelesen, sondern auch verstanden?
>
> Ich konnte mich die bisher vergangenen 44 Jahre meines Ingenieurdaseins
> auch ohne den TS einigermaßen erfolgreich durch den Beruf mogeln.

Musstest Du da auch alles zweimal machen? :-)
Gast #6925081
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In meiner Jugend habe ich mir das Buch mal gekauft war schweineteuer. 
Und habe versucht es komplett zu lesen, aber es ist so dermaßen 
mathelastige schwere Kost. Da habe ich das dann aufgegeben, und nur noch 
hier und da mal etwas nachgelesen.

Es gibt ja noch die "The Art of electronic" Bücher, da hatte ich noch 
mal überlegt mir eins von zu kaufen aber keine Ahnung, hier ist ja 
eigentlich genug zum Lesen da.
#6925204
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Tietze / Schenk gelesen...

Ich habe bisher versucht, alles erreichbare zu lesen,
weil dies für mich ja die einzige Möglichkeit war, an
Wissen heranzukommen.
Inzwischen ist meine Hörverständigung soweit gewachsen, das ich
auch Videos schauen kann und leichte Hörspiele mitbekomm.

Wie weit mein Verständnis in der Elektronik gewachsen ist,
versuche ich durch Programmieren und Bauen herauszubekommen.
Ich weiß natürlich, das zwischen Theorie und Praxis ein
gewaltiger Unterschied besteht.
Ich denke aber, durch den Einfluß der alten Knacker dieses boards
weiterhin wissendlich aufholen zu können.


mfg
(Firma: مهندس) #6925347
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Frodo G. schrieb:
> ... (Tietze & Schenk) schon einmal komplett durchgelesen?

Wer liest sich so einen Schmöker schon komplett durch? Ich habe eine 
ältere Auflage aus den 80ern und habe maximal 20% wirklich gelesen im 
Sinne von geistig durchdrungen. Wenn mich ein Thema interessiert, dann 
lese ich darüber nach. Und es gibt ja noch andere gute Bücher.

Wie gut der Tietze Schenk ist, sieht man schon daran, daß er u.a. auch 
auf Russisch übersetzt wurde und dort gibt es traditionell schon gute 
Fachbücher.

Jedes Fachbuch kratzt ja auch nur an der Oberfläche und wenn man tiefer 
einsteigen möchte, muß man weitere Bücher lesen.

Wer sich für Analogelektronik interessiert, dem empfehle ich die 
Abhandlungen von Bob Pease, Jim Williams und Bob Widlar - Pioniere aus 
dem Silicon Valley!

Lotta  . schrieb:
> Einfluß der alten Knacker ...

Bin ja selber fast ein alter Knacker und kann nur sagen, man lernt nie 
aus. Ich kann mir auch kaum vorstellen, daß jemand heutzutage auf allen 
Gebieten richtig gut ist. Und je mehr man weiß, desto offensiver werden 
die Defizite.

Ist jemand, der den Tietze Schenk auswendig kann ein guter Elektroniker? 
Theorie ist das eine, die Praxis etwas anderes. Eine Schaltung 
aufzubauen und daran zu messen bringt immer Überraschungen. Aber immer 
gut, ein wenig Theorie zu kennen.
(Firma: مهندس) #6925354
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Nachtrag: Meinen Tietze Schenk habe ich antiquarisch für €15,- gekauft. 
'The Art of Electronics' gibt's leider nicht so preiswert.

Leider habe ich die vielen (richtig guten) Bücher von Analog Devices, 
Burr Brown, Texas, usw. damals weggegeben als das Internet kam.

Generell gibt es gute Fachbücher für wenig Geld antiquarisch zu kaufen. 
Ich halte auch lieber ein Buch in der Hand als einen Monitor. Ich mache 
auch gerne Skizzen oder Berechnungen in Bücher. Alter Knacker eben ;-)
#6925764
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Mohandes H. schrieb:
> Ich halte auch lieber ein Buch in der Hand als einen Monitor. Ich mache
> auch gerne Skizzen oder Berechnungen in Bücher. Alter Knacker eben ;-)

Bücher haben einen großen Wert, die kann man einfach nehmen und damit
irgendwo hin gehen, in den Wald oder auf die Wiese, Terrasse, Balkon,
Scheißhaus...

Und man ist nicht von der Technik des Internets abhängig oder von
Strom, denn ein Buch kann man auch bei Kerzenlicht lesen...

