Hi,
zuallererst möchte ich mich bei den Mitarbeitenden der
Bundesnetz-Agentur dafür bedanken, dass sie uns jeden Monat mit einer
aktuellen Rufzeichenliste und jedes Jahr mit einer aktuellen Statistik
versorgen!
Nun ist auch die Version für 2021 öffentlich auffindbar:
https://www.bundesnetzagentur.de/SharedDocs/Downloads/DE/Sachgebiete/Telekommunikation/Unternehmen_Institutionen/Frequenzen/Amateurfunk/Statistiken/2021.html
Aus bekannten Gründen wurden letztes Jahr 102 Prüfungen mit 770
Prüflingen abgehalten, was im Schnitt 2 Prüfungen pro Woche mit 7,5
Prüflingen pro Prüfung bedeutet. Wie ich gehört habe, wurden dabei
teilweise sogar Prüfungen am Samstag abgehalten.
Andererseits wurden trotz des Mehraufwands die Prüfungs- und
Rufzeichengebühren im Herbst letzten Jahres gesenkt (vgl.
Deutschland-Rundspruch 36/2021, 36. KW), was um so mehr zu begrüßen ist!
Von 770 Geprüften*) erlangten insgesamt 679 erfolgreich ein
Amateurfunkzeugnis, was einer Erfolgsquote von 88% entspricht und somit
sogar über dem Durchschnitt von 85% für die Jahre 2018-2020 liegt!
Das ist ein sehr guter Wert angesichts der Tatsache, dass wohl die
meisten Kürse nur als Online-Version oder als Selbststudium durchgeführt
wurden.
Hier möchte ich ebenfalls mein Lob und Dank an die Ausbildenden und alle
ehrenamtlichen Mithelfenden aussprechen!
Die absolute Anzahl aller zugeteilten Rufzeichen und die der
personengebundenen Rufzeichen ist leider seit spätestens 2010
rückläufig.
Mathematischer Wehrmutstropfen: Da zwar diese Kurve mit im Schnitt -1000
personengebundenen Rufzeichen pro Jahr fällt (inkl. der Neuzugänge!)
nimmt die Anzahl der Neuzugänge pro Jahr relativ auf die absolute Anzahl
der bereits vorhandenen Rufzeichen sogar zu! D.h. es wird sich
irgendwann ein Equilibrium einstellen zwischen "Sterberate" und
Generationsrate und die Kurve wird in eine horizontale Asymptote
übergehen. Das ist der Punkt, in dem das "Runder rumgerissen" wird.
Ich vermag nur nicht zu sagen, wie lange dieser Prozess dauern wird und
bei welchem Wert der Wendepunkt stattfinden wird. Ich schätze mindestens
10 Jahre, evtl. sogar 25 Jahre (also fast noch eine ganze Generation)
und bei zwischen 50.000 und 40.000 personengebundenen Rufzeichen.
Wermutlich werden wir noch in dieser ersten Jahreshelfte die 61.000
unterschreiten.
Was mich jedoch immer wieder verwundert, ist dass sich in den letzten 10
Jahren die Anzahl der Ausbildungsrufzeichen mehr als verdoppelt hat von
knapp über 2000 auf nun mehr über 4500, während die Teilnehmeranzahl bei
den Prüfungen seit 2016/17 nicht mehr mit der Anzahl der
Ausbildungsrufzeichen korreliert.
Hier hätte ich sogar eine Art "Zinses-Zins-Effekt" erwaret. kopfkratz
73!
*) Die Summe der Spalten für die Anzahl der Teilnehmer ergibt genau
genommen nur 769 Teilnehmer, aber etwas Schwund ist immer (Krankheit,
Prüfungsabbruch etc.), seis drum.
Bei der nächsten "antennenverordnung" oder ähnlichen unsinn ist dann der
afu entgültig tot. Gut gemacht. Top leistung der vereine. Bravo!
Bei uns in CH wurde das "ruhende rufzeichen" abgeschafft. Heisst man
zahlt oder gibt das rufzeichen ab. Denke da sind sehr viele inaktive
abgesprungen. Ich auch. Bin wider Pirat :)
Pepe T. schrieb:> Bin wider Pirat :)
Hier hätte ein ie zum Wieder gehört. Ist ja kein Widerstand. Ausser, du
hast was gegen Piraten statt wieder einer zu sein ;-)
J. T. schrieb:> Pepe T. schrieb:>> Bin wider Pirat :)>> Hier hätte ein ie zum Wieder gehört. Ist ja kein Widerstand. Ausser, du> hast was gegen Piraten statt wieder einer zu sein ;-)
Pepe schreibt doch Schwyzerdütsch ..... Alles korrekt
Ciao von Hand aus der sonnigen Schweiz
Hans schrieb:> Ciao von Hand aus der sonnigen Schweiz
Ich sehe, ihr Schweizer habt nen anderen Bezug zu Schrift als wir ollen
Germanen :D
Schönen Gruß aus dem zur Zeit ebenfalls sonnigen Hamburg
Wolfgang N. schrieb:> Hans schrieb:>> Hand>> 😁 😁 😁
Nun ja, für d und s war nicht genügend Abstand auf der Tastatur.
[Spass]
Und bekanntlich sind wir schweizer ja schneller als die Schwoobe(auch
schwyzer dütsch) auf der Tastatur.
[/Spass]
Ciao und diesmal korrekt
Hans
Hans schrieb:> Ciao und diesmal korrekt> Hans
Und wuchtig fiel der Wurstfinger diesmal auf die richtige Taste :D
Schön dass sich ab und an doch noch Leute ins Forum verirren, die noch
Spass verstehen und machen👍
Hallo zusammen
J. T. schrieb:> Ich sehe, ihr Schweizer habt nen anderen Bezug zu Schrift als wir ollen> Germanen :D
Darf ich ein wenig jammern?
Als Schweizer seine Sprache sauber zu halten ist nicht immer einfach.
Offiziell sinds vier Sprachen – Deutsch (Schweizerdeutsch mit x
Nuancen),
Französisch, Italienisch, und Rätoromanisch.
Und in dieser Suppe mischt sich schon mal das eine oder andere Wort.
Auch kommt noch die ganze GROSS und kleinschreiberei dazu.
Das deutsche(ß) haben wir nicht.
Gibt nur das ss. Wie Fussball. Masse (z.B. die Erde ist eine Masse,
und auch Masse in Centimeter, Kilometer) sorgt auch für Verwirrung.
Drückt wenigstens dem HB9/3-Amateur ein Auge zu. :-)
Die Amateurfunkkonzession ist jetzt seit zwei Jahren nur noch Fr.50.--
Vorher Fr.120.-- Ist meiner Meinung nach wieder zu stemmen.
Gruss – Frido HB9...
Frido H. schrieb:> Die Amateurfunkkonzession ist jetzt seit zwei Jahren nur noch Fr.50.--
Gemäss der tussi vom rechtsdienst beim BAKOM gibt es keine konzession
mehr. Die 50.- sind eine neue "verwaltungsgebühr für rufzeichen".
Wenn man sich Radio DARC anhört, ist es ein Wunder, dass überhaupt
jemand die Afu-Lizenz machen will. Mir fehlen die Worte bei dem Programm
zum Fremdschämen.
In einer Sendung jodeln sie, dass digital das Höchste ist und analog
out.
In einer anderen Sendung (Ahr Überflutung), ist plötzlich analog das
Beste und digital taugt nichts.
Dann immer diese politischen Andeutungen und unqualifizierten Meinungen
zu Themen, bei denen sie keine Ahnung haben.
Politik gehört sich grundsätzlich nicht in den Amateurfunk und wenn man
schon über Politik spricht, dann bitte mit Fakten und ausgewogen. Und
nicht Nachplappern von Müll, von dem jeder halbswegs Gebildete weiß,
dass es gelogen ist.
Solange die Oberen nur die Hände aufhalten, plappern sie natürlich alles
nach anstelle, dass sie den Mitgliedern die Wahrheit sagen würden.
Von den fehlgeleiteten Ortsvereinen mal ganz zu schweigen.
Das einzig Richtige ist der Austritt aus dem DARC.
Wer in der Demokratie schläft, wacht in der Diktatur auf.
HAM schrieb:> Was mich jedoch immer wieder verwundert, ist dass sich in den letzten 10> Jahren die Anzahl der Ausbildungsrufzeichen mehr als verdoppelt hat von> knapp über 2000 auf nun mehr über 4500
Es wird eine Weile gebraucht haben, bis es sich rumgesprochen hat, dass
das ja eigentlich keine komplizierte Prozedur ist, eins zu erlangen.
Negativ ist, dass man ein Ausbildungsrufzeichen grundsätzlich nur
persönlich zugeteilt bekommen kann, nicht für eine Klubstation.
Es ist halt ein Jammern auf ganz hohem Niveau.
Deutschland steht sehr gut da, was die Zahlen angeht. Sowohl absolut,
als auch relativ zur Bevölkerungsanzahl.
Das flächengrößere Frankreich oder die wohlhabende Schweiz haben viel
weniger Funkamateure.
Vor Corona kamen im Schnitt pro Jahr ca. 1000 neue Rufzeichen hinzu, das
Interesse ist also da.
Es ist nun mal ein Abbild der demographischen Entwicklung, dass im
Gegenzug rund 2000 alte Rufzeichen pro Jahr verschwinden. Die Boomer
sterben halt langsam aus.
Wie gesagt, frühstens in etwa einem Jahrzehnt stellt sich eine
Stabilisierung ein.
> frühstens in etwa einem Jahrzehnt stellt sich eine> Stabilisierung ein
Schwester: "Herr Doktor, Herr Doktor!"
Doktor: "Ja?"
Schwester: "Die Lage des Patienten hat sich stabilisiert!"
Doktor: "Ach?"
Schwester: "Jaaa, es piept nicht mehr."
Mein Sonderrufzeichen kostet mich auch nichts.
Hannes J. schrieb:> in welchem Alter die Leute ihr Rufzeichen bekommen haben
Ein Trend, den ich mittlerweile beobachten kann: es sind oft Leute um
die 40 … 50, die die Neuzugänge ausmachen. Der Vorteil ist: diese Leute
realisieren sich in etwas höherem Alter einen (teils vielleicht schon
länger gehegten) Hobby-Wunsch. Sie bleiben dann sehr viel
wahrscheinlicher dabei und sind mehr oder weniger aktiv. Dagegen sind
viele Hobbies, die man so im späten Kindes- oder frühen Jugendalter mal
ausprobiert, keineswegs so dauerhaft – das betrifft ja nun nicht nur den
Amateurfunk, das dürften viele Sportvereine genauso erleben.
Insofern hat die Anzahl der Rufzeicheninhaber nicht so viel mit
tatsächlich aktiven Funkamateuren zu tun, es ist lediglich eine
theoretische Obergrenze (der Sendeamateure). Ein einmal erlangtes
Rufzeichen geben viele nicht zurück, denn es war ja Arbeit, dahin zu
kommen.
Hannes J. schrieb:> Nur weil aus Eitelkeit
Wie kommst du auf den schmalen Dampfer? Meinst du, es pranst
irgendjemand damit herum, dass er auch noch Inhaber eines
Ausbildungsrufzeichens ist?
Habe ich zumindest noch nirgends erlebt.
Was aber ganz sicher seinen Beitrag leistet: viele werden sowas
beantragen, wenn die Kinder im entsprechenden Alter sind, weil sie auf
diese Weise einfach mal legal Amateurfunk probieren können. Das Call
wird aber hinterher nicht zurück gegeben (warum auch?). Nur wenige davon
werden jedoch den Weg gehen, dann auch später zur Prüfung zu gehen.
Hier mal ein ganz naives Gedankenexperiment:
Die Zahlen aus dem Jahr 2016 wurden um 4 Jahre verschoben und mit einem
Gewichtungsfaktor 61453/65099 = 0,943992995 multipliziert.
Die Über-99-Jährigen und Unter-15-Jährigen wurden nicht weiter
"optimiert", da sie keine statistische Signifikanz haben.
Das Maximum von 1847,4 Mitgliedern pro Jahrgang liegt bei der
Alterskohorte der 57-Jährigen und somit rund 13 Jahre über dem
Bundesdurchschnitt.
Alle Jahrgänge der bis 30-Jährigen (also die eigentliche Zielgruppe:
Schüler, Stundenten, Young Professionals) können dieser Alterskohorte zu
nicht Mal 50% das Wasser reichen (Integral unter der Kurve von 0 bis 30
gerade mal 916). Diese Zahl wird jedoch von jedem Jahrgang der zwischen
49 bis 81-Jährigen alleine schon übertroffen!
Zusammen genommen befinden sich in diesem Intervall über 47.000
Personen, womit sie mehr als 3/4 aller Teilnehmer darstellen.
Das restliche Viertel verteilt sich auf die letzten 20 Jahre der 82 bis
102-Jährigen (rund 4500 Teilnehmer bzw. 7%) und die ersten 30 Jahre der
8 bis 48-Jährigen (rund 9700 Teilnehmer bzw. 16%).
Ich bin sicher, ein Statistiker könnte hier noch viel mehr Zusammenhänge
ableiten.
Nichts,
ich finde es einfach interessant, mit diesen Zahlen zu spielen und
selbst mit einfachsten Modellen und Annahmen bestimmte Zusammenhänge zu
erkennen.
Aber man kann natürlich auch die nächsten 20 Jahre die Augen weiter vor
der Realität verschließen und dann plötzlich ganz empört feststellen,
dass man mti dem Rollator nicht mehr über die Schwelle zur OV-Kneipe
kommt.
HAM schrieb:> Aber man kann natürlich auch die nächsten 20 Jahre die Augen weiter vor> der Realität verschließen
Ich verstehe nicht, was das eine mit dem anderen zu tun hat.
Die Realität sieht man auch so, ohne dass man da mit irgendwelchen
Zahlenmodellen herum jongliert.
