Hi,
ich habe eine Standbohrmaschine, seit ein paar Wochen eine kleine
gebrauchte Drehmaschine und ich will mir noch eine Fräse kaufen. Beim
Bohren habe ich bisher teures Schneidöl in Druckgasflaschen verwendet.
Ich bin auf Kühlschmierstoffpumpen gestoßen. Davon habe ich jetzt zwei
Arten gefunden - eine Pumpe, wo größere Mengen von Schmierstoff an die
zu bearbeitende Stelle gepumpt werden (z.B. 5l/min) und das Kühlmittel
dann in einen Behälter zurückfließt und wieder verwendet werden kann.
Beispielsweise dieses Gerät hier:
https://drehen-fraesen-bohren.de/opti-optimum-universal-kuehlmitteleinrichtung-230-v.prodid.7194.html
Dann habe ich Minimalmengenschmiergeräte gefunden, die scheinbar auch
Druckluft brauchen:
https://www.top-maschinen.de/mikromax-minimalmengenschmierung-mvm.html?fee=1&fep=7856
Diese Geräte brauchen bis zu 100ml pro Stunde - also nur sehr wenig
Kühlschmierstoff.
Kann man denn diese Minimalschmiersysteme z.B. auch für Bohrmaschinen
verwenden, wenn man in ein Stahl ein 30mm Loch bohrt? Oder ist dort das
System mit der Kühlschmierstoffpumpe im Kreislauf von Vorteil?
Muss in dieses Minimalmengenschmiersystem ein spezielles Öl rein oder
kann dort auch einfach eine Bohremulsion auf Wasserbasis, die nicht so
teuer ist, reingetan werden?
Schmiermittel schrieb:> Kann man denn diese Minimalschmiersysteme z.B. auch für Bohrmaschinen> verwenden, wenn man in ein Stahl ein 30mm Loch bohrt?
Kann man. Geht gut. (Tröpfchenschmierung)
Schmiermittel schrieb:> oder> kann dort auch einfach eine Bohremulsion auf Wasserbasis, die nicht so> teuer ist, reingetan werden?
Blos nicht! Die Düsen sind sehr fein und auf die Viskosität eines
bestimmten Schmiermittels abgestimmt.
Schmiermittel schrieb:> Diese Geräte brauchen bis zu 100ml pro Stunde - also nur sehr wenig> Kühlschmierstoff.
Je nach Anwendungsfall noch deutlich weniger. Wenn man das An/Aus der
Minimalmengenschmierung an das der Spindel koppelt, wird das bei
handbetriebenen Geräten sehr sparsam.
Ich würde die Kosten für den Schmierstoffbedarf und den des
Druckluftbedarfs ungefähr gleichsetzen. Druckluft ist nicht umsonst der
teuerste Energieträger.
Wie sind denn deine Bohrmaschine und Drehbank gebaut: mit Aufwangwanne
und Filter ? Dann kannst du sie mit KSS fluten. Allerdings wird das Zeug
gern mal vom rumstehen schlecht.
Aber üblicherweise würdest du bei Hobbymaschinen damit den Keller
fluten, MMS ist also alles was möglich ist. Trotzdem eine Riesensauerei.
Ich habe MMS an der Fräse und nur seltenst mal an (schlechtes Aluminium
fräsen).
Daher werden 99% aller Hobbyisten nur trocken bohren und drehen, es
kommt ja bei ihnen nicht auf optimale Standzeit der Werkzeuge bei
zeitsparend höchstem Schnitttempo an. Das reicht meistens aus. Und für
die wenigen Anwendungsfälle (Abstechen, Hewinde) nimmt man den Pinsel
oder deine Sprühdose.
Bei einer Metallbandsäge finde ich KSS noch sinnvoller als beim Bohren
oder drehen.
Danke für die Infos.
MaWin schrieb:> Wie sind denn deine Bohrmaschine und Drehbank gebaut: mit Aufwangwanne> und Filter ?
Die haben unten Schlauchanschlüsse. Filter sind keine drinnen. Aber in
dem Sammelbehälter von dem Link auf dem System ist ein Filter, bevor es
in den kleinen Sammeltank zurückläuft.
MaWin schrieb:> Allerdings wird das Zeug> gern mal vom rumstehen schlecht.
Interessant. Das habe ich nicht gewusst, sollte man gewiss auch nicht
unterschätzen, wenn es schlecht wird. Hoffentlich nicht mit Legionellen
oder Schimmelpilzen.
MaWin schrieb:> Bei einer Metallbandsäge finde ich KSS noch sinnvoller als beim Bohren> oder drehen.
Und bei einer Metallkappsäge mit 30/60 U/min - würdest Du Metall da auch
trocken schneiden oder auch mit Schmierstoff?
