Forum: Mechanik, Gehäuse, Werkzeug Schlechte 3D-Druckqualität der Unterseite


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von Stefan M. (beefjerky)


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Hallo zusammen,

ich habe versucht ein Gehäuse für einen HC-SR501 Bewegungsmelder zu 
drucken. Das hat grundsätzlich funktioniert (insbesondere die Größe 
passt sehr gut), allerdings bin ich mit der Qualität der 
Modell-Unterseite, also der Seite, die mit dem Drucktisch Kontakt hatte, 
nicht zufrieden. Diese Seite ist beim zusammengeschraubten Gehäuse 
allerdings außen und daher sichtbar. Die Qualität der Druckoberseite, 
also das, was beim Gehäuse dann innen liegt ist dagegen super.

Hier die Daten:

3D-Modell: https://www.thingiverse.com/thing:2447199

Druckermodell: https://www.monoprice.com/product?p_id=40108

Slicer: Cura 4.3.0 (als Monoprice-Edition beim Drucker dabei)

Profile: Draft (unverändert), Layer Hight: 0.2 mm, InFill: 10%, Support: 
Off, Build Plate Adhesion: Raft

Filament: PLA

GCode:
MPC_PIR-Case.gcode

3D-Druck-Außenseite:
DSC_0223.jpg

3D-Druck-Innenseite:
DSC_0224~2.jpg

Einmal fällt dieses grobe diagonale Muster auf und natürlich die losen 
Fäden, die scheinbar nicht richtig befestigt sind und die Öffnungen 
teilweise versperren. Die Innenseiten sehen dagegen super aus und sind 
vollkommen glatt.

Ich habe leider nicht genug Zeit neben der Arbeit mich so richtig in die 
3D-Druckerei einzuarbeiten. Deshalb ist das Gerät natürlich auch nicht 
das teuerste geworden. Grundsätzlich kann es ja aber Oberflächen schon 
sehr gut drucken.

Was kann ich tun, damit die Unterseite so ähnlich aussieht wie die 
Oberseite? Welche Einstellungen nehmen den meisten Einfluss darauf? Was 
ich schon sagen kann: Allein die Verkleinerung der Schichtdicke auf 0.1 
mm bringt kaum einen Unterschied. Als nächstes würde ich mal probieren 
ohne Raft zu drucken, denn eigentlich ist das Modell doch flächig genug. 
Das Infill zu vergrößern hatte ich auch überlegt, denn in Cura heißt es, 
dass dieser Parameter auch die Top und Bottom Layers beeinflusst. Was 
meint Ihr?

VG,
Stefan

von DoS (Gast)


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Du hast ein Betthaftungsproblem

von DoS (Gast)


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...und die Perlenschnüre zeigen dass irgendwas mit Deinem 
Filamenttransport nicht funktioniert (Düse, Extruder, schwergängiger 
Filamenttransport, evtl Wackelkontakt am Stepper,...)

von Hel S. (zipp)


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Heatbed auf 50°C
Filament auf 205-210°
Heatbed vor dem Drucken mit Waschbenzin reinigen.

cu

von someone else (Gast)


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Das Druckbett ist nicht richtig gelevelt.

In deinem Fall ist der Abstand Düse zu Druckbett viel zu groß.

Da darf nur noch ganz knapp ein Din A4 (80mg) Blatt zwischen Düse und 
Druckbett passen, es muss schon etwas hakeln beim herausziehen des 
Blattes.

von someone else (Gast)


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Ach ja, dein Cura ist Asbach uralt. Lade dir die neueste Version runter 
und aktiviere da Monotonic Top/Bottom Order und Monotonic Top Surface 
Order. Dann werden Oberflächen in einem Stück gedruckt, ohne neue 
Ansätze mittendrin, wie man es bei dir sieht usw.

0,2mm als Initallayer ist bewährt.

Druckbett muss absolut frei von Fett sein, einmal mit der nackten Hand 
draufpatschen kann die Haftung schon ruinieren.

von Stefan M. (beefjerky)


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DoS schrieb:
> Du hast ein Betthaftungsproblem

Im Sinne von zu fest oder zu locker? Ich drucke im Augenblick auf einem 
Raft. Das Modell lässt sich nach dem Druck problemlos vom Raft trennen, 
aber nicht so leicht, dass ich denken würde dass das Modell nicht fest 
genug sitzt. Das Raft selbst bekomme ich nur raltiv schwer ab vom Bett. 
Das haftet ganz schön stark.