Eine schön aufbereitete Statistik findet man auch bei
https://www.youtube.com/watch?v=VXLSSm7vUHIhttps://www.youtube.com/watch?v=rhA32pf2Tbs
Ich bin allerdings nicht der Meinung, dass man die
Zugangsvoraussetzungen und das Prüfungsniveau immer weiter senken sollte
nur um die Anzahl der Funkamateure zu erhöhen. Für Arthur als
Geschäftsmann in Sachen Amateurfunk mag es zwar lukrativ sein. Aber ich
bin eher ein Befürworter von Klasse statt Masse. Und wenn man sich für
die Prüfung etwas anstrengen muss, hält man auch einige Idioten davon
fern.
Wir haben außerhalb des Amateurfunks auch genug Möglichkeiten für Leute
die keine Prüfung machen wollen: CB, PMR, Freenet, LPD/SRD.
Wobei die Möglichkeiten im CB-Funk sehr gestiegen sind: mehr Kanäle,
SSB, Selbstbauantennen, Relais.
HAM schrieb:> ich finde es einfach interessant, mit diesen Zahlen zu spielen und> selbst mit einfachsten Modellen und Annahmen bestimmte Zusammenhänge zu> erkennen.
Welche Zusammenhänge siehst Du denn so, außer, dass die Leute in vier
Jahren um vier Jahre gealtert sind?
OM Waldheini schrieb:> Ich bin allerdings nicht der Meinung, dass man die> Zugangsvoraussetzungen und das Prüfungsniveau immer weiter senken sollte> nur um die Anzahl der Funkamateure zu erhöhen.
Ich auch nicht. Ich denke nicht, dass das wirklich was bringt. Die
ursprüngliche Klasse E hat's in der Form ja auch kaum gebracht, und sie
war so amputiert, dass man sie danach "aufgebohrt" hat, aber im Gegenzug
eben auch in der Prüfung wieder ein bisschen mehr an Technik-Grundlagen
abfordert.
> Wir haben außerhalb des Amateurfunks auch genug Möglichkeiten für Leute> die keine Prüfung machen wollen: CB, PMR, Freenet, LPD/SRD.
Naja, LPD ist doch praktisch tot. PMR und Freenet als lokale
Walkie-Talkies sind hübsch, aber die Anzahl derer, die damit aktiv
irgendwas mehr machen, dürfte auch recht überschaubar sein, oder?
> Wobei die Möglichkeiten im CB-Funk sehr gestiegen sind: mehr Kanäle,> SSB, Selbstbauantennen, Relais.
Wobei aber eben ausschließlich der Amateurfunk das Sonderrecht hat, bei
mehr als 10 W EIRP seine Konformität mit den Strahlenschutz-Grenzwerten
per Selbsterklärung festzustellen. CB braucht dann eine
Standortbescheinigung. Hast du mal irgendwo einen CBler gesehen, der
sowas hat machen lassen?
OM Waldheini schrieb:> Zugangsvoraussetzungen und das Prüfungsniveau immer weiter senken
Bei technischen aspekten sollte mehr verstehen gefordert werden, nicht
weniger. Antennentheorie und praxis ist das wichtigste.
Das auswendiglernen könnte man streichen, z.b. alle landskenner und
bandgrenzen lernen macht wenig sinn und schreckt intelligente ab.
Jörg W. schrieb:> Konformität mit den Strahlenschutz-Grenzwerten> per Selbsterklärung festzustellen.
Genau das hat HF gekillt. Macht niemand, ist doof. Wir senden ja nicht
dauernd, nur am WE vielleicht mal 2 h. Warum sollen wir uns an rundfunk
grenzwerte halten müssen?
Pepe T. schrieb:> Bei technischen aspekten sollte mehr verstehen gefordert werden, nicht> weniger. Antennentheorie und praxis ist das wichtigste.> Das auswendiglernen könnte man streichen, z.b. alle landskenner und> bandgrenzen lernen macht wenig sinn und schreckt intelligente ab.
Das war bei mir der Grund die Prüfung nicht zu machen. Ich interessiere
mich für die Technik, aber habe wirklich keine Lust den ganzen Schmarrn
(den man jederzeit nachschlagen kann) auswendig zu lernen. Dafür ist mir
meine Zeit dann doch zu schade.
HAM-interessierter schrieb:> Das war bei mir der Grund die Prüfung nicht zu machen. Ich interessiere> mich für die Technik, aber habe wirklich keine Lust den ganzen Schmarrn> (den man jederzeit nachschlagen kann) auswendig zu lernen. Dafür ist mir> meine Zeit dann doch zu schade.
Na, ja, basteln ja, aber Inbetriebnehmen darfst Du dann theoretisch
nichts auf den Amateurbändern.
Mir ging es auch primär um die Technik und wollte aber auch mal was
bauen und auch benutzen...
Meine Prüfung habe ich Anfang der 80'er gemacht, für mehr als 30 BPM hat
es aber in der Morseprüfung auch nicht gereicht , habe dann damals
immerhin eine A-Lizenz bekommen (DH1AAD) ;-)
Aufgrund meines heutigen QTH's kann ich Antennenmässig nur Indoor was
machen. Ich hab eine Mag-Lopp mit 0,6m Durchmesser und einem normalen
Drehko im Zimmer und empfange mit nem Nooelc-SDR und UpConverter auf 20m
FT 8, zum Senden nutze ich Arduino und ClockGenerator , als "Endstufe"
3xBS170 und nen Tiefpass dahinter. Mit 1W hat der Drehko auch kein
Problem ....
Erstaunlich was damit alles geht ... Und , es macht Spass mit so ein
paar Bauteilen QRV zu werden.
Möchte ich nicht missen ...
Gruß Ingo, DH1AAD
Pepe T. schrieb:> Bei technischen aspekten sollte mehr verstehen gefordert werden, nicht> weniger. Antennentheorie und praxis ist das wichtigste.> Das auswendiglernen könnte man streichen, z.b. alle landskenner und> bandgrenzen lernen macht wenig sinn und schreckt intelligente ab.
Sehe ich genauso. Aber gerade die Technik würden solche Leute wie Arthur
DL2ART gerne reduzieren.
Ingo D. schrieb:> auf 20m> FT 8, zum Senden nutze ich Arduino und ClockGenerator , als "Endstufe"> 3xBS170 und nen Tiefpass dahinter. Mit 1W hat der Drehko auch kein> Problem ....
Leider ist ja FT8 zur QRO Betriebsart mutiert. Da bläst ja leider fast
jeder mit 100W raus und die schwachen Stationen werden dann ignoriert.
Pepe T. schrieb:> Warum sollen wir uns an rundfunk grenzwerte halten müssen?
Die Grenzwerte beziehen sich auf 6-Minuten-Intervalle. *) Gerade auf FM
(wo die Leistung selbst nicht moduliert wird) kannst du die schon mal
schnell zusammen bekommen. Wenn du dir sicher bist, dass du weniger
Einschaltdauer hast (bspw. kommst du mit FT8 ja maximal auf 50 %, mit CW
noch weniger), darfst du das auch hinein skalieren. Die meisten gehen
aber auf Nummer sicher und rechnen lieber mit 100 %.
*) Da sich die Grenzwerte an thermischen Effekten festmachen, ist das
auch nicht so unplausibel. Eine gewisse thermische Trägheit hat unser
Wasservolumen sicher, aber eine lokale Überhitzung bei Über-Exposition
bekommst du eben auch nicht erst nach 2 Stunden.
HAM schrieb:> dass der Amateurfunk noch in der ersten Hälfte dieses Jahrhunders> aussterben wird.
Nur, weil sich keiner für deine Statistik interessiert?
Das glaub' ich nicht so recht. :-)
Finde die Interessenten und hilf ihnen auf den Weg, das dürfte
effektiver sein.
Nun, ich mache mir wenigstens Gedanken, wie man den Amateurfunk retten
könnte und ihn für Jugendliche attraktiver gestalten könnte.
Also ich könnte mir eine Reformierung der QSL-Vermittlung vorstellen
nach folgendem Schema:
1) Elektronische QSL-Karten sind zu bevorzugen. Dazu ist ein
manipulationssicheres Verfahren nach Art einer Blockchain zur
Absicherung des QSL-Austauschs zu etablieren.
2) Für Papier-Karten sind Kontingente einzurichten.
3) Minderjährige, Schüler, Auszubildende und Studenten bis 25 Jahre
erhalten ein unlimitiertes Kontingent an QSL-Karten, die sie versenden
und empfangen dürfen. Denn als Newcommer ist faktisch jedes QSO eine
Erstverbidung und QSL-würdig. Und g3nau diese Gruppe wollen wir ja für
den Amateurfunk gewinnen!
4) Bis einschließlich 35 Jahre erhält man ein Kontingent von je 1000
QSL-Karten pro Jahr zum Senden und Empfangen. Denn in dem Alter hat man
die meisten Stationen schon Mal gearbeitet und muss nicht mehr so viele
Karten verschicken.
Immerhin sind das pro Woche immer noch 20 neue Erstverbindungen und so
viele DX-Peditionen gibt es nun wirklich nicht.
Außerdem besteht die Möglichkeit, das Kontingent kostengünstig um
weitere 2x1000 Karten aufzustocken für 100 €.
5) Für die nächsten Jahrzehnte reduziert sich das Kontingent
entsprechend in etwa binär-negativ-exponentiell, d.h. die Altersgruppe
bis einschließlich ... erhält ein Kontingent von je 2x ... QSL-Karten
pro Jahr. Das Kontingent kann natürlich um die in seiner jeweiligen
Altersklasse gültige Anzahl kostenpflichtig erweitert werden, wobei sich
natürlich der Betrag ... auch jeweils verdoppelt von Altersklasse zur
Altersklasse. Also:
* 45 Jahre; 500 Karten; 200 €
* 55 Jahre; 250 Karten; 400 €
* 65 Jahre; 125 Karten; 750 €
* 75 Jahre; 64 Karten; 1500 €
* 85 Jahre; 36 Karten; 2500 €
* 95 Jahre; 24 Karten; 3750 €
Das führt zu einer künstlichen Verknappung der Karten der älteren
Operatoren, was sie wertvoller macht und zu begehrten Sammlerobjekten
für die Jüngeren (Zum Vergleich: 10 PokeMon-Karten kosten auch mal eben
5 €!). Außerdem würde durch die überproportionalen Mehreinnahmen die
QSL-Vermittlung für die Jüngeren quersubventioniert, die Vereinskasse
entlastet und der Überschuss kann für die weitere Ausbildung von
Jugendlichen aufgewendet werden.
Denn die Oldtimer über 75 sind ja eh schon seit 60 Jahren dabei und
haben das DXCC300 Allband+Allmode längst gearbeitet und brauchen nicht
mehr so viele Karten verschicken.
6) Man könnte auch eine Art "Karma" einführen, nämlich dass das
Kontingent der älteren Altersgruppen nicht geschmältert wird, wenn sie
ihre Karten an jüngere verschicken. So könnte z.B. ein 95-Jähriger
immernoch problemlos unendlich viele Karten an Jugendliche
verschicken. (Warum nur habe ich gerade das Bild von "Herbert the
Pervert" von Family Guy vor Augen? grusel)
7) Vielfunker und DX-Peditionäre können exklusive Rahmenverträge
aushandeln, denn wer für viele Millionen €/USD eine seltene Pazifikinsel
aktiviert und "mal eben" an einem Wochenende 250.000 QSOs fährt, der
sollte es sich auch leisten können, diese Karten zu verschicken.
8) Um die QSL-Moral allgemein zu steigern, wird für jede nicht
beantwortete QSL-Karte eine Strafgebühr eingeführt, die sich jedes Mal
verdoppelt: Erste Karte nicht beantwortet - 1€; zwei Karten nicht
beantwortet - 2€; drei Karten - 4 € uws... Vgl. auch "10 Bullets" von
Tom Sachs. Die Einnahmen kommen direkt der OV-Kasse zu Gute und werden
für den nächsten Fieldday oder DX-Pedition aufgewendet.
Ich denke, damit würde man den Amateurfunk revolutionieren und endlich
attraktiver für Jugendliche machen, da sie so animiert würden, schon
möglichst früh die Lizenz zu machen und den intensiven Funkbetrieb
aufzunehmen, da sie so die maximalen Privilegien ausschöpfen könnten und
so die Bänder beleben.
HAM schrieb:> für Jugendliche attraktiver gestalten könnte.
Die "mihi" jugend hat an afu kaum interesse, und das sind 50% der
jugentlichen. Der rest wird durch antennenverordnungen und verbote
vergrault.
> Reformierung der QSL-Vermittlung> Kontingente einzurichten.
Du hast was grundsäzliches nicht kapiert. Du Troll !
HAM schrieb:> Und g3nau diese Gruppe wollen wir ja für den Amateurfunk gewinnen!
Warum die und keine andere?
Mir ist *jede/-r* Kandidat/-in recht, der/die mit Interesse daher kommt.
Papier-QSL-Karten sind eh nicht das, was unbedingt jeden interessiert.
Wer's mag, soll sie gern bekommen, wer nicht, ist auch nicht schlimm. Es
interessiert sich ja auch nicht jeder für Diplome (ich habe kein
einziges) oder Conteste. Oder für Bergfunk. Oder für QRP. …
Pepe T. schrieb:> Jörg W. schrieb:>> Konformität mit den Strahlenschutz-Grenzwerten>> per Selbsterklärung festzustellen.> Genau das hat HF gekillt. Macht niemand, ist doof. Wir senden ja nicht> dauernd, nur am WE vielleicht mal 2 h. Warum sollen wir uns an rundfunk> grenzwerte halten müssen?