MaWin schrieb:> Daher werden 99% aller Hobbyisten nur trocken bohren und drehen,
Machst du das so? Ich habe bisher wenig Erfahrung, aber ich dachte, dass
etwas Schneidöl beim Drehen auch nicht schadet?
Würde auch einfach Druckluftwind beim Drehen etwas bringen zur Kühlung
ohne einen flüssigen Zusatz?
MaWin schrieb:> Daher werden 99% aller Hobbyisten nur trocken bohren und drehen
Den Psychopathen-MaWin erkennt man gut an seinen unqualifizierten
Aussagen.
Offensichtlich hat er noch nie eine Drehmaschine bedient.
Scho witzig, ich dreh alles trocken, bohren gerne mit Schneidöl. Auf der
Fräse ab und auch mit KSS Flutkühlung.
Das KSS ist da bald 10 Jahren drin. Ist aber mit Frostschutz versetzt
wegen Winter. Gelegentlich Wasser nachfüllen.
Nur bei der Drehe stört es mich ned wenn die Späne glühen, nur da kann
man auch irre zustellen. Aber mehr als 60 % Spindellast hab ich da noch
nicht zusammen gebracht. Da werden die Drehmeißel etwas kurz für mehr
Zustellung.
> MaWin schrieb:>> Bei einer Metallbandsäge finde ich KSS noch sinnvoller als beim Bohren>> oder drehen.>> Und bei einer Metallkappsäge mit 30/60 U/min - würdest Du Metall da auch> trocken schneiden oder auch mit Schmierstoff?
Das hängt ganz klar von Schneidgeometrie der Sägeblattzähne, der
Schnittgeschwindigkeit und des Vorschubes ab und unbedingt von der
Festigkeit des Werkstückmaterials.
Wie lauten deine Zahlen genau ???
> MaWin schrieb:>> Daher werden 99% aller Hobbyisten nur trocken bohren und drehen,>> Machst du das so? Ich habe bisher wenig Erfahrung, aber ich dachte, dass> etwas Schneidöl beim Drehen auch nicht schadet?>> Würde auch einfach Druckluftwind beim Drehen etwas bringen zur Kühlung> ohne einen flüssigen Zusatz?
Leitungswasser aus Muttis Pflanzenbesprüher reicht im Hobbybereich ganz
bestimmt und kühlt auf alle Fälle mehr als Luft.
Wenn man etwas Geld zum runterspülen über hat: 0-8-15-Bohremulsion
reicht in weiten Bereichen.
Das darin enthaltene Wasser ist bestimmt entmineralisiert und die
beigefügten Zusätze sind a) tatsächlich Öl zum schmieren (daher der
Namensteil "Emulsion") und b) Korrosionsschutz für Werkzeug, Maschine
und Werkstück.
Genau diese Zusätze machen die Suppe anfällig ranzig zu werden, was dann
übel stinkt. Entsprechend dem eigenen Verbrauch einfach nicht zu viel
davon einkaufen/ansetzen.
Detaillierterer Kühl-Vodoo ist nur was für
hochleistungs-Serienproduktion, wo jedes Quäntchen an
Standzeitverlängerung zaehlt weil Werkzeugwechsel bedeutet dass die
Produktionsstrasse still stehen muss Plus jedes neu zu kaufende Werkzeug
(oder Nachschärf-/Schleifkosten) vom Gewinn abgeht.
MaWin schrieb:> MaWin schrieb:>> Daher werden 99% aller Hobbyisten nur trocken bohren und drehen>> Den Psychopathen-MaWin erkennt man gut an seinen unqualifizierten> Aussagen.> Offensichtlich hat er noch nie eine Drehmaschine bedient.
Schon wieder zwei Unzurechenbare welche nichtmal ihren Namen richtig
schreiben können.
Auch in meiner Schlosserei gibt es KSS (wasserlösliche Brühe)
nur dauerhaft in der Kaltkreissäge.
Gedreht wird trocken, eventuell mit Pinselschmierung.
Das gilt auch beim Bohren, 30 mm Löcher in 20mm Stahl.
Sogar gefräst wird trocken. Edelstahl, 20mm Fräser.
Wenn so eine Maschine nicht stundenlang und jeden Tag benutzt
wird, ist der Aufwand mit KSS zu hoch.
Grüße Bernd
Bernd F. schrieb:> Wenn so eine Maschine nicht stundenlang und jeden Tag benutzt> wird, ist der Aufwand mit KSS zu hoch.
Da stimme ich zu. MMKS als Tröpfchenschmierung ist dagegen eine feine
Sache.
Ich habe das bei mir so eingerichtet, dass ich den Mischer-Düsensatz
zwischen Fräse, Drehbank und Bandsäge schnell umklemmen kann. An der
Bohrmaschine habe ich es erst einmal genutzt. Es geht gut, aber es ist
auch nicht so viel Unterschied zum klassischen Ölpinsel.
