Fehlerursachen

Gast #7003161
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Hier funktioniert's, dort nicht.

Wackelkontakt? Programmfehler? EMV  Störungen  Einstrahlung?
Ich kann das Problem nicht reproduzieren.
Einen sporadischen Wackelkontakt habe ich mit "an Sicherheit grenzender 
Wahrscheinlichkeit" ausgeschlossen. Temperatur. Mechanische Spannung. 
Schwerkraft.

Gegen einen Progammfehler spricht, dass es hier funktioniert.

Welche "ganz anderen", blöden Ursachen gibt es noch?
Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #7003171
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Friedrich S. Ehler, III schrieb:
> Gegen einen Progammfehler spricht, dass es hier funktioniert.
Gegen einen Hardwarefehler spricht, dass es hier funktioniert.

> Programmfehler?
Das ist in 99,9% der Fälle der Fall. Zumindest in der Form, dass die 
Software mit einem Wackelkontakt oder einem ESD-Impuls nicht 
zurechtkommt, Eingänge nicht entprellt sind und das ganze Design auf 
Flankeninterrupts läuft.

Friedrich S. Ehler, III schrieb:
> Welche "ganz anderen", blöden Ursachen gibt es noch?
Die blödesten Ursachen sind Doppelfehler, bei denen sich jeder 
einzelne Fehler in einem ähnlichen "Fehlerbild" auswirkt. Dann hat man 
einen Fehler gefunden und das "Fehlerbild" ist trotzdem noch da...

hmm schrieb:
> worum geht#s denn überhaput ?
Augenscheinlich ums Herumfilosofieren zum Thema "Fehler".
Beitrag #7003206 wurde von einem Moderator gelöscht.
Gast #7003253
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hmm schrieb:
> ...
> Wenn du nicht mit paar Details rausrückst kann man dir nicht helfen -.-

Mit ein paar Details wäre ja nicht geholfen.
Selbst mit allen Details (Schaltung und Firmware) nicht.
Ihr müsstet alle hier_ her und _dort hin kommen ... unpraktikabel.
Also allgemein.
Das nützt auch anderen eher.
Gast #7003259
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Stromkreis wurde ja schon genannt (mist) , Aufladepotential oder auch 
Bedienfehler (User) können eine Rolle spielen.

Programmfehler müsste man nochmal weiter abstufen - je nach 
Anwendungsfall eben, also beispielsweise wenn eine bestimmte Hardware 
oder ein bestimmter Compiler bestimmte Betriebsysteme bevorzugt z.B.
#7003271
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Christoph db1uq K. schrieb:
> "Hiermit versichere ich, dass diese Software am
> soundsovielten um soundsoviel Uhr im zweiten Stockwerk meines Hauses
> FUNKTIONIERT hat."

Funktionieren bedeutet nur, daß sich der Softwarefehler noch nicht 
bemerkbar gemacht hat, nicht aber, daß kein Fehler vorhanden ist.

Typisch sind Fehler, wenn Tasten zu schnell, zu oft, zu lange usw. 
gedrückt werden. Selten verhält sich ein Bediener, wie der Programmierer 
es geplant hat.
#7003429
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Hi
Friedrich S. Ehler, III schrieb:
> Mit ein paar Details wäre ja nicht geholfen.
> Selbst mit allen Details (Schaltung und Firmware) nicht.
> Ihr müsstet alle hier her und dort hin kommen ... unpraktikabel.
> Also allgemein.
> Das nützt auch anderen eher.

Mag sein, das Details kein Ergebnis bringen, die Chance ist aber 
wesentlich höher,wenn klar ist worum es geht und wie sich der Fehler 
äußert. Ich habe über 30 Jahre Fehler in großen Anlagen gesucht (und 
auch gefunden). Auch in komplett fremden Maschinen. Aber, hätte man mir 
eine Fehlerbeschreibung von einer Anlage in Afrika gegeben, so nach dem 
Motto, mal läuft's, mal nicht, dann hätte ich nicht helfen können. Dabei 
geh ich mal davon aus, da ist Fachpersonal vor Ort und kommt nicht 
weiter. Aber die sind auch in der Lage, eine Fehlerbeschreibung, auch 
wenn's hochgeheime Anlagen sind,zu geben. Sind da Laien, kann man 
sowieso nicht helfen und da ist's ja auch so, das selbst eine 
Brotschneidemaschine etwas völlig kompliziertes ist und man eben nur die 
Aussage treffen kann, mal geht's, mal nicht...
Also, noch viel Spaß mit deinem Fehler und der lustigen Raterunde.
Gruß oldmax
#7003436
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Bei uns in der Firma haben wir sowas auch oft:

