Hat jemand genauere infos bezüglich der verfügbarkeit der Intel FPGAs?
Insbesondere kleinere wie Max10:
gem. unserer broker beliefert intel nun ausschliesslich US verteidigung,
strategische partner und interne produktion.
Da die ja von TSMC produziert werden könnte sich bei einem
entsprechenden produktionsslot die schlagartig entspannen...
Auch infos zu Xilinx sind von intresse; wechsel lohnend? (verfügbarkeit
ebenfalls etwas schief)
DigiKey hat kürzlich unsere Intel FPGA Bestellung ebenfalls storniert
mit Begründung, das aufgrund einer Anordnung des US Department of
Defense keine Exporte dieser Technologie durchgeführt werden. Wenn das
auf alle FPGA Hersteller zutrifft werden wir wohl ein riesen Problem
haben, so ziemlich alle großen FPGA Hersteller haben ihren Sitz in den
USA.
Olaf P. schrieb:> Hört mal das ist einfach albern. Ich sage lediglich, was meine> Einschätzung zukünftiger Verfügbarkeit von FPGA Bausteinen ist.
Dich hat hier aber keiner nach deiner un-inspirierten, un-objektiven,
un-recherchierten Meinung gefragt.
Wenn Deine Selbstdisziplin und/oder deine Schliessmuskel zu schwach
sind: https://www.mikrocontroller.net/forum/null
Olaf P. schrieb:> Ich sage lediglich, was meine Einschätzung zukünftiger Verfügbarkeit> von FPGA Bausteinen ist.
Und was hat in dieser polemischen Herumpolitisiererei eine schon ewig
nicht mehr existente DDR oder der dritte Weltkrieg zu suchen?
> Ich sage lediglich, was meine Einschätzung zukünftiger Verfügbarkeit> von FPGA Bausteinen ist.
Falls du da noch zu klein warst oder es vergessen hast: wir hatten schon
mal so eine Phase der Aufrüstung. Es hat der Entwicklung neuer
Technologien und dem wirtschaftlichen Aufschwung nicht wesentlich
geschadet.
Lothar M. schrieb:> Olaf P. schrieb:>> Ich sage lediglich, was meine Einschätzung zukünftiger Verfügbarkeit>> von FPGA Bausteinen ist.> Und was hat in dieser polemischen Herumpolitisiererei eine schon ewig> nicht mehr existente DDR oder der dritte Weltkrieg zu suchen?>>> Ich sage lediglich, was meine Einschätzung zukünftiger Verfügbarkeit>> von FPGA Bausteinen ist.> Falls du da noch zu klein warst oder es vergessen hast: wir hatten schon> mal so eine Phase der Aufrüstung. Es hat der Entwicklung neuer> Technologien und dem wirtschaftlichen Aufschwung nicht wesentlich> geschadet.
Was willst du denn jetzt? Dich kann ich einfach nicht ernst nehmen.
Olaf P. schrieb:> Dich kann ich einfach nicht ernst nehmen.
Mag sein. Deine persönlichen Empfindungen tun aber nichts zur Sache.
FPGA schrieb im Beitrag #7013438:
> Auch infos zu Xilinx sind von intresse;
Wurde von AMD für 50 Milliarden aufgekauft.
> wechsel lohnend?
Kurz und mittelfristig: du brauchst derzeit nirgendwohin wechseln, weil
irgendwie alle um den selben Topf (TSMC) stehen und nach einem Stück
Fleisch (Silizium) stochern. Und wenn wechseln, dann nur, wenn du die
für den Wechsel vorgesehenen Teile schon für 2 Jahre im Lager hast.
Und langfristig: natürlich kann auch AMD/Xilinx all das, was
Intel/Altera auch können. Und beide haben gefühlt etwa die selbe
Reputation am Markt.
Lothar M. schrieb:> Und langfristig: natürlich kann auch AMD/Xilinx all das, was> Intel/Altera auch können. Und beide haben gefühlt etwa die selbe> Reputation am Markt.
Das ist doch wieder so eine Lothar Aussage. Das stimmt einfach nicht und
hängt vom Einzelfall ab was man braucht. Die können keineswegs alle das
gleiche.
Olaf P. schrieb:> Das ist doch wieder so eine Lothar Aussage. Das stimmt einfach nicht und> hängt vom Einzelfall ab was man braucht. Die können keineswegs alle das> gleiche.
Doch! Oder kannst du fundierte Gegenbeispiele nennen?