An der Drehe nutze ich es nur, wenn ich viele Gewinde in Alu habe. Da
spart es eine Hand
Beim Alu-Fräsen dagegen nutze ich es mittlerweile immer. Bei fast allen
Legierung macht es oft den Unterschied zwischen matt und glänzend, und
bei Gußlegierungen zwischen "geht ganz gut" und "knack".
Was für Vollspackel hier wieder unterwegs sind, die einfach mal MaWin
ins Namensfeld schreiben als zweiter und dritter Teilnehmer des Threads.
Vom echten MaWin wissen wir schon ganz lange was er hat und was er kann
Beitrag "Re: Wer übernimmt kleinen Auftrag (An der Drehmaschine)"
Schmiermittel schrieb:> ich habe eine Standbohrmaschine, seit ein paar Wochen eine kleine> gebrauchte Drehmaschine und ich will mir noch eine Fräse kaufen.> [...]> Ich bin auf Kühlschmierstoffpumpen gestoßen.
Für die Bohrmaschine reicht eine Spritzflasche mit Kühlschmieremulsion
(KSS) drin, das machen auch die Profis meist so. (Erst die ganz großen
Säulenbohrnmaschinen haben ein Ablaufloch für das KSS im Tisch) Kühlen
macht Sinn bei Stahl und Alu sowie Buntmetallen mit Bohrern größer ca.
6mm und beim Gewindeschneiden, Zapfensenken, Reiben u.Ä.
Edelstahl geht deutlich besser mit einem geeigneten Schneidöl.
Auf der Bohrmaschine bevorzuge ich bei Aluminium Spiritus, macht weniger
Sauerei.
Mit Kühlung / Schmierung laufen die Werkzeuge ruhiger, es gibt bessere
Oberflächen und die Standzeit ist erheblich höher.
Wassermischbare KSS-Konzentrate gibt es auch in 1l-Gebinden zu kaufen.
(Mischung 7 - 10%) Der Metallbetrieb ums Eck zapft bestimmt auch einen
Liter vom 100l-Fass gegen eine Kaffetassenspende.
Auf der (kleinen) Drehmaschine braucht man prakrisch nur beim Bohren und
Gewindebohren ein Kühlmittel. Auch da reicht die Spritzflasche.
Hartmetalldrehmeißel (und Fräser natürlich) nehmen ungleichmäßige
Kühlung übel, besser garnicht kühlen.
Auf der Fräse empfiehlt sich durchweg Kühlung, KSS mit Pumpe. Manches
Alu geht ohne Kühlung überhaupt nicht. Stichwort "Aufbauschneide". Der
Kühlmittelstrom hilft auch die Späne aus dem Weg zu bekommen.
Natürlich kann man sich auch da mit der Spritzflasche danebenstellen
wenn es mal schnell ein Langloch werden soll. Muß man nicht so viel
saubermachen.
KSS mit Pumpe ist immer viel Sauerei!
> Dann habe ich Minimalmengenschmiergeräte gefunden
Ja, geht gut. Aber: Die billigen Teile im großen Kaufhaus sind Müll.
Selbst das über 100 Taler kostende NOGA muß man beaufsichtigen, null
Prozeßsicherheit. Ich habe das Thema (auf der Maho) vorerst aufgegeben,
muß man wohl mehr investieren.
Uwe
Das mit den Mawins geht mir schon auf den Arsch!
Alleine schon, weil sich der Echte nicht anmeldet und weis ganz
genau, dass Er kopiert wird...
Ich bin mir auch nie sicher, welcher echt ist, aber der Echte ist
einfach zu feige, sich anzumelden, dann wäre der Scheiß hier mal
Geschichte!
Fuck!
Für mich stellen sich da zwei Fragen:
1. Sind Deine Gerätschaften überhaupt für Flüssigkühlung geeignet?
Dazu gehört das volle Programm aus Behälter, Rohr bzw. Schlauch,
ausrichtbare Düse, Auffangwanne und last but not least einer
geeigneten Pumpe.
2. Es gibt unendlich viele Schmiermittel. Sowohl für die Maschinen
selber als auch für das jeweilige, in Bearbeitung befindliche,
Material.
Ach so: Viele der üblichen Schmiermittel sollten anschließend nicht in
der Kanalisation landen.
Sebastian S. schrieb:> Ach so: Viele der üblichen Schmiermittel sollten anschließend nicht in> der Kanalisation landen.
Es sollte Vieles nicht in der Kanalisation landen, darum finde ich diese
Bemerkung von Dir unsinnig...
Ist wieder mal so ein Wichtigmachgewäsch...