Blöde frage an die Funkamateure unter euch:
Werden solche Dinge (Konformität) eigentlich kontrolliert, oder wird
sowas stillschweigend ignoriert? Solange man niemanden stört sollte das
doch gar nicht auffallen. Was mich auch immer stört ist die Pflicht zum
Führen eines Funktagebuches und übertriebene Regeln. Wozu muss ich
ständig dokumentieren mit wem ich gefunkt habe? Auch hier: Wird das
kontrolliert?
lg
HAM-Interessierter schrieb:> Werden solche Dinge (Konformität) eigentlich kontrolliert, oder wird> sowas stillschweigend ignoriert?
Die eingereichten Unterlagen werden erst einmal nur auf Plausibilität
geprüft. Aber die BNetzA darf Stichprobenkontrollen vornehmen.
> Solange man niemanden stört sollte das> doch gar nicht auffallen.
Es geht ja dabei eh nicht um Störungen, sondern um die Einhaltung der
Personenschutzgrenzwerte.
Eigentlich ist es gar nicht so schlecht, dass wir dazu gezwungen sind,
das zu tun: damit lässt es sich letztlich auch bei Nachbarn
argumentieren, die irgendwelchen "Strahlen" vielleicht skeptisch
gegenüber sind.
> Was mich auch immer stört ist die Pflicht zum> Führen eines Funktagebuches und übertriebene Regeln.
Wo lebst du?
Das ist seit 30 Jahren Geschichte. Selbst auf 6 m, wo es beim
Primärnutzer (Militär) lange Zeit Vorbehalte gab, dass es zu Störungen
kommen kann, gibt es dafür inzwischen keine Pflicht mehr. Im Laufe der
vielen Jahre, die 6 m, zuerst sehr zögerlich und nur ganz einzeln,
später flächendeckend und auch im Frequenzbereich immer weiter,
freigegeben sind, haben die offenbar gemerkt, dass das Störpotenzial
nicht relevant ist.
Jörg W. schrieb:> erst einmal nur auf Plausibilität> geprüft.
Ich denke das schaut nie jemand an. Reine alibiuebung. Ein furz eines
strahlenpanik-politikers. Bei mir in CH wurde nie gefragt und ich hab
auch nie was einreicht, trotz 80m "full size" dipol und SB220.
Und wenn würden viele mit "ich funke nur mobil" antworten :)
HAM schrieb:> 8) Um die QSL-Moral allgemein zu steigern, wird für jede nicht> beantwortete QSL-Karte eine Strafgebühr eingeführt, die sich jedes Mal> verdoppelt: Erste Karte nicht beantwortet - 1€; zwei Karten nicht> beantwortet - 2€; drei Karten - 4 € uws... Vgl. auch "10 Bullets" von> Tom Sachs. Die Einnahmen kommen direkt der OV-Kasse zu Gute und werden> für den nächsten Fieldday oder DX-Pedition aufgewendet.
Das ist ja der größte Unfug, den ich je gehört habe. QSL-Karten
interessieren mich überhaupt nicht, schon gar nicht solche aus Papier.
Ich meide sowas so gut es geht. Der soziale Druck, welche zu verschicken
ist schon heute viel zu hoch. Wenn es dann noch Strafgebühren bei
Nichtversenden gibt, bin ich endgültig weg vom Amateurfunk. Warum sollte
man jemanden zwingen QSL-Karten (auf Papier oder elektronisch) zu
verwenden? Wer welche nutzen will, soll es tun, wer nicht will, soll es
sein lassen. Immer mehr sinnlose Regelungen schaden dem Amateurfunk nur.
Jörg W. schrieb:> HAM-Interessierter schrieb:>> Werden solche Dinge (Konformität) eigentlich kontrolliert, oder wird>> sowas stillschweigend ignoriert?>> Die eingereichten Unterlagen werden erst einmal nur auf Plausibilität> geprüft. Aber die BNetzA darf Stichprobenkontrollen vornehmen.>>> Solange man niemanden stört sollte das>> doch gar nicht auffallen.>> Es geht ja dabei eh nicht um Störungen, sondern um die Einhaltung der> Personenschutzgrenzwerte.>> Eigentlich ist es gar nicht so schlecht, dass wir dazu gezwungen sind,> das zu tun: damit lässt es sich letztlich auch bei Nachbarn> argumentieren, die irgendwelchen "Strahlen" vielleicht skeptisch> gegenüber sind.>>> Was mich auch immer stört ist die Pflicht zum>> Führen eines Funktagebuches und übertriebene Regeln.>> Wo lebst du?>> Das ist seit 30 Jahren Geschichte. Selbst auf 6 m, wo es beim> Primärnutzer (Militär) lange Zeit Vorbehalte gab, dass es zu Störungen> kommen kann, gibt es dafür inzwischen keine Pflicht mehr. Im Laufe der> vielen Jahre, die 6 m, zuerst sehr zögerlich und nur ganz einzeln,> später flächendeckend und auch im Frequenzbereich immer weiter,> freigegeben sind, haben die offenbar gemerkt, dass das Störpotenzial> nicht relevant ist.
ah Danke für die Rückmeldung!
Ich denke das Problem mit den Nachbarn ist, dass man von vornherein
aufpassen muss, dass die Antenne nicht als solche erkennbar ist. Man
will ja (auch wenn man im Recht ist) ein gutes Verhältnis zu seinen
Nachbarn erhalten. Ich würde da vermutlich einfach einen "Fahnenmast"
oder ein Vogelhäuschen oder eine etwas lange "Kletterpflanze"
aufstellen. Ich denke mit etwas Kreativität ist da schon was machbar.
:-)
Wenn ich den Platz hätte, würde ich mir ev. schon mal überlegen eine
Prüfung abzulegen. Momentan spricht einfach noch zuviel dagegen.
HAM-Interessierter schrieb:
> Werden solche Dinge (Konformität) eigentlich kontrolliert, oder wird> sowas stillschweigend ignoriert?
Es gibt genug Nachbarn, die sich durch jedes Stück Draht gefährdet
sehen. Die schwärzen den Funkamateur dann bei Polizei und Behörden an.
Dann kommen schnell mal Nachfragen von der BNetzA.
HAM schrieb:> Die Boomer> sterben halt langsam aus.
Genau dieses Geschwätz kann ich nicht mehr hören. Es ist dämlich,
dämlich, dämlich!
Die "geburtenstarken Jahrgänge", womit "Boomer" gemeint sind (von
Babyboom) sind in den 60er Jahren (eher sogar die zweite Hälfte davon)
zu verorten.
Die Lebenserwartung dieser "Generation" liegt bereits bei über 80
Jahren. Rentner ist da auch noch keiner (jetzt).
Aber welch dämliches Millenial kann schon rechnen?
HAM-Interessierter schrieb:> Ich denke das Problem mit den Nachbarn ist, dass man von vornherein> aufpassen muss, dass die Antenne nicht als solche erkennbar ist.
Kann ich nicht bestätigen. Ich finde es gut, dass meine Nachbarn wissen,
was ich da mache, dann können sie auch mit 40 m Draht quer übern Hof
leben. "Tarnantennen" sind immer irgendwie Kompromisse (bei Kurzwelle zu
kurz, bei VHF+ nicht mit dem nötigen Gewinn). Dafür konnte ich auch
erfolgreich gegen eine Powerline-Verbindung von oben in den Keller
Einwände vortragen, und stattdessen liegt da nun ein ordentliches
Ethernet-Kabel. Win-Win: da kommt auch problemlos die gewünschte
Bandbreite unten an.
Wenn mal was elektronisches nicht funktioniert, wissen sie dann eben
auch, wo sie einen finden, das finde ich in Ordnung.
HAM-Interessierter schrieb:> Ich denke das Problem mit den Nachbarn ist, dass man von vornherein> aufpassen muss, dass die Antenne nicht als solche erkennbar ist. Man> will ja (auch wenn man im Recht ist) ein gutes Verhältnis zu seinen> Nachbarn erhalten. Ich würde da vermutlich einfach einen "Fahnenmast"> oder ein Vogelhäuschen oder eine etwas lange "Kletterpflanze"> aufstellen. Ich denke mit etwas Kreativität ist da schon was machbar.> :-)
Genau so siehts aus. Diese Tarnantennen bedeuten aber schon sehr große
Einschränkungen. Ähnlich wie der Betrieb Indoor, der immer verbreiteter
wird. FT8 machts möglich.
Selbst portabel mit langem Draht oder GFK-Mast ist ja ein Problem, da es
immer mehr Leute gibt, die das verbieten wollen und gleich Ärger machen.
Pech wenn man in dicht besiedelten Ballungsräumen wohnt.
HAM schrieb:> Das flächengrößere Frankreich oder die wohlhabende Schweiz haben viel> weniger Funkamateure.
Weil die Leute da nicht der völlig verblödeten deutschen Spießerei
unterliegen. Was Amateurfunk sein soll erschließt sich dem normalen
Menschen nicht. Rufzeichen durch eine Behörde, QSL-Karten, sowas kann
man in Zeiten von Internet nur staunend beobachten und sich Fragen wie
man auf solch einen Formalismus kommen kann. Das ist Dackelverein ohne
Stammtisch, womit das ganze keinen Sinn gibt.
Jörg W. schrieb:> Wenn mal was elektronisches nicht funktioniert, wissen sie dann eben> auch, wo sie einen finden, das finde ich in Ordnung.
Und offiziell darfst du ja nur batteriebetriebene Geräte reparieren,
wenn du keine offizielle Elektrofachkraft bist. Auch wird das Reparieren
von Geräten immer schwieriger (die Hersteller wollen es so) und es gibt
auch immer weniger Funkamateure mit dazu notwendigen Kompetenzen.
Nichtverzweifelter schrieb:> Die "geburtenstarken Jahrgänge", womit "Boomer" gemeint sind (von> Babyboom) sind in den 60er Jahren (eher sogar die zweite Hälfte davon)> zu verorten.
Nein, '56 - '65
https://de.wikipedia.org/wiki/Pillenknick
Mittlerweile sollte das bekannt sein. Auch wenn schon einige Mitbürger
der älteren Jahrgänge verstorben sind und dadurch diese Jahrgänge
ausgedünnt wurden, ändert das nichts an den historischen Geburtenzahlen.
Nichtverzweifelter schrieb:> Rentner ist da auch noch keiner (jetzt).
Auch das ist unrichtig.
OM schrieb:> Und offiziell darfst du ja nur batteriebetriebene Geräte reparieren,> wenn du keine offizielle Elektrofachkraft bist.
Erstens bin ich das formal, zweitens spielt die Niederspannungsseite
meist überhaupt keine Rolle (und wird oft in ein Steckernetzteil
ausgelagert).
> Auch wird das Reparieren> von Geräten immer schwieriger
Man kann natürlich auch immer über alles lamentieren. Bringt uns das
irgendwie weiter?
Jörg W. schrieb:> Man kann natürlich auch immer über alles lamentieren. Bringt uns das> irgendwie weiter?
Und man kann auch arrogant im Forum auftreten und sich dann über
Umgangsformen und Getrolle wundern.
OM schrieb:> Und man kann auch arrogant im Forum auftreten
Was ist daran "arrogant", wenn ich mich an diesem
Dauer-Pessimismus-Verbreiten störe? "Darf man nicht machen", "darf man
den Nachbarn nicht erzählen", "immer schwerer" usw. usf.
Das, was ich hier schreibe, tu ich auch: meine Nachbarn wissen, dass 'ne
Antenne auf dem Dach ist, ich repariere Dinge, die reparabel sind, ich
lasse auf öffentlichen Veranstaltungen Publikum jeder Altersklasse Dinge
löten, um sie an Technik zu interessieren. Sicher kann ich nicht jedem
alles Recht machen, aber ich kann es zumindest versuchen.
Das ist es, was ich meinte:
So lange deutsche Funkamateure sich lieber gegenseitig selbst
zerfleischen, statt diese Energie in Ausbildung von Jugendlichen zu
stecken, braucht man sich nicht wundern, dass die Zahlen so aussehen,
wie sie aussehen.
Jörg W. schrieb:> Das, was ich hier schreibe, tu ich auch: meine Nachbarn wissen, dass 'ne> Antenne auf dem Dach ist, ich repariere Dinge, die reparabel sind, ich> lasse auf öffentlichen Veranstaltungen Publikum jeder Altersklasse Dinge> löten, um sie an Technik zu interessieren. Sicher kann ich nicht jedem> alles Recht machen, aber ich kann es zumindest versuchen.
Ich finde Deinen Ansatz gut! Ich wollte auch nichts schlecht machen.
Vermutlich hängt es auch einfach von der Umgebung ab in der man wohnt.
Und das eigene Verhalten (offenes, freundliches Auftreten und pro
aktives auf die Leute zu gehen) ist sehr wichtig.
Ich finde die Funktechnik einfach sehr spannend. Leider hat mich das
Auswendiglernen der vielen Landeskenner, Regeln, Bandgrenzen und so
weiter etwas abgeschreckt, da dies Dinge sind, welche man im Prinzip ja
einfach nachschlagen kann. Ich denke viele alte HAMs haben da auch
vieles wieder vergessen und kommen dennoch klar.
HAM-Interessierter schrieb:> Und das eigene Verhalten (offenes, freundliches Auftreten und pro> aktives auf die Leute zu gehen) ist sehr wichtig.
Ich denke, dass das ein sehr wesentlicher Faktor ist.
> Ich finde die Funktechnik einfach sehr spannend. Leider hat mich das> Auswendiglernen der vielen Landeskenner, Regeln, Bandgrenzen und so> weiter etwas abgeschreckt, da dies Dinge sind, welche man im Prinzip ja> einfach nachschlagen kann.
Ja, stimmt schon, aber ein paar Grundlagen sollte man auch da "intus"
haben. Wenn dir jemand eine 73 schickst, solltest du nicht erst
nachlesen müssen, dass er dir einen Gruß geschickt hat. ;-) Die Grenzen
der Bänder, auf denen man arbeitet, kennt man eigentlich auch, die
vieler anderer eher nicht.
