Hallo Leute, ich bin gerade dabei einen CO2 Lasercutter zu bauen. Momentan steh ich vor folgenden Problem Ich habe in einen kleinen Verteilerkasten meinen Controller (duet2wifi) inkl. 24 Volt Netzteil und daneben das 80 Watt HV Netzteil des Lasers verbaut (Marke Vevor aus China). Bei der Inbetriebnahme fingen immer beim feuern des Lasers meine Stepper zu zucken an. Anfangs dachte ich an einen Verkabelungsfehler meinerseits, dann habe ich das HV Kabel der Röhre umgelegt um nirgends in Stepper oder Endstopp Kabel Spannung zu induzieren. Das hat alles nichts gebracht. Erst jetzt wo ich noch zusätzlich das Netzteil ausgebaut und ca. 50 cm entfernt aufgelegt habe bekomme ich keine Storimpulse mehr. Die einzige Verbindung zwischen Controller und Board sind momentan die 230 V Versorgung. Das HV Netzteil hat eigentlich ein Metallgehäuse und erzeugt Angeblich bis zu 25KV bei 20-25mA. Kann es sein daß das Netzteil so starke Störungen verursacht trotz Metallgehäuse? Oder ist das Gerät intern VL. Nicht gut geerdet? Meine aktuelle Überlegung ist entweder das Netzteil zurück zu senden, ein Blech als Trennwand in den Schrank einzuziehen oder das Netzteil außerhalb zu platzieren (was ich am ungernsten machen würde.) Wie schätzt ihr das ganze ein? Die Verkabelung schaut aktuell noch etwas wild aus. Auf den rechten leeren Platz ist das HV Netzteil geschraubt gewesen. Bisher hatte ich einen 40 Watt China laser da war das ganze komplett unproblematisch. Das Board war eigentlich direkt neben den Netzteil und es gab nie Probleme. Vielen Dank im vorraus LG Paul
Bei dem Drahtverhau wundert mich das nicht. In meiner Restekabel-Kiste sieht's aufgeräumter aus. Das wichtigste bei sowas ist eine vernünftige Erdung und da wo es erforderlich ist, räumliche Trennung und Abschirmung empfindlicher Kabel, ggf. erhöhte Treiberleistung bzw. unempfindliche Motortreiber wenns nicht anders in den Griff zu kriegen ist. Bist Du sicher, daß Du mit dieser Sorgfalt mit einem 80W Klasse 4 Infrarotlaser herumspielen solltest? Immer dran denken: Don't look into laser with remaining eye!
Ja durch die ganze Fehlersuche ist's da etwas durcheinander gekommen. Das Bring ich natürlich noch in Ordnung. Und der Laser ist ja in der Kiste drinnen. Ich hab jetzt schon einen Fortschritt erzielt, das HV Netzteil ist seitlich gelöchert. Die Löcher haben Richtung Controller geschaut. Nachdem ich es seitlich an die Wand geschraubt habe mit geschlossenen Deckel Richtung Kabel funktioniert es. Die Erdung sollte eigentlich gut passen.
Löcher ist eigentlich egal, die Schirmwirkung des Gehäuses sollte bleiben. Das Problem wird eher durch die Verkabelung kommen oder durch den Lichtbogen in der Laserröhre selbst, dessen Störungen ungehindert durch das Glas durch gehen und sich dann passende Antennen in Form jedes Kabels suchen. Durch die hohe Betriebsspannung von CO2-Lasern insbesondere beim Zünden hat man da Feldstärken von richten vielen kV/Meter und die machen natürlich Stress auf den Steuerleitungen. Zweites Problem ist wie ich schon sagte ein vernünftiges Grounding. Es dürfen keine Masse-Ausgleichsströme der Leistungsteile über die Signalleitungen fließen, sonst führt das ebenfalls zu solchen Problemen. Naja und was den Laser angeht... Tu Dir wirklich den Gefallen und bau Dir Sicherheitsschalter ein, die hinterher auch nicht abgeschaltet oder überbrückt werden. IR-Laser sieht man nicht und bei so hoher Leistung ist selbst Streulicht schon richtig gefährlich, Reflexionen sowieso. Ich hab da immer schon Schiss wenn ich mit einem oder zwei 10W RGB Showlasern in der Gegend herumballere. Da darf wirklich nichts sein, woran der Laser gebündelt reflektiert werden könnte, ein kurzer Blitz kann für's Auge reichen. 10W sind im sichtbaren Spektrum schon richtig übel, man kann sich problemlos 'ne Zigarette dran anzünden (wer's probieren will unbedingt mit wirksamer Schutzbrille wegen verdammt hellem Streulicht!!) bzw. die Hitzewirkung beim Auftreffen des Strahls wird erst durch Entfernung, Nebel und durch das schnelle Scanning ungefährlicher.
Paul W. schrieb: > Kann es sein daß das Netzteil so starke Störungen verursacht trotz > Metallgehäuse? Ja, das kann sein. Nur mal angenommen, da koppelt eine Störung mit 1/10 Promille Störamplitude aus, dann sind das immer noch 2,5V. Und wenn du dann noch einen gedrängten Aufbau hast, bei dem von 25kV über 230V bis hin zu 5V-Signalen alles wild durcheinander geht, dann passiert halt was. Lies dir mal den Beitrag "Arduino Inputs willkürlich HIGH & LOW trotz Pullup" durch. Dort ist es noch schlimmer, aber deinen Aufbau darf man ruhig auch zu "schlechte Beispiele" einordnen, denn direkt neben dieses 5V-Kupfergewölle baut man sehenden Auges keinen 25kV Erzeuger. Und man legt garantiert nicht eine 25kV Leitung direkt neben 5V Signalleitungen. > Erst jetzt wo ich noch zusätzlich das Netzteil ausgebaut und ca. 50 cm > entfernt aufgelegt habe bekomme ich keine Storimpulse mehr. Na bitte, das ist die Lösung: ein getrenntes und eigenens Gehäuse für die Hochspannungsabteilung. > Das Board war eigentlich direkt neben den Netzteil und es gab nie Probleme. Glück gehabt. Funktioniert halt nicht immer.
Bitte melde dich an um einen Beitrag zu schreiben. Anmeldung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.
Bestehender Account
Schon ein Account bei Google/GoogleMail? Keine Anmeldung erforderlich!
Mit Google-Account einloggen
Mit Google-Account einloggen
Noch kein Account? Hier anmelden.

