Finde ich nur richtig. Bei größerem Angebot muss man eben stärker
filtern.
Gerne auch nur noch Master. Nur danach sollte Schluss sein, denn einen
Dr. habe ich nicht!
Halte ich für eine Falschaussage. Es werden immer mehr
Geringqualifiziete für Aufgaben eingesetzt, wofür früher Akademiker
eingesetzt wurden. Es geht nur um Lohndrückerei. Wenn das
Arbeitsergebnis aufgrund mangelnder Qualifikation auch mangelhaft
ausfällt, interessiert hinterher meist nicht.
Thomas1 schrieb:> In der IT werden hauptsächlich Akademiker gesucht.
Was willst du in der IT auch mit Idioten ? Die aktuellen Resultate der
Quereinsteiger und self taught sind niederschmetternd, und wenn die
Grundlagen schon fehlen taugt das Endergebnis halt wenig. Statt einem
Möchtegernexperten bekommt man zum selben Preis 3 Inder.
MaWin schrieb:> Die aktuellen Resultate der> Quereinsteiger und self taught sind niederschmetternd, und wenn die> Grundlagen schon fehlen taugt das Endergebnis halt wenig.
Man hofft halt drauf, dass die Profis den Luschen auf die Sprünge helfen
und deren Mist ausbügeln. Das klappt halt nicht immer, sondern nur wenn
sich die Profis nichts neues suchen können.
Leser schrieb:> Halte ich für eine Falschaussage. Es werden immer mehr> Geringqualifiziete für Aufgaben eingesetzt, wofür früher Akademiker> eingesetzt wurden.
Ich habe den eher gegenteiligen Eindruck. Inzwischen fordern viele
Firmen selbst für simple und dumme IT-Aufgaben nen akademischen
Abschluss.
Dafür ist dann der akademische Abschluss an sich nahezu völlig wumpe.
Solange man kein Pädagoge oder Gender-irgendwas ist, ist man anscheinend
besser qualifiziert als jeder FISI oder FAE. BWL qualifiziert quasi
automatisch für Führungsaufgaben in IT-Projekten.
Aber gut, das IT-Umfeld ist eh hoffnungslos kaputt.
Für die FISI und FAE bleiben dann maximal die richtig üblen Mist- und
Dreckjobs übrig, für die sich die Akademiker zu fein sind.
Wenn FISI oder FAE auf eigene Initiative das Studium nachholen, isses
gut für die eigene Bespaßung, aber mit Ausnahme vom Job beim Staat, wird
das dann einem noch negativ und nachteilig ausgelegt.
Ist man FISI/FAE, männlich, behindert, Migrant mit nicht asiatischer
Herkunft oder hat sonst ne Macke im Lebenslauf, kann man es in der IT
gleich völlig vergessen. Selbst wenn man zufälligerweise haargenau auf
die Jobbeschreibung passt, inkl. sehr speziellem know-how. Als Frau hat
man eher Vorteile, wegen der Quoten, da sind die eben genannten Dinge
wieder eher egal.
Bei Freelancer und sonstigen Selbstständigen ist es dann aber wieder
völlig egal und man will nur Ergebnisse sehen.
Also, kein Wunder, dass die Firmen herumheulen.
Ja warum wohl? Unsereins ist schlau und in der Lage, alle Probleme
zeitnah und in hoher Qualität zu lösen. Das spricht sich rum, und alle
wollen uns gerne haben.
BWL - Ohweh schrieb:> Die überbezahlten HR-Affen*innen sind wieder Schuld. Können nur stumpf> zwischen kleiner und größer, hässlicher und schöner unterscheiden. Da> fragt man sich, warum die nicht gefeuert und gegen K. I. ersetzt werden?
K.I. trifft doch am Ende nur rassistische Entscheidungen und den
Image-Gau kann sich doch keiner leisten. ;)
"Alle suchen Akademiker"
Dieses Land sieht nun wirklich nicht danach aus.
Atomenergie - keine Zukunft.
Verbrennungsmotor - keine Zukunft.
chemische Industrie - keine Zukunft.
Stahlindustrie - keine Zukunft.
und, und, und.
Ich hab damals als "nicht akademiker" in IT schnell mehr verdient als
die unfähigen akademiker. Etwa 50% der akademiker sind unfähig, etwa 10%
sind gut.
Als subcontractor auf installation hab ich dann den guten akademikern
das essen bezahlt weil selbst die hochdotierten 3 mal weniger die stunde
bekommen haben.
> "IT-Fachkräfte"
O-Ton einer solchen "IT-Fachkraft":
"Ich klicke einfach so lange auf alle Kästchen in allen
Registerkarten bis es funktioniert."
Und der hat das ernst gemeint.
Andererseits wäre auch kein echter Akademiker bereit, für die
paar Kullerchen die da gezahlt werden, den Job zu übernehmen.
Die Jungs bei Heise sollten erstmal selber wieder ihr Knoffhoff
aufbauen bevor sie anfangen mit Dreck zu werfen.
Ein wesentliches Einstellungsmerkmal scheint: "Ich kann ein
Eierfon richtig halten" zu sein.
Dieter schrieb:> Und noch der Weg für NichtAkademiker:
Au weia! Was die HR Affen nicht wieder alles verrechen. Erst waren es
die Inder, die D retten sollten, nun die Sonderschüler.
Das sind dann solche Spacken, wie ein Ex-Komilitone, der mich im fünften
(!) Semester Informatik fragte, was denn ein Pointer sei! Ich hoffe
nicht, daß er das Studium geschafft hat.
>Ich hab damals als "nicht akademiker" in IT schnell mehr verdient als>die unfähigen akademiker. Etwa 50% der akademiker sind unfähig, etwa 10%>sind gut.
Da hast Du glück gehabt. Bei vielen Firmen ist der Lohn halt leider
direkt an den Bildungsabschluss geknüpft statt an die Aufgabe.
Aber ich will Dir recht geben, der Akademische Abschluss sagt nichts
darüber aus ob jemand was taugt. User Geselle macht Aufgaben die tief in
Messtechnik und HW-Entwicklung gehen. Wir haben im Gegensatz einige mit
Masterabschluss in Elektrotechnik die aber von Elektronik keinerlei
Ahnung haben. Werden dann "umbesetzt" und bekommen eher Projektleiter
oder Verwaltungsjobs.
>Das sind dann solche Spacken, wie ein Ex-Komilitone, der mich im fünften>(!) Semester Informatik fragte, was denn ein Pointer sei! Ich hoffe>nicht, daß er das Studium geschafft hat.
Wir haben in einem Meeting neulich einem der Elektrotechnik studierte
erklärt wie man den Basisvorwiderstand eines Transistors zu
dimensionieren hat. (nix HF, Transistor als Schalter) Wie so Leute ein
Studium schaffen hab ich auch nicht verstanden, eigestellt wurde er mit
"Berufserfahrung".
Mohammed A. schrieb:> Als subcontractor auf installation
Klingt nach ANÜ-Äffchen mit Großmachtphantasien.
> hab ich dann den guten akademikern> das essen bezahlt weil selbst die hochdotierten 3 mal weniger die stunde> bekommen haben.
Klar, weil ihr erst mal die Gehaltszettel verglichen habt. Wer kennt das
nicht.
> Thomas1 schrieb:> In der IT werden hauptsächlich Akademiker gesucht.
Was willst du auch mit sogenannten Quereinsteigern, Hartz-IV'lern,
Bäcker und Frisören, die vom Arbeitsamt in einem zwei Wochen Kurs zum
sogenannten Fachinformatiker ausgebildet wurden anfangen.
Zocker_60 schrieb:> die vom Arbeitsamt in einem zwei Wochen Kurs zum> sogenannten Fachinformatiker ausgebildet wurden anfangen.
Fachinformatiker ist ein offizieller Ausbildungsberuf wie
Industriemechaniker oder Schreiner, d.h. man benötige eine i.d.R.
3-jährige Ausbildung.
Tippdroide schrieb:> Semester Informatik fragte, was denn ein Pointer sei!
Das ist doch klar. Das ist das Ding das Professor*innen während der
Vorlesung in der Hand halten. Mit dem Laserpunkt auf der
Projektionsfläche werden dabei wilde Sachen gemacht.
Mohammed A. schrieb:> Ich hab damals als "nicht akademiker" in IT schnell mehr verdient als> die unfähigen akademiker. Etwa 50% der akademiker sind unfähig, etwa 10%> sind gut.
Neben diversen in einer akademischen Ausbildung vermittelten Konzepten
und Begriffen steht dieser Bildungsweg insbesondere für
Abstraktionsvermögen. Einem Fachinformatiker wird dies im Bildungsweg
nur begrenzt abverlangt. Das heisst freilich nicht, dass ein Doktor in
Astrophysik stets auch als ITler taugt.
Beim Ausbildungszweig "Fachinformatik Systemintegration" kann das
beispielsweise heissen, dass jene, die darin schwach sind, Kabel ziehen,
Geräte aufbauen und mit Anwendern telefonieren, während jene mit mehr
Talent ggf Systeme und Netzwerke administrieren.
Ein Unternehmen, das auf dem Arbeitsmarkt fertig ausgebildete Leute für
höhere Aufgaben sucht, wird sich daher vorzugsweise nach Akademikern
umsehen. Bildet das Unternehmen hingegen selbst aus, kann es bereits in
der Auswahl der Azubis vorsortieren und im Laufe der Ausbildung
feststellen, wozu die Person taugt. Der Wunsch nach mehr Akademikern mit
genau passender Fachrichtung kann also auch für den Unwillen eines
Unternehmens stehen, bei der Ausbildung selbst Hand anzulegen.
Ziemlicher Mist ist die Ausbildung zum Fachinformatiker
Systemintegration allerdings in Corona-Zeiten. Im Homeoffice ohne
direktem Kontakt mit den ausbildenden Kollegen ist es ausgesprochen
schwierig rüber zu bringen.
Jan K. schrieb:> Wir haben in einem Meeting neulich einem der Elektrotechnik studierte> erklärt wie man den Basisvorwiderstand eines Transistors zu> dimensionieren hat. (nix HF, Transistor als Schalter) Wie so Leute ein> Studium schaffen hab ich auch nicht verstanden, eigestellt wurde er mit> "Berufserfahrung".
da kann ich über... (Werner)
Bei meinem letzten AG war ein Master E-Technik, der meinem Chef erklären
wollte, dass man einen 0-Ohm Widerstand weglassen könne, denn der sei ja
gar nicht da! Er wurde schon ein wenig laut/aufdringlich dabei, weil
keiner sonst im Raum ihm folgen konnte!
Aber: ich hatte auch einen Studienabbrecher (Informatik) als Kollegen,
der eine absolute Koryphäe auf diesem Gebiet ist. Habe viel bei ihm
gelernt. Tja und dann gibt es die LowPerformer und A-Kriecher. Mein
letzter Chef hat nach 12 Monaten in dem Laden das Handtuch geworfen und
Ex-Kollege A-Kriecher ist dann Cheffchen geworden.
Aber man kann auch nur solche nach oben "wegloben", denn wenn sie etwas
drauf hätten, würde man auf Sachbearbieterebene ein Loch reissen, das
dann wieder gestopft werden muß.
Tippdroide schrieb:> Aber man kann auch nur solche nach oben "wegloben", denn wenn sie etwas> drauf hätten, würde man auf Sachbearbieterebene ein Loch reissen, das> dann wieder gestopft werden muß.