Die Bilder zeigen 2 Teile an Fachbüchern, die Frauen auch begeistern
können...

;-)


Das eine Bild ist leider doppelt erschienen...
Angehängte Dateien:
(Firma: مهندس) #6926497
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Percy N. schrieb:
> Vorsicht, da gibt es verschiedene Versiionen
> ... unterschiedlich kanonisiert
> ... im Detail unterschiedliche Texte.

Wieso Vorsicht? Auch ein Buch, in dem man gelesen haben sollte ohne es 
jemals ganz zu lesen. Der rote Faden ist auch so klar, Version oder 
Kanonisierung (mal wieder ein neues Wort in der Schatulle des 
Wortschatzes) hin oder her.

Mani W. schrieb:
> Bücher haben einen großen Wert.

Sehe ich auch so. Wenn man allerdings sieht, wie Bücher heutzutage 
verramscht werden, könnte man daran zweifeln. Da sehe ich aber auch 
Vorteile: gibt echt gute Bücher für wenig Geld antiquarisch.
Gast #6926501
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Mohandes H. schrieb:
> Sehe ich auch so. Wenn man allerdings sieht, wie Bücher heutzutage
> verramscht werden, könnte man daran zweifeln. Da sehe ich aber auch
> Vorteile: gibt echt gute Bücher für wenig Geld antiquarisch.

Ich glaube die Leute haben völlig vergessen, das nicht alles im Internet 
steht. Im Internet verschwindet andauernd auch irgendwas wieder, Bücher 
sind da deutlich zeitloser.
#6926502
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Mani W. schrieb:
> Mohandes H. schrieb:
>> Ich halte auch lieber ein Buch in der Hand als einen Monitor. Ich mache
>> auch gerne Skizzen oder Berechnungen in Bücher. Alter Knacker eben ;-)
>
> Bücher haben einen großen Wert, die kann man einfach nehmen und damit
> irgendwo hin gehen, in den Wald oder auf die Wiese, Terrasse, Balkon,
> Scheißhaus...
>
> Und man ist nicht von der Technik des Internets abhängig oder von
> Strom, denn ein Buch kann man auch bei Kerzenlicht lesen...

Ich halte lieber meinen eBook-Reader in der Hand, als zwei Zentner 
Papier im Schrank zu haben. Ich mache auch gerne Skizzen und 
Berechnungen in den PDFs und epubs, die ich dann dank Suchfunktion 
wiederfinde, verlustfrei extrahieren und weiterverarbeiten kann, während 
im Buch selbst nichts verändert wird – nicht ganz so alter Knacker eben.

eBook-Reader haben einen großen Wert, die kann man einfach nehmen und 
damit irgendwo hingehen […]

Und man ist auch nicht von Kerzen abhängig, denn so ein Gerät bringt 
eine bei Bedarf zuschaltbare Hintergrundbeleuchtung mit sich. Vom 
Internet ist man damit eh nicht abhängig, und der Strom für eine 
Akkuladung für mehrere Wochen kommt notfalls an einem sonnigen Vormittag 
aus einer Solarzelle. Und während Papier anfällig gegen Wasser, Feuer, 
Tiere, Menschen, […], und ein Backup höchst umständlich zu realisieren 
ist, gibt es damit bei eBooks überhaupt gar kein Problem.

Einige Auflagen des T&S gibt es in elektronischer Form, um noch grob was 
zum trolligen Thema beigetragen zu haben. Wer das von vorne bis hinten 
„durchliest”, findet wohl auch Gefallen an der Telefonbuchtrilogie von 
Berlin, oder so …
#6926914
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Mohandes H. schrieb:
> Der rote Faden ist auch so klar,

Im Gegenteil: die teils erheblichen Abweichungen bzw Unstimmigkeiten 
nicht nur im mitgeteilten historischen Vorgang, sondern insbesondere 
bzgl des ideologischen Substrates, würden bei selektiver Lektüre 
untergehen.

Der "rote Faden", der "auch so klar wird", ist lediglich die bevorzugte 
Redaktion der jeweiligen Bearbeitung.
Gast #6927197
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Percy N. schrieb:
> Mohandes H. schrieb:
>
>> Der rote Faden ist auch so klar,
>
> Im Gegenteil: die teils erheblichen Abweichungen bzw Unstimmigkeiten
> nicht nur im mitgeteilten historischen Vorgang, sondern insbesondere
> bzgl des ideologischen Substrates, würden bei selektiver Lektüre
> untergehen.
> Der "rote Faden", der "auch so klar wird", ist lediglich die bevorzugte
> Redaktion der jeweiligen Bearbeitung.

