Hallo,
K2 soll nur anziehen, wenn Stromkreis 2 (TV USB) eingeschaltet ist.
K2 zieht aber auch an, wenn Stromkreis 1 (5V Steckernetzteil) EIN und
Stromkreis 2 AUS ist...sperrt hier die Diode nicht oder bin ich als Laie
auf dem Holzweg was Dioden betrifft.
Danke für alle Antworten
Matthias schrieb:> sperrt hier die Diode nicht
Welche denn?
(Deshalb ist es sinnvoll, den Bauteilen Namen D1, D2, D3... zu geben)
> oder bin ich als Laie auf dem Holzweg was Dioden betrifft.
Vermutlich passt der Aufbau nicht ganz zum Schaltplan. Oder die rechte
der beiden BAT42 ist durchlegiert...
Dieter S. schrieb:> K2 bekommt über K1 "Rückstrom".
Interessante These. Und inwiefern führte Strom in Gegenrichtung
zum Auslösen/Schließen?
Lothar M. schrieb:> Vermutlich passt der Aufbau nicht ganz zum Schaltplan. Oder die rechte> der beiden BAT42 ist durchlegiert...
Hätt ich jetzt auch getippt.
Danke für alle Antworten.
Verkabelung passt und ins Dioden prüfen und durchlegiert muss ich mich
erst einlesen.
Den Antworten entnehme ich, dass die gewünschte Funktionsweise mit nicht
defekten Bauteilen gewährleistet ist.
Matthias schrieb:> Verkabelung passt und ins Dioden prüfen und durchlegiert muss ich mich> erst einlesen.
Einlesen? Nimm ein Multimeter mit Diodentestfunktion und miss an den
Dioden.
Falk B. schrieb:> Einlesen? Nimm ein Multimeter mit Diodentestfunktion und miss an den> Dioden.
Auch da muss sich der Laie einlesen, denn sonst weiss er nicht, was er
misst und was die Messergebnisse bedeuten ;-)
Lothar M. schrieb:> Oder die rechte> der beiden BAT42 ist durchlegiert...
Was ja nicht wundert, sie wird ja auch hart am Limit betrieben.
Statt so einer UHF-tauglichen Diode sollte man ehr was aus der 1A Liga
einsetzen.
Bei den 100mA der Relais ist eine BAT42 nicht besser als eine 1X400x.
Hier sinnvoller ist eine 1N5817, wenn man Sorge hat, dass das Relais bei
der Durchlasspannung einer 1N400x schon schlapp macht.
Matthias schrieb:> wenn Stromkreis 1 (5V Steckernetzteil) EIN und Stromkreis 2 AUS ist...
Inwiefern is der Stromkreis 2 "AUS"?
Matthias schrieb:> ins Dioden prüfen und durchlegiert muss ich mich erst einlesen.
Eine funktionierende Diode hat mit dem Diodentester in eine Richtung
"unendlich" und in die andere Richtung irgendwas um 0,5V.
Wenn das Multimeter in beide Richtungen 0V anzeigt, dann hat eine
Siliziumschmelze den Halbleiter zum Leiter gemacht und die Diode wirkt
wie ein Stück Draht.
Wenn das Mutlimeter in beide Richtungen "unendlich" anzeigt, dann wirkt
die Diode wie eine Unterbrechung.
Sinnvollerweise lötest du zum Messen mindestens 1 Pin der Diode aus,
sonst bekommst du nämlich die ganze Schaltung drumherum mit ins
Messergebnis.
H. H. schrieb:>> der beiden BAT42 ist durchlegiert...>> Was ja nicht wundert, sie wird ja auch hart am Limit betrieben.BAT42: 30V, 0.2A. (DaBlatt)
Last: 5V, 0.1A.
Ich sehe da ausreichend Reserve.
Wo siehst Du da das Limit?
Andrew T. schrieb:> Wo siehst Du da das Limit?
Am Limit ist sie offiziell nicht, aber Uf(typ) = 0,7V ist für eine
Schottky-Diode Unfug. Das ist also zwar zulässig, aber weit jenseits des
sinnvollen Einsatzgebiets dieses Typs.
Matthias schrieb:> Den Antworten entnehme ich, dass die gewünschte Funktionsweise mit nicht> defekten Bauteilen gewährleistet ist.