Weiter oben braucht man andere Talente. Hände schütteln, gute Miene zum
bösen Spiel machen, mit Leuten konferieren, die man verabscheut, ohne
sie das merken zu lassen, den halben Tag in Konferenzen verbringen,
Projekte planen statt implementieren, Widerstände überwinden statt
berechnen, Budgets einhalten, ... Mit etwas Glück landen also manche
Leute entgegen dem Peter-Prinzip durch Aufstieg überhaupt erst in der
Ebene ihrer Kompetenz. ;-)
Ich bin eine der sagenumwobenen IT-Fachkräfte (M.Sc. Informatik), und
was ich im Studium gelernt hab ist völlig irrelevant. Mitdenken ist im
Job unerwünscht, ich habe exakt 1:1 das zu tun was von oben vorgegeben
wird, an Fachkenntnissen brauche ich nur grundlegende C-Kenntnisse, also
wirklich nur die Basics. Mein Kollege (E-Technik) hat die heilige
verkettete Liste implementiert (die irgendwie für alles O(n) braucht),
die darf ich nicht anfassen, das ist zu hoch für mich.
Viel wichtiger ist die Fähigkeit, in unendlichen Meetings aufmerksam zu
bleiben und immer schön "Ja" zu sagen, immer brav den wichtigen
Mitarbeitern zu huldigen und natürlich auch Mails weiterleiten. Gestern
durfte ich was aufregendes neues machen: Kabel crimpen. Ich glaube,
IT-Akademiker will man nur haben damit es im Organigramm toll aussieht,
de facto braucht man die nicht. Das lässt man sich interessanterweise
aber ganz schön was kosten.
> von (prx) A. K. (prx)> 01.04.2022 09:40> Fachinformatiker ist ein offizieller Ausbildungsberuf wie> Industriemechaniker oder Schreiner, d.h. man benötige eine i.d.R.> 3-jährige Ausbildung.
Mag sein.
Das schlimme ist, das sich die Figur von Arbeitslosenkurs selber im
gleichen Atemzug nennt wie jemand der eine reguläre Ausbildung gemacht
hat.
Offensichtlich ist die Berufsbezeichnung nicht geschützt. Jeder
Hanswurst der eine Waschmaschine repariert nennt sich ja auch Techniker.
Nicht zu verwechseln mit einem staatlich geprüften Techniker.
Konzernbeamter schrieb:> Ich bin eine der sagenumwobenen IT-Fachkräfte (M.Sc. Informatik), und> was ich im Studium gelernt hab ist völlig irrelevant.
Dann solltest du über einen Jobwechsel nachdenken. Mir hilft das Studium
jeden Tag. Die extrem mathematischen Inhalte natürlich nicht, aber aus
den Bereichen OS, Netzwerke und Software Engineering auf jeden Fall.
Konzernbeamter schrieb:> Mein Kollege (E-Technik) hat die heilige> verkettete Liste implementiert (die irgendwie für alles O(n) braucht),> die darf ich nicht anfassen, das ist zu hoch für mich.
Danke, da musste ich wirklich lachen. Gut geschrieben. Der Msc.
Informatik der keine verkettete Liste kann und der E-Techniker der
Algorithmen in C implementieren und die Laufzeit bewerten kann.
Scheint lustig zu sein bei euch.
PS: O(n) ist beim reinen Zugriff/Suchen in einer Liste oder ähnlichem
nicht besonders spektakulär. O(log(n)) wäre toller.
Senf D. schrieb:> Cyblord -. schrieb:>> Danke, da musste ich wirklich lachen. Gut geschrieben.>> Ändert aber nichts daran, dass es nur schlecht getrollt ist.
Ja natürlich. Das darf nicht ernst nehmen.
Dieter H.-Antagonist schrieb:> Dann solltest du über einen Jobwechsel nachdenken.
Ich hab schon gekündigt. Ich bin sehr gespannt wie es in der nächsten
Firma wird.
Dieter H.-Antagonist schrieb:> Die extrem mathematischen Inhalte natürlich nicht, aber aus> den Bereichen OS, Netzwerke und Software Engineering auf jeden Fall.
Software-Engineering scheint ja in der (Embedded-)Industrie verpönt zu
sein, weil das Akademiker-Theorie-Zeug ist.
Cyblord -. schrieb:> Danke, da musste ich wirklich lachen. Gut geschrieben. Der Msc.> Informatik der keine verkettete Liste kann und der E-Techniker der> Algorithmen in C implementieren und die Laufzeit bewerten kann.> Scheint lustig zu sein bei euch.
Ich bin mir jetzt nicht sicher ob du meine Ironie verstanden hast?
Natürlich kann ich verkettete Listen, und noch viel mehr, und das seit
der Schulzeit. Ich kenne sogar die mathematischen Grundlagen/exakte
Definition der Landau-Symbole, huiuiui. Das interessiert halt nur
keinen, weil Akademiker-Zeug.
Der E-Techniker-Kollege hat da mal so eine skurrile
Listen-Implementation gebastelt und die ist jetzt die einzige Wahrheit,
die dürfen wir Informatiker nicht anfassen.
Cyblord -. schrieb:> PS: O(n) ist beim reinen Zugriff/Suchen in einer Liste oder ähnlichem> nicht besonders spektakulär. O(log(n)) wäre toller.
Das hast du offenbar nicht verstanden. Ich wollte sagen dass die
Implementation viel zu langsam ist, weil sie eben auch zum Hinzufügen
O(n) braucht. Weil man aber Laufzeit-Betrachtung für Elfenbeinturm-Zeug
und Zeitverschwendung (wir brauchen mehr Zeit für Meetings) hält bleibt
das so.
Die studierten Ings sitzen aber auch seit über einem Jahr an einer
PT1000-Auswertung, sie schaffen es nicht die Störungen auf einer
meterlangen Sensorleitung loszuwerden. Komisch.
Ich kriege zunehmend verzweifelte Mails von den Technikern, dass die
Software auf der Anlage gelegentlich muckt (kann passieren bei einem
Prototypen), die aber sehr bald bei einer technischen Überprüfung
funktionieren muss. Ich als Akademiker würde da jetzt mal einen Logger
an den Feldbus klemmen, einen JTAG-Debugger an den Controller, und dem
Embedded-Linux System via SSH auf die Finger schauen. Aber was weiß ich
schon, das machen wir so nicht. Ich bin gespannt was die wahren Experten
sich da noch überlegen (scharf auf den Code schauen?).
Senf D. schrieb:> Ändert aber nichts daran, dass es nur schlecht getrollt ist.
Leider bittere Wahrheit. Aber nicht mehr lange, zumindest für mich.
Cyblord -. schrieb:> Danke, da musste ich wirklich lachen. Gut geschrieben. Der Msc.> Informatik der keine verkettete Liste kann und der E-Techniker der> Algorithmen in C implementieren und die Laufzeit bewerten kann.
Es gibt immer wieder Einzelfälle quer zur Vorurteil. So konnte es
vorkommen, dass der Uni-Informatiker besser mit dem guten alten HP-Oszi
der Technik-Abteilung zurecht kommt, als dessen Personal. Nur haben die
mehr mit Grobelektrik zu tun und ich hatte Oszis dieser Art schon als
Schüler genutzt. Sofern der Respekt voreinander vorhanden ist,
funktioniert das.
Cyblord -. schrieb:> PS: O(n) ist beim reinen Zugriff/Suchen in einer Liste oder ähnlichem> nicht besonders spektakulär. O(log(n)) wäre toller.
Das ist auch wieder nur Halbwissen, da es nur unter bestimmten Annahmen
gilt. Eine unsortierte einfach verkettete Liste beispielsweise (x:xs)
hat immer eine lineare Komplexität in der Suche.
Konzernbeamter schrieb:> Mitdenken ist im Job unerwünscht
Tja, und bei mir es ist es genau umgekehrt. Aus welcher unserer beiden
Einzelerfahrung lässt sich also auf die Allgemeinheit schliessen?`
Stellt sich für mich eher die Frage, ob du in deinem Job genau richtig
bist, weil du nicht selber denken willst, ob dir der Status des
Konzernbeamten recht genehm ist? Immerhin gibts auch andere Job-Profile.
Konzernbeamter schrieb:> Ich bin eine der sagenumwobenen IT-Fachkräfte (M.Sc. Informatik),> und was ich im Studium gelernt hab ist völlig irrelevant.
Aua - tut mir leid für Dich. Aber das ist reine Unternehmensphilosophie
Mein letzter AG ist - nachdem Generation Nr.3 das Ruder übernahm, auch
zu so einem AG mutiert. Als ich dorthin kam, gab es 10 Jahre lang
keinen, der aus der Entwicklung (Software/Elektro/Blech) gekündigt hat
oder gekündigt wurde. Als ich 2018 ging, sind nach mir drei Kollegen
(alles Akademiker) 2018/19 gegangen. Danach weiss ich es nicht, da der
Kontakt zu Exkollegen abriss.
> Mitdenken ist im Job unerwünscht
Bei manchen Firmen ist Mitdenken unerwünscht. Beim Rest ist es verboten.
> wird, an Fachkenntnissen brauche ich nur grundlegende C-Kenntnisse, also> wirklich nur die Basics. Mein Kollege (E-Technik) hat die heilige> verkettete Liste implementiert (die irgendwie für alles O(n) braucht),> die darf ich nicht anfassen, das ist zu hoch für mich.
Kenn ich alles, fast wortgetreu.
Zumindest bei EINFACH verk.Listen ist das - O(n) - doch immer so, oder
hab ich im Studium geschlafen?
Konzernbeamter schrieb:> Leider bittere Wahrheit. Aber nicht mehr lange, zumindest für mich.
Job wechseln ist immer eine Lösung. Ansonsten die Eier auf den Tisch und
die Probleme angehen. Es ist nur eine Frage des Willens. Du musst dich
auch in die Situation deiner Kollegen reinversetzen, die
interdisziplinär arbeiten und die grundlegende Problematik nicht
verstehen. Manchmal muss man sich unbeliebt machen, um im Nachhinein als
Experte geschätzt zu werden. Und solche Einflussbereiche brauchen auch
etwas Zeit, von heute auf morgen wird niemand nach deiner Pfeife tanzen.
Aber in einigen Monaten kann man doch vieles bewirken. Man muss es nur
wollen.
> .. Mit etwas Glück landen also manche Leute entgegen dem Peter-Prinzip durch
Aufstieg überhaupt erst in der Ebene ihrer Kompetenz. ;-)
Das Glueck besteht dann darin, dass Entscheide aufgrund fehlender
Grundlagen getroffen werden, und eine zuaellicge Entscheidung auch gut
sein kann.
Jan K. schrieb:>>Ich hab damals als "nicht akademiker" in IT schnell mehr verdient als>>die unfähigen akademiker. Etwa 50% der akademiker sind unfähig, etwa 10%>>sind gut.>> Da hast Du glück gehabt. Bei vielen Firmen ist der Lohn halt leider> direkt an den Bildungsabschluss geknüpft statt an die Aufgabe.>> Aber ich will Dir recht geben, der Akademische Abschluss sagt nichts> darüber aus ob jemand was taugt. User Geselle macht Aufgaben die tief in> Messtechnik und HW-Entwicklung gehen. Wir haben im Gegensatz einige mit> Masterabschluss in Elektrotechnik die aber von Elektronik keinerlei> Ahnung haben. Werden dann "umbesetzt" und bekommen eher Projektleiter> oder Verwaltungsjobs.>>>Das sind dann solche Spacken, wie ein Ex-Komilitone, der mich im fünften>>(!) Semester Informatik fragte, was denn ein Pointer sei! Ich hoffe>>nicht, daß er das Studium geschafft hat.>> Wir haben in einem Meeting neulich einem der Elektrotechnik studierte> erklärt wie man den Basisvorwiderstand eines Transistors zu> dimensionieren hat. (nix HF, Transistor als Schalter) Wie so Leute ein> Studium schaffen hab ich auch nicht verstanden, eigestellt wurde er mit> "Berufserfahrung".