Also hast du das Buch denn gelesen oder nicht?
#6929595
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Mohandes H. schrieb:
> Kanonisierung (mal wieder ein neues Wort in der Schatulle des
> Wortschatzes)

Eigentlich nicht.

https://de.wikipedia.org/wiki/Kanonisierung

Hier sollte es allerdings auch bekannt sein:

Rüdiger K. schrieb:
> Es ging mir nur um die Pauschalaussage: "Wer in Diktaturen im Gefängnis
> saß ist in jedem Fall ein Heiliger den wir kanonisieren müssen!"

Nur der guten Ordnung halber ...

;-)))
(Firma: مهندس) #6930120
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Percy N. schrieb:
> Mohandes H. schrieb:
>
>> Kanonisierung (mal wieder ein neues Wort in der Schatulle des
>> Wortschatzes)
>
> Eigentlich nicht.

Das Wort als solches ist mir natürlich bekannt, nur gehörte es bei mir 
eher zum passiven Wortschatz. Ich mag 'alte' Wörter. Und die kommen in 
meine Schatulle der schönen Worte.

Meine Vorfahren mütterlicherseits stammen aus Ostpreußen und haben auch 
einen schönen Wortschatz. Statt Flur oder Diele sagen sie 'Entré'. Eine 
Wärmflasche ist eine 'Krucke'. Kartoffeln sind 'Toffeln'.

Der 'rote Faden', der klar ist oder nicht: ich meinte es auf einer 
tieferen Ebene und da spielt die Kanonisierung keine Rolle.

Zum Tietze Schenk. Solche Bücher liegen bei mir zwischen romanartig und 
Nachschlagewerk. D.h. ich lese es kapitelweise - je nachdem was mich 
gerade interessiert. Und weil auch der Tietze Schenk auch nur an der 
Oberfläche kratzt, ist es dann der Ausgangspunkt für weitere Recherchen.

Beispielsweise bin ich gerade dabei die 'Gefaltete Kaskode' zu 
verstehen. Bei der normalen Kaskode ist Schluß, überhaupt findet sich in 
der deutschsprachigen Literatur nur wenig. 'Foldet Cascode' auch nicht 
gerade ergiebig. Da heißt es selber nachdenken.

Mit 'verstehen' meine ich nicht, das Schaltbild aufzuzeichnen, sondern 
Berechnung, Kennlinien, Kleinsignalersatzschaltbild, Übertragung auf 
bipolare Transistoren und FETs, usw. Also die geistige Durchdringung der 
Materie.
#6930284
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Mohandes H. schrieb:
> Statt Flur oder Diele sagen sie 'Entré'.
Das finde ich interessant. In Hamburg war man anscheinend geradezu 
begeistert von der bonapartistischen Besetzung, so dass sich französche 
Bezeichnungen recht lange erhalten haben, teilweise,als Straßennamen.
> Eine Wärmflasche ist eine
> 'Krucke'. Kartoffeln sind 'Toffeln'.
'Kruke' heißen auch die glasierten, schlanken Terracotta-Flaschen, in 
denen Steinhäger und Schinkenhäger traditionell geliefert werden, wimre 
in Westfalen.

> Der 'rote Faden', der klar ist oder nicht: ich meinte es auf einer
> tieferen Ebene und da spielt die Kanonisierung keine Rolle.

Wenn Du insbesondere die verschiedenen Überlieferungen bzw Übersetzungen 
etwa der Genesis ansiehst und vergleichst, wirst Du feststellen,  dass 
bestimmte sittliche Vorstellungen jüngerer Zeiten mehr schlecht als 
recht getarnt später hinein interpoliert wurden. So lässt zB 
die,Übersetzung von Ludwig Philippson keinen Zweifel daran, dass Abrams 
Reichtum darauf beruhte, dass er Sara dem Pharao als Hetäre überließ. 
Ähnlich sieht es die King James Bible. In anderen (deutschen) 
Übertragungen, so zB auch der aktuelken Bearbeitung der Luther-Bibel, 
findet sich dort ein Einschub, der ihr eher die,Rolle einer Hofdame 
zuweist. Unglaubwürdig wird letzteres schon dadurch, dass Isaak gleich 
in der nächsten Generation versucht, seine Rebekka an Abimelechvzu 
vermieten, was diese geschickt zu vereiteln weiß.  Unter 
Berücksichtigung auch anderer Hinweise ergibt sich hinreichend Grund für 
die Annahme, dass die Heiligung der Ehe urdprünglich ein ägyotisches 
Kulturmerkmal war, dass erst später (frühestens durch  Mose) auf die 
Hebräer überging.