Jörg W. schrieb:> HAM-Interessierter schrieb:>>> Und das eigene Verhalten (offenes, freundliches Auftreten und pro>> aktives auf die Leute zu gehen) ist sehr wichtig.>> Ich denke, dass das ein sehr wesentlicher Faktor ist
Natürlich ist das wichtig und richtig. Ist in sehr vielen Fällen
trotzdem erfolglos.
Mit dem Begriff Funkamateur oder Amateurfunker kann heutzutage kaum noch
jemand auf der Straße etwas anfangen.
Bei einer Umfrage würden geschätzte 95% der Gefragten sicher antworten:
Was iss´n das?
Ein paar Ältere würden eventuell sagen: Sind das diese CB-Funk Spinner?
....und die wenigen, die sich noch daran erinnern was ein Funkamateur
ist, würden vielleicht fragen: Braucht man das heute noch?
Das ist der Lauf der Zeit und so wie wir selbst gerade an unserer
Tastatur sitzen und uns im Internet unterhalten, statt es an der
Funkstation zu tun und unserem Hobby zu frönen, tragen wir selbst dazu
bei, daß dieses Hobby in der Bedeutungslosigkeit verschwindet.
Nur in einem kleinen gallischen Dorf....
Jörg W. schrieb:> Wenn mal was elektronisches nicht funktioniert, wissen sie dann eben> auch, wo sie einen finden, das finde ich in Ordnung.
Das problem ist dass man damit für sämtliche elektrischen probleme der
nachbarn verantwortlich wird. Wenn's die sicherung raushaut, der TV
streikt oder der PC fehlkonfiguriert ist, die alleinerziehende frau
beschuldigt dann den afu-nachbar und dieser soll das richten.
Pepe T. schrieb:> beschuldigt dann den afu-nachbar und dieser soll das richten.
Und natürlich soll alles kostenlos sein und sofort erledigt werden,
maximal für einen lauwarmen Kaffee.
Phasenschieber S. schrieb:> Mit dem Begriff Funkamateur oder Amateurfunker kann heutzutage kaum noch> jemand auf der Straße etwas anfangen.
Genau so isses leider.
Aber auch schon 199x gab es hauptsächlich nur E-Technik Studenten und
Ingenieure die wussten was Amateurfunk ist.
> Bei einer Umfrage würden geschätzte 95% der Gefragten sicher antworten:> Was iss´n das?
Genau. Vielleicht auch 97%.
> Ein paar Ältere würden eventuell sagen: Sind das diese CB-Funk Spinner?
Genau so. Die meisten kennen keinen Unterschied zwischen CB- und
Amateurfunk
> ....und die wenigen, die sich noch daran erinnern was ein Funkamateur> ist, würden vielleicht fragen: Braucht man das heute noch?
Ja leider.
Den Neueinsteigen wird es aber auch ganz schön schwer gemacht, ähnlich
wie bei mir 1993. Man braucht da ein sehr dickes Fell und große
Leidensfähigkeit. Ich habe mein Ding durchgezogen und damals zum
Widerwillen vieler OMs einfach Packet-Radio (angeblich das Ende des
Amateurfunks) und später auch PSK31 betrieben und somit sogar einen
Computer im Shack benutzt. Da wurde ich schon irgendwie wie ein
Aussätziger angeguckt. Aber mir war das egal.
Nothing has changed!
Als ich Mitte der 60er Jahre zum Amateurfunk gestoßen bin, habe die
Prüfung 1969 abgelegt, saßen da ebenfalls, wie heute, fast nur alte
Männer in den OV-Abenden und alle von mir vorgetragenen, geplanten
Projekte wurden als Spinnerei abgetan.
Die waren nur mitsichselbst beschäftigt; der DARC war gerade dabei seine
Zentrale in Baunatal zu planen, "Bausteine", sowas wie Anteilscheine,
wurden verkauft, um Mitglied zu werden wurde eine stramme Aufnahmegebühr
verlangt.
Dieses elitäre Gehabe hat mich dazu bewogen, den Verein schnellstmöglich
wieder zu verlassen.
Das alles schreibe ich jetzt nur, um zu zeigen, daß der Abstieg des
Amateurfunks keine neuzeitliche Erscheinung ist, die Sargnägel wurden
schon damals geschmiedet.
Phasenschieber S. schrieb:> Dieses elitäre Gehabe hat mich dazu bewogen, den Verein schnellstmöglich> wieder zu verlassen.
Wie war das zu dieser Zeit in den 70ern ohne DARC-Mitgliedschaft mit der
QSL-Vermittlung? Oder hast du nichts mit QSL-Karten gemacht? Ich fand
das als das lästigste im Amateurfunk und habe es vermieden so gut es
ging.
Phasenschieber S. schrieb:> Das alles schreibe ich jetzt nur, um zu zeigen, daß der Abstieg des> Amateurfunks keine neuzeitliche Erscheinung ist, die Sargnägel wurden> schon damals geschmiedet.
Das beruhigt mich, dass Ältere eine ähnliche Erfahrung gemacht haben wie
ich.
Phasenschieber S. schrieb:> den Verein schnellstmöglich> wieder zu verlassen.
Die kotzbrokendichte ist bei den grossen vereinen erheblich. Nicht nur
in DE.
Die gleiche leute die uns damals den ersten CH echolink repeater auf
70cm verbieten wollten haben 2 jahre später auch auf echolink
umgestellt.
Später dann beim digitalen sstv auf HF dasselbe drama. Kotzbrocken!
Ich denke man kann ja auch auf die Vereinsmitgliedschaft verzichten und
sich einfach so mit der Technik beschäftigen. Vereine mit vielen alten,
weißen und deutschen Männern sind nunmal "speziell". Das man sich da als
junger Mensch nicht unbedingt wohlfühlt liegt auf der Hand.
:-)
Otto schrieb:> Wie war das zu dieser Zeit in den 70ern ohne DARC-Mitgliedschaft mit der> QSL-Vermittlung?
Jeder OV hatte einen sogenannten QSL-Manager, das war meist der jüngste
und das neueste Mitglied, denn der Job war mit Arbeit verbunden;
einsammeln, versenden und verteilen der angekommenen Karten, was niemand
der "alten" Herren wirklich machen wollte.
Ichselbst war an diesen Karten spätestens dann nicht mehr interessiert,
als ich nichtmehr wusste wohin mit all diesen Karten. Die standen dann
im Keller neben all den Sanella-Bildchen die man damals gesammelt hat.
Die schönsten aller Sammelobjekten waren damals die Anstecknadeln der
Autobauer :-)
Contests und ähnliches haben mich nie interessiert.
Von daher hatte ich also keinen Bedarf einer Clubmitgliedschaft und so
ist es bis heute geblieben.
Otto schrieb:> Den Neueinsteigen wird es aber auch ganz schön schwer gemacht, ähnlich> wie bei mir 1993.
Ah ja, weil es früher bei dir so war, muss es heute auch noch so sein?
Seltsame Logik …
Man konnte übrigens auch 1993 schon problemlos einfach zur
entsprechenden Behörde gehen (BAPT hieß sie damals, glaub ich) und eine
Prüfung ablegen. Die Fragenkataloge waren schon immer öffentlich, eine
Vereinsmitgliedschaft musstest du nicht vorweisen.
Jörg W. schrieb:> Otto schrieb:>> Den Neueinsteigen wird es aber auch ganz schön schwer gemacht, ähnlich>> wie bei mir 1993.>> Ah ja, weil es früher bei dir so war, muss es heute auch noch so sein?
Muss nicht. Es ist aber oft so.
> Man konnte übrigens auch 1993 schon problemlos einfach zur> entsprechenden Behörde gehen (BAPT hieß sie damals, glaub ich) und eine> Prüfung ablegen. Die Fragenkataloge waren schon immer öffentlich, eine> Vereinsmitgliedschaft musstest du nicht vorweisen.
Habe ich nicht bestritten.
Es wäre aber schön gewesen, wenn man als junger Mensch von den Alten im
OV etwas Unterstützung und Hilfestellung in Sachen Elektronik und
Antennenbau bekommen hätte und auch mal neue Technik gemeinsam
ausprobiert hätte, anstelle von Anfeindungen (weil man böse
Digitaltechnik verwenden wollte), und nicht alles für sich selber neu
hätte erfinden müssen. Das Internet war noch nicht so weit wie heute und
es gab da nicht zu fast allen Themen Informationen.
Phasenschieber S. schrieb:> Otto schrieb:>> Wie war das zu dieser Zeit in den 70ern ohne DARC-Mitgliedschaft mit der>> QSL-Vermittlung?>> Jeder OV hatte einen sogenannten QSL-Manager, das war meist der jüngste> und das neueste Mitglied, denn der Job war mit Arbeit verbunden;> einsammeln, versenden und verteilen der angekommenen Karten, was niemand> der "alten" Herren wirklich machen wollte.
Das gilt doch aber nur für Mitglieder.
Jörg W. schrieb:> Man konnte übrigens auch 1993 schon problemlos einfach zur> entsprechenden Behörde gehen (BAPT hieß sie damals, glaub ich) und eine> Prüfung ablegen.
Hab ich auch so gemacht. Für die HB3 (CH DO) hab ich eine schule
besucht, für die HB9 danach nicht mehr. Einfach selbstgemacht, mit einer
ganzen gruppe von HB3, ohne USKA, ohne schule.
USKA (der CH DARC) war ich nur ein jahr mitglied. Die interessanten
leute wie den PLX oder den ZBZ hat man über gemeinsame interessen
kennengelernt, nicht über die vereine.
Otto schrieb:> Es wäre aber schön gewesen, wenn man als junger Mensch von den Alten im> OV etwas Unterstützung und Hilfestellung in Sachen Elektronik und> Antennenbau bekommen hätte und auch mal neue Technik gemeinsam> ausprobiert hätte
Tja. Bei uns war der damalige OV-Vorsitzende der erste, der in Packet
Radio QRV war … (ich war in der Zeit eher inaktiv, insofern habe ich das
nie groß gemacht). FT8 hat mittlerweile fast jeder mal ausprobiert, ich
glaube, einen einzigen gibt es, der das nicht machen möchte. Ansonsten
haben selbst die "Alten Herren" (denen man in Foren wie diesem gern
"Digital-Feindlichkeit" unterstellt) halt entdeckt, dass sie damit in
der Lage sind, selbst mit irgendwelchen Behelfsantennen überhaupt mal
QSOs zu machen. PSK31 scheint durch FT8 ziemlich verdrängt zu sein – ich
persönlich finde das schade, aber andererseits bestanden die meisten
PSK-QSOs am Ende auch nur aus ein paar abgespulten Makros und eher nicht
aus persönlichen Worten.
Otto schrieb:> Das gilt doch aber nur für Mitglieder.
Ja klar, ich war ja auch eines, allerdings nicht allzulange.
Deshalb schrieb ich ja:
Phasenschieber S. schrieb:> Dieses elitäre Gehabe hat mich dazu bewogen, den Verein schnellstmöglich> wieder zu verlassen.
Aber jetzt mal weg von mir, ichselbst bin völlig unwichtig, ich will ja
nur darauf hinweisen, daß der Verein selbst, so ziemlich alles falsch
gemacht hat was man nur falsch machen kann um Mitglieder zu werben und
vor allem auch zu halten.
Das war vor 60 Jahren schon so und ist heute immernoch so.
Ich würde jetzt zwar noch nicht den Grabgesang anstimmen, das Hobby kann
ja, Gott sei Dank, nichtnur als DARC-Mitglied betrieben werden, jedoch
ist der Abwärtstrend deutlich zu sehen und gerade die, die an einer
Fortführung höchst interessiert sein sollten, suhlen sich in
Wohlgefallen und Nichtstun.
Jörg W. schrieb:> PSK31 scheint durch FT8 ziemlich verdrängt zu sein
Ich versuche, jedes Jahr eine neue Betriebsart auszuprobieren, und 2012
war das bei mir PSK31. Ich fand die Makro-Abspulerei ziemlich blöd. Ich
habe Maschinenschreiben gelernt, und bin bei PSK31 unterfordert - ich
finde, da ist FT8 schon ehrlicher. Da verzichtet man auf die
Höflichkeitsfloskeln aus dem Makro gleich ganz.
FT8 habe ich 2018 oder 2019 ausprobiert. Ich war enttäuscht, weil ich
die lt. Literatur gegebenen Reichweitenvorteile gegenüber CW nicht in
der Praxis erlebt habe. Ich hatte in dem Jahr knapp 70 DXCC-Gebiete in
FT8 gemacht, aber da war keins dabei, das ich nicht schon vorher in CW
gearbeitet hatte. Ich hatte erwartet, dass mit FT8 neue Gebiete möglich
wären. Es gab damals im Funkamateur einen Artikel, der mathematisch
darlegte, warum FT8 die überlegene Betriebsart sei. Habe ich nicht
gesehen. Kann das jemand bestätigen oder erklären?
73
OM
Wenn du 'ne gute Antenne hast und gut CW kannst und ein schmales Filter
für CW hast, kannst du damit einiges erreichen.
Wenn du irgendwas davon nicht hast, ist FT8 dem überlegen.
Kommt hinzu, dass ich natürlich all die DXer verstehen kann, die da zu
Hause sind und keine Lust haben, sich den Pile-Up-Stress mit CW (oder
SSB) anzutun, sondern stattdessen nebenbei ein paar FT8-QSOs abspulen
und sich im Sessel zurücklehnen. Diese Leute erreichst du dann
naturgemäß gar nicht per CW.
Jörg W. schrieb:> Wenn du 'ne gute Antenne hast und gut CW kannst und ein schmales Filter> für CW hast, kannst du damit einiges erreichen.
Also ich arbeite aus einer Großstadt und habe zwei Kelemen-Dipole auf
dem Dach (10/15/20/40 und WARC), und einen selbstgebautne 6m-Dipol. Ich
würde das jeztt nicht "gute Antenne" nennen. Ich habe einen CW-Filter.