Ein automatisches Testsystem funktioniert nicht und gibt komische 
Fehlermeldungen aus.
Man ruft den Entwickler von dem Ding an, er soll ich das mal anschauen.
Sobald er da ist funktioniert alles ohne Probleme.
Man entschuldigt sich für die "Zeitverschwendung" und er geht wieder.
Kaum ist er weg funktioniert dsa System wieder nicht mehr.
Gast #7003449
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Der Computer weiss eben, vor wem er Respekt haben muss, und wem er auf 
der Nase tanzen darf.
Was hilft ist, dass man sich einfach davor setzt und anfängt zu zählen. 
Dann merkt der Computer, es würde auch ohne ihn gehen. Und dann gibt es 
sich mehr Mühe und bockt nicht.
Gast #7003455
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Nachdem Friedrich S. Ehler, III alle anderen Ursachen ausgeschlossen 
hat, bleiben nur mehr zwei Theorien übrig.

Entweder ist die Annahme falsch, unsere physikalischen Gesetze seinen 
Translationsinvariant und Zeitinvariant. Oder die Annahme unsere 
Mikrokontrollerprojekte würden sich an die Gesetze der Physik halten ist 
falsch.
Gast #7003481
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> Wieso schliesst du Zauberei oder Hexenwerk aus?

> Hab die Zauberer und Hexen gefragt.

Da hast du anscheinend die falschen gefragt. Arthur C. Clarke erkannte 
schon 1960: "Jede hinreichend fortschrittliche Technologie ist von Magie 
nicht zu unterscheiden."
Gast #7003499
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Ein Anderer schrieb:
>> Wieso schliesst du Zauberei oder Hexenwerk aus?
>
>> Hab die Zauberer und Hexen gefragt.
>
> Da hast du anscheinend die falschen gefragt. Arthur C. Clarke erkannte
> schon 1960: "Jede hinreichend fortschrittliche Technologie ist von Magie
> nicht zu unterscheiden."

Ist veraltet.
Gast #7003521
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Noch ein Rateversuch von mir: Bedienfehler?

Ich weiß von einem Gerät, wo sich eine Partnerfirma bitterlich beschwert 
hat daß es nicht funktionieren würde.
Das Gerät war irgendeine HF-Wunderkiste mit Metallgehäuse. Der 
Gehäusedeckel wurde mit recht vielen Schrauben angeschraubt.
Nach vielerlei vergeblichen Postsendungen, Emailverkehr und Telephonaten 
stand dann mal eine Dienstreise an. Als die Entwickler der Wunderbüchse 
dann mal bei der Partnerfirma auf der Matte standen sahen sie folgendes:
Um Arbeit zu sparen, haben die Leute bei der Partnerfirma den Deckel nur 
mit ein paar wenigen Schrauben angeschraubt - wenn überhaupt. Dann war 
das Gehäuse allerdings nicht mehr HF-dicht, was zu wunderlichen 
Fehlfunktionen führte.

Durch Nachfragen findest du sowas nicht raus, da hilft nur selbergucken.
Beitrag #7003559 wurde von einem Moderator gelöscht.
Gast #7003573
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H. H. schrieb:
>> Da hast du anscheinend die falschen gefragt. Arthur C. Clarke erkannte
>> schon 1960: "Jede hinreichend fortschrittliche Technologie ist von Magie
>> nicht zu unterscheiden."

Und war da nicht noch die Geschichte mit dem "Magic Smoke"?

(Foto und Text entnommen einer sehr alten ebay Auktion...)

Description
Have you inadvertently let the smoke out of the wires on your classic 
British car? This, then, is the solution to your problem!
Here is presented for your perusal one Lucas Replacement Wiring Harness 
Smoke kit, P/N 530433, along with the very rare Churchill Tool 18G548BS 
adapter tube and metering valve. These kits were supplied 
surreptitiously to Lucas factory technicians as a trouble-shooting and 
repair aid for the rectification of chronic electrical problems on a 
plethora of British cars...
Angehängte Dateien:
#7004048
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Friedrich S. Ehler, III schrieb:
> Hier funktioniert's, dort nicht.

Wenn bei irgendwas unbekanntem an irgendeinem unbekannten Ort irgendein 
unbekanntes Problem auftritt und an irgendeinem anderen unbekannten Ort 
nicht, liegt wahrscheinlich irgendein unbekannter Fehler vor.

Friedrich S. Ehler, III schrieb:
> Also allgemein.
> Das nützt auch anderen eher.