Hel S. schrieb:
> Heatbed auf 50°C
> Filament auf 205-210°
> Heatbed vor dem Drucken mit Waschbenzin reinigen.

Mein Heatbed lässt sich leider nicht heizen. Es handelt sich im Prinzip 
um so eine Art flexiblen Magneten (wie für Magnettafeln) auf dem noch 
eine Schicht klebt, die ich am ehesten als Kreppband bezeichnen würde. 
Man kann das Bett nach dem Druck aus dem Drucker herausnehmen und 
biegen. Dadurch lassen sich die Modelle besonders leicht vom Bett 
trennen. Das Kreppband kann man austauschen. Man kann das hier 
https://m.media-amazon.com/images/I/61E4hOI-NaL._AC_SL1500_.jpg ein 
bisschen sehen, das gelbliche Zeug im Druckraum ist das Kreppband, dass 
auf der schwarzen Schicht klebt (der flexible Magnet), die magnetisch an 
dem eigentlichen, beweglichen Tisch haftet.

Ich verwende im Moment eine Temperatur von 200°. Hatte auch schon 
überlegt, ob das noch nicht heiß genug ist...

DoS schrieb:
> und die Perlenschnüre zeigen dass irgendwas mit Deinem
> Filamenttransport nicht funktioniert (Düse, Extruder, schwergängiger
> Filamenttransport, evtl Wackelkontakt am Stepper,...)

Möglich ist das. Ich bin sowieso genervt vom Filament, weil das so steif 
und widerporstig ist und das abrollen von meiner (zu großen) Rolle 
manchmal tatsächlich klemmt. Das es ein Problem mit dem Extruder oder 
der Düse gibt glaube ich eigentlich nicht, kann es allerdings auch nicht 
prüfen. Wie führt ein schwergängiger Filamenttransport zu solchen 
Perlenschnüren?

VG,
Stefan

von Michael H. (mha1)


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Wie bereits von anderen erwähnt ist der Abstand zwischen Druckbett und 
Extruder zu groß. Daher auch die Perlenschnüre im ersten Layer. Solange 
das nicht korrigiert wurde, wird sich wenig ändern.

Auch die Oberseite zeigt noch Verbesserungspotential. Für mich sieht das 
nach ein wenig Underextrusion aus (zuwenig Filament).

Du solltest den Drucker zuerst einmal komplett neu Kalibrieren, bevor du 
weitere Experimente unternimmst. Scheinbar funktioniert dein 
Auto-Leveling nicht korrekt.

Der Infill beeinflußt fast ausschließlich die Qualität den Toplayer. Ich 
nutze meisten ca. 20%.

Profil Draft sollte man nicht unbedingt wählen, wenn man eine hohe 
Druckqualität erwartet.

von Stefan M. (beefjerky)


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someone else schrieb:
> Das Druckbett ist nicht richtig gelevelt.
>
> In deinem Fall ist der Abstand Düse zu Druckbett viel zu groß.

Mein Drucker macht ein Autoleveling. Man kann das wohl auch manuell 
machen, aber das muss ich mir erst ansehen. Den Abstand der Düse zum 
Druckbett werde ich mir auf jeden Fall mal anschauen. Das mit dem Blatt 
Papier ist in der Anleitung genauso beschrieben, wie Du gesagt hast.

someone else schrieb:
> Ach ja, dein Cura ist Asbach uralt. Lade dir die neueste Version runter
> und aktiviere da Monotonic Top/Bottom Order und Monotonic Top Surface
> Order. Dann werden Oberflächen in einem Stück gedruckt, ohne neue
> Ansätze mittendrin, wie man es bei dir sieht usw.

OK, danke für den Tipp. D.h. auch die offizielle Version der Software 
unterstützt meinen Drucker out of the Box, oder brauche ich da noch 
zusätzliche Software/Treiber etc.?

VG,
Stefan

von someone else (Gast)


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Stefan M. schrieb:
> Ich verwende im Moment eine Temperatur von 200°

Stefan M. schrieb:
> Wie führt ein schwergängiger Filamenttransport zu solchen
> Perlenschnüren?