OM schrieb:> Ich würde das jeztt nicht "gute Antenne" nennen.
Im Vergleich zu dem, was viele andere haben, ist das gut.
Ich denke, dass sich ein Teil der Popularität von FT8 eben daraus
erklären lässt, dass man damit praktisch mit jedem etwas längeren
„nassen Schnürsenkel“ überhaupt irgendwelche Verbindungen hinbekommen
kann.
Jörg W. schrieb:> Otto schrieb:>> Den Neueinsteigen wird es aber auch ganz schön schwer gemacht, ähnlich>> wie bei mir 1993.>> Ah ja, weil es früher bei dir so war, muss es heute auch noch so sein?
Es muss garnix. Aber heute ist der Altersdurchschnitt noch höher.
Dadurch wird es wohl nicht besser. Und da es heute noch 40jährige
Männer, selbst mit technischen Berufen wie Elektriker gibt, die keinen
Computer bedienen können, sieht es in den meisten OVs nicht gut aus.
Wobei die ganz Blöden werden die Afu-Prüfung nicht bestehen. Eine
Berufsausbildung besteht hingegen nahezu jeder, auch wenn manchmal erst
im dritten Anlauf. Also auch ein Grund, das Niveau der Afu-Prüfung nicht
zu senken.
Phasenschieber S. schrieb:> ich will ja> nur darauf hinweisen, daß der Verein selbst, so ziemlich alles falsch> gemacht hat was man nur falsch machen kann um Mitglieder zu werben und> vor allem auch zu halten.> Das war vor 60 Jahren schon so und ist heute immernoch so.
volle Zustimmung!
Jörg W. schrieb:> Ich denke, dass sich ein Teil der Popularität von FT8 eben daraus> erklären lässt, dass man damit praktisch mit jedem etwas längeren> „nassen Schnürsenkel“ überhaupt irgendwelche Verbindungen hinbekommen> kann.
Ja richtig und es ist eben faszinierend was mit FT8 möglich ist. Obwohl
auch da teilweise eine Materialschlacht wie auf SSB geführt wird und die
schwachen Stationen ignoriert werden. Die Bevölkerungsdichte wird immer
höher, man sitzt den Nachbarn dicht auf der Pelle und immer weniger
Leute haben ein eigenes Grundstück wo sie Antennen aufbauen können. In
einem Mehrfamilienwohnklo bleibt da nur etwas unauffälliges auf dem
Balkon, oder Indoor. Dazu kommt, dass man mit FT8 vom Quasselfunk
verschont bleibt. Gut, das könnte man auch mit cw erreichen.
Peter schrieb:> Und da es heute noch 40jährige Männer, selbst mit technischen Berufen> wie Elektriker gibt, die keinen Computer bedienen können, sieht es in> den meisten OVs nicht gut aus.
Es geht halt nichts über ein gut gepflegtes Vorurteil.
Jörg W. schrieb:> Peter schrieb:>> Und da es heute noch 40jährige Männer, selbst mit technischen Berufen>> wie Elektriker gibt, die keinen Computer bedienen können, sieht es in>> den meisten OVs nicht gut aus.>> Es geht halt nichts über ein gut gepflegtes Vorurteil.
Es geht nichts über eigene Erfahrungen. Ich habe leider mit solchen
Elektrikern beruflich zu tun. Heute gibt es ja leider keine
Einstellungstests mehr. Es wird einfach jeder genommen, der ein Papier
vorzeigen kann, egal wo er es her hat.
Peter schrieb:> Es geht nichts über eigene Erfahrungen.
Dann solltest du aber nicht den Fehler machen, von einer
Stichprobengröße von 1 (oder einigen wenigen) auf die Grundgesamtheit zu
schließen.
OM schrieb:> 2012 war das bei mir PSK31.>> FT8 habe ich 2018 oder 2019 ausprobiert.
Dann sind Sie aber ziemlich spät dran. Zu diesem Zeitpunkten hatten die
jeweiligen Betriebsarten schon ihren Zenith überschritten.
> Ich habe Maschinenschreiben gelernt, und bin bei PSK31 unterfordert
Da hätten Sie auch auf PSK63 oder PSK125 ausweichen können. Damit hätten
Sie vielen OPs einen Gefallen getan, da diese Modi immer
unterrepräsentiert waren und Sie ihnen so wichtige Punkte für Diplome
hätten verschaffen können.
Das Chatten in den PSK-Betreiebsarten war aber wirklich cool, da man ja
jeden beliebigen Klartext übertragen konnte.
Ich meine, es gibt eine modifizierte Version von FT8 (JS8Call?), mit der
man auch chatten oder zumindest eine Art SMS übertragen kann. Soll wohl
bei den CB-Funkern ziemlich populär sein. In AFU-Kreisen habe ich davon
noch nichts gehört :-(
Sie sind von FT8 enttäuscht, weil Sie daran Erwartungen gestellt haben,
die es gar nicht erfüllen kann: FT8 ist keine
'Long-Distance'-Betriebsart sondern eine für 'Weak-Signal'.
Mathematisch ist es tatsächlich CW überlegen, da es bis zu einem SNR von
-24 dB sicher dekodiert.*) Und zwar innerhalb eines Phonie-Kanals von
ca. 2,4 kHz, wo man bewusst breitbandiges "Noise" in Kauf nimmt (ein
FT8-Kanal ist ja nur rund 50 Hz breit) zu Gunsten des Dekodierens von
allen Stationen gleichzeitig und eines Frequenzmultiplex', der ein
explizites Designziel von FT8 ist.
Erstaunlicherweise tun sich viele OPs mit diesem Frequenzmultiplex
schwer und wechseln dann auf die eigene Frequenz, wenn sie angerufen
werden und verfolgen einen dann sogar, wenn man wieder die Frequenz
ändert. - Dabei gibt es so gute Tutorials in allen möglichen Sprachen!
Auch ein gewisser Robot zeigt(e) dieses Verhalten, wenn mit der
Standard-Konfiguration betrieben ;-)
Als ich FT8 probiert habe (2017?) hatte ich innerhalb eines Wochenendes
per Hand die 100 DXCCs und einige Dutzend Diplome zusammen an einigen
Metern Litze vom Dachfenster zum Holzzaun + Tuner runter.
Selbst beim WAG in Sonnenfleckenmaximum habe nicht mal ansatzweise die
100 DXCCs geschafft mit dem selben Transceier an einem abgestimmten
Dipol und das obwohl man da als DL-Station "Wanted" war.
> Es gab damals im Funkamateur einen Artikel, der mathematisch> darlegte, warum FT8 die überlegene Betriebsart sei. Habe ich nicht> gesehen. Kann das jemand bestätigen oder erklären?
Hier wird ein bisschen an der mathematischen Oberfläche gekratzt:
https://physics.princeton.edu/pulsar/k1jt/FT4_FT8_QEX.pdf
Wie gesagt, FT8 ist eine Übertragungsart für schwache Signale und war
perfekt, um die Durststrecke des letzten Sonnenflecken-Minimums zu
überbrücken.
Jetzt, wo allmählich die Bedingungen wieder besser werden, hat es
langsam sein Pulver verschossen, da die Signale nicht mehr 'weak' sind
sondern immer stärker werden.
Immer öfter beobachte ich, wie eine Station, die "bunt" ist (also noch
nicht von mir gearbeitet wurde) auf meine Anrufe nicht reagiert, weil
wahrscheinlich bei ihr der komplette Wasserfall voll ist mit dicken
roten Balken und mein Signal in diesem Noise untergeht und deutlich
weniger als -25 dB hat**).
Vermutung: Vielen OPs ergeht es wahrscheinlich ähnlich, worauf sie aus
Frust die Sendeleistung weiter erhöhen und es so den anderen Stationen
noch schwieriger machen, was zu einer positiven Mitkopplung führt.
Statt QRO wäre hier eine LeistungsREDUZIERUNG ALLER STAIONEN die
richtige Starategie.
Im nächsten Schritt dann ein adaptiver Bitloading-Algorithmus, der bei
starken Signalen eine effizientere Codierung mit weniger Redundanz
verwendet und durch höhere Bandbreite die Kanalzugriffszeit reduziert
und somit die Kollisionswahrscheinlichkeit verringert, wodurch die
Kanalkapazität effektiver ausgenutzt wird.
Naja, Joe Taylor hat ja noch rund 6 Jahre Zeit, uns mit der nächsten
Erfindung zu beglücken.
Jörg W. schrieb:> Wenn du 'ne gute Antenne hast und gut CW kannst und ein schmales Filter> für CW hast, kannst du damit einiges erreichen.
Eben, bei starken Signalen und guten Ausbreitungsbedingungen schafft man
auch in "FM" ordentlich was weg. Wenn aber der Übertragungspfad "zu
scheint" und nur mit AWGN vor sich hinrauscht, dann kratzen die
Betriebsarten aus der WSJT-Familie noch das letzte dB zusammen.
Mittlerweile wird dank der WSPR-Baken regelmäßig von transatlantischen
und transäquatorialen Verbindungen auf 2 m berichtet und das immer noch
in Zeiten schwacher Sonnenaktivität. Damit wird ein weiterer wertvoller
Beitrag zum Verständnis der Ionospährenphysik geleistet, wodurch z.B.
die Rolle des geomagnetischen Äquators und der südatlantischen Anomalie
wieder in den Fokus rückt. Einfach mal regelmäßig in den Blog von EI7GL
reinschauen, wenn man sich für die Porpagation über 30 MHz interessiert:
https://ei7gl.blogspot.com/
Hätte man vor 10...15 Jahren behauptet, man könne auf 2 m (ohne
Satelliten) über den Atlantik funken, wäre man als Ketzer verlacht
worden!
Ich freue mich schon sehr, wenn man (vielleicht noch in diesem
Jahrzehnt?) solche Ausbreitungsstudien auf dem Mars durchführen wird,
weil sie sich vermutlich komplett von den irdischen
Ausbreitungsbedingungen unterscheiden wird: Die Sonneneinstrahlung ist
geringer, das Magnetfeld ist schwächer und anders geformt, die
Atmosphäre ist dünner und hat eine andere Zusammensetzung (praktisch nur
CO2 und kein Stickstoff).
Peter schrieb:> Und da es heute noch 40jährige> Männer, selbst mit technischen Berufen wie Elektriker gibt, die keinen> Computer bedienen können, sieht es in den meisten OVs nicht gut aus.
Gerüchten zufolge sollen die meisten Jugendlichen keinen eigenen Rechner
und E-Mail-Adresse haben. So sollen in den letzten beiden Jahren
vermehrt Referate auf dem Tablet oder Smartphone getippt worden sein und
per Whats-App an den Lehrer geschickt worden sein.
Das nächste Klischee bitte :-p
*) Ich hatte schon öfters sogar QSOs, die sogar bei -25 dB SNR
zuverlässig und im ersten Durchgang einwandfrei abgewickelt wurden.
Andererseits hatte ich auch schon bei einstelligem SNR Fehldecodierungen
und es kamen viel zu lange Phantasie-Rufzeichen raus, die zwar
vielleicht von ihrer Entropie "maximum likely" waren, aber trotzdem
falsch. Da ist dann der Algorithmus zwischen den Ohren ausnahmsweise mal
im Vorteil.
**) Oder auch hier mal wieder der Robot falsch konfiguriert wurde, aber
ich unterstelle keine Bösartigkeit.
Jörg W. schrieb:> Peter schrieb:>> Es geht nichts über eigene Erfahrungen.>> Dann solltest du aber nicht den Fehler machen, von einer> Stichprobengröße von 1 (oder einigen wenigen) auf die Grundgesamtheit zu> schließen.
Meine Stichprobe ist wesentlich größer als 1 und ich habe damit niemals
auf die Grundgesamtheit geschlossen. Du solltest wirklich an deinem
Leseverständnis arbeiten.
Peter schrieb:> ich habe damit niemals auf die Grundgesamtheit geschlossen.
"sieht es in den meisten OVs nicht gut aus" – das impliziert für mich
sehr wohl, dass du, von was auch immer einer Stichprobe, auf zumindest
einen großen Teil schließt.
Die letzten Personen, die ich kenne, die keinen Computer benutzt haben,
waren meine Eltern, aber die sind jetzt schon ein paar Jahre tot (und
haben dabei ein gutes Alter erreicht). Ansonsten fällt mir spontan
niemand ein, der auf deinen Pessimismus auch nur ansatzweise passen
würde.
HAM schrieb:> Nun, ich mache mir wenigstens Gedanken, wie man den Amateurfunk> retten> könnte und ihn für Jugendliche attraktiver gestalten könnte.>> Also ich könnte mir eine Reformierung der QSL-Vermittlung vorstellen> nach folgendem Schema:>
LOL. Das alles schreckt mögliche newbies mehr ab als die alten Männer
die noch Funken.
Selbst mich würde das abschrecken, das ist einfach nur ungequirlter
Mist.
Das ganze soll Spass machen, "SPASS". Du verstehen? Unter vorgaben, aber
die kann man auch einhalten.
Otto schrieb:> Habe ich nicht bestritten.> Es wäre aber schön gewesen, wenn man als junger Mensch von den Alten im> OV etwas Unterstützung und Hilfestellung in Sachen Elektronik und> Antennenbau bekommen hätte und auch mal neue Technik gemeinsam> ausprobiert hätte, anstelle von Anfeindungen (weil man böse> Digitaltechnik verwenden wollte), und nicht alles für sich selber neu> hätte erfinden müssen. Das Internet war noch nicht so weit wie heute und> es gab da nicht zu fast allen Themen Informationen.
Das ist doof. Wird sich aber sicher auch nie ändern, Menschen sind so.
Leider schreckt sowas mehr ab, als daß man auf die Idee kommt es bei nem
anderen OV zu versuchen, oder einzelne Personen direkt anzusprechen.