Ja und? Wüsste ich jetzt auch nicht per se. Hab es das letzte mal im
Studium gebraucht und dann nie wieder. Kurz google und gut.
Wüsstest du die Stromteilerregel noch richtig anzuwenden? Oder das
Biot-Savart-Gesetz? Stetigkeitbedingungen an Grenzflächen?
Differenzverstärker mit Transistoraufbau? Bode-Diagramm-Auswertung?
Alles ohne nachsehen? Alles Grundlagen.
Scheint als hätte ich einen Nerv getroffen :)
(prx) A. K. schrieb:> So konnte es> vorkommen, dass der Uni-Informatiker besser mit dem guten alten HP-Oszi> der Technik-Abteilung zurecht kommt, als dessen Personal
Hehe, unsere E-Abteilung hat ein High-End-Oszilloskop zum Preis eines
Oberklassewagens und kann damit nicht umgehen. Am Debuggen eines SPI ist
man damit gescheitert. Währenddessen kriegen wir Software-Leute keinen
CAN-Logger...
(prx) A. K. schrieb:> Stellt sich für mich eher die Frage, ob du in deinem Job genau richtig> bist, weil du nicht selber denken willst
Ich will schon (noch!). Ich habe viele Ideen. Aber es wird einem
verleidet.
Tippdroide schrieb:> Als ich 2018 ging, sind nach mir drei Kollegen> (alles Akademiker) 2018/19 gegangen. Danach weiss ich es nicht, da der> Kontakt zu Exkollegen abriss.
Tja, ich bin auch nicht der erste und sicherlich nicht der letzte der
kündigt, alles während der Geschäftsbereich massiv wachsen soll. Man
verfolgt hier die Philosophie "Entwickler kann man neu einstellen, wir
ändern nichts an unserem Vorgehen". Mich würde interessieren ob die
Firma zu denen gehört, die über mangelnde Fachkräfte jammern.
Tippdroide schrieb:> Kenn ich alles, fast wortgetreu.> Zumindest bei EINFACH verk.Listen ist das - O(n) - doch immer so, oder> hab ich im Studium geschlafen?
Na dann willkommen im Club :) das Hinzufügen und Entfernen geht in O(1),
man muss ja nur prev/next/first/last Pointer umbiegen. Es sei denn man
macht eine seltsame Hybrid-Konstruktion aus Liste und Array welche die
Nachteile beider Welten kombiniert und ignoriert gekonnt die Tatsache,
dass es schon eine Million Libraries für Datenstrukturen gibt.
Listenzocker schrieb:> Konzernbeamter schrieb:>> Leider bittere Wahrheit. Aber nicht mehr lange, zumindest für mich.>> Job wechseln ist immer eine Lösung. Ansonsten die Eier auf den Tisch und> die Probleme angehen.
Ist leichter gesagt als getan. Dafür braucht man sehr starke Nerven und
viel Ausdauer. Und warum gegen Windmühlen kämpfen wenn man auch woanders
hin kann?
Listenzocker schrieb:> Manchmal muss man sich unbeliebt machen, um im Nachhinein als> Experte geschätzt zu werden.
Einige Kollegen haben genau das versucht, genau das zu tun, wofür sie
eingestellt wurden. Die wurden aufs Abstellgleis geschoben und man
wartet bis sie von selbst kündigen. Wenn man kurz vor der Rente ist kann
man so super eine ruhige Kugel schieben, aber wenn man noch jung ist und
vielleicht noch mal wechseln will und im VG dann nicht sagen will "die
letzten Jahre hab ich eigentlich gar nichts gemacht" ist das nicht so
dolle.
In meinem letzten Job wurde ein hochqualifizierter Experte für KI
eingestellt, der auch ein paar Monate später gekündigt hat, weil er
seine Fähigkeiten nicht einbringen durfte. Mir ging es dort sehr
ähnlich, ich durfte z.B. keine relationale Datenbank verwenden weil das
zu "High-Tech" ist. Ich habe etwas länger ausgehalten als er, aber dann
auch gekündigt.
Wie gesagt: Die Fachkenntnisse eines Akademikers werden gar nicht
gebraucht. Durchsetzungsvermögen (Eier auf den Tisch etc.) ist viel
wichtiger, aber das lernt man nicht im Studium, im Gegenteil. Und es ist
auch eine Charakterfrage, dazu ist nicht jeder gemacht. Ist es nicht
auch etwas absurd, jemanden zu suchen, der sich gegen dich durchsetzt
und sein Vorgehen aufdrückt? Ist man eigentlich ein Team-Player wenn man
sich durchsetzt (Eier auf den Tisch)? Bei solchen Formulierungen wundert
es auch keinen, dass es in der IT wenig Frauen gibt. Die haben oft auch
keine Lust auf solche Rangeleien.
glaube ich nicht schrieb:> "Alle suchen Akademiker">> Dieses Land sieht nun wirklich nicht danach aus.>> Atomenergie - keine Zukunft.> Verbrennungsmotor - keine Zukunft.> chemische Industrie - keine Zukunft.> Stahlindustrie - keine Zukunft.> und, und, und.
Braucht man in den Zukunftsbereichen denn keine Akademiker? Oder braucht
man da etwa Leute, die arbeiten? ;)
Konzernbeamter schrieb:> Wie gesagt: Die Fachkenntnisse eines Akademikers werden gar nicht> gebraucht.
Welche besonderen Fachkenntnisse besitzt du denn? Wenn du es fachlich
drauf haben willst, dann hättest du eine Promotion machen müssen. Jetzt
ist es nichts Halbes und nichts Ganzes bei dir. Und was du über
Datenstrukturen von dir gibst ist Oberstufenstoff. In die Top
Softwarefirmen kommst du ohne diese Grundlagen garnicht rein (und nein,
nicht jeder "Konzern" wie die Telekom ist Top).
Konzernbeamter schrieb:> Durchsetzungsvermögen (Eier auf den Tisch etc.) ist viel wichtiger, aber> das lernt man nicht im Studium, im Gegenteil. Und es ist auch eine> Charakterfrage, dazu ist nicht jeder gemacht.
Das sind Tatsachen. Deswegen sollte man kein Fachidiot werden, sondern
auch ein normales Leben führen, in dem man abverlangt wird und sich
selbst überwinden muss.
Konzernbeamter schrieb:> Ist man eigentlich ein Team-Player wenn man sich durchsetzt (Eier auf> den Tisch)?
Das klingt eher so, als würdest du ganz andere Probleme haben. Wenn du
technisch kein Lowperformer bist, beweis es dir erstmal selbst und fang
an bei Google/Facebook Open Source Software zu comitten. Und dann
bekommst du auch einen technischen Job, versprochen.
Konzernbeamter schrieb:> Na dann willkommen im Club :)
Oh... ich hab schon 2018 gekündigt. :-) Love it, change it or leave it.
#1 vereinbart sich nicht mit meiner Person
#2 scheitert immer an äußeren Einflüssen
#3 war immer der stressfreieste Weg ;-)
> das Hinzufügen und Entfernen geht in O(1),> man muss ja nur prev/next/first/last Pointer umbiegen.
OK. Ich bin davon ausgegangen, dass man nur den Anker (first pointer)
hat.
Sonst gebe ich Dir natürlich recht.
> Ist leichter gesagt als getan. Dafür braucht man sehr starke Nerven und> viel Ausdauer. Und warum gegen Windmühlen kämpfen wenn man auch woanders> hin kann?
Windmühlen. Ohja. Was hab ich 2006..2008 gefucht. Hatte damals gottlob
nur einen 2-Jahresvertrag. Branche: sehr klein, man kennt sich, d.h.
auch die Kunden untereinander. Neue Maschine (SW ist C/C++ Hybrid
Wartungsleiche) floppt, Kunden wollen alte Maschine. CPLDs für alte
Maschine nicht mehr lieferbar. HW-Kollege erarbeitet ein Daughterboard
für PLCC Sockel, um neue, lieferbare CPLDs frankensteinmäßig an die alte
HW zu adaptieren.
Sagt wohl alles. Dem Laden habe ich über 10 Jahre Brustschmerzen zu
verdanken, selbst als ich dort weg war haben sie nur etwas nachgelassen.
Aber seit ich seit 2019 aus dem Hamsterrad raus bin, geht es mir
gesundheitlich wesentlich besser.
> Einige Kollegen haben genau das versucht, genau das zu tun, wofür sie> eingestellt wurden. Die wurden aufs Abstellgleis geschoben und man> wartet bis sie von selbst kündigen.
Exakt so läuft es nämlich. Alles andere sind Hirngespinste aus dem
Wolkenkuckucksheim!
> vielleicht noch mal wechseln will und im VG dann nicht sagen will "die> letzten Jahre hab ich eigentlich gar nichts gemacht" ist das nicht so> dolle.
Kollege sagte mal: wenn man keine Herausforderungen hat, macht man sich
seine eigenen (im privaten Umfeld).
> Wie gesagt: Die Fachkenntnisse eines Akademikers werden gar nicht> gebraucht.
Yupp. Mehr als sin/cos und sqrt() habe ich NIE gebraucht. Lediglich in
priv.Projekten habe ich mal Lagrange-Polynome angewandt.
Abseits der Thematik eine Frage in die Runde:
Hat schon mal einer erlebt, dass eine Firma mittelmäßig war (ich gehe
davon aus, dass niemand wissentlich bei einer schlechten Firma anheuert)
und es wurde mit der Zeit besser?
Ich kenne es nur so, dass es mit der Zeit schlechter wurde oder gleich
bescheiden blieb. Aus meinem pers. Umfeld höre ich es auch so. Selbst
vor Mobing wird nicht Halt gemacht.
Listenzocker schrieb:> Konzernbeamter schrieb:>> Wie gesagt: Die Fachkenntnisse eines Akademikers werden gar nicht>> gebraucht.>> Welche besonderen Fachkenntnisse besitzt du denn?
Eine ganze Menge. Angefangen bei theoretischer Mathematik über
Embedded-Programmierung, (RT)OS-Entwicklung, FPGA, Regelungstechnik,
3D-Programmierung, bis zur Web, App- und Cloudentwicklung und
Software-Engineering. Eine ganze Reihe an Programmiersprachen. Und
nebenher natürlich alles aus dem Studium, was ich sehr gut abgeschlossen
habe.
Listenzocker schrieb:> Wenn du es fachlich> drauf haben willst, dann hättest du eine Promotion machen müssen.
Ich bin doch jetzt schon überqualifiziert. Wer stellt einen Dr. ein? Und
lässt ihn auch machen und glaubt ihm was er so erzählt? Ein Chef ohne
Dr. lässt sich doch nichts von einem Dr. erzählen, es winkt das
Abstellgleis. Ganz davon abgesehen dass eine Promotion ein gigantischer
Stress ist, das bekomme ich aus der Familie mit.
Listenzocker schrieb:> Und was du über> Datenstrukturen von dir gibst ist Oberstufenstoff.
Ja eben. Und trotzdem glaubt man es mir nicht, weil die lieben
Quereinsteiger-Kollegen es "besser" wissen. Bis zum "echten"
Studiums-Wissen kommen wir gar nicht, alles Akademiker-Zeug.
Listenzocker schrieb:> Das sind Tatsachen. Deswegen sollte man kein Fachidiot werden, sondern> auch ein normales Leben führen, in dem man abverlangt wird und sich> selbst überwinden muss.
Was ist "normal"? Wir haben alle unseren besonderen Hintergrund. Haben
nur Macho-Typen ein Recht auf Anstellung, vernünftige Arbeitsumgebung
und respektvolle Behandlung? Ich mache auch Sachen vor denen diese
typischen Dicke-Hose-Schwätzer Angst hätten. Aber die haben nichts mit
dem Arbeitsleben zu tun.