Fremdschämender Ingenieur schrieb:> Olaf P. schrieb:>> Das ist doch wieder so eine Lothar Aussage. Das stimmt einfach nicht und>> hängt vom Einzelfall ab was man braucht. Die können keineswegs alle das>> gleiche.>> Doch! Oder kannst du fundierte Gegenbeispiele nennen?
Kann er das? Nein! Also warum sollte ich?
Olaf P. schrieb:> Die können keineswegs alle das gleiche.
Ich habe ja auch nie behauptet, dass da irgendein 1k€-AMD-FPGA gegen
irgendein beliebiges 10€-Intel-FPGA ersetzt werden könnte.
Ich habe nur gesagt, dass die mit dem selben Wasser kochen, die selbe
Technologie verwenden und sich deshalb das selbe Problem auf ähnliche
Art lösen werden. Und wenn ich für die Lösung eines Problems ein
AMD/Xilinx-FPGA im 100€-Bereich brauche, dann kostet mich diese Lösung
auch bei Intel/Altera etwa gleich viel (wenn ich nicht irgendeinen
quersubventionierten Preis bekomme).
Und irgendwo am Rande des Lieferspektrums gibt es dann sicher auch
Ausreißer, wo nur einer der beiden was anbietet. Aber 99% der Aufgaben,
die sich mit einem FPGA von I/A lösen lassen, lassen sich auch mit einem
FPGA von A/X lösen. Diese Portierbarkeit ist ja der eigentliche Witz...
Olaf P. schrieb:>>> Das stimmt einfach nicht und>>> hängt vom Einzelfall ab was man braucht. Die können keineswegs alle das>>> gleiche.>>>> Doch! Oder kannst du fundierte Gegenbeispiele nennen?>> Kann er das? Nein! Also warum sollte ich?
Weil du Interesse an einer fachlichen Diskussion hast und nicht (nur) an
eitlen Stänkereien ?!
Lassen wir doch bitte diesen Hickhack (und auch die [indirekten]
Beleidigungen). Da mag einem schon mal ein Schipfwort durch den Kopf
gehen. Man braucht es ja nicht gleich in die Finger abgeliten zu
lassen...
Olaf P. schrieb:> Kann er das?
Kann er. Ich habe schon 2 Designs von Xilinx nach Altera portiert und
kann sagen: es geht problemlos. Und ich habe bei beiden ähnlich guten
Support erhalten und bei keinem der beiden Probleme mit der Beschaffung
(naja, bis derzeit...).
Lothar M. schrieb:> Ich habe schon 2 Designs von Xilinx nach Altera portiert
Umgekehrt geht's vermutlich nicht so problemlos:
Altera hat keine Probleme mit asynchronen Resets, Xilinx schon.
Die BUFG von Xilinx sind nur für Clocks, die GLOBAL bei Altera
sind explizit auch für Enable-Signale.
Josef G. (bome) schrieb:> Altera hat keine Probleme mit asynchronen Resets, Xilinx schon.
Nein, auch das ist ein falsch erfasstess Gerücht. Altera hat
ausschließlich Flipflops mit asynchronem Reset. Xilinx Flipflops können
diesen Modus auch. Natürlich muss auch bei Altera der asynchrone Reset
einsynchronisiert werden und synchron deaaktiviert werden.
Und darüber hinaus können Xilinx FFs eben einen weiteren synchronen
Modus, der für synchrone Designs Optimierungen zulässt. Wenn man diesen
Modus bewusst verwendet, dann lassen sich synchrone Designs mit
synchronem Set/Reset effizienter umsetzen.
Diese optimierten Flipflops können natürlich dann nicht verwendet
werden, wenn man z. B. in einem üblichen synchronen Design mit einem
globalen asynchronem Reset (also nur beim Einschalten oder wenn der
Entwickler auf den Knopf drückt) einen Zähler auf 0 oder eine FSM auf
"idle" zurücksetzt.
Dann muss bei Xilinx ebenso wie bei Altera zusätzliche Logik für einen
synchronen Reset (der ja dann laufend kommen wird) auf 0 bzw. "idle"
eingefügt werden, denn der asynchrone Reset kann dafür ja nicht
verwendet werden.
Hallo Leute, um etwas aufs thema zuruckzukommen:
hat wer etwas genauere infos die er ohne NDA etc. zu verletzen
publizieren könte (grob verschwommen).
Bestenfalls die Produktionsplanung von TSMC 55nm fabs...