200°C ist zu wenig. 215°C ist angesagt. Desto zäher das geschmolzene 
PLA, desto mehr verschleißt du den Filamenttransport und hast 
komische/hässliche Druckergebnisse.

Stefan M. schrieb:
> Mein Drucker macht ein Autoleveling.

Offenbar nicht richtig.

Stefan M. schrieb:
> OK, danke für den Tipp. D.h. auch die offizielle Version der Software
> unterstützt meinen Drucker out of the Box, oder brauche ich da noch
> zusätzliche Software/Treiber etc.?

Du musst evtl. die Daten deines Druckers eingeben (Druckbettgröße, 
Anzahl Extruder, Firmwarefamilie usw.). Oder dein Drucker findet sich in 
der recht langen, umfangreichen Liste in der Druckerdatenbank von Cura. 
Wenn nicht, kann man Druckerdaten von Cura 4.3 übernehmen.

Im Grunde macht Cura nur gcode, der vom 3D Drucker interpretiert wird. 
Der Drucker interessiert hier eher sekundär, was halt technische 
Parameter angeht. Du kannst im Grunde auch gcode für ein komplett 
anderes Druckmodell nehmen, aber dann wirds in der Hose gehen inkl. 
kaputten 3D-Drucker.

von DoS (Gast)


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Stefan M. schrieb:
> DoS schrieb:
>
>> Du hast ein Betthaftungsproblem
> ...
> Wie führt ein schwergängiger Filamenttransport zu solchen
> Perlenschnüren?
> VG,
> Stefan
Betthaftung:
Wenn die Düse die Wurst abgelegt hat, muss die am Bett fest kleben, d.h, 
wenn die Düse eine andere Position anfährt, bleib die Wurst liegen. Bei 
Deinem Bild wird die Wurst hinter der Düse hinterher gezogen. Probier 
den Bett-Düsenabstand zu verringern (0,1..0,2mm). Drucke die erste 
Schicht langsamer, damit der heiße Kunststoff eine Chance hat, 
festzukleben.
Besorge Dir einen Drucker mit beheiztem Bett. Das Leben ist zu kurz für 
Drucker mit unbeheiztem Bett. Ein Ender 3 gibt es inzwischen schon für 
150..180Eur.

Filamenttransport:
Der Drucker funktioniert wie eine Tube Zahnpasta. Bei gleichmäßigen 
Druck und gleichmäßiger
Bewegung muss eine gerade, homogene Wurst raus kommen. Wenn zeitweise, 
und das sieht man bei Deinem Druck, dass die sonst homogene Wurst 
plötzlich einen Bruchteil der Dicke hat. Wenn die Düse nicht verstopft 
ist (mit der Handbdas Filament durch die beheizte Düse schieben. 
Kräuselt es sich hinter der Düse, ist was faul. Die Wurst muss gerade 
rsus kommen.
Nächster Test:Extruder. Filament mit Folienstift markieren, im Menü 100 
bzw 200mm extrudieren, nach messen, ob die Markierung tatsächlich so 
weit transportiert wurde.
Wenns beim Extrudieren knackt, ist was faul. Filamenttransport auf 
Schwergängigkeit prüfen.
200°C ist auch so eine...Zahl. Messe einmal die tatsächliche Temperatur 
der Düse oder gehe einfach einmal 10 Grad höher.

von Stefan M. (beefjerky)


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Hallo zusammen,

schon mal vielen Dank für die zahlreichen Tipps. Den Bett-Düsen-Abstand 
möchte ich gerne schon mal ausschließen, denn das habe ich mit einem 
Blatt Papier überprüft, das lässt sich nur mit einem gewissen Widerstand 
unter der Düse bewegen. Ich habe aber auch schon andere Sachen gemacht 
(neue Cura-Version etc.) und habe auch schon ein neues gcode-File 
erstellt. Drucken kann ich das aber erst morgen... Zeit ins Bett 
zugehen.

Gute Nacht,
Stefan

von Einer (Gast)


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Der MP Cadet ist keine Wundermaschine. Steht hier als 
"Einfachst-Drucker" für Zwischendurch auf dem Schreibtisch, weil er so 
schön klein ist. Und das ist aber auch schon alles, was er ist...