Listenzocker schrieb:> Wenn du> technisch kein Lowperformer bist, beweis es dir erstmal selbst und fang> an bei Google/Facebook Open Source Software zu comitten. Und dann> bekommst du auch einen technischen Job, versprochen.
Bei Google, Facebook & Co möchte ich aber nicht arbeiten. Da kommt man
sowieso nur mit perfektem Lebenslauf rein, und dann wird man entweder
ausgebeutet oder endet als ferngesteuerte Konzern-Drohne wie ich das
jetzt auch schon habe.
Ich habe diverse anspruchsvolle Open-Source-Projekte online und auch zu
Open-Source-Projekten committed. Einen technischen Job hab ich auch,
aber "technischer Job" heißt eben nicht dass man akademisches Wissen
anwendet.
Tippdroide schrieb:> Konzernbeamter schrieb:>> Na dann willkommen im Club :)> Oh... ich hab schon 2018 gekündigt. :-) Love it, change it or leave it.> #1 vereinbart sich nicht mit meiner Person> #2 scheitert immer an äußeren Einflüssen> #3 war immer der stressfreieste Weg ;-)
So seh ich das auch.
Tippdroide schrieb:> OK. Ich bin davon ausgegangen, dass man nur den Anker (first pointer)> hat.
Hängt natürlich von der Situation hat ob man den "last"-Pointer
implementiert. Aber wenn man ihn braucht, sollte man ihn natürlich
einbauen!
Tippdroide schrieb:> Sagt wohl alles. Dem Laden habe ich über 10 Jahre Brustschmerzen zu> verdanken, selbst als ich dort weg war haben sie nur etwas nachgelassen.
Ich fühle mit dir. Richtig, die gesundheitlichen Probleme durch
Dauer-Stress sind nicht zu vernachlässigen. Und ständige Hahnenkämpfe
und "Durchsetzen-Wollen" verursacht Stress.
Tippdroide schrieb:> Kollege sagte mal: wenn man keine Herausforderungen hat, macht man sich> seine eigenen (im privaten Umfeld).
Jau, aber da hat man ein Zeitproblem. Wenn ich im Job schon 40h/Woche
auf dem Bürostuhl sitze muss ich das nicht auch noch zuhause tun. Ich
hab mich hobbymäßig daher auf was ganz anderes verlegt.
Tippdroide schrieb:>> Wie gesagt: Die Fachkenntnisse eines Akademikers werden gar nicht>> gebraucht.> Yupp. Mehr als sin/cos und sqrt() habe ich NIE gebraucht. Lediglich in> priv.Projekten habe ich mal Lagrange-Polynome angewandt.
Jo, und wenn mal was mit Regelungstechnik auftritt wird das alles
irgendwie in Matlab gemacht ohne dass man wirklich was davon wissen
müsste.
Tippdroide schrieb:> Ich kenne es nur so, dass es mit der Zeit schlechter wurde
Tja, vielleicht liegt es daran dass eine erfolgreiche Firma im
Kapitalismus nunmal immer wachsen muss, aber mit mehr Personal wird
eben alles schwerer. Das maximale Potential hat die Firma ganz am
Anfang, besser wird es vermutlich nicht...
Konzernbeamter schrieb:> Ein Chef ohne Dr. lässt sich doch nichts von einem Dr. erzählen
Es gibt Branchen, in denen der Doktortitel als ziemlich wichtig gilt,
und das nicht nur beim Praxissschild vor der Tür. Aber Ing/Inf gehören
nicht unbedingt dazu.
Es gibt auch unterschiedliche Arten von Chefs.
Tippdroide schrieb:> Hat schon mal einer erlebt, dass eine Firma mittelmäßig war ...> und es wurde mit der Zeit besser?
Komisch, keine Reaktion. Ich hätte gedacht, da meldet sich nun jeder mit
"klar, seit ich dabei bin" ;-)
(prx) A. K. schrieb:> Es gibt Branchen, in denen der Doktortitel als ziemlich wichtig gilt,> und das nicht nur beim Praxissschild vor der Tür. Aber Ing/Inf gehören> nicht unbedingt dazu.
Definitiv, insbesondere Geisteswissenschaften wie (Kunst-)Geschichte. Da
haben dann aber alle einen Dr. und akademisches Wissen wird nicht per se
angezweifelt. Allerdings gibt es da ganz andere Probleme wie massive
Ausbeutung.
Wunsch-Konzert schrieb im Beitrag #7021147:
> Genau das ist das Problem: Jedes Rindvieh kann ohne Kennung der Materie> séine Firma eröffnen.
Tja, eigentlich müsste man sich selbstständig machen. Dazu braucht's
aber mindestens mal ne Produktidee...
Wunsch-Konzert schrieb im Beitrag #7021147:
> Seit < 30 Jahren lautet daher mein Rat: Streite nie mit einem Idioten> -er könnte schon morgen Dein Chef sein.
Guter Rat, wenn mein Kollege mit der verketteten Liste mein Chef würde
(was gut sein kann falls der Teamleiter befördert wird) dann gute Nacht.
Aber ich bin ja eh bald weg.
Konzernbeamter schrieb:> Tippdroide schrieb:>> Konzernbeamter schrieb:>>> Na dann willkommen im Club :)>> Oh... ich hab schon 2018 gekündigt. :-) Love it, change it or leave it.>> #1 vereinbart sich nicht mit meiner Person>> #2 scheitert immer an äußeren Einflüssen>> #3 war immer der stressfreieste Weg ;-)>> So seh ich das auch.
Man will sich einbringen, weil man selbst es gut für die Entwicklung der
Firma hält, wird dann von hinterwäldlerischen (tw. unstudierten)
Betonköpfen ausgebremst und schon ist man bei der Frage: wozu hab ich
eigentlich studiert? Würde ich nochmal studieren? Sinn des Lebens? 42?
Konzernbeamter schrieb:> Tja, vielleicht liegt es daran dass eine erfolgreiche Firma im> Kapitalismus nunmal immer wachsen muss, aber mit mehr Personal wird> eben alles schwerer. Das maximale Potential hat die Firma ganz am> Anfang, besser wird es vermutlich nicht...
Ja, klingt logisch. Ab einer gewissen Größe lockt eine Firma die ganzen
Verwalter an, die nur bremsen. Ich frage mich nur, warum die
Firmengründer (bei KMU und so sie noch ihr Unternehmen leiten), die oft
technisch versiert sind das anscheinend nicht sehen (wollen).
Mark B. schrieb:> someone else schrieb:>> Als Frau hat man eher Vorteile, wegen der Quoten>> Es gibt keine Quoten. Außer für die Aufsichtsräte von DAX-Unternehmen.
Doch, es gibt schon seit längerem so etwas ähnliches.
Reinhard S. schrieb:> Braucht man in den Zukunftsbereichen denn keine Akademiker? Oder braucht> man da etwa Leute, die arbeiten? ;)
Mit Arbeit versaut man sich die ganze Freizeit...
Konzernbeamter schrieb:> Ich habe diverse anspruchsvolle Open-Source-Projekte online und auch zu> Open-Source-Projekten committed. Einen technischen Job hab ich auch,> aber "technischer Job" heißt eben nicht dass man akademisches Wissen> anwendet.
Tja, so ist die Industrie. Aber es gibt auch Jobs da muss man
tatsächlich auch viel Fachwissen mitbringen.^^ Siehe
Hardwareentwicklung. Auch in der Softwareentwicklung wird Fachwissen
wertgeschätzt. Es kommt immer auf die Firma an! ;) Wenn in der Abteilung
viele Quereinsteiger und Inder sind dann sofort weg! Wenn die Verträge
an den UNIs nicht so beschissen wären, wäre ich aber an der UNI
geblieben. Da fühl ich mich wohl. Ich mag es an neuen Dingen zu
Forschen.
Tippdroide schrieb:> schon ist man bei der Frage: wozu hab ich> eigentlich studiert? Würde ich nochmal studieren? Sinn des Lebens? 42?
Du sprichst mir aus der Seele. Ich hab mir immer vorgestellt dass wenn
ich mein Hobby zum Beruf mache ich Spaß an interessanten Projekten haben
kann. So kann man sich irren. Im Prinzip hat mir das meine Leidenschaft
dafür verleidet. Der einzige Grund damit weiter zu machen ist das Geld,
denn auf was "schöneres" (was auch immer das wäre) umzuschulen würde
höchstwahrscheinlich mit einem geringeren Lebensstandard einher gehen.
Selbst wenn man es akzeptiert und einfach nur die Kohle mitnimmt
verschwendet man doch sehr viel Lebenszeit auf etwas, was einen nur
anödet. Eine "innere Firewall" gegen den ganzen Unsinn aufzubauen ist
auch eher utopisch.
Tippdroide schrieb:> Ja, klingt logisch. Ab einer gewissen Größe lockt eine Firma die ganzen> Verwalter an, die nur bremsen.
Ganz ohne Verwalter geht es natürlich auch nicht. Bei uns ist es
definitiv zu chaotisch. Zwei der Abstellgleis-Leute sollten eigentlich
etwas Ordnung rein bringen...
Shorty schrieb:> Als ob es da was auzubeuten gäbe.
Hä? Abhängige Arbeitnehmer kann man immer zu unmöglichen Arbeitszeiten
und Überstunden bei mickriger Bezahlung drängen, unabhängig vom Bereich.
Abrissbirne schrieb:> Master of Computer Science, arbeitet zum Mindestlohn als Software-QA,> sowas gibt es vermutlich echt nur in D ...
Bitter! Hoffentlich findet er was besseres.
Konzernbeamter schrieb:> Tippdroide schrieb:>> schon ist man bei der Frage: wozu hab ich>> eigentlich studiert? Würde ich nochmal studieren? Sinn des Lebens? 42?>> Du sprichst mir aus der Seele. Ich hab mir immer vorgestellt dass wenn> ich mein Hobby zum Beruf mache ich Spaß an interessanten Projekten haben> kann. So kann man sich irren.
Hehe... daher habe ich damals angefangen Chemie zu studieren. Hab dann
aber nach zu vielen nicht bestandenen Scheinen auf Informatik
umgesattelt. Letztendlich sicher die aussichtsreichste der beiden
Varianten.
> denn auf was "schöneres" (was auch immer das wäre) umzuschulen würde
Bedenke bitte: Kunstgeschichte ist britischen Prinzen und Thronfolgern
vorbehalten.
BTW: in den 1990ern, als Linux oft noch auf Disketten geliefert wurde,
weil kaum jemand sich ein CD-ROM leisten konnte, hat sich ein Komilitone
mal beim Prof. für Betriebssysteme beschwert, dass er für Linux sich ja
eine 300MB Platte kaufen und einen Stapel Disketten installieren müsste.
Prof.: "Kunstgeschichte ist auch ein schöner Studiengang."
Konzernbeamter schrieb:> Bei uns ist es> definitiv zu chaotisch. Zwei der Abstellgleis-Leute sollten eigentlich> etwas Ordnung rein bringen...
Du bist nicht zufällig im Bereich E-Mobilität angestellt? Ich hätte da
sonst ein déjà vu.
Dieter H. schrieb:> Tja, so ist die Industrie. Aber es gibt auch Jobs da muss man> tatsächlich auch viel Fachwissen mitbringen.^^ Siehe> Hardwareentwicklung.