Für unsere einfache Anwendung können problemlos intel ODER AMD verwendet
werden.
Lattice wäre vermutlich auch möglich.
Lothar M. schrieb:> Natürlich muss auch bei Altera der asynchrone Reset einsynchronisiert> werden und synchron deaaktiviert werden.
Hörst du dir auch selber manchmal zu? Asynchrone reset Signale müssen
nicht synchronisiert werden das ist die Idee dahinter.
Lothar M. schrieb:> du brauchst derzeit nirgendwohin wechseln, weil> irgendwie alle um den selben Topf (TSMC) stehen und nach einem Stück> Fleisch (Silizium) stochern.
Das wäre vielleicht mal die Chance für alternative Anbieter. Colognechip
(als beliebiges Beispiel) lässt zum Beispiel anscheinend bei
Globalfoundries fertigen, die auch ein Werk in Dresden haben.
(https://colognechip.com/programmable-logic/gatemate/)
Da Globalfoundries auch ein Konzern aus den USA ist, löst das zwar nicht
direkt politische Probleme, aber eventuell zumindest schonmal
Lieferkettenprobleme.
Olaf P. schrieb:> Lothar M. schrieb:>> Natürlich muss auch bei Altera der asynchrone Reset einsynchronisiert>> werden und synchron deaaktiviert werden.>> Hörst du dir auch selber manchmal zu? Asynchrone reset Signale müssen> nicht synchronisiert werden das ist die Idee dahinter.
Aua, Gratulation! Du hast es ja echt voll drauf. Mach' einfach weiter
so, du bist da etwas großem auf der Spur.
Olaf P. schrieb:> Lothar M. schrieb:>> Natürlich muss auch bei Altera der asynchrone Reset einsynchronisiert>> werden und synchron deaaktiviert werden.>> Hörst du dir auch selber manchmal zu? Asynchrone reset Signale müssen> nicht synchronisiert werden das ist die Idee dahinter.
Schon mal versucht, weiterzudenken als nur bis zur ersten Signalflanke
?!
Wie bei jedem Zustand sind auch beim Reset die übergänge in diesen
(Reset) zustand (activate reset) wie auch aus diesem Zustand weg
(release reset) zu betrachten.
Und natürlich darf es beim Verlassen des Resetzustandes nicht zu dem
Problemen der timing verletzung wie metastabile Zustände kommen.
Anhang aus:
https://www.embedded.com/asynchronous-reset-synchronization-and-distribution-challenges-and-solutions/
Dussel schrieb:> Da Globalfoundries auch ein Konzern aus den USA ist,
Als AMD waren sie ne US-Firma. Und um seine Schulden zu bezahlen hat AMD
seine Fab in Dresden an die Scheichs in Arabien (Mubadala Investment
Company) verkauft.
Fpgakuechle K. schrieb:> Schon mal versucht, weiterzudenken als nur bis zur ersten Signalflanke> ?!
Das ist doch Blödsinn und so in der Realität auch gar nicht relevant.
Lothar macht hier einfach immer auf den allwissenden aber an den Toren
des elfenbeinturm hört eben auch sein wissen auf.
Olaf P. schrieb:> Asynchrone reset Signale müssen nicht synchronisiert werden
Die Altera AN545 empfiehlt anderes: der asynchrone Reset muss in jede
Taktdomäne einsynchronisiert werden. Dort diskutieren wir darüber:
Beitrag "Re: Altera Reset Synchronizer richtig machen"Fpgakuechle K. schrieb:> Und natürlich darf es beim Verlassen des Resetzustandes nicht zu dem> Problemen der timing verletzung wie metastabile Zustände kommen.
Dabei ist wieder mal die Metastabilität weniger das Problem, denn die
Flipflops sind bis zur nächsten Taktflanke locker wieder stabil. Sondern
es ist die Laufzeit des Reset-Signals zu den Flipflops. Und wenn also
wie gezeichnet der Reset zeitgleich mit der Taktflanke inaktiv wird,
dann kann es sein, dass die Hälfte des Designs (bzw. der FSM) schon mit
dieser Taktflanke losläuft, die andere Hälfte aber erst bei der
nächsten.
Siehe z.B.
http://www.lothar-miller.de/s9y/archives/64-State-Machine-mit-asynchronem-Eingang.htmlFremdschämender Ingenieur schrieb:> hies es nicht mal das intel nach dem Altera Aufkauf deren> fertigungsaufträge auf die eigen Fabs umschrieb?