Ebenso ergibt sich bei aufnerksamer Lektüre zB des Samuel, dass selbst 
zu Zeiten der Landnahme der Monotheismus bzw das Bilderverbot so streng 
gehandhabtt wurden, wie es der Pentateuch, offenkundig sehr viel später 
insoweit redigiert, glauben machen will.

Wesentliche Vorstellungen, wie etwa auch das überragende gemeinsame 
Merkmal der abrahamitischen Religionen, die Heiligung des arbeitsfrei zu 
haltenden siebenten Tages, in exilischer Zeit aus der babylonischen 
Kultur übernomnen wurde.

Ein 'roter Faden' zeigt sich hier mE gerade nicht; vielmehr ist deutlich 
zu erkennen,  dass versucht worden ist, jüngere sittliche Vorstellungen 
nachträglich in die ursprüngliche divine Gesetzgebung und Verkündigung 
hinein zu interpolieren, was unterschiedlich gut gelungen ist.

Prominentes Beispiel mit aktuell aufscheinender Problematik ist dee 
Erwerb der Eigenschaft, Jude zu sein: Nach der heiligen Schrift wird 
diese Eigenschaft kongenital patrilinear erworben; eine Ootion Fremder 
ist grundsötzlich nicht möglich. Lediglich Ägypter, dur bereits in 
mindestens Dritter Generation als Fremdlnge unter den Juden leben, 
können 'zur Gemeinde des Herrn komnen'; andere Proselyten sind nicht 
zugelassen. In jüngerer Zeit (seit etwa 2000 Jahren) sieht das 
rabbinische Judentum dur Sache deutlich anders, nahezu umgekehrt, ohne 
dass sich hierfür eine Stütze in den Schruften finden ließe. Vgl hierzu 
auch den Disput zwuschen Fischer und Mendel in der causa Czollek.

Du magst es anders seheb, aber für mich bedeutet 'roter Faden' 
insbesondere auch Konsistenz und Kontinuität; und die sehe ich hier 
gerade nicht.

So, hier zunächst Ende meines Exkurses. Danke fürs Durchhalten.
Gast #6930663
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Dieter H. schrieb:
> aber er nutzt die Vierpoltheorie überhaupt nicht und
> leitet alles mühevoll mit Maschen und Knoten her. Da hat doch echt
> keiner Bock drauf.

Genau das, was heute noch in der "aktuellen" Ausbildung nach wie vor bis 
zum Erbrechen gelehrt wird und niemand mehr anwenden wird.
#6931650
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Ich lese immer wieder gern im Tietze_Schenk.
Ob das jetzt ein Grundlagenwerk ist, darüber kann man streiten.

In meinem Bücherregal habe ich einen unbestrittenen Grundlagenklassiker
-- Die Elemente von Euklid --

Ich bin nicht schlecht in Mathematik, aber dieses Buch ist trocken und 
unlesbar.
Ich habe es nur gekauft, weil es Mainstream ist.
Ja Mainstream, eines der meist gelesenen und meist diskutierten Bücher, 
nach der Bibel.
Aber Mathe kann man auch anders lernen.
Will damit sagen, das TS nicht unbedingt der Klassiker sein muss, aber 
in der Praxis eine große Hilfe ist.
#6931894
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Thomas U. schrieb:
> Andreas B. schrieb:
>> Dieter H. schrieb:
>>> aber er nutzt die Vierpoltheorie überhaupt nicht und
>>> leitet alles mühevoll mit Maschen und Knoten her. Da hat doch echt
>>> keiner Bock drauf.
>>
>> Genau das, was heute noch in der "aktuellen" Ausbildung nach wie vor bis
>> zum Erbrechen gelehrt wird und niemand mehr anwenden wird.
>
> ...aber eben DIE Grundlagen darstellen!

Das ist einer der denkt analoge Schaltunsgtechnik braucht keiner. :-)
Man muss nur ICs verbinden!

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