Ist stark vom Entwickler in der Firma abhängig. Als Softi hatte ich es
mit einer Firma zu tun, die uns die HW erstellte - also vom Schaltplan,
Layout bis zur fertig bestückten Platine. Entwickler A: 1A Ergebnisse,
hat Ahnung vom Fach. Irgendwann hat er beim Zulieferer die Abt.
gewechselt, weil er was neues machen wollte. Dann übernahm Entwickler B:
wenn mein Chef und ich die Schaltpläne zur Durchsicht bekamen, waren die
voll von Fehlern! Mal ernsthaft: wenn ich als Tippdroide, mit 1 Semester
E-Technik im Studium, in dem nie das Wort "Transistor" fiel, etwa 10
Fehler bei einem STUDIERTEN E-Techniker finde und mein Chef auch nochmal
etwa 10 Fehler (Schnittmenge unserer Ergebnisse war 0) und das alles auf
lediglich 2 oder 3 A3 Seiten, dann überzeugt mich Deine Aussage
keineswegs. ;-)
Konzernbeamter schrieb:> Shorty schrieb:>> Als ob es da was auzubeuten gäbe.>> Hä? Abhängige Arbeitnehmer kann man immer zu unmöglichen Arbeitszeiten> und Überstunden bei mickriger Bezahlung drängen, unabhängig vom Bereich.
Ich bin der Meinung, dass es bei Geisteswissenschaftlern nichts gibt,
was man ausbeuten könnte.
Dieter H. schrieb:> Tja, so ist die Industrie. Aber es gibt auch Jobs da muss man> tatsächlich auch viel Fachwissen mitbringen.^^ Siehe> Hardwareentwicklung.
Ich hab das Gefühl dass Hardware-Entwicklung noch weniger wertgeschätzt
wird als Software-Entwicklung, wird als Fließbandarbeit gesehen.
Tippdroide schrieb:> Bedenke bitte: Kunstgeschichte ist britischen Prinzen und Thronfolgern> vorbehalten.
Naja, das ist schon ein richtiger Studiengang und keine
Spaßveranstaltung. Nur Jobs findet man damit keine. Themen wie
"Todesdarstellung in der Kunst seit dem Mittelalter" sind auch nicht
allzu erbaulich.
Tippdroide schrieb:> Du bist nicht zufällig im Bereich E-Mobilität angestellt? Ich hätte da> sonst ein déjà vu.
Nein, oder wenn dann nur sehr indirekt... Aber chaotische Firmen gibt es
sicherlich sehr viele. Ab einer gewissen Größe sind Prozesse einfach
unerlässlich. Das lernt man auch im Studium... Aber natürlich haben
viele Firmen auch viel zu viel Bürokratie und Overhead. Besonders witzig
ist es, wenn die Firma eine Kombination hat: Prozesse wie
Urlaubsanmeldung oder Administrator-Recht-Beantragung sind unglaublich
kompliziert, aber Code-Reviews o.ä. gibt's nicht. Prioritäten klar?!
Shorty schrieb:> Ich bin der Meinung, dass es bei Geisteswissenschaftlern nichts gibt,> was man ausbeuten könnte.
Man kann auch ungelernte Kräfte ausbeuten, siehe Amazon und die ganzen
Lieferdienste.
Konzernbeamter schrieb:> Shorty schrieb:>> Ich bin der Meinung, dass es bei Geisteswissenschaftlern nichts gibt,>> was man ausbeuten könnte.>> Man kann auch ungelernte Kräfte ausbeuten, siehe Amazon und die ganzen> Lieferdienste.
Und was macht die "Geisteswissenschaftler" da zu etwas besonderem? Sind
ja wirtschaftlich betrachtet nur ungelernte.
Konzernbeamter schrieb:> wenn die Firma eine Kombination hat: Prozesse wie> Urlaubsanmeldung oder Administrator-Recht-Beantragung sind unglaublich> kompliziert, aber Code-Reviews o.ä. gibt's nicht. Prioritäten klar?!
sag ich doch: die Verwalter haben übernommen/gewonnen! :-))))
Jeden Tag 30min Palaver mit dem SCRUM-Master am Whiteboard (der weder
Softi war, noch Informatiker, noch Konzern-MA - sondern kam von einer
Leihbude). Sowas saugt einem den Lebenssaft aus den Adern. Dafür muss
man geboren sein - ich bins nicht. Will aber auch nicht
Mädchen-für-alles sein: also von embedded, über VB und Webspace
Betreuung. Vielleicht hab ich einfach zu viel erwartet? Also doch ne
Firma aufmachen und Berater werden!
Tippdroide schrieb:> Jeden Tag 30min Palaver mit dem SCRUM-Master am Whiteboard (der weder> Softi war, noch Informatiker, noch Konzern-MA - sondern kam von einer> Leihbude). Sowas saugt einem den Lebenssaft aus den Adern.
Wenn das das einzige Meeting ist, geht das ja noch, auch nicht schlimmer
als Team-Meeting + Abteilungs-Meeting + Sync-Meetings + weitere
fachliche Meetings... Wenn man aber so Kandidaten hat die immer noch
ihren Senf dazugeben möchten und alles diskutieren müssen wird es
richtig ätzend.
Tippdroide schrieb:> Will aber auch nicht> Mädchen-für-alles sein: also von embedded, über VB und Webspace> Betreuung.
Selbst wenn man es fachlich kann, wenn man von allem nur ein Bisschen
macht, macht man nichts richtig und kommt nie in interessante
Komplexitätsklassen.
Konzernbeamter schrieb:> Wenn man aber so Kandidaten hat die immer noch> ihren Senf dazugeben möchten und alles diskutieren müssen wird es> richtig ätzend.
Hatte mal einen Chef 2017/18, der hat einen meiner Kollegen (Softi)
irgendwann nicht mehr zu Meetings mitgenommen, die aber diesen betrafen.
Einfach aus dem Grund, weil dieser Kollege Features in das Projekt
"hineindiskutierte", die niemand brauchte und man letztendlich nur die
schlafenden Affen im Produktmanagement damit hellhörig macht. Die
Entwicklung kostet das dann nur Zeit, die bei den Kernentwicklungen dann
fehlt. Der Typ wollte es partout nicht kapieren. Hatte diesem Kollegen
selbst mal zugearbeitet, weil er sonst seine eigenen (!) von ihm
aufgestellten Meilensteine gerissen hätte. Da dreh ich am Rad. Ich hab
für dieses Zuarbeitsprojekt 8 Wochen geplant und 7 gebraucht. Ich nehme
einfach die Formel: Zeit-für-Projekt-zuhause x 2.
Ein Bekannter meines Vaters (Physiker, dann im Controlling eines
Konzerns) sagte mir mal: die ersten 90% eines Produktes kosten 100% an
Geld. Die restlichen 10% kosten nochmal 100%. Hat er recht, wie ich
finde.
Mark B. schrieb:> Aha, eine Firma betreibt Frauenförderung auf eine wenig intelligente> Art. Damit ist natürlich sofort bewiesen, dass Männer überall nur noch> hart diskriminiert werden. ;-)
Selbst wenn die Firmen wollten, in sämtlichen MINT Bereichen ginge es
gar nicht. Es gibt schlicht nicht genug Frauen die sowas überhaupt
formal studiert haben, geschweige denn die praktisch damit arbeiten
möchten und könnten.
Für sämtliche nicht akademischen Berufe in Handwerk und Industrie genau
so.
Da mache ich mir gerade sehr wenig Sorgen.
Will man als Mann in den ÖD, in die Verwaltung o.ä. kann es da schon
ganz ganz anders aussehen.
Cyblord -. schrieb:> Es gibt schlicht nicht genug Frauen die sowas überhaupt> formal studiert haben, geschweige denn die praktisch damit arbeiten> möchten und könnten.
Wir hatten Ende der 1990er 11% Frauenanteil in Informatik. In E-Technik
sah es vermutlich noch dünner aus. Eine Komilitonin (die fachlich auch
wirklich gut ist) ist seit 20 Jahren bei ihrem ersten AG und hat dort
inzwischen seit ein paar Jahren eine Teamleiterposition. Ich gehe nicht
davon aus, dass sie darum gebettelt hat sondern man es ihr wg.
Frauenquote eher aufs Auge gedrückt hat, da sie keine Karriereaffinität
hat. Ihre Hobbies reichen ihr zur Selbstverwirklichung.
Mark B. schrieb:> Aha, eine Firma betreibt Frauenförderung auf eine wenig intelligente> Art. Damit ist natürlich sofort bewiesen, dass Männer überall nur noch> hart diskriminiert werden. ;-)
Du Einzelfallgläubiger! XD
Jeder Konzern hat massive Frauenförderprogramme, kannst ja selber
googeln.
Wenn ihr mal (u.a.) was über Frauen in der IT und die historischen
Zusammenhänge lernen wollt, kann ich "Coders: The Making of a New Tribe
and the Remaking of the World" von Clive Thompson empfehlen. Da wird
einem einiges klar. Insbesondere, dass in der Frühzeit der Computer
programmieren hauptsächlich von Frauen gemacht wurde!
Tippdroide schrieb:> weil dieser Kollege Features in das Projekt> "hineindiskutierte"
Wenn man schlau ist, hält man sich solche Erweiterungen für später
offen, also z.B. indem man Datenformate und Implementationen flexibel
genug hält dass man so etwas später nachrüsten kann. Oft geht das mit
nur geringem anfänglichen Aufwand.
Konzernbeamter schrieb:> Abrissbirne schrieb:>> Master of Computer Science, arbeitet zum Mindestlohn als Software-QA,>> sowas gibt es vermutlich echt nur in D ...>> Bitter! Hoffentlich findet er was besseres.
ich denke schon, Software-QA ist sehr vielseitig und eine gute
Eintrittskarte in die schöne welt der EDV!
༼ つ ◕_◕ ༽つ
Akademiker schrieb:> von Akademiker (Gast) 31.03.2022 18:39> Ja warum wohl? Unsereins ist schlau und in der Lage
glaubst du selber diesen Shice?
Selbst Professoren sind genötigt Quote zu erfüllen mit denen die an der
Uni/Fach-/Hochschule so ankommen.
Jammern gilt nicht also Augen zu und durch.
Bei 50% Abiturquote glauben nur noch Christen und Sektenanhänger an die
Studierfähigkeit aller Abiturienten!
Im Berufsleben sind mir überall Blender begegnet die möglicherweise den
Dr. Titel im akademischen Umfeld zu Recht bekommen hatten, das aber im
praktischen Leben nie beweisen konnten, merke die Hochschule/Universität
ist ein Ponyhof!
Thomas1 schrieb:> Bei Heise steht es wieder drin. In der IT werden hauptsächlich> Akademiker gesucht. Irgendwie bekommen es die Personaler nicht hin.>> https://www.heise.de/news/IT-Fachkraefte-Alle-suchen-Akademiker-6658026.html
Kann ich so nicht bestätigen. Unsere Firma hat etwa 2000 Mitarbeiter.
Unser Geschäftsbetrieb gehört nicht zur IT-Branche. Unsere IT kümmert
sich um die Software für die Lohnbuchhaltung, Arbeits- und
Dienstplanung, Einkauf und Versand und alle Büroarbeitsplätze. Die
Mitarbeiter unserer IT-Abteilung sind alles Quereinsteiger und der Chef
hat am wenigsten Ahnung. Vieles läuft schief, irgendwie gehts dann doch.
Ist von der Geschäftsführung so erwünscht. Richtige IT-Fachkräfte würden
eben mehr Geld kosten.
Markus schrieb:> Vieles läuft schief, irgendwie gehts dann doch.> Ist von der Geschäftsführung so erwünscht.
Beschreibt so viele Betriebe in so vielen Branchen perfekt. Danke dafür.
Markus schrieb:> Vieles läuft schief,
und manchmal ist das gewünscht, um zu erklären, warum ein Betrieb
verlagert werden müsse, im Ausland ist alles viel billiger.
Wenns dann doch eine Fehlentscheidung war hat der Entscheider längst
seine Boni weg und ist selbst weg.