Das ist naheliegend, aber so schnell geht die Umstellung und die
Freigabe der Fertigung nun auch wieder nicht.
Olaf P. schrieb:> Das ist doch Blödsinn und so in der Realität auch gar nicht relevant.
Auch mit dieser Meinung stehst du hier im Forum reichlich einsam da.
> Lothar macht hier einfach immer auf den allwissenden aber an den Toren> des elfenbeinturm hört eben auch sein wissen auf.
Ehrlich, nachdem was Du hier von dir gegeben hast (bspw.
Beitrag "Re: Verfügbarkeit Intel FPGA"),
scheinst Du nicht mal Ansatzweise in der Lage zu sein, das KnowHow
anderer zum Thema FPGA zu bewerten. Und nach meiner Einschätzung
schreibt eben Lothar, wie viele Andere auch, aus der Praxis als
Schaltungsentwickler. Den 'Elfenbeinturm' wie bspw. Studenten und
Endlos-Promoirrende findet man eher
auf der Seite der Frager und zwanghaften Kommentatoren.
Dussel schrieb:> Lothar M. schrieb:>>> du brauchst derzeit nirgendwohin wechseln, weil>> irgendwie alle um den selben Topf (TSMC) stehen und nach einem Stück>> Fleisch (Silizium) stochern.>> Das wäre vielleicht mal die Chance für alternative Anbieter. Colognechip> (als beliebiges Beispiel) lässt zum Beispiel anscheinend bei> Globalfoundries fertigen, die auch ein Werk in Dresden haben.> (https://colognechip.com/programmable-logic/gatemate/)> Da Globalfoundries auch ein Konzern aus den USA ist, löst das zwar nicht> direkt politische Probleme, aber eventuell zumindest schonmal> Lieferkettenprobleme.
Wieso soll die USA ein politisches Problem darstellen? Anyway das ganze
ist ein Angebot/Nachfrageproblem... Hat nix mit westlicher politik zu
tun. Und politische risiken sind unter westlichen nationen
vernachlässigbar. (Dies beinhaltet natürlich nicht die Russerei und
seine kommunistischen Nachbarn).
Nun das Kölner FPGA ist natürlich zu begrüssen, einsetzen kann ichs
dennoch nicht - risiken - langzeitverfügbarkeit, stabilität etc.
Lothar M. schrieb:> Olaf P. schrieb:>>> Asynchrone reset Signale müssen nicht synchronisiert werden>> Die Altera AN545 empfiehlt anderes: der asynchrone Reset muss in jede> Taktdomäne einsynchronisiert werden. Dort diskutieren wir darüber:> Beitrag "Re: Altera Reset Synchronizer richtig machen"> Fpgakuechle K. schrieb:>>> Und natürlich darf es beim Verlassen des Resetzustandes nicht zu dem>> Problemen der timing verletzung wie metastabile Zustände kommen.>> Dabei ist wieder mal die Metastabilität weniger das Problem, denn die> Flipflops sind bis zur nächsten Taktflanke locker wieder stabil. Sondern> es ist die Laufzeit des Reset-Signals zu den Flipflops. Und wenn also> wie gezeichnet der Reset zeitgleich mit der Taktflanke inaktiv wird,> dann kann es sein, dass die Hälfte des Designs (bzw. der FSM) schon mit> dieser Taktflanke losläuft, die andere Hälfte aber erst bei der> nächsten.> Siehe z.B.> http://www.lothar-miller.de/s9y/archives/64-State-Machine-mit-asynchronem-Eingang.html> Fremdschämender Ingenieur schrieb:>>> hies es nicht mal das intel nach dem Altera Aufkauf deren>> fertigungsaufträge auf die eigen Fabs umschrieb?>> Das ist naheliegend, aber so schnell geht die Umstellung und die> Freigabe der Fertigung nun auch wieder nicht.
Denke das wird höchstens für die modernen FPGAs gemacht, ein nodeswitch
ist extreeem teuer und eigentlich Sinnbefreit. Der Max10 55nm +NOR
Flash TSMC wird vermutlich kaum jemals von intel hergestellt werden.
Du könntest dir mal Gowin anschauen, die haben sich bei der Entwicklung
ihrer FPGAs bezüglich Pinout bei einigen High-Runnern der Konkurrenz
inspirieren lassen, unter anderem MAX10. Das rettet gerade einigen den
Hintern und dementsprechend wird denen aktuell die Bude eingerannt.