Bisschen viel Scheu isst bei den neuen leider auch vorhanden, kenn ich
von mir. Man will sich es ja nicht versauen.
Peter schrieb:> Dazu kommt, dass man mit FT8 vom Quasselfunk
Dann mach einfach nur Conteste.
Und btw. Auch im "normalen" Funk gibts wohl mehr, die schnell QSO
durchklappern, statt sich auszutauschen.
Bei Sondercalls OK, aber wenn ich höhre, daß da einfach nur "qrz 59 73"
läuft, dann dreh ich weiter.
Solche Antworten auf die Frage nach der Technik etc.: "i allways do
conteststyle qso" kann ich garnicht ab.
Dann 1QSO weniger, aber auch weniger Nerven lassen.
HAM schrieb:> Peter schrieb:>> Und da es heute noch 40jährige>> Männer, selbst mit technischen Berufen wie Elektriker gibt, die keinen>> Computer bedienen können, sieht es in den meisten OVs nicht gut aus.>> Gerüchten zufolge sollen die meisten Jugendlichen keinen eigenen Rechner> und E-Mail-Adresse haben. So sollen in den letzten beiden Jahren> vermehrt Referate auf dem Tablet oder Smartphone getippt worden sein und> per Whats-App an den Lehrer geschickt worden sein.>> Das nächste Klischee bitte :-p>
"Alte" Leute die keinen PC bedienen können, haben nichts mit
Jugendlichen zu tun die nur Smartphones & Tablets nutzen.
Wobei das mit der Mailadresse sicher nicht stimmt. Eine Googleadresse
haben wohl die meisten.
Jens B. schrieb:> Das ganze soll Spass machen, "SPASS". Du verstehen?
Du verstehst das nicht lieber Jens. Das "bussen verteilen" und "leute
mit total sinnlosen regeln vergraulen" macht unserem "HAM" eben spass.
Wahrscheinlich die folge frühkindlicher vernachlässigung.
Nichtverzweifelter schrieb:> Aber welch dämliches Millenial kann schon rechnen?
Und welcher nörgelige alte Sack versteht sich schon auf die
Rechtschreibung modischer Neologismen?
Bin ich eigentlich der Einzige den es stört, dass sein Name und die
Adresse in dieser Rufzeichenliste veröffentlicht wird? Das hält mich
jedenfalls momentan noch vom Ablegen der Prüfung ab.
Die Daten auszuwerten und anonymisiert zu veröffentlichen ist ja ok,
aber in dieser Form ist das doch einfach im letzten Jahrtausend hängen
geblieben. Es werden ja auch nicht alle Führerscheinbesitzer,
KFZ-Halter, Religionsangehörige, Mobilfunkteilnehmer oder Ungeimpfte so
aufgelistet. Ja, bei meinem Nachbarn sieht man das an der monströsen
Antenne, aber bei vielen im Ort hätte ich nicht vermutet, dass sie
Amateurfunker sind und eigentlich geht mich das auch nichts an. Die
Menschen sind aber neugierig und denken gerne in Schubladen.
Wenn du nicht willst, wird dein Name und Adresse auch nicht
veröffentlicht!
Du musst auch dein Rufzeichen nicht gerade aufs Auto kleben.
Ist wie mit der Telefonnummer im Telefonbuch.
Manuel R. schrieb:> Das hält mich> jedenfalls momentan noch vom Ablegen der Prüfung ab.
Glaube ich dir nicht.
Phasenschieber S. schrieb:> Wenn du nicht willst, wird dein Name und Adresse auch nicht> veröffentlicht!
Ok danke, dass wusste ich nicht. Aufgrund der scheinbaren
Vollständigkeit war ich davon ausgegangen.
>> Du musst auch dein Rufzeichen nicht gerade aufs Auto kleben.>> Ist wie mit der Telefonnummer im Telefonbuch.
Unsere ist nicht drinnen. Ist seit Ende des letzten Jahrtausends nicht
mehr Pflicht.
>> Manuel R. schrieb:>> Das hält mich>> jedenfalls momentan noch vom Ablegen der Prüfung ab.>> Glaube ich dir nicht.
Ok, auch der innere Schweinehund. Aber die Veröffentlichung in der Liste
war der Punkt, der die größten Bedenken auslöste. Ich entscheide gerne
selber, wem ich meine Daten gebe und ja, ich habe kein Facebook & Co.
Ich nutze einige ähnliche Dienste und schon da geht mir auf den Keks,
von einigen Leute auf Schritt und Tritt verfolgt zu werden. Es fängt
meist harmlos an (z.B. Teilen von Bildern), aber einige scheinen
verloren gegangene Detektive zu sein (schließe mich da teilweise ein)
und wenige leben dann ihr Denunziantentum aus (ich behalte meine
Erkenntnisse wenigstens für mich).
Dann werde ich das Thema Amateurfunkprüfung doch mal verstärkt in
Angriff nehmen, auch wenn ich den Altersdurchschnitt wohl nicht senken
werde.
Als ich ein Heranwachsender war, genossen Funkamateure ein äusserst
hohes Ansehen in der Bevölkerung. Im Ort wusste jeder wo der oder die
Funkamateure wohnten, in meinem Ort gab es nur einen.
Nicht zuletzt, so manche imposante Antennenalage wies es aus.
Es gab überhaupt keinen Grund für einen OM sich zu verstecken, ganz im
Gegenteil. Wenn jemand ein Problem mit seinem Radio oder dessen Empfang
hatte, damals hatte jeder Haushalt zumindest ein Radio, wurde ihm
geraten mal den Herrn XY, der ist Amateurfunker, zu fragen, der weiß das
bestimmt.
Als Junge durfte ich dann mal einen in seinem Shack besuchen; ich stand
ehrfurchtsvoll vor all den Geräten und kam nichtmehr aus dem Staunen
raus.
Soetwas wollte ich unbedingt auchmal haben, dachte ich und ging heim an
meinen Detektorempfänger mit dem ich den OM manchmal empfangen konnte,
AM war zu dieser Zeit auch auf der Kurzwelle angesagt.
....und jetzt muß ich lesen, daß die Veröffentlichung von Rufzeichen,
Name, Adresse ein Hinderungsgrund sein soll, die AFu-Prüfung zu machen.
Oh weh....
Zumal es ja garnicht sein muß.
Phasenschieber S. schrieb:> ....und jetzt muß ich lesen, daß die Veröffentlichung von Rufzeichen,> Name, Adresse ein Hinderungsgrund sein soll, die AFu-Prüfung zu machen.> Oh weh....> Zumal es ja garnicht sein muß.
Ja, leider. Die Zeiten ändern sich. Ich wurde wegen meinem
Amateurfunknachbarn schon von anderen Nachbarn kritisch angesprochen.
Mittlerweile haben viele Angst vor der Strahlung. Mancherorts werden
sogar Mobilfunkmasten abgefackelt. In den 80ern hatten wir hier einen
MW-Sender, mit dem konnte man kleine Geräte betreiben und keiner ist
daran gestorben, heute klagen die Nachbarn über Kopfschmerzen wenn sie
rausbekommen, dass man das WLAN permanent an hat und bitten darum, es
doch wenigstens nachts abzuschalten.
In den 90ern konnte man auch noch einen ftp-Server einfach so betreiben
und seinen Rechner offen ans Internet hängen. Bei uns auf dem Dorf
standen die Autos mit steckendem Schlüssel rum, falls mal eines im Weg
stand. Und man konnte mit Chemiekästen experimentieren. Dafür würden sie
einem heute ein SEK vorbei schicken. Schade eigentlich, war eine schöne
Zeit aber Jammern bringt nichts. Jetzt ist halt das Zeitalter der
Datensparsamkeit angebrochen.
Peter schrieb:> Heute gibt es ja leider keine> Einstellungstests mehr. Es wird einfach jeder genommen, der ein Papier> vorzeigen kann, egal wo er es her hat.
Einstellungstests? Bei uns gibt es noch nicht mal ein Fachgespräch. Nur
ein Personalgespräch. Kaufleute mit Hauptschulabschluss entscheiden über
die Einstellung eines Elektrikers und eines Ingenieurs. Und das bei
einer Tochter eines MDAX-Unternehmens.
Manuel R. schrieb:> Die Zeiten ändern sich.
Nur scheinbar.
Früher wurden, je nachdem, Hexen, Juden, Homosexuelle, Kommunisten, ...
für alle denkbaren mehr oder minder okkulten Übel der Welt
verantwortlich gemacht.
Heute geht die diffuse Bedrohung halt zum Einen vom Informationzeitalter
im Allgemrinen und von der Belastung durch elektrische, magnetische,
elektromagnetische, permanent-dynmische etc Felder, Strahlen, Leitungen
(!?) und überhaupt aus.
Und damit wird der heweilige Betreiber ider Veranlasser zum
Brunnenvergifter, Viehverhexer, Kinderverderber, Hostienschänder ...
Such Dir was aus; Dein Nachbar tut es auch.
Phasenschieber S. schrieb:> Wenn du nicht willst, wird dein Name und Adresse auch nicht> veröffentlicht!
Halbrichtig. Der Name wird veröffentlicht, die Adresse kannst Du
weglassen.
>> Du musst auch dein Rufzeichen nicht gerade aufs Auto kleben.>> Ist wie mit der Telefonnummer im Telefonbuch.>> Manuel R. schrieb:>> Das hält mich>> jedenfalls momentan noch vom Ablegen der Prüfung ab.>> Glaube ich dir nicht.
Seh ich auch so, wobei es so komische Leute gibt.
Manuel R. schrieb:>> Glaube ich dir nicht.> Ok, auch der innere Schweinehund. Aber die Veröffentlichung in der Liste> war der Punkt, der die größten Bedenken auslöste. Ich entscheide gerne> selber, wem ich meine Daten gebe und ja, ich habe kein Facebook & Co.
Sag das mal dem Einwohnermeldeamt. Die verkaufen die daten.
Jens B. schrieb:> albrichtig. Der Name wird veröffentlicht,
Nö, zu vielen Rufzeichen gibt es garkeine Veröffentlichung; die
Rufzeichen erscheinen garnicht erst in der Liste.
HAM schrieb:> Können Sie das beweisen?
Muß ich das?
Wenn du es nicht glaubst, laß es sein.
....und übrigens, kein Funkamateur und auch kaum ein Forumsuser redet
seine Kommunikationspartner mit Sie an, ich schreibe, kaum, weil es
einen einzigen in diesem Forum gibt, den ich kenne, der das ebenfalls
tut, das ist Edi.
Insofern kannst du mich mit deinem Sie nicht ereichen.
Phasenschieber S. schrieb:> kein Funkamateur und auch kaum ein Forumsuser redet seine> Kommunikationspartner mit Sie an
Naja, stimmt nicht ganz. War früher schon zuweilen üblich (in der
westlichen deutschen Republik mehr als in der östlichen, da kenne ich
das wirklich gar nicht). Aber der Trend zum "du" ist ohnehin
gesamtgesellschaftlich vorhanden, unsere nördlichen Nachbarn machen das
ja schon sehr lange.
Jörg W. schrieb:> Naja, stimmt nicht ganz. War früher schon zuweilen üblich
Wie ich schon schrieb, meine AFu-Prüfung legte ich 1969 ab und habe
seither unzählige QSOs gefahren, aber eine Anrede per Sie war in dieser
langen Zeit nie dabei.
Aber vielleicht meinst du mit früher eine Zeit noch weiter davor, da muß
ich leider passen.
Soll jetzt aberauch egal sein; diese Höflichkeitsfloskel dient im
täglichen Umgang der Menschen einfach nur dazu eine gewisse Distanz zu
erzeugen/bewahren und genau das ist im gemeinsamen Hobby äußerst
unangebracht.
Schon der Eröffnungspost:
HAM schrieb:> zuallererst möchte ich mich bei den Mitarbeitenden der> Bundesnetz-Agentur dafür bedanken, dass sie uns jeden Monat mit einer> aktuellen Rufzeichenliste und jedes Jahr mit einer aktuellen Statistik> versorgen!
trieft nurso von Unterwürfigkeit, das widert mich an.
Die Leute werden dafür bezahlt, daß sie ihren Job machen, fertig.
Phasenschieber S. schrieb:> Soll jetzt aberauch egal sein; diese Höflichkeitsfloskel dient im> täglichen Umgang der Menschen einfach nur dazu eine gewisse Distanz zu> erzeugen/bewahren und genau das ist im gemeinsamen Hobby äußerst> unangebracht.
Das sehe ich genauso.
Nein, es sind eher die 1980er Jahre, an die ich mich da erinnere.
Manuel R. schrieb:> Jetzt ist halt das Zeitalter der> Datensparsamkeit angebrochen.
Falsch.
Heute ist das Zeitalter der professionellen und semiprofessionellen
Datenauswertung und Analyse mit technischen Hilfsmitteln. Damit meine
ich nicht das Treiben von Geheimdiensten, denn die wussten schon immer
wer Funkamateur ist und was er so treibt.
Ich meine
professionelle Datenhändler für die Werbeindustrie,
Denunzianten und Nichtsgönner aus der eigenen Stadt,
Nachbarn, die gegen alles sind,
Elektrosmog-Spinner,
Einbrecher, die Vermögensverhältnisse ihrer Opfer auskundschaften,
Arbeitgeber, die eine Gehaltserhöhung verweigern weil sie im Funkamateur
einen Menschen sehen der sich ein teures Hobby leisten kann
usw
Deshalb tritt man in Foren besser unter Pseudonym auf.
Früher war es da eher egal, wenn man in einem käuflich zu erwerbenden
Callbook auf Papier stand. Abgesehen davon, dass die meisten Leute
damals gar nicht wussten, dass es so etwas gibt und es auch aufwändig
war die Bücher durchzuschauen. Heute gibts die Daten kostenlos für jeden
im Netz. Lässt man seine Adresse löschen, so hat das Nachteile fürs
Hobby. Viele lassen sogar auf Seiten wie qrz.com ihre Hosen runter. Von
Datensparsamkeit also keine Spur. Zur Ausübung des Hobbys eher
vorteilhaft. Die oben genannten Probleme werden dadurch aber verstärkt.