Joachim B. schrieb:> und manchmal ist das gewünscht, um zu erklären, warum ein Betrieb> verlagert werden müsse, im Ausland ist alles viel billiger.> Wenns dann doch eine Fehlentscheidung war hat der Entscheider längst> seine Boni weg und ist selbst weg.
Ach, dann kann man immer noch argumentieren, dass es billiger war, als
wenn es hier schief gegangen wäre.
MaWin schrieb:> wenn die> Grundlagen schon fehlen taugt das Endergebnis halt wenig. Statt einem> Möchtegernexperten bekommt man zum selben Preis 3 Inder.
Das eingesparte Geld brauchst Du später 3-fach für Dienstreisen um die
nicht kommunizierten "Kleinigkeiten" wieder zu bereinigen. Die besten
Fachkräfte sind die, die ihr Fach verstehen UND ausreichend
Programmierkenntnisse haben.
Opa Poppenstedt schrieb im Beitrag #7022270:
> Das gleich wie mit dem Abi, heute bekommt jeder einen Haubtschul> Abitur> und die Uni ist wie Technikerschule nur alles locker und easy> Kommen auch alles durch...>> Dann jammern, dass die Flut an Absolvenzrn mit 1er Abi uni haubtschul> Level nichts leisten.>> 40 % Handwerker fehlen dann 10% kommen dann ...>> Handwerksmeister können sich ihre Arbeit aussuchen.> IT Techniker sind zu viele da. Wollen alle am Schreibtisch gammeln...
Dann gehen Sie doch ins Handwerk :)
> von Opa Poppenstedt (Gast)> 02.04.2022 18:13> Dann jammern, dass die Flut an Absolvenzrn mit 1er Abi uni haubtschul> Level nichts leisten.
Recht hast du.
Könntest aber ein wenig auf deine Rechtschreibung achten. Oder hat der
Rotwein die Brille beschlagen ?
Konzernbeamter schrieb:> Das hast du offenbar nicht verstanden. Ich wollte sagen dass die> Implementation viel zu langsam ist, weil sie eben auch zum Hinzufügen> O(n) braucht. Weil man aber Laufzeit-Betrachtung für Elfenbeinturm-Zeug> und Zeitverschwendung (wir brauchen mehr Zeit für Meetings) hält bleibt> das so.
Und in der Praxis bekommt der Akademiker keine unfallfreie
Implementierung hin. Ich habe schon so viele kaputte Implementierungen
von Trivialalgos die man aus dem Studium kennen sollte von Informatikern
gesehen, weil die glaubten sie könnten das (noch) und müssten das
unbedingt selber implentieren. Das ist mir der dumme Quereinsteiger
lieber der den Code aus einem Fachbuch übernimmt oder die fertige
Implentierung aus einer Lib. Die Unischwachköpfe haben damit bis zu zwei
Wochen verplempert.
Der Witz war ja dass ich in der A+D Vorlesung im über 20 Jahre alten
Script des Profs einen Fehler in der Implementierung (genauer schon im
Algo) seines AVL-Baumes gefunden hatte. Er hats auch nur damals
abgeschrieben war auch in manchen alten Ausgaben fehlerhaft, iirc im
Aho-Ulmanbuch oder Wirth. Ich Wirth war auch mal ein Quicksort falsch
implementiert, hat auch Jahrzehnte keiner gemerkt, bis es mal einer
entdeckt hat. Soviel zur Kompentenz von Informatikern.
> von Opa Poppenstedt (Gast)> 02.04.2022 20:34> ⁷> Könntest du ein wenig auf den Leser achten der schneidet nähmlich Meine> Mening nicht.
Geh schlafen.
Hast ja schon Probleme mit der Tastatur.
Ist dir die Alte abgehauen ?
Herr Kaiser von der Mannheimer schrieb:> Das ist mir der dumme Quereinsteiger> lieber der den Code aus einem Fachbuch übernimmt
Ich dachte Fachbücher sind so fehlerhaft... Super Logik!
Herr Kaiser von der Mannheimer schrieb:> Soviel zur Kompentenz von Informatikern.
Weil Ingenieure natürlich nie Fehler machen. Sehe ich auf Arbeit
täglich. Alles ist korrekt im CAD, alles lässt sich problemlos so
zusammenschrauben wie vorgesehen, Bauelemente sind korrekt
dimensioniert, verbaute Bauteile entsprechen der Dokumentation... Das
glaubste doch wohl selber nicht!
Dieter H. schrieb:> Handwerksmeister können sich ihre Arbeit aussuchen.> IT Techniker sind zu viele da. Wollen alle am Schreibtisch gammeln...
Handwerk ist nichts für mich. In der Frühstückspause das erste Bier und
in der Mittagspause dann die nächsten drei? Da wäre ich am Nachmittag
betrunken.
Herr Kaiser von der Mannheimer schrieb:> Und in der Praxis bekommt der Akademiker keine unfallfreie> Implementierung hin. Ich habe schon so viele kaputte Implementierungen> von Trivialalgos die man aus dem Studium kennen sollte von Informatikern> gesehen, weil die glaubten sie könnten das (noch) und müssten das> unbedingt selber implentieren. Das ist mir der dumme Quereinsteiger> lieber der den Code aus einem Fachbuch übernimmt oder die fertige> Implentierung aus einer Lib. Die Unischwachköpfe haben damit bis zu zwei> Wochen verplempert.> Der Witz war ja dass ich in der A+D Vorlesung im über 20 Jahre alten> Script des Profs einen Fehler in der Implementierung (genauer schon im> Algo) seines AVL-Baumes gefunden hatte. Er hats auch nur damals> abgeschrieben war auch in manchen alten Ausgaben fehlerhaft, iirc im> Aho-Ulmanbuch oder Wirth. Ich Wirth war auch mal ein Quicksort falsch> implementiert, hat auch Jahrzehnte keiner gemerkt, bis es mal einer> entdeckt hat. Soviel zur Kompentenz von Informatikern.
Das ist jetzt aber eher ein Grund, es NICHT vom dummen Quereinsteiger
unreflektiert abschreiben zu lassen, sondern einen fähigen Akademiker
dran zu setzen, das dauert vielleicht länger, taugt dann aber.
Herr Kaiser von der Mannheimer schrieb:> Und in der Praxis bekommt der Akademiker keine unfallfreie> Implementierung hin.
Kann es sein, das niemand mit dir zusammenarbeiten will?
Konzenbeamter schrieb:> Weil Ingenieure natürlich nie Fehler machen.
So wie die Combino Trams von Siemens. Mussten aus dem Verkehr gezogen
werden, weil das Dach einsturzgefährdet war!
Tippdroide schrieb:> Konzenbeamter schrieb:>> Weil Ingenieure natürlich nie Fehler machen.>> So wie die Combino Trams von Siemens. Mussten aus dem Verkehr gezogen> werden, weil das Dach einsturzgefährdet war!
wenn da mal nicht BWLer das Sagen hatten!
wenn gespart wird sind das selten Ingenieursentscheidungen im Gegenteil!
Joachim B. schrieb:> wenn da mal nicht BWLer das Sagen hatten!
BWL: "Geht das auch noch ein wenig billiger?"
ING: "Ja, aber nur, wenn wir den Zug aus Pappe bauen!"
BWL: "OK"
(Hätte ja niemand ahnen können, dass es einmal regnet.)
Joachim B. schrieb:> wenn gespart wird sind das selten Ingenieursentscheidungen im Gegenteil!
Notgedrungen. Wenn es die Ings sind, die darüber entscheiden, wann ein
Produkt reif ist und was man alles einbauen sollte, gehen Unternehmen
Pleite. Die haben einfach keinen Sinn für Geld.
(prx) A. K. schrieb:> Notgedrungen. Wenn es die Ings sind, die darüber entscheiden, wann ein> Produkt reif ist und was man alles einbauen sollte, gehen Unternehmen> Pleite. Die haben einfach keinen Sinn für Geld.
Richtig! Virologen würden auch alle Menschen für immer einsperren, damit
sich niemand infiziert. Klimaaktivisten würden den Rettungswagen gegen
ein Rettungslastenrad tauschen.
(prx) A. K. schrieb:> Notgedrungen. Wenn es die Ings sind, die darüber entscheiden, wann ein> Produkt reif ist und was man alles einbauen sollte, gehen Unternehmen> Pleite. Die haben einfach keinen Sinn für Geld.
und wenn BWLer entscheiden ist das Produkt Schrott und die Unternehmen
gehen pleite weil der Unternehmensname verbrannt ist!
Wer kauft denn heute noch Telefunken, Nordmende Grundig TV?
Doch nur Ältrere ohne Demenz die sich noch an die Namen erinnern!
Joachim B. schrieb:> und wenn BWLer entscheiden ist das Produkt Schrott und die Unternehmen> gehen pleite weil der Unternehmensname verbrannt ist!
Da es aber erstaunlicherweise immer noch Unternehmen gibt, scheint es
mitunter beiderseits zu Kompromissen zu kommen. ;-)
Bei Software hat man sich dsehalb vielleicht auf einen jährlichen
Releasetermin geeinigt. Mit Deadline. In der Hoffnung, dass die
Programmierer bis dahin eine einigermassen vorzeigbare neue Version ohne
Showstopper haben. Ohne die kein frisches Geld reinkommt, von dem ja
auch die Programmierer leben.
Shorty schrieb:> Ich dachte die leben von Kaffee und Pizza.
Seit Corona und Homeoffice müssen sich Programmierer mit Familie(*)
notgedrungen nach den Ansprüchen der Familie richten. ;-)
*: Ja, die gibts entgegen gängiger Vorurteile wirklich!
Stefan H. schrieb:> Richtig! Virologen würden auch alle Menschen für immer einsperren, damit> sich niemand infiziert. Klimaaktivisten würden den Rettungswagen gegen> ein Rettungslastenrad tauschen.
Das sind frei erfundene Strohmann-Argumente. Niemand(!) will das.
(prx) A. K. schrieb:> . In der Hoffnung, dass die Programmierer bis dahin eine einigermassen> vorzeigbare neue Version ohne Showstopper haben.
Derweil hoffen die Programmierer, dass nicht am Tag vor dem
Release-Termin neue Sonderwünsche kommen...
Joachim B. schrieb:> wenn gespart wird sind das selten Ingenieursentscheidungen im Gegenteil!
Unfähigkeit kann auch original von den Ingenieuren kommen. Wie gesagt,
kann ich live beobachten. Besonders witzig ist immer wenn die Ingenieure
erwarten, dass man alle ihre Fehler in Software beheben kann. Sensoren
liefern keine vernünftigen Werte? Einfach so stark filtern bis das
erwartete rauskommt! Und es ist richtig schwer die davon zu überzeugen,
dass ein totgefilterter Messwert für eine präzise schnelle Regelung
nicht mehr zu gebrauchen ist...
Und die verstehen auch nicht dass Informatiker nicht wissen, wie man
z.B. einen Chemie-Reaktor steuert. Wir schreiben ja die Software welche
Ventile, Heizungen & Co steuert, also haben wir dafür zu sorgen dass der
komplizierte elektrochemische Prozess funktioniert, oder? Derweil
basteln die Ings an der nächsten Produkt-Generation, während die
aktuelle Version noch kein einziges Mal auf Volllast gelaufen ist.
Konzernbeamter schrieb:> Unfähigkeit kann auch original von den Ingenieuren kommen. Wie gesagt,> kann ich live beobachten. Besonders witzig ist immer wenn die Ingenieure> erwarten, dass man alle ihre Fehler in Software beheben kann.
Ich kenne es so, dass die Vorgabe vom Management kommt. Man will die
Hardware um keinen Preis anpassen.
Konzernbeamter schrieb:> Unfähigkeit kann auch original von den Ingenieuren kommen. Wie gesagt,> kann ich live beobachten.
