Gast
#6946045
Es gibt heutzutage ja eine Menge IC mit einem speziellen Anwendungsbereich und meistens wird man sich für die Benutzung gar nicht mal Gedanken machen müssen, was unter der Haube passiert und damit eine Schaltung bauen, die auch herrvorragend funktioniert. Sozusagen als Blackbox. Ich habe mir das Datenblatt zu dem o.g. Chip angesehen und bin direkt auf der ersten Seite bei der Prinzipschaltung hängen geblieben. Mir ist aufgefallen, dass der Differenzverstärker am Eingang, anders als vielleicht üblich, eine Stromquelle (Senke) pro Transistor hat. Üblich ist es bisher für mich gewesen, dass ein kontanter Strom sich ungleich auf 2 Transistoren verteilt. Außerdem ist der 'normale' Ausgang am Kollektor nicht das, was direkt das Ausgangssignal darstellt. Habe mir gedacht ich denke darüber nach und versuche heraus zu finden wie die Schaltung funktioniert... und brauche Hilfe. Vielleicht ist es ja für den einen oder anderen von euch so einsichtig, dass er mir dabei etwas auf die Sprünge helfen kann, oder die Neugier ist geweckt sich das anzusehen. Zunächst ohne Rg: Also wenn zwischen RG2 und RG2 kein Widerstand ist erscheint mir alles erst mal stimmig. Da sind Stromsenken an den Emittern der Eingangstransistoren und wenn sich an +IN und -IN etwas tut ändern die ihren Ausgang, so dass der Ruhestrom gleich bleibt. z.B. wenn +IN höher wird und -IN wird kleiner würden die Emitterspannungen genauso angepasst. Dass beide Ube sich nicht ändern und der Transistor gleichen Strom liefert. Hier würde z.B. der linke Emitter angehoben werden und der rechte etwas verringert, so dass genau die Eingangsspannung zwischen den Emittern (dem Ausgang) liegt. Das wäre keine Verstärkung und das wäre konform zu Table 1 auf Seite 6. Dabei habe ich aber einen Punkt mit Fragezeichen. Einmal die weiteren Differenzverstärker (die auch noch auf einen Buffer arbeiten - warum) am 'normalen' Ausgang am Kollektor. Naja in dem Fall ändert sich nichts am Strom durch beide Transistoren und Differenz sollte 0 sein, also sollten die Differenzverstärker aus dem Rennen sein? Mit Rg: Wenn der Chip den Eingang verstärken soll, wird zwischen RG1 und RG2 ein Widerstand vorgesehen. Nun wenn ich mir vorstelle, dass ich im oberen Szenario ein Rg zwischen die Emitter setze, liegt da ja eine Spannung drüber. Die Spannung kam ja dadurch zustande dass die Stromsenken der Eingangsspannung folgen an ihrem Ausgang. Die Spannung über Rg hätte dann zur Folge, dass ein Strom durch Rg fließt und zwar vom linken Transistor in die Stromsenke des rechten Transistors und damit bleibt dann nicht mehr der Strom für die linke Stromquelle ausreichend und der Transistor (links) müsste mehr aufgesteuert werden. d.h. Ubelinks muss etwas größer werden, der Ausgang der Stromsenke wird etwas kleiner. Und genauso muss der rechte Eingangstransistor etwas zugemacht werden, weil ja Strom von links kommt und er selber weniger liefern muss - das heißt dort wird der Emitter etwas höhere Spannung haben. In Konsequenz erscheint mir das dahin zu gehen, dass die Emitter sich wieder auf gleiche Spannung einpendeln und damit ist am 'Ausgang' der zu dem Ausgangs OPV geht auch keine Spannung. Und ganz genauso sind die Ströme gleich und an dem Ausgang an den Kollektoren ist auch keine Spannung weil die Stöme auf Reheniveau bleiben. Weil das Schwachsinnig wäre und ganz offensichtlich nicht so passieren kann frage ich hier um Hilfe. Ich vermute in der Rückwirkung über die gebufferten Differenzverstärker irgendetwas was ich nicht raffe. Welch Magie macht dieser Verstärker? Herzlichen Dank!