- Die Temperatur muss beim MP Cadet relativ hoch eingestellt werden,
  weil das Hotend ziemlich schwächlich ist. Die Temperaturregelung
  ist auch ziemlich mistig.

- Du musst Dir einen leichtgängigen Filamentabroller basteln.
  Der Schrittmotor vom MP Cadet ist sehr schwach. Das mit dem
  Original-Haken an der Seite kannst Du vergessen, das gibt
  Schrittverluste.
  Problem dabei, weil der MP Cadet so klein ist, kannst Du keine
  "großen" Teile für einen Abroller drucken. Also basteln angesagt...

- Versuch mal, ohne Raft zu drucken. Das geht eigentlich recht gut.
  Beim Ablösen vom Klebeband aber Geduld üben, sonst musst Du das
  Druckbett ständig neu bekleben.

- Es gibt im Cura auch irgendwo eine Einstellung, für den Abstand
  zwischen Raft und Bauteil. Da kannst Du vorsichtig in kleinen
  Schritten dran rumschrauben. Aber Achtung: Schnell klebt das Bauteil
  so am Raft, dass es nicht mehr weg geht...

- Du kannst auch Versuchen, das Teil umgekehrt mit Support zu drucken.
  Dann ist die schlechte Oberfläche innen, und die gute außen.
  Support funktioniert beim MP Cadet recht gut, meiner Erfahrung nach.

von Einer (Gast)


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Ach, wegen dem Autoleveling, ganz vergessen:

Der ist nämlich temperaturabhängig... Unmittelbar nach dem Einschalten, 
oder sofort nach einem Druck Neustarten, ist eine Garantie für 
fehlerhaftes Leveln...

Einschalten, etwa 5 Minuten warten, dann starten...

von Uwe G. (scd)


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Die Hinweise von einer sind goldrichtig.

Hier findest Du die Einstellungen für die Verwendung des aktuellen Cura 
und weitere Tipps zu Deinem Drucker:

https://srinathh.github.io/2020/10/11/getting-started-with-monoprice-cadet.html

Synonyme für die Druckermarke:

Bresser Raptor (auch Aldi-Version), Weedo Tina2, Monoprice Cadet MP IIIP

von Patrick L. (Firma: S-C-I DATA GbR) (pali64)


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Also kurz gesagt,
Cura ist nicht wirklich für den Cadet geeignet,
Wenn man nicht damit geübt ist
Die mit dem Cadet mitgelieferte Software "Wiibuilder 2" (wo eigentlich 
für ein anderer baugleicher Drucker ist), ist da einfacher in der 
Handhabung (Druckertyp "Tina" auswählen.

Dein 3D-Druck zeigt ganz deutlich falsche Parametrierungen.
Angefangen beim Loch mit eher 6Kant als Rundung.

Der MPIII Cadet, ist eigentlich ein PreisLeistung sehr guter Drucker.
Ja das Hotend ist etwas schwächlich, aber das kann man mit +5° (Also 
anstat 220° einfach 225° einstellen.
Ich habe 2 dieser Cadet im einsatz, und drucke damit oft muster (laufen 
Täglich) und habe auch bei megafiligranen Sachen keinerlei Probleme.

Allerdings wenn ich ein Anderes Programm (Beispiel Flash-Print) als der 
Wiibuilder verwende, Zickt der Cadet ganz gerne, dann muss ich den 
G-Code immer von Hand noch nachbearbeiten damit der Kalibrier befehl 
ausgeführt wird, und das Hotend nicht in den "Tisch Gräbt".

Wenn der Startcode nicht stimmt, Kalibriert sich der Drucker nicht 
selber-
Wenn alles Richtig ist, Kalibriert sich der Drucker bei jedem Ausdruck 
selber und das mit dem Düsenabstand ist "Gegessen".

Das einzige mir bekannte Manco (neben dem etwas schwächlichen Hotend) 
ist das die Y-Achse (Druck-Tisch) etwas zu viel Spiel hat, habe ich aber 
durch ändern der Gleitlager schnell in Griff bekommen.