Ich habe oft den Eindruck, viele Ingenieure etc. haben Null Interesse an
dem, was sie tun. Vor allem scheint Theorie nicht so beliebt zu sein.
Abtasttheorem? egal! Filtertheorie? Bloß nicht! Fouriertransformation?
Ein Glück ist das Studium vorbei!
Shorty schrieb:> Ich kenne es so, dass die Vorgabe vom Management kommt. Man will die> Hardware um keinen Preis anpassen.
Das Management und Geschäftsführung besteht bei uns aus Ings. Deswegen
ist das ja auch so ein Chaos, die wissen nicht wie man eine
Produktentwicklung strukturiert oder gar Mitarbeiter motiviert.
Stefan H. schrieb:> Vor allem scheint Theorie nicht so beliebt zu sein.
Warum ohmsches Gesetz anwenden wenn man es auch in SPICE bauen kann?
Stefan H. schrieb:> Konzernbeamter schrieb:>> Unfähigkeit kann auch original von den Ingenieuren kommen. Wie gesagt,>> kann ich live beobachten.>> Ich habe oft den Eindruck, viele Ingenieure etc. haben Null Interesse an> dem, was sie tun. Vor allem scheint Theorie nicht so beliebt zu sein.> Abtasttheorem? egal! Filtertheorie? Bloß nicht! Fouriertransformation?> Ein Glück ist das Studium vorbei!
Mit Verlaub, dann hast du es nicht mit Ingenieuren, sondern "nur" mit
Hochschulabsolventen zu tun.
Die wesentliche Aufgabe einer Personalabteilung in technisch
orientierten Firmen ist es (eigentlich), das eine vom anderen zu
trennen.
PS: Irgendwo in einem Nachbarforum geistert doch just in diesen Tagen
ein Thread herum wo jemand ein Gerät entwickelt hat, das durch den
EMV-Test gefallen ist. Und er von Induktivitäten keinerlei Ahnung hat
bzw. sich diese gerade erst anliest.
Ist zwar ein Einzelfall, scheint mir aber symptomatisch für das
Zeitalter der "Arduinoentwicklung" zu sein.
Ich meine, so naiv kann man doch eigentlich nicht sein...oder?
Wühlhase schrieb:> Stefan H. schrieb:>> Konzernbeamter schrieb:>>> Unfähigkeit kann auch original von den Ingenieuren kommen. Wie gesagt,>>> kann ich live beobachten.>>>> Ich habe oft den Eindruck, viele Ingenieure etc. haben Null Interesse an>> dem, was sie tun. Vor allem scheint Theorie nicht so beliebt zu sein.>> Abtasttheorem? egal! Filtertheorie? Bloß nicht! Fouriertransformation?>> Ein Glück ist das Studium vorbei!>> Mit Verlaub, dann hast du es nicht mit Ingenieuren, sondern "nur" mit> Hochschulabsolventen zu tun.> Die wesentliche Aufgabe einer Personalabteilung in technisch> orientierten Firmen ist es (eigentlich), das eine vom anderen zu> trennen.
FULL ACK. Das sind genau die, die im Projektmanagment landen. Die haben
nämlich eigentlich kein Interesse an dem Fach und haben nur für den
Schein studiert.
Stefan H. schrieb:> Richtig! Virologen würden auch alle Menschen für immer einsperren, damit> sich niemand infiziert. Klimaaktivisten würden den Rettungswagen gegen> ein Rettungslastenrad tauschen.
Das Lied trifft es genau.
https://www.youtube.com/watch?v=iPGRxVaPxws
Also bei mir im Team (Konzern IT) bin ich der einzige Akademiker mit
Master Abschluss.
Es gibt noch einen Inder mit Bätscheler von irgendeiner indischen Uni.
Die anderen sind Personen ohne Studium aber mit oft mehr als 20 J.
Berufserfahrung in ihrem Bereich. Aber vor langer Zeit als
Quereinsteiger eingestiegen.
Werde zwar gut bezahlt, aber es kommt mir komisch vor. Passe irgendwie
nicht dazu.
Ja in Forschung und Entwicklung werden Akademiker gesucht. Das war aber
schon immer so. Aber gerade die IT stellt heutzutage viele
Quereinsteiger und Nicht-Akademiker ein. So werden für
Systemadministration und Anwendungsprogrammierung, sowie industrielle
SPS-Programmierung heute eher selten Akademiker eingesetzt. Vor 15
Jahren und länger waren in diesen Positionen nur studierte Informatiker.
Heute machen das Fachinformatiker, Techniker und manchmal Meister, oft
sogar Kaufleute ohne offizielle IT-Bildung.
Oskar schrieb:> Vor 15 Jahren und länger waren in diesen Positionen nur studierte> Informatiker. Heute machen das Fachinformatiker, Techniker und manchmal> Meister, oft sogar Kaufleute ohne offizielle IT-Bildung.
Ganz genau, das führt dazu dass das Niveau der Entwicklung der Systeme
abnimmt, durch niedrigere Qualifikation dieser Leute auch das Gehalt,
somit am Schluss damit das Niveau/Ansehen des ganzen IT Berufsfelds /
Branche.
Weiss nicht, ob ich mich nochmal für das Studium Informatik/Software
entscheiden würde. In den meisten Firmen ist die IT einfach eine
Kostenstelle.
Andererseits: die größte Schwäche bzw. Breite der Informatik ist auch
ihre Stärke:
Es gibt auch genug Spezialgebiete in der Forschung (Data Science/ AI /
Quantencomputing etc.) und auch extrem gut bezahlte Stellen bei FAANG
und Co.
Ausserdem ist es relativ einfach sich mit IT selbstständig zu machen:
man benötigt kein großes Anlagevermögen, sondern Büroräume und
Computer, heutzutage nicht mal mehr das ( Homeoffice, Cloud) etc.
Tom schrieb:> Ganz genau, das führt dazu dass das Niveau der Entwicklung der Systeme> abnimmt, durch niedrigere Qualifikation dieser Leute auch das Gehalt,> somit am Schluss damit das Niveau/Ansehen des ganzen IT Berufsfelds /> Branche.
Beschissene Software gab es auch schon vor der Quereinsteigerschwemme
nur hat man es da besser unter den Teppich kehren können und als normal
verkaufen können.
Software kann man oder kann man nicht, da hilft auch kein
Informatikstudium, das macht vieles nur noch schlimmer wenn so ein
Patternkasper talentlos herumstümpert und alles blind nachplappert was
er mal im Studium gehört hat weil das 'richtig' ist. Ich lebe 30 Jahre
davon den endlosen Scheissdreck den Akadmiker an Software abliefern
wieder geradezubiegen.
Simpformatik schrieb:> sehen kriegen
Da fehlen schon mal Satzzeichen. Die Informatiger halten solche Seiten
technisch am Laufen, damit Du diese weiterhin konsumieren kannst. Dein
Ablenkungsmanöver war erbärmlich.
Oskar schrieb:> So werden für> Systemadministration und Anwendungsprogrammierung, sowie industrielle> SPS-Programmierung heute eher selten Akademiker eingesetzt. Vor 15> Jahren und länger waren in diesen Positionen nur studierte Informatiker.
Eher weniger, da sich der deutsche akademische Informatiker mit seinem
geisteswissenschaftlich-mathematischen Hintergrund nicht mit so niederen
Tätigkeiten beschäftigen wollte.
Systemadministrator war ein typische Ausweichjobs für Physiker und
Quereinsteigern aller Art.
Wenn man sich bei (Anwendungs)Programmierung nur die Akademiker
anschaut, dann finden sich haufenweise E-Technik Ingenieure. Dazu z.B.
Physiker und Mathematiker. Eben weil sich der deutsche Informatiker zu
fein war die Finger schmutzig zu machen. Dazu auch hier Quereinsteiger
aller Art. Immer wieder unterhaltsam zu sehen wenn sich Informatiker
darüber aufregen dass sie nicht an diese Jobs kommen.
SPS-Programmierer ist etwas speziell. Ein "SPS Schein" ist eine
Weiterbildung. Da wurde schon immer stark aus handwerklichen Berufen und
Ingenierwissenschaften (bevor sich Informatiker Ingenieure nennen
durften) rekrutiert. Aus der E-Technik, dem Maschinen- und Anlagenbau
und der Automatisierungstechnik. Informatiker hatten da nie großartig
Aktien drin.
Wühlhase schrieb:> Irgendwo in einem Nachbarforum geistert doch just in diesen Tagen> ein Thread herum wo jemand ein Gerät entwickelt hat, das durch den> EMV-Test gefallen ist.
Wo?
Hannes J. schrieb:> Wenn man sich bei (Anwendungs)Programmierung nur die Akademiker> anschaut, dann finden sich haufenweise E-Technik Ingenieure. Dazu z.B.> Physiker und Mathematiker.
weil echte Physiker- und Mathematiker- Jobs eben selten sind!
Die Mathematikerin die ich kannte hatte sich auch im Studium mit
Programmierung über Wasser gehalten, sprich Geld verdient!
> Eben weil sich der deutsche Informatiker zu> fein war die Finger schmutzig zu machen.
Das finde ich falsch, oder eine falsche Sichtweise!
Der Informatik Werkstudent, den wir hatten, war "unser" Programmierer,
der den eigenen Ing. Shice gerade rückte und somit in ein passendes
Korsett brachte, sonst hätten unsere Module (von fünf verschiedenen
E-Ing eingetippt) nie zusammengespielt.
Der Student erklärte es so, IT studiert man, um als Software Architekt
zu planen. So wie im Bau:
Der Architekt plant das alles zusammenpasst, der Statiker rechnet, der
Maurer mauert (quasi Programmierer) er kann das im Kleinen
(Einfamilienhaus) noch hinbekommen, aber nicht für ein ganzes Hochhaus.
Joachim B. schrieb:> Der Student erklärte es so, IT studiert man, um als Software Architekt> zu planen. So wie im Bau:> Der Architekt plant das alles zusammenpasst, der Statiker rechnet, der> Maurer mauert (quasi Programmierer) er kann das im Kleinen> (Einfamilienhaus) noch hinbekommen, aber nicht für ein ganzes Hochhaus.
Es gibt genug Firmen, bei denen der Programmierer auch die Rolle des
Architekten übernimmt.
Deine Metapher mit dem Hausbau hinkt. Ein Maurer klopft Steine zusammen.
Ein vernünftiger Programmierer muss nicht nur eine Sprache beherrschen,
sondern Patterns, Frameworks und die Funktionsweise von Netzwerken oder
Betriebssystemen.
Stefan S. schrieb:> Deine Metapher mit dem Hausbau hinkt
mag sein, trotzdem brauchte mein Opa, Maurer keinen Architekten, aber
Software braucht IMMER einen Architekten.
Es ist doch totaler Unsinn wenn Webshops für Adressen 3 Zeilen a 40
Zeichen anbieten, aber auf dem Paketdrucker nur 2 Adresszeilen ankommen
und auch nach 20 zeichen abgeschnitten werden!
Jeder programmiert einen Mist zusammen und keiner schaut ob das
funktioniert!
Wie kann das sein das bei online Bussgeldwiderspruch der Screen zeigt
"Ihr Widerspruch wurde übermittelt" und in der elektronischen Akte kommt
das nicht an.
Joachim B. schrieb:> Jeder programmiert einen Mist zusammen und keiner schaut ob das> funktioniert!> Wie kann das sein das bei online Bussgeldwiderspruch der Screen zeigt> "Ihr Widerspruch wurde übermittelt" und in der elektronischen Akte kommt> das nicht an.
IMHO, das ist kein Bug, das ist ein clever getarntes Feature ;-)
gez. klausi (Informatikingenieur, wie es so schön in der CH heisst, habe
ich schon gesagt, dass ich diese Bezeichnung toll finde?)