Die Teile funktionieren, die Tools und sonstige Ressourcen haben aber
noch einige Bugs, vor allem, wenn man das in externe Tools einbinden
muss.
FPGA schrieb im Beitrag #7015907:
> Wieso soll die USA ein politisches Problem darstellen?
Deswegen zum Beispiel:
René F. schrieb:> DigiKey hat kürzlich unsere Intel FPGA Bestellung ebenfalls storniert> mit Begründung, das aufgrund einer Anordnung des US Department of> Defense keine Exporte dieser Technologie durchgeführt werden.FPGA schrieb im Beitrag #7015907:
> Nun das Kölner FPGA ist natürlich zu begrüssen, einsetzen kann ichs> dennoch nicht - risiken - langzeitverfügbarkeit, stabilität etc.
Es ersetzt sicher nicht Hochleistungs-FPGAs in Millionenstückzahlen.
Aber im ersten Schritt könnte es für Einzelanfertigungen wie Prototypen
und Forschungsobjekte interessant sein. Im Moment wird da wohl oft eines
der großen Hersteller genommen, weil es halt da und bekannt ist, also
warum nicht. Aber gerade da könnte auch mal was anderes ausprobiert
werden. Wenn sich dadurch die Nachfrage steigert, wird das ganze auch
für größere Projekte interessanter.
Holger B. schrieb:> Du könntest dir mal Gowin anschauen, die haben sich bei der> Entwicklung ihrer FPGAs bezüglich Pinout bei einigen High-Runnern der> Konkurrenz inspirieren lassen, unter anderem MAX10. Das rettet gerade> einigen den Hintern und dementsprechend wird denen aktuell die Bude> eingerannt.> Die Teile funktionieren, die Tools und sonstige Ressourcen haben aber> noch einige Bugs, vor allem, wenn man das in externe Tools einbinden> muss.
Danke, nun Gowin wird garantiert disqualifizert sein (aus etlichen
Gründen/Risiken).
Lattice wäre evtl. eine Option, evtl microsemi oder ähnich.
Nun dass die erste wahl norm zu den beiden Marktführern geht ist ja
logisch und hat hauptsächlich mit risk management zu tun.
Viele verstehen anscheinend den Unterschied zwischen hobby und Industrie
MP nicht: Einen noname hersteller (wie zb Gowin) einzusetzen wäre
fahrlässig und riskiert die ganze firma. Oberste priorität: kein
(serien) fail!
alles andere (unter anderem kosten) ist weniger wichtig
Naja, Gowin wurde bereits von großen FPGA Entwicklerbuden qualifiziert
und als MAX10-Ersatz eingesetzt, und ich mach das hier auch nicht als
Hobby.
Daher kannst du mal davon ausgehen, dass es da eine sorgfältige Abwägung
zwischen quartalsweise beliebigen Zuteilungen von Intel mit einem
Bruchteil der benötigten Menge nebst resultierendem Produktionsstopp
über unbestimmte Zeit und dem Risiko eines bisher unbekannten
Herstellers gab. Hätte einer der etablierten was passendes liefern
können, würde man das Risiko natürlich nicht eingehen, aber wenn man
keine Wahl hat...?
Aber gut, freut mich, wenn Du Dir das noch aussuchen kannst!
Ja Pingpong FPGAs sind definitiv keine Option.
Ich hoffe das ist für euch auch nur eine überbrückungslösung - die
(politischen) risiken übersteigen bei china bei weitem ein: aktuell
nicht lieferbar, da us verteidigungsministerium benötigt :P
Von allen anderen risiken und dem ethischen aspekt mal abgesehen.
Würde mich freuen zu sehen, wenn die Kölner ein etablierter hersteller
werden.
Lattice ist lieferbar, dies ist eine ernste Option
FPGA schrieb im Beitrag #7016699:
> Nun dass die erste wahl norm zu den beiden Marktführern geht ist ja> logisch und hat hauptsächlich mit risk management zu tun.
Das so proklamierte Risk-Management hat bestimmt auch vorausgesehen,
dass von heute auf morgen gewisse Chips nicht mehr verfügbar/massiv
verteuert sind, die Software teils unter aller Sau ist und man
wochenlang festhängt, sich Firmenpolitik nach einem Aufkauf ändert, usw.
Fazit: Als risikominimierend hat sich herausgestellt,
plattformunabhängig zu entwickeln und sich nach Möglichkeit eine
Zweitquelle zu sichern.