Als als ich vor 30 Jahren meine Lizenz gemacht habe, war mir nicht
bewusst, wie man als Funkamateur heute in der Öffentlichkeit steht.
Das Thema ist ja auch hier nicht neu. Gab ja schon einige Threads dazu,
z.B. Beitrag "QSL-Karten auf Papier im Afu heute noch zeitgemäß?"
Phasenschieber S. schrieb:> ....und übrigens, kein Funkamateur und auch kaum ein Forumsuser redet> seine Kommunikationspartner mit Sie an, ich schreibe, kaum, weil es> einen einzigen in diesem Forum gibt, den ich kenne, der das ebenfalls> tut, das ist Edi.
Zufällig hier reingelesen... Oh ist, ja toll... Danke für die Erwähnung
!
Und ja- ich bin einer der wenigen "Sie- Schreiber", ich habe übrigens
niemals anders in Foren geschrieben.
"Tote Fische schwimmen mit dem Strom, lebendige dagegen."
Sorry für's OT... weiter machen !
Edi
Eine lustige Diskussion.
Ich glaube, dass sich einige Funkamateure zu wichtig nehmen. Kein
normaler Mensch außerhalb unseres Dunstkreises weiß, dass es überhaupt
so etwas wie eine Rufzeichenliste gibt. Wer deswegen Angst hat,
ausspioniert zu werden, sollte mal eine Auskunft über sich bei der
Schufa anfordern (die Meldeämter als Datenhändler wurden ja schon
erwähnt). Der ebenfalls schon erwähnte Striptease in den asozialen
Medien führt alle diese Ängste ohnehin ad absurdum.
Was die Anrede angeht: ich habe meine AFu-Prüfung 1960 abgelegt.
Selbstverständlich war auch damals die Anrede im QSO und den Meetings
das "Du". Darauf wurden wir Jungspunde sogar von den "Silberrücken"
explizit hingewiesen.
Etwas anderes ist der Umgang im sonstigen Leben und Beruf mit "Sie" aus
Respekt der anderen Person gegenüber. Ich war in einer amerikanischen
Firma beschäftigt. Dort redete man sich grundsätzlich mit dem Vornamen
aber per "Sie" an (keine Titel). Das hat viele Hürden bei der internen
Kommunikation beseitigt. Wir hatten auch Leute, bei denen ihr "Dr." oder
"Professor" und Position zwecks Außenwirkung auf der Visitenkarte stand.
Trotzdem waren sie eben intern nur Klaus, Erika, Thomas.
Im Forum kann man sich über die Anrede streiten. Ich habe nichts gegen
das "Du", solange der Ton zivilisiert bleibt. Da hapert's leider oft,
wohl auch durch die mögliche Anonymität bedingt.
Nur mein sicher überflüssiger Senf zum Wochenende
MfG, Horst
Hallo Horst,
HST schrieb:> Ich war in einer amerikanischen> Firma beschäftigt. Dort redete man sich grundsätzlich mit dem Vornamen> aber per "Sie" an
interessant, kannst du mal posten wie das "Sie" auf amerikanisch lautet?
Hallo Phasenschieber,
aber du kannst dir hoffentlich vorstellen, dass eine amerikanische Firma
auch Niederlassungen und sogar Fabriken in Deutschland (nicht nur da)
besitzt.
MfG, Horst
HST schrieb:> aber du kannst dir hoffentlich vorstellen, dass eine amerikanische Firma> auch Niederlassungen und sogar Fabriken in Deutschland (nicht nur da)> besitzt.
Ja dann ist das Siezen aber rein deutsch und hat mit dem Amerikanischen
garnichts zu tun. Dann bleibt nurnoch die Anrede beim Vornamen als
amerikanische Gepflogenheit.
Das kam jetzt in deinem Post aber anders rüber.
Phasenschieber S. schrieb:> Demnach bleibt ja dann in der amerikanischen Firma garnichtsmehr als> amerikanische Gepflogenheit übrig :-)
Doch, die Cubicals. :-)
Ich habe das aber in der Form auch nicht erlebt. Selbst als Lieferant
mit unserem Kunden (AMD damals) haben sich alle mit "Du" angeredet.
HST schrieb:> Selbstverständlich war auch damals die Anrede im QSO und den Meetings> das "Du".
Dann habe ich wohl die "Ausreißer" in meiner Erinnerung. Vielleicht
wollten auch einige DLs zu uns DMs damals besonders höflich sein oder
was … keine Ahnung. Ich habe aber auch nur wenig SSB gemacht und war
eher auf 20 m und höher "zu Hause", wo dann sowieso nicht deutsch
gesprochen worden ist.
Jörg W. schrieb:> Ich habe aber auch nur wenig SSB gemacht und war> eher auf 20 m und höher "zu Hause", wo dann sowieso nicht deutsch> gesprochen worden ist.
Dazu fällt mir gerade die Situation ein, wo ich als Junge bei besagtem
OM staunend im Shack stand und dieser zu meiner weiteren Beeindruckung
ein QSO auf 20m in SSB fuhr, natürlich in einer mir damals
unverständlichen Sprache, mit einer ganz weit entfernten Station, wo
genau weiß ich nichtmehr, aber was mir immer in Erinnerung bleibt ist:
"Mei Antenna is a dabbeljutriediesettsett :-)
Danke für den Tipp!
Hab jetzt den Pegel korrigiert. In den Windows-10-Einstellungen ist es
gar nicht so leicht zu finden. Nicht etwa unter dem Mikrofon-Symbol,
sondern unter dem Lautsprecher-Symbol -> Sound-Einstellungen öffnen ->
Eingabe.
Habe jetzt einen Lautstärke-Pegel von "25 %" eingestellt und habe in
WSJT-X nun einen grünen Balken mit ca. 65 bis 70 dB. Wobei das 10 m-Band
aktuell recht belegt ist.. .
Mit abgezogener Antenne direkt am Transceiver sind es immer noch 35 bis
40 dB, wobei ich selbst da immer noch einige Stationen hören und
decodieren kann.
Peter schrieb:> Dazu kommt, dass man mit FT8 vom Quasselfunk verschont bleibtJörg W. schrieb:> nebenbei ein paar FT8-QSOs abspulen und sich im Sessel zurücklehnen...
kann und sich nicht von dem Mord im Fernsehen ablenken lassen muss.
Also wozu noch Amateurfunk?
HAM-Interessierter schrieb:> da dies Dinge sind, welche man im Prinzip ja einfach nachschlagen kann.
Etwas OT: das gilt für alles Schulwissen. Ich mache mir machmal den Spaß
zu fragen, warum es im Winter kalt ist. Nur ein kleiner Teil der
Gefragten weiss die richtige Antwort, die meisten tippen auf grössere
Entfernung von der Sonne im Winter oder müssen erst einmnal irgendwo
nachschlagen, egal ob Akademiker oder nicht. Leser, weißt du die
Antwort?
eric schrieb:> warum es im Winter kalt ist
Es ist ja nicht kalt im Winter.
Es ist zwar weniger warm als im Sommer, aber kalt ist es nicht.
...und sowieso, Kälte gibt es garnicht, es gibt nur mehr oder weniger
warme Zonen.
Ich sitze gerade bei wohligen 297K vorm Laptop.
Wenn die Gaspreise noch weiter steigen, muß ich wohl auf 296 oder 295K
reduzieren. Aber bei fast 300K ist noch viel Luft nach unten ;-)
Pepe T. schrieb:> Bei technischen aspekten sollte mehr verstehen gefordert werden, nicht> weniger. Antennentheorie und praxis ist das wichtigste.> Das auswendiglernen könnte man streichen, z.b. alle landskenner und> bandgrenzen lernen macht wenig sinn und schreckt intelligente ab.
Ich trage mich seit meiner Jugend mit dem Gedanken meine AFU Lizenz zu
machen
und mit Anfang 40 dachte ich: jetzt hab ich Zeit und die Technik ist
nicht das
Problem, Rechtliches ist auch noch völlig einzusehen. Aber völlig
sinnloses
auswendig von irgendwelchen Frequenz und Rufzeichen Tabellen sowie der
Vereinszwang
gehen garnicht. Die Herren der Vereinsführung sollten sich über
schwindende
Zahlen nicht wundern wenn alles nur auf Vereinsmeierei ab 50+
zugeschnitten ist.
lauscher schrieb:> Die Herren der Vereinsführung
… die legen nicht die Fragenkataloge fest. Schmeiß mal nicht alles in
einen Topf. Die legen Behörden fest, europäisch harmonisiert,
schließlich darfst du mittlerweile in einer großen Anzahl von Ländern
gegenseitig einfach so funken. Da haben zwar auch Funkamateure ein
Mitspracherecht bei den Fragen, aber sie können die
„Auswendiglern-Fragen“ dabei nicht völlig weg diskutieren. (Ansonsten
ist der Prozess zumindest hier recht zählebig, bis da mal neue Kataloge
zusammen gestellt sind, insofern finden sich bei der Technik auch einige
Fragen, die mittlerweile keinen mehr groß interessieren würden.)
Auch bei der Straßenverkehrsordnung lernst du halt zum Teil Sinnloses,
trotzdem wird es gefordert, und: dort ist die Prüfung sehr viel
pingeliger. Eine theoretische Fahrprüfung (die es ja auch als
Online-Version gibt) mach ich nicht aus dem Effeff, weil es immer ein
paar Kasperfragen gibt, bei denen Worklauberei betrieben wird, und weil
man sich insgesamt nicht sehr viele Fehlerpunkte leisten darf. Das
muss man alles haarklein vorher mal durchgegangen sein.
Eine Online-Afu-Prüfung mache ich (und ganz sicher nicht nur ich) auch
noch nach dem dritten Bier einfach so, weil die 70 … 75 %, die gefordert
sind, völlig locker zu schaffen sind. Man kann da auch einfach Mut zur
Lücke haben und irgendwelche Fragen weglassen, zu denem einen gerade
keine Antwort einfällt. Sofern man insgesamt halbwegs sicher ist, kommt
man da durch.
lauscher schrieb:> sowie der Vereinszwang> gehen garnicht.
Es gibt keinen Vereinszwang.
Der Hauptzweck des Vereins ist die QSL Vermittlung. Und das kann
heutzutage auch online unabhängig eines Vereines geschehen. Das gibt es
zwar geschätzt schon 30 Jahre, wurde früher jedoch von den meisten
abgelehnt. Heute sieht es etwas anders aus. Der Computer ist im Shack
angekommen.
Jörg W. schrieb:> Auch bei der Straßenverkehrsordnung
Oder um etwas mehr beim Hobby zu bleiben: schau dir mal an, was man für
einen Sportbootführerschein alles lernen darf. Da ist auch viel dabei,
was dir später nicht mehr so schnell auf dem Wasser begegnen wird,
trotzdem muss man halt zumindest mal nachweisen, das mal gewusst zu
haben.
Erich schrieb:> Es gibt keinen Vereinszwang.
Das gab's wohl so nur in der DDR (und weiter östlich), lange her.
Erich schrieb:> Das gibt es zwar geschätzt schon 30 Jahre,
Übertreib mal nicht. Denk mal zurück, welcher Teil der Bevölkerung vor
30 Jahren wusste, was das Internet ist – und für die, die es wussten,
bestand das zu der Zeit aus Email und FTP-Servern. Interaktive Dienste
wie WWW (und damit sowas wie eQSL) waren da noch in weiter Ferne.
lauscher schrieb:> Aber völlig> sinnloses> auswendig von irgendwelchen Frequenz und Rufzeichen Tabellen...
Halte ich garnicht für sinnlos.
Frequenzen und ihre Zuteilung zu kennen ist essentiell!
Rufzeichen sollte man auch kennen, zumindest was die Landeskenner
ausweisen.
Was wäre also unsinnig?
Jörg W. schrieb:> Übertreib mal nicht. Denk mal zurück, welcher Teil der Bevölkerung vor> 30 Jahren wusste, was das Internet ist
Na gut, eQSL gibt es seit etwa 24 Jahren. Die Schätzung von 30 Jahren
war also gar nicht so schlecht. Und wer als technisch interessierter
Mensch (wozu Funkamateure gehören), 1990 noch kein Internet kannte, war
nicht wirklich technisch interessiert. Aber ich weiß (habe 1993 meine
Lizenz gemacht), dass der Computer unter Funkamateuren lange Zeit
abgelehnt wurde. Auch wenn es einige Vorreiter wie z.B. die Entwickler
von Packet-Radio gab.
Phasenschieber S. schrieb:> Frequenzen und ihre Zuteilung zu kennen ist essentiell!
Da schaut man in einer aktuellen Liste zu dem Band das man benutzen
möchte nach. Völlig sinnlos das auswendig zu lernen. Ich habe das seit
meiner Prüfung längst vergessen. Zumal sich Zuteilungen und erlaubte
Sendeleistungen auch ändern. Was man also vor x Jahren für die Prüfung
auswendig gelernt hat, muss nicht mehr stimmen.
Paul schrieb:> Da schaut man in einer aktuellen Liste zu dem Band das man benutzen> möchte nach.
Ja, so mache ich das beim Autofahren auch. Habe immer ein Buch mit den
Verkehrsschildern neben mir liegen und wenn eines auftaucht schaue ich
schnell nach was es bedeutet.
SCNR
Jörg W. schrieb:> Eine Online-Afu-Prüfung mache ich (und ganz sicher nicht nur ich) auch> noch nach dem dritten Bier einfach so, weil die 70 … 75 %, die gefordert> sind ...
Sehr beruhigend, sollte ich doch endlich mal angehen. Mir geht es
ähnlich wie
lauscher schrieb:> jetzt hab ich Zeit und die Technik ist nicht> das Problem
ist also auch abseits der Technik, die mir wenig Sorgen bereitet, zu
schaffen.