Stefan S. schrieb:> Deine Metapher mit dem Hausbau hinkt.
Sagen wir so, in einer kleineren Klitsche/ KMU übernimmt der
Programmierer auch Architekturaufgaben. In einem Konzern gibt es eigene
Abteilungen, wo "Softwarearchitekten" oder zu oft auch Solution
Architects genannt, arbeiten. Ich nenne sie insbes. im Konzern
Papiertiger.
Da sie nur zu oft nahezu nullkommanix über die aktuell eingesetzte
Lösung wissen, bei den Programmierern nachfragen, wie das eigentlich
alles funktioniert und am Schluss irgendwelche Dokumente oder
Bauerpoints zusammenschustern, und der Programmierer das dann ausbaden
muss..
klausi schrieb:> MHO, das ist kein Bug, das ist ein clever getarntes Feature ;-)
Aus diesem Grunde gehen Anwälte beim Einreichen des Widerspruchs
unterschiedlicher Kanzleien zur gleichen Zeit so zum Amt, dass diese das
Abliefern des Widerspruchs bezeugen können.
> von klausi (Gast)> 22.04.2022 08:04> MHO, das ist kein Bug, das ist ein clever getarntes Feature ;-)
Was ist den das für eine Sprache ?
Könnte Urdu, Farsi oder Kisuaheli sein.
Deutsch ist das nicht.
Joachim B. schrieb:> Wie kann das sein das bei online Bussgeldwiderspruch der Screen zeigt> "Ihr Widerspruch wurde übermittelt" und in der elektronischen Akte kommt> das nicht an.
Das ist kein Bug, sondern ein geschicktes Feature, um die Ordnungsämter
zu entlasten.
> Joachim B. schrieb:> Wie kann das sein das bei online Bussgeldwiderspruch der Screen zeigt> "Ihr Widerspruch wurde übermittelt" und in der elektronischen Akte kommt> das nicht an.
Vielleicht ist das aber nicht so und du hast gelogen !
Senf D. schrieb:> Joachim B. schrieb:>> Wie kann das sein das bei online Bussgeldwiderspruch der Screen zeigt>> "Ihr Widerspruch wurde übermittelt" und in der elektronischen Akte kommt>> das nicht an.>> Das ist kein Bug, sondern ein geschicktes Feature, um die Ordnungsämter> zu entlasten.
Wie ist der übliche Kommentar noch mal? "Softwarefehler. Da kann man
nichts machen."
> Alle suchen Akademiker
Immer noch???
Wer hätte das gedacht!
'Uns' Ureinwohnern/iNNen wurde doch schon länger gepredigt, 'wir'
würden/werden doch längst geflutet - von denen.
Alles Lüge?!
Ergo muss die Anwerbung solcher Spezialisten/iNNen/iXXE endlich mal
richtig forciert werden, sonst geht's den Bach (noch schneller)
runter!
Zeitenwende schrieb:> Bald werden alle nur noch Soldaten suchen.
Das ist leider, leider wahr. Wenn ich daran denke, bekomme ich wie ein
guter Motor das Losbrechmoment.
Ja keine Ahnung, also ich bin mit den Produkten von Programmierern
extrem unzufrieden.
Wenn man sich diesen Faden hier durchliest, könnte man auf die Idee
kommen dass Akademiker vielleicht noch ein zusätzliches Fach in ihrem
Studium brauchen. Irgendwie sowas wie effizientes Arbeiten miteinander.
Und verständliche Kommunikation mit den Kollegen. Ich habe das Gefühl da
gibt's eine riesen Bildungslücke, welche auch noch sehr weit verbreitet
ist.
Zocker_60 schrieb:> Vielleicht ist das aber nicht so und du hast gelogen !
Ich habe die Beweise hier, Screenprint und Gebührenbescheid!
vielleicht hatte die Dame in der Bussgeldstelle gelogen, die
elektronische Akte sah ich ja nie und es war der Versuch an weiteres
Geld von Bürgen zu kommen, oder einer hatte die Augen zu als der
Bescheid rausging.
> von Joachim B. (jar)> 22.04.2022 15:16
Ich habe die Beweise hier, Screenprint und Gebührenbescheid!
Mach keine Sachen !
> vielleicht hatte die Dame in der Bussgeldstelle gelogen
Hättest du an ihrer Stelle doch auch.
Mit Busgeldern habe ich wenig Erfahrung. Ich habe da in einer anderen
Liga gespielt.
DANIEL D. schrieb:> Irgendwie sowas wie effizientes Arbeiten miteinander.
Im MINT-Studium kommt das wirklich ein wenig kurz, der analytische
Umgang damit fällt überwiegend in andere Ressorts. Wer eine Ausbildung
als Facharbeiter macht, arbeitet von Anfang an mit recht verschiedenen
Leuten zusammen. Studenten nur sehr begrenzt und abhängig vom
Individuum.
> Und verständliche Kommunikation mit den Kollegen.
Studenten unter sich haben eine gemeinsame Sprachklasse und es zwingt
sie niemand dazu, mit Personen ausserhalb dieses Kreises zu
kommunizieren. Das kommt dann möglicherweise erst im Beruf zum Tragen.
Kann dann irritieren.
Wobei es erfahrungsgemäss ein Problem beider Seiten ist. Percy
beispielsweise verwendet eine Sprache, die man hier im Forum sonst nicht
so oft findet, in Ausdrucksform und Präzision. Und eckt damit bei
manchen Leuten an, denen es auf die Nerven geht, wenn man ihren
"Stammtischjargon" nicht mitmacht. Vielleicht auch, wenn sie manche
seiner Anspielungen nicht erfassen oder missverstehen. Toleranz ist aber
eine Sache beider Seiten.
(prx) A. K. schrieb:> Studenten unter sich haben eine gemeinsame Sprachklasse und es zwingt> sie niemand dazu, mit Personen ausserhalb dieses Kreises zu> kommunizieren. Das kommt dann möglicherweise erst im Beruf zum Tragen.> Kann dann irritieren.
Und wir haben ja noch den Faktor, dass Akademiker sich deutlich öfter
über ihren Beruf definieren. Da will ja jeder besser wie der andere
sein. Also nicht dass es in anderen Berufen nicht so wäre, aber ich
vermute stark dass es dort weniger ausgeprägt ist, und die Arbeit
einfach nur Arbeit ist. Und wenn sie dann noch aus verschiedenen
Fachrichtungen kommen, und jeder unbedingt wichtig sein will, und der
Meinung ist er wüsste alles, dann ist ja eine schlechte Zusammenarbeit
vorprogrammiert.
Viele Berufe haben ja ein produktives Ergebnis am Ende, es wurde
Irgendwas gebaut, Irgendwer geheilt, oder sonstige Ergebnisse. Es ist ja
eine Tatsache dass je mehr man erreicht, und je mehr man vollbringt,
desto mehr wird das eigene Ego gestärkt. Sonst hätte ja keiner Lust
irgendwo Leistungen zu bringen, aber genau da entsteht ja auch der
Konkurrenzkampf. Und ganz wichtig scheint es zu sein, mehr Geld zu
verdienen wie irgendwer anderes, weil man ja dann irgendwer besseres
ist.
Als Geringverdiener bezieht man seine mentale Stärke nicht von einem
hohen Gehalt, sondern eher durch Sport, Hobbys, oder irgendwelche
Herausforderungen im Alltag.
Ich habe z.b. gehört das Ärzte sehr abgehoben wären, und in
Krankenhäusern sehr viel Mobbing vorherrschen würde, welches in
Reinfolge der Hierarchie nach unten weitergegeben wird. Zumindestens
macht hier das Krankenhaus diesen Eindruck, und ein Mitarbeiter hat sich
so geäußert.
DANIEL D. schrieb:> Ja keine Ahnung, also ich bin mit den Produkten von Programmierern> extrem unzufrieden.>> Wenn man sich diesen Faden hier durchliest, könnte man auf die Idee> kommen dass Akademiker vielleicht noch ein zusätzliches Fach in ihrem> Studium brauchen. Irgendwie sowas wie effizientes Arbeiten miteinander.> Und verständliche Kommunikation mit den Kollegen. Ich habe das Gefühl da> gibt's eine riesen Bildungslücke, welche auch noch sehr weit verbreitet> ist.
Die Schule/HS/UNI soll einen auf alles vorbereiten ... oder gibts dafür
nicht auch eine (neue) App?
Mit so einer Haltung kommen nur lebensuntüchtige Personen raus.
Die Leute müssen raus ins Leben und dort praktische Erfahrungen machen,
die man eben in einer Bildungseinrichtung nicht oder nur sehr künstlich
eingeschränkt machen kann.
Zur Bildung gehört eben nicht nur, was im Lehrplan steht ...
Pleitegeier schrieb:> Die Schule/HS/UNI soll einen auf alles vorbereiten ... oder gibts dafür> nicht auch eine (neue) App?> Mit so einer Haltung kommen nur lebensuntüchtige Personen raus.> Die Leute müssen raus ins Leben und dort praktische Erfahrungen machen,> die man eben in einer Bildungseinrichtung nicht oder nur sehr künstlich> eingeschränkt machen kann.> Zur Bildung gehört eben nicht nur, was im Lehrplan steht ...
Ja keine Ahnung ein Großteil von diesem Faden ist halt Gejammer, dass
die andere Leute immer ein Problem wären.
Joachim B. schrieb:> Tippdroide schrieb:>> So wie die Combino Trams von Siemens. Mussten aus dem Verkehr gezogen>> werden, weil das Dach einsturzgefährdet war!>> wenn da mal nicht BWLer das Sagen hatten!
Wikipedia meint:
> Als eine der Ursachen stellte sich heraus, dass die Entwicklungsingenieure bei> der Berechnung der Wagenkästen auf Berechnungsformeln für klassische> Hochflurfahrzeuge zurückgegriffen hatten. Diese berücksichtigen jedoch nicht,> dass durch die Multigelenkbauweise von Niederflurfahrzeugen die überwiegend> auf dem Dach untergebrachte elektrische Ausrüstung und die fehlende> Wankmöglichkeit der Wagenteile gegeneinander erhebliche Kräfte auf die> Gesamtkonstruktion verursacht werden. Diese wurden allgemein unterschätzt und> deren Übertragung und Wirkung innerhalb der Wagenkästen falsch berechnet.> Auftretende Risse gefährdeten in der Folge die Stabilität der Konstruktion.
Shorty schrieb:> Pleitegeier schrieb:>> Zur Bildung gehört eben nicht nur, was im Lehrplan steht ...>> Was glaubst du eigentlich, was Ziel des Lehrplanes ist? ;)
Leute dich möglichst lückenlos aufs Leben vorbereiten, weil du das
selbst nicht hinbekommst?
Wie unselbsständig kann man sein?
Pleitegeier schrieb:> Wie unselbsständig kann man sein?
So dass man eine staatlich verordnete Edel-Putze für den Kamin nehmen
muss, anstatt den selbst zu reinigen.
Pleitegeier schrieb:> Die Schule/HS/UNI soll einen auf alles vorbereiten
Wer nicht in Sportklub oder so war, der kam als Abiturient aus der
Schule u.U. ohne Kontakt mit jenen Gleichaltrigen raus, die schon ein
paar Jahre in klassischer Berufsausbildung hinter sich hatten. Diese
hatten deutlich mehr Lebenserfahrung - das war spürbar, wenn es nach zum
Bund oder Ersatzdienst ging. Heute kommen sie direkt zur Uni und bleiben
darin möglicherweise innerhalb ihrer akademischen Peergroup, oder bei
entsprechendem Charakter gar weitgehend Einzelkämpfer.
> ... oder gibts dafür nicht auch eine (neue) App?
Apps, also Online-Kultur, isolieren eher.