Ich habe mir Gowin, Efinix wie auch die vielversprechende
Gatemate-Architektur im Detail angesehen und sehe da gerade bei der
Opensource-Synthese eine echte Chance, in dieser Nische zumindest
nachhaltig entwickeln zu können. Wo das Silicon nun genau herkommt,
dürfte einer fortschrittlich orientierten Industrie, die Resourcen für
Reverse-Engineering hat, egal. Mag sein, dass ein DO-256 Handbuch was
anderes sagt.
Fitzebutze schrieb:> . Mag sein, dass ein DO-256 Handbuch was> anderes sagt.
Die DO-254 "Design Assurance Guidance for Airborne Electronic Hardware"
ist nicht nur ein Handbuch/Manual für den Techniker, sie ist die Norm
für den Einsatz von FPGA/CPLD's in Flugzeugen.
In der DO wird die Elektronik nach verschiedenen 'Risiken' eingeteilt,
von DAL-E (juckt nicht) zu DAL-A (Flieger schmiert ab, alle tot).
Anspruchsvoll wird es für den Entwickler ab DAL-C, da die dafür
geforderten Ausfallwahrscheinlichkeiten geringer als für ein
Elektronikbauteilüblich sind (10^-5 bis 10^-7 pro Flugstunde). Deshalb
velangt man bspw. die Qualifikation der Toolchain, was heisst das
Synthesetools etc. eine gewisse Reife erreicht haben und damit
nachgewiesen haben, das sie 'korrekten' Input (bspw. HDL) in äquivalnt
korrekten Output (bit-file) umsetzen. Bei dieser Qualifikation tut man
sich bei den seit Jahrzehnten bekannten tools/Chips (Xilinx, Microsemi)
leichter als bei neueren. Aber auch bei diesen ist (insbesonders bei
DAL-A, DAL-B) noch viel (unsicheres) Neuland, so galt der Zynq 2019 noch
als nicht für Airborne qualifiziert (könnte heute anders sein).
>Fazit: Als risikominimierend hat sich herausgestellt,>plattformunabhängig zu entwickeln und sich nach Möglichkeit eine>Zweitquelle zu sichern.
Volle Zustimmung,
man sollte sich regelmäßig überzeugen, das man den Quellcode auch auf
anderes Hersteller übertragen kann. Das bedeudet oft, das man sich von
einigen Hersteller-Sonderlocken trennt, grad bei Altera gibt es da
meines Erachtens sehr spezifische Tools die Altera selbst nicht mehr mit
updates unterstütztz (z.B. geht Cyclone II nicht mit Quartus älter 13.0
(aktuell 22)). Manche nutzen aus diesem Grund HDL-Designer und
synplicity, weil mit diesen tools Designs für verschiedenen
Plattformenen generiert werden kann.
DO-254 DAL A oder B ist einfach eine andere Welt im Vergleich zu
Consumer FPGA Designs. Dort möchte man kein FPGA verwenden, das nicht
gut erprobt ist und vom Hersteller unterstützt wird. Also Xilinx/AMD
oder Microsemi. Intel ist da auch im Boot, scheint das allerdings nicht
so richtig als seinen Markt zu sehen.
Im Aerospace-Bereich sind Stückzahlen eher klein, Lieferverträge sehr
lang und Stückkosten nicht so relevant.
Allgemein sind FPGAs zur Zeit schwer zu bekommen. Aber es ist möglich
für neue Designs Samples zu bekommen. Brot und Butter FPGAs in größeren
Stückzahlen eher nicht so leicht. So zumindest mein Eindruck.
Hallo zusammen,
Als Kommentar von der Seitenlinie: Microchip (ehemals Microsemi) sind
für den mittelbaren Umstieg eine mögliche Alternative.
Im Februar gab es zu dem Thema ein Webinar und demnächst macht Arrow
ebenfalls eines.
Einsatz in sensiblen Bereichen ist damit ok und v.a. die
Langzeitverfügbarkeit dort wird ganz stark rausgestellt.
Schönen Gruß
Schloßgeist
Reinhard schrieb:> DO-254 DAL A oder B ist einfach eine andere Welt im Vergleich zu> Consumer FPGA Designs. Dort möchte man kein FPGA verwenden, das nicht> gut erprobt ist und vom Hersteller unterstützt wird.
... und für das eine entsprechende Lieferzeit / Mindestliefermenge bei
last buy garantiert wird ...