Mich interessiert weniger die Vereinsmeierei als viel mehr die Technik.
So Dinge wie qrp, wo man auch selber basteln kann/muß.
> kein Vereinszwang
Gibt eben viele Vorurteile und wenn ich mir die Bilder meines
Ortsvereines anschaue, dann sind nicht alle davon unberechtigt. Ältere
Herren grillen Würstchen beim Bier.
;-)
Jörg W. schrieb:> Mut zur Lücke haben und irgendwelche Fragen weglassen, zu denem einen> gerade keine Antwort einfällt.
Guter Tipp. Sollte man nicht drauf anlegen, aber wenn nicht 100% das
Ziel ist, ist das schon beruhigend.
HAM schrieb:> Ich meine, es gibt eine modifizierte Version von FT8 (JS8Call?), mit der> man auch chatten oder zumindest eine Art SMS übertragen kann. Soll wohl> bei den CB-Funkern ziemlich populär sein.
Richtig, benutze ich auch.
Im prinzip kannst du dir das ähnlich vorstellen wie IRC.
Lustiger Weise empfange ich allerdings auch auf den Afu Bändern ab und
an JS8. Nur seltener.
Und das nur mit einer Horizontalen Halbwelle (entlang des Balkongeländer
gespannt) und einer Santiago 1200.
Dafür sind da aber auch Reichweiten bis 1500km und mehr möglich, trotz
der besch.... Antennensituation.
Ksrl schrieb:> Und wer als technisch interessierter Mensch (wozu Funkamateure> gehören), 1990 noch kein Internet kannte, war nicht wirklich technisch> interessiert.
Davon, dass du schon mal was davon gehört hast, hast du allerdings lange
noch keinen Zugang zu einem solchen gehabt. Dafür musste man entweder an
einer Uni sein oder in einem der Vereine, die sich aktiv um Internet für
Privatpersonen bemüht haben.
Vor 20 Jahren, als sich DSL rundum breit gemacht hatte, war das dann was
anderes.
Was ein Unsinn. Um 1990 war Internet schon für jeden verfügbar.
Jörg W. schrieb:> Vor 20 Jahren, als sich DSL rundum breit gemacht hatte, war das dann was> anderes
Und vor 20 Jahren also um das Jahr 2000 war es schon quasi Massenmarkt.
Bei den meisten Funkamateuren allerdings noch nicht. Obwohl es sich da
um technisch kompetente Leute handeln sollte.
Erich schrieb:> Was ein Unsinn. Um 1990 war Internet schon für jeden verfügbar.
Als wenn das jetzt so wichtig wäre. Ein paar Jahre früher oder später
ändern doch garnichts an dem Thema.
Krakeelen nur um zu Krakeelen.
Bitte verstehen Sie mich nicht falsch.
Ich habe nichts gegen alte Leute!
Ich habe nur was gegen alte Leute, die nicht schon in ihrer Jugend die
Lizenz gemacht haben.
Phasenschieber S. schrieb:> Erich schrieb:>> Was ein Unsinn. Um 1990 war Internet schon für jeden verfügbar.>> Als wenn das jetzt so wichtig wäre. Ein paar Jahre früher oder später> ändern doch garnichts an dem Thema.
Ja sehe ich auch so. Aber Jörg hat wieder eine richtige Aussage
angegriffen und irgendwelche falschen Behauptungen in den Raum gestellt,
die man nicht unkommentiert stehen lassen kann.
Ralf schrieb:> Jörg hat wieder eine richtige Aussage angegriffen
Die Aussage von jemandem, der hier gegen Forenregeln verstößt und unter
verschiedenen Namen postet, damit er "mehr" wirkt? Nun ja, ich lass das
einfach stehen, kann sich jeder seinen Reim drauf machen.
Erich schrieb:> Was ein Unsinn. Um 1990 war Internet schon für jeden verfügbar.
Mein Kalender sagt etwas anderes. Ich habe mich 1994 mit dem Internet
herumgeschlagen. Mit einem damals "schnellen" Modem mit sagenhaften
33,6kbit/sec über die Telefonleitung. Das hieß, während einer
Inet-Verbindung konnte man nicht telefonieren. Außerdem kassierte die
Telekom so um die 5Pfg pro Minute. War absolut Mist und nervtötend.
Pepe T. schrieb im Beitrag #7004611:
> Das "richtige" inet hat mit den ersten adsl> modems angefangen, war bei mir 2001.
Käse!
Mitte der 80er wurde das Online-Banking per BTX populär.
Das führte dazu, dass die Modemhersteller nichtmehr nachkamen die
Nachfrage zu decken.
9600 bit/sec waren erstmal angesagt.
Dann ging es Schlag auf Schlag, HiSpeed mit 14400, dann kam Zyxel mit
sagenhaften, aber proprietären 19200.
Dann, Anfang der 90er begann das eigentliche Internet für die breite
Masse, erstmal mit Modem zugänglich. Es war schon ein Abenteuer Internet
auf Windows einzurichten.
Der neu eingeführte Telefonie-Standard ISDN brachte die legendäre
Fritz-Card auf den Markt.
Jetzt konnte man zwei Kanäle von 64Kbit bündeln zu sagenhaften 128Kbit.
ehrlich, ich musste das jetzt auch alles nochmal nachlesen, denn gefühlt
war das alles viel länger her :-)
Phasenschieber S. schrieb:> Mitte der 80er wurde das Online-Banking per BTX populär.
Auweia, populär. Also, ich habe das mal tatsächlich gemacht (Online
Banking), aber eher Anfang der 90er an einem halb-öffentlichen
BTX-Terminal. Ich kannte zu der Zeit niemanden, der das sonst noch so
gemacht hat.
> Das führte dazu, dass die Modemhersteller nichtmehr nachkamen die> Nachfrage zu decken.> 9600 bit/sec waren erstmal angesagt.
Soso, laut https://de.wikipedia.org/wiki/Modem wurde das erste Modem mit
2400 bit/s 1990 auf der Cebit vorgestellt.
> Dann, Anfang der 90er begann das eigentliche Internet für die breite> Masse, erstmal mit Modem zugänglich. Es war schon ein Abenteuer Internet> auf Windows einzurichten.
Du träumst, 1990 gab's noch gar kein Html/WWW und NCSA Mosaic kam auch
erst Anfang 1993 raus.
Ich denke mal, Du verwechselst Modemzugang zu Diensten wie Compuserve
und Mailboxen mit Internet. Der erste tatsächliche Zugang Ende der 80er/
Anfang der 90er war für mich Usenet und Email via Institut und dann der
Zugang darauf auch via Modem von Zuhause aus.
> ehrlich, ich musste das jetzt auch alles nochmal nachlesen, denn gefühlt> war das alles viel länger her :-)
Du hast was gelesen? Wer soll das glauben?
M.M.M schrieb:> Auweia, populär. Also, ich habe das mal tatsächlich gemacht (Online> Banking), aber eher Anfang der 90er an einem halb-öffentlichen> BTX-Terminal. Ich kannte zu der Zeit niemanden, der das sonst noch so> gemacht hat.
1983, der offizielle Start des Online-Banking
Online-Banking war die ganze Zeit die führende Anwendung im BTX. Seit
fast 40 Jahren gehört in Deutschland das Online-Banking zu den
altagsrelevanten Anwendungen, denn mmerhin nutzen inzwischen über 38
Millionen Deutsche die Online-Banking Angebote der Banken.
M.M.M schrieb:> Soso, laut https://de.wikipedia.org/wiki/Modem wurde das erste Modem mit> 2400 bit/s 1990 auf der Cebit vorgestellt.
Warum zitierst du nicht weiter: ein Jahr später folgte das erste
postzugelassene Modem mit 9600 bit/s ...
M.M.M schrieb:> Du träumst, 1990 gab's noch gar kein Html/WWW und NCSA Mosaic kam auch> erst Anfang 1993 raus.
Ich habe ja auch geschrieben Anfang der 90er
und 93 gehört nunmal zum Anfang.
M.M.M schrieb:> Du hast was gelesen? Wer soll das glauben?
Bist du zum Stänkern hier?
Dein Post hat keine Substanz, such dir ein anderes Feld zum Stänkern.
Was mir bei der Analyse der Rufzeichenlisten aufgefallen ist:
Die Gesamtzahl der zugeteilten Rufzeichen ist schon schöngerechnet.
Man prüfe mal, wie viele Doubletten es gibt, z.B. alte Rufzeichen, wenn
eine neue Prüfung (Klasse) abgelegt wurde, ect.
Oder es stehen noch alte Adressen drin.
Ulrich Rohde hat z.B. 7 Rufzeichen:
1
DJ2LR, A, Prof. Dr. Dr. h.c. Ulrich L. Rohde; Drygalskiallee 118, App. 1911; 81477 München
2
DL0BTU, A, Prof. Dr. Dr. h.c. Ulrich L. Rohde; Drygalskiallee 118, App. 1911; 81477 München, BTU Siemens-Halske-R 14; 03046 Cottbus
3
DL1R, A, Dr. Ulrich L. Rohde; Drygalskiallee 118 App. 1911; 81477 München, Hohenbreitenweg 9; 82418 Seehausen
4
DB0ULR, A, Dr. Ulrich L. Rohde, Drygalskiallee 118 App. 1911; 81477 München
5
DM0ULR, A, Dr. Ulrich L. Rohde; Drygalskiallee 118 App. 1911; 81477 München, 83098 Brannenburg
6
DA5UL, A, Dr. Ulrich L. Rohde
7
DA5UR, A, Dr. Ulrich L. Rohde
In der Drygalskiallee 118 (ein riesiger Wohnblock in der Parkstadt
Solln) findet man noch mehr Leute:
1
DB8ICA, A, Martin Stresemann; Drygalski-Allee 118; 81477 München
2
DJ5LR, A, Christina Sigrid Rohde; Drygalskiallee 118, App.#1911; 81477 München
3
DK8MR, A, Meta Maria Rohde; Drygalskiallee 118, App.#1911; 81477 München
4
DJ0IN, A, Franz Fimpel; Drygalski-Allee 118; 81477 München
5
DL0ULR, A, Annette Nilsson; Zehetmaierstr. 10; 85635 Höhenkirchen-Siegertsbrunn, Drygalskiallee 118; 81477 München
6
DB0DBA, A, Jann Traschewski; Faber-Castell-Str. 9; 90522 Oberasbach, Drygalskiallee 118; 81477 München
Das heißt, auch wenn es 70285 Rufzeichen gibt, es sind weniger Inhaber.
Man könnte ermitteln, wie viele.
Tippgeber schrieb:> Man prüfe mal, wie viele Doubletten es gibt, z.B. alte Rufzeichen, wenn> eine neue Prüfung (Klasse) abgelegt wurde, ect.
Das sind im Beispiel von Ulrich Rohde aber keine alten Rufzeichen,
sondern Rufzeichen von Clubstationen (BTU = Uni Cottbus), Relais
(DB0ULR, DM0ULR), Contestrufzeichen usw.
Rufzeichenversteher schrieb:> Das sind im Beispiel von Ulrich Rohde aber keine alten Rufzeichen,> sondern Rufzeichen von Clubstationen (BTU = Uni Cottbus), Relais> (DB0ULR, DM0ULR), Contestrufzeichen usw.
Daher sollte man ja auch nur die personengebundenen Rufzeichen scannen
und zählen.
Jörg W. schrieb:> Daher sollte man ja auch nur die personengebundenen Rufzeichen scannen> und zählen.
Genau, und damit sind wir wieder bei den Zahlen aus Beitrag 1.
Bei "echo37" gibt es jeden Monat eine frische Statistik:
http://www.echo37.de/rufzeichen/
Zum Anfang Juni sind tatsächlich wieder mehr dazu gekommen, als
weggestorben, weil jetzt wiedet mehr und unkomplizierter geprüft werden
kann.
Jörg W. schrieb:> Davon, dass du schon mal was davon gehört hast, hast du allerdings lange> noch keinen Zugang zu einem solchen gehabt. Dafür musste man entweder an> einer Uni sein oder in einem der Vereine, die sich aktiv um Internet für> Privatpersonen bemüht haben.>> Vor 20 Jahren, als sich DSL rundum breit gemacht hatte, war das dann was> anderes.
War vielleicht im Osten so. Aber sonst war Internet Anfang der 90er für
jeden verfügbar und schon entsprechend verbreitet, freilich noch kein
echter Massenmarkt. Mailboxen gab es schon Jahre früher. Ab wann genau
HTML eingeführt wurde, weiß ich jetzt nicht genau. Vorher habe ich eben
gopher benutzt. Und als es DSL gab, war Internet wirklich im Massenmarkt
angekommen und auch Leute, die mit Technik nicht so viel am Hut hatten,
hatten das. Klar gab es auch Verweigerer, die erst viel später
eingestiegen sind. Darunter viele Funkamateure.
Manuel R. schrieb:> Jetzt ist halt das Zeitalter der> Datensparsamkeit angebrochen.
Ganz sicher nicht!
Heute gibt fast jeder Daten bereitwillig weiter:
* kein Protest gegen Zensus 2022, das war vor 10 Jahren noch anders
* facebook.com, qrz.com, überall werden bereitwillig sehr persönliche
Daten veröffentlicht, auch von Freunden und Bekannten die nichts davon
wissen
* öffentliche Afu-Logbücher
* Rufzeichen/Adresslisten von der Behörde für jeden zum Download in
einem durchsuchbaren Format
* whatsapp, Adressbücher werden ohne Zustimmung der Betroffenen den
Konzernen wie Meta geschenkt
* viele Leute nutzen überall die gleiche E-Mail Adresse
* fast jeder nutzt bereitwillig Clouddienste
* kaum jemand nutzt verschlüsselte E-Mail (seit wann gibt es nochmal
pgp und gpg?)