Nein, das nützt niemandem. Da könntest du auch fragen: Wenn an einem 
Auto etwas nicht geht, welches Ersatzteil muss ich bestellen? Da so ein 
Auto aus grob 3 Millionen Teilen besteht und es 10 Millionen 
Fehlermöglichkeiten gibt und 100000 verschiedene Fahrzeugtypen, wäre die 
Antwort eine Enzyklopädie in 5000 Bänden.

Lothar M. schrieb:
> Friedrich S. Ehler, III schrieb:
>> Gegen einen Progammfehler spricht, dass es hier funktioniert.
> Gegen einen Hardwarefehler spricht, dass es hier funktioniert.

Also muss es ein Umgebungsfehler sein. Die Gegend, wo es nicht 
funktioniert, ist kaputt.

Patrick C. schrieb:
> Seit ich mit TDD (Test Driven Development) arbeite, habe ich weniger
> "Unfassbaren" Fehler.

Da gehört dann aber noch ein anderes Buzzword dazu: DFT (Design For 
Testability)

Andre G. schrieb:
> Ein automatisches Testsystem funktioniert nicht und gibt komische
> Fehlermeldungen aus.
> Man ruft den Entwickler von dem Ding an, er soll ich das mal anschauen.
> Sobald er da ist funktioniert alles ohne Probleme.
> Man entschuldigt sich für die "Zeitverschwendung" und er geht wieder.
> Kaum ist er weg funktioniert dsa System wieder nicht mehr.

Das bedeutet, dass der Entwickler kurz davor ist, auf eine andere 
Daseinsebene aufzusteigen. Er ist so gut geworden, dass bereits seine 
Aura das System zum Funktionieren bringt.
Gast #7004231
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Danke für die ernstgemeinten Beiträge.
Die Scherze sind leider überwiegend schlecht.

Lothar M. schrieb:
> Das ist in 99,9% der Fälle der Fall. Zumindest in der Form, dass die
> Software mit einem Wackelkontakt oder einem ESD-Impuls nicht
> zurechtkommt, Eingänge nicht entprellt sind und das ganze Design auf
> Flankeninterrupts läuft.

Patrick C. schrieb:
> 1) Fehler reproduzieren
> 2) Versuchen die Fehlfrequenz so schnell wie moeglich zu machen

rbx schrieb:
> Stromkreis wurde ja schon genannt (mist) , Aufladepotential oder auch
> Bedienfehler (User) können eine Rolle spielen.

Christoph db1uq K. schrieb:
> Für Hardwareproblem gibt es Rütteltest, Hitze und Kälte und vor allem
> Mikroskope zum simplen Betrachten. Damit lassen sich schon viele
> unerklärliche Fehler finden.

Peter D. schrieb:
> Typisch sind Fehler, wenn Tasten zu schnell, zu oft, zu lange usw.
> gedrückt werden. Selten verhält sich ein Bediener, wie der Programmierer
> es geplant hat.

Wenn es kein Wackelkontakt ist, dürfte "Flankeninterrupt" der richtige 
Tipp gewesen sein.
Gast #7004881
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Friedrich S. Ehler, III schrieb:
> Hier funktioniert's, dort nicht.

Ist doch klar, denn »dort« ist Dein Gerät 2m tief im Meerwasser.

Außerdem bist Du »hier« natürlich noch in Reichweite Deines WLan, »dort« 
aber meilenweit davon entfernt.

Desweiteren scheint nur »hier« im Freien die Sonne auf Deine 
Solarzellen, während es »dort« in der Höhle viel zu dunkel ist.


So, das wären erstmal 3 gute Gründe; wenn Du die beseitigt hast und sich 
an Deinem Phänomen trotzdem nichts ändert, dann fallen mir sicher noch 3 
weitere Gründe ein.
Gast #7004886
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Andre G. schrieb:
> Man ruft den Entwickler von dem Ding an, er soll ich das mal
> anschauen. Sobald er da ist funktioniert alles ohne Probleme.

Das ist ein schon lange bekanntes und gut erforschtes Phänomen, nennt 
man üblicherweise Vorführeffekt und dürfte ein ähnlich universell 
wirksames Phänomen darstellen wie der Placebo-Effekt.
Gast #7004887
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>> Hab die Zauberer und Hexen gefragt.

Ein Anderer schrieb:
> Da hast du anscheinend die falschen gefragt. Arthur C. Clarke
> erkannte schon 1960: "Jede hinreichend fortschrittliche
> Technologie ist von Magie nicht zu unterscheiden."

Darum hat er ja die Zauberer und Hexen gefragt, die  müssen schließlich 
wissen, ob sie Magie angewandt haben.

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