Ansonsten ist der Cadet ein sehr guter 3D Minidrucker, er fährt auch 
sehr Präzise und bedarf eigentlich (wenn nicht Verbastelt) Out of Box 
keinerlei Hand-Kalibrierung.
Auch meine Tochter hat von mir einen solchen bekommen, und sie nutzt ihn 
nur mit dem Handy. Aber hat keinerlei Probleme.

Entweder das App das ein Link-Kleber auf dem Cadet ist, oder den 
Wiibuilder Verwenden. Dann läuft der Cadet ganz problemlos und Zickt 
auch nicht.

: Bearbeitet durch User
von Uwe G. (scd)


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Nachtrag:

> Das Kreppband kann man austauschen.

Billigstes Malerkrepp aus dem Baumarkt und Klebestifte zum Einreiben der 
Oberfläche funktioniert super.

von Patrick L. (Firma: S-C-I DATA GbR) (pali64)


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Ich habe eine Bettauflage mit BuildTalk beklebt(Magnetfolie gkauft)
Ein anderes habe ich eine Aluplatte aufgeklebt (Verwende ich für Teile 
aus PET-G)
Da sollte mann aber mit dem Klebstift zuerst das Alu bestreichen, dann 
hält es supper ;-)

Bild: Mit dem Cadet gedrucktes Zahnrad für ein Planetengetriebe!

von Uwe G. (scd)


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Patrick L. schrieb:
> Also kurz gesagt,
> Cura ist nicht wirklich für den Cadet geeignet,
> Wenn man nicht damit geübt ist

> Allerdings wenn ich ein Anderes Programm (Beispiel Flash-Print) als der
> Wiibuilder verwende, Zickt der Cadet ganz gerne, dann muss ich den
> G-Code immer von Hand noch nachbearbeiten damit der Kalibrier befehl
> ausgeführt wird, und das Hotend nicht in den "Tisch Gräbt".
>
> Wenn der Startcode nicht stimmt, Kalibriert sich der Drucker nicht
> selber-
> Wenn alles Richtig ist, Kalibriert sich der Drucker bei jedem Ausdruck
> selber und das mit dem Düsenabstand ist "Gegessen".

Man braucht nur die richtigen Prefixe für den G-Code und Cura geht 
super. Cura hat auch einen Anfängermodus.

von Patrick L. (Firma: S-C-I DATA GbR) (pali64)


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Uwe G. schrieb:
> Man braucht nur die richtigen Prefixe für den G-Code und Cura geht
> super. Cura hat auch einen Anfängermodus.

Ist Richtig, Es wird sogar extra für Cura eine INI-Datei mit dem Drucker 
auf der SD Mitgeliefert, aber Cura ist denn noch für "Blutige Anfänger 
oder Wenigdrucker" zu Kompliziert, das App beherrscht eine 8 Jährige und 
Wiibuilder meine 13 Jährige Tochter!
Ich arbeite ja auch ab und an mit Cura (Wenn ich den Wanhao Benutze)

Habe aber da mittlerweile die Sailfish Firmware drauf, jetzt kann ich 
ihn mit Flashprint Verwenden ;-)

Das macht es einfacher weil er so im Flashforge Druckerverbund 
mitintegriert werden konnte, was mit Cura nicht so einfach geht.

Im übrigen werde ich bald ein Testbericht für den Adventure 4 von 
Flashforge hier im Forum posten, der wird zur Zeit auf "Herz und Nieren" 
Getestet :-)
Mal Sehen was der Neuste Sprössling dar Adventure Familie so drauf hat 
:-)

: Bearbeitet durch User
von Bernd M. (bernte_one)


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der Drucker ist Rotz, wenn du nicht viel Geld ausgeben willst nimm dir 
einen Elegoo Neptune 2  am besten vom deutschen Support als refurbish 
Gerät 80-120€

weiterhin muss man für dieses Hobby schon etwas Zeit investieren und 
einen Sinn für die üblich auftretenden Fehlerbilder entwickeln, bedeutet 
ein Prototyp drucken, ggfs Fehler auswerten und Parameter anpassen, 
nächster Druck perfekt

wenn du trotzdem wenig Zeit und Lust hast, dann lass das einfach sein 
das frustet nur. Einfach mal freundlich nach Hilfe Fragen wenn man mal 
ein paar Einzelteile benötigt schadet nicht. Wird sich immer jemand 
finden der dir so kleine Teile schnell ausdrucken und zusenden kann

: Bearbeitet durch User
von someone else (Gast)


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Patrick L. schrieb:
> aber Cura ist denn noch für "Blutige Anfänger
> oder Wenigdrucker" zu Kompliziert,

Also ich habe Slic3r, Prusaslicer und Cura benutzt. Ich muss sagen, am 
Ende ist Cura noch am "gutmütigsten" und produziert bei nicht so 
optimalen Parametern immer noch brauchbare Ergebnisse, wo Slic3r und 
Prusaslicer nicht so gute Ergebnisse produzieren.