Ja, der Schaltplan sieht gut aus.
Peter D. schrieb:> Nö, lt. Datenblatt bei 100mA und 25°C stimmt das.
Ja, der Wert stimmt schon, so war das nicht gemeint. Aber wenn man in
einer solchen Schaltung eine Schottky-Diode einbaut, dann weil man
keine 0,7V haben will. Es ist also Unfug, da eine BAT42 einzubauen,
man braucht eine mit weniger Uf bei 100mA. Und da ist ein
nächstgrösserer Standardtyp die 1N5817. Die genannte SB320 tuts auch,
hat aber ein deutlich grösseres Gehäuse und dickere Anschlüsse.
(prx) A. K. schrieb:> Es ist also Unfug, da extra eine BAT42 einzubauen.
Ich habe gerade mal geschaut, wie viel die kostet: 21 Cent bei 100 Stk,
das ist heftig. Hätte ich nicht erwartet.
Die 1N4148 kostet nur 4 Cent.
Karl B. schrieb:> und bei der Schottky schon bei 2 bis 10 mA?
Bei 125°C, nehme ich an. Der ist bei Schottkys um etliche
Grössenordnungen temperaturabhängig. Wenn man das nicht ausreizt,
sondern bei erweiterter Raumtemperatur bleibt, ist das hier nicht
relevant.
Karl B. schrieb:> Mir würde eher der Reverse Current Bauchschmerzen machen.> Bei 4007 im µA Bereich und bei der Schottky schon bei 2 bis 10 mA?
Bei 100°C Gehäusetemperatur und 20V Sperrspannung hat die 1N5817 von
Fairchild tatsächlich bis zu 10mA. Bei 25°C und 20V spielt sich das aber
im "ungefährlichen" 500µA-Bereich ab...
Da es 5V Relais sind, der User 5V Vcc hat, und diese 5V Relais bei
(Raumtemperatur) schon bei 3V sicher anziehen:
ist es sowas von akedemisch hier auf den diodenspec rumzuturnen.
ebenso um da Dioden mit >> 200mA einzusetzen.
Jede 1N4148 würde den Job hier sicher, zuverlässig und sauber erledigen.
1N4007 wie von Karl: 1000V Dioden? überflüssig.
1N5817: 1A? überflüssig. Und natürlich haben (diese) 20V Schottky
eine niedrigere Uf als 30V BAT42. Das ist schlicht: Physik.
Andrew T. schrieb:> 1N4007 wie von Karl: 1000V Dioden? überflüssig.
OK, ok,
Tippfehler
1N4001 wenn Dir das lieber ist
Aber das Prinzip ist doch anders: Schottky- und Sperrschichtdioden
sind zwei verschiedene Paar Schuhe.
Und die Anwendungszwecke sind auch anders.
Schottky hätte in der Schaltung des TO nichts verloren.
So sehe ich das.
Wenn überhaupt, dann die Dioden, wie sie oben schon genannt wurden und
in vielen PC-SNTs anzutreffen sind.
Entweder gemeinsame Anode oder Katode.
Just as you like it.
https://de.farnell.com/littelfuse/dstf3060cr/schottky-gleichrichter-60v-30a/dp/2773773
ciao
gustav
Andrew T. schrieb:> Da es 5V Relais sind, der User 5V Vcc hat, und diese 5V Relais bei> (Raumtemperatur) schon bei 3V sicher anziehen
Spezifiziert meist ab 3,7V.
Andrew T. schrieb:> 1N4007 wie von Karl: 1000V Dioden? überflüssig.
Trotzdem ist die 4007 oft sogar billiger als die 4001. Und der Rest der
elektrischen Daten ist gleich...
Lothar M. schrieb:> Und der Rest der elektrischen Daten ist gleich...
Ist zwar hier nicht relevant, aber ich habe ein Datasheet von DIODES
rumliegen, das zwischen 1N4001-4 und 1N4005-7 einen Unterschied in der
Sperrschichtkapazität zeigt.
Lothar M. schrieb:> ist die 4007 oft sogar billiger als die 4001. Und der Rest der> elektrischen Daten ist gleich...(prx) A. K. schrieb:> Datasheet von DIODES rumliegen, das zwischen 1N4001-4 und 1N4005-7 einen> Unterschied in der Sperrschichtkapazität zeigt.