Was aber bei Cura ziemlich ausarten kann, ist die Fehlersuche, wenn 
irgendein Detail mit dem Druck nicht stimmt. Da kann schon mal eine sehr 
gut versteckte, eigentlich nebensächliche, Option schuld dran sein.

von Patrick L. (Firma: S-C-I DATA GbR) (pali64)


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someone else schrieb:
> Was aber bei Cura ziemlich ausarten kann, ist die Fehlersuche, wenn
> irgendein Detail mit dem Druck nicht stimmt. Da kann schon mal eine sehr
> gut versteckte, eigentlich nebensächliche, Option schuld dran sein.

Jup genau das meine ich ;-) Ich habe selber auch schon einiges mit Cura 
gemacht, Schuld daran waren die Wanhao Drucker, denn die liefen mit all 
den Anderen Slicer nicht zufriedenstellend, und der ReplicatorG ist 
echt mühsam wenn man mehr als 1 Extruder hat. da war Cura klar im 
Forteil.
Aber wie schon oben geschrieben, seit ich die Wanhao auf "Sailfish" 
umgestellt habe, kann ich die mit dem Flashprint bedienen, dieser Sicer
ist einfach Optimal was ich anhand der Mitarbeiter raus finden musste.

Das mühsamste am ganzen ist das ich für die Mitlerweile 14 3D-Drucker 8 
verschiedene Slicer brauche, da einfach keiner wirklich Optimal für alle 
Passt, da sind Exoten wie der XYZ-Print, oder gar der AIO-Robotics, die 
man ja mit "Repetier-Host" oder "Cura" zwar bedienen kann, aber der 
"Slic3r" welcher mit dem AIO-Robotics geliefert wurde ist echt mühsam.

Von der Bedienung-Leistung Klassifiszierung sind:
1) FlashPrint
2) RexPrint
3) Wiibuilder
4) CraftWare
5) CreatWare
6) XYZ-Print
7) Cura
8) ...usw...

Habe hier ganze 16 Verschiedene Slicer Programme, und anhand wie Oft ich 
den Mitarbeiter unter die Arme greifen muss habe ich die Liste 
erstellt.

1) Bedeutet: Einfach sagen Machmal und nix mehr damit zu tun.
8) Bedeutet: Kein Druck gelingt ohne dass ich daneben stehen muss!

Man muss dazu sagen, das der AIO-Robotics, der Mühsamste von allen ist 
bis der Ausdruck gelingt, Hat aber seine Daseinsberechtigung, weil er 
keine Schrittmotoren, sondern Servomotoren hat, und für Grössere 
Stückzahlen einfach Ungeschlagen ist, er druckt in 1/20 stel der Zeit 
was die anderen Brauchen, und wenn man ihn richtig einstellt, ist das 
Resultat trotz dem fast wie ein Spritzguss!

Bin mal Gespannt wie der Adventure 4 sich macht, lass noch bis ende 
nächste Woche die Leute daran "Üben" und schreibe dann meinen 
Testbericht dazu ;-)
PS:
Bernd M. schrieb:
> der Drucker ist Rotz,
Welchen Der Cadet oder der Adventure? auf welchen beziehst du dich?

: Bearbeitet durch User
von Patrick L. (Firma: S-C-I DATA GbR) (pali64)


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Ich habe nun den im Post: 
Beitrag "Re: Schlechte 3D-Druckqualität der Unterseite"
versprochenen Testbericht, des Adventure 4 von FlashForge geschrieben.
Ihr findet ihn bei Interesse hier:
Beitrag "[3D-Druck] Testbericht FlashForge Adventure 4"

Gruß Patrick L

: Bearbeitet durch User
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