Ewige Diskussion ob es zwischen 1N4001 .. 4007 im Prozess Unterschiede
gibt oder nur andere Selektierung oder gar Bedruckung.
Einige Datenblätter sagen etwas höhere Kapazität bei der 4005-4007. Ich
verwende der Bequemlichkeit halber eh nur die 4007.
Wer legt sich schon alle Typen von 1N4001 bis 4007 hin?
Andrew T. schrieb:> H. H. schrieb:>>> der beiden BAT42 ist durchlegiert...>>>> Was ja nicht wundert, sie wird ja auch hart am Limit betrieben.>> BAT42: 30V, 0.2A. (DaBlatt)>> Last: 5V, 0.1A.>> Ich sehe da ausreichend Reserve.> Wo siehst Du da das Limit?
Ich hatte die BAT42 schwächlicher in Erinnerung.
Mohandes H. schrieb:> Einige Datenblätter sagen etwas höhere Kapazität bei der 4005-4007.
Bei DIODES ist es andersrum. 15pF bei 1-4 und 8pF bei 5-7. Aber das ist
natürlich akademisch.
Lothar M. schrieb:> Trotzdem ist die 4007 oft sogar billiger als die 4001. Und der Rest der> elektrischen Daten ist gleich...
Und Vf der 4007 gößer als der 4002 -- auch hier physikalisch bedingt.
Einfach mal einen Grurt durhcmessen (mein täglich Mess-Geschäft), dann
fällt das auf.
Und verwundert auch nicht, Grund einfach: Physik der Dotierung.
> Trotzdem ist die 4007 oft sogar billiger als die 4001.
ah: BIILLIG = Kauf ich ;)
sorry, schon mal überlegt das billiger nicht immer das Kriterium sein
kann?
Wie läuft bei Dir requirement engeneering?
> das zwischen 1N4001-4 und 1N4005-7 einen Unterschied in der
Sperrschichtkapazität zeigt.
Siehst Du, wie ich bereits sagte: Physik.
> Schottky hätte in der Schaltung des TO nichts verloren.> So sehe ich das.
Kannst Du so sehen, ist aber so pauschal: Schmaarn.
Elektrische Gründe wurden bereits oben erklärt.
Beratungsresistent? Schon mal mehr als 10 Millionen Geräte in Serie
gebracht?
Andrew T. schrieb:> Wie läuft bei Dir requirement engeneering?
Ich messe nicht den Gurt durch, sondern ich nehme das Datenblatt her.
Z.B. das hier:
https://www.conrad.de/de/p/diotec-si-gleichrichterdiode-1n4007-do-204al-1000-v-1-a-162272.html
Und da steht nun mal keine unterschiedliche Uf über alle Spanungen
hinweg drin, was für mich durchaus den Verdacht nahelegt, dass da in der
4001 durchaus auch mal das selbe drin ist wie in der 4007.
> ah: BIILLIG = Kauf ich ;)> sorry, schon mal überlegt das billiger nicht immer das Kriterium sein kann?
Ich sehe, dass hier in diesem speziellen und eng begrenzten
Anwendungsfall die Uf nicht das Problem ist und auch nicht die Ur und am
allerwenigsten der Leckstrom oder gar die Sperrschichtkapazität. Das
sind alles nur Nebelkerzen, keine Ahnung, warum die in den Raum geworfen
werden.
Und wenn sowohl die 4001 wie auch die 4007 und alle dazwischen die
Aufgabe vollumfänglich und gleichwertig ausführen können, welches
Kriterium wäre dann zur weiteren Auswahl geeignet?
> Wie läuft bei Dir requirement engeneering?
Ich gehe dann mit meinen Erkenntnissen zum Einkäufer und sage ihm: die
4001...4007 taugen allesamt. Und rate mal, was dann passiert...
Andrew T. schrieb:> Schon mal mehr als 10 Millionen Geräte in Serie gebracht?
Was tut das denn hier zur Sache? Der TO hat genau 1 Schaltung, die nicht
funktioniert.
Lothar M. schrieb:> Ich gehe dann zum Einkäufer und sage ihm: die 4001...4007 taugen> allesamt. Und rate mal, was dann passiert...
Er fragt, ob es nicht noch billiger geht.